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Berichte und Papiere
ISSN 1613-7477

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Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere

109 / 2010: Migration.

 

ISSN 1613-7477.

Redaktion und Copyright dieser Ausgabe: Yvonne Nadler.

Letzte Änderung: 23. Juli  2010.

Inhalt:

1. Einleitung: Dokumentarfilme der türkisch-deutschen Arbeitsmigration

2. Anmerkungen

3. Literatur

4. Chronologische Filmographie



Dokumentarfilme der türkisch-deutschen Arbeitsmigration:
Ein Bericht und eine Filmographie.
Zusammengestellt von Yvonne Nadler.


Einleitung: Dokumentarfilme der türkisch-deutschen Arbeitsmigration

 

Mit dem Kommen der ersten „Gastarbeiter“ Ende der 1950er Jahre hat sich die BRD zu einem Einwanderungsland entwickelt. Die im Zuge der Anwerbevereinbarungen nach Deutschland übersiedelnden Migranten und ihre Familien bilden seither die größte Gruppe der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Einst als Ersatzheere für den Arbeitsmarkt angeworben, sind bis in die Gegenwart hinein neue Bevölkerungsgruppen und subkulturelle Milieus in der BRD entstanden. Bis heute jedoch fehlt es in Deutschland noch immer an einer allgemein akzeptierten Einstellung, wie das zukünftige Zusammenleben von Deutschen und Einwanderern aussehen könnte. Medien verleihen der Lebenswelt von Migranten und der Einwanderungsrealität – indem sie Möglichkeiten und Grenzen zukünftiger sozialer Veränderungen ausloten und (implizit oder explizit) an die politischen und sozialen Debatten des Problems anknüpfen – nicht nur Ausdruck, sondern stellen darüber hinaus auch Realität ordnende und deutende Instanzen dar, aus denen ein Wissen über Migration erst hervorgeht.

 

Seit etwa Mitte der 1990er Jahre hat am Gegenstand medialer Darstellung von Migranten ein verstärktes wissenschaftliches Interesse eingesetzt (vgl. Ruhrmann 2007, 6) [1]. Bis heute sind vor allem quantitative Inhalts- und Diskursanalyse zum Thema „Migranten in den Medien“ entstanden. Dabei beschränken sich die meisten Arbeiten auf die Printmedien. Jedoch gibt es auch vereinzelt Untersuchungen zum Fernsehen, die sich dann aber ebenfalls einer quantitativen Untersuchungsmethodik bedienen und vornehmlich auf Nachrichtenmagazine beschränken [2].

 

Seitdem die ersten Arbeitsmigranten im Zuge der Anwerbevereinbarungen nach Deutschland kamen, haben sich auch zahlreiche Dokumentarfilme des Themas angenommen. Das Korpus dieser Filme bietet sich an, wenn man eine vergleichend historische Perspektive anlegen will, in der nicht nur sich wandelnde film-ästhetische und inhaltliche Strategien der Darstellung und Dramatisierung der Begegnung der deutschen Kultur mit den Migranten beobachtet werden können, sondern dass sie auch Hinweise darauf enthalten, wie die Einwanderer zu einer gegeben Zeit betrachtet wurden, in welchen Modellen der Fremdheit sie erfaßt wurden, welche politischen Konzepte des Umgangs mit Arbeitsmigration zur jeweiligen Zeit vorlagen und welche oft abwehrenden Vorurteile gesellschaftlich verbreitet waren (und sind), die die Kommunikation zwischen den Bevölkerungsgruppen erschweren, wenn nicht sogar verhindern.

 

Es waren insbesondere die türkischstämmigen Migranten, die zu Protagonisten der Integrationsproblematik wurden. In dem Maße, wie sich die Tatsache der türkisch-deutschen Arbeitsimmigration als ein gesellschaftliches Problem herausstellte, haben sich nicht nur im TV- und Kinofilm Diskurse herausgebildet, in denen die Integrationsproblematik meist kontrovers behandelt wurde. Es bildeten sich thematische Schwerpunkte heraus, die sich zu „Motiven“ kondensierten, die sowohl narrative wie argumentative Potentiale eröffneten. Thematische Motive der Filme wie „Gastarbeiter“, „Rückkehr“, „Die zweite Generation“, „Die türkische Frau“ und „Kulturelle Verständigung“ (beziehungsweise „Integration“) nahmen immer Bezug zu den dominanten Mediendiskursen auf, sind darum Teil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um ein bis heute ungelöstes gesellschaftliches Problem.

 

Filme, die sich in den 1970er Jahren dem Motiv der Gastarbeiter angenommen haben, behaupteten sich zumeist als Korrektiv zur bundesdeutschen Wahrnehmung von Niederlassungstendenzen und sozialen Folgeproblemen. Viele Filme verknüpften ihren filmischen Gegenstand mit einem Appell nach solidarischem Zusammenschluss deutscher und türkischer Arbeiter und mit der Forderung nach Mitbestimmungsmöglichkeiten der Gastarbeiter (man denke an FÜR DEUTSCHE UND AUSLÄNDISCHE ARBEITER, 1973, Ch. Trautmann, K. Rosenthal, K. Koehler [*]). Die meisten dokumentarischen Arbeiten nehmen dabei eine sozialkritische Haltung gegenüber der Politik ein, die die Gastarbeiter unter rein wirtschaftlichen Aspekten als Arbeitsobjekte behandelte, ihnen keine Partizipationsrechte zugestand und den Niederlassungstendenzen mit Forderung nach Rückkehr und restriktiven Maßnahmen begegnete (wie in DIE INDUSTRIELLE RESERVEARMEE, 1970/71, Helma Sanders-Brahms). So wird in dem Film ALAMANYA ALAMANYA GERMANIA GERMANIA (1979, Hans A. Guttner) eine gänzlich neue Position, sich gegen die politische Diskussion stellende Position artikuliert: Besonders im Diskurs von „Fremdem und Eigenem“ (hier: das Gegenüber von türkischer und deutscher Kultur) positioniert sich der Film eine gegendiskursive filmische Realität. Die Gastarbeiter werden in diesem Film erstmals als Subjekte präsentiert. Die gesamte diskursiv entfaltete Realität ist aus ihrer Perspektive aufgebaut. Zudem liefert der Film mit seinem bewussten Verzicht auf die Darstellung fremder kultureller Phänomene keine Anhaltspunkte dafür, die eine Außenwahrnehmung als Fremde oder gar Strategien der Ausgrenzung legitimieren würden. Er stellt seine Erzähl-Realität diversen Texten von Gastarbeiter gegenüber (in Off-Kommentar, die die Erzählung begleiten), in denen Migranten ihre Isolation und Ausgrenzung beklagen. ALAMANYA ALAMANYA GERMANIA GERMANIA kann als Metapher auf eine von der deutschen Politik seinerzeit nicht zur Kenntnis genommenen Einwanderungssituation verstanden werden. Seine bewusst dem Geist der Zeit widersprechende Darstellung findet in einer Forderung nach der Gleichstellung der Gastarbeiter seinen logischen Abschluss.

 

Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre verorten sich dokumentarische Arbeiten innerhalb dieses Motivs zunehmend im Integrationskurs, indem sie alt gewordene Gastarbeiter als „noch immer fremd Gebliebene“ darstellen und mit Appellen zur Integration verbinden [3]. So kommen in den Filmen auch politische Gegenstrategien zum Ausdruck, die die bundesdeutsche Regierung erst mit dem Zuwanderungsgesetz von 2005 erstmals gesetzlich verankerte. Auch die dokumentarischen Arbeiten, die sich besonders in den letzten Jahren mit der Migrationsgeschichte auseinandersetzen, verorten sich im Integrationsdiskurs, indem sie mit ihrem filmischen Gegenstand eine Erklärung für die jetzige Einwanderungssituation geben und den Dominanzperspektiven entgegentreten, die den Migranten allein die Verantwortung für Abschottungstendenzen zuschreiben [4].

 

Auch die Filme, die sich dem Motiv der Rückkehr widmen, verorten sich als Gegenentwürfe, indem sie der Rückkehrforderung – eine „anonyme“ gesetzliche Maßnahmen, um für die Arbeitsmigranten Anreize zur Rückkehr ins Heimatland zu schaffen - sehr subjektive filmische Geschichten entgegensetzen. Es sind äußerst unterschiedliche Rückkehrmotive, die in den Filmen zum Ausdruck kommen [5]. Die Protagonisten der Filme befinden sich jedoch zumeist in einer Situation, die sie zu Fremden in zwei Welten hat werden lassen. Auch das Porträtieren von Familien nimmt in diesem Zusammenhang einen großen Raum ein. Die Familie wird in diesen Darstellung oft zu einem Ort der Geborgenheit, der den Einwanderern zwischen ihren Integrationsbemühungen und Rückkehrwünschen Kraft spendet. So stellt die Dokumentation RÜCKKEHR DER FAMILIE ARZIK (1982/83, Brigitte Krause/Michael Sombetzki) einen innerfamiliären Entfremdungsprozess in den Mittelpunkt und präsentiert die örtliche Trennung der Familie als Konsequenz einer auf restriktive Maßnahmen orientierten Politik.  Das Porträt einer türkischen Familie erklärt dabei soziale Prozesse sehr ausgiebig, liefert ein differenziertes Bild und steht der allgemeinen gesellschaftlichen Haltung entgegen,  die die türkischen Migranten in dieser Zeit zunehmend als Problem der Ausländerpolitik wahrnahm.

 

Das Motiv der zweiten Generation nimmt vor allem in der dokumentarischen Praxis einen sehr großen Raum ein. Bereits  Ende der 1970er Jahre begannen Regisseure ihren Fokus auf die Kinder der Gastarbeiter zu lenken, zunächst aus einer sozialkritischen Perspektive, in der die Kinder als Opfer einer schlechten Lernsituation, fehlender Integrationsbemühungen und schulischen Eingliederungsmaßnahmen erschienen [6]. Den meisten Dokumentationen liegt dabei die Intention zugrunde, die bundesdeutsche Öffentlichkeit auf soziale Missstände aufmerksam zu machen (vgl. besonders PRAKTISCH BILDBAR, 1982, Digne Meller-Marcovicz). Noch heute findet sich vor allem das Motiv der Bildungsintegration in dokumentarischen Arbeiten wieder. Zumeist werden hier jedoch „vorbildliche“ Modelle vorgestellt, mit denen hoffnungsvoll in die Zukunft geschaut wird [7]. Auch das Thema der Gewaltbereitschaft junger Migranten fand in den 1970er und 1980er Jahren eine erhebliche Beachtung, das jedoch wird hier nicht bildlich skandalisiert, sondern als Konsequenz der Chancenlosigkeit auf dem Bildungsmarkt differenziert durchleuchtet wird [8]. Heute sind es vor allem Rückzugstendenzen in den (islamischen) Glauben, die die Filme ursächlich mit Ausgrenzung und Nicht-Integriertheit von jüngeren Migranten darstellen [9].

 

Eines der am meisten beachteten Themen in diesem Motiv ist die kulturelle Identität. Besonders in den 1980er und 1990er Jahren wurden Kinder der Gastarbeiter dabei als zwischen zwei Welten stehende Heimatlose beschrieben, die sich weder in Deutschland noch in der Türkei bzw. in den kulturellen und identitätsstiftenden Traditionen ihrer Eltern zu Hause fühlen. Bis heute wird das „Zwischen den Kulturen Aufwachsen“ entlang der Darstellungskonventionen und etablierter Diskurse als etwas Schicksalhaftes dargestellt, das mit einer fatalen Folgerichtigkeit in einen Identitätskonflikt führt [10]. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang IM NIEMANDSLAND (1983, Hans A. Guttner), der eine Clique türkischer Jugendlicher porträtiert, die ausgehend  von ihrer Nicht-Integriertheitweder in die deutsche noch die elterliche Kultur eine eigene Ersatzwelt in der Nachahmung und -eiferung ihrer Idole Elvis Presley und James Dean suchen.

 

Ab Mitte der 1990er Jahre verlagerte sich der schicksalhafte Gestus auf die Darstellung von Identitätsfindungsprozessen. Das Zwischen-den-Kulturen-Aufwachsen wurde zunehmend als Grundlage verschiedener Selbstentwürfe, die sich noch in einem Stadium des Werdens befinden, repräsentiert [11]. Darüber hinaus stellen Filme wie DEIN LAND IST MEIN LAND (1989, Hans A. Guttner),  IN MIR LEBEN DREI KULTUREN (1995, Peter Kleinert) oder UNSER MANN OKTAY URKAL (1995, Martin Eigler) Bikulturalität als Normalität dar, die meistens durch Fremdzuschreibungen erst zu einem Problem wird.  Andere Arbeiten wie DIKKAT! WIR KOMMEN (1994, Yola Grimm) oder die zweiteilige Langzeitbeobachtung WAS LEBST DU? (2004, Bettina Braun) und WAS DU WILLST (2008, Bettina Braun) sind Ausdruck eines erstarkenden Selbstbewusstseins der zweiten Generation. Vor allem dokumentarische Arbeiten, die sich durch einen autobiografischen Zugang auszeichnen, zeugen davon (vgl. MEIN VATER DER GASTARBEITER, 1995, Yüksel Yavuz/Britta Ohm; ICH BIN DIE TOCHTER MEINER MUTTER, 1995/96, Seyhan C. Derin; WIR HABEN VERGESSEN ZURÜCKZUKEHREN, 2001, Fatih Akin; MEIN VATER DER TÜRKE, 2006, Marcus Vetter, Ariane Ricker).

 

Wurden die jungen Migranten in früheren Dokumentationen als zwischen zwei Ländern Stehende beschrieben, ist es heute vor allem die Kultur beziehungsweise Religion der Eltern und offen damit konfligierende „deutsche Modernität“, die die Pole des Dazwischen in den Filmen markieren. Darüber hinaus ist vor allem die soziale Marginalisierung Thema vieler dokumentarsicher Arbeiten, die sich mit dem Motiv der jungen Migranten beschäftigen (wie z.B. DEUTSCHLÄNDER, 1994, Irina Hoppe, oder WEIL DAS HIER NICHTS BESONDERES IST. TÜRKISCHE MÄDCHEN IN KÖLN-CHORWEILER, 2001, Lisa Glahn).

 

Der Dokumentarfilm MÄDCHEN AM BALL (BRD 1995, Aysun Bademsoy [12]) stellt dominanten Wahrnehmungs- und Darstellungsmustern von Angehörigen der zweiten Generation ein Porträt selbstbewusster Mädchen gegenüber, die das „Zwischen den Kulturen Stehen“ als Grundlage selbstdefinierter Identitätsentwürfe nutzen und dafür kämpfen so zu leben, wie sie es sich vorstellen. Mit ihrem Film porträtiert Bademsoy migrantische Charaktere, die in den Medien zur damaligen Zeit nicht präsent sind, und präsentiert Hybridität als Teil einer multikulturellen Normalität, in der Prozesse durch Kompromisse mit den Eltern gestaltbar erscheinen, der die Ausgrenzungsmechanismen der deutschen Charaktere jedoch gegenüberstehen. Der letzte Teil der Trilogie über Fußball spielende Mädchen zeigt jedoch, dass äußere und innere Faktoren die Mädchen letztendlich doch in ein Leben geführt haben, das nicht ihren Vorstellungen, die sie in den ersten beiden Teilen der Langzeitbeobachtung noch artikulierten, entspricht.

 

In dem Maße, in dem Bademsoy in ihrem Film selbstbewusste Frauen präsentiert, kann der Film auch als Gegenentwurf zu den Darstellungskonventionen der türkischen Frau verstanden werden. Frühere Arbeiten beschäftigen sich in einem sozialdidaktischen Gestus mit Akkulturationsprobleme der türkischen Frau, die sich aus ihrer Isolation und Einsamkeit in Deutschland ergeben (HILFE FÜR TÜRKISCHE FRAUEN: SACHEN ZUM NACHMACHEN, 1977, Axel Plantiko; VERLORENE WÜNSCHE, 1986, Renate Stegmüller/Raimund Koplin, oder REISE IN DIE KÄLTE, 1983, Mischka Popp/Thomas Bergmann).

 

Im Allgemeinen wird die Darstellung und Wahrnehmung der Migranten als Fremde auch in der dokumentarischen Praxis wesentlich durch eine Ethnisierung von Geschlecht bestimmt.  Kaum eine Dokumentationen – mit Ausnahme der Porträts von Arbeitsmigrantinnen (ICH BLEIBE HIER – EINE TÜRKIN IN WEST-BERLIN, 1983, Hannelore Schäfer, oder DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT, 1984/85, Jeannine Meerapfel) – kommt ohne einen Bezug zur patriarchalen Gewalt oder zumindest zum kulturell spezifischen Geschlechterverhältnis aus; Ausnahmen sind MAHREM, ÖFFNE DICH! TÜRKISCHE FRAUEN ZWISCHEN ISLAM UND MODERNE (2003, Hatice Ayten) oder JENSEITS DES SCHLEIERS (1995, Serap Dogu). Seit den 1980er Jahren beschäftigen sich viele Dokumentationen, wenn sie türkische Frauen in den Mittelpunkt stellen, mit Unterdrückung und patriarchaler Gewalt häufig entlang der Themen Ehrenmord und Zwangsheirat (MÄNNERRECHT – FRAUENLEID: TÜRKINNEN IN DEUTSCHLAND, 1981/82 Mehrangis Montazami-Dabui; ABDULLAH YAKOPOGLU – WARUM HABE ICH MEINE TOCHTER GETÖTET? 1986, Hans-Dieter Grabe, oder SIE HAT SICH BENOMMMEN WIE EINE DEUTSCHE, 2006, Gert Monheim).

 

Zudem wird die Kopftuch tragende Frau häufig implizit als Sinnbild eines Modernitätsdefizits, das patriarchale Geschlechterverhältnis in eine Differenz zur modernen deutschen Gesellschaft, gesetzt; man denke an Filme wie TÜRKINNEN BEI UNS: BERÜHRUNGEN (1985, Gretl Brand) oder FREMD IN ZWEI WELTEN (1991, Walter Harrich, Danuta Harrich-Zandberg). Nur wenige Ausnahmen stellen die türkische Kultur und die islamische Religion als Grundlage verschiedener Selbstentwürfe vor [13]. So werden in den meisten dokumentarischen Arbeiten diejenigen Frauen als gleichberechtigte und integrierte Frauen dargestellt, die ihre kulturelle Identität und Religiosität aufgegeben haben. Besonders in den letzten Jahren ist dabei das Motiv der Flucht bedeutend geworden [14]. Vorgestellt werden hier türkische Frauen, die sich erst aus patriarchalen und unterdrückerischen Verhältnissen befreien mussten, um nun selbstbestimmt leben zu können. Arbeiten, die sich keiner dramatisierenden filmischen Mittel bedienen, finden sich in diesem Zusammenhang nur selten (vgl. dazu aber VOR DER HOCHZEIT, 1996, Antonia Lerch, oder TÖCHTER ZWEIER WELTEN, 1990/91, Serap Berrakkarasu). So werden in der Dokumentation DER TAG, ALS ICH MEINER HOCHZEIT ENTKAM (2005, Rita Knobel-Ulrich), der sich mit der Flucht zweier junger türkischer Frauen vor der Zwangsverheiratung beschäftigt, filmische Strategien (Musik, Schnitt) eingesetzt, die dazu führen, dass der auf Traditionen orientierte Teil der türkischen Einwanderungsgesellschaft in diesem Film als fremd, nicht dazugehörig und bedrohlich erscheint.

 

Der Dokumentarfilm HOCHBURG DER SÜNDEN (2008, Thomas Lauterbach) ist eine der wenigen Ausnahmen, die sich durch eine starke Differenzqualität hinsichtlich etablierter Darstellungskonventionen auszeichnet. Die kopftuch-tragende Frau, die in anderen Dokumentationen und Medienformaten wie in DER TAG, ALS ICH MEINER HOCHZEIT ENTKAM oft nur eine anonyme Funktionsrolle einnimmt und in Beiträgen zur kulturellen Differenz und Fremdheit als filmische Untermalung dient, ist in diesem Film die Hauptakteurin. Auch die der türkischen Frau zugeschriebenen konventionalisierten Wesensmerkmale werden dabei aufgebrochen. Thomas Lauterbach macht mit seinem Film diejenige Frau sichtbar, die in anderen Dokumentationen nicht vorkommt – eine türkische Frau namens Aysel, für die Religion und Modernität durch einen inneren Öffnungsprozess keine Gegensätze mehr bilden. Darüber hinaus zeigt der Film jedoch auch, wie das stereotype Wahrnehmungsmuster der unterdrückten türkischen Frau solche Bilder noch immer überfrachtet (Inhalt des Theaterstücks Medea, das in dem Film inszeniert wird) und wie diese letztendlich in der filmischen Erzählung auch dazu führt, dass eine Frau wie Aysel, die sich nicht komplett anpassen und ihre religiösen Grundsätze ablegen will, nicht als gleichberechtigter Teil einer deutschen Gesellschaft akzeptiert und behandelt wird.

 

Ältere Arbeiten, die sich des Motivs der kulturellen Verständigung und Integration annehmen, verknüpfen ihren filmischen Gegenstand schon früh mit den Widersprüchen zwischen bundesdeutscher Politik und den gleichzeitig geäußerten Appellen nach gesellschaftlicher Partizipation der Migranten (vgl. etwa UNGELIEBTE NACHBARN ODER DIE ANGST VOR DER ÜBERFREMDUNG, 1976, Paul Karalus, oder WAHLRECHT FÜR AUSLÄNDER, 1989, Barbara Trottnow/Alfred Engler). Darüber hinaus behaupten sich viele dokumentarische Arbeiten der 1980er als erklärende Instanzen in einem politischen Migrationsdiskurs, in dem die kulturellen Eigenarten der türkischen Migranten zunehmend als Bedrohung einer auch politisch reklamierten „deutschen Leitkultur“ wahrgenommen wurden. So liegt vielen Dokumentationen die Intention zugrunde, die Kultur der Migranten den deutschen Zuschauern nahebringen zu wollen [15]. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken steht schon im Mittelpunkt vieler älterer Dokumentationen [16]. Auch das Thema der religiösen Verständigung findet sich in vielen Filmen der früheren Jahre wie etwa in HERR UGURLU SCHLACHTET EINEN HAMMEL – MUSLIME UND CHRISTEN IN DEUTSCHLAND (1982, Werner Kaltefleiter) oder auch in  ICH MUSLIM, DU CHRIST: VERSCHIEDENE RELIGIONEN LEBEN ZUSAMMEN (1989, Hanne Huntemann/Wolf-Rüdiger Schmidt). Eine Umdeutung zu einem Integrationshindernis erführ der Islam in Dokumentarfilmen der 1980er Jahre noch nicht. Wohl aber wurde früh schon angedeutet, dass aus dem Nebeneinanderleben religiöser Gruppen auch Konflikte entstehen können, wie in BLOSS KEIN MINARETT (BRD 1989, Angelika Schmidt-Biesalski), in der die Filmemacherin Befürworter und Gegner eines Moscheebaus in Pforzheim interviewt. Erst Ende der 1980er und vermehrt in den 1990er Jahren entstanden einige Dokumentationen, die eine Art „bedrohliche religiöse Parallelwelt“ vorstellen [17]. Außerdem  dokumentieren Filme schon in den 1990er Jahren das Fehlen einer allgemein akzeptierten Einstellung, wie die religiöse Integration muslimischer Migranten in Deutschland aussehen könnte. Ab dem Jahr 2000 entstehen immer mehr Filme, die ihren Blick in die Ausländerviertel lenken und in denen  ein positiver Gestus hin zum Gelingen der Integration innewohnt [18].

 

Ab dem Jahr 2001 rücken die vermeintlichen Parallelwelten in den Mittelpunkt dokumentarischer Auseinandersetzungen mit dem Integrationsthema (etwa in EISZEIT AN DER RUHR, 2002, Peter Schran, UNTER VERDACHT? – MUSLIME IN DEUTSCHLAND, 2001, Ulf Eberle, oder ZWISCHEN KARATE UND KORAN – MUSLIME IN KORNWESTHEIM, 2003, Ahmed Senyurt). Viele Dokumentationen (zu ihnen zählen 300 METER HEIMAT, 2003, Thomas Förster, RAP, KORAN UND OMA BONKE – NORDSTADT EIN DEUTSCHES VIERTEL, 2007, Ulrike. Brödermann/Torten Mehltretter/Matthias Pupat/Silvana Rosenzweig/Gülseren Sengecer, ALLAH UND ICH – MUSLIME IN BERLIN, 2004, Sabine Carbon oder DEUTSCHLAND SÜSSSAUER – EIN STEIFZUG DURCH EIN EINWANDERERLAND, 2009, Elika Meinert) siedeln ihren Gegenstand jedoch nicht an einer Polarisierung von gelungener und nicht-gelungener Integration an und präsentieren damit ein zukunftsoffenes Modell, in dem die Integration als andauernder Prozess dargestellt wird, der durchaus gelingen kann.

 

Besonders diejenigen Filme, die einen positiven Blick auf Einwandererviertel etablieren, behaupten sich innerhalb der Darstellungskonventionen von Parallelwelten und integrationsunwilligen Migranten als Gegenentwurf. Diese Filme können als Korrektiv zu einer zunehmenden in den Verruf geratenden multikulturellen Gesellschaft verstanden werden. Viele Filme, die sich mit ihrem Darstellungsgegenstand innerhalb des Integrationsdiskurses verorten, stellen zudem eine durchaus sozial differenzierte türkische Einwanderergruppe vor, die sich allein wegen ihrer Heterogenität einer konventionalisierten Deutung  als am schwersten zu integrierende Einwanderungsgruppe entzieht.

 

Der allgemeinen medialen Tendenz zur negativen Darstellung treten auch dokumentarische Arbeiten entgegen, die erfolgreiche Migranten vorstellen (z.B. GANZ OBEN: DEUTSCH – TÜRKISCH – ERFOLGREICH, 2007, Neco Celik, ZWISCHEN KEBAB UND KARRIERE, 1999, Norbert Kron, DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN, 2007, Annette Hoth, oder ERFOLGREICHE TÖCHTER – TÜRKINNEN MACHEN KARRIERE, 2003, Susanne Babila). Diese filmischen Betrachtungen stellen zwar zum Teil unreflektiert erfolgreiche integrierte Migranten vor und stellen somit implizit andere nicht-erfolgreiche Migranten als nicht-integriert dar [19]. Trotzdem bleibt in vielen dokumentarischen Arbeiten der gesellschaftliche Aufstieg nicht unreflektiert. Auch mit neuen stilistischen Mitteln wird dem problemhaften Gestus, mit dem Themen der Integration häufig in den Medien präsentiert werden, entgegengetreten. Ein Stilmittel, das sich in zwei neueren Dokumentationen wiederfindet, ist die Komik (vgl. z.B. DJANGOS REISE – ASÜL BEI DEN TÜRKEN, 2007 Elle Langer/Heike Raab/Ceylan Yildirim, und IMPORT/EXPORT, 2005/06, Eren Önsöz). Diese humoristischen Zugänge zeugen von einer langsamen Ausweitung des diskursiven Horizonts, in dem Migration dokumentarisch behandelt werden kann. Selbst in das Unterhaltungsformat der Doku-Soap fand das Migrationsthema bisweilen zwei Mal Einzug (STARKE HERZEN, 2007, Wilma Pradetto, und DIE ÖZDAGS, 2006, Ute Diehl).

 

In vielen dokumentarischen Arbeiten kommen implizit Zukunftsentwürfe hinsichtlich der Einwanderungsrealität zum Ausdruck. So ist zum Beispiel der Dokumentarfilm  HEIMVORTEIL (2008, Jan Gabriel) zwar eine filmische Erzählung über das Scheitern des Zusammenlebens zwischen Migranten und Einheimischen, deutet jedoch auch implizit durch seine filmische Gestaltung an, dass ein zukünftiges Modell der Einwanderungsgesellschaft Deutschland nur in einem Dialog entstehen kann.

