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Modemverbindung zum Internet unter Windows 95

Die ursprüngliche Version dieser Anleitung stammt von Klaus Thormählen und ist im RRZ-Memo im September 1996 erschienen. Die vorliegende Ausgabe wurde aktualisiert und um einige Graphiken erweitert durch Nils Rehbein. Letzte Änderungen erfolgten am 19.08.1999.

Ein Modem ("Modulator / Demodulator") ist ein elektronisches Bauteil, das einem Computer das Empfangen oder Senden von Daten über den Telefonanschluß ermöglicht. Der für den Datenaustausch angesteuerte Computer muß ebenfalls über ein Modem mit der Telefonleitung verbunden sein. Die Qualität eines Modems wird u. a. durch die Übertragungsgeschwindigkeit bestimmt. Mögliche Werte sind 2400, 14400, 19200, 28800, 33600 und 56000 bps ("bps" = bits per second). Die Maßeinheit Baud (nach Baudot, dem Erfinder des Mehrfachtelegraphen), die eigentlich "Signalwechsel pro Sekunde" bedeutet, wird häufig synonym mit bps verwendet. Ansonsten ergibt sich die zu verwendende Übertragungsgeschwindigkeit aus den Möglichkeiten der Gegenstelle. Da heute nahezu alle anwählbaren Modempools über 33600-Modems verfügen, ist es angezeigt, beim Neukauf ebenfalls ein solches Gerät (ca. DM 150) zu beschaffen (schnellere Übertragung spart Telefonkosten). Die Daten können bei der Übertragung auf bis zu ein Viertel der ursprünglichen Menge komprimiert werden. Dadurch läßt sich die Geschwindigkeit maximal auf den Wert "Vier mal Übertragungsgeschwindigkeit" steigern (siehe auch unten). 

 Ursprünglich dienten Modems zum Aufbau einer seriellen Verbindung zwischen einem Arbeitsplatz- und einem Zentralrechner (Host). Der Arbeitsplatzrechner nahm dabei die Rolle eines Terminals für den Host ein (Terminals werden vollkommen vom Host gesteuert; sie haben keine Möglichkeit, sprich "Intelligenz", eigene Programme einzusetzen). Nach der Inbetriebnahme des Internet mit der Übertragungstechnik ("Protokoll") TCP/IP ergab sich auch der Wunsch, über Arbeitsplatzrechner und Modem die Leistungen des weltweiten Netzes in Anspruch zu nehmen. Anfang der 80er Jahre wurde zu diesem Zweck ein weiteres Protokoll entwickelt: SLIP (Serial Line Interface Protocol). SLIP besaß keine Fehlerkorrektur, keine Adressing-Funktionen und keine Datenkompression. Nachteile waren damit dadurch gegeben, daß gerade zu Zeiten fehleranfälliger Akustikkoppler die Verbindungen häufig abbrachen, daß nur eine feste Internet-Adresse und nur ein Netzprotokoll verwendet werden konnten (also z. B. nicht gleichzeitig die Protokolle des Internet und eines lokalen Netzes) und die Übertragung langsam war. Eine leichte Verbesserung brachte die Erweiterung CSLIP (Compressed SLIP) mit der Möglichkeit, die Daten zu packen. Die 1994 auf den Markt gebrachte Weiterentwicklung Point-to-Point-Protocol (PPP) behob zwar diese Mängel, ist aber wegen des Funktionsumfangs schwerer zu realisieren. Die Folge ist, daß es noch Internet-Anbieter gibt, die ausschließlich mit SLIP/CSLIP arbeiten. Das von Windows 95 zur Verfügung gestellte Programm DFÜ-Netzwerk (s. u.) zur Nutzung des Internet via Modem stellt standardmäßig nur PPP zur Verfügung. Ist man auf SLIP/CSLIP angewiesen so muß man es nachinstallieren (Systemsteuerung, Software, Windows 95-Setup, Diskette..., Herstellerdateien kopieren von: \ADMIN\APPTOOLS\ DSCRIPT von der Windows 95-Installations-CD, SLIP/Skriptunterstützung für DFÜ-Netzwerk). (Nachtrag 1999: SLIP und CSLIP werden vom RRZ nicht mehr unterstützt!) 

