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Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere 58 / 2006: Deutsche Filmpublizistik der 1990er Jahre Zusammengestellt v. Hans J. Wulff
40. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 1994 (Hrsg.): Retrospective of the Japanese Short Film, 1955-1991. Oberhausen: Laufen 1994, 202 S. -- DM 20,--; Bezug: Neue Bücherstube Karl Maria Laufen, Schwartzstr. 54, D-46045 Oberhausen. A.R.T. (d.i.: Liberto Balaguer, Peter Hanemann, Wolfgang Hippe) (Hrsg.): Medienmacher NRW. Who is who bei Film und Fernsehen. Köln: Emons [2000], 328 S. -- ISBN 3-89705-116-8, DM 48,–. Abarbanell, Stephan / Cippitelli, Claudia / Neuhaus, Dietrich (Hrsg.): Fernsehen verstehen. Frankfurt: Haag & Herchen 1993, (4), 194 S. (Arnoldshainer Texte. 76.). -- ISBN 3-89228-958-1, DM 39,80. Nach den Sammelbänden von Michael Kunczik und Uwe Weber (Fernsehen. Köln/Wien: Böhlau 1990) und Knut Hickethier (Fernsehen. Frankfurt [usw.]: Lang 1992) legen Abarbanell, Cippitelli und Neuhaus hier eine weitere Aufsatzsammlung zum Fernsehen vor, basierend auf einer Tagungsreihe des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik und der Arnoldshainer Akademie. Die Beiträge, die von sehr unterschiedlichem Niveau sind und z.T. den Eindruck der Mitschrift einer extemporierten Rede machen, bewegen sich kaum aus den bekannten Fahrwassern heraus, und es mag für sich sprechen, daß mit McLuhan und Anders zwei Autoren der frühen Medientheorie als Bezugspunkte gewählt werden - neuere Beiträge zur Fernsehtheorie spielen für die Autoren des Bandes noch kaum eine Rolle. Beachtung verdient Ben Bachmairs Beitrag zur Kulturgeschichte der Mobilität. Inhalt: Stephan Abarbanell: Marshall McLuhan: Ein Rückblick auf den Propheten des Medienzeitalters (5-15). -- Peter Winterhoff-Spurk: Fernsehen und Weltwissen - empirische Untersuchungen zu McLuhan (17-31). -- Ben Bachmair: Vom Auto zum Fernsehen: Kulturhistorische Argumente zur Bedeutung von Mobilität für Kommunikation (33-50). -- Olaf Droste: Niklas Luhmanns Systemtheorie und das Fernsehen (51-65). -- Gernot Folkers: Mörike vor der Mattscheibe. Anmerkungen zur Fernsehkritik von Günther Anders (67-79). -- Lutz Hachmeister: Realverfassung: "Programmqualität" und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (81-99). -- Knut Hickethier: Simulation oder Programmfluß: Theorieaspekte des Programmfernsehens (101-124). -- Karsten Visarius: Das Ende der Schonzeit - oder: Hat das Medienzeitalter mit dem Frühstücksfernsehen seine Normalität erreicht? (125-153). -- Ingo Witt: Lust am Fernsehen? oder: Television gegen den Strich gebürstet (155-173). -- Reinhold Zwick: Symbol und metaphorischer Prozeß (175-194). Abarbanell, Stephan / Cippitelli, Claudia / Schwanebeck, Axel (Hrsg.): Fernsehzeit. Einundzwanzig Einblicke ins Programm. Eine Retrospektive der Tutzinger Medientage. München: Reinhard Fischer 1996, 206 S. -- ISBN 3-88927-183-9, DM 29,–. Achenbach, Michael / Caneppele, Paolo / Kieneinger, Ernst: Projektionen der Sehnsucht. Saturn. Die erotischen Anfänge der österreichischen Kinematographie. Wien: Filmarchiv Austria 1999, unpag. (Edition Film und Text. 1.). -- Einschl. einer VHS-Kassette. Ackermann, Friedhelm: Die Modellierung des Grauens. Exemplarische Interpretation eines Werbeplakates zum Film Schlafwandler unter Anwendung der "objektiven Hermeneutik" und Begründung einer kultursoziologischen Bildhermeneutik. In: Die Welt als Text. Theorie, Kritik und Praxis der objektiven Hermeneutik. Hrsg. v. Detlef Garz & Klaus Kraimer. Frankfurt: Suhrkamp 1994, S. 195-225. Ackermann, Michael: Zeichen und Wunder. Gewalt und "Postmoderne" im Film. In: Kommune, 12, 1994, S. 53-56 Adam, Ken / Bordwell, David / Greenaway, Peter / Lang, Jack: Der schöne Schein der Künstlichkeit. Hrsg. u. eingel. v. Andreas Rost. Frankfurt: Vlg. der Autoren 1995, 236 S. (Reden über Film.) / (Filmbibliothek.). -- ISBN 3-88661-158-2, DM 34,--. Hervorgegangen aus einer Veranstaltungsreihe des Münchner Kulturreferats, der Süddeutschen Zeitung und des ARRI-Kinos, München. Inhalt: Ken Adam: Freiräume für die Phantasie. Ein Gespräch mit Jürgen Berger (15-70). -- Peter Greenaway: Film, eine Kunst nach Regeln? Ein Gespräch mit Yvonne Spielmann (71-116). -- David Bordwell: Citizen Kane und die Künstlichkeit des klassischen Studio-Systems (117-150). -- David Bordwell: Die Hard und die Rückkehr des klassischen Hollywood-Kinos (151-202). -- Jack Lang: Perspektiven des europäischen Kinos und die Lichtblicke der Liebenden von Pont-Neuf (203-217; Diskussion mit Volker Schlöndorff u. Publikum: 217-230). Ade, Albrecht (Red.): Animationsfilm aus Deutschland. Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen. Filme, Fotos, Zeichnungen und Malerei, Objekte und Puppen. [Texte: Albrecht Ade, Götz Gruner, Thomas Haegele.] [Stuttgart]: Ifa, 1998, 79 S. Adelmann, Ralf / Stauff, Markus (Hrsg.): Politik und Bilder. Hattingen: Diskurs-Werkstatt Bochum 1998, 94 S. (kultuRRevolution. 37.). -- ISSN 0723-8088, DM 15,–. Bezug durch die Werkstatt, Kampstr. 11, D-45529 Hattingen. Inhalt: Rainer Vowe: Der staatspolitisch besonders wertvolle Film (3-7). -- Martin Hellmold: Das Politische im Blick. Mutmaßungen über Detlef Sierck und Francisco de Goya (8-18). -- Markus Stauff: „Man weiß nie, was man filmt.“ Über die Politisierung der Bilder in Rot liegt in der Luft und Beruf: Neonazi (19-28). -- Judith Keilbach: Politik mit der Vergangenheit. Der 50. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager im amerikanischen und deutschen Fernsehen (29-40). -- Christine Schilha: Auferstanden aus Archiven. Der Umgang mit filmischem Archivmaterial als televisionäre Form der Erinnerungskonstruktion (41-45). -- Nikolas Hülbusch: Volk und Führer. Filmische Einheitskonstruktionen im Stalin-Film (46-52). -- Matthias Thiele: Massenmedien, Fluchtmassen und ihre Vehikel. Warum der Film Lamerica das Fernsehen nicht ‚ausbootet‘ (53-64). -- Rolf Parr: „Gürtel enger schnallen“. Ein Kollektivsymbol der neuen deutschen Normalität (65-73). -- Ralf Adelmann: Satelliten, Fernsehen und Kontrollgesellschaft. Verstreute Hinweise zur Popularisierung neuer Visualisierungstypen (74-82). -- Wolfgang Beilenhoff: Körper-Schriften (83-87). -- Rolf Parr / Matthias Thiele: Zwischen Exzentrik und Normalität: Re-Entry-Strukturen in Spiel- und Fernsehfilmen. Zum Dortmunder Forschungsprojekt „Prozesse und Verfahren flexibler Normalisierung in Film- und Fernsehnarrationen“ (88-94). Adick, Christel / Stuke, Franz R. (Hrsg.): Ferne Länder - fremde Sitten. Analysen zum Filmwerk von Gordian Troeller. Frankfurt: IKO Verlag für Interkulturelle Kommunikation 1996, 254 S.. -- ISBN 3-88939-194-x, DM 29,80. Adolf Grimme Institut (Hrsg.): Medienpädagogischer Atlas Nordrhein-Westfalen. Redaktionelle Bearb.: Karl Wachtel, Axel Wolpert. Leverkusen: Leske + Budrich 1997, 390 S., 1 CD-ROM. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. 24.). -- ISBN 3-8100-1942-9, DM 29,80. Adressen, Wettbewerbe, Festivals, Studiengänge, Aus- und Fortbildung. Sachindex, Regionalindex. Adorno, Theodor W. / Eisler, Hanns: Komposition für den Film. Mit Notenbeispielen aus "Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben" von Hanns Eisler. Textkritische Ausg. v. Eberhardt Klemm. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1996, 230 S. -- ISBN 3-434-50090-1, DM 48,--. Adreßbuch Film und Fernsehen NRW 1996/97. Düsseldorf: Filmstiftung NRW 1996. -- Ersch. zugleich als Buch und als CD-ROM; Schutzgebühr für beides: DM 35,--. Bezug durch die Stiftung, Kaistr. 14, D-40221 Düsseldorf. Afrika Initiative Hannover (Hrsg.): Touki Bouki. Ein Lesebuch zum afrikanischen Film. Hannover: Selbstvlg. 1997, 100 S. -- ISBN 3-00-000664-8, DM 15,80. Bezug: Afrika Initiative Hannover, Lister Meile 4, D-30161 Hannover. Agde, Günter: Flimmernde Versprechen. Geschichte des deutschen Werbefilms im Kino seit 1897. Berlin: Verlag Das Neue Berlin 1998, 176 S. -- ISBN 3-360-00865-0. Mit einem VHS-Videoband. Sie suchen noch nach einem Weihnachtsgeschenk? Agdes Lese- und Stöberbuch: das wäre etwas! Eine kenntnisreiche, sensibel und sorgfältig bebilderte Fibel, die die Geschichte des Werbefilms als Geschichte von Produkten und Produktbereichen, als Geschichte unbekannter Filmemacher, als Berührung von Avantgarde und Wirtschaftsmacht, als Stilgeschichte schreibt. Pinschewer, Fischerkoesen: In manchen Abschnitten ist die Geschichte des Werbefilms die Geschichte seiner wichtigsten Macher und Produzenten. Die Nazizeit ein Einbruch auch hier, einige der bedeutendsten Werbefilmer - von Lotte Reiniger über Julius Pinschewer bis hin zu Hans Richter und Georg Pál - gingen in die Emigration, wenn auch Agde konzediert, daß nur wenige Werbefilmgestalter Deutschland verließen (eine Beobachtung, die sicher eigene Aufmerksamkeit verdiente). Ein Buch zum Stöbern: Selbst der Fachmann ist berührt von der Vielfalt der Stile, von der Buntheit vor allem der Animationsformen. Agde macht am Beginn die Bemerkung, daß unser Jahrhundert das Jahrhundert des Werbens sei - und sein Buch legt auf‘s Schönste Beweis davon ab, wie sehr die Bilderwelt durch die Einfälle der Werbefilmer (zwischen Plakat und Film) beeinflußt ist. Agentur Bilwet: Der Datendandy. Über Medien, New Age und Technokultur. Mannheim: Bollmann [1997], 216 S. -- ISBN 3-927901-57-1, DM 36,–. Ahlander, Lars (Hrsg.): Gaukler im Grenzland: Ingmar Bergman. Berlin: Henschel 1993, 241 S. -- ISBN 3-89487-176-8, DM 49,80. Ahrens, Wilfried: ASTRA - Fernsehen ohne Grenzen. Eine Chronik. Düsseldorf [...]: Econ 1993, 255 S. -- ISBN 3-430-11008-4, DM 49,80. Akademie der Künste (Hrsg.): Eisenstein und Deutschland. Texte, Dokumente, Briefe. Konzeption und Zusammenstellung v. Oksana Bulgakowa. Berlin: Akademie der Künste / Henschel Vlg. 1998, 240 S. -- ISBN 3-89487-304-3, DM 58.