 

Dokumentarfilme nahmen von Beginn an sozialkkritische Haltungen ein und lösten sich bereits in den Anfangsjahren der Migration von nationalistischen Diskursen (Überfremdung, Verlust der kulturellen Zentralwerte, Ghettoisierung der Städte etc.). Über die Dokumentarfilme wurden dabei nicht selten Wertungs-Positionen der Migranten eingenommen, vor allem die kulturelle Identitätsproblematik der Migranten verdeutlicht. Bis in die 1980er Jahre übernahmen dabei vornehmlich deutsche Filmemacher die Regie. Dass inzwischen zunehmend Filme von Angehörigen der „zweiten Migranten-Generation“ produziert werden, intensiviert den „realistischen Blick“ auf die innere Konfiguration einer Gesellschaft wie der deutschen. Gerade neuere Dokumentarfilme eröffnen in ihrer Zusammenschau einen Blick auf eine Gesellschaft, in der Identität nur noch in einem Gefüge von Erfahrungen von Alterität zustandekommen kann. Manche Effekte der Migration sind spezifisch, betreffen die türkische Minorität; andere (der Verlust von Heimat, das Auseinanderbrechen der Familie) dagegen sind viel allgemeinerer Art. Die in vielen Dokumentarfilmen mehr oder weniger explizit artikulierte Forderung nach Integration und Gleichstellung zeigt, dass dokumentarische Arbeiten in einem viel höheren Ausmaß als die Spielfilmproduktionen mit dem politischen Diskurs verbunden sind.

 

Im Allgemeinen – dies gilt hervorzuheben – driften die Diskurspositionen von Aktualitätsmedien und eher auf Langzeitbeobachtung ausgelegte Dokumentationen stark auseinander. Die meisten dokumentarischen Arbeiten stehen so der allgemeinen Negativisierung des Diskurses und einseitigen Darstellung von Migranten in den auf Aktualität ausgerichteten Medienformaten entgegen. Dokumentarische Darstellungs- und Thematisierungsformen beleuchten Bedingungen und Hintergründe von Phänomenen der multikulturellen Wirklichkeit Deutschlands und beziehen häufig eine Gegenposition gegen die jeweils dominierenden Vorurteile und (auch politisch artikulierten) hegemonialen Haltungen, so dass es ihnen möglich ist, die Lebenswirklichkeit von Migranten differenziert darzustellen, den erkennbar marginalisierten Migranten eine Stimme zu geben und die multikulturelle Realität Deutschlands als gestaltbares gesellschaftpolitisches Projekt darzustellen. Die Gesamtheit des Materials zeigt auch: Dokumentarfilme präsentieren und bewerten Migranten entgegen der Darstellungskonventionen in vielschichtigen Rollen.

 

Besonders solche Arbeiten, die bewusst dem Geist der Zeit widersprechen und andere Sichtweisen auf das Thema der Migration präsentieren, können dabei auch zu einer Erweiterung des Raumes der möglichen Positionierungen innerhalb des medialen Migrationsdiskurses beitragen und das Feld für neue filmische und mediale Zugänge öffnen. Dies ist besonders im Hinblick auf die Tatsache wichtig, dass Medien im Gesamt-Migrationsdiskurs eine wichtige Rolle einnehmen. Denn das Wissen der Mehrheitsgesellschaft über Migration erschließt sich weitgehend aus den Medien. So zeigen und bewerten zwar Dokumentarfilme Migranten in überaus vielfältigen Rollen. Aber erst wenn Vielfalt auch zur Normalität in anderen Berichterstattungsformaten wird und eine Abkehr von der Umdeutung der multikulturellen Realität als Bedrohung stattfindet, kann ein wirklich differenziertes Medienbild von Migration entstehen.

 

 

Anmerkungen

 

[*] Alle Filme sind deutsche Produktionen; auf eine Nennung des Produktionslandes habe ich darum in den filmographischen Angaben verzichtet.

 

[1] Aktuelle Herausgeberbände vgl. Schatz/Holtz-Bacha/Nieland (eds.) 2000; Butterwege/Hentges (eds.) 2006; Geißler/Pöttker, (eds.) 2005a; Butterwege/Hentges/Sarigöz (eds.) 1999. Forschungsüberblicke: zu Ergebnissen vor 2005 vgl. Müller 2005; zu Ergebnissen vor 2000 vgl.  Ruhrmann/Demren 2000.

 

[2] Der Grund für dieses Interesse liegt auch darin, dass diese Untersuchungen ihr Untersuchungsziel zuweilen auf die Medienwirkung ausweiten und Nachrichten vom Rezipienten gewöhnlich „mit einem hohen Vorschuss an Glaubwürdigkeit und Vertrautem bedacht“ werden (Ruhrmann 1994, 237). Vgl. die Studien von Ruhrmann/Sommer/Uhlemann 2006; Wellgraf 2008; Paulus 2007b und 2007a; Leenen/Grosch 2009;  Kühne-Scholand  1987.

 

[3] Vgl. AN RÜCKKEHR DENKEN WIR IMMER. ÜBER ALTE GASTARBEITER IN DEUTSCHLAND (1987, Hiltrud Fischer-Taubert/Horst Werner), DIE VERGESSENE GENERATION – VON „GASTARBEITERN“ DER ERSTEN STUNDE (1990, Dieter Sauter/Anita Bauer-Dure) oder WIR SIND IMMERNOCH FREMDE (1994, Christopher Sommerkorn).

 

[4] Vgl. Die Kompilationsfilme „DU NIX DEUTSCH?“ (2000, Ana Rios), FREMDLÄNDER – DEUTSCHLÄNDER: ALS DIE TÜRKEN KAMEN (2006, Monika Siegfried-Hagenow) oder ALS DIE GASTARBEITER INS FERNSEHEN KAMEN  (2006, Monika Siegfried-Hagenow). Die Dokumentationen IN VERSE HÜLL ICH MEINE BROTE (2001, Gülseren Suzan, Jochen Menzel), DIE WOLKEN SIE ZIEHEN DAHIN (2003, Gülseren Suzan/Jochen Menzel) und EMINE AUS INCESU (2006,  Barbara Trottnow) präsentieren eine rückblickende Perspektive entlang eines Porträts einzelner Personen.

 

[5] In MEHMET TURAN ODER NOCH EIN JAHR, NOCH EIN JAHR (1977, Dieter Grabe) sind die bereits „zurückgeschickten“ Kinder der Grund. Die Regisseurin Jeannine Meerapfel zeichnet in DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT (1984/85, Jeannine Meerapfel) das Porträt einer Gastarbeiterin, Melek Tez, die sich aufgrund der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit nach 14 Jahren in Deutschland zurück in die Türkei begibt. Die gesetzliche Rückkehrförderung hat die in dem Film RÜCKKEHR IN DIE TÜRKEI (1990, Klaus Helle/Marianne Tampl) dargestellten Familien zur Rückkehr bewegt.

 

[6] Vgl. GASTARBEITER – DIE ZWEITE GENERATION; CHANCENLOS – AUSSICHTSLOS? (1977, Ruprecht Eser/Otto Wiltert); IN ZWEI SPRACHEN (1975, Mehrangis Montazami-Dabui).

 

[7] Vgl. etwa ISLAM IM KLASSENZIMMER (1999, Margarethe Steinhausen) oder DAS TÜRKEN GYMNASIUM (2009, Mohcine El Ghomri)

 

[8] Vgl. WIR WOLLEN AUCH LEBEN (1978, Mehrangis Montazami-Dabui), GURBET (WILD TIGERS I und II (1979/80, Otto Wymann/Snezana Herceg), – DER KÖLSCHE HASAN (1980, Karl Wiehn),  PANTHERS, FIGHTERS UND CO. – DIE GANZ NORMALE GEWALT JUNGER TÜRKEN IN BERLIN (1991, Giovanni di Lorenzo/Lutz Konermann).

 

[9] Weniger spektakulär wie in DU HÄNGST EINFACH IN DER LUFT, JUNGE TÜRKEN UND KURDEN IN DEUTSCHLAND (1997, Nedim Hazar) und DIE KINDER DES KORAN. ÜBER JUNGE TÜRKEN IN DEUTSCHLAND (1998, Kadir Sözen) oder „investigativ“ "sensationalistisch" aufgebaut wie in ZWISCHEN KORAN UND COCA COLA (1997, Werner Thies) und WIR WOLLEN DEN WAHREN ISLAM – JUNGE MUSLIME IN DEUTSCHLAND (2002, Gisela und Udo Kiliman).

 

[10] Vgl. früherer Arbeiten: ZWISCHEN ZWEI WELTEN (1979, Lissi Mathes), VERLÄNDERT (B1983, Michael Lentz) oder  NIRGENDS IST MAN RICHTIG DA (1994, Aysun Bademsoy).

 

[11] Vgl. IRGENDWOHIN GEHÖREN. TÜRKISCHE MÄDCHEN IN BERLIN (1989, Gerlinde Böhm), KOPFTUCH UND MINIROCK: JUNGE TÜRKINNEN ZWISCHEN KORAN UND KARRIERE (1998, Jana Mathhes/Andrea Schramm) sowie ZWISCHEN RAP UND RAMADAN (2002, Margarete Mehring-Fuchs/Stefan Laur).

 

[12] Erster Teil einer Trilogie aus  NACH DEM SPIEL (1997, Aysun Bademsoy) und ICH GEHE JETZT REIN (2008, Aysun Bademsoy).

 

[13] Vgl. JEANS ODER KOPFTUCH – JUNGE TÜRKINNEN KEHREN AN DEN BOSPORUS ZURÜCK (1994, Ursula Höltermann). Zwar wird die türkische Kultur in dieser Dokumentation als männerdominiert präsentiert und auch als System  gezeichnet, die den Mädchen einen Platz als unterdrückte leidende Wesen zugesteht. Gleichzeitig jedoch erscheint der Islam, reflektiert durch die Aussagen einiger Mädchen, als Grundlage selbst definierter Identitätsentwürfe. Anders ist das wiederum in der ZDF-Dokumentation HASRET HEISST SEHNSUCHT (2004, Klaus Balzer). Zwar werden auch hier unterschiedliche türkische Frauen und Lebensgeschichten vorgestellt, jedoch wird die Kultur aus der sie kommen, als den Frauen auferlegtes Schicksal definiert, aus der sie sich erst befreien mussten, um selbstbestimmt leben zu können.

 

[14] Vgl. WENN DER VATER ZUM FEIND WIRD: ZWANGHSEHE UND EHRENMORD IN DEUTSCHLAND (2004, Rita Knobel-Ulrich), SERAPS EHRE (1999, Nura Chrystal Baisch), TÜRKISCHE HOCHZEITSREISENDE – FAMILIENEHRE VOR LIEBE? (2004, Susanne Babila), MEIN VATER WILL MICH UMBRINGEN – FRAUEN AUF DER FLUCHT VOR EHRENMORDEN (2005, Valentin Thurn und Kadriye Acar), ZUR EHE GEZWUNGEN – FRAUEN FLIEHEN AUS IHREN FAMILIEN (2005, Renate Bernhard/Sigrid Dethloff), DÖNER KOPFTUCH ZWANGSHEIRAT – WARUM NESHE NICHT HEIRATEN WILL  (2005, Gabriele Jenk).

 

[15] Vgl. WENN EIN AUGE WEINT, DAS ANDERE LACHT (1980, Nick Wagner), GEGENBESUCH (1980, Ingeborg Weber-Kellermann) oder WO ICH HERKOMM – EINE REISE INS LAND VON TURGUT Y (1981, Matthias Heeder/Monika Hielscher). Andere Filme stellen die Bedeutung der Religion für die türkischen Einwanderer in den Mittelpunkt: So z.B. WORAN WIR GLAUBEN (1983, Klaus Goldinger) oder ZUERST BIN ICH MENSCH, DANN TÜRKE (1989, Gerlinde Böhm).

 

[16] Vgl. WIE WIR UNS VERSTEHEN (1983, Michael Krey), MÖGEN DIE EICHEN NACH UNS WACHSEN (1985, Dietrich Schubert/Jutta Sozostak) oder DIE DEUTSCHPRÜFUNG (1990, Karl-Heinz Deickert/Abuzer Güler).

 

[17]  Vgl. GEGENWELT ISLAM: ZWISCHEN SCHARIA UND GRUNDGESETZ (1997, Peter Schran). Während die Dokumentationen DIE AYATOLLAHS VON KÖLN: RADIKALE MUSLIME IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (1988, Jürgen Roth/Yüksel Ugurlu) sowie IM SCHATTEN DES MINARETTS: ISLAMISCHE FUNDAMENTALISTEN IN DEUTSCHLAND (1997, Peter Rothammer) radikale Gruppierungen vorstellen, ergründen die Dokumentation ANGST VOR ALLAHS RUF (1997, Peter Schran) und IN ALLAHS UND IN GOTTES NAMEN – MUSLIME IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN KORAN UND GRUNDGESETZ (1996, Werner Kaltefleiter), warum der Islam für viele Deutsche etwas Fremdes und Bedrohliches darstellt.

 

[18] Vgl. HIER WOHNEN NUR NOCH TÜRKEN (2000, Martin Buchholz) und EIN HAUCH VON ORIENT – TÜRKISCHER ALLTAG IN NÜRNBERG GOSTENHOF (2000, Meinhard Prill). Die Dokumentation DIE TÜRKEN ODER WARUM FARUK EINEN GRÜNEN MERCEDES FÄHRT (2000, Rita Knobel-Ulrich)

 

[19] Vgl. auch DEUTSCHE POLIZISTEN (1999/2000, Aysun Bademsoy), WIE ZUCKER IM TEE (2001, Hatice Ayten) oder A GERMAN MIND WITH A TURKISH HEART (BRD/Türkei 2009, Murat Seker)

 

 

Literatur

 

Bayer, Julia / Engl, Andrea / Liebheit, Melanie (Hrsg.) (2004) Strategien der Annäherung. Darstellungen des Fremden im deutschen Fernsehen. Bad Honnef: Horlemann.

 

Bucher, Priska / Piga, Andrea (2009) Medien und Migration - ein Überblick. In: Medienrealitäten. Hrsg. v. Urs Dahinden u. Daniel Süss. Konstanz: UVK, S. 33-50.

 

Butterwege, Christoph / Hentges, Gudrun (eds.) (2006) Massenmedien, Migration und Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

 

Butterwege, Christoph / Hentges, Gurdrun / Sarigöz, Fatma (eds) (1999) Medien und Multikulturelle Gesellschaft. Opladen: Leske und Budrich.

 

Geißler, Rainer / Pöttker, Horst (2005) Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland. Bielefeld: Transcript.

 

Gür, Gürsel (1998) Das Türkeibild in der deutschen Presse unter besonderer Berücksichtigung der EU-Türkei-Beziehungen : eine Inhaltsanalyse für den Zeitraum 1987-1995. Frankfurt: Lang (Europäische Hochschulschriften. 31,348.).

 

Koschinski, Michael (1986) Fernsehprogramme als Mittel der Integration. Eine Untersuchung interkultureller Kommunikationsprobleme der türkischen Minderheit in der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Die Blaue Eule 1986 (Theater, Film und Fernsehen in der Blauen Eule. 2.).

 

Kühne-Scholand, Hildegard (1987) Die Darstellung der Ausländer im deutschen Fernsehen. Ergebnisse einer inhaltsanalytischen Untersuchung. In: Ausländer und Massenmedien. Bestandsaufnahme und Perspektiven. Vorträge und Materialien einer internationalen Fachtagung vom 2. bis 4. Dezember 1986. Hrsg. v. Gernot Dallinger/Dieter Schmidt-Sinns. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (Arbeitshilfen für die politische Bildung. Band 235.), S. 79-92.

 

Leenen, Rainer / Grosch, Harald (2009) Migrantenjugendliche in den deutschsprachigen Medien. In: Jugendliche im Abseits. Zur Situation in französischen und deutschen marginalisierten Stadtquartieren. Hrsg. v. Markus Ottersbach/Thomas Zitzmann. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 215-244.

 

Müller, Daniel (2005) Die Darstellung ethnischer Minderheiten in deutschen Massenmedien. In: Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland. Problemaufriss - Forschungsstand - Bibliographie. Hrsg. v. Rainer Geißler/Horst Pöttker. Bielefeld: Transcript Verlag, S. 83-124.

 

Nadler, Yvonne (2010) Dokumentarfilme der türkisch-deutschen Arbeitsmigration. Magisterarb. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Unveröffentlicht.

 

Paulus, Stanislawa (2007a) Muslimische Frauen in TV-Dokumentationen. In: Medien und Diversity. Dossier. Hrsg. v. Heinrich Böll Stiftung, S. 16-18, online: http://www.migration-boell.de/downloads/diversity/Dossier_Medien_und_Diversity.pdf (Stand 12.01.2009).

 

Paulus, Stanislawa (2007b) Ethnisierung von Geschlecht und die diskursive Reproduktion von Differenz in der Fernsehdokumentation „Fremde Nachbarn. Muslime zwischen Integration und Isolation“. In: Medien - Diversität - Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Hrsg. v. Ulla Wischermann/Tanja Thomas. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S.125-140.

 

Pöttker, Horst (2002) Wann dürfen Journalisten Türken Türken nennen? Zu Aufgaben und Systematk der Berufsethik am Beispiel des Diskriminierungsverbots. In: Publizistik  47,3, 2002, S. 265-279.

 

Ruhrmann, Georg (1994) Ereignis, Nachricht, Rezipient.  In: Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Hrsg. v. Klaus Merten/Siegfried J. Schmidt/Siegfried Weischenberg. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 237-256.

 

Ruhrmann, Georg / Demren, Songül (2000) Wie Medien über Migranten berichten. In: Migranten und Medien. Neue Herausforderungen an die Integrationsfunktion von Presse und Rundfunk. Hrsg. v. Heribert Schatz/Christina Holtz-Bacha/ Jörg-Uwe Nieland. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S. 69-81.

 

Ruhrmann, Georg / Sommer, Denise / Uhlemann, Heike (2006) TV-Nachrichtenberichterstattung über Migranten. Von der Politik zum Terror. In: Integration durch Massenmedien: Medien und Migration im internationalen Vergleich Hrsg. v. Rainer Geißler/Horst Pöttker. Bielefeld: Transcript, S. 45-75.

 

Schatz, Heribert / Holtz-Bacha, Christina / Nieland, Jörg-Uwe (Hrsg.) (2000) Migranten und Medien. Neue Herausforderung an die Integrationsfunktion von Presse und Rundfunk. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

 

Wellgraf, Stefan (2008) Migration und Medien: Wie Fernsehen, Radio und Print auf die Anderen blicken. Münster: LIT-Verlag.

 

 

 

Chronologische Filmographie

 

GASTARBEITER AUS DER TÜRKEI (BRD 1969, Kenan Ormanlar)

Länge: 00:13:00

Produktionsfirma: Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF)

Inhalt: Der Film versucht, Situation und Lebensumstände türkischer Gastarbeiter während ihrer Freizeit stellvertretend für alle Gastarbeiter in der BRD zu zeigen.

Sonstiges: Seminararbeit; Ormanlar wuchs in Istanbul auf. In Deutschland lebt er seit den frühen 1960er-Jahren. Er gehörte zu den ersten Absolventen der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), studierte aber auch am Deutschen Institut für Film und Fernsehen (DIFF) und am FOF.

Archiv: HFF, Präsenzbestand

 

DIE GASTARBEITER (BRD 1970, Edmund Wolf)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: Bayrischer Rundfunk

Inhalt: Filmbericht (s/w) über „Gastarbeiter“ in Deutschland am Beispiel der Stadt Augsburg. Edmund Wolf zeigt und kommentiert darin den sozialen Status von Gastarbeitern in der Bundesrepublik. (2. Teil der 6-teiligen Serie „Ein Land 25 Jahre später“)

Archiv:  Uni Oldenburg

 

DIE INDUSTRIELLE RESERVEARMEE (BRD 1970/71, Helma Sanders-Brahms)

Länge: 00:36:00

Produktionsfirma: Helma Sanders-Brahms

Inhalt: Der politisch didaktische Dokumentarfilm aus den 60er Jahren fügt Interviews und Bilder aus der Arbeits- und Freizeitwelt von Gastarbeitern in der Bundesrepublik zu einem kämpferischen Appell an die Solidarität zusammen.

Archiv: Deutsches Filminstitut (Präsenzbestand)

 

JETZT GEHEN WIR TÜRKEN VERHAUEN (BRD 1972/73, Horst Schwaab)

Länge: 01:00:00

Inhalt: Besteht aus drei Teilen, dessen Mittelpunkt ein Rollenspiel von 11 bis 13-jährigen Kindern aus einem Jugendfreizeitheim ist. Die Erziehergruppe hatte versucht mit dem Projekt, Vorurteile deutscher Kinder gegenüber ausländischen Kindern abzubauen, nachdem es im Heim, auf Spielplätzen oder in der Schule oft Konflikte zwischen diesen gegeben hatte.

Archiv: zentral; SDK/dffb; Matthias (Stand: Filmkatalog 1983); (16mm)

 

FÜR DEUTSCHE UND AUSLÄNDISCHE ARBEITER (BRD 1973, Ch. Trautmann, K. Rosenthal, K. Koehler)

Länge: 00:13:00

Präsentationsform: „Trickfilm“

Inhalt: Montage mehrere Fotos des Arbeitsablaufs eines Türkischen Gastarbeiters, die sich von einer Collage eines monoton wirkenden Arbeitsablaufs an der Fabrik einer Maschine zu einer Collage über psychischen Stress verdichtet. Höhepunkt des Films ist, das Zeigen eines Arbeitsunfalls, Abschluss des Films ein Aufruf zur Solidarität zwischen türkischen und deutschen Arbeitern (vgl. Schoenberner, Seilfried 1983, 73; 74; Bunz/Rager 1976).

Archiv: Deutsche Kinemathek Berlin (16mm) (Stand aktuell); Matthias; EMZ 2,4,10,12 (Stand: Filmkatalog 1983)

 

SIE DIENEN ALLAH UND DEN DEUTSCHEN (BRD 1973, Michael Brückner/Peter Heller)

Länge: 00:25:00

Inhalt: Dokumentarfilm, der die Situation türkischer Gastarbeiter in einer Eisengießerei bei Frankfurt schildert. Er analysiert die Rolle, die die Religion für die Arbeiter und die Firma spielt. Darüber hinaus transportiert der Film Sachinformationen zum islamischen Ritus. Probleme türkischer Gastarbeiter werden hier dargestellt, die aus ländlichen, vom Islam geprägten Gebieten in eine ihnen fremde, industrialisierte und säkularisierte Umgebung versetzt werden. Der Film zeigt ihre Anwerbung in ihrem Heimatland, die Situation am Arbeitplatz in einer deutschen Eisengießerei und ihre Isolation in Wohnheimen am Stadtrand (FK 1983)

Archiv: Landesfilmdienst NRW (16mm) (aktuell)

 

ZWISCHEN NIPPES UND ANATOLIEN (BRD 1974, Olrik Breckoff)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: WDR

In Co-Produktion mit: Bundeszentrale für politische Bildung

Inhalt: FK IN einer Reihe von Einzelporträts türkischer Familien in Köln werden zunächst jene Konflikte und Schwierigkeiten geschildert, denen sich die Familien in Deutschland gegenüberstehen. Soziale Probleme werden deutlich.

Archiv: Uni Oldenburg 

 

ANALPHABETEN IN ZWEI SPRACHEN (BRD 1975, Mehrangis Montazami-Dabui)

Länge: 00:36:00

Produktionsfirma: dffb

Präsentationsform: „featureartig“

Inhalt: „[..] der erste Film der persischen Filmemacherin […]. Anhand der schulischen Verhältnisse im Westberliner Türken-Ghetto Kreuzberg wird das völlig ungelöste Problem ausländischer Arbeiterkinder dargestellt“ (Mannheimer Morgen 11./12.10.1975) Ihre Integration gelingt selten oder gar nicht. Aber auch die Verbindung zur Heimat geht ihnen verloren, Die nicht vorhandene Bildung wird ihnen die Zukunft noch mehr erschweren als ihren Eltern, denn hier bei uns können sie nur schwer Fuß fassen und aus ihrer Heimat sind sie entwurzelt. Am Beispiel der Naunystraße im vorwiegend von türkischen Gastarbeitern bewohnten Berliner Stadtviertel Kreuzberg wird ein Skandal demonstriert: Die Situation der Gastarbeiterkinder (Verleihmitteilung zit. n. FK 1983)

Archiv: nicht mehr in der dffb vorhanden

 

INVENTUR – METZSTRASSE 11 (BRD 1975, Zelimir Zilnik)

Länge: 00:09:00

Produktionsfirma: Alligator-Film

Präsentationsform: Kurz-Dokumentarfilm

Inhalt: 1975. Der Film zeigt die Bewohner eines alten Mietshauses – überwiegend Gastarbeiter –, die sich und ihre Lebensumstände kurz vorstellen. Die Grundfrage lautet: Wie leben ausländische Arbeitnehmer in der Bundesrepublik. Der Film stellt drei Thesen auf und belegt sie mit dokumentarischen Aufnahmen.

(vgl. 58. Internationale Filmfestspiele Berlin)

Archiv: -

 

UNGELIEBTE NACHBARN ODER DIE ANGST VOR DER ÜBERFREMDUNG (BRD 1976, Paul Karalus)

Länge: 00:44:00

Im Auftrag von: WDR

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Inhalt: Berlin-Kreuzberg. In einem zum Abbruch bestimmten Haus wohnen mehr türkische als deutsche Familien. „Man muss mit diesen Leuten leben“, sagen sie und wären ihre ungeliebten ausländischen Nachbarn doch am liebsten wieder los. Welche Motive haben sie dafür? Fremdenhass? Rassenwahn? Die Szene ist deutlich. Türkische Bewohner prägen das Bild von Kreuzberg, bestimmen die Atmosphäre in den Häusern, auf den Straßen, in denn Schulen. Und beide Seiten beklagen sich, zeigen Vorurteile. […] In Kreuzberg wird viel getan, eine verfehlte Ausländerpolitik früherer Jahre zu korrigieren. Ausländer, dies wird spürbar, müssen in absehbarer Zeit Bürgerrechte erhalten, wenn aus ungeliebten Nachbarn gute Partner werden sollen“ (Verleihmitteilung zit. n. FK 1983)

Archiv: -

 

MEHMET TURAN ODER NOCH EIN JAHR, NOCH EIN JAHR (BRD 1977, Hans-Dieter Grabe)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: Sie verlassen ihre Heimat in der Absicht, ein, zwei Jahre in Deutschland zu arbeiten und hoffen, diese Zeit würde ausreichen, ihnen den ersehnten Wohlstand zu bescheren. Dann stellen sie fest, dass die Zeit nicht ausgereicht hat, und sie setzen sich eine neue Frist. So geht es weiter: "noch ein Jahr, noch ein Jahr". Darüber hinaus lassen sie die zeitliche Planung nicht gehen. Denn die Hoffnung auf viel Geld kann die beständige Sehnsucht nach Rückkehr in die Heimat nicht verdrängen. So beginnt bei den meisten "Gastarbeitern" der Riss durch ein Leben, dessen Planung sie überfordert. Einer von ihnen: der Türke Mehmet Turan.

Archiv: FH Hannover, Uni Oldenburg, Uni Bremen

 

KADIR (BRD 1977, Peter Lilienthal)

Länge: 01:15:00

Im Auftrag von: 3Sat

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Dokumentarfilm über den 20jährigen türkischen Gastarbeitersohn Kadir, der versucht, zwischen den traditionellen Vorstellungen seines Vaters und dem Freiheitsdrang seiner Schwester zu vermitteln.

Archiv: Uni Oldenburg

 

GASTARBEITER – DIE ZWEITE GENERATION; CHANCENLOS  - AUSSICHTSLOS? (BRD 1977, Ruprecht Eser/Otto Wiltert)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ZDF

Präsentationsform: Dokumentation

Inhalt: Dokumentation über Kinder ausländischer Eltern in Köln.

Archiv: Uni Oldenburg

 

HILFE FÜR TÜRKISCHE FRAUEN: SACHEN ZUM NACHMACHEN (BRD 1977, Axel Plantiko)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Türkische Frauen in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten am Fließband, versorgen die Familien und sind isoliert. In Remscheid hat sich eine Gruppe der evangelischen Clarenbach- Gemeinde dieses Problems angenommen. Ihr Angebot: Sprach- und Nähkurse, gemütliches Beisammensein.

