Das virtuelle Hamburgische Urkundenbuch
Ein Projekt der Arbeitsstelle für die digitale Edition mittelalterlicher Quellen /
des Zentrums "Geisteswissenschaften in der digitalen Welt" an der Universität Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg

Regesten zu 1443

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© Jürgen Sarnowsky, Hamburg (2001-2009)
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1443 Januar 03.
(Ewige) Vikarstiftung am Altar der hl. Georg und Wenzel sowie Barbara, Gertrud und Ursula, in der neuen Marienkapelle am Dom, durch die Meister des Krämeramts: Wilhelm Holthusen und seine Frau Alheid geben mit Zustimmung ihrer Erben 26 m. Rente auf Grundstücken, dazu geben ders., Gerard von der Hude, Berthold Nolthe und Gerard Detlingh 8 m. Rente für das gesamte Krämeramt. Dazu kommen weitere 10 m., (von Berthold Nolte) ein vergoldeter Silberkelch und zwei Ampullen, (von Wilhelm Holthusen) die Zusage des Baus einer Unterkunft für den Vikar im Kirchspiel S. Jacobi sowie weitere Kleinodien.

1443 Januar 25.
Gerhard, bestätigter Elekt von Bremen, an den Dekan der Hamburger Kirche: beauftragt ihn, die Eppendorfer Pfarrkirche wegen ihrer unzulänglichen Einkünfte vorläufig und auf Lebenszeit des Propstes Johannes dem Amt des Hamburger Propstes zu inkorporieren; Propst Johannes soll für eine ordnungsgemäße Verwaltung der Eppendorfer Pfarre durch einen geeigneten Priester sorgen.

1443 Februar 15.
Dekan Johannes und das gesamte Hamburger Domkapitel machen bekannt, dass Ghese Cletze geb. Schreye, die Witwe der Hamburger Ratsherren Sifrid Klinksporn (Ratsherr 1391, gestorben 1406) und Johann Cletze (Ratsherr 1411, hingerichtet 1427), die von Eler Swarte verwaltete Vikarie am Altar des heiligen Kreuzes an St. Nicolai angesichts ihrer unzureichenden Ausstattung von 10 Mark (von denen kaum die Hälfte einkommt) mit weiteren Einkünften von 20 Mark 10 sol. 8 d. sowie Kirchengerät ausgestattet hat zum Seelenheil ihrer Vorfahren und ihres ersten Mannes; bestätigen die Stiftung und das Patronat über die Vikarie.

1443 April 23.
Der Rat zu Mölln an Johann Bennyn, Dekan der Hamburger Kirche: bestätigen aufgrund des Eids ihrer Mitbürger Bernd Basdorve und Benekin Hilmers, dass Hinrich Hilmers zu Wüterse, aus dem Kirchspiel Soveneken, der nächste Verwandte aus der Familie des Hartich von Hachede, des verstorbenen Hamburger Ratsherrn und Stifters der Vikarie des heiligen Bartholomäus und Theobald zu St. Petri, ist; Hinrich bittet um die Bestätigung Albert Proyles als Vikar, nachdem der bisherige Verwalter der Vikarie, Bernd Schroder, verstorben ist.

1443 September 20.
Die Älterleute der Brüderschaft St. Marien Magdalenen im Franziskanerkloster zu Hamburg, Cord van Gotinghen und Werner Rippeke, bezeugen, dass sie sich mit Herman Butzow und seiner Frau Grete über 7 Mark Rente und 300 Pfund Pfenninge geeinigt haben, die von Frau Beke, der verstorbenen Witwe Johanns von Achems und Schwester Gretes, zu Gottes Ehre der Brüderschaft vermacht sind und derselben verbleiben sollen.

1443 Oktober 14.
Johann (Hans) Hulschede bestätigt vor dem Rat die Übernahme der Verpflichtungen aus dem Rentenkauf des Heinrich von Gheismar und des Johann (Hans) Gerard, Geistlicher am Hamburger Dom, die dem verstorbenen Heinrich Meimerssen 300 Mark für 20 Mark Rente gezahlt haben. Johann Hulschede ist neuer Besitzer des Erbes, auf dem diese Abgaben liegen, ebenso wie vier Mark Rente an Priorin und Nonnen zu Buxtehude. Er verpfändet den Erben Heinrichs, Heinrich und Johann, als Sicherheit eine eigene Rente von 24 Mark vom Erbe Tidekin Wulfhagens in Grimme.

1443 Oktober 20.
Stiftung einer Kommende für den Organisten von S. Jacobi in Höhe von 22 m. jährlicher Rente.

1443 Dezember 13.
Kaiser Friedrich III. an Herzog Otto zu Braunschweig: überträgt ihm das Richteramt in Sachen der Forderungen des Marquard Milthaupt gegen Bürgermeister und Rat zu Hamburg sowie Bürger der Stadt und Volrad Heest.


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