Entlassen aus der Wehrmacht aus rassistischen Gründen. Discharge from the Wehrmacht on grounds of race.
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Entlassen aus der Wehrmacht aus rassistischen Gründen
Kommentar
Nach vierjährigem Dienst wird Paul W. als Unteroffizier aus rassistischen Gründen aus der Wehrmacht entlassen und zwangssterilisiert. Auch die Fürsprache des Majors und
Kommandeurs seiner Einheit hindert die Behörden nicht an ihrem Vorgehen.
Ebenso wenig gelingt es dem Landrat, der sich nach der Entlassung aus der Wehrmacht für die Vergabe eines Wandergewerbescheins an Paul W. ausspricht, ihm auf diese Weise
den Lebensunterhalt für sich und seine Frau zu ermöglichen, da die Behörden auch dies ablehnen.
Die erzwungene Einwilligung in die Sterilisation, Dokument vom 12. Juli 1943, führte in der Regel dazu, dass Entschädigungsansprüche für diese körperliche und psychische
Zerstörung der Menschenwürde abgelehnt wurden. Mit Verweis auf dieses Dokument handelte es sich der Nachkriegsargumentation zufolge um einen "freiwilligen" Eingriff.
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English translation copyright © Struan Robertson
Discharge from the Wehrmacht on Racial Grounds
Comment
After four years service as non-commissioned officer in the Wehrmacht Paul W. was discharged on racial grounds and sterilised against his will. The intercession of the
major and commander of his unit did not prevail against the authorities.
After Paul W.'s dismissal from the Wehrmacht the local head of administration's request for the allocation of an itinerant trade licence to enable Paul W. to
financially support himself and his wife also had no success as this was rejected by the authorities.
The forced consent for sterilisation, see document from 12 July 1943, normally led to the claim for damages for this physical and psychological atrocity being rejected.
Postwar this document of "consent" was used as evidence of a "voluntary" intervention.
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