Archiv: -

 

DER BOXER AUS KARS (BRD 1977, Thomas Tanner)

Länge: 00:48:00

Produktionsfirma: dffb

Inhalt: Porträt eines Kindes von Gastarbeitern, der Boxen als seine einzige Chance auf ein erfolgreiches Leben sieht. Der Film begleitet den vielversprechenden Amateur-Boxer aus West-Berlin eine Woche lang, bei seiner Aushilfstätigkeit im Geschäft seines Vaters, beim Training - zwischen zwei Kampfsonntagen.

Archiv: dffb

 

desORIENTiert (BRD 1977, Aysim Atsis/Yagmur Atsis)

Länge: 00:44:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Schulische Integrationsproblemen von türkischen Kindern und die Tatenlosigkeit der deutschen sowie türkischen Regierung stehen als Thema im Mittelpunkt dieses Films. Die türkischen Journalisten Aysim und Yagmur Atsis untersuchen neue Unterrichtsmodelle und stellen weitere Lösungsvorschläge vor, wie unter Beibehaltung der jeweiligen nationalen Identität Chancengleichheit für alle Kinder gewährt werden kann.

Archiv: -

 

ZWISCHEN BERLIN UND ANATOLIEN (BRD 1977, Hartmut Deckelmann)

Länge: 00.42:00

Produktionsfirma: unabhängig

Inhalt: „Der Film behandelt das ‚Gastarbeiter’- Problem auf eine besondere Art und Weise: er zeigt die türkische Familie Yildiz in Berlin-Kreuzberg, die sich selbst in Interviews darstellt. So wird deutschen wie ausländischen Zuschauern die Hauptproblematik vermittelt: die Zerrissenheit der Familie, die Entwurzelung aus dem eigenen Milieu, die Hoffnung auf eine Rückkehr die nicht erfüllt, die Schwierigkeit, sich in Deutschland zu integrieren. Der Film besteht aus sich abwechselnde Äußerungen der Familienmitglieder. Er verzichtet auf einen Kommentar“ (Verleihmitteilung zit. n. FK 1983)

Archiv: -

 

SO SIND WIR ODER IZMIR LIEGT BEI EHRENFELD (BRD 1977, Paul Ellmerer/Paul Karalus/Barbara Lamsfurt)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Porträt über eine türkische Familie. Altai Kasim kam als Gastarbeiter nach Deutschland und holte schließlich seine Familie nach. Heute haben alle einen Arbeitsplatz in Deutschland. Trotzdem sind sie nicht glücklich. Sie vermisse ihre Heimat. „Die Kasims sind stolz auf ihre Heimat. „so sind wir!“, erzählen sie und sprechen von ihrer Heimat in einer Weise, die dem Zuhörer klarmacht, dass kein Wohlstand westlicher Prägung wettmachen kann, was diese Menschen verloren haben. Der Film ist kein Gastarbeiterfilm. Eher ein Film über Menschen, die einer Welt nachtrauern, wie wir sie uns alle ersehnen“ (vgl. FK 1983)

Archiv: -

 

RÜCKKEHR IN DIE HEIMAT (BRD 1978, Hedwig Wimmer/Hannelore Kelling)

Länge: 00:27:00

Im Auftrag von: SWF

Inhalt: „Der Film begleitet eine dreiköpfige türkische Familie bei ihrem Urlaub in der Türkei. Die Tochter Jale, in Karlsruhe geboren, sollte ihre Heimat in der südöstlichen Türkei kennenlernen. Die Eltern Jusuf und Perwin haben vier Jahre dafür gespart“ (vgl. FK 1983)

Archiv: FH Emden

 

WIR WOLLEN AUCH LEBEN (BRD 1978, Mehrangis Montazami-Dabui)

Länge: 01:11:00

Produktionsfirma: dffb

Inhalt: Fortsetzung von Analphabeten in zwei Sprachen. Der Film porträtiert einige Jugendliche nach der Schule und ihre Probleme. Viele von ihnen sind kriminell geworden. Der Film beleuchtet Ursachen und Hintergründe. Porträt eines türkischen Jugendlichen, der beispielhaft für alle gelten soll. Er ist kriminell geworden

Archiv: nicht mehr in der dffb vorhanden, eventuell über Freunde der deutschen Kinemathek zu bekommen

 

ALAMANYA ALAMANYA GERMANIA GERMAN IA (BRD 1979, Hans A. Guttner)

Länge: 00:22:00

Im Auftrag von: unabhängig

Produktionsfirma: Guttner-Film

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Regisseur Hans A. Guttner hat Texte von Italienern und Türken über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen in Deutschland gesammelt und sich dann dazu "klassische" Bilder gesucht: Schlüsselsituation wie die Einreise, den Arbeitsplatz, das Quartier, den Bahnhof etc. Der 1979 entstandene Film wirft einen Blick auf die ersten Jahrzehnte der "Gastarbeiteranwerbung", die offiziell 1973 mit dem Anwerbestopp endete.

Archiv: DGB Bildungswerk

 

BERLIN – DAS KOMMT MIR TÜRKISCH VOR (BRD 1979, Horst Cierpka)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF

Präsentationsform: Feature

Inhalt: „Der Autor besuchte drei türkische Familien in Berlin und beobachtete ihren Alltag, sprach mit ihnen über die Sorgen, machte ihre Fest und Riten mit, die sie von weither mitgebracht haben und die sie pflegen, er zeigt den Alltag eines Arbeiters und seiner Familie, den eines Gewerbetreibenden und eines Handwerkers. Den Alltag von drei Familien unter mehr als 30 000 [Türken in Berlin]“ (vgl. FK 1983)

Archiv: -

 

DIE RÜCKKEHR DER FAMILIE BULUT (BRD 1979, Sabri Özaydin)

Länge: 00:38:00

Produktionsfirma: HFF

Inhalt: Das Ehepaar Ömer und Ayse Bulut, das seit zehn Jahren in der Bundesrepublik lebt und arbeitet, beschließt mit seinen vier Kindern, wieder in die Türkei zurückzukehren. Ömer hofft darauf in seiner Heimat eine Existenz aufbauen zu können. Seine Frau unterstützt ihn in seinem Vorhaben, das sie die Fabrikarabiet körperlich nicht mehr erträgt. Der Regisseur und langjährige Freund der Familie hat sie bei ihrer Rückkehr und in den ersten Wochen zurück in der Heimat begleitet (vgl. FK 1983)

Archiv: HFF

 

WENN FERN AUS DER TÜRKEI (BRD 1979, Usch Madeisky/Klaus Werner)

Länge: 00:36:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: Alltag einer Gastarbeiterfamilie. Die 14-jährige Tochter kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister. „In dieser traditionellen Familienwelt sind die Werte, die die Kinder über die Schule von den deutschen Kindern mitbringen, Störfaktoren. Die Kinder fangen an sich im Gegensatz zu den Eltern moderner zu kleiden, die Autorität der Eltern nimmt ab. Nicht auch zuletzt, weil sie auf ihre Kinder in zunehmendem Maße, zum Beispiel, wenn es um das Übersetzen von deutschen Texten geht, angewiesen.

Archiv: Privatarchiv der Regisseure, kostenpflichtig, Colorama Filmproduktion: Email: werner@coloramafilm.de

 

ZWISCHEN ZWEI WELTEN (BRD 1979, Lissi Mathes)

Länge: 00:45:00

Produktionsfirma: HFF

Inhalt: Probleme türkischer Jugendlicher, die in Deutschland leben. Wie werden sie mit dem Kulturunterschied fertig, wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Der Film beginnt mit einem deutsch-türkische Laienspieler, in dem auch die türkischen Jugendlichen  zwischen 14 und 20 Jahren mitspielen, die danach im Film zu Wort kommen und ihre eigene Lebenssituation schildern (vgl. FK 1983).

Archiv: HFF

 

GURBET (WILD TIGERS I und II (BRD 1979/80, Otto Wymann/Snezana Herceg)

Länge: 01:05:00

Produktionsfirma: HFF

Inhalt: „Otto Wymann beschreibt in seinem Film die Integrationsschwierigkeiten türkischer Jugendlicher, wo scheinbar unmotivierte Aggressionen ihre Wurzeln haben, und erweckt Verständnis für die Reaktionen dieser gesellschaftlichen Minderheit, die oft genug wegen eben dieser Schwierigkeiten mit dem Gesetz in Konflikt geraten“ (FK 1983).

Archiv: HFF

 

WENN EIN AUGE WEINT, DAS ANDERE LACHT (BRD 1980, Nick Wagner)

Länge: 00:43:00:

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Der Film spielt in Duisburg, wo damals etwa 60 000 Menschen türkischer Herkunft lebten. „Das gibt kulturelle und soziale Probleme. Statements von Türken und Deutschen. Versuchen von Integration stehen Aggression und Ablehnung beiderseits gegenüber“ (FK 1983).

Archiv: -

 

KRAFTPROBEN – DER KÖLSCHE HASAN (BRD 1980, Karl Wiehn)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Autor und Regisseur Karl Wiehn beobachtete acht Jahre lang einen türkischen Jungen, um ein Portrait eines Gastarbeiters der „zweiten Generation“ zu zeichnen. Die Filmaufnahmen dieser Langzeitstudie beginnen im Jahre 1973 und enden 1980. Hasan Gülerman aus Izmir kam 1965 als jüngster Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie nach Köln. Seine Hoffnungen und Ängste, der berufliche Werdegang und sein Privatleben werden dokumentiert. Dabei dokumentiert der Film auch Hasans Scheitern und seinen Weg in die Kriminalität, auf dessen Dokumentierung Wiehn jedoch verzichtete.  (Filmkatalog 1983).

Archiv: -

 

GEGENBESUCH (BRD 1980, Ingeborg Weber-Kellermann)

Länge: 00:43:00

Im Auftrag von: HR

Inhalt: Der Film dokumentiert eine Reise in die Türkei, um Verständnis für die Sitten der Gastarbeiterfamilien in Deutschland zu erwecken .Der Film „verrät viel über die Ursachen, jener Verhaltensweisen, die uns hier, in der Bundesrepublik, so rätselhaft erscheinen“ (Produktionsmitteilung zit. n. FK 1983).

Archiv: -

 

SCHMELZTIEGEL RUHRPOTT – POLNISCHE ERFAHRUNGEN UND TÜRKISCHE ÄNGSTE (BRD 1981, Marie-Elisabeth Simmat)

Länge: 00:43:08

Im Auftrag von: NDR

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Ausstrahlung: 17.07.1981, 21:45 Uhr

Inhalt: Das Heimweh der Einwanderungsgeneration, die Zeit der polnischen Gettos, der Hass zwischen Polen und Deutschen ist fast vergessen. Geblieben ist bei den deutschen Enkeln die Erinnerung an die fröhlichen polnischen Feste bei den Großeltern, die aus Polen kamen. Seit 100 Jahren ist der Ruhrpott ein Schmelztiegel [damals kamen Einwanderer aus den preußischen Ostprovinzen in das Ruhrgebiet], eine Region, die erst durch den Zustrom fremder Arbeitskräfte zu Europas größtem Industrierevier werden konnte. In ihrer Reportage sucht Marie-Elisabeth Simmat nach den Spuren der polnischen Einwanderer, die im Ruhrgebiet eine neue Heimat fanden. Zugleich zeigt sie, warum Türken heute Angst haben vor dem

Schmelztiegel, der ihnen zwar immer noch Arbeit, aber kaum eine Heimat bietet“ (DRA) und zeigt den Alltag der türkischen Einwanderer, indem er parallelen zu der Einwanderung er Polen zieht und mit dem Ergebnis der trotz Problem geglückten Eingliederung der Polen in die deutsche Gesellschaft, in die Zukunft blickt.

Archiv: Uni Oldenburg

 

WO ICH HERKOMM – EINE REISE INS LAND VON TURGUT Y. (BRD 1981, Matthias Heeder/Monika Hielscher)

Länge: 00:43:44

Produktion: NDR in Koproduktion mit Rhizom-Film

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Ausstrahlung: 12.11.1981

Inhalt: „Monika Hielscher und Matthias Heeder berichten über die Familie Y. aus der Türkei. Sie filmten Turgut an seinem Arbeitsplatz, einem Hamburger Sägewerk, und mit Frau, Kindern und Freunden in seiner

Wohnung. Nach neun Jahren in der Fremde, hat er aufgehört Deutschland als Traumland aller Türken zu

bezeichnen. Beim Gegenbesuch in der Türkei arbeitete das Filmteam unter erschwerten Bedingungen.

Erst nach Monaten lag eine Drehgenehmigung vor. Die Polizei und ein ziviler Aufpasser bestimmtem

allerdings was gefilmt werden durfte und was nicht“ (DRA).

Archiv: -

 

GASTARBEITERTÖCHTER (BRD 1981)

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Tagesablauf, familiäre Bedingungen und Perspektiven dreier ausländsicher Mädchen in Köln. Der Fokus liegt auf ihrer Integrationsschwierigkeit und den daraus resultierenden gesellschaftlichen Konflikten.

Quelle: Toker 1996

 

MÄNNERRECHT – FRAUENLEID: TÜRKINNEN IN DEUTSCHLAND  (BRD 1981/82 Mehrangis Montazami-Dabui)

Länge: 00:43:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: „Seit Januar 1981 sind allein in Berlin sieben türkische Frauen und Mädchen von ihren Männern oder Freunden umgebracht worden oder haben den Freitod gewählt […] Die filmische Dokumentation beginnt in einem Westberliner Krisenzentrum für psychische Geschädigte. […] Junge türkische Mädchen schildern ihre Erfahrungen mit der Familienmoral und fordern Gleichberechtigung. Von türkischen Jungen hören wir im Film, dass sie die elterliche Moralvorstellung zu ihrer Eigenen gemacht haben, obwohl sie seit frühester Kindheit in Deutschland leben und oft hier geboren sind. Türkisch- islamische Fanatiker erklären, was Frauen und Mädchen islamischen Glaubens verboten ist, und ein türkischer Arzt berichtet von seinen Erfahrungen bei Mädchen, die sich diesen verboten widersetzt haben“ (FK 1983)

Archiv: -

 

HERR UGURLU SCHLACHTET EINEN HAMMEL – MUSLIME UND CHRISTEN IN DEUTSCHLAND (BRD 1982, Werner Kaltefleiter)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF

Präsentationsform: Dokumentation

Inhalt: Dokumentation über religiöse Verständigungsprobleme von Christen und Moslems am Beispie4l der Stadt Ahlen, in der jeder zweite Einwohner türkischer Nationalität ist. „In der Dokumentation kommen die Betroffenen beider Seiten zu Wort […] Die Konflikte liegen auf der Hand, aber auch die Chancen, sich besser kennen zu lernen als anderswo“ (FK 1983).

Archiv: -

 

PRAKTISCH BILDBAR (BRD 1982, Digne Meller-Marcovicz)

Länge: 01:12:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: Porträt über einen 12-jährigen Sohn von Gastarbeitern, der aus eigentlichen Sprachproblemen, in eine Schule für „Parktisch Bildbare“ (damaliger Ausdruck für geistig unterentwickelte Kinder) geschickt wird.

Zitat Regisseurin: „Damals sehr unterdrückt worden. Vom ZDF bekam ich nur zu hören: Den Film zeigen wir jetzt nicht mehr. Türkenfilme hat ja jeder“

Archiv: Privat

 

DIE SEREFS, DIE KONURALPS UND WIR (BRD 1982, Malte Rauch)

Länge: 01:00:00

Produktionsfirma: WDR in Koproduktion mit Rauch-Film

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Dokumentarfilm über zwei türkische Familien in Deutschland.

Archiv: -

 

DIESE ARBEITSNIEDERLEGUNG WAR NICHT GEPLANT“ (BRD 1982, Thomas Giefer)

Produktionsfirma:

Im Auftrag von: WDR:

Inhalt: Dokumentation über den Ford-Streik von 1973, der erste größere Arbeitskampf in der Bundesrepublik Deutschland, der vor allem von türkischen Arbeitsmigranten getragen wurde

Archiv: Privat

 

DIE RÜCKKEHR DER FAMILIE ARZIK (BRD 1982/83, Brigitte Krause/Michael Sombetzki)

Länge: 01:00:00

Produktion: Trigon Film in Koproduktion mit ZDF und Filmförderung Hamburg

Inhalt: Porträt über eine Familie, die zum Teil in Deutschland und der Türkei lebt.

Archiv: Privat

 

ICH BLEIBE HIER – EINE TÜRKIN IN WEST-BERLIN (BRD 1983, Hannelore Schäfer)

Länge: 00:43:00

Produktionsfirma: -

Im Auftrag von: NDR

Präsentationsform:

Inhalt: „Als sie 1964 aus Istanbul nach West-Berlin kam, war sie 20 und hatte einen Arbeitsvertrag bei Telefunken als Monteurin. Filiz gehörte zu einer der ersten Frauengruppen, die aus der Türkei in die Bundesrepublik vermittelt wurden, um am bundesdeutschen Wirtschaftswunder mitzuhelfen. Und wie die meisten Arbeitsemigranten blieb Filiz länger als nur ein Jahr. Sie begann sich zu politisieren, trat in die Gewerkschaft ein, wurde in den Betriebsrat gewählt; inzwischen war sie auch verheiratet und hatte ein Kind. Doch dann - wegen privater Probleme - ist sie in die Türkei zurückgegangen. Drei Jahre blieb sie, dann verließ sie zum 2. die Heimat: aus finanziellen Gründen, um der Tochter eine bessere Schulausbildung zu ermöglichen, und weil sie nach elf Jahren Ausland in der Türkei nicht mehr zurechtkam“ (DRA)

Archiv: Uni Hildesheim

 

VERLÄNDERT (BRD 1983, Michael Lentz)

Länge: 00:16:00

Produktionsfirma: Oase Film

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: „Michael Lentz' Dokumentarfilm porträtiert die junge Türkin Tina, die elf Jahre alt war, als ihr Vater die Familie aus der Türkei nach Deutschland holte. Rückblickend berichtet die junge Frau von den Schwierigkeiten, welche ihr die fremde Sprache, die andere Kultur und die neue Umgebung bereiteten“ (Filmportal)

Archiv: -

 

MUSTAPHA GEHT NACH HAUSE – GASTARBEITER WERDEN UNTERNEHMER (BRD 1983, Peter Grubbe)

Länge: 00:42:14

Produktion: NDR

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Sendung: 22.07.1983, 21:45 Uhr

Inhalt: „13 Jahre lang war Mustapha Vurulkan Gastarbeiter in der Bundesrepublik. Am 1. April ist er in die Türkei zurückgekehrt. Von seinem in Deutschland ersparten Geld hat er in seiner Heimat eine kleine

Yoghurt-Fabrik aufgebaut, die jetzt ihn und seine Familie ernährt.[…] Mit spürbarer Hilfe aus der Bundesrepublik lassen sich die meisten [Gastarbeiter] auf eine gesunde finanzielle und technische Basis stellen. Dieses Modell eröffnet sicherlich keine vollständige Lösung des Gastarbeiterproblems. Es könnte aber sehr wesentlich dazu beitragen, wenn die deutsche Unterstützung intensiviert würde“ (DRA)

Archiv: -

 

PLÄDOYER FÜR DAS GHETTO – MINDERHEITEN BEI UNS UND ANDERSWO (BRD 1983, Christian Herrendörfer)

Länge: 00:43:17

Produktion: NDR

Sendung: 13.05.1983, 21:45 Uhr

Inhalt: „Koreaner in Los Angeles - Türken in Berlin. Am Beispiel der Koreaner in Los Angeles wird gezeigt, wie eine ethnische Minderheit ihre Eigenart im fremden Land bewahren kann, ohne sich zu isolieren.

Archiv: -

 

WIE KANNST DU HIER LEBEN –AUSLÄNDISCHE MITBÜRGER UND IHRE KUNST (BRD 1983, Peter Emmer)

Länge: 00:43:13

Produktion: BR

Inhalt: „Im Mittelpunkt stehen der türkische Maler Hanefi Yeter aus Berlin, die italienische Theatergruppe I MACAP aus Frankfurt, der jugoslawische Holzbildhauer Mile Prerad aus Menden. / Sie werden vorgestellt in ihrem privaten und beruflichen Hintergrund und äußern sich zu Motivation und Zielen ihrer Kunst. / Gemein ist ihnen der Versuch, die existenziellen Nöte der Fremdarbeiter in der BRD darzustellen, Isolation und Einsamkeit in einer fremden, sie häufig verachtenden Kultur“ (DRA).

Archiv:  -

 

JETZT LEBE ICH ABER IN DEUTSCHLAND (BRD 1983)

Länge: 00:29:00

Produktion:

Im Auftrag von:

Präsentationsform:

Inhalt: Der Film schildert die beginnende Freundschaft eines 11-jährigen türkischen Jungen mit einem deutschen Schulkameraden und demonstriert am Beispiel dieser Freundschaft die Identitäts- und Identifikationsprobleme ausländischer Kinder in der bundesdeutschen Umgebung.

Archiv: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg

 

VON DER TÜRKEI NACH DEUTSCHLAND (BRD 1983)

Länge: 00:30:00

Produktion:

Im Auftrag von:

Präsentationsform:

Inhalt: Der Film zeigt den Weg des türkischen Jungen Halil und seiner Familie aus ihrem türkischen Dorf in die Bundesrepublik Deutschland. Halil ist neun, als seine Eltern nach Deutschland gehen. Er wird von den Großeltern aufgezogen. Als 16-jähriger folgt er seiner Familie nach München. Die schmerzliche Trennung von den Eltern, das Alltagsleben im Dorf und die ersten Eindrücke in Deutschland werden aus Halils Perspektive dargestellt.

Archiv: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg

 

IM NIEMANDSLAND (BRD 1983, Hans A. Guttner)

Länge: 01:15:00

Im Auftrag von: Unabhängig

Inhalt: "Im Niemandsland" zeichnet das Porträt von Kindern von Arbeitsmigranten, die in Deutschland aufgewachsen sind. Der Film zeigt den Alltag und die Lebensbedingungen dieser Jugendlichen und erzählt von ihren Hoffnungen und Träumen. Türkische Jugendliche sprechen von Deutschland als dem "kleinen Amerika". Dabei sieht die Realität oft anders aus: schlechte Ausbildungschancen kennzeichnen in der Regel ihre Zukunft. Trotzdem lassen sich dieses Jugendliche ihre Hoffnung auf eine glückliche Zukunft nicht nehmen“ (Quelle: www.migration-online.de)

Archiv: DGB Bildungswerk

 

SCHRIFTENREIHE: INLÄNDER – AUSLÄNDER (BRD 1983/1989, Verschiedene)

Länge: jeweils 00:30:00

Im Auftrag von: Adolf-Grimme Institut

Produzenten: NDR/BR/HR

Info: Medienverbund der sich der kulturellen Verständigung verschrieben hatte, 10 Folgen

Archiv: Kirchenbibliothek Nordelbien (Hamburg)

 

WIE WIR UNS VERSTEHEN (BRD 30, Michael Krey)

Inhalt: Ausländer werden in der Bundesrepublik stets nur als Problemgruppe gesehen. Fast schon sind sie stigmatisiert. Doch auch wenn man unterschiedliche Gewohnheiten hat, wenn man verschiedene Sprachen spricht, kann man sich verständigen, wenn dies von beiden Seiten gewollt wird. Bei Kindern ist die Bereitschaft dazu am größten. Bei Jugendlichen und Erwachsenen aber lässt sie schon nach“ (Katalog Nordelbien).

 

EIN DACH ÜBER DEM KOPF (BRD 1983, Michael Krey)

Inhalt: „Wie wohnen Ausländer in der Bundesrepublik? Nur in abbruchreifen Häusern mit Einrichtungen vom Sperrmüll - so, wie es das Vorurteil will? Der Film zeigt, wo und wie Ausländer in Deutschland leben, was sie von Deutschen dabei unterscheidet und was sie mit ihnen gemeinsam haben. Dabei wird deutlich, dass das Bild vom Ausländer, der in einer schlechten Wohngegend in einem heruntergekommenen Haus lebt, nicht generell zutrifft“ (Katalog Nordelbien).

 

WORAN WIR GLAUBEN (BRD 1983, Klaus Goldinger)

Inhalt: „In der Bundesrepublik leben zur Zeit etwa 1,5 Millionen Moslems. Die meisten von ihnen sind Türken. Sie kommen überwiegend vom Lande, aus einer agrarischen Gesellschaft, deren feudale, patriarchalische Strukturen sich Jahrhunderte lang nicht geändert haben. Seit Jahrhunderten hat der Islam das Leben der Menschen dort geprägt. Was sie in der Bundesrepublik sehen und erleben, steht im krassen Gegensatz zu ihren traditionellen Vorstellungen und Lebensgewohnheiten. In einer neuen Welt, die sie nicht verstehen, mit Menschen, von denen sie nicht verstanden werden, wird ihre Religion für sie zu etwas Besonderem: zum Halt, zum Schutz, zu einem Stück Heimat“ (Katalog Nordelbien). 

 

HILF DIR SELBST (BRD 1983, Klaus Goldinger)

Inhalt: Selbstorganisation ist nicht nur ein Thema für deutsche Mitbürger, die nach Wegen suchen, ihre eigenen Interessen und Wünsche durchzusetzen. Für ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien scheint Selbstorganisation und Eigeninitiative oft der einzige Weg zu sein, Probleme zu lösen. Soziale, kulturelle und religiöse Interessen können nur so verwirklicht werden“ (Katalog Nordelbien).

 

NACHBARSCHAFT (BRD 1983, Ferdi Roth)

Inhalt: „Nachbarschaft ist meist schon unter Deutschen eine schwierige Angelegenheit. Das gilt für Stadt und Land in gleicher Weise. Nachbarschaft mit Gastarbeitern und ihren Familien bleibt davon nicht unberührt. Gerade sie aber erwarten viel von Nachbarschaft und möchten auch viel dafür tun, da sie es von zu Haus aus oft gewohnt sind, soziale Beziehungen gerade in Form von aktiver Nachbarschaft zu praktizieren. In dem Film berichten Türken und Deutsche über ihre guten und schlechten Erfahrungen.“ (Katalog Nordelbien).

 

NIX STEMPEL (BRD 1983, Ferdi Roth)

Inhalt: “Gastarbeiter und ihre Familien haben ihre ersten intensiven Kontakte mit Deutschen nicht selten in Behörden. Um ihre Papiere über Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten und zu behalten, kehren sie mit großer Regelmäßigkeit immer wieder zu den Behörden zurück. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Einschätzung und für ihre emotionalen Erlebnisse über die "offizielle" Bundesrepublik. Darüber berichtet der Film mit drei Beispielen, in denen es um Verlust der Aufenthaltserlaubnis, Wohnungsprobleme und um Arbeit und Ausbildung geht“  (Katalog Nordelbien).

 

TÜMALS WEG (BRD 1983, Mischka Popp/Thomas Bergman)

Inhalt: „Im Mittelpunkt des Films steht Tümal, ein türkischer Schüler, der in die gymnasiale Oberstufe einer Frankfurter Gesamtschule geht. Er ist als Achtjähriger mit seiner Familie nach Deutschland gekommen und wird das Abitur machen. Trotzdem ist Tümal kein widerspruchsfrei an deutsche Verhältnisse angepasster Türke, er ist - dies nicht zuletzt aufgrund seiner Schullaufbahn - in besonderem Maße fähig, seine Lage zu reflektieren. Tümal hat viele deutsche Freunde, einer von ihnen, Sebastian, ist im letzten Jahr mit ihm und seiner Familie in den Ferien in die Türkei gefahren. Bei dieser Reise hat Sebastian nicht nur neue Erfahrungen gewonnen, er versteht jetzt auch Tümals Situation in Deutschland wesentlich besser“ (Katalog Nordelbien).

 

REISE IN DIE KÄLTE (BRD 1983, Mischka Popp/Thomas Bergmann)

Inhalt: „Als junge Frauen sind sie nach Deutschland gekommen, um Arbeit zu finden. Heute, 20 Jahre später, sind sie noch immer Fremde bei uns. Freundliche Nachbarn, Verwandte, Eltern, Großeltern: Sie fehlen den ausländischen Frauen in Deutschland am meisten, denn in den Heimatländern hatten sie ihre Familien, die ihnen trotz wirtschaftlicher Armut Wärme und Geborgenheit garantierten. Mit diesen Problemen fühlen sich die ausländischen Frauen bei uns alleingelassen. Solange sie noch Arbeit hatten, waren sie bereit, alles zu ertragen. Doch heute sind sie nach jahrzehntelanger Fabrikarbeit am häufigsten von der Arbeitslosigkeit betroffen“ (Katalog Nordelbien).

