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Eingeladene Vorträge
6. Dezember 2005. Perspective in Narratology and
Computation of Narrative Perspective. (Birte Lönneker-Rodman)
Coventry, England, Universität Warwick. Seminarlesung im Fachbereich Computer Science (Projekt: Empirical Modelling).
6. Dezember 2005, 11:00 Uhr
25. Oktober 2005. Linguistische Erklärungsmodelle für das Phänomen des Bedeutungswandels. (Birte Lönneker-Rodman)
Begriffswandel - ein interdisziplinäres Kolloquium, 25. - 27. Oktober 2005, organisiert von Tom Kindt (Göttingen), Jasper Liptow (Frankfurt)
und Matthias Schemmel (Berlin)
25. Oktober 2005, 16:30 Uhr (Europäische Akademie Sankelmark)
Abstract:
Wie der Bedeutungswandel von sprachwissenschaftlicher Seite aus zu erklären versucht wird, hat einerseits mit dem Verständnis von "Bedeutung" zu tun, andererseits auch mit der Auffassung von der Sprache und ihrem Wandel. Nach einem Rundgang durch die verschiedenen Gedankengebäude zu diesen Themen engen sich die Betrachtungen auf die unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Untersuchung des Bedeutungswandels ein. Schließlich wird aktuellen Betrachtungen zur "Wichtigkeit" bestimmter Wandelmechanismen, zur Involviertheit von Sprechern und Hörern sowie zur Subjektivität Raum gegeben. Das Fazit versucht die gegenwärtige Lage zusammenzufassen.
Das Referat versteht sich insbesondere als Beitrag zur Terminologieklärung (Bedeutung vs. Begriff) und als Grundlage für eine Bewertung dessen, was die Linguistik als Beitrag zu einer weiterführenden Beschäftigung mit dem Thema "Begriffswandel" zu leisten imstande sein könnte.
6. Oktober 2005. Computational Narratology oder: Kann man das Erzählen berechenbar machen? (Jan Christoph Meister)
Jahrestagung der GfM, Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema "Mediale Ordnungen. Erzählen, Archivieren, Beschreiben." Universität Hamburg
6. Oktober 2005, 14:00 Uhr (Raum: Phil D)
20. Juni 2005. Between Story Generation and Natural Language Generation. (Birte Lönneker)
Marina del Rey, CA, USA, Information Science Institute, University of Southern California, NL Seminar der Natural Language Group
20. Juni 2005, 10:00 Uhr (Raum 11 Small)
Abstract:
[Übersetzung des englischen Originals.] In der Narratologie werden Diskursstrukturen narrativer Texte als fertige, von Menschen erfundene Produkte analysiert, zum Beispiel von Romanen, Kurzgeschichten oder Märchen. Die narrativen Texte werden in einer bestimmten Oberflächenform präsentiert; die Narratologie konzentriert ihre Untersuchungen auf solche in natürlicher Sprache. Narratologen nehmen an, dass jede narrative Oberflächenrepräsentation mit einer neutralen, abstrakten Ereignisfolge, der "Story" (histoire, sjuzhet), verknüpft ist. Die Abstraktheit der Story wird durch die Tatsache illustriert, dass dieselbe Story durch unterschiedliche Oberflächentexte realisiert werden kann. Mit Diskursstruktur oder "Discourse" (discours, fabula) meinen Narralogen das Verhältnis zwischen der abstrakten Story und ihrem konkretem Ausdruck in einem sequentiellen Text. Wenn zum Beispiel die chronologische Abfolge der Story in ihrer textuellen Wiedergabe nicht respektiert wird, haben wir es mit dem Diskursparameter "Ordnung" zu tun. Weitere Diskursparameter sind die Frequenz, mit der Story-Ereignisse evoziert werden, die Perspektive, aus der sie erzählt (wahrgenommen, evaluiert,..) werden, oder "Rahmenerzählungen" mit mehreren narrativen Ebenen.
Das Projekt "Story-Generator-Algorithmen" an der Universität Hamburg wertete die Diskursfähigkeiten mehrerer existierender Story Generators (Systeme zur automatischen Erstellung von Erzählungen) aus. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Story Generators sich darauf konzentrieren, eine kohärente und chronologische abstrakte Story zu entwerfen, die dann direkt auf eine Repräsentation in natürlicher Sprache abgebildet wird. Daraus ergibt sich ein Vorherrschen von 1:1-Verhältnissen zwischen Story und Oberfläche, was in den meisten Fällen einer Standard- oder "Null"-Besetzung der narrativen Diskursparameter entspricht. Dies scheint einer der Gründe dafür zu sein, dass Story-Generator-Ausgaben (Produkte) zu einem hohen Grad an Explizitheit und Direktheit neigen, weshalb sie Gefahr laufen, als zu einheitlich und langweilig wahrgenommen zu werden.
Narratologisches Expertenwissen könnte von Nutzen sein für kommende Story Generators und Systeme zur automatischen Generierung natürlicher Sprache (NLG), die auch narrative Textsorten berücksichtigen. Eines der Ziele der Computernarratologie ist es, dieses Expertenwissen zu modellieren. Im Idealfall wird das narratologische Wissen dabei in eine narratologische Strukturierungskomponente (Narratological Structurer) integriert, die Bestandteil eines fortgeschrittenen Systems zur Erstellung narrativer Texte ist. In einem solchen System wird die narratologische Strukturierungskomponente zur Schnittstelle zwischen Story Generator und nachfolgenden NLG-Modulen. Der Vortrag geht auch auf konkrete Beispiele der Wissensmodellierung ein. (Birte Lönneker 2005)
15. März 2005. Lexikalische Semantik und Weltwissen. Anforderungen an linguistische Ressourcen bei der automatischen Generierung narrativer Diskurse. (Birte Lönneker)
Graz, Karl-Franzens-Universität Graz, Grazer Linguistisches Kolloquium
15. März 2005, 18:00 Uhr
24. Februar 2005. Computational Narratology. The Role of Discursive Formations in Story Generation. (Birte Lönneker)
Madrid, Universidad Complutense de Madrid,
Facultad de Informática,
Departamento de Sistemas Informáticos y Programación
24. Februar 2005, 15:30 Uhr (Aula 15 de la Facultad de Informática)
Das Projekt Story-Generator-Algorithmen ist ein Teilprojekt der FGN.
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