Jahrgang 13, Nummer 1 Februar 2000

Textverarbeitung

Verbalhornung

Neuigkeiten in Word 2000 Von Klaus Tormählen

Seit Juni 1999 ist die neue Version Microsoft Word 2000 auf dem Markt. Im Mittelpunkt der neuen Features stehen die Verbesserungen zum Erzeugen von HTML-Seiten. Microsoft geht davon aus, daß immer mehr Veröffentlichungen im Internet von Menschen gemacht werden, die “nur” über Kenntnisse in einem Textprogramm verfügen. Ein ähnlicher Ansatz findet sich für das Versenden von E-Mail. Man braucht Word nicht zu verlassen. Ein Mausklick wandelt Word zum E-Mail-Programm (nur Versand). Neben den Internetfunktionen fallen insbesondere folgende Verbesserungen ins Auge: Die erweiterte Zwischenablage; die optimierte Ausnutzung der Schirmbreite zur Anzeige von Text; die Bereitstellung von mehr als 16 Farben; die Möglichkeit, mehrere Seiten pro Blatt zu drucken; die automatische Rechtschreibhilfe für englische, französische und italienische Textpassagen; die komfortable Unterstützung für fremdsprachliches Schreiben; dynamische Tabellen; neue Möglichkeiten zum Positionieren von Grafiken, Umfließen von Text und Verwalten von ClipArts; Autorenverzeichnisse; Verzeichnisse aus Hyperlinks; vorgefertigte Designs und Unterstützung von Frames für Web-Dokumente; Entwicklungsumgebung für HTML und Web-Scripts.

Mit der neuen Version untermauert Word seine Bedeutung als universelles Schreibprogramm. Einen Vergleich mit anderen Programmen kann ich leider nicht ziehen. Die intensive Beschäftigung mit weiterer Textsoftware würde bedeuten, daß Schreiben für mich zum Fulltime-Job wird. Soweit kommt es aber zum Glück nicht. Der in Zeitschriften gelobte und derzeit kostenlos angebotene Star-Writer besitzt offenbar viele Word-Items nicht. Andere Software (z. B. Frame Maker) ist sicher hervorragend, doch hat sie nicht die Universalität von Word.

Neben dem Schreiben hat Word ein neues Standbein. Die Ausrichtung auf Internet-Techniken ist auffällig. Die Nutzung aller von Microsoft Office angebotenen Komponenten gelingt vermutlich aber erst in einem Intranet, das vollständig Microsoft-basiert ist. Damit ist gemeint, daß zu den Office-Techniken diejenigen von Microsoft Internet-Servern hinzukommen müssen.

Eine auch nur halbwegs vollständige Beschreibung der Neuigkeiten von Word ist mir bisher nicht begegnet. Weder von Microsoft selbst, noch in Zeitschriften oder Büchern. Das kann daran liegen, daß die Autoren durch die ständig neuen Updates überfordert sind, oder auch daran, daß Microsoft wegen vermeintlicher monopolartiger Geschäftspraktiken “totgegrenzt” werden soll. Die Word-Hilfe ist unvollständig und fehlerhaft (siehe dazu auch den letzten Abschnitt in diesem Beitrag).

Installation

Das Office- bzw. Word-Installationsprogramm wurde völlig neu überarbeitet. Zunächst fällt auf, daß die Installationspunkte im Gegensatz zu früher hierarchisch geordnet sind. Dadurch läßt sich besser erkennen, welcher Teil der Installation wozu gehört. Weiterhin kann jedes Installationsitem durch Mausklick geöffnet werden. In dem zugehörigen Menü sind folgende Möglichkeiten gegeben: “Vom Arbeitsplatz starten” (Installation auf der Festplatte), “Alles vom Arbeitsplatz starten” (analog bei vorhandenen Verzweigungen), “Von CD starten” (Item ist vorhanden, beim Betrieb muß aber die Installations-CD eingelegt werden), “Alles von CD starten” (analog), “Bei der ersten Verwendung installiert” (Item ist vorhanden und wird bei der ersten Anforderung im Programm von der Installations-CD installiert), “Nicht verfügbar” (Item ist nicht vorhanden und muß bei Bedarf über das Installationsprogramm nachinstalliert werden). Das Symbol vor den Items paßt sich gemäß der Installationsart an. Man beachte: Ein weißes Festplattensymbol bedeutet, daß alle Unterzweige installiert sind. Ein graues Festplattensymbol zeigt, daß ein zugehöriges Teil noch nicht installiert ist.

Richtet man Office 2000 bei vorhandenem Office 97 ein, so gibt es die Möglichkeiten, das alte Office zu behalten oder das neue über das alte zu installieren. Aktiviert man in Schritt 3 des Installationsprogramms den Schalter “Jetzt aktualisieren”, so werden ohne Nachfrage das alte Office ersetzt und zusätzlich der Internet Explorer 5 (falls nicht vorhanden) eingerichtet. Wählt man den Schalter “Benutzerdefiniert...”, so besteht die Möglichkeit, die Entscheidung über die Installationsart später zu wählen. Zum Behalten des alten Office gibt man einen vom Standard abweichenden Ordner an. Wählt man den Ordner, in dem Office 97 liegt (i. a. C:\Programme \Microsoft Office), so erhält man einen entsprechenden Hinweis. Nach meiner Erfahrung empfiehlt es sich nicht, Office 2000 über Office 97 zu installieren. Word übernimmt dabei teilweise Einträge aus der Windows-Registrierung, die zwar für Office 97 richtig waren, für Office 2000 aber nicht mehr stimmen. So steht dort z. B. für die Grammatikdateien der Ordner C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Proof und nicht C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Proof \1031. Außerdem werden die Office 97-Registry-Einträge nicht gelöscht. Besser ist es, erst Office 97 zu deinstallieren und dann 2000 einzurichten.

Man beachte, dass bei Deinstallation und anschliessender Neuinstallation die alten Einstellungen von Office i. a. verloren gehen. Bei einer Überinstallation werden die Einträge übernommen.

Für die spätere Orientierung kann es wichtig sein zu wissen, daß unterhalb der Ordner C:\Programme\Microsoft Office\Office, C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft  Shared\Proof, aber auch noch an anderen Stellen Ordner mit Namen 1031, 1033, 1036 und 1040 eingerichtet werden. Darin finden sich die landesspezifischen Besonderheiten für Deutschland (1031), England (1033), Frankreich (1036) und Italien (1040).

Das neue Aussehen

Gleich beim ersten Kontakt mit Word 2000 stößt man auf einige Besonderheiten.

Beim Öffnen eines Menüs wird standardmäßig anfangs nur ein Teil der zugehörigen Befehle (die “gebräuchlichsten”) ausgegeben. Die Anzeige der übrigen Befehle erreicht man durch Doppelklick auf einem Menü. Das volle Menü zeigt sich auch, wenn man nach dem Öffnen einige Sekunden wartet, nach dem Schließen sofort wieder öffnet oder im Menü den untersten Eintrag (“Erweitern”, doppelte nach unten weisende Pfeilspitze) ansteuert (Klick oder Mauszeiger hinaufstellen). Nachdem ein anfangs nicht angezeigter Befehl einmal benutzt wurde, erscheint er auch im verkürzten Menü. Möchte man grundsätzlich beim Aktivieren das volle Menü angezeigt bekommen, so deaktiviert man im Register “Optionen” des Dialogfeldes “Anpassen” die Option “Menüs zeigen zuletzt verwendeten Befehle zuerst an”. Die oben erwähnte Verzögerung läßt sich im selben Register über die Option “Nach kurzer Verzögerung vollständige Menüs anzeigen” abschalten. Die durch Benutzung zu den Anfangsmenüs hinzugekommenen Befehle löscht man über den Schalter “Zurücksetzen” im Register “Optionen”.

Die Symbolleisten “Standard” und “Format” liegen nebeneinander. Zum Anzeigen aller Symbole zieht man wie bisher am linken Balken (“Griff”) der Symbolleiste “Format” und verschiebt (Mauszeiger wird zum Vierfachpfeil). Alternativ öffnet man das Menü “Weitere Schaltflächen” (Schalter am Ende der Symbolleiste). Hat man die Symbolleisten einmal verschoben, so läßt sich der Ausgangszustand über die Option “Standard- und Formatsymbolleiste teilen sich eine Zeile” im Register “Optionen” des Dialogfeldes “Anpassen” schnell wieder herstellen. Symbolleisten besitzen bei Verankerung im Dock am Ende bzw. bei Leisten im Fenster links vom Leistennamen den Schalter “Weitere Schaltflächen”. Das Aktivieren des Schalters blendet die Schaltfläche “Schaltflächen hinzufügen oder entfernen” ein. Stellt man den Mauszeiger darauf, so werden in einem Menü alle Symbole und Schaltflächen ausgegeben, die standardmäßig zur Symbolleiste gehören. Zusätzlich werden bei einigen Symbolleisten weitere Symbole angeboten. Jetzt kann man Symbole aktivieren bzw. deaktivieren, ohne daß sich das Menü schließt. Mausklick außerhalb oder Esc beendet den Vorgang.

Sind mehr als ein Dokument geöffnet, so liegen die Dokumente nicht wie bisher in separaten Dateifenstern. Für jedes Dokument erscheinen ein neues Word-Fenster und ein Programmschalter in der Taskleiste. Der Vorteil: Das Umschalten von einem Text zu einem anderen kann zusätzlich zu Strg F6 mit der Tastenkombination Alt Tab erfolgen. Das ist ein großer Vorteil, denn das Umschalten in ein anderes Fenster erfolgt wegen der Gewöhnung gefühlsmäßig mit Alt Tab. Wie viele Male habe ich anstelle Strg F6 Alt Tab gedrückt! Der Nachteil: Der Befehl “Alle anordnen” (Menü “Fenster”) ordnet die Word-Fenster mit allen Symbolleisten mehrmals untereinander an, was viel Platz wegnimmt. Arbeitet man im Vollbildmodus, so wird jedes weitere Fenster auch im Vollbildmodus aufgemacht. Arbeitet man nicht im Vollbild- modus, so wird beim Öffnen eines zweiten Fensters dieses in derselben Größe des ersten Word-Fensters erzeugt, aber ganz an den linken Bildschirmrand ge-schoben. Alle weiteren geöffneten Fenster werden genau über das zweite gelegt.

Optisch auffällig ist die Technik Klicken und Eingeben. Ist im Register “Bearbeiten” des Dialogfeldes “Optionen” die Option “Klicken und eingeben” aktiv (das ist der Standard) und steht die Schreibmarke am Ende des Textes, so klebt im Seitenlayout-Modus in dem leeren Raum jenseits des letzten Absatzes am Mauszeiger eine Symbolik, die für einen eingezogenen, linksbündigen, zentrierten oder rechtsbündigen Absatz steht. Befindet sich der Mauszeiger in einem kleinen Abstand vom linken Rand (1,25 cm), so zeigt sich die Symbolik für eingezogene, befindet er sich in der Seitenmitte, so zeigt sich die Symbolik für zentrierte, befindet er sich am rechten Rand, so zeigt sich die Symbolik für rechtsbündige und an allen anderen Stellen zeigt sich die Symbolik für linksbündige Absätze. Ein Doppelklick an einer solchen Position fügt so viele leere linksbündige Absätze ein, wie Platz vorhanden ist. Die Ausrichtung des letzten Absatzes entspricht der der Symbolik. Ist der letzte Absatz ein linksbündiger, so wird die Position, an der der Mauszeiger steht, durch einen entsprechend bemessenen linksbündigen Tabstopp festgehalten. Wird in dem lediglich aus Absatzmarken geschaffenen Bereich nicht geschrieben, so kann man ihn durch Mausklick in dem Bereich wieder löschen. Steht die Schreibmarke in einer Leerzeile, so kann die Technik analog auch in dieser Zeile angewendet werden. Steht die Schreibmarke am Ende eines Absatzes, der nur aus einer Zeile besteht, so erhält man mit dieser Technik entsprechend einen linksbündigen, zentrierten bzw. rechtsbündigen Tabstopp. Das beschriebene Verhalten des Mauszeigers kann über die Option “Klicken und eingeben aktivieren” im Register “Allgemein” des Dialogfeldes “Optionen” deaktiviert werden. Im Feld “Standard-Absatzformatvorlage” desselben Registers wird die Formatvorlage für mit Klicken und Eingeben erzeugte Absätze eingestellt.

Word arbeitet mit der neuen Office 2000-Zwischenablage. Diese kann bis zu 12 unterschiedliche Einträge aufnehmen. Zum Einfügen eines Eintrags aus der Zwischenablage öffnet man die Symbolleiste “Zwischenablage”. Diese enthält entsprechend viele Symbole, die die Herkunft (Office-Komponente oder Grafiksymbol) anzeigen. Befindet sich die Symbolleiste im Dock, so schlägt man die Symbole über den Schalter “Elemente” auf. Stellt man den Mauszeiger auf ein Symbol, so wird der zugehörige Inhalt in einem Info-Feld angezeigt. Zum Einfügen klickt man das entsprechende Symbol an. Beim Einfügen mit dem Befehl “Einfügen” (Strg V) wird immer der der zuvor erzeugte bzw. der zuvor eingefügte Eintrag eingefügt. Sind alle 12 Plätze mit Inhalt belegt, so werden beim erneuten Kopieren in die Zwischenablage nach einer Sicherheitsabfrage der älteste Eintrag gelöscht und der neue hinten angefügt. Die Anzeige im Info-Feld entspricht der Bedeutung im Unicode, d. h. z. B. bei einem Zeichen aus einem Sonderzeichensatz mit dem dezimalen Code 110 wird ein “n” und nicht das richtige Zeichen angezeigt. Beim Einfügen erscheint aber das Zeichen wie kopiert. Beim Schließen aller Office-Programme verbleibt der letzte Eintrag in der Zwischenablage.