 

FÜNFZEHN JAHRE WAR ICH EUCH GUT GENUG (BRD 1983, Mischka Popp/Thomas Bergmann)

Inhalt:. „Yasar Günaydinoglu ist 42 Jahre alt und lebt mit seiner Frau Gülten und den Kindern Inci, 16 Jahre, und Tanner, 10 Jahre, am Rande von München. Als die Aufträge seiner Firma zurückgehen, wird dem Metallarbeiter Günaydinoglu nach über 15 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt. Die Aussichten auf eine neue Stelle sind schlecht, das erfährt er beim Arbeitsamt und aus Gesprächen mit Landsleuten. In welche Situation führt die drohende Arbeitslosigkeit die Familie?“ (Katalog Nordelbien).

 

TÜRKINNEN BEI UNS: BERÜHRUNGEN (BRD 1985, Gretl Brand)

Länge: 00:30:00

Produktion: Fadma im Auftrag des WDR

Präsentationsform: Bericht

Sendung: 2.5.1991, 16:45 Uhr, NDR

Inhalt: Erschein in der Reihe „Frauenfragen“. Ein Bericht über die Lebenssituation der in Deutschland lebenden Türkinnen. Dabei wird vor allem die Fremdwahrnehmung der türkischen Frauen als homogene unterdrückte Masse mit Kopftuch (Statements von Deutschen) individuellen Lebensentwürfen und Meinungen türkischer Frauen gegenübergestellt.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIE KÜMMELTÜRKIN GEHT (BRD 1984/85, Jeannine Meerapfel)

Länge: 01:25:00

Im Auftrag von: unabhängig

Produktion: Journal Film KG, Klaus Volkenborn

Inhalt: Im Jahr 1970 kam die Türkin Melek Tez als junge Arbeiterin nach Berlin. Anfeindungen und rassistischen Sprüchen begegnete die selbstbewusste Frau zunächst ironisch und humorvoll. Spielerisch nannte sie sich selbst eine "Kümmeltürkin". Aber nach 14 Jahren der Demütigungen ist ihr kämpferischer Mut der Resignation gewichen: Melek Tez geht zurück in ihre türkische Heimat. In einer Mischung aus Dokumentar-, Interview- und nachgespielten Szenen zeichnet die Filmemacherin Jeanine Meerapfel das bewegte Leben und die Erfahrungen von Melek Tez nach.

Archiv: Bücherhallen Hamburg

 

KINDER TRÄNEN (BRD 1985, Mehrangis Montazami-Dabul)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ARD

Ausstrahlung: 08.11.1986

Inhalt: Ausländische Kinder wachsen bei uns unter Lebensbedingungen auf, die sie in ihrer physischen und psychischen Entwicklung behindern und häufig tiefgreifende und dauerhafte Schäden zur Folge haben. Die Szenen dieses Films pendeln zwischen Krankenhaus und Wohnung bzw. Wohngegend. Die filmische Konstruktion entspricht der traurigen Realität: auf Hinterhöfen und an Gullis spielende Kinder; feuchte, viel zu kleine Wohnungen ohne Bad oder Dusche. Solche sozial unzumutbaren Lebensbedingungen sind die Ursache für die, besonders in Großstädten, zunehmenden psychischen und psychosomatischen Erkrankungen ausländischer Kinder. Dass auch Kinder die latent vorhandene oder direkt erfahrbare Ausländerfeindlichkeit zu spüren bekommen, macht dieser Film in erschütternder Weise deutlich.

Archiv: Oldenburg, Kirchenbibliothek Nordelbien (16mm)

 

MÖGEN DIE EICHEN NACH UNS WACHSEN (BRD 1985, Dietrich Schubert/Jutta Sozostak)

Länge: 00:30:00

Inhalt: Nach einer Erzählung von Fakir Baykurt, deren Vortrag mit Bildern untermalt ist. Er gehört zu den bekanntesten türkischen Schriftstellern der Gegenwart. Seine in viele Sprachen übersetzten Romane, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, führten in seiner türkischen Heimat zu heftigen Auseinandersetzungen. Fakir Baykurt kommt aus Anatolien. Die Not seiner Landsleute, deren Armut und die Missstände im Lande spiegeln sich in seinen literarischen Werken. 1979 folgte er den Menschen auf ihrer Suche nach besseren Lebensbedingungen nach Deutschland. Seither lebt er in Duisburg. In zahlreichen Geschichten schildert er das Dasein seiner Landsleute in dieser für sie fremden Welt. Die Erzählung Mögen die Eichen nach uns wachsen befasst sich mit Gedanken und Gefühlen, Hoffnungen und Träumen eines ehemaligen anatolischen Hirten, der mit seiner Familie 22 Jahre in Duisburg lebte, nun seinen Arbeitsplatz als Stahlarbeiter bei Mannesmann verliert und den Weg zurück in die Türkei antreten soll. Mit seinen Texten wirbt Fakir Baykurt um Verständnis für das scheinbar Fremde. Er fordert mehr Toleranz, bei Deutschen und Türken.

Archiv: Privat

 

GANZ UNTEN (BRD 1985/86, Jörg Gfrörer)

Länge: 01:12:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: Im Jahr 1985 landete Günther Wallraff mit dem Reportage-Buch "Ganz Unten" einen Aufsehen erregenden Bestseller. Wallraff beschreibt darin seine niederschmetternden Erfahrungen als vermeintlich türkischer Arbeiter in den Thyssen-Stahlwerken. Im Film werden Aufnahmen gezeigt, die Wallraff während seiner Recherche mit verdeckter Kamera machte.

Archiv: Bücherhallen Hamburg

 

VERLORENE WÜNSCHE (BRD 1986, Renate Stegmüller, Raimund Koplin)

Inhalt: Porträt einer türkischen Familie in Memmingen mit Fokus auf Akkulturationsprobleme der Frau

Archiv: Uni Marburg

 

ABDULLAH YAKOPOGLU – WARUM HABE ICH MEINE TOCHTER GETÖTET? (BRD 1986, Hans-Dieter Grabe)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: unabhängig

Ausstrahlung: 27.09.1998, 3Sat

Inhalt: Am 22. März 1983 tötete der damals 51-jährige, in Deutschland lebende türkische Arbeiter Abdullah Yakupoglu seine 24-jährige Tochter Perihan. "Warum habe ich meine Tochter getötet?", fragt sich Yakupoglu mit Tränen in den Augen vor der Kamera in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt Diez. Nachdem man seine Antworten gehört hat, wird man etwas mehr wissen über unsere türkischen Nachbarn, Arbeitskollegen und Mitbürger, deren Probleme und Konflikte wir in der Regel immer erst dann bemerken, wenn sie als Zeitungsschlagzeilen unser Kopfschütteln hervorrufen.

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand, Uni Oldenburg

 

AN RÜCKKEHR DENKEN WIR IMMER. ÜBER ALTE GASTARBEITER IN DEUTSCHLAND (BRD 1987, Hiltrud Fischer-Taubert/Horst Werner)

Länge: 00:45:00

Produktion: ZDF

Präsentationsform: Reportage

Sendung: 20.10.1987, 19:30 Uhr

Inhalt: Reportage zur Situation älterer Gastarbeiter in der Bundesrepublik.

Archiv: Uni Oldenburg

 

EIN TÜRKENHAUS (BRD 1988, Ulle Schröder)

Länge: 00:15:00

Produktion: NDR

Sendung: 10.6.1990, 17:00 Uhr.

Inhalt: Die zwei jungen Deutschen Kai u. André erleben Bräuche u. Sitten ihrer türk. Freunde.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIE AYATOLLAHS VON KÖLN: RADIKALE MUSLIME IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (BRD 1988, Jürgen Roth/Yüksel Ugurlu)

Länge: 00:45:00

Produktion: ZDF

Präsentationsform: Filmbericht

Sendung: 26.4.1988, 19:30 Uhr

Inhalt: Filmbericht über d. Aktivitäten d. türk. Geistlichen Cemalettin Kaplan u. seiner radikal-islam. Anhänger in d. Bundesrepublik.

Archiv: Uni Oldenburg

 

TÜRKIYEM – FUSSBALLHEIMAT IN DER FREMDE (BRD 1988, Andreas Witte)

Länge: 00:34:09

Produktion: RBB

Sendung: 16.06.1988

Inhalt: „"Türkiyem!" - Das ist der Schlachtruf der Anhänger von "Türkiyemspor", einem Fußballverein in Berlin-Kreuzberg, der in der Amateur-Oberliga für Furore sorgt. "Türkiyemspor" ist ein Vereinsname mit programmatischer Tendenz, bedeutet

soviel wie "meine türkische Heimat". Berlin zählt etwa 100000 türkische Einwohner, davon leben allein in Kreuzberg 30 000. Hier im Kiez wird das Straßenbild auch durch türkisches Kolorit geprägt. Der Verein "Türkiyemspor" bietet der ausländischen Minderheit ein wichtiges Identifikationsangebot, durch Sport soll eine kulturelle Brücke geschlagen werden, Integration stattfinden“ (DRA):

Archiv: -

 

DEIN LAND IST MEIN LAND (BRD 1989, Hans A. Guttner)

Länge: 01:12:00

Im Auftrag von: unabhängig

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Ein Film über die dritte Generation von türkischen Mitbürgern, die bei uns lebt.
Ayse Polat, die fünfzehnjährige Hauptfigur des Films, lebt in der Hamburger Hafenstraße. Ihre zwei besten Freundinnen sind Deutsche: Anne und Monique. Anne kommt aus der ehemaligen DDR, Monique will nach Paris. Ayse sagt zu ihrer Mitwirkung an dem Film:

"Ich möchte, dass man in diesem Film sieht, dass ich nicht in das übliche Klischee passe, wie sich viele Deutsche türkische Mädchen vorstellen: Hauptschulabschluss, später Friseuse oder Krankenschwester, kein Interesse für Literatur, Kunst, Film und Musik. Sie sitzen nur zu Hause und kochen oder stricken. Man muss die Leute, die sich so etwas unter türkischen Mädchen vorstellen, richtig schockieren. Immer das Gegenteil vom Klischee zeigen."

Dieser Film ist der abschließende Teil der Tetralogie (andere Filme siehe oben, der vierte Film geht über italienische Gastarbeiter)

Archiv: DGB Bildungswerk

 

ICH MUSLIM, DU CHRIST: VERSCHIEDENE RELIGIONEN LEBEN ZUSAMMEN (BRD 1989, Hanne Huntemann/Wolf-Rüdiger Schmidt)

Länge: 00:45:00

Produktion: ZDF

Präsentationsform:

Sendung: 28.12.1989, 21,00 Uhr

Inhalt: Sendung über Probleme u. Möglichkeiten des Zusammenlebens von Christen und Moslems in der Bundesrepublik Deutschland.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIE DEUTSCHLÄNDER (BRD 1989, Gordian Troeller)

Länge: 00:45:00

Produktion: ARD

Präsentationsform: Bericht

Sendung: 27.2.1989, 21,15 Uhr

Inhalt: Bericht über die Probleme türk. Kinder, die aus der Bundesrepublik in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

Archiv: Uni Oldenburg

 

BLOSS KEIN MINARETT (BRD 1989, Angelika Schmidt-Biesalski)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF

Ausstrahlung: 03.1.1990, ZDF 22:10 Uhr

Inhalt: „Eine Moschee im orientalischen Stil mit Minarett in Pforzheim ist Anlass für die Autorin, einen Film über die Angst deutscher Christen vor dem Islam zu drehen. Befragt werden Befürworter wie Gegner des Baus, und es wird zurückgeblickt auf die Herkunft dieser Angst vor Islam und Türken“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand, Oldenburg

 

IRGENDWOHIN GEHÖREN. TÜRKISCHE MÄDCHEN IN BERLIN (BRD 1989, Gerlinde Böhm)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Drei Frauen und drei Frauenrollen in der deutschen Gesellschaft:
Nalan, 15 Jahre alt, lebt nach dem Koran, trägt Kopftuch und islamische Frauengewänder.
Gülay, 21 Jahre alt, arbeitet als Erzieherin in einem Berliner Mädchenladen.
Yildiz, 20 Jahre alt, möchte am liebsten dort leben, wo nationale Unterschiede keine Rolle spielen. Alle drei haben einen Weg gefunden, der sehr viel anstrengender ist als derer  gleichaltriger deutscher Mädchen“ (DGB- Bildungswerk)

Archiv: DGB Bildungswerk. LI Hamburg

 

ZUERST BIN ICH MENSCH, DANN TÜRKE (BRD 1989, Gerlinde Böhm)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Mehmet hält es nicht unbedingt mit dem Islam, aber die türkische Tradition ist für ihn ein essentieller Bestandteil seines Lebens in Deutschland - sein Ziel ist die Rückkehr in die Türkei.

Für Haldun wiederum liegt die Priorität seines Lebens im Gastland in der Orientierung an der islamischen Religion; er fühlt sich in Deutschland zu Hause“ (DGB-Bildungswerk)

Archiv: DGB Bildungswerk. LI Hamburg

 

WAHLRECHT FÜR AUSLÄNDER (BRD 1989, Barbara Trottnow/Alfred Engler)

Inhalt: „Vier Millionen Ausländer haben in der Bundesrepublik keinerlei politische Mitbestimmungsrechte. Die deutsche Verfassung räumt nur denjenigen ein aktives und passives Wahlrecht ein, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Durch die Einrichtung sog. "Ausländerbeiräte" seit Beginn der siebziger Jahre erhielten in einigen Städten der Bundesrepublik Ausländer erstmals Gelegenheit, auf kommunaler Ebene das öffentliche Leben mit zu beeinflussen“ (Katalog Nordelbien).

 

FREMDE HEIMAT (BRD 1989, Barbara Trottnow/Alfred Engler)

Inhalt: „Die Filmdokumentation porträtiert eine Familie, die sich mit dem Gedanken trägt, in die Türkei zurückzugehen. In atmosphärischen Bildern wird die Situation dieser Familie eingefangen, die nicht weiß, ob sie hierbleiben will und darf oder ob sie in die Türkei zurückgehen will oder muss. Die Zukunft ist oft für sie nicht planbar, sondern abhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen und Entscheidungen der Politiker. Was heißt das für die Familienmitglieder: einerseits hier zu leben, mit der Aufforderung zur Integration konfrontiert zu sein, sich den deutschen Lebensverhältnissen anzupassen; andererseits die Rückkehr in die Türkei vorzubereiten, dort neu anzufangen, in die alten Traditionen eingebunden zu sein? Jedes Familienmitglied wird in seinem Alltag, mit Freunden/innen, Kollegen/innen, Mitschülern/innen, Nachbarn/innen beobachtet und herauszufinden versucht, was für ihn/sie die Entscheidung bedeutet, in die Türkei zurückzugehen“ (Katalog Nordelbien).

 

ESELREITEN KÖNNEN SIE NICHT MEHR – EINE ANATOLISCHE FAMILIE AUF GASTARBEITERURLAUB (BRD 1990,  Fritz Schindler)

Länge: 00:42:54

Produktion: SDR

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Sendung: 19.01.1990

Inhalt: „Der Film porträtiert eine türkische Familie in Berlin und während des Urlaubs in ihrem kleinen Heimatdorf in Zentralanatolien. Mann und Frau sind in dem Dorf geboren und zur Schule gegangen, der Mann hat dort nach seiner Ausbildung als Lehrer gearbeitet. Beider Eltern und einige Freunde leben noch in dem primitiven kleinen Dorf, viele sind nach Deutschland gegangen. Im Urlaub treffen sich alle wieder im Dorf. Die Familie lebt in Berlin nicht in Kreuzberg, sondern in einer properen bürgerlichen Wohngegend. Der Mann arbeitet seit 15 Jahren bei AEG, jetzt als Vorarbeiter; einer der beiden Söhne studiert an der FU, der andere macht derzeit sein Abitur. Der Film will am Beispiel dieser Familie die Schwierigkeiten vieler türkischer Gastarbeiter aufzeigen, sich zwischen zwei so verschiedenartigen Kulturkreisen ein Leben einzurichten. Wie viele andere will auch unsere Familie Sayul nie wieder zurück ins primitive Heimatdorf - der Vater hat für seinen Lebensabend bereits ein Grundstück in der komfortableren Westtürkei gekauft“ (DRA)

Archiv: -

 

DIE VERGESSENE GENERATION – VON „GASTARBEITERN“ DER ERSTEN STUNDE (BRD 1990, Dieter Sauter/Anita Bauer-Dure (Red.))

Länge: 00:35:00

Im Auftrag von: ARTE

Ausstrahlung:  3.10.1993, 21:40 Uhr

Inhalt: Bericht über türk. Gastarbeiter in Deutschland.

Archiv: Uni Oldenburg

 

RÜCKKEHR IN DIE TÜRKEI (BRD 1990, Klaus Helle/Marianne Tampl)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: Rückkehrförderung und deren Auswirkungen. Die Regisseure begeben sich auf eine Reise durch die Türkei und besuchen zurückgekehrte Familien.

Archiv: Privat

 

DIE DEUTSCHPRÜFUNG (BRD 1990, Karl-Heinz Deickert/Abuzer Güler)

Länge: 01:00:00

Produktion: ZDF

Sendung: ZDF, 6.5.1990, 11:00 Uhr.

Inhalt: Drei türkischen Literaten schildern das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in der Bundesrepublik.

Archiv: Uni Oldenburg

 

TÖCHTER ZWEIER WELTEN (BRD 1990/91, Serap Berrakkarasu)

Länge: 01:00:00

In Co-Produktion mit: NDR

Inhalt: „Dokumentarfilm über eine in Deutschland lebende türkische Mutter und ihre 24 Jahre alte Tochter. Obwohl Tochter Meral seit ihrem sechsten Lebensjahr in Deutschland lebt, betrachtet sie noch immer die Türkei als ihre Heimat – ein Land, das sie gleichsam nur von Urlaubsreisen kennt“ (filmportal)

Archiv: Bücherhallen Hamburg

 

PANTHERS; FIGHTERS UND CO. – DIE GANZ NORMALE GEWALT JUNGER TÜRKEN IN BERLIN (BRD 1991, Giovanni di Lorenzo/Lutz Konermann)

Länge: 00:45:00

Produktion: ARD

Präsentationsform: Reportage

Sendung: 25.7.1991, 20,15 Uhr

Inhalt: Reportage über vorwiegend türk. Jugendbanden in Berlin und die Motive, die sie zu Gewalttätigkeiten treiben.

Archiv: Uni Oldenburg

 

FREMD IN ZWEI WELTEN (BRD 1991, Walter Harrich ; Danuta Harrich-Zandberg)

Länge: 00:45:00

Produktion: BR

Sendung: 12.12.1991, 20,15 Uhr

Inhalt: Film über die Situation und das Lebensgefühl eines in Deutschland aufgewachsenen jungen türk. Paares.

Archiv: Uni Oldenburg

 

IN DEUTSCHLAND IN RENTE – WARUM GASTARBEITER NICHT MEHR ZURÜCKKEHREN (BRD 1992, Paurat Leone/Corinna Spies-von der Locht(Red.)

Länge: 00:43:41

Produktion: BR

Präsentationsform: Dokumentarbericht

Sendung: 30.08.1992

Inhalt: „Beschluss vieler Gastarbeiter der ersten Generation, auch den Lebensabend in Deutschland zu

Verbringen“ (DRA).

Archiv: -

 

KINDERTAGESSTÄTTE TÜRKISCH-DEUTSCH (BRD 1992, Dirk Fritsch)

Länge: 00:30:00

Produktion: NDR

Sendung: 15.10.1992, 17,15 Uhr.

Inhalt: Bericht über eine von Eltern initiierte Kindertagesstätte in Hamburg-Altona für türkische und deutsche Kinder.

Archiv: Uni Oldenburg

 

SO WILL ES DIE EHRE: EINE TÜRKISCHE LIEBE IN DEUTSCHLAND (BRD 1992, Peter Schran)

Länge: 00:55:00

Produktion: ZDF

Präsentationsform: Dokumentation

Sendung: 22.7.1993

Inhalt: Dokumentation über den 22jährigen Mehmet, der von seinem Vater verstoßen wurde, weil er beschließt, eine türk. Kurdin zu heiraten, die von zu Hause ausgerissen ist.

Archiv: Uni Oldenburg

 

OSTGLATZEN IN ANATOLIEN: JUNGE TÜRKEN LADEN SKINHEADS EIN (BRD 1993, Bernd Janssen)

Länge: 00:45:00

Produktion: BR

Präsentationsform: Bericht

Sendung: 7.6.1993, 20,15 Uhr

Inhalt: Bericht über eine Reise von Skinheads aus der ehemaligen DDR nach Anatolien, die auf Einladung junger Türken zustande kam.

Archiv: Uni Oldenburg

 

KINDER OHNE GRENZEN: VON ASULÄNDISCHEN UND DEUTSCHEN KINDERN (BRD 1993, Silvia Schmidt)

Produktion: ZDF

Sendung: 24.1.1993, 18,15 Uhr

Inhalt: Gezeigt wird, wie dt. und ausländische Kinder vorurteilsfrei miteinander leben und spielen.

Archiv: Uni Oldenburg

DER BITTERE DANK (BRD 1993, Frieder Wagner)

Länge: 00:45:00

Produktion: NDR

Präsentationsform: Bericht

Sendung: 25.03.1997

Inhalt: Bericht über das Leben türk. Rentner in Köln.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIE GASTRENTNER (BRD 1993/94,  Verband der Initiativgruppen in der Ausländerarbeit)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von:  Gefördert von Kommission EG, Stadt Bonn und Ökofonds der Grünen/Bündnis 90

Inhalt: Didaktischer Film über das „Alt werden in der Fremde“

Archiv: DGB Bildungswerk

 

WIR SIND IMMERNOCH FREMDE (BRD 1994, Christopher Sommerkorn)

Länge: 00:30:00

Produktion: 

Im Auftrag von: ARTE

Präsentationsform:

Sendung: 9.1.1994, 17,30 Uhr.

Inhalt: Bericht über alt gewordene Gastarbeiter

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIKKAT! WIR KOMMEN (BRD 1994, Yola Grimm)

Länge: 01:04:00

Im Auftrag von: unabhängig, Filmprojekt zusammen mit türkischstämmigen Mädchen

Inhalt: „"Dikkat! Wir kommen!" beleuchtet die Identitätsvorstellungen von fünf jungen moslemischen Einwanderinnen der zweiten Generation "Gastarbeiterkinder"“ (DGB-Bildungswerk)

Archiv: DGB Bildungswerk

 

JEANS ODER KOPFTUCH – JUNGE TÜRKINNEN KEHREN AN DEN BOSPORUS ZURÜCK (BRD 1994, Ursula Höltermann)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: SWR

Ausstrahlung: 07.08.1994, Bayern3

Inhalt: „Die 34. Sure des Korans, die sich mit der Frauenrolle auseinandersetzt und besagt, dass die Frau dem Manne untertan sei und bedingungslos zu gehorchen habe, diese Sure hat gewissermaßen jede Rückkehrerin in die Türkei im Handgepäck. Viele von den Frauen passen sich an, akzeptieren die Spielregeln dieser Männergesellschaft, die anderen kämpfen dagegen an, stellen die Selbstherrlichkeit des "starken" Geschlechts in Frage. Und dann gibt es auch solche, die unter allen Umständen nach Deutschland zurückwollen ... Da ist zum Beispiel Selda, die fünfzehnjährig gegen ihren Willen mit einem Cousin verheiratet und in der Türkei festgehalten wurde. Sie floh ohne Papiere, die man ihr abgenommen hatte, in ein türkisches Frauenzentrum in Istanbul. Auf der anderen Seite gibt es Mädchen wie Tülei, die ihre Familie überreden mute, nach 18 Jahren in Deutschland wieder in ihre Heimat zurückzukehren“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand; Uni Oldenburg

WIR WOLLTEN ARBEITSKRÄFTE UND ES KAMEN MENSCHEN (BRD 1994, Günther Krause)

Länge: 00:29:00

Inhalt: „Arbeitsmigranten, früher Gastarbeiter genannt, wurden in der Zeit des bundesdeutschen Wirtschaftswunders in ihren Herkunftsländern angeworben, um den Arbeitskräftebedarf der expandierenden Wirtschaft zu befriedigen. Der Film zeichnet diese Geschichte der Arbeitsmigration seit den 50er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland nach und dokumentiert, wie aus "Gastarbeitern", die ursprünglich nur wenige Jahre in der Bundesrepublik bleiben wollten, Einwanderer wurden, die seit über zwanzig Jahren hier leben und die für die Gesellschaft und für die Wirtschaft unverzichtbar geworden sind“ (Katalog Nordelbien)

 

FAMILIENEHRE (BRD 1994, Susanne Küppers/Norbert Hiller)

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: Ein Dokumentarbericht über einen Ehrenmord an einem jungen Türken in Köln.

 

NIRGENDS IST MAN RICHTIG DA (BRD 1994, Aysun Bademsoy)

Länge: 00:29:00

Produktion: 3Sat

Präsentationsform: Dokumentation

Inhalt:  Die in Deutschland geborenen Türken Yavuz (13) und Yusuf (15) gehören zu den zurückgeschickten Kindern, die getrennt von ihren Eltern und Geschwistern in Istanbul leben. Dort gehen sie auf eine Schule, in der auf deutsch unterrichtet wird. Die Türkei hat diese Bildungseinrichtungen mit deutscher Unterstützung für zurückgekehrte Kinder berichtet. Der Film begleitet sie bei ihrem Schulalltag und wirft eine Perspektive auf ihre Sorgen und ie Motive ihrer Eltern. „Yusuf und Yavuz wissen nicht genau, wo ihre Heimat ist. Die Sommerferien verbringen sie bei ihrer Familie in Deutschland“ (filmportal).

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

DEUTSCHLÄNDER (BRD 1994, Irina Hoppe)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Berlin-Kreuzberg. Ein mittelgroßes Neubaugebiet, ein kleines, verhältnismäßig geschlossenes Gebiet. Die Kinder spielen in Gruppen, die Jugendlichen bilden Banden. Es gibt keinen Raum für Begegnungen, die Jugendlichen lungern zwischen den Häusern herum. […] Vier Wochen lang begleitete Irina Hoppe Jugendliche in ihrem Alltag und porträtierte sie auf der Schwelle zum Erwachsenwerden“ (3Sat)

Archiv: Privat

 

ALS DIE GÄSTE BLIEBEN – TÜRKISCHES LEBEN IN FORCHHEIM (BRD 1994, Gülseren Suzan, Jochen Menzel)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: DGB Bildungswerk

Inhalt:

Drei Generationen schildern ihre Lebenssituation und ihr Bemühen, als Pendler zwischen zwei Kulturen eine eigene Identität zu bewahren“ (DGB Bildungswerk)

Archiv: DGB Bildungswerk

 

ALIS WELT (BRD 1994, Dirk Schäfer)

Länge: 00:59:00

Produktion: zeroone film

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: "Einmal habe ich geträumt, dass ein Ufo gelandet ist mit einem Außerirdischen. Ich und meine Freunde wollten ihn fangen mit einem Bärenfänger. Aber das hat nicht geklappt, und ich bin aufgewacht. Aber sonst, sonst bin ich in meinen Träumen der Held." "Alis Welt" erzählt vom Leben, von den Träumen und den Realitäten, eines türkischen Jungen, der mit seinen 5 Geschwistern in Kreuzberg aufwächst.

Archiv:  -

 

HEIMATEN DEUTSCHE TÜRKEN (BRD 1995, Gülseren Suzan, Jochen Menzel)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von:

Inhalt: Der Film porträtiert türkische Jugendliche, die in Nürnberg aufgewachsen sind. Er gibt Einblicke in das Lebensgefühl der Jugendlichen, die sich als eine Minderheit zu begreifen beginnen. Wenn diese Jugendlichen nach ihrer Identität suchen, stoßen sie auf die Herkunft ihrer Eltern, entdecken ihre eigenen ethnischen, kulturellen und religiösen Wurzeln. In Deutschland fühlen sie sich ausgeschlossen, da ihnen elementare Bürgerrechte fehlen. (DGB).

