Das virtuelle Hamburgische Urkundenbuch
Ein Projekt der Arbeitsstelle für die digitale Edition mittelalterlicher Quellen /
des Zentrums "Geisteswissenschaften in der digitalen Welt" an der Universität Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg

Regesten zu 1444

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© Jürgen Sarnowsky, Hamburg (2001-2009)
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1444 März 12.
Dekan und Kapitel der Domkirche zu Hamburg quittieren den Vorstehern des Hospital St.Jürgen, Bürgermeister Hinrich Hoyer und Ratsherr Johann Lasse,den Empfang von 30 Mark Pfennige für die Ablösung einer dem Dekan zustehenden Rente von 2 Mark.

1444 März 30.
Der Abt des Klosters Reinfeld verkündet die Exkommunikation des Steder Adeken und seiner Helfer wegen des Überfalls auf das (offenbar gestrandete) Schiff des Schiffers Lüdeke Wegen vor dem Lande Wursten 1442 Nov.15, bei seiner Rückkehr aus Flandern mit Gütern Hamburger Kaufleute. Der Raub dieser Güter hatte zuvor zur Klage an der Kurie (auf der Grundlage eines Privilegs von 1415 Febr.10, erteilt von Johannes XXIII.) durch den Anwalt Johann Quentin und zur Androhung der Exkommunikation geführt, doch war dies ohne Ergebnis geblieben.
Die Geschädigten sind: Arnold van Kretelen - drei Pfeifen Öl, ein Packen Ypersch für 134 m. lübisch; Henrich Borsteldes - ein Terling mit 14 Laken von Ekloe, zwei Pfeifen Öl für 300 m.; Johann Lutterdes - ein Faß Öl, 40 m.; Henrich Swake - ein Terling Laken Delremunde, 338 m.; Albert Kale - fünf Fässer Öl, 4 Tonnen Alaun, 338 m.; Richard Rodenborch - zwei Fässer Öl, sechs Tonnen Seife, 128 m.; Henrich Twedorp - ein Faß Öl, ein Terling mit 15 Laken Ekloe, 289 m.; Albert Hallendorp - 10 Tücher von Ekloe, zwei Ballen Riß, 215 m.; Herman Bispingh - zwei Fässer Öl, 78 m. 8 sol.; Herman Butzow - ein Faß Öl, ein Terling mit 16 Laken Ekloe, 299 m.; Borhard Widute - ein Terling mit achtzehn Ekloe, 288 m.; Lüdeke Struve - 10 Tücher Ekloe, drei Fässer Öl, ein Faß Mandeln, zwei Balen Riß, 400 m.;  Johann von Angeren - zwei Fässer Öl, drei Tonnen Schmack, 100 m.; Johann Buxtehude - zwei Fässer Öl, 78 m. 8 sol.; Andreas Geverdes - zwei Fässer Öl, dgl.; Johann Bernstede - dgl.; Timme Bremers - ein Packen mit 77 Stück Norderwyckscher Laken, einen Terling 26 Tücher von Alten, 772 m. 8 sol.; Ludeke Tode, Herman Bunstorp jeweils zwei Fässer Öl, wie oben; Henrich Gunßman - zwölf Tonnen Schmack, 90 m.; Lüdeke Richstede - ein Terling Aremunder Tücher, 225 m. 12 sol.; Wilhelm Holthusen - eine Tonne Datteln, 25 Pfund Paradieskörner, ein Faß Reis, 106 m. 8 sol.; Johann Bulder - ein Faß mit Grünspan, ein Tonne mit 60 pfd. Theriae und Apotheker-Waren, 50 m.

1444 Juli 31.
Notariatsinstrument über die Bestätigung eines Schenkungsbriefs der Schwestern Margaret und Alheydis Mildehoved, Töchter Johann Mildehoveds, an Marquard Mildehoved, betr. einige Zehnten und weiteren Besitz in Ossenwerder, durch den Verdener Vikar in Lüneburg, Joachim Theodorici de Rozstok.

1444 August 23.
Notariatsinstrument über die durch Kaiser Friedrich III. autorisierte richterliche Entscheidung Herzog Ottos von Braunschweig-Lüneburg betr. die Schuldforderungen des Marquard Mildehovet an den Grafen Johann von Holstein, den auf Ochsenwerder dafür verpfändeten Besitz und die darauf folgende Beschlagnahme.

1444 September 27.
Die Brüder Hinrik Hoyer, Bürgermeister, und Albert Hoyer, Bürger zu Hamburg, bekennen, dass sie Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg das Gut Hansdorf verpfändet haben, mit allen Rechten, hoher und niederer Gerichtsbarkeit, mit Äckern, Wiesen, Weide, Holzungen, Fischerei und allem Zubehör, wie es die Brüder Arnd und Henning von Henslen besessen haben, für 1300 m. lüb. Pfennnige; für diese Summen haben die Hoyers das Gut zuvor von Herzog Adolf von Schleswig als Pfand erworben, wie der Hauptbrief ausweist.

1444 November 18.
Ratsherr Nicolaus Vetel leistet für sich und seine Erben vor dem Rat Bürgschaft für eine einige Jahre nicht gezahlte Rente von 4 Mark vom Erbe des Konrad Volckerdingh, die dem Domvikar Ludolph Semelhake zusteht; zudem verbürgt er sich, gemäß einem Beschluß des Rats für die Aufgabe einer Wasserleitung auf diesem Grundstück zu sorgen.


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