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Übungsblatt 14

Aufgabe 1:

Modellieren Sie das System:
   eps*y1' = -1.0*y1 +0.5*y2
       y2' = +0.2*y1 -1.0*y2
mit den Werten eps=1, 1/5, 1/25, 1/125 und 0 und simulieren Sie dann das Anfangswertproblem y1(0) = y2(0) = 1 von 0 bis 10.

Für die Fälle eps ungleich 0 können Sie jeweils das System y' = K*M*y behandeln mit den Matrizen:

   M = [-1.0, 0.5; 0.2, -1.0];
   K = [µ, 0; 0, 1]
und µ = 1/eps. Die Multiplikation mit K lässt sich sehr unterschiedlich realisieren, es muss nicht unbedingt ein Matrix Gain Block sein.

Das Modell für den Fall eps = 0 können Sie natürlich so modellieren, dass Sie sich im Kopf ausrechnen, dass in diesem Falle gelten muss:

   y1 = 0.5*y2
und dieses Ergebnis in die zweite Gleichung einsetzen. Sie würden dann nur mit einer Differentialgleichung arbeiten.

Verwenden Sie bitte auch hier, wie in den Fällen eps ungleich 0, einen Integrator mit zweidimensionalem Ein- und Ausgangssignal. Terminieren Sie das Ausgabesignal y(1) einfach und berechnen Sie aus dem Ausgabesignal y(2) einen neuen Wert y(1) derart, dass y(1)=0.5*y(2) erfüllt ist. Auch wenn Sie diesen Wert im Kopf ausrechnen könnten, sollen Sie ihn hier in einer Schleife mit einem 'Fcn' und einem 'Algebraic Constraint Block' berechnen.

Aufgabe 2:

  • Erzeugen Sie eien graphische Darstellung aller Lösungspfade (y1(t),y2(t)) in einem Bild. Im Falle eps=0 soll der 'korrigierte' y1-Wert verwendet werden, der Lösungspfad muss also Teil der Geraden y1 = 0.5*y2 sein. Geben Sie den Lösungspfad zum Problem eps=0 in rot, die Lösungspfade zu den anderen Fällen in blau aus.
  • Erzeugen Sie eine graphische Darstellung aller Lösungskomponenten y1(t) in Verlaufe der Zeit t in einem Bild. Geben Sie die Lösungkomponente im Falle eps=0 wieder in rot aus.
  • Erzeugen Sie eine graphische Darstellung aller Lösungskomponenten y2(t) in Verlaufe der Zeit t in einem Bild. Geben Sie die Lösungkomponente im Falle eps=0 wieder in rot aus.

Aufgabe 3:

Berechnen Sie in den Fällen eps ungleich 0 mit Hilfe der Eigenwerte von K*M den Steifigkeitskoeffizienten des Problems. Berechnen Sie den entsprechenden Wert auch für die Matrix L*M, wobei L durch:
   L = [1,0;0,eps];
gegeben ist. Prüfen Sie nach, ob die Steifigkeitskoeffizienten für K*M(eps) und L*M(eps) jeweils gleich sind.
Sie können den Steifigkeitskoeffizienten auch im Falle eps=0 wie oben berechnen, wenn Sie:
  • K durch [1/0 0; 0 1]
  • L durch [ 1 0; 0 0 ]
vorgeben und den Koeffizienten durch abs(Eigenwert(1)/Eigenwert(2)) berechnen. Der Absolutbetrag hat hier nur die Aufgabe, ein passenden Vorzeichen für die Null zu erzwingen.

Aufgabe 4:

Wandeln Sie Ihr Modell mit dem springenden Ball so ab, dass eine Anfangsgeschwindigkeit in x-Richtung der Größe 1.0 berücksichtigt wird, die sich bei jedem Aufsprung des Balles um den Faktor 0.9 reduziert, während einer Sprungphase aber konstant bleibt. Zeigen Sie die Position des Balles jeweils in einem Animationsfenster an.