Archiv: DGB Bildungswerk

 

MÄDCHEN AM BALL (BRD 1995, Aysun Bademsoy)

Länge: 00:43:00

Produktion: Tele-.Potsdam

In Koproduktion mit: ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg)

Präsentationsform: Dokumentation

Inhalt: „TV-Dokumentation über die einzige türkische Damenfußball-Mannschaft Europas. Die Mädchen vom "BSC-Agrispor" sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und in Berlin-Kreuzberg zu Hause. Der 45-Minuten-Film zeigt die jungen Frauen beim Training und bei Auswärtsspielen, zu Hause mit ihren Familien und an ihren Lehr- und Arbeitsstellen.“ (filmportal).

Archiv: Privat

 

IN MIR LEBEN DREI KULTUREN (BRD 1995, Peter Kleinert)

Länge: 00:53:00

Inhalt: Sengül Senol, geboren 1966, kam mit ihrer Mutter und zwei Schwester und zwei Brüdern 1980 nach Köln zu ihrem Vater.  „Die Filmemacher begleiteten Sengül Senol bis zum Herbst 1995 begleitet - vor allem in Köln, aber auch in ihre zerstörte Heimatregion Dersim in den Bergen am Munzur-Fluß. Als diplomierte Sozialpädagogin arbeitet sie in Frauenprojekten […], beginnt ein zweites Studium, Journalistik, und macht - seit 1994 - Migrantenpolitik als Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen mit deutschem Pass im Kölner Rathaus. Dort will man sie am Tag ihrer Wahl nicht hereinlassen, obwohl wir sie dabei mit der Kamera begleiten. Sie sieht den Pförtnern zu kurdisch aus. Schließlich muss der - von der Grünen-Fraktionschefin Anne Lüttges alarmierte - Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger eingreifen, damit Sengül mit ihrer Fraktion den Wahlerfolg feiern kann“ (DGB).

Archiv: Uni Hannover und DGB

 

OFEN AUS (BRD 1995, Rainer Komers)

Länge: 01:14:00

Produktion: ZDF (Das kleine Fernsehspiel)

Sendung: 19.11.1995

Archiv: Haus des Dokumentarfilms

 

JENSEITS DES SCHLEIERS (BRD 1995, Serap Dogu)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: Hessen3

Inhalt: „Der Schleier oder das Kopftuch türkischer Frauen ist in den Augen vieler Deutscher der sichere Hinweis auf ein Leben in Unterdrückung und Ohnmacht. Die Vorstellung, die der einzelne mit diesem Bild verbindet, ist jedoch häufig ein Resultat der eigenen erlernten Werte und dient daher vielleicht als Maßstab zum Vergleich, nicht aber zum Erkennen der tatsächlichen Bedeutung. Im Film erzählen türkische Frauen, wie sie selbst ihre gesellschaftliche Stellung einschätzen, und sie sprechen auch über die Bildung einer gebildeten weiblichen Elite in der mittleren und oberen Schicht“ (FH Hannover Katalog)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

MEIN VATER DER GASTARBEITER (BRD 1995 Yüksel Yavuz/Britta Ohm)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: 3Sat

Ausstrahlung: 10.12.1995, 22 Uhr 3Sat

Inhalt: „1968 kam Cemal Yavuz aus dem kurdischen Teil der Türkei als Gastarbeiter nach Deutschland. Für ein Jahr arbeitete er in einer Fischfabrik in Hamburg, danach 15 Jahre in einer Werft. Sein Heimatdorf und seine Familie sah er immer nur zur Urlaubszeit. Nachdem er zwei seiner Söhne als seine Nachfolger nach Deutschland geholt hatte, kehrte er 1984 in sein Dorf zurück. Von den Rückkehrförderungsmaßnahmen konnte er nicht profitieren. Ohne Anspruch auf Altersversorgung lebt er in der Ost-Türkei zusammen mit seiner Ehefrau nach 16-jähriger Trennung wieder als Bauer. Doch der Traum vom besseren Leben "zu Hause" kollidierte mit einer veränderten Realität. Sowohl seine persönlichen Beziehungen als auch die Situation im Dorf hatten sich verändert. Die meisten jungen Leute waren weggezogen, die Zuhausegebliebenen lebten unter der ständigen Bedrohung durch die türkische Armee. Auch ein großer Teil der eigenen Familie, Kinder und Enkelkinder, lebten nun fern der Heimat in Deutschland. "Mein Vater, der Gastarbeiter" erhielt beim 10. Internationalen Dokumentarfilmfestival München 1995 den Preis für den besonderen Dokumentarfilm“ (3Sat).

Archiv: LI Hamburg,  Uni Oldenburg

 

UNSER MANN OKTAY URKAL (BRD 1995 Martin Eigler)

Im Auftrag von: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)

Inhalt: „Manchmal Deutscher, manchmal Türke oder Kanacke. Kommt darauf an, gegen wen er gerade boxen muss. Bei internationalen Kämpfen ist er "unser Mann", wenn sein Gegner unser Mann ist, wird er wieder Türke. Freunde, Fans, Boxkollegen reden über den "Türken, der Deutscher wurde fürs Boxen"“ (Katalog Filmfest München 1996).

Archiv: dffb, kostenpflichtig

 

DA BLEIB’ ICH LIEBER KIND (BRD 1995, Astrid Böcker)

Länge: 00:43:30

Produktion: BR

Im Auftrag von:

Präsentationsform: Dokumentation

Sendung: 25.06.1995, 21 Uhr

Inhalt: Es muss wohl zum Erwachsenwerden gehören, dass der Mensch vergisst, was die Kindheit war. Die Filmemacherin Astrid Böcker zeigt anhand eines türkischen Kindes, was für ein Bild Kinder von der Welt haben, welche Phantasien sie hegen.

Archiv: Haus des Dokumentarfilms

 

ICH BIN DIE TOCHTER MEINER MUTTER (BRD 1995/96, Seyhan C. Derin)

Länge: 01:15:00

Produktion: HFF München

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Sendung: Bayern 3, 23.2.1997, 22:45 Uhr

Inhalt: „Die in der Türkei geborene und in Deutschland aufgewachsene Filmemacherin Seyhan Derin unternimmt in ihrem Debutfilm eine Reise in das Leben ihrer Mutter: einer Frau, die in einer ländlichen Region der Türkei groß geworden ist und nun bereits seit vielen Jahren in Deutschland zwischen zwei Welten und zwei Kulturen lebt. Der Vater, der sehr unter dem Heimweh nach der türkischen Heimat leidet, will seine Familie in die Türkei zurückschicken. Doch obwohl Seyhan großes Verständnis für die Haltung ihrer Eltern hat, weigert sie sich, dem Wunsch des Vaters nachzukommen: Sie bleibt in Deutschland“ (Filmportal)

Archiv: Max Planck-Institut Göttingen, Uni Oldenburg

 

EIN MÄDCHEN IM RING (BRD 1996, Aysun Bademsoy)

Länge: 00:28:00

Präsentationsform: Kurzdokumentarfilm

Inhalt: „Kurzdokumentarfilm über eine türkische Kölner Schülerin, die neben ihren Abitur-Vorbereitungen als Boxerin in einem Sportstudio trainiert – als einzige Frau zwischen zahllosen Männern. Die hübsche junge Frau, die nach ihrem angestrebten Studien-Abschluss in der Türkei arbeiten möchte, demonstriert, dass es möglich ist, ein selbstbestimmtes Leben jenseits aller „Kopftuch-Klischees“ zu führen, ohne deshalb auf Familienverbundenheit und Tradition verzichten zu müssen“ (Filmportal)

Archiv: Max-Planck-Institut Göttingen, Uni Hildesheim

 

VOR DER HOCHZEIT (BRD 1996, Antonia Lerch)

Länge: 01:26:00

Produktion: Romeo Film im Auftrag von ZDF (Kleines Fernsehspiel)

Ausstrahlung: 10.03.1997 22:25 Uhr, 3Sat

Inhalt: Dokumentarfilm über eine in Deutschland geborene und lebende junge Türkin, die mit einem von ihren Eltern ausgesuchten Türken verheiratet werden soll.

Archiv: Privatarchiv der Regisseurin: kostenpflichtig, Uni Oldenburg

 

SALON KATJA. ÜBER EHRE MORAL UND ANDERE KLEINIGKEITEN (BRD 1996, Gülseren Suzan)

Länge: 00:38:00

Produktion: unabhängig

Präsentationsform: Dokumentation

Inhalt: „Die Seele des Salons ist die in Istanbul geborene und in Nürnberg aufgewachsene Kader.

Zusammen mit ihren Kolleginnen Kim und Tina - die eine hat ihre Wurzeln in Griechenland, die andere in Italien -, hat Kader hier eine Welt im kleinen geschaffen, die Grenzziehungen nach Kultur und Herkunft nicht kennt. Obwohl auch Männer willkommen sind, geben die Frauen hier den Ton an.

Die Samstage gehören gewöhnlich der türkischen Kundschaft: unter Kaders Regie und vielen flinken Händen werden sich junge Frauen in die schönsten Bräute verwandeln.

Eine Miniatur lebendiger städtischer Alltagskultur- und eine Hommage an die Poesie eines kleinen Frisiersalons“ (DGB Bildungswerk).

Archiv: DGB Bildungswerk

 

IN ALLAHS UND IN GOTTES NAMEN – MUSLIME IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN KORAN UND GRUNDGESETZ (BRD 1996, Werner Kaltefleiter)

Länge: 00:30:00

Produktion: ÖR Fernsehen

Inhalt: „Rund 2,5 Millionen Muslime leben in Deutschland, der Islam ist damit zur zweitstärksten Religion nach dem Christentum angewachsen. Und doch erscheint er nicht wenigen als etwas Fremdes, Bedrohliches. Es sind weniger die äußeren Erscheinungsformen einer orientalischen Kultur, die Ängste schüren, als die politischen Äußerungen extremistischer islamischer Gruppen, die Deutschland als Forum ihrer Agitation für radikale Veränderungen in ihren Heimatstaaten benutzen und dadurch die öffentliche Meinung nachteilig beeinflussen. Die Sendung will sich nicht auf die zum Klischee degradierten Bilder türkischer Großstädte einlassen, sondern Fragen aufgreifen, die von beiden Seiten gestellt werden“ (Katalog FH Hannover).

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

DIE RÜCKKEHR – IMMER WIEDER VERSCHOBEN (BRD 1996, Anja Kretschmer)

Länge: 00:30:00

Produktion: RBB

Inhalt: „Die Situation türkischer Rentner in Berlin steht im Mittelpunkt des Beitrages. Vor vielen Jahren kamen sie als Gastarbeiter nach Deutschland mit der Absicht, eines Tages in ihre Heimat, die Türkei, zurückzukehren. Inzwischen leben sie seit Jahrzehnten hier, haben die Rückkehr immer wieder verschoben, fühlen sich zum Teil vereinsamt“ (Deutsches Rundfunk Archiv).

Archiv: Privat

 

ZUM FREITAGSGEBET IN DEN HINTERHOF (BRD 1996, Werner Kaltfleiter)

Länge: 00:30:00

Produktion: ZDF

Inhalt: Bericht über Moslems in Berlin

Archiv: Universität der Künste Berlin

 

NACH DEM SPIEL (BRD 1997, Aysun Bademsoy)

Länge: 01:10:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „In ihrem Dokumentarfilm porträtiert Aysun Bademsoy fünf junge Türkinnen aus Berlin Kreuzberg, die bislang der erfolgreichen türkischen Frauenfußballmannschaft "BSC-Agrispor" angehörten. Bis vor kurzem noch knüpften die Freundinnen an den sportlichen Erfolg große Hoffnungen auf eine unabhängige Zukunft“ (Filmportal).

Archiv: Privat

 

DU HÄNGST EINFACH IN DER LUFT, JUNGE TÜRKEN UND KURDEN IN DEUTSCHLAND (BRD 1997, Nedim Hazar)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: WDR

Ausstrahlung: 09.08.1997

Inhalt: „Jungen Türken und Kurden wird die Integration in dieses Land häufig sehr erschwert. Ihre Zukunftsaussichten sind oft recht trostlos. Eine Studiengruppe um Professor Heitmeyer von der Universität stellte eine wachsende Bereitschaft von türkischen Jugendlichen, nationalistische und religiöse Orientierungen zu übernehmen, fest. Viele der jungen Türken wenden sich rechtslastigen Heimatvereinen zu“ (Katalog FH Hannover).

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand; Uni Oldenburg

 

IM SCHATTEN DES MINARETTS (BRD 1997, Peter Rothammer)

Länge: 00:50:00

Produktion: ÖR

Präsentationsform: Reportage

Sendung: ARD, 03.09.1997

Inhalt: Fundamentalismus/Islam

Archiv: Uni Oldenburg

 

ZWISCHEN KORAN UND COCA COLA (BRD 1997, Werner Thies)

Länge: 00:40:00

Präsentationsform: Reportage

Sendung: Arte, 10.07.1997

Inhalt: Die Reportage gibt Einblicke in das moslemische Leben von türk. Jugendlichen in Berlin.

Archiv: Uni Oldenburg

WIR SIND STOLZ KANAKEN ZU SEIN, RAPPER IN BERLIN KREUZBERG (BRD 1997, Michael Richter)

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: “Das Schimpfwort "Kanaken", mit dem Türken in Deutschland schon immer tituliert wurden, tragen sie mit Stolz. Boe B., "Killer" Hakan, Derezon und Nelly bilden die Türk-Rap-Gruppe KANAK. Sie sind zwischen 20 und 27, Kinder von Ausländern und hier in Deutschland aufgewachsen. Hakan und Boe B. stammen aus türkischen Familien, Nelly ist Kosovo-Albanerin und Derezon hat einen portugiesischen Vater und eine deutsche Mutter. Sie träumen davon, mit ihrer Musik berühmt zu werden. In den Songs der Gruppe spiegelt sich das Leben auf der Straße wider: Drogen, Arbeitslosigkeit, Bandenkriege. Aus den Zeilen spricht auch die Sehnsucht nach dem großen Geld, nach der Berühmtheit und einem schnellen Leben. Der Rap der HipHop-Songs ist das Ventil der Jugendlichen, ihre Ausdrucksform, ihr Experimentierfeld. HipHop ist das Niemandsland, in dem sich Grenzgänger wie KANAK zwischen deutscher und türkischer Kultur, zwischen islamischen Werten und westlichem Gesellschaftsmodell ausprobieren; damit spricht die Band hunderttausenden türkischen Jugendlichen in Deutschland aus der Seele. Der Film begleitet Boe B., "Killer" Hakan, Nelly und Derezon drei Monate lang, schildert ihren Alltag und ihr familiäres Umfeld“ (3sat-online)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

ANGST VOR ALLAHS RUF (BRD 1997, Peter Schran)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: WDR/Arte

Inhalt: „Die Stadt Duisburg am Rand eines Glaubenskrieges! Fundamentalistische Christen rund um den ev. Pfarrer Reuter machen mobil gegen die Absicht der Muslime, zukünftig von Moscheen der Stadt den "Ezzan" erschallen zu lassen, den Ruf des Muezzins. Mittendrin im Konflikt: liberale Christen und Pastoren anderer Kirchengemeinden, die im Konflikt vermitteln wollen, voller Sorge, dass fanatisierte deutsche Einwohner "die Moscheen abbrennen". Am Ende weichen die Muslime zurück. Die Besonnenen unter ihnen haben sich durchgesetzt. Der "Ezzan" bleibt - zunächst jedenfalls - eine akustisch kaum wahrnehmbare Ausnahmeerscheinung. Der 1997 für den WDR und ATRE realisierte Film entstand in einer politisch und emotional zugespitzten Situation. Infolge neuerer politischer Entwicklungen des Islam in der Welt, hat der Film nichts an Aktualität verloren. Immer noch fehlt es an einer allgemein akzeptierten Einstellung, wie die religiöse Integration muslimischer Migranten in Deutschland aussehen könnte.

 

GEGENWELT ISLAM: ZWISCHEN SCHARIA UND GRUNDGESETZ (BRD 1997, Peter Schran)

Länge: 00:40:00

Im Auftrag von: ARTE

Ausstrahlung: 10.07.1997

Inhalt: „Das zeithistorische Film-Dokument zeigt an einem Beispiel aus NRW, dass tief in islamisch geprägten Ghettos Demokratie und Transparenz wohl auf Jahre wenig Chancen haben. Migranten und ihre - zum Teil radikalen - Moscheevereine agieren meist abgeschottet vom Rest der Gesellschaft. In dieser Parallelwelt - so scheint es - gelten nicht die Regeln des deutschen Grundgesetzes, sondern die Gesetze Allahs, die Scharia (türk.: Sheriat). Ein MIGRA-Filmteam hat versucht zu erkunden, wie fundamentalistisch in türkisch-islamischen Moscheevereinen und -verbänden gedacht wird, wie sehr der muslimische Glaube in der deutschen "Muslim-Diaspora" vom radikalen Kräften geprägt ist. Entstanden ist ein Einblick in den muslimischen türkischen Alltag und in die Hauptströmungen des Islam in Deutschland - mit nahezu unveränderter Gültigkeit, bis heute“ (Migra-Film).

Archiv: Uni Oldenburg

 

HEIMATURLAUB IN DER TÜRKEI (BRD 1997, Yves Jeuland, José Bougarel)

Länge: 00:40:00

Im Auftrag von: ARTE

Inhalt: „Jeden Sommer kann man auf den Autobahnen bis unter das Dach vollgeladene Autos aus ganz Europa beobachten, die Richtung Türkei unterwegs sind. Die Autoren begleiteten eine türkische Familie aus Berlin auf ihrer Reise in den Urlaub, die mehr als nur eine Ferienreise ist. Es ist eine Rückkehr zu sich selbst, zu den Seinen, zum Land der Vorfahren, ihrer Kultur und Sprache. Ein intensives Erlebnis, auch für die begleitenden Reporter, die die türkische Familie auf ihrer Reise in ihr kleines Heimatdorf in Anatolien begleitet haben“ (Katalog Hannover)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

KOPFTUCH UND MINIROCK: JUNGE TÜRKINNEN ZWISCHEN KORAN UND KARRIERE (BRD 1998, Jana Mathhes/Andrea Schramm)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: „Die türkischen Schwestern Gülsen und Gülcin wachsen in Deutschland auf, pflegen jedoch in vielen Bereichen die islamische Tradition. Die Freundin von Gülsen steht der westlichen Lebenswelt näher und kleidet sich nicht der islamischen Tradition gemäß. Der Film zeigt anhand der drei Mädchen unterschiedliche Lebensformen, Haltungen und Probleme, mit denen Jugendliche zwischen zwei Kulturen konfrontiert werden. Dieser Spannungsbogen erhält eine zusätzliche Dimension durch den Besuch der zwei Schwestern in der Türkei“ (Katalog Nordelbien)

Archiv: Kirchenbibliothek Nordelbien

 

DIE KINDER DES KORAN. ÜBER JUNGE TÜRKEN IN DEUTSCHLAND (BRD 1998, Kadir Sözen)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF

Ausstrahlung: 11.03.1998

Inhalt: „Zwischen Baum und Borke: Viele junge Türkinnen und Türken, in Deutschland geboren und aufgewachsen, fühlen sich hier wie ungebetene Gäste, aber zu Besuch in der Heimat ihrer Eltern und Großeltern werden sie angeschaut wie Touristen. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat ihre Lage weiter verschärft, insbesondere bei der Vergabe von Lehrstellen. […]  In türkisch-nationalistischen und in muslimisch- fundamentalistischen Organisationen finden die Jugendlichen Gehör und Anerkennung, dort können sie scheinbar Selbstwertgefühl aufbauen. Noch hat sich die große Masse der jungen Türken in Deutschland nicht vereinnahmen lassen, aber die Tendenz zeigt unverkennbar nach oben. Der Kölner Filmemacher Kadir Sözen besuchte, misstrauisch verfolgt, Veranstaltungen der Extremisten und Fundamentalisten. Er sprach mit Verantwortlichen und mit Jugendlichen - auch mit einem "Aussteiger" aus der Szene. Er fragt nach den Ergebnissen einer ersten wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Bielefeld [...]“ (Katalog Hannover)

Archiv: FH Hannover, Präsenzbestand; Uni Oldenburg

 

ANGST VORM GOTT: UND DER REST IST MIR EGAL (BRD 1998, Stefan Hillebrand)

Länge: 00:29:00

Sendung: 3sat, 07.04.1999

Inhalt: Porträt eines türkischen Jugendlichen aus Mannheim.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DIE LETZTE REISE. MUSLIME NACH DEM TOD (BRD 1999, Jochen Menzel)

Länge: 00:10:00

Präsentationsform: Kurz-Dokumentation

Inhalt: „Wenn in Nürnberg eine Maschine der Turkish Airlines abhebt, befindet sich des öfteren auch ein Sarg im Rumpf. 1997 registrierte das Türkische Konsulat für Nord-Bayern rund 170 Sterbefälle türkischer Staatsbürger. Fast alle wurden nach dem Tod in die Türkei überführt. Es war ihr Wunsch, nach islamischem Ritus in der Heimat bestattet zu werden.

Das islamische Gräberfeld auf dem Nürnberger Südfriedhof wurde 1989 auf Anregung des Ausländerbeirats geschaffen. Mit ihm wollte man den über 30.000 in Nürnberg lebenden Muslimen, darunter auch vielen deutschen, eigene Bestattungsmöglichkeiten geben.
Inzwischen sind fast 60 Gräber belegt. Doch es waren zunächst bosnische Kriegsflüchtlinge, die hier ihre letzte Ruhe fanden. Zur Zeit werden auch in Fürth und Erlangen islamische Gräberfelder eingerichtet. Obwohl die Friedhofsverwaltungen sich bemühen, den muslimischen Bestattungsriten entgegenzukommen, bleiben sie doch ein ungeliebtes Provisorium.“ (DGB Bildungswerk)

Archiv: DGB Bildungswerk

 

ISLAM IM KLASSENZIMMER (BRD 1999, Margarethe Steinhausen)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von:

Inhalt: „Die Richard-Schule in Berlin: etwa zwei Drittel der Kinder in der vorgestellten Klasse sind Muslime. Ihre Lehrerin versuchte bislang, soweit es der Rahmenplan erlaubte, auch über das Thema Islam zu informieren. Bislang gab es in Berlin keinen islamischen Religionsunterricht - obgleich die Muslime die drittgrößte Religionsgemeinschaft stellen - das soll sich nun mit Beginn des nächsten Schuljahres ändern. Gleich zwei Modelle konkurrieren miteinander: Bekenntnisunterricht kontra Islamkunde. Die Schulverwaltung will der multikulturellen Zusammensetzung in den Klassenzimmern Rechnung tragen und einen Schulversuch "Islamkunde" starten. Schon jetzt aber bestehen Ängste und Vorbehalte in den Reihen der Elternschaft - die mit diesem Unterricht beauftragte Islamische Föderation scheint manchem zu fundamentalistisch“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

ZWISCHEN KEBAB UND KARRIERE (BRD 1999, Norbert Kron)

Länge: 00:32:00

Im Auftrag von: RBB

„In der Oranienburger Straße betreibt Zetra seine dritte "In-Kneipe", in der sich die Berliner Szene trifft. Demnächst eröffnet der junge Türke ein "Hammam", ein türkisches Bad, in einer ehemaligen Kirche. Der selbstbewusste Geschäftsmann geht erfolgreich seinen Weg, fühlt sich jedoch den traditionellen Werten seiner Großfamilie verbunden, mit der er in der Hauptstadt wohnt. So wie er leben viele junge Türken, die in Berlin geboren sind: ein Doppelleben zwischen Tradition und Selbstbestimmung. Sie sind die so genannte dritte Generation, die Enkel der einstigen Gastarbeiter. Sie haben zwar in der Regel noch immer keinen deutschen Pass, aber: Berlin ist ihre Heimat, und wer sie berlinern hört, zweifelt nicht daran. Längst sind sie aus der Künstlerszene nicht mehr wegzudenken. So sind der Fotograf Ali Kepenek und der Filmemacher Thomas

schon zu Kultfiguren avanciert“ (3sat-online).

Archiv: RBB

 

MENSCHEN AUF DER TREPPE (BRD 1999, Hatice Ayten)

Länge: 00:34:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Die Filmemacherin Hatice Ayten widmet sich in der Kurzdokumentation "Menschen auf der Treppe" zwei Orten, die für zahllose Türken zu einem Symbol der Migrationsbewegung geworden sind: den Istanbuler Bahnhöfen Sirkeci und Haydarpasa“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

DIE SPRACHMAUER. WENN NEUE PÄSSE KEINE CHANCEN BRINGEN (BRD 1999, Peter Adler)

Länge: 00:43:00

Im Auftrag von: RBB

Inhalt: „Dokumentation über die Zusammenhänge zwischen Sprachfertigkeit und Integration bei Kindern türkischer Mitbürger in Berlin. Welche Konsequenzen sind aus dem Phänomen der Halbsprachigkeit der dritten Generation zu ziehen? Szenen aus dem Alltag traditioneller und integrierter türkischer Familien in Berlin zeigen die unterschiedlichen Probleme mit Sprache, Kultur, Erziehung und Beruf“ (Deutsches Rundfunkarchiv).

Archiv: Privat

 

EHRENSACHE (BRD 1999, Dagmar Gellert)

Länge: 01:20:00

Produktion: unabhängig

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Über ein Jahr lang hat die Bremer Filmemacherin Dagmar Gellert eine mehrheitliche türkische Jugendclique aus der Lüssumer Heide in Bremen - Blumenthal und in Izmir mit der Kamera begleitet. Im Theaterprojekt "Romeo und Julia“, das vom Bremer Senat mitfinanziert wurde, versuchen professionelle Theatermacher, die gewalttätigen Energien der Clique in Kreativität umzuwandeln. Der Film zeichnet ein Porträt der jungen Türken und begleitet sie vor und nach diesem Theaterprojekt.

Archiv: Privat

 

SERAPS EHRE (BRD 1999, Nura Chrystal Baisch)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF (37 Grad)

Ausstrahlung: 12.10.1999

Inhalt: „Serap besucht die siebte Klasse der Hauptschule in Neustadt an der Weinstraße, als ihre Eltern sie mit einem entfernten Verwandten in der Türkei verloben. Die kindlichen Proteste nehmen die Verwandten zunächst nicht zur Kenntnis. Erst ein Suizidversuch bringt die Eltern zum Nachgeben. Die Verlobung wird aufgelöst. Zwei Jahre später entscheidet die Familie: Serap heiratet in der Türkei. Sieben Jahre lang lebt Serap nun als Bäuerin in einem Dorf im Südosten der Türkei, sie bekommt zwei Kinder von einem Mann, den sie nie lieben wird. Als ihre Eltern ihr endlich widerwillig die Scheidung zugestehen, höhnt ihr Ex-Mann: "Nun, wir werden sehen, wer für sein Bett die Frau kauft, die ich schon verbraucht habe." Als ihre Eltern erfahren, dass Serap sich in einen jungen Mann aus der Nachbarschaft verliebt hat, zwingt der Vater sie, nach Deutschland in die elterliche Wohnung nachzuziehen. Der 26-Jährigen gelingt die Flucht aus dem elterlichen Gefängnis in ein Frauenhaus. Ihr Freund Ali lebt inzwischen als "Illegaler" in Deutschland. Abends, wenn die Kinder schlafen, telefonieren sie manchmal, reden über die Zukunft und warten auf ihr gemeinsames Kind. Serap kämpft darum, den Mann der eigenen Wahl zu heiraten, seinen Aufenthalt zu legalisieren. Für ihre Familie ist sie tot. Der Film zeichnet die Stationen dieser Liebesgeschichte nach, den abenteuerlichen Versuch einer jungen Frau, sich aus den Fesseln des Elternhauses zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“ (3 Sat).