--. Inhalt: Texte von Eisenstein (11-113). -- Jekaterina Chochlowa: Eisensteins erste Arbeit für den Film: Die Ummontage des Dr. Mabuse, der Spieler von Fritz Lang (115-122). -- François Albera: Formzerstörung und Transparenz: Glass House, vom Filmprojekt zum Film als Projekt (123-142). -- Oksana Bulgakowa: Eisenstein, Fritz Lang und der Körper der Masse (143-156). -- Hans-Christian von Herrmann: Eine Anordnung von Schlagbolzen: Brechts und Eisensteins ästhetische Arsenale (157-164). -- Michail Jampolski: Federstrich quer durch die Einstellung: Raumeffekt als sado-masochistische Semantik (165-170). -- Boris Schafgans: „If ever the whole Ring... Should be produced“: Eisensteins Walküre, eine deutsch-sowjetische Beziehung (171-196). -- Werner Hofmann: Alles hängt mit allem zusammen (197-214). -- Helmut Färber: Die Magie gefundener Entsprechungen: Film, Farbe, Gedanke, Musik (215-224). Akademiekries Production Value / Qualität (Hrsg.): Projektentwicklung / Development und Vorbereitung: Strategien der Qualitätserzielung in Film- und Fernsehproduktionen. Seminar 14./15. Juli 1996. Potsdam: Vlg. für Berlin und Brandenburg 1997, 93 S. (Schriftenreihe zur Film-, Fernseh- und Multimediaproduktion. 4.). -- ISBN 3-930850-60-5. Albersmeier, Franz-Josef: Theater, Film und Literatur in Frankreich. Medienwechsel und Intermedialität. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1992, 329 S. -- ISBN 3-534-10326-2, DM 49,80. Bezug über die WB, Postfach 111553, D-6100 Darmstadt. Albrecht, Mario: Europäische Kopierwerkspreise. Marktanalytische Betrachtungen im Zusammenhang mit der Öffnung des Europäischen Binnenmarktes. Berlin: Kasper/Hauschild Filmgesellschaft 1993, 61 S. -- DM 29,--; Bezug durch den Verlag, Rudower Chaussee 3, D-12489 Berlin. Alexowitz, Myriam: Darstellung der indischen Frau in den Filmen von Satyatit Ray.. Alfeld/Leine: Coppi 1999 (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 68.). -- ISBN 3-930258-67-6. Allenbacher, Peter Kurt: Anglizismen in der Fachlexik. Unter Berücksichtigung Belegmaterials in der Fachsprache des Fernsehens. Frankfurt: Verl. Neue Wiss. 1999, 320 S. -- ISBN 3-932492-16-1, DM 62,–. Zugl.: Mainz, Univ., Diss., 1998. Almodóvar, Pedro: Filmen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ein Gespräch mit Frédéric Strauss. München: Verlag der Autoren 1998, 246 S. -- ISBN 3-88661-192-2, DM 38,--. Almodóvar kommt aus dem Madrider Untergrund, der sich noch zu Zeiten des Franco-Regimes gebildet hatte - und mit einer exzessiven, an den Stilprinzipien des Punk orientierten, Themen der schwulen Gegenkultur aufgreifenden Reihe von Filmen wurde er schnell zur bekanntesten Figur der Nach-Franco-Zeit. Seine Filme haben ihre Ursprünge nie verraten - sie sind bis heute als Tabubrüche lesbar, pendeln zwischen Chaos und Katastrophe, zwischen Pathos und Perversion. Nach Cordula Rabes kleiner Monographie über Almodóvar (Pedro Almodóvar: Nachfranquistisches Spanien und Film. Alfeld/Leine: Coppi-Vlg. 1997) sind nun die Gespräche mit Strauss erschienen - und mit diesem Band gelingt es, in die Entstehungsbedingungen der Filme einzudringen, das Verhältnis zur Mutterkultur und die Verbindungen zur internationalen (Schwulen-)Kultur etwas besser von innen her zu verstehen, die Arbeit an Drehbüchern, das casting oder auch die Konzeption von Rollen im Zusammenhang zu erleben. Almodóvar bleibt immer biographisch orientiert, das fällt auf, wenn man diese Gespräche gegen andere stellt (die mit Wilder oder Hitchcock z.B.): Und allein diese Beobachtung gibt schon Aufschluß über seine Filme. Althen, Michael: Dean Martin. Seine Filme - sein Leben. München: Heyne 1997, 287 S. (Heyne Filmbibliothek. 258.) -- ISBN 3-453-13676-4, DM 16,90. Altmeppen, Klaus-Dieter (Hrsg.): Ökonomie der Medien und des Mediensystems. Grundlagen, Ergebnisse und Perspektiven medienökonomischer Forschung. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1996, 295 S. -- ISBN 3-531-12683-0, DM 49,–. Altmeppen, Klaus-Dieter / Donges, Patrick / Engels, Kerstin: Transformation im Journalismus. Journalistische Qualifikationen im privaten Rundfunk am Beispiel norddeutscher Sender. Berlin: Vistas 1999, 328 S. (Schriftenreihe der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. 18.). -- ISBN 3-89158-228-5, DM 40,–. Was sollten heutige Rundfunk-Journalisten aus der Sicht von Chefredakteuren und Programmleitern gelernt haben und über welche Fertigkeiten sollten sie verfügen? Welche Qualifikationen bringen die Journalisten tatsächlich mit und wie haben sie ihren Beruf erlernt? Welche realen Arbeitsanforderungen und -bedingungen finden die Journalisten in ihrem Berufsalltag vor? Alton, Juliane: Handbuch für Filmschaffende und Produzenten. Wien: Buchkultur Verlag 1995, 308 S. -- ISBN 3-901052-24-0, DM 42,80. Altrogge, Michael: "...wo alles drunter und drüber geht". Zur Ordnung und Wahrnehmung von Musik und Bildern in Videoclips und ihrer [!] Bedeutung für Jugendkulturen. Phil.Diss. Berlin, Freie Universität, Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften I 1996, (7), ix, 787, 105 S. Altrogge, Michael / Amann, Rolf: Videoclips - Die geheimen Verführer der Jugend? Ein Gutachten zur Struktur, Nutzung und Bewertung von Heavy Metal Videoclips. Erstellt im Auftrag d. Landesmedienanstalten. [...] Berlin: Vistas 1991, 320 S. (Schriftenreihe der Landesmedienanstalten. 2.). -- ISBN 3-89158-068-1. DM 32,--. Die Inhalte, die in Heavy Metal Videoclips präsentiert werden, werden von den Probanden der Studie (etwa 500 Schüler Berliner Schulen) sehr unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Während einzelne Musikfans ihre jeweiligen Videoclips sehr genau und differenziert wahrnehmen, können dieselben Filme von anderen kaum verstehend nachvollzogen werden. Die Texte der Lieder spielen in der Rezeption kaum eine Rolle (nur zehn Prozent der Befragten gaben an, die Texte überhaupt zu verstehen). Altrogge, Michael / Donsbach, Wolfgang / Böhm, Hans-Jörg / Schabedoth, Eva: Lokal-TV zwischen Heimat- und Regionalfernsehen: Anbieter und Nutzer des privaten Logalfernsehen Sachsens. Berlin:Vistas 1999, 260 S. (Schriftenreihe der SLM. 8.). Amberger, Sabine / Geiger, Thomas / Jancker, Bernd: Business-TV: Strategie und Umsetzung im Medien-Mix. Ein Handbuch für Entscheider, Planer und Umsetzer. Frankfurt: FAZ-Inst. für Management-, Markt- und Medieninformationen 1999, 227 S. (Management.). -- ISBN 3-927282-84-7, DM 39,90. Amelunxen, Hubertus von / Iglhaut, Stefan / Rötzer, Florian (Hrsg.): Fotografie nach der Fotografie. In Zusammenarb. mit Alexis Kassel. Ein Projekt des Siemens Kulturprogramms in Zusammenarb. mit Aktionsforum Parterinsel, München [...]. München: Verlag der Kunst 1996, 326 S. -- ISBN 3-364-00361-0, DM 98,--. Katalog der gleichnamigen Ausstellung. Essays: Florian Rötzer: Betrifft: Fotografie (13-25). -- Victor Burgin: Das Bild in Teilen (26-35). -- Martha Rosler: Bildsimulationen, Computermanipulationen (36-57). -- Lev Manovich: Die Paradoxien der digitalen Fotografie (58-66). -- Wolfgang Coy: Mit fotografischem Gedächtnis (67-72). -- Jacques Clayssen: Digitale (R-)Evolutionen (73-80). -- Timothy Druckrey: Fatale Aussicht (81-87). -- George Legrady: Bild, Sprache und Überzeugung in Synthese (88-92). -- Peter Lunenfeld: Die Kunst der Posthistoire - Digitale Fotografie und elektronische Semiotik (93-99). -- Karlheinz Lüdeking: Digitale Höhlenmalerei (100-107). -- Gottfried Jäger: Analoge und digitale Fotografie: Das Technische Bild (108-110). -- Philippe Quéau: Die Fotovirtualität (111-113). -- Herbert W. Franke: Bemerkungen zur digitalen Fotografie (114-115). -- Hubertus von Amelunxen: Fotografie nach der Fotografie (116-123). -- Die Geschichte der Photographie könnte man auch als eine Geschichte der Retuschierkünste schreiben, der Bildbearbeitung und auch der Bildfälschung. Mit dem digitalen Bild scheint sich die Verfügbarkeit des Bildes zu vollenden, eine Manipulation des Bildes wird möglich, die keine Spuren mehr aufweist. Und es wird die "photographische" Illusionierung vorphotographischer Objekte möglich, die es so nie gegeben hat. Weltberühmt sind die Bilder der Serie Dystopia (Anthony Aziz und Sammy Cucher), die Köpfe ohne Augen und Münder zeigt, in photographischer Porträt-Manier, an Surrealismus und Alptraum gemahnend. Die enge Konjunktion von Photographie und Wirklichkeit, die so bodenständig und natürlich schien, zerbricht, das Barthessche "Es ist gewesen" der Photographie erweist sich als pure Konvention. Das photographische Bild löst sich vom Vor-Bild, der referentielle Impuls wird freigesetzt, das Photographische gerät in ein neues Bild-Verhältnis. Darüber ist nachzudenken. -- Der vorliegende Katalog setzt den Standard: Auf diesem Niveau wird über digitale Photographie und ihre Probleme verhandelt werden müssen. Ein Muß für die Interessierten, kein Zweifel. Der eigentliche Katalogteil präsentiert eine exquisite Sammlung künstlerischer Versuche in digitaler Photographie. Amend, Heike / Bütow, Michael (Hrsg.): Der bewegte Film. Aufbrüche zu neuen deutschen Erfolgen. Berlin: Vistas 1997, 217 S. -- ISBN 3-89158-202-1, DM 29.–. Der Band enthält eine ganze Reihe von Beiträgen, die über die Praxis der Filmvermarktung (in Deutschland, aber oft mit Blick auf die amerikanische Praxis) berichten. Das ist ein lebendiges Lesebuch geworden, und daß man Praktiker der einzelnen Aufgaben hat gewinnen können, gibt ihm nicht nur ein besseres Image - in diesem Fall ist es der Qualität der Darstellungen zugute gekommen. Oft wird zum Beispiel gegriffen, da kommen Erfahrung und Praxis zusammen, da wird anschaulich, was sonst oft zäh und trivial erscheint.-- Aus dem Inhalt: Jan-Christopher Horak: Die Tradition des deutschen Films (13-24). -- Dirk Blothner: Wirksame Filmthemen (35-48). -- Mechthild Holter: Über deutsche Stars (77-82). -- Peter W. Engelmeier: Warum Hugh Grant zu Wetten dass... geht. Über Filmjournalisten, Pressebetreuer und deutsche Stars (83-92). -- Fitz Iversen: Marketing für deutsche Kinofilme II (105-116). -- Linda Seger: Vom Drehbuch zum Film in Hollywood (127-136). -- Dagmar Benke / Oliver Schütte: Drehbuchanalyse - Die Sieger (137-160). -- Robert Maxwell: TV-Movie-Forschung in den USA (161-166). -- Elizabeth Prommer: Kinopublikumsforschung in Deutschland (167-188). American Historical Review 97,2, 1992, S. 487-511: Spec. Sect. über JFK (1991, Oliver Stone). -- Enthält: Marcus Raskin: JFK and the culture of violence (487-499). -- Michael Rogin: JFK: The movie (500-505). -- Robert A. Rosenstone: JFK: Historical fact / historical film (506-511). Améry, Jean: Cinéma: Arbeiten zum Film. Hrsg. u. mit einem Nachw. v. Joachim Kalka. Stuttgart: Klett-Cotta 1994, 119 S. (Cottas Bibliothek der Moderne.). -- ISBN 3-608-93669-6, DM 22,--. Amesberger, Helga: Schindlers Liste macht Schule: Spielfilme als Instrument politischer Bildung an österreichischen Schulen. Wien: Braumüller 1995, 149 S. -- ISBN 3-7003-1107-9, DM 40,--. Ammann, Daniel / Doelker, Christian (Hrsg.): Tatort Brutalo: Gewaltdarstellungen und ihr Publikum. Beitr. v. Siegfried Zielinski [...]