Installation 

 Die folgende Installationsanleitung enthält zur Verdeutlichung einige Grafiken, wobei das Symbol , bedeutet, daß in einem Fenster vorhandene Mustereingaben durch die benutzerspezifischen Werte (Kennung etc...) ersetzt werden sollen. 

 Zur Installation baut man das Modem ein (falls intern) bzw. schließt es an eine serielle Schnittstelle (COM1 oder COM2) und den Telefonanschluß an. Liegt ein internes Modem vor oder ist das externe Modem beim Systemstart eingeschaltet, so meldet sich das System mit dem Hardwareassistenten und dem Dialogfeld "Neue Hardwarekomponente gefunden", das man mit "OK" quittiert. Im Fall "externes Modem und nicht eingeschaltet" startet man das Programm "Modems" aus der Systemsteuerung und schaltet das Gerät ein (liegt schon eine Modeminstallation vor, so aktiviert man im Dialogfeld "Eigenschaften für Modems" den Schalter "Hinzufügen..."). Zur Installation des Treibers folgt man den Anweisungen des Assistenten "Neues Modem installieren". 

Konfiguration  

Zur Konfiguration startet man erneut das das Programm "Modems" aus der Systemsteuerung, das diesmal das Dialogfeld "Eigenschaften für Modems" einblendet. Darin betätigt man den Schalter "Eigenschaften" (beim Vorhandensein mehrerer Modems muß das gewünschte zuvor ausgewählt werden). Im Register "Allgemein" des Dialogfeldes "Eigenschaften für modell" (wobei modell den Modemtyp bedeutet) werden der benutzte Anschluß bestätigt (falls kein weiterer Anschluß frei ist, ist dies Feld nicht veränderbar), die Lautstärke geregelt (nur wenn vom Gerät unterstützt) und die maximale Übertragungsgeschwindigkeit (s. o.) eingestellt. Mögliche Werte dafür werden im Listenfeld "Maximale Geschwindigkeit" angezeigt. Die maximale Geschwindigkeit des Modems kann im Register "Diagnose" erfragt werden (s. u.). Ist die Option "Nur mit dieser Geschwindigkeit verbinden" aktiviert, so wird eine Verbindung nur aufgebaut, wenn die angegebene maximale Geschwindigkeit realisierbar ist. Ist die Option deaktiviert, so paßt sich das Modem automatisch der Geschwindigkeit der Gegenstelle an. Wenn das Modem diese Funktion nicht unterstützt, so ist die Option abgeblaßt. Achtung: Bei schlechter Leitungsqualität kann es günstig sein, zur Vermeidung von Leitungsabbrüchen nicht die maximale Geschwindigkeit zu verwenden. 

Im Register "Einstellungen" werden Länge der Datenpakete ("Datenbits"), Prüfverfahren bei der Datenübertragung ("Parität") und Länge des Zeitintervalls zwischen der Datenübertragung ("Stopbit") eingestellt. Die zutreffenden Werte richten sich nach den Einstellungen des Wahlziels (meistens sind die Einstellungen "8", "Keine" und "1", auch kurz "8N1" oder "8,n,1", zutreffend, man achte auf die Angaben des Adressaten). Standardmäßig wartet das Modem auf ein Freizeichen, bevor es mit dem Wählvorgang beginnt. Ist das Modem an eine Nebenstellenanlage angeschlossen (Anlagen, die das Freizeichen vom Amt nicht direkt sondern erst über eine Kurzwahl erreichen, z. B. Behördenapparate), empfiehlt es sich, die Option "Vor dem Wählen auf Freizeichen warten" zu deaktivieren. Die Zeitangabe hinter "Wählvorgang abbrechen ..." bezieht sich auf eine erfolglose Wahl. Die Option "Trennen nach Leerlauf ..." weist das Modem an, nach einer bestimmten Zeit ohne Modemaktivität die Verbindung automatisch zu kappen (spart Telefonkosten). 