Archiv: FH Hannover; Uni Oldenburg

 

DEUTSCHE POLIZISTEN (BRD 1999/2000, Aysun Bademsoy)

Länge: 00:55:00

Im Auftrag von: ARD

Ausstrahlung: 28.07.1999

Inhalt: „Bürol B. ist 23 Jahre alt, ehemaliger Türke, lebt in Berlin und ist von Beruf Polizist. Zu seinem Berufsalltag gehört es einerseits, betrunkene Fußballfans zu eskortieren, die fortwährend rechte Parolen skandieren, und andererseits in Bezirken mit hohem Ausländeranteil polizeiliche Maßnahmen gegen türkische Landsleute zu ergreifen“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover; Uni Oldenburg, Max-Planck-Institut Göttingen, Uni Hildesheim

 

„DU NIX DEUTSCH?“ (BRD 2000, Ana Rios)

Länge: 00:45:00

Sendung: Südwest 3, 21.08.2000

Inhalt: Gastarbeiter der ersten und zweiten Generation berichten, wie sie nach und nach von Saisonarbeitern zu Einwanderern wurden – und in Deutschland heimisch.

Archiv: Haus des Dokumentarfilms, Uni Oldenburg

 

HIER WOHNEN NUR NOCH TÜRKEN (BRD 2000, Martin Buchholz)

Länge: 00:20:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Deutsche und türkische Frauen in einem von zahlreichen Türken bewohnten Duisburger Stadtteil bemühen sich um Begegnung und friedliche Nachbarschaft. Sie treffen sich, um zu reden, zu kochen, zu essen, von einander zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Der Film spart die Probleme nicht aus, weist aber darauf hin, dass partnerschaftliches Handeln eine Chance in sich birgt: Der Stadtteil Duisburg-Marxloh wird nicht mehr sein, was er war. Es gilt jedoch, gemeinsam eine Heimat mit einem neuen - menschlichen - Antlitz zu schaffen (Landesbildstelle Hamburg)

Archiv: Landesbildstelle Hamburg

 

EIN HAUCH VON ORIENT – TÜRKISCHER ALLTAG IN NÜRNBERG GOSTENHOF (BRD 2000, Meinhard Prill)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: Phoenix

Inhalt: „Nicht nur in Berlin-Kreuzberg wird das Straßenbild entscheidend von türkischen Bürgern geprägt, auch im Stadtteil Nürnberg-Gostenhof leben sehr viele Türken. Sie haben dort ihre eigene Kultur entwickelt. Die Nürnberger nennen das Viertel auch Gostanbul - wegen seiner großen türkischen Gemeinde. Sozusagen ein Klein-Istanbul inmitten der fränkischen Metropole“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover

 

GEBORGEN ZWISCHEN ZWEI WELTEN – EINWANDERERENKEL UND IHRE GROSSELTERN (BRD 2000, Susanne Babila)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: SWR

Inhalt: „Die Enkelgeneration der Einwanderer beherrscht die hiesigen Dialekte oft besser als die Sprache ihrer Eltern und Großeltern. Die Kultur und das Land ihrer Vorfahren ist ihnen meist fremd. Wie nehmen die Enkel ihre Eltern und Großeltern wahr, was trennt und was verbindet sie und wie lernen beide voneinander? Filmautorin Susanne Babila hat eine türkische und eine eritreische Familie befragt, wie sich das Leben und die Blickweisen innerhalb von zwei Generationen verändert haben“ (Katalog FH Hannover)

Archiv: FH Hannover

 

DIE TÜRKEN ODER WARUM FARUK EINEN GRÜNEN MERCEDES FÄHRT (BRD 2000, Rita Knobel-Ulrich)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ARD

Ausstrahlung: 27.07.2000

Inhalt: „Wer in diesem Land lebt, muss seine Bewohner kennen - die Türken zum Beispiel. Türken in Deutschland, das sind Malocher im Hamburger Hafen und im Ruhrpott, die kaum Deutsch sprechen, aber seit 30 Jahren hier arbeiten. Das sind aber auch gebildete, eloquente Geschäftsleute, Schauspieler, Ärzte, Politiker, die sich manchmal noch nicht einmal mehr durch einen leichten Akzent von ihrer Umgebung unterscheiden. Türken in Deutschland - das sind Frauen im Kopftuch, die in einer traditionellen Großfamilie leben, aber auch junge Frauen im Minirock, die nicht mehr wissen, wohin sie eigentlich gehören. Der Beitrag vermittelt einen Insider-Blick, der vielleicht Empörung, Zustimmung, Entrüstung, Kopfschütteln auslöst, auf jeden Fall aber - wie ein Türke im Film sagt - Quantensprünge in deutschen Köpfen bewirkt“ (ARD).

Archiv: FH Hannover; Uni Oldenburg

 

WEIL DAS HIER NICHTS BESONDERES IST. TÜRKISCHE MÄDCHEN IN KÖLN-CHORWEILER (BRD 2001, Lisa Glahn)

Länge: 00:58:00

Produktion: Lisa Glahn Produktion

In Co-Produktion mit:  3Sat/ZDF

Inhalt: „"Mädchen und Gewalt", dokumentiert im Prozess des Erwachsenenwerdens junger türkischer Mädchen in der Peripherie einer deutschen Großstadt. Schon früh mussten sich Biby und ihre Freundinnen Platz, Respekt und Namen in ihrem Viertel erkämpfen. Ihr provozierendes Auftreten steht im krassen Gegensatz zu der traditionellen türkischen Mädchenrolle. Sie befinden sich auf einer stetigen Gradwanderung zwischen Familienverbundenheit und Ghetto-Status“ (http://www.ladoc.de/film.php?id=33).

Archiv: Privat

 

DER ZWEITE STAAT (BRD 2001, Daniel Gräbner)

Länge: 00:48:00

Im Auftrag von: Kölner Hochschule für Medien (KHM)

Inhalt: Ein Film über einen geistig verwirrten ehemaligen Gastarbeiter, der illegal in einer Baracke in Köln lebt. Eines Morgens kommen Gerichtsvollzieher, Polizei und Räumungsfirma. Weil er sich widersetzt, nimmt ihn die Polizei mit auf die Wache und hält ihn dort bis zum späten Nachmittag fest. In dieser Zeit wird sein Haus leergeräumt. Einige große Maschinen – Schweißgeräte, Transformatoren etc. – werden sichergestellt, 120.000,- DM Bargeld verschwinden, eine große Menge Werkzeug wird für 100,- DM an einen Flohmarkthändler verkauft, der Rest landet im Container. Einen Tag später ist das Haus abgerissen. Mustafa Kemal Adiyaman schläft auf der Straße“ (KHM).

Archiv: KHM

 

IN FREMDER ERDE (BRD 2001, Ayhan Salar)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Oben in den Sitzen sind sie gekommen, unten im Gepäckraum fliegen sie zurück." Das sagt Mektube Tasci, während sie einen 97kg schweren Sarg in den Flieger nach Istanbul verladen lässt. Frau Tasci ist eine junge islamische Bestatterin in Hamburg. Die wenigen Verstorbenen, die sie hier unter die Erde bringt sind Kinder oder Asylbewerber. Meistens sorgt sie für die Rückführung der verstorbenen Migranten. Sterben in der Fremde ist heute ein Migrationsproblem. Ein Dokumentarfilm über das Sterben in der Fremde. Am Beispiel der türkischen Migranten wird Umgang und Auseinandersetzung mit dem Tod und den Toten fernab der Heimat dargestellt“ (Filmbüro Bremen).

Archiv: Privat

 

WIE DUDU NACH DEUTSCHLAND KAM (BRD 2001, Hanno Krieg/Silke Mauritius)

Länge: 00:30:00

Produktion: unabhängig

Inhalt: „Im Fotoladen am Nobistor lässt sich fast jedes türkische Hochzeitspaar fotografieren. Hier lernen wir Arif und Harald kennen. Die Folge erzählt wie Arif, der türkische Besitzer des Fotoladens, seinen deutschen Freund Harald mit seiner Schwägerin Dudu in der Türkei verheiratet. Auf dem Weg dorthin beobachten wir, in welcher Art die beiden Männer die kulturellen Differenzen verhandeln und wie sie eine Vielzahl organisatorischer Hürden nehmen“ (http://www.nobisbene.de/kapitel/seriell/foto.html).

Zu beziehen: www.nobisbene.com

 

WIR HABEN VERGESSEN ZURÜCKZUKEHREN (BRD 2001, Fatih Akin)

Länge: 00:59:00

Im Auftrag von: NDR

Inhalt: „Fatih Akin, einer der erfolgreichsten Regisseure des deutsch-türkischen Kinos, begibt sich in diesem Dokumentarfilm auf eine sehr persönliche Suche nach seinen familiären und kulturellen Wurzeln. Akin beobachtet den privaten wie auch den Arbeitsalltag seiner Eltern und lässt sie von ihren Erfahrungen in der "neuen Heimat" berichten. Er reist außerdem von Hamburg-Altona, wo er 1973 geboren wurde, in das türkische Fischerdorf am Schwarzen Meer, von dem seine Eltern einst auszogen, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen“ (3Sat).

Archiv: Uni Bremen, FH Hannover, Uni Oldenburg

 

IN VERSE HÜLL ICH MEINE BROTE (BRD 2001, Gülseren Suzan, Jochen Menzel)

Länge: 00:42:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Der Gemüsehändler und Dichter Garip Yilderim stammt aus einem Dorf in Anatolien und lebt seit 1973 in Erlangen. Er besuchte nie eine Schule, brachte sich selbst Lesen und Schreiben bei. Seit sieben Jahren betreibt er den Gemüseladen Merhaba ("Seid gegrüßt"). Sein Anatolien, seine Eltern, seine Kindheit auf den Baumwollfeldern bei Adana, seine neue Heimat - das ist der Stoff, aus dem Garip seine Gedichte macht, die inzwischen in mehreren Büchern veröffentlicht sind. Das Porträt schildert den langen Weg, den Garip gegangen ist, und sein heutiges Leben“ (17. Internationales Dokumentarfilmfestival München).

Archiv: DGB Bildungswerk

 

DAS HAUS AM ENDE DER STRASSE / EIN MULTIKULTURELLES ALTENENTRUM  (BRD 2001, Wolfram Giese)

Länge:  00:51:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Die Generation der ersten 'Gastarbeiter' kommt in die Jahre. Die meisten wollten nach Hause zurückkehren, doch sie haben den Absprung nicht geschafft. Auch die klassische Großfamilie in der Jung und Alt zusammenlebt, gibt es bei den Migranten der zweiten und dritten Generation nicht. So werden immer mehr Ausländer pflegebedürftig und suchen einen Platz in einem Heim. 1997 wurde in Duisburg das erste und bisher einzige multikulturelle Seniorenzentrum in Deutschland eröffnet. Und doch lebt es ständig in dem Konflikt, das nur wenige Migranten im Heim leben, aber anscheinend doch ein Bedarf existiert. Ständig neue Nachfragen von älteren Migranten und ihren Angehörigen aus ganz Deutschland belegen das. 'Tagebuch' erzählt anhand der Lebenssituationen von Personen den Tagesablauf im multikulturellen Seniorenzentrum 'Haus am Sandberg'“ (Katalog Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

EISZEIT AN DER RUHR (BRD 2002, Peter Schran)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Im Duisburger Migrantenstadtteil Bruckhausen brodelt es wie schon lange nicht mehr. Mit großer Verwunderung registrieren die wenigen Deutschen, die hier noch wohnen, dass sich die Muslime des Stadtbezirks "irgendwie völlig verändert haben". Die "ziehen sich auf breiter Front zurück", weiß der Stadtteilpolizist zu berichten. "Damit hätten wir nie im Leben gerechnet - hier hat ihnen wirklich niemand etwas getan, nicht vor den Terroranschlägen vom 11.09. und auch nicht nachher", meinen auch Lehrer und der Grundschuldirektor der Islam-Hochburg mit mehr als 85 Prozent Ausländeranteil. Die Reportage von Peter Schran begleitet staatliche und kirchliche Funktionsträger des Stadtteils bei ihren aktuellen Erkundungen über die geänderte Stimmungslage in den muslimischen Gemeinden. Am Beispiel der Bruckhausener "Parallelgesellschaft" soll gezeigt werden, ob und ggf. wie sich die hiesigen Muslime derzeit radikalisieren und ob die Forderung nach Dialog womöglich unerhört verhallt. Die Einschätzung der Lage durch die Sicherheitsbehörden sowie Recherchen und Interviews in den Zentralen der islamischen Vereinigungen von Milli Görüs, Diaynet, VIKZ und der Kaplan-Anhänger vom ICCB sollen die aktuelle Bestandsaufnahme vor Ort abrunden“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover Präsenzbestand

 

.NEUNZEHN TAGE NACH NEW YORK – MUSLIME IN HAMBURG (BRD 2001, Klaus Balzer)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: NDR

Inhalt: „In dieser Reportage wird das Leben und der Alltag der Muslime in Hamburg gezeigt. Hamburg - eine Stadt im Visier der Fahnder nach den Terroranschlägen in den USA. Von den 1, 8 Millionen Hamburgern bekennen sich 140.000 zum Islam. Die als weltoffen geltenden Hamburger leben mit den Muslimen in guter Nachbarschaft. Die Alternative "Koran oder Bibel" hatte bislang den Religionsfrieden nie ernsthaft gefährdet. Impressionen aus der Stadt - 19 Tage nach dem Terror-Anschlag in den USA“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

UNTER VERDACHT? – MUSLIME IN DEUTSCHLAND (BRD 2001, Ulf Eberle)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF (37 Grad)

Ausstrahlung: 23.10.2001

Inhalt: „In der Bundesrepublik leben inzwischen zirka drei Millionen Muslime. Sie kommen aus der Türkei, aus Südostasien, aus den Maghreb-Staaten, aus Afrika. Vor allem in den industriellen Ballungsgebieten Deutschlands sind sie zu Hause, willkommene Arbeitskräfte für Bereiche, in denen deutsche Arbeitnehmer fehlen. In den Großstädten beleben sie die Gastronomie-Szene, die Tourismus-Branche und viele andere geschäftliche Bereiche. Viele der jungen Muslime sind hier geboren und aufgewachsen, leben bereits in dritter Generation in einem Land, in das einst ihre Großeltern und Eltern einwanderten. Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld hat sich die Stimmung bei den türkischen Bewohnern sehr verändert. Frauen mit Kopftuch sind verängstigt, sie erfahren Anpöbeleien auf der Straße, manchmal auch körperliche Angriff. Auch die Kinder berichten von Feindseligkeiten durch Mitschüler, aber auch durch Lehrer. Das Beratungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen früher eher Treffpunkt und Weiterbildungsstätte ist inzwischen zur Anlaufstelle für Konfliktsituationen geworden. Die Sendung "Unter Verdacht - Muslime in Deutschland" stellt Menschen in den Mittelpunkt, die in Deutschland den Islam leben. Sie geben Auskunft über eine fremde Welt und darüber, was sich für sie im Zusammenleben mit den deutschen Nachbarn verändert hat“ (LI Hamburg).

Archiv: Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, Uni Oldenburg

 

WIE ZUCKER IM TEE (BRD 2001, Hatice Ayten)

Länge: 01:15:00

Im Auftrag von: ÖR

Ausstrahlung: 05.07.2001

Inhalt: „Die Türken der zweiten und dritten Generation in Deutschland partizipieren in viel stärkerem Maß an der deutschen Gesellschaft, Kultur und Kunst als es in der Diskussion um Integration und Ausgrenzung oft dargestellt wird. Sie zeigen, dass es oft nicht am Integrationswillen der hier lebenden Ausländer mangelt, sondern an der Bereitschaft der Gesellschaft, sie aufzunehmen. Vertreter dieser emanzipierten Generation von Türken sprechen über ihre multiple Identität zwischen den Kulturen und erklären, wie sie ihr Deutschsein verstehen“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover, Uni Bremen, Uni Oldenburg

 

HEIMAT IST HEIMAT – EIN JUNGER TÜRKE ERZÄHLT (BRD 2002, Anna Soehring)

Länge: 00:30:00

Inhalt: „Der Film porträtiert eine in Düsseldorf lebende türkische Familie aus der Sicht des 32jährigen Sohnes. Darin berichtet er von seinem Alltagsleben in der Bundesrepublik und der wirtschaftlichen Situation seiner Familie. Auch das so genannte Traditionsbewusstsein der Türken und die Bedeutung der jährlichen Heimatbesuche sowie die subjektiv empfundene Kälte der deutschen Gesellschaft sind Themen der Dokumentation“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

JUNG, ERFOLGREICH, MUSLIMISCH (BRD 2002, Günther B. Ginzel)

Länge: 00:30:00

Inhalt: „Der Filmemacher Bernd Ginzel porträtiert zwei muslimische Frauen in Deutschland, stellt ihr Verständnis vom Islam dar und zeigt, wie sie ihr religiöses Bekenntnis mit ihren Berufsambitionen vereinbaren. Der Regisseur „begleitet die muslimischen Frauen unter anderem in eine Frauenmoschee, auf einen islamischen Friedhof sowie zu einer Party und gewährt damit Einblicke in den Alltag, ihr Denken und Fühlen. Ginzel stellt Musliminnen vor, die nicht den gängigen Klischees entsprechen und für die Islam und Emanzipation keinen Gegensatz darstellen“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

GASTARBEITER DER ERSTEN GENERATION (BRD 2002)

Länge: 00:16:00

Inhalt: Zusammenstellung zeitgenössischer Berichte aus Wochenschau und Fernsehen Archiv: Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg

 

WIR WOLLEN DEN WAHREN ISLAM – JUNGE MUSLIME IN DEUTSCHLAND (BRD 2002, Gisela und Udo Kiliman)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Der 14-jährige Selman lebt in einem islamischen Schülerwohnheim in Süddeutschland. Vormittags besucht er die örtliche Realschule, den Nachmittag verbringt er im Wohnheim. Dort gibt's u. a. Koranunterricht. Selmans Eltern wollen, dass der Junge im wahren Islam erzogen wird. Darum lebt er im Heim - abgeschottet von der "bösen" Welt draußen. An einer Universität im Ruhrgebiet trifft sich eine Hochschulgruppe, ausschließlich Männer. Sie wollen den reinen Islam verwirklichen - ohne Kompromisse. Demokratische Gesetzgebung sei nicht mit dem Islam vereinbar, sagen einige, schließlich habe Allah im Koran bereits alle Gesetze erlassen. Im sozialen Problemgebiet einer Großstadt besuchen junge Männer regelmäßig einen islamischen Jugendtreff. Hier gilt die Religion als Bollwerk gegen die "unislamischen" Verhältnisse in der deutschen Gesellschaft. Unter den 3,2 Millionen Muslimen in Deutschland gibt es einige Gruppen, die in einer Art "Parallelgesellschaft" leben. Sie nutzen den Schutz der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit, propagieren aber einen fundamentalistisch verstandenen Gehorsam gegenüber dem Koran. Lassen sich islamisches Bewusstsein und Toleranz miteinander vereinbaren?“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

DIE KÖLSCH-TÜRKEN – JUGEND ZWISCHEN ZWEI KULTUREN (BRD 2002, Petra Glinski)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: Süddeutsche TV/VOX

Inhalt: „Köln-Mülheim: 57 Prozent "Ausländeranteil" - so der amtliche Sprachgebrauch. Keupstraße - "Klein-Istanbul" - so der inoffizielle Sprachgebrauch. Hier gibt es Kölns besten Kebab-Imbiss, zwanzig Teestuben und ein Dutzend türkischer Gemüsehändler. Eine Gruppe von türkischen Jugendlichen verbringt rund um die Keupstraße den größten Teil ihrer Freizeit. Sie sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Dreimal die Woche trifft sich die Clique im "Jugendladen", direkt um die Ecke zur Keupstraße. Sie lieben Markenkleidung und prügeln sich ab und zu. Und wenn sie sich prügeln, geht es meist um Ehrverletzungen und Beleidigungen. "In Köln-Mülheim kann man geboren werden und sterben - ohne je ein Wort deutsch gesprochen zu haben", sagt eine türkischstämmige Sozialarbeiterin. Grund hierfür sind die miserablen Deutsch-Sprachkenntnisse türkischer Kinder: Bis zu 63 Prozent der Kinder nicht deutscher Herkunft sprechen bei der Einschulung kein oder nur sehr schlecht Deutsch. Die Hauptursachen: Ghetto ähnliche Wohnsituation und die immer größere Verfügbarkeit türkischer Massenmedien. Jugendliche Türken, die in Deutschland aufgewachsen sind, haben - auch deswegen - ein Identitätsproblem. Sie fühlen sich weder als Deutsche, noch als Türken. Sie leben zwischen zwei Kulturen“ (FH Hannover).

Archiv: Hannover oder Süddeutsche TV kostenpflichtig

 

SALVATORE UND MUSTAFA – ALT WERDEN IN DER FREMDE (BRD 2002, Susanne Babila)

Länge: 00:30:00

 

ZWISCHEN RAP UND RAMADAN (BRD 2002, Margarete Mehring-Fuchs/Stefan Laur)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: SWR Schulfernsehen

Inhalt: „Die Porträts von vier jungen Muslimen werden einander gegenüber gestellt. Sie alle leben in Deutschland, doch ihre Lebenswege verlaufen sehr unterschiedlich. Offen erzählen sie von ihrer Religion und der Zerrissenheit, die sich aus dem Leben zwischen zwei Kulturen ergibt“ (LI Hamburg).

 

UNTER VERDACHT – TÜRKISCHE ISLAMISTEN IN DEUTSCHLAND (BRD 2002, Margarethe Steinhausen)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ARD

Ausstrahlung: 18.09.2002

Inhalt: „Seit den Anschlägen von New York und Washington stehen auch muslimische Vereine in der Bundesrepublik unter Verdacht. Je mehr bekannt wurde über die Verbindungen der Täter vom 11. September nach Deutschland, desto stärker gerieten die muslimischen Vereine ins Visier der Experten für innere Sicherheit. Beobachtet werden nicht nur offen verfassungsfeindliche Gruppen wie der Kalifatstaat in Köln, sondern auch solche Organisationen, die bisher nur für wenig Aufsehen gesorgt haben. Besonders schwierig ist die Lage für die größte islamische Gruppierung in Deutschland, die Gemeinschaft Milli Görus mit ihren ca. 40.000 Mitgliedern, die aber gleichzeitig nur ein Prozent aller Muslime in Deutschland vertritt. Milli Görus unterhält nicht nur zahlreiche Moscheen und ein komplexes Firmenimperium, sondern bietet auch umfangreiche Jugendarbeit an. Die Autorin hat Kontakte zu dieser nach außen streng abgeschotteten Gemeinschaft bekommen. Gezeigt wird dabei eine Organisation im Umbruch, in der langsam jüngere Muslime die Führung übernehmen und sich für einen "Islam deutscher Prägung" einsetzen“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover, Uni Oldenburg

 

ZWISCHEN DEN WELTEN : EIN IMAM IN DEUTSCHLAND (BRD 2002, Jana Matthes/Andrea Schramm)

Länge: 00:29:00

Produktion: ZDF (37 Grad)

Präsentationsform: Reportage

Sendung: ZDF, 26.03.2002.

Inhalt: Reportage über einen Imam, der in der Mannheimer Moschee Koranschüler unterrichtet.

Archiv: Uni Oldenburg

 

300 METER HEIMAT (BRD 2003, Thomas Förster)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „An den Hauswänden Reklameschilder in einer Sprache, die man zwar häufig gelesen hat, die aber dennoch kein Deutscher versteht. Kaffeehäuser neben kitschigen Importläden, Moscheen neben Imbissbuden. Eine Straße mitten in Köln: Die Keupstraße. Die Häuser waren abgewohnt, kaum ein Deutscher wollte in den 60er und 70er Jahren hier noch wohnen. Billiger Wohnraum war nur noch bei Türken gefragt, "Gastarbeitern". Die ersten kamen vor 40 Jahren, um auch in Köln zu arbeiten. Bei Ford, Felten-Guillaume oder KHD. Den Pionieren folgten türkische Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Juweliere, Übersetzungs- und Reisebüros. Heute sind 90 Prozent der Bewohner in der Keupstraße Türken. Auf den Klingelschildern der Keupstraße findet man nur noch wenige deutsche Namen. Das Zusammenleben zwischen Türken und den wenigen Deutschen ist nicht immer ganz einfach. Aber trotzdem: "Die Keupstraße ist meine Heimat", sagen fast alle, egal wie sie heißen, ob Özdag oder Conrad“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

ZWISCHEN KARATE UND KORAN – MUSLIME IN KORNWESTHEIM (BRD 2003, Ahmed Senyurt)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Der Film zeigt muslimischen Alltag in Kornwestheim bei Stuttgart im Spannungsfeld zwischen Religion, Politik und Traditionen. Ein Film, der sehr genau beobachtet und schildert, wie es um die Integration von muslimischen Migranten in der deutschen Gesellschaft steht. Seit mehr als 40 Jahren leben Muslime aus der Türkei und anderen Ländern in Kornwestheim. Die "Salamander"-Stadt vor den Toren Stuttgarts wurde zur Heimat für viele Gastarbeiter und ihre Familien. Jahrzehnte lang garantierten Unternehmen wie der Motorradhersteller Kreidler, der Schuhproduzent Salamander und die Deutsche Bundesbahn sichere Arbeitsplätze. Die Firmen haben Stellen abgebaut und Arbeiter entlassen. Die Arbeitslosigkeit trifft nicht zuletzt die Migranten. Die meisten von ihnen leben im Viertel an der Bolzstraße. Dort liegt der Anteil der Ausländer bei 70 Prozent. Wer es sich leisten kann, zieht von hier weg. Zurück bleiben Migranten, Rentner, Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger. Türken und Muslime bleiben immer häufiger unter sich. Aber auch sie bilden keine Einheit, sondern gehören verschiedenen religiösen Gruppen an, die sich zum Teil argwöhnisch begutachten. "Integration" scheitert in diesem Milieu vielfach schon an der Sprache, aber auch an fehlenden Angeboten und Desinteresse“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

MAHREM, ÖFFNE DICH!: TÜRKISCHE FRAUEN ZWISCHEN ISLAM UND MODERNE (BRD 2003, Hatice Ayten)

Länge: 00:45:00

Produktion: Tag-Traum Film Köln

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Sendung: Arte, 26.08.2003.

Inhalt: „In der Türkei und in Deutschland treten immer mehr muslimische Frauen an die Öffentlichkeit. Sie tun es hörbar und sichtbar, interpretieren den Koran neu, sehen das islamische Gewand als ein Instrument zur Herstellung, zum Wechsel oder Verbergen von Identität. Das Neue an dieser islamischen Frauenbewegung ist, dass die Protagonistinnen entschieden den öffentlichen Raum besetzen wollen und die Bildung der Frau für das höchste Gebot halten. Der Film beschreibt das Streben nach Emanzipation türkischer Frauen als Gratwanderung zwischen westlicher Zivilisation und islamischer Tradition“ (Produktionsmitteilung).

Archiv: Uni Oldenburg

 

NIX DEUTSCH – EINE SCHULE KÄMPFT FÜR INTEGRATION (BRD 2003, Rita Knobel-Ulrich)

Länge: 00:30:00

Produktion: NDR

Präsentationsform: Reportage

Sendung: NDR, 13.01.2004

Inhalt: Reportage über die Integration von ausländischen Kindern in der Grundschule Slomanstieg in Hamburg-Veddel.

Archiv: Uni Oldenburg

 

DEUTSCHLAND WÄRE MEINE RICHTIGE HEIMAT (BRD 2003, Mario di Carlo)

Länge: 00:32:00

Produktion: Unmündigen e.V.

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: „Jeweils drei Mannheimer Aussiedlerjugendliche und Jugendliche türkischer Herkunft schildern in diesem Film humorvoll und selbstbewusst, ehrlich und teils wütend ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung u. a. in der Schule, bei der Stellensuche und auf dem Ausländeramt in Deutschland.  Die Porträts vermitteln einen eindrucksvollen und feinfühligen Einblick in die Alltags- und Gefühlswelten der jungen Migrantinnen und Migranten und illustrieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Themen Schule, Freundschaft und Migration. Weitere inhaltliche Schwerpunkte sind Aufenthaltsstatus und Staatsbürgerschaft. Dabei wird deutlich, inwiefern die deutsche bzw. die türkische Staatsbürgerschaft das Leben der Jugendlichen im Alltag und ihr "Heimatgefühl“ prägt“ (DGB Bildungswerk).