. Zürich: Pestalozzianum-Verlag 1995, 219 S. -- ISBN 3-907526-32-5, sFr 24,80. Ammon, Martin / Gottwald, Eckart (Hrsg.): Kino und Kirche im Dialog. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1996, 208 S. -- ISBN 3-525-60392-4, DM 29,80. Amsler, André: "Wer dem Werbefilm verfällt, ist verloren für die Welt." Das Werk von Julius Pinschewer. Zürich: Chronos-Verlag 1997, 302 S. -- ISBN 3-905312-20-4, DM 66,--. Dazu eine zehnstündige Sammlung von Filmen Pinschewers auf vier Videokassetten: ISBN 3-905312-34-4, DM 700,--. Andrew, Geoff: Stranger Than Paradise. Mavericks - Regisseure des amerikanischen Independent- Kinos. Mit einem Vorw. v. Gary Oldman. Mainz: Bender 1999, 332 S. -- ISBN 3-9806528-0-7, kein Preis mitgeteilt. [Nach dem Klappentext:] Stranger Than Paradise bietet einen aktuellen und vollständigen Überblick über das amerikanische Independent-Kino. Darin hat Andrew zehn der wichtigsten Vertreter ausgesucht, die er als Mavericks bezeichnet - Einzelgänger, die eine eigene Handschrift haben und deren Werke eine genauere Analyse verdienen (David Lynch, John Syles, Wayne Wang, Jim Jarmusch, die Brüder Coen, Spike Lee, Todd Haynes, Steven Soderbergh, Hal Hartley, Quentin Tarantino, New Kids on the Block). Dazu gibt das Buch einen Einblick in die Vorgeschichte des Independent-Kinos, die bis in die vierziger Jahre zurückreicht, sowie einen Ausblick über momentane Tendenzen und Werke solcher Regisseure, die - auf Grund der Zahl oder der Gestaltung ihrer Werke - noch kein eigenes Kapitel erhalten konnten. Index der Namen und Werktitel. Andriopoulos, Stefan: Besessene Körper. Körperschaften und Hypnose in Literatur, Film, Recht und Medizin um 1900. Diss. Hamburg 1999. Anfang, Günther / Bloech, Michael / Hültner, Robert: Vom Plot zur Premiere. Gestaltung und Technik für Videogruppen. München: KoPäd Vlg. 1994, 80 S. (Materialien zur Medienpädagogik. 1.). -- DM 15,--. Bezug über den Verlag (Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München). Angerer, Marie-Luise (Hrsg.): The Body of Gender: Körper / Geschlechter / Identitäten. Wien: Passagen 1995. -- Enth. U.a. Richard Dyer: Das Licht der Welt. Weiße Menschen und das Film-Bild. Angerer, Marie-Luise: Body Options. Körper. Spuren. Medien. Bilder. Wien: Turia & Kant 1999, 207 S. -- ISBN 3-85132-207-x. Aus der Zusammenfassung: Mediale Anordnungen sind, habe ich an früherer Stelle geschrieben, keine Orte der Befriedigung, sie sind Orte einer Befriedung und gleichzeitig das Setting eines Begehrens, das ihren Raum braucht. Sie sind Ein- und Ausrichtungen, die den psychischen ‚Eigen‘-Raum in gedoppelter Bewegung flankieren. Sie bilden einen Rahmen, sie geben Halt, sie richten ein, um das drohende Aus-dem-Bild-Fallen zu verhindern. Gleichzeitig jedoch - mit dieser ihrer Verführung, Teil eines Bildes zu werden - oszillieren sie auf dem schmalen Grat zwischen einem leeren und einem vollen Bild. Angerer, Marie-Luise / Dorer, Johanna (Hrsg.): Gender und Medien: Theoretische Ansätze, empirische Befunde und Praxis der Massenkommunikation. Ein Textbuch zur Einführung. Zum Teil in engl. Sprache. Wien: Braumüller 1994, ix, 228 S. (Studienbücher zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 9.). -- ISBN 3-7003-1070-6, DM 40,--. Anker, Steve / Tscherkassky, Peter / Arnold, Martin: Austrian Avant-Garde Cinema 1955-1993. Wien: Sixpack Film 1994, 84 S. -- Bezug: Sixpack Film, Neubaugasse 36, A-1071 Wien. Anon.: AV-Medien in Mittel- und Osteuropa. Zwischen Europäisierung und Re-Nationalisierung. Wien: Filmkunst 1994. Antes, Wolfgang (Red.): Medien und Gewalt. Aktive Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Theorie und Praxis in Aktion. Hrsg. v. d. Jugendstiftung Baden-Württemberg, Landesbildstelle Baden. Münster: Ökotopia Vlg. 1994, 120 S. (Theorie und Praxis in Aktion. 2.). -- ISBN 3-925169-64-4, DM 28,--. Antel, Franz / Winkler, Christian F.: Hollywood an der Donau. Geschichte der Wien-Film in Sievering. Wien: Ed. S, Vlg. d. Österr. Staatsdruckerei 1991, 223 S. -- ISBN 3-7046-0230-2, öS 498,--. Anton, Uwe: Wer hat Angst vor Stephen King? München: Tilsner 1994, 158 S. (Taschenführer populäre Kultur. 2.). -- ISBN 3-910079-51-2, DM 22,--. Antonioni, Michelangelo: "Chronik einer Liebe, die es nie gab". Erzählungen. Aus dem Ital. übers. v. Sigrid Vagt. Berlin: Wagenbach 1995, 157 S. Antonowa, Irina / Merkert, Jörn (Hrsg.): Berlin-Moskau, Moskau-Berlin 1900-1950. Bildende Kunst, Photographie, Architektur, Theater, Literatur, Musik, Film. München/New York: Prestel Vlg. 1995, 709 S. -- ISBN 3-7913-1488-2, DM 98,--. Anz, Thomas (Hrsg.): Erich Kästner. Trojanische Esel. Theater, Hörspiel, Film. München/Wien: Hanser 1998, 845 S. (Werkausgabe. 5.). -- ISBN 3-446-19564-5, DM 298,–. Nur als neunbändige Gesamtausgabe zu beziehen. Enthält Kästners Drehbücher. Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (Hrsg.): Programmbericht zur Lage und Entwicklung des Fernsehens in Deutschland. Berlin: Ullstein. Arbeitsgruppe Film (Hrsg.): Cinarchea. 3. Internationales Archäologie-Film-Festival Kiel. Symposium „Archäologie und Neue Medien“, 22.-23. April 1998. Hrsg. v. Arbeitsgruppe Film der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Kurt Denzer, Jürgen Haacks, Helmut Schulzeck, Margrit Steffen). Kiel: AG Film 1999, [versch. Paginierungen]. -- ISBN 3-928794-25-6. Kein Preis mitgeteilt. Inhalt [jeweils in deutscher und englischer Fassung]: Peter S. Allen: Visual resources in archaeology: Promises and problems of proliferation. -- Carole Lazio: American archaeologists and the new media. -- Frédéric André: Einsatz und Nutzung technischer Medien in belgischen Museen. -- Lauri Kärk: Montage in der Filmtheorie. Die Montageschnitt-Theorie und der Kuleshow-Effekt. -- Martin Koerber: Fast originalgetrue: Die Phasen der Rekonstruktion von Asphalt. -- Lothar Spree: Präsentation der CD-ROM „Çatal Höyük - als die Menschen begannen, in Städten zu leben“. -- Martin Emele: Der Computer rekonstruiert uns die Zitadelle des Königs Priamos. Archäologische Simulation zwischen linearen Medien und virtuellem Museum. -- Ruth Lindner: „Sandalenfilme“ und der Archäologische [!] Blick. -- Thomas Stern / Thomas Tode: Das Bild des Archäologen in Film und TV-Berichten. Arbeitskreis für Internationale Wissenschaftskommunikation (Hrsg.): A bibliography of ethnographic films. Zusammengest. v. Rolf Husmann, Ingrid Wellinger, Johanna Rühl & Martin Taureg. Münster: Lit Vlg. 1992, 335 S. (Göttinger kulturwissenschaftliche Schriften. 1.). ARD/ZDF-Arbeitsgruppe Marketing (Hrsg.): Was Sie über Rundfunk wissen sollten. Materialien zum Verständnis eines Mediums. Berlin: Vistas 1997, 448 S. -- ISBN 3-89158-204-8, DM 28,–. ARD-Werbung / RTL plus / Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) (Hrsg.): Entwicklung des Werbemarktes für Fernsehen und Hörfunk in Deutschland. München: Reinhard Fischer Vlg. 1994, 2 Bde., zus. 606 S. (BLM-Schriftenreihe. 17a./17b.). -- ISBN 3-88927-096-4, DM 40,--. Armer, Alan A.: Das Lehrbuch der Film- und Fernsehregie. Frankfurt: Zweitausendeins 1997, xiv, 477 S. -- DM 60,--. Bezug durch Zweitausendeins, Postfach, D-60381 Frankfurt; Tel.: 01805-23.2001; Fax: 01805-24.2001. Armers 1986 zuerst erschienenes Directing Television and Film ist eines jener amerikanischen Lehrbücher, das den Gegenstand in großer Breite vorstellt und es dabei versteht, so nahe am Beispiel zu argumentieren, daß man sich nicht nur vorstellen kann, was eine visuelle Form im Verhältnis zu anderen leistet, sondern auch, wie sich ein solches Konzept in ein Unterrichtsformat umsetzen läßt. Armer ist erst nach fünfundzwanzigjähriger Berufspraxis an die Hochschule gewechselt - und man merkt die breite handwerkliche und didaktische Erfahrung, auf der das Lehrbuch aufbaut, in vielen Einzelzügen des Bandes bis in die knappen Übersichten und bis in die Aufgaben hinein, die die einzelnen Kapitel abschließen. Sicherlich ist theoretische Analyse und Fundierung nicht unbedingt das Anliegen, das ein Band wie der vorliegende erfüllen kann. Aber die aus der Praxis stammende Einsicht in die Leistungsfähigkeit der filmischen Mittel, in die Gepflogenheiten der Szenenauflösung, die Möglichkeiten der Zeitbehandlung oder das Feld alternativer Lösungen eines inszenatorischen oder erzählerischen Problems ist so reich und so präzise dazu, daß der Theoretiker gut beraten ist, ihr aufmerksam zuzuhören. Nicht nur als Lehrbuch, sondern auch als Quelle für theoretische Neugier ist Armers Lehrbuch darum äußerst empfehlenswert. Inhalt: Was ist ein Regisseur? -- Elemente der Unterhaltung. -- Denken in Bildern [Kompositionslehre]. -- Womit alles anfängt: das Drehbuch. -- Charaktere entwickeln. -- Schauspielerführung. -- Kameraführung. -- Spannung muß sein [suspense]. -- Fragen und Antworten: Das Interview. -- Zeigen und erklären: Sachsendungen. -- Die Nachrichten. -- "Und nun eine kurze Unterbrechung": Die Werbung. -- Musik. Armingeon, Klaus / Blum, Roger (Hrsg.): Das öffentliche Theater. Politik und Medien in der Demokratie. Stuttgart [...]: Paul Haupt 1995, 181 S. -- ISBN 3-258-05425-x, DM 47,–. Arnold, Bernd: Medienerziehung und moralische Entwicklung von Kindern. Eine medienpädagogische Untersuchung zur Moral im Fernsehen am Beispiel einer Serie für Kinder im Umfeld der Werbung. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, 243 S. (Erziehungskonzeption und Praxis. 21.). -- ISBN 3-631-46037-6, DM 65,--. Am Beispiel einer Zeichentrickserie des Kinderprogramms. Arns, Alfons / Reichmann, Hans-Peter (Red.): Otto Hunte. Architekt für den Film. Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1996, 144 S. (Kinematograph. 10.) -- ISBN 3-88799-051-X, DM 28,--. Arriens, Klaus: Wahrheit und Wirklichkeit im Film. Philosophie des Dokumentarfilms. Würzburg: Königshausen & Neumann 1999, 115 S. (Pommersfeldener Beiträge. 