Rechtschreibung und Thesaurus

Im Dialogfeld “Sprache” werden einzelne Wörter von der Rechtschreibprüfung (und damit auch der Silbentrennung) jetzt über eine Option (“Rechtschreibung und Grammatik nicht prüfen”) und nicht über den Eintrag “(keine Überprüfung)” in der Sprachliste ausgenommen.

Das Umschalten zwischen alter und neuer Rechtschreibung erfolgt über die Option “Neue deutsche Rechtschreibung” (Register “Rechtschreibung und Grammatik” im Dialogfeld “Optionen”). Ist die neue Rechtschreibung aktiviert, so werden einige nach den alten Regeln eingegebenen Wörter direkt nach der Eingabe automatisch umgewandelt. Das geschieht aber zwar über die AutoKorrektur, es gibt aber keine Möglichkeit, die internen Listen zu ändern. Die folgenden Beispiele habe ich durch Probieren herausgefunden: Wörter, die gewandelt werden: mußt in musst, müßte in müsste, läßt in lässt, daß in dass, wäßrig in wässrig, rauh in rau, Flußsand in Flusssand, schneuzen in schnäuzen, überschwenglich in überschwänglich, verbleuen in ver-bläuen, behende in behände, plazieren in platzieren, numerieren in nummerieren, radfahren in Rad fahren, sitzenbleiben in sitzen bleiben. Folgende Wörter werden nicht gewandelt, aber unterkringelt: Numerierung, Schloß, Schiffahrt, Gemse, Tip, Kuß, muß, naß, Zäheit, Roheit, Zierat, Stoffetzen, haltmachen, zueinanderfinden usw. Folgende Schreibweisen werden nebeneinander geduldet: Delphin und Delfin, selbständig und selbstständig. Viele Begriffe werden weder gewandelt noch unterkringelt, z. B.: in Bezug auf, soviel, irgend etwas, nahestehend usw. Zucker wird zu Zu-cker getrennt, Weste zu Wes-te, Ofen aber nicht zu O-fen. Die Vorschlagliste der Rechtschreibung bietet hier beide Begriffe an. Die Voraussetzung für eine Korrektur ist aber, daß mindestens ein Wort nach der neuen Rechtschreibung falsch geschrieben eingegeben wurde. Dieses erste falsch eingegebene Wort wird zunächst unterkringelt, beim zweiten Eingeben automatisch korrigiert. Man beachte, daß Wörter, die nach der automatischen Korrektur mit “Rückgängig” wieder zurückkorrigiert wurden, standardmäßig in die Ausnahmenliste der AutoKorrektur aufgenommen werden und dort wieder gelöscht werden können (Dialogfeld “AutoKorrektur-Ausnahmen”, Register “Weitere Korrekturen”). Um das standardmäßige Aufnehmen abzuschalten, deaktiviert man die Option “Wörter automatisch hinzufügen” im Register “Weitere Korrekturen”.

Das Kontextmenü auf einem Wort enthält jetzt das Menü “Synonyme”. Liegen für das angeklickte Wort Synonyme vor, so gibt es für diese einen Eintrag im Menü. Mausklick ersetzt das Wort. Das Menü enthält immer auch den Befehl “Thesaurus...” zum Einblenden des Dialogfeldes “Thesaurus”. In diesem Dialogfeld erscheint bei Nichtvorhandensein von Synonymen die alphabetische Liste nur für noch für zwei- oder dreibuchstabige Wörter.

Sonderzeichen und fremdsprachliches Schreiben

Microsoft hat ab der Version Word 97 den Unicode eingeführt. Alle von Microsoft gelieferten Fonts liegen im Unicode vor. Der Unicode legt eine 16-Bit-Verschlüsselung (vier Hex-Stellen) zugrunde. Das ergibt maximal 65536 Zeichen. Tatsächlich sind in den Zeichensätzen aber weniger Zeichen umgesetzt. Ab Office 2000 steht mit dem Font “Arial Unicode MS” ein leistungsfähiger Unicode-Zeichensatz mit ca. 40 000 Zeichen zur Verfügung (Arial Unicode MS muß eigens von der Office-CD installiert werden). Zum Sondieren des Inhalts schlage man im Register “Symbole” des Dialogfeldes “Symbol” die Liste “Subset” auf. Beim Aktivieren eines Unicode-Zeichens im Register “Symbole” des Dialogfeldes “Symbol” wird in der Statuszeile die Nummer des Unicodes angegeben.

Für Sprachen mit größerem Zeichenumfang stehen in Word spezielle Unicode-Zeichensätze zur Verfügung. Dazu gehören die Sprachen Japanisch, Koreanisch, Chinesisch und Bidirektionale Sprachen (von Rechts-nach-Links Schriften). Die zugehörigen Zeichensätze werden standardmäßig nicht installiert. Die Installation erfolgt über den Zweig über “Office Tools” / “Internationale Unterstützung” im Office-Setup. Die Zeichensätze weisen eine erhebliche Größe auf (bis zu 23 MB). Zur Eingabe fremdsprachlicher Zeichen ist es günstig, die Tastatur umzuschalten. Dazu stellt man zunächst die gewünschten Sprachen über das Programm “Tastatur” aus der Windows-Systemsteuerung zur Verfügung. Das Aktivieren einer Sprache erfolgt über die Sprachanzeige im Systray der Taskleiste oder eine Tastenkombination. Zur Anzeige der Tastenbelegung der jeweiligen Sprachen bietet Microsoft unter der Internet-Adresse officeupdate.microsoft.com das Zusatzprogramm “Microsoft Visual Keyboard”. Beim Download erhält man die Datei Vkeyinst.exe, die man durch Ausführen installiert. Nach der Installation findet sich unter “Start” “Programme” “Microsoft Office Tools” der Eintrag “Microsoft Visual Keyboard”, über den man das Programm startet. Nach dem Start erscheint die Tastatur-Abbildung auf dem Bildschirm, die je nach Sprache die Tastaturbelegung anzeigt. Die Funktionstasten werden in englischer Sprache angezeigt. Die Möglichkeiten des Programms erprobe man über die Menüs oder lese die Hilfe. Man beachte, daß die für die Tastatur eingestellte Sprache auch die Sprache für die automatische Rechtschreibprüfung festlegt.

Fremdsprachliche Codierungen ermöglichen das Lesen der Texte auf anderen Systemen (z. B. einem Word 2000 in Thai). Beim Speichern als fremdsprachlichen Code aktiviert man im Dialogfeld “Speichern unter” den Dateityp “Codierter Text”. Dieser Dateityp (eine Erweiterung der Einstellung “Unicode Text” aus Word 97) speichert keine Formate, Grafiken usw. Nach einer entsprechenden Warnung erscheint (falls Unicode-Zeichen vorhanden sind) das Dialogfeld “Dateikonvertierung”. Darin kann neben Unicode eine andere Sprache gewählt werden (z. B. Baltisch, Osteuropa, Chinesisch, Thai usw., anschauen lohnt!). In der Vorschau im Dialogfeld werden Zeichen, die dabei nicht korrekt gewandelt werden, rot dargestellt.

Zum Arbeiten mit ostasiatischen Sprachen ist die Anschaffung einer besonderen Office-Version (MultiLanguage Pack) notwendig: Das MultiLanguage Pack basiert auf einer englischsprachigen Office-Version. Es gestattet das Umschalten der Benutzeroberfläche auf eine beliebige nationale Sprache.

Der Befehl “Sonderzeichen...” (Menü “Einfügen”) wurde in “Symbol...” umbenannt. Die Register im Dialogfeld “Symbol” heißen nun “Symbole” und “Sonderzeichen” (vorher “Auswahl1” und “Auswahl2”). Ein Kommentar zur Neubenennung findet sich im letzten Abschnitt.

Ganze Sätze, die in Englisch, Französisch oder Italienisch geschrieben sind, werden standardmäßig automatisch dieser Sprache zugeordnet. Die Erkennung erfolgt nach der Eingabe eines Satzzeichens plus Leertaste oder Return. Die an der Position der Schreibmarke von Word zugeordnete Sprache wird in der Statusleiste angezeigt (Sprachfeld). Das Dialogfeld “AutoKorrektur” wird bei aktivem Register “AutoKorrektur” mit der Sprache gekennzeichnet, die dem Text zugeordnet ist, in dem die Einfügemarke steht. Im Register “AutoKorrektur” werden jetzt die Korrektur- und Ausnahmenliste in der zugehörigen Sprache angezeigt. Das automatische Zuordnen der Sprache kann im Dialogfeld “Sprache” über die Option “Sprache automatisch erkennen” abgeschaltet werden. Doppelklick auf dem Sprachfeld blendet das Dialogfeld “Sprache” ein. Während der Rechtschreibprüfung wird in dem der Sprache zugeordneten Wörterbuch geprüft. Das Dialogfeld “Rechtschreibung und Grammatik” besitzt jetzt zusätzlich eine Möglichkeit (Liste “Wörterbuchsprache:”), während der Prüfung die Sprache umzuschalten (nur für installierte Wörterbücher).

Die mitgelieferten Wörterbücher für die Rechtschreibung heißen Mssp3gea.lex (Germany/alt), Mssp3gep.lex (Germany/"prior" für neu), Mssp3en.lex und Mssp3ena .lex (England), Mssp_fr.lex und Mssp_pfr.lex (France), Mssp3it.lex (Italy). Die mitgelieferten Wörterbücher für die Silbentrennung heißen Mshy3gea.lex, Mshy3gep .lex, Mshy2en.lex, Mshy_fr.lex, Mshy_pfr.lex, Mshy3it .lex. Die mitgelieferten Thesauri heißen Msth3gea.lex, Msth3gep.lex.

Im Dialogfeld “Suchen und Ersetzen” gibt es neue Optionen: Ist die Option “Ähnl. Schreibweise (Englisch)” aktiviert, so werden auch Wörter gefunden, die englisch ähnlich ausgesprochen wie das gesuchte Wort. So finden z. B. “blow” das Wort “blue” und “to” das Wort “die”. Die Option “Alle Wortformen suchen (Englisch)” verspricht englische Wortformen zu finden und zu ersetzen. Es arbeitet aber nur – in deutsch. “Wollen” findet z. B. “will”, “Haus” findet “Häuser” usw. Beim schrittweisen Ersetzen öffnet sich im Feld “Ersetzen durch:” automatisch eine Liste mit Ersetzungsvorschlägen. Soll z. B. “können” durch “wollen” ersetzt werden, so wird bei “kann” angehalten. In der Liste “Ersetzen durch:” findet sich neben anderen Vorschlägen auch “will”.

Zum Suchen von Sonderzeichen, Unicode-Zeichen oder fremdsprachlichen Zeichen trägt man die entsprechenden Zeichen ins Feld “Suchen nach:” ein. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Über die Zwischenablage (Zeichen in den Text schreiben, kopieren und bei aktivem Feld “Suchen nach:” einfügen). 2. Über die Taste Alt (Alt drücken und dezimalen Code eingeben; dabei ist es möglich, den Hex-Code des Unicodes in die entsprechende dezimale Zahl umzurechnen und einzugeben, z. B. erzeugt Alt 0258 das Zeichen Ã). Achtung: Das Suchen von Zeichen aus Sonderzeichensätzen, die nicht dem Unicode entsprechen, ist nicht möglich. Nimmt man z. B. den Zeichensatz Wingdings, der standardmäßig von Windows mitgeliefert wird, und sucht das Zeichen ,k, so erscheint nach dem Kopieren und Einfügen im Feld “Suchen nach:” der Eintrag k (dezimaler Code 107). Es ist mir nicht gelungen, in irgendeiner Weise das Zeichen k einzutragen.

Zum Suchen einzelner Sonderzeichen bietet Microsoft das Makro “Find Symbol” aus der Makrosammlung “Makro9.dot”.

“Banaler” Nachtrag zum Thema Sonderzeichen: Erfreulich ist, daß die Eingabe der Tilde als Akzent über die Tastatur wieder möglich ist (ging in Word 6/95, aber nicht mehr in Word 97). Man muß allerdings die Tilde in diesem Fall mit Strg und Alt eingeben, nicht mit AltGr (also z. B. Strg Alt +, dann n).