Archiv: DGB Bildungswerk

 

ERFOLGREICHE TÖCHTER – TÜRKINNEN MACHEN KARRIERE (BRD 2003, Susanne Babila)

Länge: 00:30:00

 

DIE WOLKEN SIE ZIEHEN DAHIN (BRD 2003, Gülseren Suzan/Jochen Menzel)

Länge: 00:20:00

Inhalt: Der Film berichtet über das Leben eines wolgadeutschen und eines türkischen Rentnerpaares in Deutschland. Konrad und Margreta Grün stammen aus einem Dorf an der Wolga, aus dem sie 1941 nach Kasachstan vertrieben wurden. Als Aussiedler kamen sie 1998 nach Nürnberg, in dem sie seitdem als deutsche Staatsbürger leben. Das Ehepaar Grün empfindet die Auswanderung nach Deutschland als endgültige Rückkehr in das Land der Vorfahren. Osman und Mevlüde Bulut wuchsen auf in einem kleinen Dorf am Schwarzen Meer. 1969 war der Mann als Arbeiter angeworben worden. Seine Frau folgte ihm zwei Jahre später. Obwohl sie schon über 30 Jahre in Deutschland leben, sind sie sich nicht sicher, wo sie zu Hause sind (DGB Bildungswerk).

Archiv: DGB Bildungswerk

 

BEN KIMIM?/WER BIN ICH? (BRD 2003, Canan Yilmaz)

Länge: 00:04:00

Produktion: Bauhaus Universität Weimar

Präsentationsform: Experimentalfilm

Inhalt: Experimentalfilm zum Thema der transnationalen Identität, in dem Canan Yilmaz auch mit Stereotypen spielt.

Archiv: -

 

ALLAH UND ICH – MUSLIME IN BERLIN (BRD 2004, Sabine Carbon)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „In Berlin leben rund 200.000 Muslime. Ebenso zahlreich sind ihre Lebenswelten, in die sie hineingewachsen sind, die sie sich aufgebaut oder erobert haben. Nicht jeder Muslim ist gläubig, viele sind religiös, oft auf ganz individuelle Weise, und in traditionellen Familien verlaufen oftmals Gräben zwischen den Generationen. Die Geborgenheit der islamischen Familie ist für die einen unverzichtbar, für die anderen ein Fluch. Mohamed Askari, Musiker aus Ägypten, war die islamische Welt zu eng. Die türkische Barbesitzerin Peri Aliabbasoglu überwarf sich mit ihrem Vater, der ihren Lebenswandel missbilligte. Aziza A., Rapperin aus Kreuzberg, liebt die orientalischdeutsche Wärme des Bezirks, und Sabuha Salam lotet als homosexueller Bauchtänzer die Toleranz seiner islamischen Umgebung aus. Wie viel Individualismus erlaubt der Islam?“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

FREMDE NACHBARN – MUSLIME ZWISCHEN ISOLATION UND INTEGRATION (BRD 2004, Chiara Sambuchi)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Viele islamische Vereine bieten muslimischen Jugendlichen eine Anlaufstelle, aber tragen sie auch zur Integration bei? Fördern sie den Dialog zwischen den Religionen? Besonders die Vereinigung Mili Görüs steht im Verdacht, eine desintegrative Jugendarbeit zu leisten. Kann die Integration der strenggläubigen muslimischen Mitbürger gelingen? Chiara Sambuchi geht der Frage nach“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

KREUZ RAUS – KOPFTUCH RUNTER: EIN DEUTSCHER STREIT UM DIE RICHTIGE RELIGION (BRD 2004, Samuel Schirmbeck)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: Reportage um den Kopftuchstreit an deutschen Schulen

Archiv: FH Hannover

 

ZWISCHEN WUPPER UND TIGRIS (BRD 2004, Monika Siegfried-Hagenow)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: „Als Gastarbeiter kamen Mirza Atug und seine Frau Mecide nach Deutschland. Aber sie flohen auch vor Unterdrückung und Gewalt, die sie als aramäische Christen im Südosten der Türkei erlebten. Am Ufer der Wupper bauen sie ihr kleines Paradies. Mirza hat einen Traum: In seiner neuen Heimat soll Frieden herrschen. Hier soll es keine ethnischen und religiösen Konflikte geben, Menschen aus verschiedenen Kulturen sollen einander verstehen. Dazu will er mit all seinen Kräften beitragen. Der ehemalige Schafhirte und Metallarbeiter gründet ein kleines Kulturzentrum, einen Treffpunkt für Menschen aus vielen Ländern und ihre Dichtung, ihre Kunst, ihre Musik. Doch sein Paradies bekommt Risse, der Frieden zerbricht. Tief enttäuscht kehrt Mirza der neuen Heimat den Rücken und beschließt, nach 42 Jahren in das Dorf seiner Kindheit zurück zu kehren. Er will seinen Bruder besuchen, den er so lange nicht gesehen hat, Verwandte treffen, die er gar nicht kennt, zurückkehren zu seinen Wurzeln, die er als junger Mann durchschnitten hatte. Eine Reise, geprägt von hoch gespannter Erwartung, von Sehnsucht - und tiefer Angst. Was wird ihn dort erwarten? Die WDR-Autorin Monika Siegfried-Hagenow hat Mirza und seine Frau Mecide an den Tigris begleitet“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

MEIN MANN, DER MÖRDER MEINER TOCHTER (BRD 2004, Ulrike Baur)

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: Hanife Gashi kommt jeden Tag auf den kleinen stillen Dorffriedhof bei Reutlingen an das Grab ihrer ältesten Tochter. Manchmal nach der Arbeit, manchmal mitten in der Nacht, wenn sie mal wieder nicht schlafen kann. Wenn Trauer, Wut und Angst ihr die Kehle zuschnüren. "Ulerika war nicht nur meine Tochter, sondern auch meine beste Freundin", sagt die 36-jährige Frau mit den langen schwarzen Haaren. Ulerika starb am 14. März 2003 im Alter von 16 Jahren. Umgebracht vom eigenen Vater, erwürgt im Keller des Hauses, das die Familie seit langem bewohnte. Spaziergänger fanden Ulerikas Leichnam später in einem Baggersee bei Tübingen. Vor einem knappen Jahr, im Dezember 2003, wurde Latif Z. wegen vorsätzlichen Mordes an seiner Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt. "Ein Ehrenmord mitten in Deutschland" stand damals in den Zeitungen. - Ein Ehrenmord? Dieser Film in der Reihe "37 Grad" beginnt dort, wo die aktuelle, zum Teil auch sensationslüsterne Berichterstattung über den "schwäbischen Ehrenmord" endet. Ulrike Baur und ihr Team haben Hanife Gashi und die Kinder ein halbes Jahr begleitet. Bei der Arbeit, in der Schule, in ihrem neuen Zuhause, beim ersten Kurzurlaub ohne Ulerika. Sie sind dabei, als Briefe ins Gefängnis geschrieben, aber nie abgeschickt werden. Warum? Wer trägt welche Schuld? Hätte der Mord an Ulerika verhindert werden können? "Ich habe vieles falsch gemacht", sagt Hanife. Und: "Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie tot ist“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover, Uni Bremen

 

WENN DER VATER ZUM FEIND WIRD: ZWANGHSEHE UND EHRENMORD IN DEUTSCHLAND (BRD 2004, Rita Knobel-Ulrich)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: NDR

Ausstrahlung: 17.09.2004, ARD

Inhalt: Sie heißen Serap, Ayse oder Günay, kommen aus der Türkei, Algerien oder dem Kosovo und sind auf der Flucht vor ihrer Familie. Sie sind 16, 17 Jahre alt, manchmal auch erst 12 oder 13, also noch halbe Kinder, aber sie sollen verheiratet werden - an den Cousin oder einen Mann aus ihrem Heimatdorf. Die Heirat wird, gegen Zahlung von Brautgeld, von den Eltern organisiert. Krumm von Prügeln und in Todesangst haben sie sich in Frauenhäuser oder vom Jugendamt angemietete Wohnungen geflüchtet.

Eine erschütternde Reportage zu einem brisanten gesellschaftspolitischen Thema.

Archiv: Uni Oldenburg

 

TÜRKISCHE HOCHZEITSREISENDE – FAMILIENEHRE VOR LIEBE? (BRD 2004, Susanne Babila)

Länge: 00:45:00

Produktion: SWR

Inhalt: Der Film begleitet zwei in Deutschland lebende Türkinnen, die nur knapp einer Zwangsverheiratung entgehen konnten. Die Normen und Werte, die sich manche türkische Einwanderer hierzulande über 40 Jahre konserviert haben, gelten in der heutigen Türkei schon lange nicht mehr. Etwa 30.000 junge Türkinnen und Türken reisen jedes Jahr nach Deutschland, um hier zu heiraten. Die Ehen werden nicht selten von den Familien arrangiert, wenn nicht sogar erzwungen. Mit dem Islam hat das nichts zu tun, wohl aber mit dörflicher Tradition und auch mit Geld.

Archiv: -

 

COOLE JUNGFRAUEN (BRD 2004, Heidi Lackner/Karina Schwann)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Sie tragen Miniröcke, lieben Clubbings und fliegen im Sommer allein in den Urlaub - wie alle modernen Frauen. Trotzdem haben junge Türkinnen eigene Maßstäbe, die zwischen Tradition und Moderne liegen, auch wenn manche ihrer österreichischen Freunde sie für rückständig halten. Eines zum Beispiel haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie wollen als Jungfrau Die Autorinnen haben eine Gruppe junger Frauen, deren Eltern aus der Türkei stammen, mehrere Monate lang in ihrem Alltag begleitet“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

HASRET HEISST SEHNSUCHT (BRD 2004, Klaus Balzer)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF (37 Grad)

Inhalt: Poträt über drei türkische Frauen.

Archiv: Privat, FH Hannover

 

CROSSING THE BRIDGE – THE SOUND OF ISTANBUL (BRD 2004/20005, Fatih Akin)

Länge: 01:10:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: Fatih Akin: “Istanbul ist die eigentliche Hauptstadt der Türkei und reflektiert die gesellschaftliche Situation in dem Land ziemlich gut. Ich wollte mit dem Film auch der Frage nachgehen, ob die Türkei eigentlich europäisch genug ist für die Europäische Union. Und ich dachte, die Musik ist ein interessanter Weg, diese Frage zu beantworten.“

Archiv: Bücherhallen Hamburg

 

EIN KUCKUCK NIMMT AUCH KEINE DOHLE ALS MANN (BRD 2004, Ayla Gottschlich)

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Ihre Mutter ist aus der Türkei nach Deutschland gekommen, ihr Vater stammt aus einer westdeutschen Kleinstadt, wo seine Eltern, ihre Großeltern immer noch leben. Die Beziehung der 21-jährigen Berlinerin Ayla Gottschlich zu ihren deutschen Großeltern gestaltet sich nicht einfach. Familiäre Zuneigung mischt sich mit ausländerfeindlichen Ressentiments. Zwei Generationen und zwei Erfahrungsräume treffen aufeinander. Was der jungen Frau aus der bunten Metropole Berlin selbstverständlich zu sein scheint – Offenheit im Umgang mit Fremden, mit Homosexuellen, mit "Anderen" – stellt für ihre Großeltern ein Unding dar. Deren tief eingeprägte Abneigung gegen alles Andersartige, gegen alles Nicht-Normale führt unweigerlich zu Konflikten mit der jungen Frau, die an das Zusammenleben der verschiedensten Menschen in der Großstadt gewöhnt ist.

Diese problematische Konstellation hat Ayla Gottschlich mit ihrer Videokamera dokumentiert. Sie hat Gespräche mit ihren Großeltern geführt. Sie hat die Eltern ihres Vaters in der gewohnten Umgebung gefilmt. Doch das Video zeigt nicht nur die Großeltern, was sie sagen, was sie denken, wie sie leben. Die Filmerin versucht nicht zu verbergen, dass sie selbst involviert ist, dass das, was sie dokumentiert, sie persönlich angeht. Der Film zeigt auch das Schicksal seiner Produzentin. Ayla Gottschlich ist es so gelungen, ein sehr persönliches und bewegendes filmisches Dokument zu schaffen, das zugleich in paradigmatischer Weise das problematische Verhältnis zwischen zugewanderten und alteingesessenen Menschen bearbeitet.

Archiv: Privatarchiv der Regisseurin, kostenpflichtig

 

WAS LEBST DU? (BRD 2004, Bettina Braun)

Länge: 01:10:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Über zwei Jahre habe ich den Alltag von Ali, Kais, Ertan und Alban mit der Kamera begleitet. Die Zeit war geprägt von Enttäuschungen, Konflikten und auch großen Erfolgen. Begonnen hat alles mit einem Besuch in dem Jugendzentrum "Klingelpütz" mitten in Köln. Hier treffen sich seit vielen Jahren jugendliche Migranten.

Sie zeigt den Alltag der jungen Männer zwischen Jugendzentrum, Schule und Ausbildung, zwischen traditionellem Elternhaus und westlichem Lebensstil, klischeehafter Selbstdarstellung und eigenen Träumen. In dieser Zeit ist alles drin – von der abgebrochenen Ausbildung über Probleme mit der Polizei, bis hin zur Hauptrolle in einer Musicalproduktion“ (Braun zit. n. 3Sat).

Archiv: Uni Oldenburg, Uni Bermen

 

DIE TÜRKEN KOMMEN (BRD 2004, Züli Aladag)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: Arte

Ausstrahlung: 07.12.20004, Arte

Inhalt: „Die Diskussion um den EU-Beitritt der Türkei ist kontrovers. Der Vorschlag aus den Reihen der CDU, in Deutschland eine Volksabstimmung zu diesem Thema zu initiieren, löste heftige Reaktionen aus. Züli Aladag porträtiert türkische Unternehmer, liefert eine Innenansicht der Türkei und zeigt ihr Verhältnis zu Europa.“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover, Uni Oldenburg

 

DIE HOCHZEITSFABRIK (BRD 2004/05, Aysun Bademsoy)

Länge: 01:06:00

Produktion: unabhängig

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Türkische Hochzeitsfeiern sind traditionell große stimmungsvolle Familienfeste, für die die Eltern des Bräutigams keine Kosten scheuen dürfen. Diese Sitte ist auch bei den in Deutschland lebenden Türken noch lebendig. Sie ist in einigen deutschen Großstädten sogar zu einem speziellen Erwerbszweig geworden. Türkische Geschäftsleute bieten die Ausrichtung von Hochzeiten, zu denen manchmal mehrere Hundert Leute kommen, als Komplettangebot an - vom geschmückten Saal über die Verköstigung bis zur Musikgruppe. Die Berliner Firma Sahin ist ein solches Unternehmen. Sahin betreibt ein Fotogeschäft und hat mittlerweile zwei große Hallen in einem Gewerbegebiet zu Festhallen umfunktioniert. Sein besonderes Angebot sind die individuellen Hochzeitsphotos und die Herstellung eines Hochzeitsvideos, das von zwei Kameramännern während der Feier gedreht und von einem Chefkameramann in einem Schneideraum noch über Nacht fertig gestellt wird, da am nächsten Tag schon das nächste Fest ausgerichtet wird (vgl. 3Sat).

Archiv: -

 

MEIN VATER WILL MICH UMBRINGEN – FRAUEN AUF DER FLUCHT VOR EHRENMORDEN (BRD 2005, Valentin Thurn und Kadriye Acar)

Länge: 00:53:00

Produktion: telekult im Auftrag vom NDR in Zusammenarbeit mit Arte

Inhalt: Dokumentation über den Ehrenmord

Archiv: Privatarchiv des Regisseurs, kostenpflichtig

 

AUS DER FERNE (BRD 2005, Thomas Arslan)

Länge: 01:29:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Aus der Ferne“ ist ein persönlicher Reisefilm. Thomas Arslan, der auch die Kamera selber führte, hat im Sommer 2005 eine Reise durch die Türkei unternommen. Die Route führte von Istanbul und Ankara in den Südosten des Landes nach Gaziantep, von dort weiter nach Osten über Diyarbak?r und Van bis nach Do?ubayaz?t nahe der iranischen Grenze. Es ist der Blick eines Filmemachers auf ein Land, in dem er vor langer Zeit einmal gelebt hat. Ein Blick, der sich jenseits der vielfach bemühten Klischees ein Bild vom täglichen Leben in der heutigen Türkei macht“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

ZUR EHE GEZWUNGEN – FRAUEN FLIEHEN AUS IHREN FAMILIEN (BRD 2005, Renate Bernhard/Sigrid Dethloff)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR Fernsehen

Inhalt: Sie sind in Deutschland geboren und hier aufgewachsen. Doch anders als bei ihren deutschen Altersgenossen, suchen ihre Eltern ihren Ehepartner aus. In vielen Immigrantenfamilien gelten immer noch die alten Traditionen und Wertvorstellungen des Herkunftslandes. Die, die dagegen aufbegehren und sich dem Willen der Eltern nicht beugen wollen, zahlen einen hohen Preis. Der Film beschreibt, welche zerstörerischen Folgen Zwangsheirat haben kann: für die, die sich fügen und in unglücklichen Ehen leiden; für die, die flüchten und alle Bindungen kappen müssen und für die Eltern, die mit alten Moralvorstellungen nicht brechen können und ihre Kinder und das Ansehen in der Gemeinschaft verlieren. Der Film analysiert, aus welchen Quellen sich der Ehrbegriff speist und welche Möglichkeiten in Deutschland bestehen, Zwangsehen zu verhindern und die Opfer zu schützen.

Archiv:  Uni Bremen, Uni Merseburg, FH Hannover, Uni Lüneburg

 

EHRE – STOLZ – SCHAM: ISLAM IM KIEZ (BRD 2005, Margarethe Steinhausen)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: RBB

Inhalt: „Ein Film über in Berlin lebende junge Musliminnen, die in dem Mädchentreff "MaDonna" in Neukölln mit der Leiterin Gabriele Heinemann über Themen wie Selbstbestimmung, Frauenrechte, Sexualität und Freiheit sprechen können.

Archiv: Kirchenbibliothek Nordelbien

 

DÖNER KOPFTUCH ZWANGSHEIRAT – WARUM NESHE NICHT HEIRATEN WILL  (BRD 2005, Gabriele Jenk)

Länge: 00:30:00

Produktion: ZDF

Inhalt: „Immer mehr muslimische Mädchen werden in die Länder ihrer Väter verschleppt und zwangsverheiratet. In Berlin - so schätzt man - waren es im Jahr 2004 rund 240 junge Frauen. Die Dunkelziffer - so die Experten - liegt um ein zehnfaches höher. Zum Beispiel Neshe. Sie lebt derzeit in einer deutschen Großstadt, versteckt und in Todesangst. Ihr Vater hatte vor zwei Jahren auf einer Feier offiziell ihre Verlobung mit einem Cousin in der Türkei verkündet. Als Neshe ihre Mutter fragte, ob sie nicht einen anderen Mann heiraten könnte, wurde sie geschlagen und misshandelt. Vor zwei Jahren konnte sie mit Hilfe einer Freundin fliehen. Serap Cileli drohte das gleiche Schicksal. Sie hat mittlerweile jedoch einen Mann ihrer Wahl geheiratet und ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

HEIMAT IN DER FREMDE. TÜRKEN IN DEUTSCHLAND (BRD 2005, Tilmann Büttner)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: SWR Schulfernsehen

Inhalt: Der Film porträtiert zwei türkische Familien, die ihre Motive für den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in der Fremde schildern: ihre Erlebnisse bei der Ankunft, in den Wohnheimen, bei der Arbeit und ihre Probleme, sich Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in der Fremde: ihre Erlebnisse bei der Ankunft, in den Wohnheimen, bei der Arbeit und ihre Probleme, sich in dieser anderen Kultur, in der deutschen Gesellschaft, zurechtzufinden. Der Blick zurück in die ersten Jahre der türkischen Migration wird durch umfangreiches Archivmaterial unterstützt.

 

ICH VERMISSE GAR NICHTS – EIN JUNGER CHRIST KONVERTIERT ZUM ISLAM (BRD 2005, Phillip Schüssler, Frank Dudek)

Im Auftrag von: Medienprojekt Wuppertal, Bundesregierung

Inhalt: „Es gab mehrere Schritte im Laufe meines Lebens, wo sich das irgendwie weiterentwickelt hat, immer weiter gefestigt hat. « Warum konvertiert ein neunzehnjähriger deutscher Christ zum Islam? Die Geschichte dieses Entschlusses und Szenen aus dem Alltag von Philip, der sein Leben grundlegend ändert und im Islam eine neue Familie findet“ (Medienprojekt Wuppertal).

Archiv: -

 

DER TAG, ALS ICH MEINER HOCHZEIT ENTKAM (BRD 2005, Rita Knobel-Ulrich)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: HR

Inhalt: „Mit 12 wurde Ezma von Deutschland aus in die Türkei gebracht und in eine strenge Koranschule gesteckt. Mit 18 sollte sie dann verheiratet werden. Der jungen Frau gelang eine dramatische Flucht. Ihre ältere Schwester Hülya half ihr dabei“ (Katalog Bremen).

Archiv: Uni Bremen

 

AM RAND DER STÄDTE (BRD 2005/06, Aysun Bademsoy)

Länge: 01:13:00

Im Auftrag von: unabhängig

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: „Zwischen den größeren türkischen Küstenstädten, am Rande der Durchfahrtsstraßen im Süden, sind in den letzten Jahren Siedlungen entstanden, deren Struktur und Aussehen für die Türkei völlig neu sind. Große Wohnblöcke sind kreisförmig um eine Art Park herumgebaut, in dem sich Swimmingpools, Begegnungsstätten, Restaurants und Bars befinden. Hier wohnen die sogenannten Deutschländer, zumeist Türken, die viele Jahre im Ausland, vor allem in der Bundesrepublik, gearbeitet haben. Jahrelang haben sie alles gespart, in kleinen Wohnungen gelebt, ihr Geld sicher angelegt, um jetzt ihren Lebensabend dort zu genießen“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover, Max-Planck-Institut Göttingen

 

IMPORT/EXPORT (BRD 2005/06, Eren Önsöz)

Länge: 01:29:00

Produktion: KHM

Inhalt: „Ein Dokumentarfilm, der "den Döner von hinten aufspießen" will. Die Autorin Eren Önsöz begibt sich auf eine Recherche-Reise von Berlin bis an den Bosporus, auf den Spuren der deutsch-türkischen Geschichte. 50 Jahre Migrationsgeschichte und zahlreiche liebgewonnene Gastarbeiterklischees hinterfragt das lehrreiche, doch ebenso amüsante Road Movie. Es beweist: Import-Export findet schon seit Jahrhunderten statt“ (Bremen).

Archiv: Uni Bremen

 

FREMD IN DER NEUEN HEIMAT – JUNGE AUSLÄNDER ZWISCHEN ALLAH UND MODERNE (BRD 2006, Birte Meier)

Länge: 00:10:22

IM Auftrag von: Spiegel TV, RTL

Ausstrahlung: 16. Januar 2006

Inhalt: Beitrag über gewalttätige Jugendliche in Berlin Neukölln du Kreuzberg.

 

EHRENMORDE – VERFOLGTE TÖCHTER; VERLORENE SÖHNE (BRD 2006, Susanne Babila)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: ARD

Ausstrahlung: 21.09.2006

Inhalt: Reportage über "Ehrenmorde" in Deutschland und der Türkei.

Archiv: FH Hannover, Uni Bremen, Uni Oldenburg

 

FREMDLÄNDER – DEUTSCHLÄNDER: ALS DIE TÜRKEN KAMEN (BRD 2006, Monika Siegfried-Hagenow)

Länge: 00:45:00

Produktion: WDR

Präsentationsform: Dokumentation

Sendung: WDR, 20.11.2006.

Inhalt: „In der Dokumentation erinnern sich Männer und Frauen der ersten Gastarbeitergeneration an ihre Ankunft in Deutschland, an kuriose Missverständnisse und große Hoffnungen und an ein Leben voller Widersprüche zwischen zwei Ländern, zwei Kulturen“ (www.lernzeit.de).

Archiv: Uni Oldenburg

 

ALS DIE GASTARBEITER INS FERNSEHEN KAMEN  (BRD 2006, Monika Siegfried-Hagenow)

Länge: 00:45:00

Produktion: WDR

Sendung: WDR, 04.12.2006.

Inhalt: Collage von Archivbeiträgen des Fernsehens über Gastarbeiter in der Bundesrepublik.

Archiv: Uni Oldenburg

 

ISS ZUCKER UND SPRICH SÜSS – ZWANGSHEIRAT, DIE SOGENANNTE FAMILIENEHRE UND IHR OPFER (BRD 2006, Renate Bernhard/Sigrid Dethloff)

Länge: 00:55:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: s. Titel

Archiv: LI Hamburg

 

EMINE AUS INCESU (BRD 2006,  Barbara Trottnow)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: ÖR

Inhalt: „Die Geschichte von Emine ist die exemplarische Geschichte einer Arbeitsmigration, wie sie hunderttausendfach in Deutschland stattgefunden hat. Die Filmemacherin Barbara Trottnow gibt Einblick in Emines Lebens- und Arbeitsalltag in einer Kleinstadt in der Nähe von Ulm und begleitet sie bei einem Besuch in der alten Heimat. Alltagsszenen, wie zum Beispiel das Brotbacken auf einer Eisenplatte über offenem Feuer, zeigen das unterschiedliche Leben hier und dort und dokumentieren, wie groß der Sprung war, den Emine gewagt hat, und wie viel sie im Lauf ihres Arbeitslebens für sich und ihre Familie erreicht hat. Trottnow lässt Emine in ihrer Muttersprache erzählen, zu Wort kommen auch Emines Bruder, ihr Sohn und die beiden Töchter. Die Musik für den Film komponierte der in der Türkei geborene Musiker Mikail Aslan“ (3 Sat).

Archiv: Uni Oldenburg.

 

MEIN KUMMERVOLLES DORF (BRD 2006, Kemal Görgülü)

Länge: 00:52:00

Produktion: dostFilm

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: „Burunören ist ein Dorf mit etwa 50 Einwohnern in Zentralanatolien. Der Rentner CERKEZ kehrt nach 30 Jahren Gastarbeit in Deutschland zurück in sein Heimatdorf, um sich wieder um die Bewirtschaftung seiner Felder zu kümmern. Er verwirft sich aufgrund ungeklärter Landbesitzverhältnisse mit HÜSEYIN, dem Bürgermeister des Dorfs. Bedingt durch den Raubbau am Fluss, versanden die ertragsreichsten Felder und damit die Grundlage des Streits zwischen den beiden alten Männern. Während das Dorf sich in zwei Fraktionen um die Streithähne gespalten hat, durchlebt die 75-jährige CICI ihre eigene tragische Geschichte. Konfrontiert mit dem möglichen Tod ihres schwerkranken Mannes, versucht sie sich auf die Einsamkeit vorzubereiten“ (dostFilm).

Archiv: -

 

DAS EXPERIMENT – 30 TAGE MOSLEM (BRD 2006, Silke Pollmeier)

Länge: 01:30:00

Im Auftrag von: RTL II

Ausstrahlung: 10.01.2006

nominiert CIVIS Preis

Inhalt: „Mehrere Millionen Muslime leben in Deutschland. Aber wie sie hier leben, ist oft kaum bekannt. Was bedeutet es beispielsweise, zum Fastenmonat Ramadan tagsüber nichts zu essen und zu trinken? Wie leben Frauen mit den Kleidungsvorschriften des Islam? Welche Nahrungsmittel darf man als gläubiger Muslim zu sich nehmen? Eine junge, selbstbewusste und emanzipierte Studentin versucht, diese Fragen für sich zu beantworten und lebt 30 Tage wie eine gläubige Muslima“ (Hannover)

Archiv: FH Hannover, Uni Oldenburg

 

MIT GOTTES UND ALLAHS SEGEN (BRD 2006, Corinna Belz)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: SWR

nominiert CIVIS Preis

Inhalt: „Können Christen und Muslime friedlich zusammenleben? Während in Zeitungen vom Kampf der Kulturen die Rede ist, müssen Christen und Muslime im Alltag deutscher Städte miteinander auskommen. Immer häufiger fragt man sich, wie Integration gelingen kann. "Aufeinander zugehen" schlagen Politiker vor, und genau das haben die Protagonisten dieses Films schon ganz im Stillen getan. Sie sind aufeinander zugegangen. Wie die Kirchen fordern, haben sie einen "intensiven Dialog" geführt und sie haben sich - das kann passieren - ineinander verliebt. Dass eine solche Liebe nicht notwendigerweise mit Drohungen und Ehrenmord enden muss, erzählen zwei christlich-muslimische Paare und ihre Familien“ (Civis-Preis).