10.). -- ISBN 3-8260-1691-2, kein Preis mitgeteilt. Asche, Florian: Das Product Placement im Kinospielfilm. Frankfurt [...]: Peter Lang 1996, 156 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 1958.). -- ISBN 3-631-30254-1, DM 54,--. Asper, Helmut G.: Hollywood - Hölle oder Paradies? Legende und Realität der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Exilanten in der amerikanischen Filmindustrie. In: Exilforschung: Ein internationales Jahrbuch 10, 1992. Asper, Helmut G.: Zwischen Deutschland und Frankreich: Le Roman de Werther von Max Ophüls und seine Rezeption in der französischen Kritik und der Exilpresse. In: Deutsche Exilpresse und Frankreich 1933-1940. Hrsg. v. Hélène Roussel & Lutz Winckler. Bern [...]: Lang 1992. Asper, Helmut G. (Hrsg.): Max Ophüls: Theater, Hörspiele, Filme. Vorträge des internationalen Max-Ophüls-Symposiums im Filmhaus Saarbrücken v. 6.-10. Mai 1992 anläßlich des 90. Geburtstages. St. Ingbert: Röhrig 1993, 172 S. -- ISBN 3-86110-008-8, DM 28,--. Aus dem Inhalt: Hermann Naber: Die geheimen Neigungen des Max Ophüls. Der Filmregisseur als Hörspielmacher (13-33). -- Marianne Wünsch: Arthur Schnitzlers "Reigen" und die Verfilmung von Max Ophüls (34-49). -- Lars Henrik Gass: Ironie der Schaulust. Ophüls' kinematographische Maschine der Sichtbarkeit am Beispiel Liebelei (50-67). -- Karl Sierek: Raum/Zeit-Parameter langer Einstellungen in den späten Filmen von Max Ophüls (68-87). -- Gertrud Koch: Die masochistische Lust am Verkennen. Zur feministischen Rezeption von Max Ophüls (88-100). -- Helmut G. Asper: Das andere Ufer - Max Ophüls und das Theater (101-124). -- Lutz Bacher: Max Ophüls in den Hollywood-Studios und deren Einfluß auf seinen Filmstil (125-152). Asper, Helmut (Hrsg.): Bibliographie der Filmseite und der Filmnachrichten des "Pariser Tageblatts", "Pariser Tageszeitung": 1933-1940. Mit einer Einl. v. Helmut G. Asper. Bibliographische Bearbeitung "Pariser Tageblatt", 1933-1936: Cornelia Fleer; "Pariser Tageszeitung", 1936-1940: Christina Guminski. Frankfurt [...]: Lang 1995 (Bibliographien zur Literatur- und Mediengeschichte. 5.). Asper, Helmut G.: Walter Wicclair. The Emperor's New Clothes. Ein Märchenfilm des deutschen Exils. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1997, 44 S., 4 Taf. (Massenmedien und Kommunikation. MuK 113.). -- Schutzgebühr: DM 3,--. Bezug über die Universität-Gesamthochschule-Siegen, Adolf-Reichwein-Str. D-57068 Siegen. Asper, Helmut G.: Max Ophüls. Eine Biographie mit zahlreichen Dokumenten, Texten und Bildern. Berlin: Bertz 1998, 735 S. (ARTE-Edition.). -- ISBN 3-929470-85-3, DM 68,–. Eine Biographie, die sich an die Hinterlassenschaften des Biographierten nur durch die Hände, Sichtung und Kontrolle seines Sohnes herantasten kann: Helmut Asper hat eine fast zu umfangreiche Lebens- und Werkbeschreibung komponiert, die den Blick auf Ophüls neu möglich macht oder vielleicht sogar erst öffnet. Ophüls gehört zu jenen deutsch-jüdischen Familien, die nur zum Teil emigrieren konnten, er verlor zahlreiche Verwandte in den KZs. Zunächst in Frankreich eingebürgert, reiste er schließlich über die Schweiz in die USA aus, um erst Jahre nach dem Krieg wieder in Europa einige jener Werke zu realisieren, die bis heute zum Grundbestand des Kanons gehören und von einer Entschiedenheit im Umgang mit den filmischen Mitteln zeugen, die beeindruckt und in Erinnerung bleibt. Ophüls starb mit nur 54 Jahren, er ist in Paris geboren. Aspers Band ist mit zahlreichen Dokumenten, Presseauszügen, Rezensionen, Produktionsnotizen durchsetzt, der eigentliche Text des Berichts umstellt mit Texten anderer Herkunft. Das erinnert an die formalen Möglichkeiten der CD-ROM - und die Vorzüge dieser Montagetechnik sind deutlich. Asper gibt keine Interpretationen der Ophüls‘schen Filme, sondern breitet das Geflecht von persönlichen Kontakten, Begegnungen, Produktionskonditionen und öffentlichem Echo aus, das sie ermöglicht und das sie produziert haben. Das macht den Wert des vorliegenden Bandes aus - und es steht zu hoffen, dass die Filme wenigstens als Fernsehausstrahlungen wieder zugänglicher werden. Immerhin ist der Band als ARTE-Edition erschienen. Aspetsberger, Friedbert / Russegger, Arno (Hrsg.): Die Ungetrennten und Nichtvereinten: Studien zum Verhältnis von Film und Literatur. Ergebnisse der 33. Literaturtagung des Instituts für Österreichkunde, St. Pölten, 30. Oktober bis 2. November 1993. Innsbruck: Studien Vlg. 1995, 184 S. (Ide extra. 13.). Assmann, Aleida / Weinberg, Manfred / Windisch, Martin (Hrsg.): Medien des Gedächtnisses. Stuttgart/Weimar: Metzler 1998, vi, 328 S. (Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Sonderheft 1998.). -- ISBN 93-6698-301-4, DM 88,--. Inhalt: Manfred Weinberg / Martin Windisch: Einleitung (1-13). -- Uwe Jochum: Die Bibliothek als locus communis (14-30). -- Wolfgang Ernst: Zwischen Kunst und Archiv: Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg als Medienverbund (31-53). -- Aleida Assmann: Gedächtnis-Simulationen im Brachland des Vergessens - Installationen dreier Gegenwartskünstler (54-71). -- Elisabeth von Samsonow: Die Schöne und das Alphabet. Zur Mnemotechnik des Petrus von Ravenna (72-89). -- Martin Windisch: Metapher, Allegorie und Materialität des Körpers als Medien des nationalen Gedächtnisses in der Frühen Neuzeit (90-115). -- Birgit R. Erdle: Vom Verschwinden des Vergessens. Zur Konstellation des Gedächtnisses in einem Bruchstück aus Adornos Minima Moralia (116-131). -- Doerte Bischoff: „Mit derselben Geste“. Körpergedächtnis und Repräsentation - eine Freud-Lektüre (132-156). -- Stefan Goldmann: Topik und Memoria in Sigmund Freuds Traumdeutung (157-173). -- Manfred Weinberg: What Makes a (Wo)Man a (Wo)Man? Zum Zusammenhang von sexueller Identität/Differenz, Erinnerung und Gedächtnis (174-192). -- Julika Funk: Maske - Grenze - Geschlecht. Bemerkungen zur Lesbarkeit von Geschlechterdifferenz im kulturellen Gedächtnis der Moderne (193-212). -- Erhard Schüttpelz: Trooping the Colour. Besessenheit und Erinnerung in Jean Rouchs Les Maître Fous (213-227). -- Günter Butzer: Pac-man und seine Freunde. Szenen aus der Geschichte der Grammatographie (228-244). -- Stefan Rieger: Richard Semon und/oder Aby Warburg. Mneme und/oder Mnemosyne (245-263). -- Peter Matussek: Hypomnemata und Hypermedia. Erinnerung im Medienwechsel: die platonische Dialogtechnik und ihre digitalen Amplifikationen (264-278). -- Peter Krapp: „Screen Memory“: Hypertext und Deckerinnerung (279-296). -- Dirk Vaihinger: Das Gedächtnis als Speicher und die Endlosschleife in der Kybernetik zweiter Ordnung (297-312). -- Stephan Porombka: Ankunft im Unverdrängten. Datenbanken als Verkörperung der Phantasie vom virtuell vollständigen Gedächtnis (313-328). Ästhetik und Kommunikation 24,88, 1995: Themenheft "Medien an der Epochenschwelle?" (Red.: Knut Hickethier), 128 S. -- ISSN 0341-7212, DM 16,--. Inhalt: Knut Hickethier: Online mit der Zukunft. Zum Diskurs über die neuen Medien (9-15). -- Jan Berg: Nächste Zukunft als vollendete Gegenwart und Parodie (16-21). -- Gerd Hallenberger: Fernsehen 2000. Von Utopien und Anti-Utopien (22-27). -- Tilmann P. Gangloff: Streik auf dem Super-Highway. Warum die "schöne neue Medienwelt" nicht funktionieren wird (28-36). -- Sabine Holtgreve / Jörg Adolph: Talking about my Generation. Vom Lebensgefühl zwischen guten und schlechten Zeiten (37-42). -- Kraft Wetzel: Vom Zuschauer zum user. Ein televisionäres Scenario (43-48). -- Klaudia Brunst: Jürgens Auto ist zu teuer. Wir werden um das interaktive Fernsehen nicht herumkommen - und es trotzdem links liegenlassen (49-54). -- Waldemar Vogelsang: Medien als Kristallisationspunkte jugendlicher Fankulturen (55-60). -- Hans J. Wulff: Rezeption im Warenhaus. Anmerkungen zur Rezeptionsästhetik des Umschaltens (61-66). -- Eggo Müller: Familiarisierung als Prinzip "interaktiven" Fernsehens (67-74). -- Peter Hoff: Störfaktor Mensch. Die schöne neue Medienwelt und der antiquierte Mensch - ein unlösbarer Widerspruch (75-78). -- Theodor Heinze: Therapie sinnlos. Subjektive Indifferenz meets mediale Intimisierung - ein symbiotischer Krampf (79-84). -- Helmut Hartwig: Apollo jagt Daphne. Ovidische Verwandlungen und digitale Metamorphosen (85-94). -- Jörg Adolph: Neulich im Cyberspace - Visionen aus Musikvideos (95-100). -- Jürgen Felix: Im Zeitalter der Reproduktion. Revisionen nach der Moderne (1101-107). -- Almuth Hoberg: Digitalisierung des Spielfilms. Ästhetische und ökonomische Aspekte (108-111). -- Yvonne Spielmann: Intermedialität als symbolische Form (112-117). Auer, Manfred: Top oder Flop? Marketing für Film und Fernsehen. Gerlingen: Bleicher 2000, 182 S. (Produktionspraxis. 5.). Aufenanger, Stefan (Hrsg.): Neue Medien - Neue Pädagogik? Ein Lese- und Arbeitsbuch zur Medienerziehung in Kindergarten und Grundschule. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1991, 272 pp., 8 Taf. (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 301.). -- ISBN 3-89331-107-6; ISSN 0435-7604. Bezug über die Bundeszentrale für Politische Bildung, Postfach, D-5300 Bonn 1. Aus dem Inhalt: Klaus Neumann-Braun: Kinder im Mediennetz? Aspekte der Medienrezeption im Kindesalter (64-81). -- Stefan Aufenanger: Fernsehen und neue Medien in der Familie (82-95). -- Jürgen Barthelmes [u.a.]: Kinder brauchen Medienerlebnisse. Beobachtungen aus dem Kindergarten (96-105). -- Ingrid Paus-Haase: Was Kinder durch Fernsehen lernen können (106-121). Aufenanger, Stefan: Kinder im Fernsehen - Familien beim Fernsehen. München [...]: Saur 1993, 125 S. (Schriftenreihe des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen. 26.). -- ISBN 3-598-20766-2, DM 36,--. [Verlagsankündigung:] Anhand einer kombinierten Programm- und Rezeptionsanalyse wird zu klären versucht: In welchen Sendungen kommen Kinder als Darsteller vor? Welche soziale Funktion übernehmen sie in solchen Sendungen? Wie bewerten Familien diese Programmanagebote? Welche Bedeutung schreiben Familien implizit den Kinderdarstellern im Fernsehen sowie auf diesem Hintergrund ihren eigenen Kindern zu? Fazit: Eigentlich nur für Volksmusiksendungen sind Kinder als Darsteller gut genug. In Spielfilmen und Fernsehserien bekommen sie kaum wichtige Rollen. Kinder als Gesprächs- und Spielpartner in Unterhaltungssendungen werden nur selten ernst genommen. In Bildungs- und Informationssendungen tauchen sie fast gar nicht auf. Daß Kinder im Fernsehen auftreten oder gar "instrumentalisiert" werden, macht den befragten Eltern kaum Probleme. Auch den Einfluß von Werbung auf ihre Kinder fürchten sie nicht besonders. Aufenanger, Stefan (Hrsg.): Multimedia - eine Herausforderung an Erziehung und Unterricht. Leverkusen: Leske + Budrich 1997 (Schriften der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft.). -- ISBN 3-8100-1850-3, DM 28,--. Aufenanger, Stefan / Lampert, Claudia / Vocherodt, Yvonne: Lustige Gewalt? Zum Verwechslungssrisiko realer und inszenierter Fernsehgewalt bei Kindern durch humoreske Programmkontexte. München: Reinhard Fischer 1997, 150 S. (BLM-Schriftenreihe. 