Öffnen und Speichern

Die Dialogfelder “Öffnen” und “Speichern unter” sind neu gestaltet worden. Zum schnellen Verzweigen finden sich am linken Rand Symbole für die Ordner “Verlauf”, “Eigene Dateien”, “Desktop”, “Favoriten” und “Web-ordner” (zu Webordner siehe auch unten). Für den zuletzt angesteuerten Ordner gibt es wie in Windows 98 einen “Zurück”-Schalter. Die Favoriten-Schalter entfallen wegen des Favoriten-Symbols am linken Rand. Die Schalter “Liste”, “Details”, Eigenschaften” und “Vorschau” sind in dem Menü “Ansichten” zusammengefaßt. Anstatt des Menüs “Befehle und Einstellungen” gibt es das Menü “Extras”. Dialogfeld “Öffnen”: Das Suchen von Dateien mit bestimmten Inhalt oder nach dem Änderungsdatum wurde aus dem Dialogfeld “Öffnen” entfernt, da die Suche auch im Windows Explorer oder in der allgemeinen Dateisuche angeboten wird. Die Befehle “Schreibgeschützt öffnen” und “Als Kopie öffnen” finden sich jetzt in einem Menü, das sich hinter der Schaltfläche “Öffnen” verbirgt. Zur Dateisuche schaltet man über den Befehl “Suchen...” aus dem Menü “Extras” (im Dialogfeld) um (vorher “Weitere...”). Das Dialogfeld “Suchen” (vorher “Weitere Suche”) enthält für die Textsuche anstelle von “Groß-/Kleinschreibung beachten” die Optionen “Wortverwandschaft vergleichen” (analog “Alle Wortformen suchen”, s. o.) und “Genaue Entsprechung” (Groß-/Kleinschreibung ja/nein). Die Schaltfläche “Öffnen” ist als aufklappbares Menü gestaltet, in dem sich die Befehle “Schreibgeschützt öffnen”, “Als Kopie öffnen” und “Im Browser öffnen” (nur HTML) befinden. Dialogfeld “Speichern unter”: Für die Schaltflächen “Optionen...” und “Version...” finden sich Befehle im Menü “Extras”. Im selben Menü liegt der Befehl “Weboptionen...” (s. u.). Der “FTP-Speicherort” (jetzt “FTP-Adressen”) wird nur noch in der Liste “Speichern in:” bedient. “Sortieren...” entfällt.

Trotz der vielen neuen Textformate (s. u.) hat sich Microsoft entschlossen, das 2000-Dateiformat gegenüber Word 97 nicht zu ändern. Das bedeutet, daß Word 2000-Dokument auch in Word 97 ohne Konverter gelesen werden können. Öffnet man allerdings eine Word2000-Datei in Word 97, so werden die neuen Formate in Word 97 nicht umgesetzt. Um sicher zu gehen, daß Formate wie im neuen Word angezeigt auch in Word 97 erscheinen, aktiviert man im Register “Speichern” des Dialogfeldes “Optionen” die Option “Optionen deaktivieren, die in Word 97 nicht unterstützt werden”. Jetzt werden schon vor dem Speichern die für Word 97 fremden Formate in bekannte gewandelt. Als Hilfe beim Austauschen von Dokumenten, bei denen die Ziel-Version noch nicht festgelegt ist, wird der Dateityp “Word 97/2000 & 6.0/95 – RTF” angeboten. Dieser Dateityp speichert als RTF mit der Endung DOC. Im Gegensatz zu dem Dateityp “Word 6.0/95” werden aber die neuen Attribute nicht schon beim Speichern umgewandelt, sondern erst beim Öffnen. Öffnet man “Word 97/2000 & 6.0/95 – RTF”-Dateien in Word 2000, so bleiben alle Formate erhalten. Öffnet man hingegen in Word 97 bzw. Word 95, so können nur die jeweils erkannten Formate umgesetzt werden.

Im Dialogfeld “Speichern unter” werden neue Dateitypen angeboten: “Webseite” (dazu siehe den Abschnitt “Online-Texte, Web-Publishing, Word-Mail”), “Codierter Text” (ebenso), “Word 97 & 6.0/95 Thai Converter” (dazu siehe den Abschnitt “Sonderzeichen und fremdsprachliches Schreiben”), “Word 97 & 6.0/95 Vietnamese Converter” (ebenso). Wählt man den Dateityp “Word 6.0/95” und hat der Text Attribute, die von Word 6.0/95 nicht unterstützt werden, so wird ein Dialogfeld eingeblendet, in dem dargestellt wird, wie welche Textstellen anders als im Original gespeichert werden (z. B. Animierter Text als Kursiv).

Die Hilfe

Die Hilfe wird wie schon unter Windows 98 in einem HTML-Fenster angezeigt. Das Hilfe-Fenster verhält sich ähnlich wie die Taskleiste, die Office-Shortcutleiste oder eine Windows 98-Symbolleiste. Sie ist standardmäßig am linken oder rechten Rand verankert. Beim Aufruf der Hilfe wird das Word-Fenster (gilt auch für andere Office-Programme) standardmäßig dynamisch so geschrumpft, daß die Hilfe-Texte ohne weitere Maßnahme zu lesen sind (das Schließen der Hilfe bringt das Word-Fenster wieder auf die Ausgangsgröße). Beim Minimieren von Word wird auch das Hilfe-Fenster verkleinert, und zwar zu einem grauen Balken am Rand. Fährt man den Mauszeiger auf den Balken, so öffnet sich das Fenster wieder. Durch Ziehen läßt sich das Fenster am rechten Rand verankern oder als freies Fenster auf dem Bildschirm ablegen (Symbolik beachten!). Wurde das Hilfe-Fenster zuletzt als freies Fenster benutzt, so wird das Word-Fenster nicht verkleinert. Achtung: Befinden sich an den Rändern die Taskleiste und eine Windows 98-Symbolleiste mit dem Attribut “Automatisch im Hintergrund”, so öffnet sich das Hilfe-Fenster nicht!

Hilfethemen und Hilfetexte sind nicht mehr in separaten Fenstern arrangiert, sondern in einem. Im linken Teil des Fensters “Microsoft Word-Hilfe” finden sich die Register “Inhalt”, “Antwort-Assistent” und “Index”. “Inhalt” und “Index” besitzen in etwa die alte Funktion, der “Antwort-Assistent” entspricht dem früheren “Suchen”. Arbeitet man mit dem Office-Assistenten (siehe auch unten), so zeigt das Hilfe-Fenster nur die Hilfe-Texte an. Arbeitet man ohne den Assistenten, so enthält das Fenster Register und Texte. In diesem Fall wird das Word-Fenster beim Öffnen der Hilfe nicht dynamisch verkleinert.

Beim Arbeiten mit dem Antwort-Assistenten darf man sich nicht von der Aufforderung “Geben Sie hier Ihre Fragen ein ...” irritieren lassen. Das Formulieren einer komplette Frage ist nicht notwendig. Man schreibt die entsprechenden Stichwörter hintereinander und aktiviert “Suchen”. Ist keines der angegebenen Wörter in der Suchliste, so erscheint die Aufforderung “Bitte formulieren Sie Ihre Frage neu”. Man beachte, daß die Stichwörter disjunktiv agieren (je mehr Wörter, desto mehr Themen). Im rechten Teil des Fensters werden die Hilfetexte ausgegeben. Verzweigungen sind als Hyperlinks eingerichtet. Das Fenster besitzt wie ein Web-Browser eine Navigationsleiste mit den Schaltern “Aus-/Einblenden” (für die linke Fensterhälfte), “Vor”, “Zurück”, “Drucken” und “Optionen”. Das Menü “Optionen” enthält neben Navigationsbefehlen (neben den eben genannten auch noch “Startseite”, “Abbrechen” und “Aktualisieren”) den Befehl “Internetoptionen...”, der äquivalent zum gleichlautenden Befehl im Internet Explorer ist.

Die Animation des Office-Assistenten erscheint nicht mehr als Fenster, sondern frei schwebend. Der Vorteil dabei ist, daß die Animation weniger Platz in Anspruch nimmt und gerade nicht benötigte Fensterteile wie die Bildlaufleiste verdeckt. Der Assistent wird nicht mehr über einen separaten Befehl (früher “?” “Microsoft Word-Hilfe”), sondern jetzt mit dem Befehl “?” “Office-Assistenten anzeigen” aktiviert. Das Abschalten erfolgt über den komplementären Befehl “?” “Office-Assistenten ausblenden”. Gibt man jetzt den Befehl “?” “Microsoft Word-Hilfe”, so kommt wieder der Office-Assistent. Will man ihn “loswerden”, so aktiviert man in der Assistenten-Sprechblase “Optionen” und schaltet im Register “Optionen” des Dialogfeldes “Office-Assistent” die Option “Den Office-Assistenten verwenden” ab. Den Schalter “Tips” gibt es nicht mehr. Dafür erhält man eine dynamisch eingeblendete Glühbirne. Mausklick auf der Glühbirne zeigt dann einen Tip an.

Tabellen

Das Tabellenkonzept wurde in einigen Bereichen völlig neu gefaßt. Ausschlaggebend dabei war, die Funktionalität vom Schreibprogramm zum Webseiten-Editor zu erweitern. Tabellen spielen beim freien Anordnen von Inhalten in Webseiten eine große Rolle. Die wichtigsten Neuigkeiten sind: Dynamische Tabellenbreiten, Tabellen in einer Zelle einer schon bestehenden Tabelle einfügen und frei schwebende Tabellen ohne Textfeld oder Positionsrahmen.

Beim Erzeugen gibt es zunächst drei verschiedene Arten von Tabellen: 1. Tabellen mit fester Spaltenbreite (bisheriger Tabellentyp), 2. Tabellen mit dynamischer Zellbreite, 3. Tabellen mit prozentualer Tabellen- und Spaltenbreite. Da die Attribute später spaltenweise geändert werden können, ist es auch möglich, daß sie in einer Tabelle gemischt vorkommen. Eine Tabelle kann z. B. in einer Spalte feste, in einer anderen dynamische Zellbreiten aufweisen. Je nach Art der Tabelle kann die Wirkung einer Aktion anders ausfallen.

Das Dialogfeld “Tabelle einfügen” erreicht man jetzt über “Tabelle” “Zellen einfügen” “Tabelle” (vorher “Tabelle” “Tabelle einfügen...”). Im Dialogfeld finden sich zusätzlich Einstellmöglichkeiten für den Tabellentyp: “Bevorzugte Spaltenbreite” (bisher “Spaltenbreite”, feste Spaltenbreite), “Optimale Breite: Inhalt” (dynamische Zellbreite, die Breite aller Spalten hat zunächst einen minimalen Wert und paßt sich beim Eintragen von Text dynamisch an) und “Optimale Breite: Fenster” (prozentuale Breite, die Breite wird in Prozent der Schreibbreite angegeben). Die neue Option “Als Standard für alle neuen Tabellen verwenden” friert die aktuell besetzten Optionen für den nächsten Aufruf des Dialogfeldes ein.

Beim Arbeiten in Tabellen mit dynamischer Zellbreite gilt folgendes: Beim Erzeugen wird zunächst eine Tabelle mit Spaltenbreite 0 erzeugt. Die Breite einer Spalte paßt sich nachträglich beim Eintragen von Text entsprechend dem breitesten Inhalt einer Zelle an. Erreicht die Tabelle nach einer Reihe dynamischer Zellverbreiterungen den Schreibrand, so wird die Tabelle nicht weiter verbreitert. Jetzt werden Zeilenumbrüche derart vorgenommen, daß alle Spalten anteilmäßig gleich viel von ihrer Spaltenbreite abgeben.

Das Menü “Tabelle” ist kürzer geworden. Die meisten Befehle verbergen sich in Untermenüs. Die Befehle zum Einfügen von Zeilen, Spalten oder Zellen sind im Untermenü “Zellen einfügen” immer vorhanden. Dabei gibt es mit “Spalten nach links” und “Zeilen unterhalb” jetzt die Möglichkeit, anstatt Spalten rechts (jetzt “Spalten nach rechts”) bzw. Zeilen oberhalb (jetzt “Zeilen oberhalb”) auch links bzw. unterhalb der Markierung einzufügen. Bekanntlich ändert sich je nach Markierung das Symbol “Tabelle einfügen” dynamisch. Im neuen Word erscheint dort jedoch bei blinkender Schreibmarke anstelle von “Zeilen einfügen” das Symbol “Tabelle einfügen” (Einfügen einer Tabelle in der Tabelle). Zum Einfügen von Zeilen und Spalten werden jedoch hier nicht die neuen Symbole, sondern die alten aus Word 97 (“Zeileneinfügen”, “Spalten einfügen”) benutzt, was offenbar ein Programmfehler ist. Der Befehl “Tabelle” (s. o.) hat eine interessante Eigenart: Steht die Schreibmarke in einer Zelle, so erscheint beim Aufruf des Befehls das Dialogfeld “Tabelle einfügen”. Ist dagegen eine ganze Zelle markiert, so wird eine Tabelle mit fester Spaltenbreite direkt eingefügt, die aus einer Zeile und fünf Spalten besteht. Die Breite entspricht der Zellbreite. Die minimale Spaltenbreite für die eingefügte Tabelle beträgt 1/4 Zoll. Sind mehrere ganze Zellen markiert, so wird diese Tabelle in der linken oberen Zelle eingefügt.

