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Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen M. Meisel
Linguistik des Französischen, des Portugiesischen und des Spanischen
Biographisches:
Geboren 1944 in Heilbronn/Neckar, aufgewachsen in Frankfurt/M.
Wissenschaftlicher Werdegang:
- Studium am Leibniz Kolleg und an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M und an der Universität Madrid; Fächer: Romanistik, Germanistik, Philosophie und Volkskunde.
- Promotion 1970 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M.
- 1970-71 Wiss. Assistent im Romanischen Seminar der Universität Frankfurt.
- 1971-73 Research Fellow in den Linguistischen Abteilun-gen der University of California, San Diego und der University of Massachusetts, Amherst.
- 1973 Wissenschaftlicher Rat und Professor für Romanische Philologie, Gesamthochschule-Bergische Universität, Wuppertal.
- Seit 1980 Professor für Romanische Philologie an der Universität Hamburg.
- Mitglied des Hamburger Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakte (HAZEMS).
- Seit 1999 Sprecher des Sonderforschungsbereich 538 "Mehrsprachigkeit".
- 2004, Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Lund (Schweden).
Gastprofessuren:
- am Inter-University Centre of Postgraduate Studies, Dubrovnik;
- an den Universitäten Venedig, Campinas (UNICAMP, 1985 und 1998), Barcelona (Universitat de Barcelona), Leiden und Gasteiz-Vitoria und Verona;
- in Sommerschulen der Fundación José Ortega y Gasset (Oviedo), der Universität des Baskenlandes (Donostia-San Sebastián);
- in Sommer- / Winterschulen der nationalen Gesellschaften für Sprachwissenschaft der USA, LSA (CUNY, New York), der Niederlande, AVT (U Amsterdam), Brasiliens, ABRALIN (PUC Sâo Paulo 1988 und USP 1993) und Deutschlands, DGfS (U Hamburg);
- 1996 und 2005 - 2006 Fellow-in-Residence am Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences (NIAS), Wassenaar, Niederlande.
Hauptarbeitsgebiete:
Sprachentwicklung (Erst- und Zweitspracherwerb, Sprachwandel, Kreolistik), Mehrsprachigkeit, Grammatik romanischer Sprachen, Grammatiktheorie.
Forschungsprojekte:
- Zweitspracherwerb italienischer, portugiesischer und spanischer Arbeiter (ZISA), gefördert durch den Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (1977-78) und durch die Stiftung Volkswagenwerk (1978-82).
- Deutsch und Französisch - Doppelter Erstspracherwerb (DUFDE), gefördert durch die DFG (1986-92).
- Baskisch und Spanisch - Doppelter Erstspracherwerb (BUSDE), gefördert durch die DFG 1990-1994.
- Bilingualer Erst- und natürlicher Zweitspracherwerb (BENZ), gefördert durch die DFG 1992-95.
- Sonderforschungsbereich 538 "Mehrsprachigkeit", als Sprecher der Antragsgruppe, gefördert durch die DFG 1999-2002, 2002-2005.
- Simultaner und sukzessiver Erwerb von Mehrsprachigkeit (SFB-Teilprojekt E2), gefördert durch die DFG 1999-2002, 2002-2005.
- Mehrsprachigkeit als Ursache und Folge von Sprachwandel: Historische Syntax romanischer Sprachen (SFB-Teilprojekt H1), gefördert durch die DFG 1999-2002, 2002-2005.
Betreute Dissertationen (als Erstgutachter) in den vergangenen 10 Jahren:
- Maria-José Eceizabarrena (1995), Adquisición de la morfología verbal en euskera y castellano por niños bilingües.
- Achim Stenzel (1995), Die Entwicklung der syntaktischen Kategorien Nomen und Verb bei ein- und zweisprachigen Kindern.
- Regina Köppe (1995), Sprachentrennung im frühen bilingualen Erstspracherwerb Französisch/Deutsch.
- Annegret Oláh (1996), Neurolinguistische Aspekte des Dysgrammatismus. Unterschiedliche Ausprägungen der sprachlich-strukturellen Defizite bei dysgrammatischen Kindern in Abhängigkeit von der Ätiologie.
- Maria Luise Goldbach (1997), Spezifische und arbiträre leere Objekte.
- Beate Riemer (1997), Tempus und Aspekt im Zweitspracherwerb: Erstsprache Deutsch - Zweitsprache Spanisch.
- Pilar Larrañaga (1998), Ergative Sprachen, akkusative Sprachen: der Erwerb des Kasus bei bilingualen Kindern.
- Marianne Dieck (2000), La negación en Palenquero: Análisis sincrónico, estudio comparativo y consecuencias teóricas.
- Aria Adli (2003), Grammatische Variation und Sozialstruktur: Eine empirische Untersuchung anhand von Interrogativstrukturen des Französischen, Tübingen.
- Barbara Hänel (2003), Deutsche Gebärdensprache als Erstsprache. Der frühkindliche Spracherwerb von Subjekt- und Objektkongruenz in DGS, Hamburg.
- Anja Möhring (2004), Erst- und Zweitspracherwerb im Vergleich (Französisch/Deutsch): Der Erwerb der Wortstellung bei bilingualen Kindern und erwachsenen Lernern, Hamburg.
- Meiyun Chang Smith (2004), The Acquisition of DP in Mandarin Chinese. (The Australian National University, Canberra)
- Matthias Bonnesen (2005), Der Erwerb der linken Satzperipherie bei Französisch - Deutsch bilingual aufwachsenden Kindern, Hamburg.
- Esther Rinke (2005), Wortstellungswandel in den iberoromanischen Sprachen (unter besonderer Berücksichtigung des Portugiesischen).
- Martin Elsig (in Arbeit), Diachrone Aspekte sprachlicher Variation am Beispiel der Interrogation im Französischen von Québec.
- Noemi Quintana (in Arbeit), Der Erwerb der Wortstellung bei Baskisch - Spanisch bilingualen Kindern.
- Susanne Rieckborn (in Arbeit), Erst- und Zweitspracherwerb im Vergleich: Tempus, Aspekt und Aktionsart.
Betreute Habilitationen
- Georg A. Kaiser (1998), Verb-Zweit-Effekte in der Romania.
- Natascha Müller (1998), Past Participle Agreement in Romance.
- Maria Luise Goldbach (2005), Pronominalisierung bei Infinitivkomplementen im Alt- und frühen Mittelfranzösischen im Vergleich zum Altitalienischen. I
Austauschprogramm
SOKRATES Austauschprogramm mit der Universidad del País Vasco in Vitoria-Gasteiz. Bewerbungen werden jedes Jahr im Mai erbeten, vorzugsweise aber nicht ausschließlich von Studierenden der Hispanistik. Ein linguistischer Studienschwerpunkt und/oder ein Interesse für Mehrsprachigkeit und/oder das Baskische sind erwünscht.
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