38.). -- ISBN 3-88927-193-6, DM 29,--. Aufenanger, Stefan / Lauffer, Jürgen / Thiele, Günter: Mit Multimedia in die Zukunft? Multimediale Möglichkeiten in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1995, 240 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 19.) / (Medienpädagogische Handreichung. 7.). -- ISBN 3-929685-11-6, Schutzgebühr: DM 15,--. Bezug über die GMK-Geschäftsstelle, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Aufenanger, Stefan / Neuß, Norbert: Alles Werbung, oder was? Medienpädagogische Ansätze zur Vermittlung von Werbekompetenz im Kindergarten. Kiel: Unabhängige Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR) 1999, 276 S. (Themen, Thesen, Theorien. 13.). Aurich, Rolf (Red.): Hommage: Alain Delon. Hrsg. von der Stiftung Deutsche Kinemathek in Zusammenarbeit mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Berlin: Henschel Vlg 1995, 103 S. (Internationale Filmfestspiele Berlin. Retrospektive 1995.) -- ISBN 3-89487-221-7, DM 24,80. Aurich, Rolf (Red.): Jack Lemmon. Hommage. Berlin: Henschel 1996, 119 S. (Stiftung Deutsche Kinemathek und Internationale Filmfestspiele Berlin. Retrospektive 1996.). -- ISBN 3-89487-246-2, DM 24,80. Enthält u.a.: Annette Kilzer: Who's Afraid of Jack Lemmon? For Eyes Only (9-37). Aurich, Rolf (Red.): Kim Novak. Hommage. Berlin: Jovis 1997, 96 S. (Internationale Filmfestspiele Berlin / Stiftung Deutsche Kinemathek. Retrospektive 1997.). -- ISBN 3-931321-53-3, DM 24,80. Aurich, Rolf (Red.): Heinz Pehlke, Kamera. Hamburg/Berlin: CineGraph / CineGraph Babelsberg / Stiftung Deutsche Kinemathek 1995, 56 S. (FilmMaterialien. 7.). -- Bezug durch die Stiftung Deutsche Kinemathek, Pommernallee 1, D-14052 Berlin. Inhalt: Wolfgang Treu: Heinz Pehlke - mein Meister (3-4). -- Wolfgang Fischer: Herrscher über Licht und Schatten. Zur Fotografie in Pehlkes Spielfilmen (6-8). -- Rolf Aurich: Biografie Heinz Pehlke (11-19). -- Rolf Aurich / Hans-Michael Bock: Filmografie (21-54). Aurich, Rolf / Fuhrmann, Susanne: Filmaufbau GmbH Göttingen. Hannover/Hamburg/Berlin: Gesellschaft für Filmstudien 1993, 44 S. (Film-Materialien. 3.). -- DM 5,--. Anläßlich einer Filmreihe im Künstlerhaus Hannover. Bezug über die Gesellschaft, Hohenzollernstr. 47, D-3000 Hannover 1. Aurich, Rolf / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): Werkstatt Film. Selbstverständnis und Visionen von Filmleuten der zwanziger Jahre. München: Ed. Text + Kritik 1998, 182 S. ISBN 3-88377-597-5, DM 36,--. [Nach der Presseankündigung:] Werkstatt Film versammelt Texte aus der Zeit des deutschen Stummfilms: Statements, Interviews, Aufsätze und essayistische Reflexionen zum Film und vor allem zur Filmproduktion. Diese geben einen Eindruck vom Stand der Diskussion in Deutschland und vom Selbstverständnis der Regisseure, aber auch der Kameraleute, Filmarchitekten, Autoren und Komponisten. Karl Freund, Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Friedrich Wilhelm Murnau, Erich Pommer, Franz Schulz, Walter Reimann und andere reflektieren über ihre Arbeit, über ihre Ideen von der neuen Kunst. Eine Kultur der filmbegleitenden Publizistik, wie sie diese Textsammlung dokumentiert, ist heute - und genaugenommen seit 1933 weitgehend ausgestorben. Nicht nur Spitzenregisseure wie Lubitsch oder Lang meldeten sich regelmäßig zu Wort, auch in der Öffentlichkeit weniger bekannte Filmleute dachten öffentlich über ihr Metier nach. Ihre Gedanken wurden nicht allein in den Fachblättern publiziert, sie waren Bestandteil von Kultur- und Literaturzeitschriften sowie vereinzelt auch von Tageszeitungen. Erstmals wird dieser Kanon schriftlicher Äußerungen von Filmschaffenden der Weimarer Zeit so umfangreich erschlossen - eine bislang wenig beachtete Quelle der Filmgeschichtsschreibung. Entstanden ist ein Lesebuch, das seinen Platz in den Seminaren finden wird. Aurich, Rolf / Jacobsen, Wolfgang / Jatho, Gabriele (Red.): Abgründe der Phantasie. Der deutsche Kriminalfilm. Berlin: Stiftung Deutsche Kinemathek 1998 (Berliner Filmbegegnungen. Symposium - Retrospektive - Werkstattgespräche. 3.). Aurich, Rolf / Jacobsen, Wolfgang / Jatho, Gabriel: Künstliche Menschen. Manische Maschinen - kontrollierte Körper. Hrsg. v. Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek und Internationale Filmfestspiele. Retrsopektive 2000. Berlin: Jovis Verl. 2000, 219 S. -- ISBN 3-931321-71-1. Aurich, Rolf / Kriest, Ulrich (Hrsg.): Der Ärger mit den Bildern. Die Filme von Harun Farocki. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1998, 429 S. (Close Up. 10.). -- ISBN 3-89669-226-7, DM 54,–. Inhalt: Rolf Aurich / Ulrich Kriest: Einleitung (11-22). -- Hanns Zischler: Mit Harun arbeiten (23-26). -- Klaus Kreimeier: Papier - Schere - Stein. Farockis frühe Filme (27-46). -- Ingemo Engström: Doppelskizze (47-56). -- Dietrich Leder: Begegnungen in Duisburg und anderswo (57-72). -- Jörg Becker: In Bildern denken. Lektüren des Sichtbaren. Überlegungen zum Essayistischen in Filmen Harun Farockis (73-94). -- Volker Siebel: Rettung aus Sehnot (95-110). -- Thomas Elsaesser: „Mit diesen Bildern hat es angefangen“. Anmerkungen zum politischen Film nach Brecht: Das Beispiel Harun Farocki (111-144). -- Rainer Knepperges: Das Grün des Rasens. Harun Farocki in der Filmkritik (145-154). -- Tilman Baumgärtel: Bildnis des Künstlers als junger Mann. Kulturrevolution, Situationismus und Focus-Theorie in den Studentenfilmen von Harun Farocki (155-178). -- Gero Günther: With the Radio On (179-186). -- Ulrich Kriest: Zeit zu lieben - Zeit der Arbeit. Zu Single. Eine Schallplatte wird produziert (187-196). -- Olaf Möller: Passage entlang der Schattenlinie. Farocki und die anderen - Annäherung an einen bestimmten Filmkritik-Stil (197-206). -- Hans J. Wulff: Ein poetisches Spiel: Einschlafgeschichten (207-213). -- Rembert Hüser: Etwas Vietnam (215-230). -- Rolf Aurich: Von Bildern und Träumen. Überall Filmgeschichte: Kinostadt Paris (245-252). -- Karen Rosenberg: „Immer wieder das gleiche Theater!“ Sozialkritik und Selbstkritik in Leben - BRD (253-260). -- Stefan Reinecke: Das Leben, ein Test. Postindustrielle Arbeit in Filmen von Harun Farocki (261-268). -- Eike Wenzel: Hinter der sichtbaren Oberfläche der Bilder. Harun Farockis dokumentarische Arbeit an gesellschaftlichen Umbruchsituationen. Zu Videogramme einer Revolution und Die führende Rolle (269-286). -- Ulrich Kriest: „Freiheit, die Lohnarbeit heißt“. Spuren suchen, Bilder lesen, Filmgeschichte dekonstruieren. Zu Arbeiter verlassen die Fabrik (287-306). -- Christa Blümlinger: Bilder(kreis)läufe. Zur Installation Schnittstelle (307-316). -- Tilman Baumgärtel: „Ein großer Wunsch nach Klarheit“. Ein Interview mit Ingo Kratisch (317-324). -- Rolf Aurich / Ulrich Kriest: Werkstattgespräch mit Harun Farocki (325-348). Auslöser. Dresden 1995ff. -- Zweimonatlich erscheinendes Informationsblatt des Filmverbandes Sachsen. Bezug durch den Verband (Film- und Kulturzentrum Pentacon, Schandauer Str. 64, D-01277 Dresden). Axjonow, Iwan: Sergej Eisenstein. Ein Porträt. Hrsg. mit einem Nachw. u. Anmerkungen versehen v. Naum Klejman. Berlin: Henschel 1997, 144 S.(Arte-Edition.). -- ISBN 3-89487-278-0, DM 39,80. Ayata, Imran: Geißendörfers Kanaken. In: Die Beute, 13,1, 1997, S. 30-42. Baacke, Dieter: Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer 1997, 112 S. (Grundlagen der Medienkommunikation. 1.). -- ISBN 3-484-37101-3, DM 19,80. Baacke, Dieter / Frank, Günter / Radde, Martin: Medienwelten - Medienorte. Jugend und Medien in Nordrhein-Westfalen. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1991, iv, 285 S. (Sozialverträgliche Technikgestaltung. 28.). -- ISBN 3-531-12320-3, DM 43,--. [Verlagsankündigung:] Wie bewegen sich Jugendliche in der Medienwelt von heute? Die Autoren haben auf der Grundlage des von ihnen entwickelten "sozialökologischen Ansatzes" das Medienverhalten von Jugendlichen in einer Metropole (Köln), einer Stadt (Gütersloh) und einem Dorf (Alverdissen) untersucht. Die Ergebnisse zeigen nicht nur, wie Jugendliche in unterschiedlicher Weise Medienkompetenz entwickeln, sondern auch, welche Rolle der soziokulturelle Hintergrund, die sozio-ökologische Strukturbindung und entwicklungspsychologische Momente beim Medienverhalten spielen und unter welchen Umständen Überforderungen eintreten. Baacke, Dieter / Kornblum, Susanne / Lauffer, Jürgen / Mikos, Lothar / Thiele, Günter A. (Hrsg.): Handbuch Medien: Medienkompetenz. Modelle und Projekte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1999, 308 S. -- ISBN 3-89331-375-3. Kein Preis mitgeteilt. Bezug: Bundeszentrale für politische Bildung, Referat Medienpädagogik und Neue Medien, Berliner Freiheit 20, D-53111 Bonn. Aus dem Inhalt: Susanne Kornblum: Ein Blick in die Geschichte medienpädagogischer Modellprojekte am Beispiel des „Jugendfilmstudio Berlin“ (1963-1995) (23-30). -- Dieter Baccke: Medienkompetenz als zentrales Operationsfeld von Projekten (31-35). -- Bernd Schorb: Medien, Jugend, politische Bildung, Zusammenhänge und Widersprüche (36-40). -- Wolfgang Zacharias: Neue Medien und kulturelle Bildung. Eine kultur- und medienpädagogische Herausforderung (48-55). -- Lothar Mikos: Medienkompetenz als präventiver Jugendschutz (56-61). – Dieter Baacke: Projekte als Form der Medienarbeit (86-93). -- Stefan Aufenanger: Medienpädagogische Projekte - Zielstellungen und Aufgaben (94-97). -- Jürgen Lauffer: Vernetzung als elementare Voraussetzung für die Stabilisierung von medienpädagogischer Arbeit (98-100). Außerdem zahlreiche Projektdarstellungen. Baacke, Dieter / Lauffer, Jürgen: Kinder- und Jugendsendungen im Fernsehen. Übersicht und Empfehlungen. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1993, 104 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 11.) / (Medienpädagogische Handreichungen. 