Ein weiteres Menü (ohne Namen) findet sich in der Symbolleiste “Tabellen und Rahmen”. Es ist als aufklappbares Symbol organisiert, das das zuletzt benutzte Symbol anzeigt. Der Befehl “Tabelle einfügen...” aus diesem Menü entspricht dem Befehl “Tabelle” “Zellen einfügen” “Tabelle” (leider heißt er nicht ebenso, was zur Verwirrung führt, außerdem ist das zugehörige Symbol im Aussehen identisch mit dem Symbol aus der Standard-Symbolleiste, hat aber eine unterschiedliche Funktion). Weiterhin enthält das Menü alle Befehle zum Einfügen von Zeilen, Spalten und Zellen. Achtung: Das Symbol des zuletzt benutzten Befehls erscheint nicht nur im Menü der Symbolleiste, sondern auch an der Stelle des Symbols “Tabelle einfügen” in der Standard-Symbolleiste. Ändert man die Markierung, so wandelt es sich wieder wie oben angegeben. Beim Spalten-/Zeileneinfügen werden in der Standard-Symbolleiste jedoch die alten Symbole “Zeilen einfügen” / “Spalten einfügen” verwendet (siehe auch den vorherigen Absatz). Außerdem sucht man einige der neuen Symbole zum Einfügen im Register “Befehle” des Dialogfeldes “Anpassen” vergeblich. Möchte man diese individuell in eine Symbolleiste aufnehmen, so muß man sie aus dem Menü kopieren. Das Menü (ohne Namen) der Symbolleiste “Tabellen und Rahmen” enthält schließlich noch Befehle/Symbole zum Ändern der optimalen Breite (hier heißt es aber “AutoAnpassen” anstatt “Optimaler Breite”). Wurde zuletzt ein solcher Befehl benutzt, so erscheint er nicht in der Standard-Symbolleiste. Die Befehle zum Einstellen der Art der Breite finden sich auch im Untermenü “AutoAnpassen” (Menü “Tabelle”).

Die Markierungsspalte einer Zelle wird deutlicher gekennzeichnet. Steht der Mauszeiger darin, so wandelt er sich zum dicken nach rechts oben weisenden Pfeil. Die Befehle zum Markieren finden sich im Menü “Markieren” des Menüs “Tabelle” (neuerdings auch für nur eine Zelle). Zum Markieren der ganzen Tabelle genügt auch ein Mausklick auf den Ziehsymbolen (s. u.).

Das Löschen der ganzen Tabelle konnte vorher nur über das Löschen sämtlicher Zeilen oder durch Markieren der Tabelle einschließlich der nachfolgenden Absatzmarke und Entf bewerkstelligt werden. Jetzt gibt es auch einen Befehl zum Löschen: “Tabelle” “Löschen” “Tabelle” (Schreibmarke hineinstellen genügt, es wird ohne Nachfrage gelöscht). Zum Löschen von ganzen Zeilen und Spalten mußte man früher entsprechend markieren, um den gewünschten Befehl im Menü “Tabelle” zu finden, bzw. sich die zugehörigen Symbole vorher bereitstellen. Jetzt findet man die Befehle im Menü “Tabelle” “Löschen”. Dort liegt auch der Befehl “Zellen löschen...”.

Für die Anordnung des Textes in der Zelle gab es bisher die Symbole “Oben/Unten ausrichten” und “Vertikal zentrieren”. Zum Verschieben in die Mitte oder an den rechten Rand mußte man zusätzlich die Absatzausrichtung bemühen. Über die Symbole der Palette “Zellausrichtung” (Symbolleiste “Tabellen und Rahmen”) genügt jetzt ein Mausklick. Die genannten alten Symbole existieren zwar noch, sind aber aus der Symbolleiste “Tabellen und Rahmen” entfernt worden.

Anstelle des Dialogfeldes “Zellenhöhe und -breite” gibt es jetzt das Dialogfeld “Tabelleneigenschaften” (Befehl “Tabelle” “Tabelleneigenschaften...” bzw. Doppelklick auf einem Spaltenbegrenzer im Lineal oder einem der Ziehsymbole, s. u.). Es enthält neben den Registern “Zeile” und “Spalte” die Register “Tabelle” und “Zelle”. In den Registern “Tabelle”, “Spalte” und “Zelle” kann die Breite für die ganze Tabelle, eine Spalte oder einzelne Zellen nicht nur in cm, sondern auch in Prozent der Schreibbreite (Tabelle) bzw. Tabellenbreite (Spalte) angegeben werden. Deaktiviert man das Kontrollkästchen vor dem Feld “Bevorzugte Breite:”, so wird die Spaltenbreite auf “Optimale Breite: Inhalt” gesetzt. Im Register “Zelle” läßt sich auch die vertikale Zellausrichtung (s. o.) ändern.

Neu ist die dynamische Anpassung von Zellbreiten: Fügt man in horizontaler Richtung Zellen oder Spalten ein und wird der rechte Schreibrand erreicht, so verringert sich die Breite aller Spalten anteilmäßig, so daß die Tabelle die volle Schreibbreite ausfüllt (dabei wird im Register “Tabelle” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaften” das Häkchen vor der Option “Bevorzugte Breite” gelöscht). Ein Überschreiben des Randes erfolgt erst dann, wenn keine Spalte mehr komprimiert werden kann. Ein ähnlicher Effekt tritt standardmäßig ein, wenn ein einzelnes Wort (bzw. eine Grafik) in einer Zeile breiter als die Zelle ist. Es erfolgt kein Umbruch bzw. Abschneiden, sondern eine dynamische Verbreiterung der Zelle. Der Effekt kann über die Option “Automatische Größenänderung zulassen” im Dialogfeld “Tabellenoptionen” (Schalter “Optionen...” im Register “Tabelle” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaften”) abgeschaltet werden (siehe auch unten).Für den Doppelklick auf einer Spaltenlinie gilt jetzt folgendes: Bei Tabellen mit fester Spaltenbreite wird wie bisher die Breite der Spalte an die breiteste Zelle angepaßt. Die Eigenschaft “Feste Spaltenbreite” bleibt dabei erhalten. Bei Tabellen mit der Eigenschaft “Optimale Breite: Inhalt” wirkt ein Doppelklick (bei Spalten mit Inhalt) analog, die betroffene Spalte erhält jetzt aber die feste Spaltenbreite. Bei Tabellen mit der Eigenschaft “Optimale Breite: Fenster” bewirkt ein Doppelklick zweierlei: Ist der Inhalt einer Zelle breiter als die Zelle (liegt also ein Zeilenumbruch vor), so verbreitert sich die Spalte um denselben Wert, den man beim einfachen Ziehen auf der Linie mit dem ersten Sprung erhält (1/8 Zoll), wobei gleichzeitig die ganze Tabelle um dasselbe Maß verbreitert wird (bei Tabellen mit weniger als 100% Breite verschiebt der erste Sprung die Spaltenlinie auf die volle Schreibbreite). Sind die Zelleninhalte schmaler als die Spalte, so wird die Spalte dem breitesten Inhalt angepaßt, wobei gleichzeitig die ganze Tabelle um dasselbe Maß zusammengezogen wird.

Die Zeilenhöhe wird im Register “Zeile” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaften” eingestellt. Ist vor dem Feld “Höhe definieren:” das Kontrollkästchen nicht gesetzt, wird die Höhe automatisch an den Inhalt angepaßt. Ansonsten wird wie gehabt mit “Mindestens” und “Genau” ein fester Wert eingestellt, allerdings standardmäßig jetzt in cm. Von Excel bekannt ist die Möglichkeit, Tabellenköpfe auf jeder Druckseite zu wiederholen. Sie findet sich neben dem Befehl “Tabelle” “Überschriftenzeilen wiederholen” (vorher “Überschrift”) jetzt auch als Option im Register “Zeile” (“Gleiche Kopfzeile auf jeder Seite wiederholen”).

Tabellen lassen sich als grafische Objekte einrichten, die von Text umflossen werden können. Steht der Mauszeiger auf einer Tabelle, so finden sich an der Tabelle zwei Ziehsymbole: An der linken oberen Ecke zum Ändern der Position und an der rechten unteren Ecke zum Ändern der Breite und der Zeilenhöhe. Zieht man am linken oberen Ziehsymbol exakt in horizontaler Richtung, so bewirkt man einen linken Einzug (der beim Ziehen i. a. 1/4-Zoll-weise springt). Zieht man auch in vertikaler Richtung, so wird automatisch die Option “Textfluss” “Umgebend” aktiviert, was bedeutet, daß Text ggf. um die Tabelle herumfließt. Tabellen mit dem Attribut “Umgebend” besitzen keinen Einzug mehr. Die Einstellungen können im Register “Tabelle” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaften” präzisiert bzw. zurückgenommen werden. Dort kann eine Tabelle auch zentriert (“Zentriert”) oder rechtsbündig (“Rechts”) abgelegt werden. Zum Ändern der Position einer Tabelle mit dem Attribut “Umgebend” aktiviert man den Schalter “Position” im Register “Tabelle”. Das Dialogfeld “Tabellenposition” zeigt die Positionsangaben, wie man sie vom Positionsrahmen kennt. Zusätzlich findet sich darin die Option “Überlappung zulassen”, die eine Überlappung von Tabellen mit der Eigenschaft “Umgebend” erlaubt. Zieht man auf dem rechten unteren Ziehsymbol, so ändern sich (im Rahmen der durch den Tabellentyp festgelegten Möglichkeiten) die Breiten der Tabelle und der Spalten sowie die Zeilenhöhe.

Zeichnet man eine Tabelle mit dem Zeichenstift, so bekommt diese ggf. einen linken Einzug. Drückt man beim Zeichnen zusätzlich Strg, so wird die Tabelle als “Umgebend” eingerichtet. Beim Zeichnen mit dem Zeichenstift sind auch diagonale Linien in Zellen möglich. Ansonsten werden die diagonalen Linien im Dialogfeld “Rahmen und Schattierung” vergeben, dies neuerdings auch über einen Schalter im Register “Tabelle” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaften”.

Steht der Mauszeiger rechts oder links von einer Tabelle ohne Textfluß, die nicht die ganze Schreibbreite ausfüllt, so klebt daran ein Symbol für umfließenden Text. Nach einem Doppelklick wird für die Tabelle umgebender Textfluß eingerichtet. Zusätzlich erscheint an der obersten Stelle des freien Raums das Formatierungszeichen |¿|. Das Zeichen bewirkt einen Textumbruchwechsel. Die Bedeutung des Textumbruchwechsels wird im nächsten Abschnitt ausführlich erläutert.

Der Abstand der Zellinhalte zum Rand wird im Dialogfeld “Tabellenoptionen” (Schalter “Optionen...” im Register “Tabelle” des Dialogfeldes “Tabelleneigenschaf-ten”) festgelegt. Aktiviert man die Option “Abstand zwischen Zellen zulassen”, so werden für die Zellinhalte gesonderte Rahmen um den entsprechenden Wert festgelegt, während der Zwischenraum frei bleibt. Den Abstand für einzelne Zellen bestimmt man im Dialogfeld “Zellenoptionen” (Schalter “Optionen...” im Register “Zelle”). Ist dort die Option “Zeilenumbruch” deaktiviert, so wird die Zelle so verbreitert, daß der Text in eine Zeile paßt. Die Option wirkt bei Zellen mit fester Spaltenbreite nicht. In Zellen ohne Zeilenumbruch wird niemals umgebrochen. Ist beim Auffüllen einer Zelle ohne Zeilenumbruch in der Breite kein Platz mehr, so wird die gesamte Tabelle verbreitert (auch über den Schreibrand hinaus). Ist die Option “Text anpassen” aktiv, so wird der Inhalt gestaucht oder gestreckt, daß er ohne Umbruch in die Zelle paßt.

Das Einziehen einzelner Zeilen über das Eingabefeld “Einzug von links” (Dialogfeld “Tabelleneigenschaften”) ist nicht mehr möglich. Man kann aber weiterhin Zeilen markieren und im Lineal am linken Rand ziehen.

Beim Verteilen von Zeilen/Spalten ist ein Markieren nicht mehr nötig. Steht die Schreibmarke in der Tabelle, so wird über die ganze Tabelle verteilt.

Das Tabellen-Autoformat bietet insbesondere auch Formate für die Webseiten-Gestaltung an (“Web 1”, “Web 2” und “Web 3”). Außer den im Web häufig verwendeten Rahmen ist diese Tabelle auf “Optimale Breite: Fenster” (s. o.) ausgelegt.

Objekte (Grafiken, Textfelder und Positionsrahmen)

Die Darstellung der Grafikfunktionen ist erneut überarbeitet worden. Brachte schon der Wechsel von Word 95 auf die Version 97 einen großen Sprung in den Grafik-Möglichkeiten, so ist in Word 2000 noch einmal eine Umorientierung notwendig. Auch bei den neuen Grafikfunktionen steht der Gedanke zur Wiedergabe auf Webseiten im Vordergrund.

Man unterscheidet zwar weiterhin zwischen freien (schwebenden) Grafiken und solchen, die sich wie Zeichen verhalten. Freie Grafiken wurden in Word 97 durch das Attribut “Über den Text legen” gekennzeichnet. Dieses Attribut gibt es nicht mehr. Dafür kann man den Bildern jetzt direkt die Attribute für den Textfluß zuordnen. Für freie Grafiken heißen diese “Rechteck”, “Transparent”, “Oben und Unten” (alle wie bisher), “Passend” (vorher “Kontur”), “Hinter dem Text” (bisher “Ohne”) und “Vor dem Text” (bisher “Vor den Text bringen” zusammen mit “Ohne”). Für Bilder, die sich wie Zeichen verhalten, heißt das Attribut “Mit Text in Zeile”. Neu eingefügte Grafiken und Formeln erhalten standardmäßig das Attribut “Mit Text in Zeile”, Autoformen und Word-Art Texte sind standardmäßig frei schwebend.