Über den Schalter "Erweitert..." gelangt man ins Dialogfeld "Erweiterte Einstellungen für Modem". Die Option "Fehlerkontrolle" erkennt und korrigiert Übertragungsfehler automatisch. Sofern das Modem die Kontrolle unterstützt, sollte sie immer aktiv sein. Ist die Option "Für Verbindung notwendig" aktiv, so wird die Verbindung nur aufgebaut, wenn auch das Zielmodem mit Fehlerkontrolle arbeitet. Ist die Option "Datenkomprimierung" aktiv, so werden vor dem Versenden die Daten komprimiert. Dadurch erfolgt eine schnellere Übertragung. Die Option "Funkprotokoll verwenden" wird nur bei Funktelefonen eingesetzt. Die "Datenflußkontrolle" überwacht die Kommunikation zwischen PC und Modem. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Modem schneller arbeitet als der Computer. Bei Deaktivierung werden eventuell auftretende Fehler ignoriert. Standardmäßig wird die hardwareseitige Kontrolle "Hardware (RTS)/(CTS)" verwendet. Wird diese vom Modem nicht unterstützt, so kann die (langsamere) Softwarekontrolle XON/XOFF zum Einsatz kommen. Entspricht das Zielmodem nicht dem europäischen Standard, so muß in der Liste "Modulationstyp" der Wert "Nicht Standard" eingestellt werden. Im Eingabefeld "Weitere Einstellungen" können Befehle an das Modem notiert werden, die nicht als Option zur Verfügung stehen. Die Modembefehle werden im Modemhandbuch beschrieben. Über die Option "Protokolldatei aufzeichnen" läßt sich die Datei MODEMLOG.TXT anlegen, die den Wählvorgang aufzeichnet und bei einer eventuellen Fehlersuche nützlich sein kann. 

Über den Schalter "Anschlußeinstellungen..." bestimmt man die Größe eines Zwischenspeichers (FirstIn/FirstOut-Puffer), in dem die Daten bei Übertragungsspitzen abgelegt werden, falls sie von der seriellen Schnittstelle nicht mehr verarbeitet werden können. Der FIFO-Puffer, der in allen neueren Geräten vorhanden ist, trägt auch den Namen UART 16550. Leistungsschwächere UART-Bausteine wirken sich auch geschwindigkeitsmindernd aus (z. B. um die Hälfte beim UART 8250). Das Modell des UART-Bausteins und die daraus resultierende maximale Geschwindigkeit können im Register "Diagnose" erfragt werden (s. u.). FIFO-Puffer lassen sich für ca. DM 40 nachrüsten. Sofern keine Verbindungsprobleme auftreten, empfiehlt es sich, stets den höchsten Wert einzustellen (siehe auch unter "Maximale Geschwindigkeit" weiter oben). Ansonsten lohnt es sich, mit verschiedenen Einstellungen zu experimentieren, z.B. wenn eine aufgebaute Verbindung nach ca. 2-3 Sekunden wieder abgebrochen wird. 

   

Im Register "Diagnose" des Dialogfeldes "Eigenschaften für Modems" wird die Belegung der seriellen Anschlüsse aufgelistet. Dort ist zwar häufig auch die Maus angegeben (die i. a. den Anschluß COM1 belegt), die Schalter "Treiber", "Details..." und "Hilfe" sind aber nur für Modemfragen von Bedeutung. "Treiber" zeigt den aktuellen DFÜ-Treiber an (zu DFÜ s. u.). Beim Aktivieren von "Details..." werden folgende Zusatzinformationen beim Modem abgefragt: Interrupt und Adresse (Port oder E/A-Adresse) des seriellen Anschlusses, UART (s. o.) und maximale Geschwindigkeit (s. o.), die Seriennummer des Modems und die Liste der Befehle, die das Modem versteht (s. o.). 

