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© Jürgen Sarnowsky, Hamburg (2001-2009) |
1408 Mai 28.
Der neue Rat zu Lübeck an das Kirchspiel St. Petri in Hamburg: hat sich
dem Rat zu Hamburg häufig zur Hilfe gegen die Seeräuber angeboten,
hat aber keine Antwort erhalten; hätte deshalb auch gern eine Sitzung
mit dem Rat zu Hamburg gehalten, hat aber auch darauf keine Antwort erhalten,
und auf die Werbung des endlich ohne Beglaubigungsschreiben zu ihm geschickten
Ratsnotars hat er sich nicht einlassen können; begehrt, dass es sich
darüber bespreche und ihm seine Meinung melde.
1408 Mai 30.
(Das Kirchspiel St. Petri zu Hamburg an den neuen Rat zu Lübeck:) antwortet,
Lübeck habe sich dem Rat zu Hamburg nicht häufig, sondern nur einmal
zur Hilfe gegen die Seeräuber angeboten; zu einem Tage habe es den Rat
niemals eingeladen, sonst würde er denselben gern besandt haben; der
Ratsnotar Hermann Kule habe um Hilfe gegen die Seeräuber geworben, darauf
hoffe der Rat noch und auch das Kirchspiel bitte darum; Beglaubigungsschreiben
für vereidigte Ratsschreiber seien nicht Sitte, und das Verlangen nach
einem solchen, nachdem man erst die Werbung angehört habe, sei unnötig
gewesen; begehrt, dass Lübeck dergleichen Schreiben in Zukunft an den
Rat schicke.
1408 Juni 2.
Entzug des Erbes von Hintze van Rentelen wegen nicht geleisteter Zinsen, betr.
S. Petri.