Das dynamische Anbringen von Marginalien außen oder innen (bezogen auf den Papierrand) war bisher nur in Positionsrahmen möglich. Wollte man z. B. Bilder so an Absätze kleben, daß diese immer außen liegen, so mußte man sie mit einem Positionsrahmen einfügen. Jetzt können beliebige Grafiken und Textfelder direkt als dynamische Marginalien formatiert werden. Die Option dazu heißt “Buchlayout” (zum Einstellen s. u.).

Im Dialogfeld “Grafik formatieren” sind einige Register umbenannt worden: “Textfluß” heißt “Layout”, “Grafik” heißt “Bild”. Das Register “Position” ist weggefallen, das Register “Web” neu hinzugekommen. Im Register “Layout” kann eine freie Grafik auch links, rechts oder zentriert positioniert werden. Dieses Register ist zunächst eher spartanisch. Über den Schalter “Weitere...” erhält man aber im Register “Textumbruch” des Dialogfeldes “Erweitertes Layout” alle Umbrucharten aufgelistet und die Möglichkeit, den Zeilenumbruch zu modifizieren (nur für “Rechteck”, “Passend” und “Transparent”) sowie den Abstand des Textes zum Rand der Grafik festzulegen (bisher im Register “Textfluß”). Im Register “Bildposition” des Dialogfeldes “Erweitertes Layout” finden sich die Angaben zur horizontalen und vertikalen Bildposition sowie die Optionen zum Verankern (früher im Register “Position”). Die ehemaligen Eingabefelder “Horizontal:” und “Vertikal:” heißen jetzt “Absolute Position:” (jeweils für Horizontal und Vertikal). Den Clou entdeckt man beim Aufschlagen der Listen “links von” bzw. “unterhalb” (vorher “Von:”). Darin finden sich zusätzlich die Einträge “Zeichen” bzw. “Linie”, was bedeutet, daß Objekte jetzt an einzelne Zeichen und Zeilen angeklebt werden können. Der bei aktivem Objekt angezeigte Anker haftet an dem zugehörigen Zeichen. Neu im Register “Bildposition” sind die Optionen “Ausrichtung:” (jeweils für Horizontal und Vertikal), die neben links, zentriert, rechts (horizontal) und oben, zentriert, unten (vertikal) noch die Werte “Innen” und “Außen” (nur vertikal) bieten. Diese Werte wirken nur für “gemessen von Seite” und ziehen die Grafik ein wenig vom Rand weg. Neu ist auch die horizontale Positionierung “Buchlayout” (s. o.) zum Anbringen von Grafiken als Marginalien. Über ein Deaktivieren der Option “Überlappen zulassen” ist es jetzt auch möglich, das Übereinanderliegen von Grafiken zu verhindern (übereinanderliegen können nur Grafiken mit ähnlicher Umbruchart).

Im Register “Größe” des Dialogfeldes “Grafik formatieren” heißt es “Seitenverhältnis” anstelle “Punktraster verankern”.

Das Klappsymbol für den “Textfluss” in der Symbolleiste “Grafik” zeigt sich wie die Symbole zur Umbruchart im Register “Layout” in einem neuen Outfit. Neu darin ist das Symbol “Hinter den Text” (das Symbol “Rechteck” heißt fälschlicherweise “Quadrat”). Das Symbol “Rahmenpunkte bearbeiten” heißt jetzt “Umbruchsgrenze bearbeiten”. Die Textfluss-Palette findet sich auch im Menü “Zeichnen” in der Symbolleiste “Zeichnen”. Sie kann als freies Fenster aus den Menüs herausgezogen werden.

Steht der Mauszeiger rechts von einer aktivierten Grafik mit dem Attribut “Mit Text in Zeile”, neben der sich kein Text befindet und die nicht die ganze Schreibbreite ausfüllt, so klebt daran ein Symbol für umfließenden Text. Nach einem Doppelklick wird für die Grafik umgebender Textfluß mit dem Attribut “Rechteck” eingerichtet. Zusätzlich erscheint an der obersten Stelle des freien Raums das Formatierungszeichen |¿|. Dieses Zeichen heißt “Textumbruchwechsel” und benimmt sich wie das Zeichen “Neue Zeile” (¿, Shift Return). Der Textumbruchwechsel bewirkt, daß nachfolgender Text direkt unter der Grafik weiterfließt. Davor eingefügter Text verhält sich normal. Möchte man bei Grafiken mit umfließendem Text den Textumbruchwechsel direkt eingeben, so stellt man die Schreibmarke an die Schnittstelle und gibt den Befehl “Einfügen” “Manueller Wechsel...”. Im Dialogfeld “Manueller Wechsel” aktiviert man die Option “Textumbruchwechsel” (siehe auch unter Tabellen). Der Textumbruchwechsel ist nur bei Grafiken mit den Umbrucharten “Rechteck”, “Passend” und “Transparent” wirksam.

Word 2000 stellt eine Reihe neuer Clips zur Verfügung. Zum Einfügen von ClipArts gibt es eine neue Version der “Clip-Gallery” (5.0). Das zugehörige Fenster arbeitet ähnlich wie die Hilfe mit HTML-Techniken. Die Clips sind untergliedert in Bilder, Sounds und Videoclips. Als Struktur werden Kategorien angeboten. Es können auch eigene Kategorien generiert werden. Der Sprung von der Kategorie zur Clipanzeige erfolgt durch Auswählen mit den Auswahltasten und Return oder Mausklick. Die angezeigten Clips werden mit bekannten Methoden ausgewählt. Das Einfügen erfolgt mit Return oder Mausklick. Dabei wird zunächst eine Symbolleiste ausgegeben, die die Symbole “Clip einfügen” und “Clipvorschau” enthält. Weiterhin finden sich in dieser Symbolleiste Schalter zum Anhängen eines Dialogfeldes an die Symbolleiste. Über den Schalter “Den Clip zu den Favoriten oder einen anderen Kategorie hinzufügen” zeigt sich ein Dialogfeld zum Auswählen einer Kategorie mit dem Schalter “Hinzufügen”, über den Schalter “Ähnliche Clips suchen” ein Dialogfeld mit den Schaltern “Designformat” und “Farbe & Form” sowie eine Stichwortliste. Mausklick auf Schalter oder Listenelement bewirkt sofort das Zusammenstellen eines neuen Clipsortiments. Werden die Dialogfelder nicht geschlossen (Schließsymbol oder erneuter Klick auf dem Schalter zur Dialogfeldanzeige), so sind sie auch bei der nächsten Aktion Bestandteil der Symbolleiste. Das Hinzufügen von Clips zu einer Kategorie kann auch über die Symbole “Kopieren” (Strg C) und “Einfügen” (Strg V) erfolgen. Eigene Clips lassen sich über das Symbol “Clips importieren” zu einer Kategorie hinzufügen. Über das Symbol “Clips online” gelangt man auf die Internet-Seite von Microsoft, auf der der Download von Clips angeboten wird. Möchte man das Fenster der ClipArt-Gallery permanent am Schirm halten, so ist es sinnvoll, es über den Schalter “Fenster verkleinern” zu verkleinern (wieder vergrößern analog).

Doppelklick auf einer neuen ClipArt zeigt das Dialogfeld “Grafik formatieren” an. Bei ClipArts einer älteren Version der Clip Gallery blendet ein Doppelklick die Clip Gallery ein. Ältere Clips besitzen im Kontextmenü wie in Word 97 das Menü “Clip-Objekt”.

Die Clip-Gallery erscheint nicht nur bei Clips (“Einfügen” “Grafik” “ClipArt...”, sondern auch beim Aufruf “Weitere Autoformen” (Symbolleiste oder Menü “AutoFormen”) oder beim Aktivieren von “Horizontale Linien” über den Schalter “Horizontale Linie...” im Dialogfeld “Rahmen und Schattierung”. Die Fenster tragen je nach Aufruf einen anderen Namen. Die zuletzt aktivierte horizontale Linie erhält man auch schnell über das gleichnamige Symbol aus der Rahmen-Palette. Beim Einfügen einer horizontalen Linie vor dem Absatzzeichen wird die Grafik eingefügt, beim Einfügen im Text wird zusätzlich ein Absatz erzeugt. Das Dialogfeld “Horizontale Linie formatieren” ist speziell auf die horizontalen Linien zugeschnitten.

Über den Befehl “Gitternetz...” wird jetzt das Dialogfeld “Zeichnungsraster” ausgegeben (vorher “Am Raster ausrichten”). Darin sind nicht nur die Namen der Felder für die Rasterbreite geändert (“Abstand horizontal/vertikal” gegen “Rasterbreite horizontal/vertikal”), sondern auch die vorgegebenen Werte (0,32 cm statt 0,25 cm). Die Optionen “Am Raster ausrichten” (jetzt “Objekte am Raster ausrichten”) und “An Formen ausrichten” (jetzt “Objekte an anderen Objekten ausrichten”) tragen neue Bezeichnungen. Die Möglichkeit, den Nullpunkt neu festzulegen, existiert nur noch, wenn die (neue) Option “Seitenränder verwenden” inaktiv ist. Diese Option legt die linke obere Ecke als Rasterursprung fest. Neu ist in diesem Dialogfeld die Möglichkeit, die Anzeige der Rasterlinien einzuschalten (“Rasterlinien am Bildschirm anzeigen”). Dabei kann die Anzeige auf jede 2., 3. usw. Linie bzw. lediglich auf “Horizontal” beschränkt werden. Der Begriff “Am Raster ausrichten” (Menü “Zeichnen”) heißt jetzt “Präzisionsausrichtung” (sowohl Dialogfeld als auch Symbole). Der Befehl “Als Vorgabe für AutoForm festlegen” heißt “Als Standard für AutoForm festlegen”.

Über “Einfügen” “Objekt...” eingefügte Objekte werden standardmäßig als Zeichen eingefügt. Die Option “Über den Text legen” im Dialogfeld “Objekt” existiert nicht mehr.

Zum Einlesen von Bildern aus einer Kamera oder vom Scanner ist der Umweg über den Photo Editor nicht mehr notwendig. Beim Aktivieren des Befehls “Einfügen” “Grafik” “Von Scanner oder Kamera...” erscheint ein Dialogfeld, in dem zunächst das Gerät ausgewählt wird. Weiterhin enthält es die Schalter “Einfügen” und “Benutzerdefiniertes Einfügen”. Wählt man “Einfügen”, so sollte man sich zuvor für “Webqualität” oder “Druckqualität” entscheiden. Das Bild wird nach dem Scanvorgang direkt ins Word-Dokument eingefügt. Wählt man “Benutzerdefiniertes Einfügen”, so wird ins Scanprogramm bzw. das mit der Kamera verbundene Programm geschaltet, in dem man die entsprechenden Parameter anpassen kann.

Weitere Neuerungen oder Änderungen bei Grafiken, Textfelder und Positionsrahmen: Freie Grafiken können jetzt auch in Tabellenzellen gelegt werden. Die Option “Verankerungspunkte” im Register “Ansicht” Dialogfeld “Optionen” heißt jetzt “Objektanker”. Die Symbolleiste “WordArt” enthält zusätzlich das Symbol “Textfluss”. Das Register “Fließend” des Dialogfeldes “Fülleffekte” heißt jetzt “Graduell”. Im Dialogfeld “Objekt” (“Einfügen” “Objekt...”) heißt es statt “Microsoft Word-Grafik” jetzt “Microsoft Word-Bild”.

Verzeichnisse

Inhalts- und Abbildungsverzeichnisse können jetzt auch für Online-Seiten eingerichtet werden. Die Überschriften bzw. Verzeichniseinträge werden dabei als Hyperlinks arrangiert, über die Sprünge zum Kapitelbeginn bzw. zur zugehörigen Abbildung (oder zu einer anderen Bezeichnung) möglich sind. Die Register “Inhaltsverzeichnis” und “Abbildungsverzeichnis” in Dialogfeld “Index und Verzeichnisse” wurden entsprechend umgestaltet. Anstatt Vorschau heißt es dort “Seitenansicht” und “Webvorschau”.

Die Feldfunktion TOC (früher VERZEICHNIS, s. u.) hat entsprechende neue Schalter bekommen. Der Schalter \h (wird standardmäßig verwendet) macht auch die Überschriften zum Hyperlink (vorher sind nur die Seitenzahlen Hyperlinks). Der Schalter \z blendet Füllzeichen und Seitenzahlen in der Weblayoutansicht (s. u.) aus.

Bei Indexverzeichnissen ist anstelle der Option “Überschriften für Akzentbuchstaben” die Liste Sprache vorgegeben (Register “Index”). Darin legt man diejenige installierte Sprache fest, nach deren Regeln der Index sortiert werden soll.