Über den Schalter "Wahlparameter" des Registers "Allgemein" im Dialogfeld "Eigenschaften für Modems" gelangt man ins Dialogfeld "Wahlparameter" zum Einstellen der Parameter für den Telefonanschluß. Außer dem normalerweise benutzten Telefonanschluß ("Standardstandort") können weitere Lokalitäten aufgenommen werden (z. B. Dienststellen außer Haus). Zum Hinzufügen eines weiteren Wahlparametersatzes aktiviert man das Schaltfeld "Neu..." und trägt einen Namen ein. Die folgenden Einstellungen gelten für den jeweils aktiven Standort. Die "Ortskennzahl" ist ohne führende Null (z. B. 40 für Hamburg) anzugeben, das "Land" auszuwählen. Wird eine Nebenstellenanlage benutzt, so muß die entsprechende Vorwahl hinter "Amtskennzahl ist:" abgelegt werden. Bei Telekartenaktivierung wird ein gesondertes Dialogfeld zur Konfiguration eingeblendet. Ist die Telefonanlage an eine neue digitale Vermittlungsstelle angeschlossen, muß als Wahlverfahren "MFV(Ton)" aktiviert werden. Bei dem alten noch weit verbreitete Impulswahlverfahren wird der Vermittlungsstelle jede Ziffer durch Impulse vorgezählt. Es kann beim Wählen am charakteristischen "Knattern" erkannt werden (also z. B. fünf Impulse oder fünf Mal Knattern für die 5). Bei der Tonwahl wird jede Ziffer durch zwei verschiedene Töne gekennzeichnet, die das Telefon gleichzeitig überträgt. 

  

Über den Schalter "Hilfe" im Register "Diagnose" (s. o.) bzw. das Thema "Wenn Modemprobleme auftreten" unterhalb des Hilfethemas "Fehlerbehebung" der allgemeinen Windows-Hilfe gelangt man zum "Ratgeber für Modems". Hier kann man versuchen, Fehleinstellungen aufzudecken, falls kein Verbindungsaufbau über das Modem zustande kommt. 

Einige der Konfigurationsmöglichkeiten sind auch über den Geräte-Manager gegeben. Im Dialogfeld "Eigenschaften für modell" des Geräte-Managers ist das Register "Modem" identisch mit dem Register "Allgemein" des gleichlautenden Dialogfeldes aus dem Programm "Modems", die Register "Einstellungen" entsprechen sich vollständig. 

Die Verbindung 

 Das Wahlziel ist i. a. der Modempool eines Anbieters kommerzieller Softwareprodukte ("Mailbox") oder einer wissenschaftlichen Einrichtung. Mailboxen werden zum Herunterladen von Treibern häufig kostenfrei, die Dienste der wissenschaftlichen Einrichtung gegen eine entsprechende Berechtigung zur Verfügung gestellt. Das Regionale Rechenzentrum der Universität Hamburg bietet seinen Nutzern unter der Telefonnummer 41532 Zugang zum Unix-Verbund und zum Internet. Zum Herstellen einer Verbindung mit einem anderen Computer besitzt Windows 95 die Programme "DFÜ-Netzwerk" und "HyperTerminal". HyperTerminal ermöglicht lediglich die Verwendung des eigenen PCs als Terminal (s. o.) für den angewählten Host. Das DFÜ-Netzwerk ist außer als Internetzugang auch als Terminal einsetzbar. 