Archiv: FH Hannover

 

DIE ÖZDAGS (BRD 2006, Ute Diehl)

Doku-Soap: 6 Folgen je 30 Min.)

Im Auftrag von WDR

Inhalt: „Anfang der 70er Jahre kam Vater Hasan Özdag allein mit einem Koffer nach Deutschland. Und hätte sich wohl nicht träumen lassen, gut 30 Jahre später mit seiner mittlerweile 13-köpfigen Familie im Mittelpunkt einer Fernsehserie zu stehen. Inzwischen leben die Özdags seit drei Generationen hier: Vater Hasan, Mutter Aliye, ihre sieben Kinder und vier Enkel. In der Kölner Keupstraße, einem Zentrum türkischer Kultur, betreiben sie eine Feinkonditorei. Wie sieht ihr Alltag zwischen türkischen Wurzeln und deutschen Einflüssen aus? Die Autorin und Regisseurin Ute Diehl hat die Familie mehrere Monate lang begleitet. Ihre siebenteilige Familiendoku "Die Özdags" startet im WDR Fernsehen am 7. Januar 2007“ (WDR.de)

 

SCHAUEN, WAS GEHT – JUNGSEIN AUF TÜRKISCH (BRD 2006, Erika Haas, Richard Unkmeir)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: WDR

Inhalt: „Ein Jahr lang begleiten die Autoren die jungen Türken Muammer und Deniz und ihre Clique im Münchner Osten. Ein soziales Krisengebiet: Arbeitslosigkeit, Aussichtslosigkeit und Alkoholismus. Viele der Jugendlichen hier sprechen weder türkisch noch deutsch, sondern bestenfalls etwas dazwischen. Ihre Identität ist "Weder noch": In der Türkei sind sie "die Deutschländer", hier "die Türken" - mit eigenständiger Subkultur. Eine Clique, die zusammenhält und ansonsten "schaut, was geht"“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

KAMPF DEN DEALERN – TÜRKISCHE MÜTTER NACHTS AUF STREIFE (BRD 2006, Petra Dormann, Meyen Wachholz)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: RBB

Inhalt: „Eine kleine Gruppe türkischer Frauen geht nachts auf Streife. Bewaffnet mit Laternen und Taschenlampen wollen sie Dealer verjagen, die ihren Kindern zur Gefahr werden“ (Hannover).

Archiv: Hannover

 

VERRÜCKT – EINE MUSLIMIN TANZ AUS DER REIHE (BRD 2006, Cornalia Uebel/Yüksel Ugurlu)

Länge: 00:45:00

Produktion: filim-milim TV Produktion KÖLN

Im Auftrag von: WDR

Ausstrahlung: 10.04.2006, 22:30 Uhr, WDR

Inhalt: „Emel Abidin Algan ist nicht verrückt. Die 45jährige Muslima hat das Kopftuch abgelegt. Sie glaubt nicht mehr, dass es Allah ist, der sie verschleiert sehen will. Vor einem Jahr beschloss die Vorzeigemuslima ihr Leben zu ändern. Ihre Thesen sorgten für Schlagzeilen, denn Sie ist die Tochter des Vordenkers der Milli Görüs, einer streng religiösen Gruppierung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird“ (Civis-Preis).

Archiv: -

 

MEIN VATER DER TÜRKE (BRD 2006, Marcus Vetter, Ariane Ricker)

Länge: 01:20:00

Im Auftrag von: ARTE

Nominiert für mehrere Preise, Gewinner mehrerer Preise

Inhalt: Der Regisseur hat seinen Vater als siebenjähriger Junge einmal gesehen. Mit 38 Jahren macht er sich auf den Weg in das anatolische Dorf Çubuk Köyü, wo sein Vater lebt.

Archiv: Uni Bremen

 

KREUZBERGER NÄCHTE (BRD 2006, Neco Celik/Cornelia Partmann)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF (37 Grad)

Inhalt: „Die Straßen von Berlin-Kreuzberg sind ihr zu Hause. Hier haben sie ihren Kiez, ihre Freunde, ihre Freiheit. Keine Eltern, keine Lehrer, kein Ausbilder, die alle von ihnen nur das eine wollen: den Weg in die Gesellschaft hinein. Der Autor Neco Celik geht mit jungen Türken durch die Nacht, wenn sie auf Abenteuer und Zerstreuung aus sind. Und er begleitet die Jugendlichen auf ihrer Suche nach Arbeitsplatz und Identität. Kreuzberg ist keine Pariser Vorstadt, wo Jugendliche nur sich selbst überlassen sind. Und doch ist auch hier jeder Tag ein Kampf.Junge Türken in Berlin“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

SIE HAT SICH BENOMMMEN WIE EINE DEUTSCHE (BRD 2006, Gert Monheim)

Länge: 000:45:00

Im Auftrag von: ZDF

Inhalt: „Am 7. Februar 2005 wurde mitten in Berlin auf offener Straße die 23-jährige Kurdin Hatun S. durch drei Schüsse in den Kopf getötet. Wenige Tage später verhaftete die Polizei drei ihrer Brüder. Der Verdacht: Sie sollen den Mord begangen haben, weil ihre Schwester gegen die Ehre der Familie verstoßen habe. Hatun S. hatte schon Jahre zuvor das Kopftuch abgelegt, sie kleidete sich wie ihre Berliner Freundinnen und lebte viele Monate mit einem deutschen Freund zusammen. Die Familie hatte ihren Lebenswandel missbilligt, nach den Ermittlungen der Polizei sollen ihre Brüder sie in den Jahren zuvor bedroht und auch misshandelt haben“ (Katalog Oldenburg).

Archiv: Uni Oldenburg

 

PRINZ – PASCHA – PRÜGELKNABE (BRD 2006, Margarethe Steinhausen)

Im Auftrag von: ZDF (37 Grad)

Inhalt: „Kemal und Banu sind Streetworker in Berlin-Wedding, einem sozialen Brennpunkt. Ihre Klientel sind junge muslimische Migranten mit arabischen oder türkischen Eltern. Die gelten bei der Integration als größte Problemgruppe. Von den Eltern als kleine Prinzen verwöhnt und gehätschelt, schaffen viele nicht einmal den Hauptschulabschluss, sie erwarten nur noch, von Hartz IV zu leben und "nebenbei etwas zu verdienen". Legal oder auch nicht. Kemal und Banu vom Projekt "Gangway" wollen die "verlorenen Söhne" nicht aufgeben. Sie vermitteln zwischen Lehrern und Schülern, suchen Kontakte zu Betrieben und bemühen sich um Jugendliche, die andere längst abgeschrieben haben. Sie suchen nach der zweiten oder auch dritten Chance“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover           

 

OSDORF (BRD 2007, Maja Classen)

Länge: 01:17:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Portrait von Jungs mit Migrationshintergrund in einem deutschen Großstadtghetto. Die Hochhaussiedlung „Osdorfer Born“ im Westen Hamburgs gilt als „sozialer Brennpunkt“. Obwohl ein Großteil der Osdorfer Jungs nicht einmal in Deutschland geboren wurde, identifizieren sie sich stark mit dem Viertel und tragen die „Ghetto-Identität“ stolz nach außen. Aber ihre Haltung ist brüchig. In Wahrheit wissen die meisten, dass es eine verkehrte Welt ist, in der ein Krimineller mehr gilt als einer, der für die Schule lernt. 
Der Film begleitet die Jungs mit Migrationshintergrund und sucht gemeinsam mit ihnen nach Antworten auf die schwierigen Fragen ihres Alltags: Warum seid Ihr kriminell? Welche anderen Möglichkeiten seht Ihr für Euch? Habt ihr Träume? Wo ist Eure Verantwortung?“ (http://www.agdok.de/-/film/20529).

Archiv: Privat

 

STARKE HERZEN (BRD 2007, Wilma Pradetto)

Länge: 5 Folgen jeweils 00:30:00

Im Auftrag von: RBB

Produktion: © Reverse Angle

Inhalt: Doku-Soap: Drei binationale Paare aus Berlin: Sabrina und Daniel, Ipek und Felix sowie Özlem und Sascha. Das Team um Regisseurin Wilma Pradetto lernte sie ein Jahr lang kennen und beobachtete eine ereignisreiche Zeit voller Höhepunkte und Niederlagen: „Sind alle Herzen stark genug? Arrangiert sich die deutsche Mutter mit dem türkischen Schwiegersohn? Ist die türkische Tochter mutig genug, dem Vater zu beichten, dass sie einen Deutschen liebt? Gibt es ein Happy End für alle drei Paare oder zerbricht ein Traum in letzter Minute?“ (http://www.reverse-angle.com/deutsch/filme/aktuell/Starke%20Herzen/starke-herzen.htm)

Archiv: Privat

 

LUISE – EINE DEUTSCHE MUSLIMA (BRD 2007, Beatrix Schwehm)

Länge: 00:45:00

Im Auftrag von: NDR

Ausstrahlung: 03.12.2007, NDR

Inhalt: Dokumentarfilm über eine deutsche, die zum Islam konvertierte. Die Filmemacherin lenkt ihrenFokus dabei auf die Konflikte, die aus der Entscheidung der Protagonistin mit ihren Eltern entstehen. „Mit den Jahren haben sich alle Familienmitglieder zwar einander angenähert, aber dennoch bleiben vor allem bei Luises Eltern Zweifel und Sorgen vor deutschem Unverständnis und Fremdenfeindlichkeit“ (Civis-Preis).

Archiv: Privatarchiv der Regisseurin, kostenpflichtig; Uni Oldenburg

RAP, KORAN UND OMA BONKE – NORDSTADT EIN DEUTSCHES VIERTEL (BRD 2007, Ulrike. Brödermann, Tortsen Mehltretter, Mmatthias. Pupat, Silvana Rosenzweig, Gülseren Sengecer)

Länge: 00:45:00, 3 Teile

Im Auftrag von: ZDF

Nominiert für Civis-Preis

Inhalt: „Die Dokumentation zeigt die Dortmunder Nordstadt - einen sozialen Brennpunkt. Sie stellt ein Viertel vor, in dem Armut, Drogen und Prostitution den Alltag der Menschen bestimmen. Sie zeigt, um welche Menschen es geht, wenn über Integration oder Zuwanderung gesprochen wird. Welche Chancen sich den Menschen bieten und welche sie nutzen. Allen voran Oma Bonke. Unermüdlich verscheucht die 70-jährige Junkies und Obdachlose von Spielplätzen, auf denen sie mit den Kindern "Programm macht“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover und Uni Oldenburg Teil 1

 

GANZ OBEN: DEUTSCH – TÜRKISCH – ERFOLGREICH (BRD 2007, Neco Celik)

Produktion: 3Sat

Sendung: 08.11.2007, 0:45 Uhr, ARD

Inhalt: Der Dokumentarfilm "Türkisch – Deutsch – Erfolgreich" erzählt vier Karrieren türkischstämmiger Migrantenkinder.

Archiv: -

 

MOSELGLÜCK (BRD 2007, Dara Hassanzadeh/Phillipp Müller)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ÖR Reportage

Inhalt: „Ausländer gibt es überall in Deutschland, auch fernab der Problembezirke. In den vielen kleinen Städten und Dörfern in Deutschland hat sich ein unauffälliges Zusammenleben entwickelt. Wie stark müssen sich Einwanderer anpassen, wenn jeder jeden kennt? Die Einwanderer von Traben-Trarbach - auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

VATAN – HEIMAT AUF TÜRKISCH (BRD 2007, Ertan Erdogan)

Länge: 01:10:00

Im Auftrag von: unabhängig

Inhalt: „Integration ist eine lange Reise ohne Erfolgsgarantie: Obwohl Bildung und Berufsausbildung eine immer größere Rolle spielen, um sich in die Gesellschaft zu integrieren, stehen sie bei vielen türkischen Familien nicht hoch im Kurs. Vieles hängt von der Einstellung der Eltern ab - und von der Wertschätzung des Gastlandes und seiner Sprache. Der Filmemacher Ertan Erdogan widmet sich in seinem Dokumentarfilm "Vatan-Heimat auf Türkisch" dem Thema Heimat und Integration. In einem Gespräch mit der Online-Redaktion veranschaulicht er an vielen Beispielen, wie Integration mit Hilfe der Eltern oder von Vorbildern gelingen kann und welchen Beitrag die Ganztagsschulen dazu leisten. 

Archiv: Privat

 

ISLAM-IMPORT: EIN IMAM KOMMT (BRD 2007, Gisela und Udo Kiliman)

Länge: 00:30:00

Inhalt: „Süleyman Vargeloglu, 43 Jahre alt, ist türkischer Staatsbeamter. Die zentrale türkische Religionsbehörde DIYANET in Ankara ist sein Arbeitgeber. Vargeloglu gehört zu den rund 600 Imamen, den Vorbetern, die aus der Türkei nach Deutschland geschickt werden, um in hiesigen Moscheegemeinden zu arbeiten. Der Film begleitet Imam Vargeloglu von seiner bisherigen Moscheegemeinde in Ankara bis zur neuen Arbeitsstelle in Dortmund“ (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

KORAN UND KINDERKRAM. VIER VÄTER ZWISCHEN WINDELN UND TRADITION (BRD 2007, Ulrike Bremer)

Länge: 00:40:00

Sendung: Arte, 11.05.2007.

Inhalt: Reportage über muslimische Männer und ihre Rolle als Vater. Wurde im Rahmen des Arte Themenabends „Andere Zeiten, andere Väter“ gezeigt.

Archiv: Uni Oldenburg

 

INNENSTADTREVIER VON FRANKFURT (BRF 2007, Silke Kujas, Kamil Taylan)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: HR

Inhalt: „Der erste Einsatz an diesem Abend führt die Polizisten in eine Spielothek. Eine Schlägerei. Die Täter sind über alle Berge, aber der türkische Ladenbesitzer kann die Männer beschreiben. Ein Streit um Drogen, erzählt er. Auf Türkisch. Der Polizeibeamte fragt interessiert nach. Auch auf Türkisch. Der Beamte heißt Bülent Özogul und kommt aus Anatolien. Er ist einer von 30 Polizisten in Frankfurt, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sein Kollege, Claudio Marti Capral, mit dem er in dieser Nacht auf Streife ist, kommt aus Paraguay. Die HR-Reportage begleitet die beiden Männer im Dienst (FH Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

DJANGOS REISE – ASÜL BEI DEN TÜRKEN (BRD 2007, Elle Langer, Heike Raab, Ceylan Yildirim)

Länge: 01:00:00

Im Auftrag von: ARD

Inhalt: „Für den ARD-Zweiteiler machte sich der deutsch-türkische Kabarettist Django Asül von Niederbayern aus in die große weite Welt: Er begibt sich auf Spurensuche, und zwar in Berlin-Kreuzberg und der Millionenmetropole Istanbul. Django Asül will wissen: Wie sieht das türkische Leben in Deutschland aus? 2,6 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln leben in der Bundesrepublik. Wie hat sich ihre Kultur hier verändert? In Istanbul will der Kabarettist erfahren, wie das „echte“ türkische Leben aussieht und stößt dabei auf eine Gesellschaft voller Gegensätze – ein Schmelztiegel aus Moderne und traditionellem Orient. In breitem niederbayerisch zieht Django Asül Bilanz auf seine unverkennbare Art und Weise, zwischen Kopftuchstreit und Kabarett“ (Uni Oldenburg).

Archiv: Uni Oldenburg

 

18 PARALLEL (BRD 2007, Esin Bu?yu?kyildirim und Osman Ozan Özbanazi)

Länge: 01:14:00

Produktion: KHM

Inhalt: Ein junger 18-jähriger Gymnasiast tu?rkischer Abstammung und ein junger Gymnasiast aus Istanbul erzählen von ihren Erfahrungen. Semih lebt in Köln und ist auch in Köln geboren und aufgewachsen. Zwischen zwei Kulturen versucht er seinen persönlichen Weg zu finden. Tamer lebt in Istanbul und besucht ein Deutsches Gymnasium, seine Eltern legen viel Wert auf eine deutsche Erziehung. Die Ähnlichkeiten und die Gegensätze dieser Protagonisten bilden den dramaturgischen Rahmen der Dokumentation.

Archiv: KHM

 

DIE DEUTSCHSTUNDE (BRD 2007, Theo Teucher)

Länge: 01:30:00

Im Auftrag von: SWR

Inhalt: Dokumentation über das Gymnasium, die Robert-Koch-Oberschule (RKO) in Berlin Kreuzberg. Der Anteil  von Schülern mit 'Migrationshintergrund' hat sich seit den 1970er Jahren kontinuierlich erhöht und liegt inzwischen bei 91 Prozent. „Die Defizite der Integrationspolitik machen sich selbst am Gymnasium katastrophal bemerkbar. Am Ende der Pflichtschulzeit haben etliche nur begrenzte Lese- und Schreibkompetenzen. Die Lehrer, die zwischen den Anforderungen des Lehrplans, den eigenen Ansprüchen und der Realität mangelnder Sprachkenntnisse stehen, fühlen sich hilflos und allein gelassen. Mehrere Jahre lang hat der Filmemacher Theo Teucher den Deutschunterricht am RKO beobachtet“ (info@deutschstunde.org).

Archiv: Privat

 

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN (BRD 2007, Annette Hoth)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ZDF Reportage

Inhalt: „Die ZDF Reportage "Das Beste aus zwei Welten" zeigt Lebenswege erfolgreicher Migranten, die ihren Weg zwischen den Kulturen gefunden haben und die dabei sind, Deutschland ein neues Gesicht zu geben.“ (3Sat)

Archiv: FH Hannover

 

HOCHBURG DER SÜNDEN (BRD 2008, Thomas Lauterbach)

Länge: 01:12:00

Produktion: IndiFilms in Koproduktion mit SWR Indifilms

Inhalt: „Für die Inszenierung der Tragödie "Medea" am Stuttgarter Staatstheater ist der Dauerprovokateur und Regisseur Volker Lösch auf der Suche nach mutigen türkischen Frauen aus Stuttgart und Umgebung. Unterstützt wird er von seiner Kollegin, und Dramaturgin Beate Seidel. In einem Casting wollen Volker und Beate die Besetzung für die Figur der Medea finden. Sie soll von 17 türkischen Laiendarstellerinnen gespielt werden, die als Chor auftreten“ (Indifilms).

Archiv: Privat

 

ICH GEHE JETZT REIN (BRD 2008, Aysun Bademsoy)

Länge: 01:12:00

Produktion: Harun Farocki Filmproduktion in Koproduktion mit ZDF

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Mit "Ich gehe jetzt rein" führt die Regisseurin Aysun Bademsoy nach "Mädchen am Ball" und "Nach dem Spiel" ihre Langzeitdokumentation über die Lebenswege von fünf in Deutschland lebenden Türkinnen fort. Waren die Freundinnen 13 Jahre zuvor in "Mädchen am Ball" noch optimistisch und durch ihre Leidenschaft für den "Männersport" Fußball in gewisser Weise rebellisch, hat sich ihr Leben seither grundlegend gewandelt: Safiye, Arzu, Türkan, Nalan und Nazan haben sich den gesellschaftlichen Konventionen und den kulturellen Regeln ihrer Familien gefügt – allerdings ohne dadurch glücklicher zu werden. Mittlerweile liegen zerbrochene Ehen, abgebrochene Ausbildungen, Anpassung an die Verhältnisse oder langjährige Gefängnisstrafen hinter ihnen. Dennoch versucht "Ich gehe jetzt rein" kein pessimistisches Bild von den Frauen zu zeichnen, sondern geht der Frage nach, welche Strukturen dafür gesorgt haben, dass es zu einem solchen Wandel im Leben der einst hoffnungsvollen Frauen kommen konnte.

Archiv: Max-Planck-Institut Göttingen

 

EIN ENGEL IN DER DÖNERBUDE  - BRUDER JÜRGEN UND DIE TÜRKEN (BRD 2008, Jutta Brinkmann, Ulrike Michels, Martin Blachmann)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: ARD

Inhalt: „Jürgen Neizert ist Franziskaner und lebt in einer klösterlichen Gemeinschaft in Vingst. Die Mehrheit der Bewohner in diesem Kölner Stadtteil sind Migranten. Und genau deshalb wollte Bruder Jürgen nach Vingst. Der 47-jährige Ordensbruder ist Islamwissenschaftler und spricht türkisch. Ganz im Sinne seines Ordensgründers Franziskus will er einfach für die Menschen da sein, in Köln vor allem für Jugendliche. Ob Schulprobleme, Gewalt oder Jobsuche, der Franziskanische Streetworker ist für die männlichen Jugendlichen da. Seine Aufgabe ist begleiten, nicht missionieren“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

DER KÖNIG VON DEUTSCHLAND (BRD/TR 2008, Nedim Hazar)

Länge: 00:36:00

Im Auftrag von: N-TV (Türkischer Fernsehsender)

Inhalt: Dokumentation über erfolgreiche türkischstämmige Menschen in Deutschland, sowie in Deutschland alt gewordene ehemalige türkische Gastarbeiter.

Archiv: Privat

 

HEIMVORTEIL (BRD 2008, Jan Gabriel)

Länge: 01:10:00

Im Auftrag von: Deutsche Film- und Fernsehakademie München

Inhalt: „Schon zwei Jahrzehnte spaltet der Streit über einen Moscheebau in der baden-württembergischen Wertheim die Gemüter. An den Fronten stehen sich zwei Männer gegenüber: Herr Akbulut lebt seit über dreißig Jahren in dieser Kleinstadt und engagiert sich als Sprecher der islamischen Gemeinde für den Bau einer Moschee mit Minarett und Kuppel. Auf der anderen Seite steht Herr Schwend. Der Firmenchef gründete eine Bürgerinitiative, um den Moscheebau neben seinem Grundstück zu verhindern. Sein Kampf gegen die „Islamisierung“ geht inzwischen über die Grenzen Wertheims hinaus – und findet zahlreiche Fürsprecher. Filmemacher Jan Gabriel begleitete mit seiner Kamera zwei Jahre lang den Moscheebaukonflikt in Wertheim. Ein Film über Heimatgefühl, Ängste, Vorurteile und enttäuschte Hoffnungen“ (Hannover).

Archiv: Uni Oldenburg, FH Hannover

 

WAS DU WILLST (BRD 2008, Bettina Braun)

Länge: 00:41:00

Produktion: Bettina Braun in Koproduktion mit ZDF

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Sendung: 9.10.2009 um 10.50 Uhr, Arte

Inhalt: Fortsetzung von WAS LEBST DU?

Archiv: Uni Bremen

 

A GERMAN MIND WITH A TURKISH HEART (BRD/Türkei 2009, Murat Seker)

aka: A Turkish Heart with a German Mind

Länge: 00:57:00

Produktion: mpool

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: Der Film porträtiert 14 deutsch-türkische „Integrationshelden und -heldinnen“ aus Kunst und Kultur, die trotz ihrer Erfolgsgeschichten, zum überwiegenden Teil auf ihre Herkunft reduziert oder zumindest ständig damit konfrontiert werden.

Archiv: -

 

ALT GEWORDEN IN DER FREMDE – MUSLIME IN DEUTSCHLAND (BRD 2009, Gunther Franke)

Länge: 00:30:00

Im Auftrag von: BR

Inhalt: „Ältere Muslime in Deutschland haben vordergründig dieselben Pläne und Probleme wie ihre deutschen Nachbarn. Doch der erste Eindruck täuscht meistens. Migranten aus der Türkei sind durch Religion und Kultur oft besonders isoliert. Und abseits der Großfamilie und Moscheenvereine sind sie in der Fremde gealtert und vereinsamt. Vielen, die ursprünglich vorhatten, die Grundlage für eine glückliche Rückkehr zu schaffen, ist das nicht gelungen. Gunther Franke stellt in seinem Film Münchner Muslime vor, die darum kämpfen, in Deutschland bleiben zu können und entsprechend ihren gesetzlichen Ansprüchen ausreichend sozial, medizinisch und pflegerisch versorgt zu werden. Es ist ein Kampf gegen Krankheit, anhaltende Depressionen und Ängste, Sprachbarrieren und Schwierigkeiten mit Behörden“ (Hannover).

Archiv: FH Hannover

 

FÜR ALLAH UND VATERLAND: NEUE MOSCHEEN IN DEUTSCHLAND (BRD 2009, Ahmet Senyurt/Alessandro Nasini)

Länge: 00:45:00

Produktion: ARD

Präsentationsform: Dokumentation

Sendung: ARD, 18.02.2009.

Inhalt: Reportage über den türkischen Verein DITIB, der den Bau vieler Moscheen in Deutschland und vom türkischen Staat verwaltet wird.

Archiv: -

 

DAS TÜRKEN GYMNASIUM (BRD 2009, Mohcine El Ghomri)

Länge: 01:15:00

Im Auftrag von: SWR

Inhalt: Die BIL-Privatschule liegt in Cannstadt in BadenWürttemberg. Filmautor El Ghomri begleitete ein Schuljahr lang den Unterricht und das Zusammenleben in zwei Klassen. An der Schule sind 160 Schüler, die meisten stammen aus Einwandererfamilien. Sie lieben klare Regeln: Es wird Deutsch gesprochen, auf Benimm geachtet und individuelle Förderung großgeschrieben.

 

DEUTSCHLAND SÜSSSAUER – EIN STEIFZUG DURCH EIN EINWANDERERLAND (BRD 2009, Elika Meinert)

Länge: 00:45:00

Produktion: NDR

Inhalt: Dokumentation über verschiedene Einwanderermilieus in Deutschland. „Es ist kein politisch korrekter Streifzug durch die arabisch-, türkisch-, asiatisch- und russischdeutsche Wirklichkeit, sondern ein Film voller neugieriger Blicke abseits offiziell geführter Integrationsdebatten“ (ARD).

 

ALT UND FERN – DEUTSCHE SENIOREN IN DER SÜDTÜRKEI (BRD 2009, Kamil Taylan)

Länge: 00:52:00

Produktion: Arte und HR

Präsentationsform: Dokumentarfilm

Inhalt: „Was geschieht, wenn ein Deutscher türkischer Herkunft auf Deutsche trifft, die seit Jahrzehnten in der Türkei leben und sich dort stoisch jeder Integration verweigert haben? Oder konnten sie gar nicht anders? Der Film "Alt und Fern" ist ein subjektives Road Movie entlang der Atatürk Straße in Alanya. Deutsche Menschenlandschaften aus einer Betonburg- erzählt aus der Perspektive des Autors Kamil Taylan, der vor 40 Jahren den umgekehrten Weg  nahm und von Istanbul nach Frankfurt ging. Kamil Taylan trifft auf eine "Parallelwelt", die er aus Frankfurt bestens kennt, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Es ist eine bizarre und zuweilen absurde Welt voller Lebensgeschichten, die manchmal das Komische, manchmal das Tragische streifen“ (http://www.tff-frankfurt.de/programm_2009.pdf, 18).

Archiv: -

 

TORF – WIE DIE TÜRKISCHEN GASTARBEITER NACH LOHNE KAMEN (BRD 2009, Orhan Calisir/Dirk Meissner)

Produktion: Radio Bremen

Präsentationsform: Dokumentation

Sendung: 22. Februar 2010, 21:00 Uhr | EinsFestival

Inhalt: „"Torf" zeigt unaufgeregt 40 Jahre Migrationsgeschichte am überschaubar-beschaulichen Beispiel einer niedersächsischen Kleinstadt in der Nähe von Bremen. Nebenbei ist Torf ein moderner Heimatfilm: Moor und  mehr, Korn und Kleinkaliber. Alles drin“ (http://www.radiobremen.de/fernsehen/produktionen/torf108-radiobremen.pdf)

Archiv: -

 

ANGST VOR DEN NEUEN NACHBARN (BRD 2010, Düzen Tekkal, Jan Rasmus)

Länge: ca. 00:01:00

Produktion: RTL (Extra-Spezial)

Präsentationsform: Feature

Sendung: 08:03.2010, 22:15 Uhr

Inhalt: Feature über den Bonner Stadtteil Bad Godesberg und dort lebende gewalttätige junge Migranten.

  Impressum   Letzte Änderung: 21.10.2010