Neu ist die Möglichkeit, Rechtsgrundlagenverzeichnisse zu erstellen. Rechtsgrundlagenverzeichnisse (Table of Authorities) sind Auflistungen beliebiger Texte mit einer Seitenzahl, die angibt, wo sich die Texte im Dokument befinden. Rechtsgrundlagenverzeichnisse sind insbesondere auch zum Anfertigen von Autorenverzeichnissen geeignet. Die Texte können nach selbst erstellten Überschriften (“Kategorien”) gegliedert werden. Da solche Zusammenstellungen bevorzugt in juristischen Dokumenten verwendet werden, werden Kategorien vorgegeben, die dort eine besondere Bedeutung haben. Zur Vorgabe gehören folgende Kategorien: Fälle, Statuten, Regeln, Abhandlungen, Regulierungen und Verfassungsprovisionen. Die Kategorien können nach eigenen Vorstellungen abgewandelt werden.

Die Einträge in ein Rechtsgrundlagenverzeichnis müssen wie beim Erstellen eines Index zunächst gekennzeichnet werden. Zum Kennzeichnen eines Eintrags markiert man den Text und aktiviert das Schaltfeld “Eintrag festlegen...” im Register “Rechtsgrundlagenverzeichnis” des Dialogfeldes “Index und Verzeichnisse”. Im Feld “Kurzes Zitat:” werden die ersten 256 Zeichen des ausgewählten Textes ausgegeben. Das Kurzzitat kann dort auch bearbeitet werden. In der Liste “Kategorie:” stellt man die Kategorie ein. Über den Schalter “Kategorie...” können die vorgegebenen Kategorien umbenannt werden. Insbesondere finden sich dazu die Kategorie-Platzhalter 8, 9 usw. bis 16. Über den Schalter “Markieren” wird der Eintrag an der aktuellen Stelle im Text als Feld mit der Feldfunktion TA abgelegt (analog XE). Aktiviert man im Dialogfeld “Zitat festlegen” den Schalter “Alle markieren”, so werden gleichlautende Einträge an allen Stellen des Dokuments übernommen. Unterhalb des Feldes “Kurzes Zitat:” findet sich die Liste aller festgelegten Einträge. Aktiviert man darin einen Eintrag, so werden das zugehörige kurze Zitat und darunter auch der volle Wortlaut des Eintrags ausgegeben (“Langes Zitat”). Über den Schalter “Weitersuchen” wird im Dokument der nächste Eintrag angesprungen.

Die Feldfunktion TOA erstellt analog INDEX eine Table of Authorities. Sie weist zusätzliche folgende Schalter auf: \h (Kategorie als Überschrift angeben); \c nr (Kategorie nr); \p (verwendet “passim”); \e “z” (legt das zwischen dem Eintrag und der Seitenzahl befindliche Trennzeichen auf z fest; Voreinstellung ist die Tabtaste mit Punkten als Füllzeichen und einem rechtem Tabstopp am rechten Rand); \g “z” (legt das bei Seitenbereichen verwendete Trennzeichen auf z fest; Voreinstellung ist ein Gedankenstrich); \l “z” (legt das bei einzelnen Seiten verwendete Trennzeichen auf z fest; Voreinstellung ist ein Komma); \f (übernimmt keine Zeichenformate).

Zum Erstellen eines Rechtsgrundlagenverzeichnisses verzweigt man ins Register “Rechtsgrundlagenverzeichnis” (s. o.). Ist die Option “Passim verwenden” aktiv, so wird bei fünf oder mehr identischen Einträgen anstelle der Seitenzahlen der Text “passim” ausgegeben. Über die Liste “Kategorie:” kann man sich für die Ausgabe “Alle”r Kategorien oder einer bestimmten entscheiden. Die weiteren Möglichkeiten im Register “Rechtsgrundlagenverzeichnis” entsprechen denen in den Registern “Inhaltsverzeichnis” und “Abbildungsverzeichnis”.

Online-Texte, Web-Publishing, Word-Mail

Das Konzept zum Online- und Weblayout ist neu gefaßt und vereinfacht worden. Mit Word 97 in HTML gewandelte Dokumente hatten in der Regel ein vom Original abweichendes Aussehen. Das hat sich nun geändert. Durch die interne Verwendung von Cascading Style Sheets (CSS) sowie der HTML-Ergänzungen XML (Extensible Markup Language) und XSL (Extensible Stylesheet Language) wird eine hohe Wiedergabetreue erreicht (zu Einschränkungen siehe am Ende dieses Abschnitts). Folglich hat Microsoft mit Word 2000 den alten HTML-Modus aufgeben. Der HTML-Modus zeigte sich durch eine geänderte Menüführung und abweichende Dialogfelder. So gab es z. B. den Befehl “Als Word-Dokument speichern...”, der Befehl “Absatz...” fehlte, die Grafik- und die Zeichnen-Symbolleiste waren umgestaltet. Beim Bearbeiten einer Webseite steht jetzt der volle Befehlsvorrat zur Verfügung. Auch bleiben alle Symbolleisten gleich. Einzige äußerliche Kennzeichen für die Webseitenbearbeitung sind das Symbol “Neue Webseite”, das anstelle des Symbols “Neu” steht, und der Befehl “HTML-Quelle”, der sich zusätzlich im Menü “Ansicht” befindet.

Sonderbefehle wie “Horizontale Linie” (dazu siehe auch oben), “Video”, “Audio-Signal”, “Laufschrift” (alle Menü “Einfügen”) sowie “Formular-Designmodus” (Menü “Ansicht”) und “Textfarben” (Menü “Format”) sind nicht mehr vorhanden. Dafür existiert eine neue Symbolleiste: “Webtools”. Neben Symbolen zum Bearbeiten von Formularen (genaueres s. u.) enthält sie das Symbol “Film” zum Einblenden des Dialogfeldes “Videoclip”, das Symbol “Sound” zum Einblenden des Dialogfeldes “Hintergrund-Audiosignal” und das Symbol “Lauftext” zum Einblenden des Dialogfeldes “Laufschrift”. Die Elemente oder Optionen in diesen Dialogfeldern sind zum Teil anders benannt als früher, doch ist die alte Bedeutung ohne weiteres wiederzuerkennen. Horizontale Linien erhält man jetzt im Dialogfeld “Clip-Art einfügen”, Kategorie “Trennlinien und...”, Textfarben wählt man nach der Standardmethode. Eine besondere Behandlung bei Tabellen und Grafiken ist nicht mehr vorgesehen. Beim Ansteuern der meisten Rahmenlinien erhält man allerdings die Meldung “Dieses Element ist deaktiviert, weil es von Web-Browsern nicht unterstützt wird”. Einige Umbrucharten bei Grafiken können ebenfalls nicht umgesetzt werden. Das Positionieren von Bildern ist wie früher nur eingeschränkt möglich (das Verschieben mit der Maus wirkt nur vertikal). Der nicht markierbare Positionsrahmen zum Verschieben/Kopieren wird von Word 2000 nicht mehr verwendet. Neu ist im Dialogfeld “Grafik formatieren” das Register “Web”. Darin kann ein Text angegeben werden, der angezeigt wird, wenn es beim Laden der Bilder zu Verzögerungen kommt. Im Dialogfeld “Zeichen” sind einige Schriftattribute nicht aktiv.

Die Online-Ansicht heißt jetzt “Weblayoutansicht”. Entsprechend ist der Befehl im Menü “Ansicht” geändert. Das Symbol zum Umschalten (links neben der horizontalen Bildlaufleiste) wurde ebenfalls neu gestaltet. In der Weblayoutansicht existieren die Möglichkeiten zur Angabe einer Mindestgröße und der Umbruch der Zeilen auf Fensterbreite nicht mehr (Optionen im Register “Ansicht” im Dialogfeld “Optionen”). Dafür wird der Text immer randfrei ausgegeben. Die Größe stellt man über den Zoom ein, der in der Weblayoutansicht nicht die Möglichkeiten “Seitenbreite”, “Textbreite” (dazu s. u.) usw. bietet. Auch ist die horizontale Bildlaufleiste standardmäßig eingeblendet. Beim Ändern der Fensterbreite wird grundsätzlich nicht die Zeichengröße, sondern der Zeilenumbruch geändert.

Beim Bearbeiten von Hyperlinks gibt es mannigfaltige Änderungen. Zunächst ist auffällig, daß beim Aufrufen des Dialogfelds “Hyperlink einfügen” keine Aufforderung zum Speichern mehr erfolgt. Das Dialogfeld “Hyperlink einfügen” ist völlig neu gestaltet worden (und jetzt auch über das Kontextmenü auf dem Text erreichbar). Im oberen Teil kann der angezeigte Text (außer bei Grafiken) geändert werden. Dort wird der Inhalt der Markierung vorgegeben (ist nichts markiert, so ist das Textfeld leer). Die Änderung der Vorgabe bewirkt auch eine Anpassung im Dokument. Direkt daneben kann der Inhalt des QuickInfos bearbeitet werden. Am linken Rand des Dialogfeldes befinden sich Schalter, über die der Dialogfeldinhalt je nach Sprungziel umgestaltet wird. Als Sprungziel ist auch ein neues Dokuments möglich. Die Angabe von “mailto:” bei Mailadressen ist nicht mehr vorgesehen. Die Option “Relativen Pfad für Hyperlink verwenden” ist nicht mehr vorhanden. Hyperlinks in Word 2000 sind immer relativ. Der Schalter “Verknüpfung entfernen” heißt jetzt “Hyperlink entfernen”. Die Formatvorlage “GesichteterHyperlink” heißt jetzt “BesuchterHyperlink”. Das Kontextmenü auf einem Hyperlink enthält zusätzlich einen Befehl zum Entfernen, das Markieren heißt hier jetzt “Auswählen”.

Der Befehl “Als HTML speichern...” heißt nun “Als Webseite speichern...” (Menü “Datei”). Nach dem Aufruf zeigt sich das Dialogfeld “Speichern unter” mit dem Dateityp “Webseite”. Beim Öffnen heißt der Dateityp entsprechend “Webseiten” anstelle “HTML-Dokument”. Zum Erstellen einer neuen Webseite gibt man den Befehl “Datei” “Neu...” und aktiviert im Register “Allgemein” des Dialogfeldes “Neu” die Vorlage “Webseite” bzw. klickt abkürzend auf dem Symbol “Neue Webseite” (falls eingeblendet, s. u.). Im Register “Webseiten” des Dialogfeldes “Neu” finden sich (falls installiert) weitere Webseiten-Vorlagen. Nach dem Speichern bzw. Öffnen oder Neueinrichten einer Webseite wandelt sich das Symbol “Neu” zu “Neue Webseite”.

Word 97 legte beim Speichern automatisch den Inhalt des ersten ganzen Satzes als Webseitentitel fest (Titel aus den Datei-Eigenschaften). In Word 2000 wird zunächst im Dialogfeld “Speichern unter” der Titel hinter “Seitentitel:” angezeigt. Über den Schalter “Titel ändern...” besteht die Möglichkeit, den Titeltext anzupassen.

Zur Gestaltung von Webseiten liefert Word vorgefertigte Textlayouts und Hintergründe (Designs) mit. Designs erlauben das schnelle Erzeugen von ansprechenden Bildschirmlayouts. Zum Zuordnen eines Designs gibt man den Befehl “Format” “Design...”. Im Dialogfeld “Design” wählt man ein Design aus der Liste. Die Optionen “Lebendige Farben”, “Aktive Grafiken” (animierte Grafiken aus dem Design als animiert einfügen) und “Hintergrundbild” gestatten Anpassungen. Die Effekte können im Vorschaufeld betrachtet werden. Über den Schalter “Als Standard festlegen...” im Dialogfeld “Design” wird das ausgewählte Design beim nächsten Einrichten einer neuen Webseite über “Datei” “Neu...” “Webseite” (s. o.) vorgegeben. Das Entfernen des Standards erfolgt durch Aktivieren des Standard-Designs und erneut “Als Standard festlegen...”. Jetzt erscheint eine Frage, die das Löschen erlaubt. Alternativ aktiviert man den Eintrag “(kein Design)” und gibt ebenso “Als Standard festlegen...”. Achtung: Ändert man den Standard in der Normal- oder Seitenlayoutansicht, so wird jedes neue über das Symbol “Neu” bzw. “Datei” “Neu...” “Leeres Dokument” erzeugte Dokument mit dem entsprechenden Design in der Weblayoutansicht angezeigt. Ändert man den Standard in der Weblayoutansicht, so unterscheidet sich dieser von normalen und gilt nur für Webseiten.

Word 2000 unterstützt das Arbeiten mit Frames. Frames sind rechteckige Bildschirmausschnitte, die sich wie Fenster mit eigenen Bildlaufleisten verhalten. Jedem Frame ist ein Dokument (“Anfangsdokument”) zugeordnet, das separat gespeichert wird. Das Web-Dokument mit den Frames (“Framesseite” oder “Framesset”) speichert lediglich die Rahmeninformation und die Verweise auf die Anfangsdokumente. Ist ein Web-Dokument mit Frames geöffnet, so lassen sich die zugehörigen Anfangsdokumente nicht separat öffnen. Man kann aber zunächst ein Dokument und dann den Frame mit diesem öffnen. Änderungen können jetzt wahlweise im Dokument oder im Frame vorgenommen werden. Frame-Aktionen können nicht rückgängig gemacht werden.