Die Installation des DFÜ-Netzwerks erfolgt über das Programm "Software" aus der Systemsteuerung, Register "Windows-Setup". Dort aktiviert man die Option "Verbindungen", den Schalter "Details..." und im folgenden Dialogfeld das "DFÜ-Netzwerk". Bei der Installation wird der Ordner "DFÜ-Netzwerk" unterhalb des Arbeitsplatzes eingerichtet. Außerdem findet sich in der Liste des Registers "Konfiguration" im Dialogfeld "Netzwerk" der Eintrag "DFÜ-Adapter" bzw. "DFÜ-Treiber". Da über DFÜ-Adapter/Treiber auch Microsoft- und Novell NetWare-Netze angesteuert werden können, werden automatisch der Client für Microsoft- und NetWare-Netzwerke, das Protokoll NetBEUI sowie das IPX/SPX-kompatible Protokoll installiert (vergleiche auch den Artikel "Netzbetrieb mit Windows 95" in diesem Heft). Vor dem Einsatz des DFÜ-Netzwerks muß das Protokoll TCP/IP installiert und konfiguriert werden. Nach der Installation erscheint im Register "Konfiguration" des Dialogfeldes "Netzwerk" der Eintrag "TCP/IP" bzw. "TCP/IP -> DFÜ-Adapter". Zur Konfiguration von TCP/IP hinterlegt man den entsprechenden Eintrag und aktiviert den Schalter "Eigenschaften". Im Register "IP-Adresse" des Dialogfeldes "Eigenschaften für TCP/IP" aktiviert man die Option "IP-Adresse automatisch beziehen"; im Register "DNS-Konfiguration" ist der Eintrag für "Host:" beliebig, in das Feld "Domaine" wird die Domainenhierarchie eingetragen (wird vom Provider mitgeteilt, für das RRZ "rrz.uni-hamburg.de"), unter "Suchreihenfolge für DNS-Server" die Adresse eventuell mehrere Nameserver eingeben und über "Hinzufügen" in die darunterliegende Liste schieben (diese Einträge können hinterlegt und entfernt werden, Bemerkung analog Domaine, für das RRZ heißen die DNS-Server "134.100.33.240" und "134.100.9.61"), die restlichen Register beläßt man mit den Standardwerten. 

   

Vor dem Aufbau einer Verbindung richtet man sich im Ordner "DFÜ-Netzwerk" (s. o.) ein Symbol mit den Zugangsdaten ein. Dazu öffnet man den Ordner DFÜ-Netzwerk und startet das Programm "Neue Verbindung erstellen". Es meldet sich automatisch der Assistent "Neue Verbindung erstellen" (beim ersten Zugriff auf den Ordner erscheint das Dialogfeld "Microsoft DFÜ-Netzwerk", das nach "Weiter" zum Assistenten umschaltet). Im ersten Schritt gibt man eine frei wählbare Bezeichnung für das Wahlziel an. Sind mehr als ein Modem installiert, so wählt man gegebenenfalls das zum Einsatz kommende Modem aus und konfiguriert es (falls noch nicht geschehen, s. o.). Nach dem Betätigen des Schalters "Konfigurieren..." erscheint das Dialogfeld "Eigenschaften für modem", das neben den schon oben beschriebenen Registern "Allgemein" und "Einstellungen" das Register "Optionen" enthält. Über dies Register kann man sich vor und nach einer Verbindung ein Terminalfenster einblenden lassen, falls Terminalemulation an einem Host gewünscht wird. Ferner kann man eine Selbstwahl anstatt der automatischen Wahl verlangen, Wartezeit bei Kreditkartenbenutzung einstellen und das Statusfenster ausblenden. In Schritt 2 werden Ortskennzahl, Rufnummer und Landeskennzahl des Wahlziels eingegeben (genaueres s. o.). Schritt 3 schließt den Vorgang ab und legt ein Symbol mit dem Namen der Verbindung im Ordner "DFÜ-Netzwerk" ab. 

Über den Befehl "Eigenschaften" (Menü "Datei" oder Kontextmenü auf dem Symbol) besteht im Dialogfeld "wahlziel" die Möglichkeit, die im Assistenten gemachten Einträge zu ändern. Zusätzlich kann über den Schalter "Servertyp..." im Dialogfeld "Servertypen" in der Liste "Typ des DFÜ-Servers" die Art der Verbindung (das Verbindungsprotokoll) eingestellt werden. Neben PPP kann hier auch auf Novell NetWare- oder der Windows 3.11/Windows NT-Ebene gearbeitet werden. Die Option "Am Netzwerk anmelden" dient nur der Anmeldung in lokalen Netzwerken (also deaktivieren für TCP/IP), die Option "Verschlüsseltes Kennwort fordern" kann nur ein Windows NT-Server erfüllen (also deaktivieren für TCP/IP). Softwarekomprimierung sollte, falls möglich immer aktiviert werden. Die Protokolle NetBEUI und IPX/SPX sollten bei TCP/IP-Nutzung deaktiviert werden. Über den Schalter "TCP/IP-Einstellungen..." gelangt man ins gleichlautende Dialogfeld, in dem Erster und Zweiter DNS wie bei der Konfiguration von TCP/IP (s. o.) bestätigt werden (die restlichen Einstellungen verbleiben i. a. wie vorgegeben). 

