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Vortrag von Dr. Christoph Schmitt  am 7. Juni 1999

Zwischen Wissenschaftsalltag und Nostalgie.
Zur DDR-Volkskunde und der Entwicklung des Fachs
in den neuen Bundesländern.

Das Bild der DDR-Volkskunde wurde in der Regel - soweit es sich um Innenperspektiven handelt - von ehemaligen Angehörigen der Berliner Zentralstelle konturiert. Eine Wissenschaftsgeschichte aus der Sichtweise der ,,Außen-stellen", also der volkskundlichen Einrichtungen in Dresden und Rostock, würde sicher in anderer Richtung gewichten; allein der Stellenwert des Regionalen als klassischer Ausgangsbasis volkskundlicher Forschung hat hier erhebliche Konflikte bereitet. Der Vortrag sucht daher die Entwicklung des Fachs vom peripheren Standort Mecklenburg-Vorpommerns aufzuzeigen, und zwar für den Zeitraum von 1939 bis heute. Dabei werden wesentliche Phasen und Brüche aufgezeigt, vom Vermächtnis Richard Wossidlos, der Situation nach 1945, über die Gründung der Rostocker Forschungsstelle, die Akademiereform, die Schaffung und Aufgabe der ,,Folklorezentren", die ,,Wendezeit" und schließlich die heutige Situation des Instituts im Verbund der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock. Alternative Entwicklungen volkskundlicher Einrichtungen in anderen neuen Bundesländern fließen mit ein.
 


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urs keller 1.06.1999