Zum Erzeugen von Frames dienen die Symbole der Symbolleiste “Frames” bzw. die Befehle des Menüs “Frames” im Menü “Format”. Als ersten Schritt aktiviert man den Befehl “Format” “Frames” “Neue Framesseite”. Jetzt wird mit dem bestehenden Inhalt ein neues Web-Dokument eingerichtet. Das Ausgangsfenster wird als eigenständiger Frame aufgefaßt. Das Menü “Frames” erhält anstatt “Neue Framesseite” die Befehle zum Erstellen von untergeordneten Frames (zum Erzeugen und Löschen sowie zum Anzeigen der “Frameeigenschaften”). Außerdem wird die Symbolleiste “Frames” eingeblendet, die die Befehle des Menüs “Frames” als Symbole enthält. Die neuen Frames (links, rechts, oben, unten) werden bezogen auf den jeweiligen Ausgangsframe erzeugt. Die Teilung erfolgt zunächst zur Hälfte, dann zu einem Drittel usw. Befehl oder Symbol “Inhaltsverzeichnis im Frame” beziehen sich auf den aktuellen Frame (nicht das Ausgangsdokument) und erzeugen den Frame gemäß dem Inhalt der Dokumentstruktur immer links. Die Hyperlinks im Inhaltsframe werden automatisch so eingerichtet, daß die Anzeige richtig erfolgt (genaueres s. u.).

Über die Frameeigenschaften läßt sich in einem Frame ein Web-Dokument einfügen (Register “Frame”, Feld “Anfangsseite:”). Dort werden auch der Name vergeben und die Größe festgelegt. Unter der Maßeinheit finden sich die Möglichkeiten “Prozent”, “cm” und “Gemessen von (*)”. Die letzte Einstellung bedeutet: Anteile von der Fensterbreite/-höhe. Man beachte, daß die eine Größenänderung ggf. nicht ausgeführt wird, wenn die Nachbarframes nicht passende Maße aufweisen. Größen- änderungen können auch durch Ziehen mit der Maus auf den Rändern vorgenommen werden. Ist die Option “Verknüpfen” im Register “Frame” aktiviert, so bewirken ein Ändern und Speichern im Dokument sowie das nachfolgende Aktualisieren in der Ansicht des Internet-Browsers eine Anpassung. Im Register “Rahmen” des Dialogfeldes “Frameeigenschaften” gibt man die Eigenschaften der Rahmenlinien und der Bildlaufleisten an. Ist die Option “Framegröße in Browser anpassen” deaktiviert, so können die Rahmengrenzen in der Ansicht des Internet-Browsers nicht mit der Maus geändert werden. Zum Speichern des Inhalts eines einzelnen Frames steht der Befehl “Aktuellen Frame speichern als...” aus dem Kontextmenü auf dem Frame zur Verfügung.

In einem Web-Dokument mit Frames läßt sich das über einen Hyperlink angesprungene Ziel in einem beliebigen Frame einblenden. Zum Einstellen des Zielframes enthält das Dialogfeld “Hyperlink einfügen” zusätzlich eine Symbolik, die die vorhandenen Frames darstellt. Wird das Zielframe mit der Maus ausgewählt, so wird gleichzeitig der zugehörige Name in die nebenstehende Liste übertragen. In dieser Liste ist standardmäßig als Ziel der Standardframe vorgegeben (“Seitenstandard”, ist kein Standardframe festgelegt, so steht in Klammern dahinter “ohne”, sonst der Name des Frames). Der Standardframe (auch “Hauptframe”) muß für jeden Frame separat eingestellt werden. Ist kein Standardframe definiert, so ist das Ausgabeziel identisch mit dem Ausgangsframe. Das Festlegen des Standardframes erfolgt im Register “Anpassen” des Dialogfeldes “Eigenschaften” (Ausgangsframe aktivieren, Befehl “Datei” “Eigenschaften”). Als Name (Feld “Name:”) trägt man “Base Target” (in der Hilfe fälschlich “Ziel”) ein, im Feld “Typ:” aktiviert man “Text”, ins Feld “Wert:” schreibt man den Namen des Zielframes und aktiviert “Hinzufügen”. In der o. a. Liste finden sich folgende weiteren Ziele: Gleicher Frame, Ganze Seite (das gesamte Browserfenster), Neues Fenster (ein neues Browserfenster) und Elternframe (entspricht dem mit “Neue Framesseite” angefertigten Frame).

Man beachte, daß auch über den Webseiten-Assistenten (“Datei” “Neu” “Webseiten”) Webseiten mit Frames und Hyperlinks eingerichtet werden können.

Ähnlich wie im Internet-Browser können auch in Word Parameter für die Darstellung von Webdokumenten festgelegt werden. Über den Schalter “Weboptionen...” im Register “Allgemein” des Dialogfeldes “Optionen” bzw. den Befehl “Weboptionen...” im Menü “Extras” des Dialogfeldes “Speichern unter” gelangt man ins Dialogfeld “Weboptionen” (im Dialogfeld “Speichern unter” sind nur die Optionen für das Speichern aktiv). Im Register “Allgemein” läßt sich die Umsetzung von solchen HTML-Elementen abschalten, die ältere Browser-Versionen nicht interpretieren können. Dabei kann in der Liste “Browser:” angegeben werden, welcher Browser eingesetzt wird. Man beachte, daß dabei je nach Einstellung genau die Dialogfeldelemente inaktiv werden, die von dem eingestellten Browser nicht unterstützt werden (z. B. im Dialogfeld “Zeichen”). Analog wird die Verwendung von Internetseitenvorlagen (Cascading Style Sheets) deaktiviert (Unterstützung erst ab IE 3 oder Netscape 4).

Beim Speichern von Webdokumenten werden Grafiken (dazu gehören auch Hintergrundstrukturen und grafische Aufzählungszeichen) grundsätzlich separat gespeichert. Der Grund liegt darin, daß Web-Browser die Möglichkeit bieten, Webseiten auch ohne Bilder zu laden. Word vergibt für die Grafikdateien standardmäßig die Namen “dokumentname image nr.typ” (dabei sind dokumentname der Name des Dokuments, nr eine dreistellige Nummer und typ der Dateityp PNG bzw. JPG oder GIF) und legt für diese einen Ordner namens “dokumentname filelist.xml” an. Ist die Option “Hilfsdateien in einen Ordner speichern” im Register “Dateien” des Dialogfeldes “Weboptionen” deaktiviert, so werden die Grafiken im selben Ordner wie das Dokument angelegt. Sollen die Grafikdateien nicht bei jedem Speichern aktualisiert werden, so setzt man die Option “Links beim Speichern aktualisieren”. Da die Webdokumente i. a. später auf einem Webserver abgelegt werden (und diese häufig nur kurze Dateinamen verwenden), kann im Register “Dateien” die Verwendung von Dateinamen mit mehr als acht Zeichen untersagt werden. Die Namen lauten jetzt “img nr.typ”. In diesem Fall werden die Grafikdateien immer im Extra-Ordner abgelegt. Im Register “Dateien” können auch die standardmäßig aktivierten Abfragen abgeschaltet werden, die beim Speichern eine Meldung ausgeben, falls ein Nicht-Microsoft Office-Programm der Standardwebeditor ist.

Im Register “Bilder” des Dialogfeldes “Weboptionen” finden sich Optionen für Grafische Elemente. “Für Grafikdarstellung auf VML vertrauen” unterstützt das Arbeiten mit der HTML-Komponente Vector Markup Language, die Grafiken in die Internetseite integriert und damit eine schnellere Bearbeitung nach sich zieht (ältere Web-Browser ohne VLM-Unterstützung zeigen die Grafiken nicht an). “PNG als Ausgabeformat zulassen” veranlaßt die Verwendung des Grafik-Formats PNG (Wirkung etwa analog VLM). Die Angaben für den Zielmonitor beeinflussen Größe und Qualität von Grafiken.

Die Optionen des Registers “Codierung” im Dialogfeld “Weboptionen” bestimmen die Sprachregion, in der das Dokument gelesen werden soll. Die Liste “Das Dokument laden als:” gilt für importierte Dokumente, die Liste “Das Dokument speichern als:” für eigene. Man beachte, daß der Wert “Unicode” keine spezielle Sprachregion repräsentiert, sondern die Verwendung des Unicodes. Die Option “Die Webseiten immer in der Standardcodierung speichern” friert den Wert aus der Liste “Dieses Dokument speichern als:” für alle Web-Dokumente ein. Im Register “Schriftarten” des Dialog-feldes “Weboptionen” können die für die betreffenden Sprachregionen vorgegebenen Zeichensätze geändert werden (nur zum Lesen, siehe auch oben).

Normalerweise werden HTML-Dokumente nach dem Erstellen mit einem FTP-Programm in den entsprechenden Ordner auf dem Webserver kopiert. Office 2000 bietet unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, direkt über den Windows-Explorer oder im Öffnen-/Speichern-Dialogfeld auf den Ordner eines Webservers zuzugreifen. Aktiviert man im Installationsprogramm von Office im Zweig “Office Tools” “Unterstützung für Office Servererweiterungen” den Eintrag “Webpublishing”, so wird in den Dialogfeldern “Speichern” und “Öffnen” der Eintrag “Webordner” eingerichtet. Das Aktivieren des Eintrags “Webordner” zeigt die in dem Explorer-Eintrag “Webordner” enthaltenen Verknüpfungen von Webordnern an. Das Hinzufügen von Verknüpfungen kann außer im Explorer in den Öffnen-/Speichern-Dialogfeldern über “Webordner” “Neuen Ordner erstellen” erfolgen. Zugriff auf einen Webordner ist nur auf Webservern möglich, die unter Windows NT Server oder Internet Information Server (IIS) betrieben werden bzw. auf solchen Servern, die das Protokoll Distributed Authoring and Versioning (DAV) unterstützen. Die Server der Universität Hamburg bieten diese Dienste nicht. Der Explorer-Eintrag “Webordner” ist in Windows 98 standardmäßig enthalten. In Windows 95 bzw. NT wird der Eintrag ggf. bei der Office-Installation hinzugefügt.

Word 97 unterstützte das Erstellen von Eingabe- oder Optionsfeldern in Formularen, nicht aber das Erstellen von Skripts. Word 2000 enthält jetzt einen eigenen Skripteditor (“Entwicklungsumgebung”), in dem sowohl der HTML-Code bearbeitet als auch Skripts in VBScript oder JScript angefertigt werden können. Zum Umschalten in den Formular-Designmodus existiert der Befehl “Ansicht” “Formular-Designmodus” nicht mehr. Er wird automatisch aktiviert, wenn Formularfelder eingefügt werden. Dazu muß man allerdings die Symbolleiste “Webtools” einblenden, die u. a. Symbole zum Erzeugen der Formularfelder enthält (siehe auch oben). Die Symbolleiste “Webtools” ist an die Stelle der Symbolleiste “Steuerelement-Toolbox” getreten, die in Word 97 je nach Normal- oder HTML-Modus einen anderen Inhalt hatte. Einige Symbole haben jetzt andere Bezeichnungen (z. B. “Übermitteln” anstatt “Senden”). Die Befehlsäquivalente für die Symbole (Menü “Einfügen” “Formulare”) sowie der Befehl “Extras” “AutoAktualisieren” sind ebenfalls gestrichen.

Das Bearbeiten des HTML-Codes erfolgt jetzt in der “Microsoft Entwicklungsumgebung”. Dieses Programm kann in zwei Modi geöffnet werden: Über “Ansicht” “HTML-Quelle” in einer Form mit eingeschränkten Funktionen zum ausschließlichen Editieren des HTML-Codes oder über “Extras” “Makro” “Microsoft Script- Editor” (bzw. über das gleichlautende Symbol) zum Erstellen und Bearbeiten von Skripts. In die vollständige Entwicklungsumgebung gelangt man auch über Befehl (Kontextmenü) oder Symbol “Code anzeigen” bei aktivem Formularfeld. Die Entwicklungsumgebung ist ähnlich aufgebaut wie der Visual Basic-Editor. Insbeson- dere besitzt sie eine eigene Menüführung, Projekt-Explorer, Eigenschaften-Fenster, Lesezeichen, Objektkatalog und Debugging-Möglichkeiten. Die Hilfe zur Entwicklungsumgebung ist zweigeteilt: Die Texte zu HTML sind in Deutsch, die zu Dynamic HTML (z. B. Style Sheets) und Skripts in Englisch. Auf Einzelheiten von HTML oder der Skripterstellung kann hier nicht eingegangen werden. Scripte werden nicht in Word ausgeführt, sondern erst im Browser. In Word erscheint zum Signalisieren ein Scriptanker.

Voraussetzung für die Wiedergabe der von Word 2000 erzeugten XML- und XSL-Elemente ist die Verwendung des Internet Explorer 5. Ältere Versionen des Internet Explorers können damit nichts anfangen (die neueste Version des Netscape Communicator habe ich nicht getestet; siehe dazu auch die Abschaltmöglichkeiten in den Weboptionen weiter oben). Auch ist der HTML-Code nicht optimal. HTML-Kenner berichten, daß der Code nur schwer durchschaubar und übermäßig lang ist. Microsoft bietet allerdings einen englischsprachigen Konverter (“HTML-Filter”) an, der den von Word erzeugten Code auf um mehr als die Hälfte reduzieren hilft. Die aktuelle Version 2 heißt Msohtmf2.exe und findet sich unter der Internet-Adresse officeupdate.microsoft.com (erhältlich auch bei mir). Nach der Installation (Msohtmf2.exe ausführen) findet sich im Menü “Datei” das Menü “Export to” mit den Einträgen “Compact HTML...” und “CSS Style Sheet...”. Ebenfalls automatisch werden die Symbole “Export to Compact HTML” und “Copy to HTML” (wandelt den markierten Text in HTML um) in der Standard-Symbolleiste eingerichtet. Die Anwendung von Compact HTML verlangt ein vorheriges Speichern. “CSS Style Sheet...” erzeugt eine CSS-Vorlage. Der Filter kann auch über “Start” “Programme” “Microsoft Office Tools” “Microsoft Office HTML Filter 2.0" aufgerufen werden. Als Eingabe wird hier das Ergebnis des Office 2000-eigenen Web-Konverters erwartet, also z. B. auch von Excel erzeugte Web-Mappen.