   

Nach Beendigung des Assistenten erscheint im Ordner "DFÜ-Netzwerk" das Symbol "wahlziel". Zum Aufbau der Verbindung öffnet man das Symbol und trägt im Feld "Benutzername:" die Kennung (für eine Verbindung mit dem RRZ muß die Kennung durch ein großes P eingeleitet werden, z. B. "Pfw6a021"), im Feld "Kennwort:" das individuelle Paßwort für das Wahlziel und im Feld "Rufnummer:" die Telefonnummer des Wahlziels ein. Hinweis: Der Nebenstellenanlage des RRZ wird durch die drei hinter der Telefonnummer angegebenen Kommata die erforderliche Wartefrist gewährt; es handelt sich nicht etwa um einen Tippfehler ! Die Einträge werden bis auf das Paßwort gespeichert und erscheinen beim erneuten Verbinden automatisch. 

  

Über den Schalter "Wahlparameter..." lassen sich die oben beschriebenen Einstellungen nachträglich ändern. Nach dem Aktivieren von "Verbinden" beginnt der Wählvorgang. Kommt eine Verbindung zustande, so erscheint das Dialogfeld "Verbunden mit wahlziel", das die Übertragungsgeschwindigkeit und die Verbindungsdauer anzeigt. Gleichzeitig erscheint im Anzeigefeld der Task-Leiste ein Modemsymbol mit zwei Lampen. Bei Übertragung leuchtet die linke Lampe grün, beim Empfangen die rechte. Bei Stillstand sind die Lampen rot. Doppelklick auf dem Modem blendet ein Dialogfeld mit detaillierteren Angaben ein. Jetzt sind auch die Internet-Programme einsatzbereit. Öffnet man ein Internet-Programm (z. B. den Internet-Browser oder das Mail-Programm) ohne vorher eine Verbindung hergestellt zu haben, so wird zunächst das Dialogfeld "Verbinden mit" eingeblendet, über das die Einwahl nachgeholt werden kann. 

Kommt keine Verbindung zustande, so wird eine entsprechende Meldung ausgegeben. Häufig sind die Meldungen irreführend. So habe ich insbesondere bei mir festgestellt, daß bei Leitungsproblemen immer die Meldung "Die kompatiblen Protokolle für das DFÜ-Netzwerk, die als Einstellung für den Servertyp eingegeben wurden, waren unvereinbar", obwohl ich im Dialogfeld "Servertypen" außer dem notwendigen TCP/IP gar keine Protokolle aktiviert hatte. Abhilfe konnte ich manchmal damit schaffen, daß ich die Option "Softwarekomprimierung aktivieren" abgeschaltet oder die Übertragungsgeschwindigkeit herabgesetzt habe. Häufig hilft einfach ein erneuter Versuch. Insbesondere ist zu bemerken, daß das Herstellen einer Verbindung nicht immer leicht ist. Zunächst ist das richtige Einstellen aller Parameter ziemlich mühsam (deshalb hier auch die ausführliche Beschreibung). Stimmen dann die Parameter, ist vielleicht die Leitung besetzt oder eine gerade hergestellte Verbindung wird wieder gekappt. Bisweilen kommt es auch vor, daß der angewählte Computer nicht reagiert. 

Stehen die Parameter, so ist es bei Verbindungsproblemen günstig, die automatische Wahlwiederholung zu aktivieren. Dazu wählt man im Fenster "DFÜ-Netzwerk" die entsprechende Verbindung aus und gibt den Befehl "Verbindungen" "Einstellungen...". Im folgenden Dialogfeld aktiviert man die Option "Wahlwiederholung" und stellt die gewünschten Zahlen ein. 


Ursprüngliche Fassung vom 14.08.1996, Klaus Tormählen, E-Mail: tormaehlen@rrz.uni-hamburg.de

 Zuletzt geändert am 19.08.1999, Maibom; Yang Xiang