1.). -- ISBN 3-929685-02-7, (Schutzgebühr:) DM 12,--. Bezug durch die GMK-Geschäftsstelle, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Baacke, Dieter / Lauffer, Jürgen / Poelchau, Heinz-Werner (Hrsg.): Neue Modelle der Vernetzung in der Bildungs- und Medienarbeit. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1995, 126 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 20.) / (Didaktische Materialien. 3.). -- ISBN 3-929685-12-4, Schutzgebühr: DM 12,--. Bezug über die GMK-Geschäftsstelle, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Baacke, Dieter / Lauffer, Jürgen / Thomsen, Maja: Ins Netz gegangen. Internet und Multimedia in der außerschulischen Pädagogik. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1999, 211 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 29.). -- ISBN 3-929685.22-1, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch die Geschäftsstelle der GMK, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Baacke, Dieter / Lenssen, Margrit / Röllecke, Renate: Von Mäusen und Monstern. Kinderfernsehen unter der Lupe. Beschreibungen, Analysen, Hintergründe, Praxismodelle. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1997, 304 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 24.). / (Medienpädagogische Handreichung. 9.). -- ISBN 3-929685-15-9, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch die Gesellschaft, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Mehr als achtzig für Kinder produzierte oder von Kindern genutzte Sendungen vor. Außerdem enthält der Band einige kleinere Artikel. Baacke, Dieter / Röll, Franz Josef (Hrsg.): Weltbilder, Wahrnehmung, Wirklichkeit. Bildung als ästhetischer Lernprozeß. Opladen: Leske + Budrich 1995, 261 S. (Schriftenreihe der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur. 8.). -- ISBN 3-8100-1397-8, DM 36,--. Baacke, Dieter / Sander, Uwe / Vollbrecht, Ralf: Kinder und Werbung. Unter Mitarb. v. Sven Kommer. Stuttgart/Berlin/Köln: Kohlhammer 1993, 246 S. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Frauen und Jugend. 12.). -- ISBN 3-17-012900-7. Bezug über das Ministerium, D-53175 Bonn. Baacke, Dieter / Sander, Uwe / Vollbrecht, Ralf [...]: Zielgruppe Kind. Kindliche Lebenswelt und Werbeinszenierungen. Leverkusen: Leske + Budrich 1999, 357 S. -- ISBN 3-8100-1891-0, DM 49,–. Baacke, Dieter / Schäfer, Horst / Vollbrecht, Ralf: Treffpunkt Kino. Daten und Materialien zum Verhältnis von Jugend und Kino. Weinheim: Juventa 1994, 200 S. (Jugendforschung.). -- ISBN 3-7799-0430-6, DM 29,80. Vom Kino als Versammlungsmedium soll das Buch handeln, von den Bedeutungen, die ihm in der Herausbildung der Jugendkultur zugewiesen worden sind. Das Thema ist in zwei Richtungen konzeptualisiert: Zum einen versuchen die Autoren, die Berührungsgeschichte von Kino und Jugendpädagogik nachzuzeichnen (es ist charakteristisch, daß dies die Geschichte der Zensur und des Jugendschutzes vor allem anderen ist); zum anderen soll den Bedeutungen des Kinos in der Jugendkultur selbst nachgespürt werden, seiner Rolle in den Prozessen der Identitätsbildung und in der Abgrenzung einer Jugend- von einer Erwachsenenkultur (man ist dann verwiesen auch auf die Geschichte der Jugendkultur als ein eigenständiges Feld kultureller Aneignung ganz unabhängig vom Kino). Das Kino wird zum einen bestimmt als Gegenstand pädagogischer Lerngeschichte: "der 'pädagogische Blick' muß die Reichweite dessen, was er erfaßt, verändern, um differenzieren und verstehen zu können". Und zum anderen wird es als Gegenstand des pädagogischen Auftrags gesehen - und die pädagogische Einmischung erscheint "nur dann legitimiert, wenn sie den Kommunikationskreis nicht zerstört, in den sie eindringt". So das Programm des Bandes. -- Die Geschichte des Kinos als Aufführungs- und Versammlungsort, die den ersten Teil des Buches ausmacht, enttäuscht sehr. Nicht nur, weil neuere Standardliteratur (wie Gomerys Arbeiten) nicht zur Kenntnis genommen wurde, obwohl der Abschnitt fast ausschließlich aus Sekundärmaterial berichtet ist; sondern auch, weil kein einheitlicher Beschreibungsansatz gewählt wurde - die historische Darstellung ist mit einer Biographie eines cineastischen Kinobesitzers durchsetzt, und es findet sich ein längerer Exkurs zum "Kino im Film", der methodisch in keinerlei Weise auf das eigentliche Thema rückorientiert ist. Der zweite Teil berichtet statistisches Material über Jugendliche als Kinogänger (aktuelle Zahlen nebst einem Bericht über Keilhackers Erhebung von 1960); für das eigentliche Thema erst wirklich interessant ist der Abschnitt über Horrorfans und Kultfilmliebhaber - doch auch hier wird kaum über die berichteten Quellen (Vogelsangs Untersuchung über Videocliquen und Austins Untersuchung über die Rocky Horror Picture Film-Gemeinde) hinausgegriffen. Der vierte Teil versucht das Kino als komplexen Lernort auszudifferenzieren, als sozialen Erlebnisort, an dem Vorstellungsbilder und halbträumende Ich- und Fremdprojektionen so verdichtet werden, daß hier ein intimer Funktionskreis von Jugendkultur aufscheint. Über eine Skizze der projektiven und identifikatorischen Prozesse gelangt der Teil aber kaum hinaus, so daß die Schlußfolgerung (die aus der älteren Untersuchung von Baacke/Radde/Frank übernommen wurde) recht gewagt erscheint: "Die Medien haben für Jugendliche die Funktion, regressive und narzißtische Handlungen zu evozieren." -- Enttäuschend. Baacke, Dieter / Schnatmeyer, Dorothee (Hrsg.): Neue Medien - Neue Gesellschaft? Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1997, 200 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 25.). -- ISBN 3-929685-17-5, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch die Gesellschaft, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Baars, Wiebke: Kooperation und Kommunikation durch Landesmedienanstalten. Eine Analyse ihres Aufgaben- und Funktionsbereichs. Baden-Baden: Nomos 1999, 387 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 35.). -- ISBN 3-7890-6109-3, DM 98,–. Bach, Michaela: Erzählperspektive im Film: Eine erzähltheoretische Untersuchung mit Hilfe exemplarischer Filmanalysen. Essen: Item-Vlg. 1997, 189 S. -- ISBN 3-929151-17-0, DM 48.,–. Zuerst als Diss., Essen 1997. Bach, Michaela: Dead men - dead narrators: Überlegungen zu Erzählern und Subjektivität im Film. In: Grenzüberschreibungen. Narratologie im Kontext. / Transcending boundaries. Narratology in context. Hrsg. v. / Ed. by Walter Grünzweig u. Andreas Solbach. Tübingen: Narr 1998. Bach, Michaela: Dead Men - Dead Narrators. Überlegungen zu Erzählern und Subjektivität im Film. In: Grenzüberschreitungen. Narratologie im Kontext. / Transcending boundaries: Narratology in context. Hrsg. v. Walter Grünzweig u. Andreas Solbach. Tübingen: Narr 1999. Bachem, Christian: Fernsehen in den USA. Neuere Entwicklungen von Fernsehmarkt und Fernsehwerbung. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1995, 410 S. (Studien zur Kommunikationswissenschaft. 9.). -- ISBN 3-531-12739-X, DM 72,--. Zuerst als Diss. Berlin: Freie Universität 1995. Bachmaier, Helmut / Gronenborn, Klaus (Hrsg.): Karl Valentin. Werkausgabe. 8. Filme und Filmprojekte. München: Piper 1995. -- ISBN 3-492-03405-5, DM 138,--. Bachmair, Ben: Handlungsleitende Themen: Schlüssel zur Bedeutung der bewegten Bilder für Kinder. In: Handbuch Medienerziehung im Kindergarten. Teil 1: Pädagogische Grundlagen. Hrsg. v. Deutschen Jugendinstitut. Konzeption u. Redaktion: Christine Feil, Ulf Lehnig, H. Gerhard Beisenherz & Maria Furtner-Kallmünzer. Opladen: Leske + Budrich 1994, S. 171-183. Bachmair, Ben: Anthropologische Aspekte zur Massenkommunikation. In: Communicatio Socialis 25,2, 1992, S. 144-155. Bachmair, Ben: Fernsehkultur. Subjektivität in einer Welt bewegter Bilder. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1996, 357 S. -- ISBN 3-531-12876-0, DM 58,--. Auch wenn Fernsehkultur das Unternehmen rubriziert: Bachmairs Überlegungen sind weder sehr konzise noch ist am Ende klar, was der Titel-Terminus erfassen soll. Fernsehen rechnet danach zu den Cassirerschen "symbolischen Formen", sie sind Vermittlungsform und formatives Vorbild für soziale Praxis gleichzeitig (später wird Bachmair auf Elias' Vorstellung der "Figurationen" zurückgreifen - einer institutionell vermittelten Vorstellung der kulturellen Prozesse). Fernsehen ist ebenso Spiegel wie Integrator. Es ist ein eigener Typus sozialer Wirklichkeit, der auf der Erfahrbarkeit von Ereignissen und Sachverhalten aufbaut und zugleich eine formale Vorgabe der Erfahrung selbst darstellt. Bachmair schreibt: Medien lieferten das symbolische und ästhetische Material, mit dem sich die Menschen Szenen und Milieus als ihre sozialen Räume schafften, in denen sie sich über Lebensstile aufeinander bezögen. Der Kurzschluß, der den Medien eine Kraft und einen Einfluß zuweist, über den zumindest diskutiert werden müßte: Weil unter der Hand angenommen ist, das mediale Feld sei zugleich das symbolische Feld! Dekontextualisierung von Fakten, Ritualität und Serialität des kommunikativen Verkehrs resp. der Zeiterfahrung, Institutionalität des kulturellen Verkehrs, Verschiebung der Mimesis weg von der Darstellungs- hin zur Erklärungs-, Interpretations- und Anleitungsfunktion - es sind derartige formale Charakteristiken, an denen sich der formative Einfluß des Fernsehens festmachen ließe. Die Gegenfrage, ob dieses alles auf mediale Abhängigkeiten oder auf eine Interdependenz zwischen semiotischen Instrumentarien und kultureller Praxis hindeutet, wird so nicht gestellt - immerhin würde Formativität dann ganz anders lokalisiert. -- Mit dem Mythos deutet Bachmair einen Fluchtpunkt "hinter" der Mediengeschichte an, der allerdings nicht deskriptiv (im Sinne prototypischer narrativer Konstellationen), sondern regressiv gezeichnet ist: "Gerade heute haben mythische Texte Konjunktur, weil sie innerhalb eines kommunikationstechnologischen Systems offen sind für nicht-zweckrationale Rezeptions-, Deutungs- und Gestaltungsprozesse, die den Rezeptions-, Handlungs- und Gestaltungsweisen der konsumierenden Subjekte entsprechen. Diese mythischen Medientexte sind nicht nur offen für die Rezipienten, sie entstehen vielmehr als mimetischer Prozeß, als Repräsentation der subjektiven Phantasie- und Erlebnisprozesse." Konsequenterweise steht am Ende die (resignative?) Forderung, den subjektiven