Word 97 bot die Möglichkeit, über den Befehl “Datei” “Senden an” “E-Mail-Empfänger...” bzw. das Symbol “An E-Mail-Empfänger senden” das Standard-Mailprogramm zu starten. War dabei die Option “Nachricht als Anlage senden” (Register “Allgemein” des Dialogfeldes “Optionen”) aktiv, so wurde das aktuelle Dokument als Attachment eingebunden, im anderen Fall als Mail-Text eingetragen. Das Symbol “An E-Mail-Empfänger senden” existiert nicht mehr. Der Befehl “Datei” “Senden an” “Mailempfänger” fügt jetzt dem Word-Fenster eine Leiste (Mail-Leiste) mit Adreß- und Betreffeldern sowie Symbole für die Mailbearbeitung hinzu. Die Mail-Leiste hat einen ähnlichen Aufbau wie in Outlook 2000. Abkürzend für das Einblenden der Mail-Leiste kann das in der Standardsymbolleiste befindliche Symbol “E-Mail” eingesetzt werden. Das Symbol dient auch zum schnellen Ausblenden der Mail-Leiste. Beim Versenden der Mail benutzt Word das Standardmailprogramm. Über “Senden an” “Mailempfänger” wird der Inhalt des Dokuments grundsätzlich als Mail-Text eingetragen. Die Funktion “Dokument als Attachment” übernimmt der neue Befehl “Datei” “Senden an” “Mailempfänger (als Anlage)...”. Die oben genannte Option “Nachricht als Anlage senden” hat keine Bedeutung mehr (siehe auch weiter unten unter “Fehler”). Neu ist das Symbol “Neue E-Mailnachricht”, über das ein neues Word-Dokument zusammen mit der Mail-Leiste eingeblendet wird. Dasselbe wie das Symbol leistet auch der Befehl “Datei” “Neu” “E-Mailnachricht”. Das Symbol “Neue E-Mailnachricht” erscheint nach dem Benutzen von “Datei” “Neu” “E-Mailnachricht” automatisch anstelle des Symbols “Neu”.

Mit Word erstellte Mail ist HTML-basiert. Word als Mail-Programm gestattet auch das Eingeben einer Signatur (standardmäßig in einer neuen Mail vorgegebene Absenderangaben) und die Verwendung von “persönlichem Briefpapier” (das Benutzen von Briefpapier macht nur Sinn, wenn der Empfänger HTML-basiert lesen kann). Zum Eingeben einer Signatur aktiviert man die Schaltfläche “E-Mail-Optionen...” im Register “Allgemein” des Dialogfeldes “Optionen...”. Im Register “E-Mail-Signatur” trägt man unter “Geben Sie den Titel ...” einen Namen für die Signatur und im Feld “Erstellen Sie Ihre E-Mail-Signatur” die Absenderangaben. Diese können mit den über dem Feld befindlichen Symbolen und Listen entsprechend gestaltetet werden. Nach “Hinzufügen” erscheint die Signatur in der Liste unter dem Namen. Dort kann sie gelöscht oder ausgewählt und geändert werden. Über “Neu” wird der Eingabevorgang für eine andere Signatur wiederholt. Es ist möglich, für neue und weitergeleitete Nachrichten unterschiedliche Signaturen einzusetzen. Zum Auswählen vorgegebener Gestaltungsmerkmale wechselt man ins Register “Persönliches Briefpapier”. Dort wählt man ggf. über die entsprechenden Schaltflächen ein Design und die Schriften aus.

In der Mail-Leiste finden sich Symbole zum “Namen überprüfen” (Vergleichen der eingegebenen Adresse mit den Angaben im Adreßbuch), zum Editieren des Adreßbuchs, zum Festlegen der Dringlichkeit, zum Einfügen eines Attachments (“Datei einfügen”) und zum Einfügen des Adreßfeldes “Bcc” in die Mail-Leiste (“Cc:”, Carbon Copy, die Adresse wird auf dem Brief vermerkt; “Bcc:”, Blind Carbon Copy, die Adresse wird auf dem Brief nicht vermerkt).

Feldfunktionen

Die Namen der Feldfunktionen werden jetzt in englischer Sprache angegeben. Beim Öffnen von Worddokumenten aus einer älteren Version werden die Feldnamen automatisch konvertiert. Hier die wichtigsten der neuen Namen (alte in Klammern): PAGE (SEITE), SECTION (ABSCHNITT), TEMPLATE (DOKVORLAGE), PAGEREF (SEITENREF), QUOTE (ANGEBEN), AUTONUM (AUTONR), SYMBOL (SONDZEICHEN, neuer Schalter: \u für Unicode-Zeichen), STYLEREF (FVREF), INCLUDEPICTURE (EINFÜGENGRAFIK), LINK (VERKNÜPFUNG), ADVANCE (VERSETZEN), EQ (FORMEL), MERGEFIELD (SERIENDRUCKFELD), TC (INHALT), TOC (VER- ZEICHNIS).

Das Dialogfeld “Felderoptionen” (früher “Optionen für Felder”) ist zwar in deutsch gestaltet. Die Parameter entsprechen aber nach dem “Hinzufügen” amerikanischen Konventionen (z. B. Upper für Grossbuchstaben). Einige Listeninhalte sind auch direkt englisch angegeben wie z. B. d (day) für t und y (year) für j. Der Schalter FORMATVERBINDEN heißt MERGEFORMAT, der Schalter ZEICHENFORMAT heißt CHARFORMAT. Die Funktion SUMME heißt SUM, die Parameter lauten aber weiterhin in deutsch LINKS, RECHTS, ÜBER und UNTER. Das dazu gehörige Symbol “Summe” heißt jetzt “AutoSumme”.

Weitere Neuigkeiten, Verbesserungen, Änderungen, Fehler

Weitere Neuigkeiten:

Verbesserungen:

Weitere Änderungen:

Fehler:


Fehlerähnliche Ungereimtheiten:

Persönliche Erfahrungen und Einschätzungen

Der Hauptmangel von Word bleibt weiterhin die fehlende Dokumentation. Die Hilfe läßt wie immer viele Fragen offen. Es gibt Begriffe oder Einstellmöglichkeiten, die nirgends dokumentiert sind. Jedenfalls sind sie auch nach längerem Suchen in der Hilfe nicht zu finden. Beim Anfordern der Direkthilfe für viele neue Optionen erscheint lapidar der Text “Diesem Eintrag ist kein Hilfethema zugeordnet”. Word ist ein Programm, das mit Funktionen überladen ist, die nicht erläutert werden. Den Autoren von verständlichen Beschreibungen sind damit endlos viele sinnlos vergeudete Stunden aufgebürdet. Auf die Dauer kann ein Programm, bei dem der Anwender permanent im Trüben fischt, nur dem Untergang geweiht sein.

Neben den inhaltlichen gibt es wie bei jeder Word-Aktualisierung reine verbale Änderungen (Verballhornungen = Verschlimmbesserungen). Häufig kann der Sinn einer solchen Umstellung nicht erkannt werden. Beispiele: Man durchforste die Rubrik “Weitere Änderungen”.

Bei einigen Änderungen spürt man die Willkür der verantwortlichen Microsoft-Mitarbeiter für den deutschen Text im Programm. Wahrscheinlich soll es den Anwendern leichter gemacht werden. Doch fragt sich, ob z. B. “Speicherort für Dateien” verständlicher ist als “Dateiablage”. Die neue Formulierung fordert geradezu heraus, daß es bei der nächsten Version wieder anders heißen muß: Vielleicht “Speicherordner”. Woran bei Microsoft Deutschland nach meinem Empfinden ziemlich wenig gedacht wird, das sind die Trainer, die Verfasser von Büchern, Dokumentationen und Lehrprogrammen. Für sie ist es eine wahre Mühsal, sich durch den Wust von Neuformulierungen zu arbeiten. Was bleibt, ist der Frust, sich mit sinnlosen Änderungen und Fußangeln herumschlagen zu müssen. Ich arbeite seit 10 Jahren mit Microsoft Word. Die Version, die im alten Jahrtausend mit dem Namen des neuen Jahrtausends hausieren geht, ist die komplexeste.

Ein besonderes Beispiel für eine konzeptionslose Namensgebung ist die Umbenennung des Befehls “Sonderzeichen...” in “Symbol...”. Die Umbenennung ist insofern nachzuvollziehen, als über das Dialogfeld “Sonderzeichen” nicht nur Sonderzeichen, sondern auch Zeichen der Tastatur eingefügt werden können. Auch heißt es im amerikanischen “Symbol” (“szümbel”). Daß aber das Dialogfeld nun auch deutsch “Symbol” heißt, erhöht die Verwirrung anstatt sie zu mindern. Man bedenke, daß in Word Elemente der Symbolleisten “Symbole” heißen und daß in Windows Icons für Ordner/Dateien ebenfalls “Symbole” genannt werden. Außerdem gibt es eine Schriftart mit Namen “Symbol”. Die Neubenennung hat Konsequenzen. In den Hilfetexten gibt es jetzt anstatt eines Begriffes zwei (Sonderzeichen und Symbol). Da der Begriff Symbol mehrfach belegt ist, erhält man beim Suchen in der Hilfe nach Themen zum Begriff Symbol eine unübersichtliche Fülle von Themen-Vorschlägen. Auch wurde die Neubenennung nicht konsequent durchgeführt. So heißt z. B. das Symbol “Sonderzeichen einfügen” immer noch so, obwohl im Dialogfeld “Anpassen” zum Einrichten des Symbols “Symbol...” steht (?!). Beim Thema “Einfügen eines Sonderzeichen” findet sich in der Hilfe die Bemerkung: “Klicken Sie im Menü Einfügen auf Sonderzeichen und dann auf die Registerkarte Symbole.” Was in diesem Zusammenhang ziemlich peinlich ist: In Büchern von Microsoft finden sich Screenshots, in denen das Dialogfeld zwar “Symbol” heißt, die Register aber noch “Auswahl1” und “Auswahl2”.

Eine Bemerkung zur im Handel angebotenen Literatur: Ich habe mir einige Bücher zu Word 2000 mit Titeln wie Kompendium, Magnum oder Das Handbuch ausgesucht. Alle sind um die 1000 Seiten dick. Die Preise liegen zwischen DM 50 und 80. In allen Büchern findet man zu den heiklen (nämlich neuen) Inhalten wenig. Offenbar haben die Autoren als Grundlage für den Inhalt die Beta-Version benutzt (die Bücher kamen mit Office gleichzeitig in den Handel). Nun gab es aber bis zur Originalausgabe noch Änderungen, die von den Autoren nicht berücksichtigt wurden (oder werden konnten). Das macht die Bücher noch wertloser.

Unverständlich ist das konzeptionslose Einsetzen von Bindestrichen. Beispiel: Weblayoutansicht, aber Seiten-Layoutansicht. In den Dialogfeldern wurde auffällig mit Bindestrichen jongliert. Dort, wo früher Striche waren, sind keine, wo keine waren sind welche. Beispiel: vorher “Internet-Adresse”, jetzt “Internetadresse”, vorher “E-Mail-Empfänger”, jetzt “Mailempfänger”, im Dialogfeld “Neue E-Mail-Nachricht”, auf dem Symbol “Neue E-Mailnachricht”.

Word scheint sich zum englischsprachigen Produkt zu entwickeln. Die vollständige Ausstattung mit deutschsprachigen Texten ist den Entwicklern in Word 2000 nicht gelungen. So erscheinen nicht nur die Namen der Feldfunktionen in Englisch, auch viele Hilfe-Texte sind englischsprachig. Das hat zwar den Nachteil, daß man sich zunächst in die englische Sprechweise einfühlen muß. Die englischen Begriffe sind aber viel schlüssiger. So heißt es z. B. beim Suchen von Zitaten nicht einfach “Weitersuchen”, sondern “Next Citation”. Ferner gibt es Unstimmigkeiten bei der Übertragung vom Englischen ins Deutsche. So wird z. B. der Name für den Standardframe (Dialogfeld “Eigenschaften”, s. o.) in der Hilfe mit “Ziel” angegeben. Mit diesem Namen funktioniert es aber nicht. Durch Probieren erfährt man dann den englischen Namen “Base Target”.

Die Bedeutung einiger Optionen ist falsch wiedergegeben. Die wahre Funktion habe ich nur durch Probieren gefunden. Eine ausführliche Beschreibung von Word 2000 (ca. 150 Seiten) ist im RRZ erhältlich.


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Fassung vom 23.02.2000, K. Tormählen, E-Mail: tormaehlen@rrz.uni-hamburg.de