Sinn des "kleinen Alltags des unauffälligen Lebens" auszuloten - unterhalb aller Imaginationen und Scheinbilder der Fernsehkultur. -- Die zweite Hälfte des interessanten und unübersichtlichen, nicht immer klaren, unbedingt zur Kontroverse einladenden Bandes ist sehr viel dichter und materialnäher geraten als die erste Hälfte (zum Verhältnis von Medienkommunikation und subjektiver Erfahrung, zur Subjektkonstitution und zu einer kulturgeschichtlichen Grundierung der Medienproduktion und -erfahrung). Bachmair, Ben: TV-Kids. Ravensburg: Otto Maier 1993, 127 S. -- ISBN 3-473-42729-2, DM 22,--. "Erziehung läuft dann gut, wenn die Erwachsenen von dem fasziniert sind, was den Kindern gelingt" - ein faszinierender Satz, der das Programm und den Tonfall der nur dem Umfang nach kleinen Schrift Bachmairs benennt. Sie erweist sich als ein streng kasuistischer Aufriß einer Medienpädagogik, die Kinder als Subjekte von Aneignungs- und Erfahrungsprozessen begreift, in denen sie Medien souverän benutzen, um sich selbst kennenzulernen, um mit Angst umgehen zu können, um sich mitteilbar zu machen. An zahlreichen Beispielen faltet Bachmair seinen pädagogischen Entwurf auf, und es ist faszinierend, zu wie intensiven, schlüssigen und aufschlußreichen Einsichten er gelangt, indem er sich auf das Beispiel, den Einzelfall einläßt. Hermeneutische Praxis als pädagogische Technik, um dahinterzukommen, was Kindern gelingt. -- Das Kernstück der Aneignungstheorie, die er umzirkelt und die in vielem dem Entwurf ähnelt, den Michael Charlton und Klaus Neumann verfechten, ist die Annahme, daß Kinder "Themen" haben, die sie mittels medialer Formen und Stoffe kennenlernen, abschreiten, kommunizierbar machen (in allen Praktiken des Mitteilens, die ihnen verfügbar sind). Gerade hier lohnt das Weiterdenken, weil Bachmair in der Exegese kindlicher Äußerungen die Produktivität seines Ausgangspostulats zwar in immer wieder anrührender Weise unter Beweis stellt, der Begründung und Fundierung von "Themen" aber ausweicht: Entstehen sie aus individueller Lebensgeschichte? Sind sie Elemente einer Anthropologie (der Geschlechter und der Lebensalter)? Sind sie Ausdruck historischer gesellschaftlicher Praxis? Geborgenheit und Identität nimmt Bachmair als primäre Themen, die selbst in Gewaltdarstellungen und deren kindlichen Verständnissen dominieren - Themen markieren so eine Schnittstelle, an der Erleben, Denken und Handeln von Kindern mit dem zusammenkommen kann, wovon die Rede ist oder wovon eine Geschichte handelt. -- Wie schon gesagt: Das Büchlein ist eine Perle im Ozean des Gedruckten (und nach Rogges Kinder können fernsehen schon der zweite populär verfaßte Entwurf einer neuen pädagogischen Annäherung an Medien). In Methoden und Haltung knüpft es an eine aufklärerische und humanistische pädagogische Tradition an, die in der Medienpädagogik so sehr im Hintergrund steht. Unbedingt zu empfehlen. -- Ein Nachtrag ist allerdings vonnöten, weil Bachmair anfangs der 80er Jahre einige wichtige Beiträge zur Fundierung des Konzepts der "handlungsleitenden Themen" vorgelegt hat, in denen er eine Subjektorientierung gegen eine Medienorientierung der Medientheorie bzw. der Handlungstheorie setzte. "Themen" sind seiner Argumentation folgend auf eine Subjekttheorie rückführbar - darin unterscheidet sich sein Ansatz deutlich von den Arbeiten Charltons und Neumanns, bei denen Themen eher zur Operationalisierung von "Motivation" und anderen affektiven Orientierungen dienen. Vgl. zu dieser Konzeption die folgenden Artikel Bachmairs: "Ethnomethodologie als handlungstheoretische Grundlage einer Didaktik der Kommunikation. Ein Diskusonsbeitrag", in: Bildung und Erziehung 32,3, 1979, S. 229-240; "'Mit eigenen Augen sehen'. Der Versuch, Fernsehen didaktisch zu zähmen", in: Medien und Erziehung, 4, 1980, S. 194-204; "Alltagsthemen und Fernseherlebnisse. Wie Grundschulkinder Fernseherlebnisse bearbeiten", in: Praxis Schulfernsehen 7,67, 1982, S. 4-10; "Handlungsleitende Themen: Schlüssel zur Bedeutung der bewegten Bilder für Kinder", in: Handbuch Medienerziehung im Kindergarten. 1. Pädagogische Grundlagen. Hrsg. v. Deutschen Jugendinstitut. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1994, S. 171-185.] Bachmair, Ben / Kress, Gunther (Hrsg.): Höllen-Inszenierung "Wrestling". Beiträge zur pädagogischen Genreforschung. Opladen: Leske + Budrich 1996, 219 S. -- ISBN 3-8100-1613-3, DM 29,80. Die Beiträge des Bandes gipfeln in zwei Überlegungen: Zum einen setzen die Herausgeber "Literalität" (literacy) als die Fähigkeit, mit unterschiedlichsten Symbolsystemen und semiotischen Strategien und Prozessen umgehen zu können, in den Horizont eines Bildungskonzepts, in dem Medien nicht nur funktional bestimmt sind - nur mit einem "flexiblen und dynamischen Verständnis von Sprache", schreiben sie, "kann der Selbstentwicklungs- und Bildungsprozeß der Menschen bzw. der Bürger geschehen, der zu einer produktiven sozialen Zukunft gehört". Zum anderen zeigt Kress in seinem Artikel, wie komplex die semiotische Struktur ist, in der das Schauringen stattfindet. Wrestling rechnet in dieser Auffassung zu den Formen semiotischer Exzessivität, ist ebenso karnevaleske wie spektakuläre Ausdrucksweise eines Fernsehens, dessen Formen in die Traditionen der Populärkultur und in mythische Bildwelten, aber auch in die Aufführungspraxen der Unterhaltungskünste und des Sports zurückverweisen. Diese Thesen machen den Band interessant, auch wenn gerade diese Horizonte in den einzelnen Nutzungsstudien eine nur nebengeordnete Rolle einnehmen. -- Inhalt: Ben Bachmair: Höllen-Inszenierung in einer Massenkommunikation der Alltagsästhetik und Szenen (13-28). -- Gunther Kress / Ben Bachmair: Genres, kulturelle Konfigurationen und die pädagogische Aufgabe der Literalität (29-39). -- Maya Götz: Medien- und Ereignis-Arrangement (43-52). -- Ben Bachmair / Maya Götz: Live-Ereignisse (53-65). -- Gunther Kress: Der Körper als Zeichen (67-83). -- Stefan Aufenanger: "Also manchmal denk' ich, daß es gut wäre, wenn ich auch so kämpfen könnte" - wie Kinder und Jugendliche Wrestling-Sendungen rezipieren (87-99). -- Stefan Aufenanger / Doris Kellermann: Orientierung und Vorbilder - Zuschauerpost (101-118). -- Maya Götz: Individuelle Aneignung - zwei Fälle (121-134). -- Maya Götz: Spiel mit Realität und Fiktion (135-144). -- Dafina Lemish: Israelische Schulen als Wrestling-Kampfplatz (145-159). -- Gemma Moss: Wie Jungen mit Wrestling umgehen (161-184). -- Ben Bachmair: Einschätzungen durch bildungsorientierte Eltern, Lehrer, Pfarrer (185-194). -- Ben Bachmair / Gunther Kress: Begleitprogramm für eine Höllen-Inszenierung (197-218). Bachmair, Ben / Neuß, Norbert / Tilemann, Friederike (Hrsg.): Fernsehen zum Thema machen. Elternabende als Beitrag zum Jugendmedienschutz. München: KoPäd Vlg. 1996, 152 S. (Schriftenreihe der LPR Hessen. 3.). -- ISBN 3-929061-73-2, DM 25,--. Bachmann, Barbara / Macha, Dominika / Pütz, Susanne: Veröffentlichungen aus dem Sonderforschungsbereich ‚Bildschirmmedien‘ IV. 4. überarb. u. aktual. Aufl. Siegen: Sonderforschungsbereich 240, Universität-Gesamthochschule 1998, 150 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 74.). -- Schutzgebühr: DM 10,–. Bezug durch den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Verzeichnet 1627 Publikationen. -- 5. überarb. u. aktual. Aufl. 2000, 174 S. Bachmann, Holger: Über die Heide ins Herz der Nation. Theodor Storms Novelle ‚Zur Chronik von Grieshues‘ und ihre Verfilmung durch die Ufa 1925. Essen: Die blaue Eule 1996, 205, (12) S. (Theater, Film und Fernsehen in der Blauen Eule. 6.). -- ISBN 3-89206-775-9, DM 39,--. Bader, Otto: Die Darstellung von Störungen der Sexualpräferenz im Film-Genre am Beispiel von Die 120 Tage von Sodom von P. P. Pasolini und Tokio Dekadenz von R. Murakami. Diss., Erlangen-Nürnberg 1998, 206 S. -- Als Mikrofiche-Ausg. auf 3 Fiches. Baecque, Antoine de / Toubiana, Serge: François Truffaut. Biographie. Hrsg. v. Robert Fischer. Köln: vgs 1999, 720 S. (ARTE-Edition.). -- Die Standardbiographie - unverzichtbar, vorbildlich. Basierend auf einer unabsehbar umfangreichen Stoffrecherche. ISBN 3-8025-2543-4, DM 78,–. Bahn-Coblans, Sonja / Heller, Arno: William Greaves̓ Just doin' it (1976). An analysis. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1997, 81 S. (Studien zum amerikanischen Dokumentarfilm. 7.). -- ISBN 3-88476-263-X. DM 21, –. Bahr, Robert: Spannender schreiben: Dramentechnik für Prosatexte. Frankfurt: Zweitausendeins 1998, 196 S. -- ISBN 3-86150-284-4, DM 25,–. Bezug durch: Zweitausendeins, Postfach 610.637, D-60348 Frankfurt (Fax: 069-420.800.198). Eines der Bücher, das in den USA sehr erfolgreich vermarktet wird und das das Interesse junger Drehbuchtalente zu bedienen vorgibt. Das kann kaum schaden - aber es fragt sich natürlich, ob derlei Lektüren auch nützen. Bahr eröffnet mit einer konsequenten Hinwendung zum Adressaten des Buchs - erst im Theater der Phantasie des Lesers können Texte zum Leben erweckt werden, und darum ist es essentiell, die Imaginationsprozesse des Lesers oder Zuschauers anzuregen, sie zu steuern, ihnen den Text als ein Spiel mit Geheimnis und Ungewißheit nahezubringen. Bahr will den Techniken auf die Spur kommen, mit denen man sich der Aufmerksamkeit von Adressaten versichert. Er will Strategien bestimmen, wie es geht, einen Zuhörer oder Zuschauer nicht zu verlieren. Da ist die Rede vom imaginären Spielleiter - dem Erzähler oder der Perspektive -, von der Aufgabe der Beschreibung - resp. des expositionellen Erzählens -, vom Autor als Regisseur des Phantasietheaters und als einem ersten Leser, der nicht nur schreibt, sondern auch evaluiert, was er schreibt. Da ist die Rede von stilistischen und poetischen Qualitäten, die das Produkt haben soll. Und da insistiert Bahr darauf, daß die Stoffentwicklung eine fundamentale Aneignung aller Handlungsrollen umfasse, von denen das Spiel gespeist ist. Diese Erwägungen werden aber an keiner Stelle zum Modell zusammengeführt oder gar begründet - und das macht die Lektüre anstrengend und gibt dem Vortrag oft etwas Gespreiztes und Prätentiöses. Durchaus interessant, aber am Ende doch unbefriedigend. Baier, Martin: Film, Video und HDTV: die Audiovisionen des Wim Wenders. Berlin: Köhler 1996, 229 S. -- ISBN 3-930562-07-3, DM 78,–. Zuerst als Diss., TU Berlin 1995. Bajwa, Yahya Hassan: Mediensprache - Werbesprache. Vergleich der Kommunikation in den drei Medien Print, Radio und TV. Zürich: Juris Druck / Vlg. Dietikon 1995, 219 S. -- ISBN 3-260-05378-6, DM 40,--. Zugl. Phil. Diss. Zürich 1995. Bake, Rita (Red.): Es begann 1952 in Hamburg - die Anfänge des Dokumentarismus im Fernsehen. Eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für Politische Bildung [...]. Mit Peter von Zahn [...] Hamburg : Landeszentrale für Politische Bildung 1999, 75 S. Balbo, Lucas / Blumenstock, Peter (Hrsg.): Obsession. The films of Jess Franco. Vorw. v. Howard Vernon. Additional material by Tim Lucas. Berlin: Trebbin [Graf Haufen] 1993, 255 S. -- ISBN 3-929234-05-X, DM 79,90. Balemi, Andreas: Der Neue [!] Taiwanesische [!] Film der 80er Jahre. Bern [...]: Lang 1996, 170 S. (Schweizer Asiatische Studien. Reihe S: Studienhefte. 14.). -- ISBN 3-906755-67-3, DM 51,--. Balski, Grzegorz (comp./ed.): Directory of Eastern European film-makers and films 1945-1991. Trowbridge Wiltshire: Flicks Books 1992, 564 S. -- ISBN 0-948911-69-7. £40.00. Bio-filmographisches Verzeichnis von 400 Regisseuren aus Albanien, Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien, Jugoslawien, der UdSSR, der DDR und der Tschechoslowakei. Drei Register: Länder-Index, Filmtitel-Index, Allgemeiner Index. Bangerter, Klaus: Die Liebe liebt das Wandern. Zur Musik von Franz Schubert in Bertrand Bliers Film Trop Belle Pour Toi! In: Musica 46,2, 1992, S. 83-89. Bär, Markus / Schiele, Frank: Erfolgreich bei Film & TV. Ein Handbuch für den Einstieg in eine erfolgreiche Karriere bei Film und Fernsehen. Köln: Emons 1998, 317 S. -- ISBN 3-924491-97-6, DM 38,–. Fast wie ein Handbuch der Filmberufe ist Bärs und Schieles Überblick zu gebrauchen! Das folgt dem Alphabet der Berufe von „Aufnahmeleiter“ über „Location Scout“, „Product Placement Agent“ und „Scriptagent“ bis zu „Videoreporter“. Das Berufsprofil wird knapp skizziert. Es folgen die Voraussetzungen, die man erfüllen muß, wenn man im Beruf arbeiten will. Die Einstiegschancen werden abgeschätzt, Einstiegswege erwähnt, die Bewerbung kurz erläutert. Zu allen Berufen sind Verdienstchancen genannt, die allerdings ein wenig darüber hinwegtäuschen, wie stark das Berufsfeld insgesamt dereguliert ist und wie wenig sich Einkommenschancen realistisch abschätzen lassen (zumindest in der Berufsanfangszeit). Unter Umständen geben Profis Praxistips. Komplettiert ist die jeweilige Eintragung um eine Liste der deutschen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine knappe Liste der einführenden Literatur sowie der wichtigsten berufsspezifischen Handbücher. Gut zu gebrauchen, übersichtlich, vielleicht ein wenig zu optimistisch. Sachlich auf der Höhe - und es ist dem Projekt sicher gut bekommen, daß es nach eigenem Bekunden in Zusammenarbeit mit Profis aus beiden Lagern des dualen Systems entstand. Der Anhang enthält eine Liste allgemeiner Fachwörterbücher (nur deutschsprachiger und nur in Auswahl), ein nützliches Verzeichnis der Adreßbücher und eine lange Liste der Berufsverbände. Barchet, Michael / Beyerle, Mo / Schmohl, Maren / Warth, Eva-Maria: Der amerikanische Dokumentarfilm. Eine Bibliographie der Sekundärliteratur. Berlin: Freie Universität, John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 1992, 184 S. (John F. Kennedy-Institut [...]. Materialien. 28.). -- ISBN 3-88646-029-0, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch das Institut, Lansstr. 5-9, D-14195 Berlin. Umfassende und detaillierte Bibliographie der Forschungsliteratur und der wissenschaftlichen Kritik des (amerikanischen) Dokumentarfilms. Systematisch aufgebaut: I. Generelle Überblickliteratur zum Dokumentarfilm; II. Dokumentarfilme der 60er Jahre: Direct Cinema; III. Dokuentarfilme der 60er Jahre: Radical Cinema; IV. Fernsehdokumentarfilme; V. Stadtdokumentarfilme; VI. Dokumentarfilme zur Geschichte der Arbeiterbewegung; VII. Regierungsfilme; VIII. Dokumentarfilme zum Zweiten Weltkrieg und Vietnamkrieg; IX. Dokumentarfilme von/über AfroamerikanerInnen [sic!]; X. Dokumentarfilme von/über Frauen. Keine Indexe. Im Anhang befindet sich ein Katalog der Filme, die für das Projekt, in dem auch die Bibliographie kompiliert wurde, angekauft wurden und die beim Institut für den Wissenschaftlichen Film (Nonnenstieg 72, D-37075 Göttingen) gesammelt sind und direkt ausgeliehen werden können; das IWF vertreibt auch einen kleinen Katalog der Filme (Studien zum nordamerikanischen Dokumentarfilm. [Sonderauflage.] Göttingen 1992, iii, 41 S.), der durch ein Schlagwort- und ein Personenregister erschlossen ist. Barchet, Michael / Diedrich, Maria / Hölbling, Walter: Der Krieg der Bilder. Ausgewählte Dokumentarfilme zum Zweiten Weltkrieg und zum Vietnamkrieg. Trier: Wissenschaftlicher Vlg. Trier (WVT) 1993, 208 S. (Crossroads: Studies in American Culture. 8.). -- ISBN 3-88476-011-4, DM 48,50. Inhalt: Michael Barchet / Maria Diedrich / Walter Hölbling: Der Krieg der Bilder. Ausgewählte Dokumentarfilme zum Zweiten Weltkrieg und zum Vietnamkrieg. Einleitende Bemerkungen (9-23). -- Walter Hölbling: Patriotische Pflicht und die Verpflichtung zur Dokumentation: John Ford, John Huston und US Dokumentarfilme zum Zweiten Weltkrieg (25-40). -- Christof Decker: Der Soldat als Massenprodukt: The Autobiography of a Jeep (1943) und die Propaganda der technokratischen Elite (41-59). -- Maria Diedrich: HERstory: Connie Fields The Life and Times of Rosie the Riveter (1980) (61-76). -- Heinz Ulrich Brinkmann: America in 1968: Der Einfluß des Vietnamkrieges auf die amerikanische Innenpolitik (77-91). -- Petra-Angela Wacker: "There It Is": Stereotypisierung in der Darstellung des Vietnamkrieges (93-113). -- Kristin Vincke: Why Vietnam? (1965): Der sinnvolle Krieg (115-127). -- Michael Barchet: Der Krieg der Bilder: Physische Erfahrung im Fernsehkrieg: Front Line (1979) (129-146). -- Aribert Schroeder: The Burden of the War in Vietnam Was on the Grasshoppers and Not the Elephants: David Bradbury's Front Line (1979) (147-165). -- Frank Unger: Trauerarbeit - Zu den Filmen Vietnam Memorial (1983) und Vietnam Requiem (1982) (167-180). -- Der Band macht ebenso wie der von Lenz herausgegebene Band (s.o.) einen Teil der Ergebnisse des Projektes "Der amerikanische Dokumentarfilm in Forschung und Lehre der deutschen Amerikanistik" (Stiftung Volkswagenwerk, 1987-1991) aus, das sein Sujet in einer wahrhaft mustergültigen Art und Weise aufgeschlossen und zugänglich gemacht hat. Er enthält außerdem einen Katalog der im Rahmen des Forschungsprojekts erworbenen Filme und ein kleines Literaturverzeichnis. Im gleichen Kontext ist eine eigenständige Bibliographie zu verzeichnen, die die Projektgruppe inzwischen vorgelegt hat: Barchfeld, Christiane: Filming by Numbers: Peter Greenaway. Ein Regisseur zwischen Experimentalkino und Erzählkino. Tübingen: Narr 1992, 225 S. (Medienbibliothek. B,13.). -- ISBN 3-8233-4282-7. DM 76,--. Vor allem zum Frühwerk. Bardmann, Theodor M. (Hrsg.): Zirkuläre Positionen. 2. Die Konstruktion der Medien. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1998, 404 S. -- ISBN 3-531-13218-0, DM 59,80. Zur konstruktivistischen Medientheorie. Barg, Werner: Erzählkino und Autorenfilm. Zur Theorie und Praxis filmischen Erzèhlens bei Alexander Kluge und Edgar Reitz. München: Fink 1996, 502 S. -- ISBN 3-7705-3001-2, DM 78,--. Zuerst als Phil. Diss., Kiel 1992. Barg, Werner / Plöger, Thomas: Kino der Grausamkeit. Gewaltdarstellung im Mainstream-Kino. Mit einem Beitr. v. Peter Wilckens. Frankfurt: Bundesverband Jugend und Film e.V. 1996, 156 S. -- Schutzgebühr: DM 15,--. Bezug über den Bundesverband, Schweizer Str. 6, D-60594 Frankfurt. Barg/Plöger unterscheiden eine surrealistische, eine realistische und eine formalistische Strömung in den neueren Entwicklungen der Gewaltdarstellung. Barsch, Achim: Literaturtheoretische Implikationen des rechtlichen Jugendmedienschutzes in der Indizierungspraxis der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften unter Berücksichtigung der Medienwirkungsforschung. In: Internationales Archiv für die Sozialgeschichte der Literatur (IASL) 21,4, 1996, S. 128-165. Barsch, Achim: Medien und Unterhaltung. In: Siegener Periodikum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL) 17,1, 1998. Bartel, Ralph: Fernsehnachrichten im Wettbewerb. Die Strategien der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter. Köln/Weimar/Wien: Böhlau 1996, viii, 320 S. (Medien in Geschichte und Gegenwart. 6.). -- ISBN 3-412-07896-4, DM 78,–. Barth-Renz, Maria: Planungs- und Kontrollsysteme öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Anpassung des Planungsverhaltens an neue strategische Herausforderungen. Frankfurt [...]: Peter Lang 1992, xii, 336 S. (Schriften zur Unternehmensplanung. 25.). -- ISBN 3-631-45406-6, DM 89,--. Barthelmes, Jürgen: Fernsehen und Computern in der Familie. Für einen kreativen Umgang mit Medien. München: Kösel 1999, 175 S. -- ISBN 3-466-30477-6, DM 29,90. Ein Buch für Eltern, das breiteres Interesse verdient. Über das kindliche und familiäre Fernsehen, zum Computern findet sich noch kaum Tieferes. Das Thema entdramatisierend, der Polemik vorbeugend. Neugierig und vorsichtig (wie die anderen Arbeiten Barthelmes‘ auch). Ein angenehmes Kompendium, das immer wieder die Türen zur Forschung aufstößt. Fast programmatisch heißt es einmal: „Medienfiguren und Medieninhalte haben für die Kinder symbolische Bedeutung und um nichts anderes als die symbolische Darstellung unserer Wirklichkeit geht es in Medien. Allem Anschein nach verstehen dies die Kinder, denn mittels Medien bringen sie verschlüsselt zum Ausdruck, was sie bewegt, bedrückt, was sie innerlich beschäftigt. Als Erwachsene sollten wir deshalb genauer hinschauen, welche Individualität, welche Persönlichkeit und damit welche Fähiogkeiten, Begabungen, Vorlieben und Leidenschaften in dem jeweiligen Kind oder Jugendlichen stecken. Wenn wir diese entdecken und fördern, rtun wir für die Entwicklung ihres Selbstwertgefühles und die Entfaltung ihrer Phantasie weit mehr, als wenn wir über das Fernsehen als ‚Phantasiekiller‘ lamentieren.“ Barthelmes, Jürgen / Feil, Christine / Furtner-Kallmünzer, Maria: Medienerfahrungen von Kindern im Kindergarten. Spiele - Gespräche - Soziale Beziehungen. München: DJI Vlg. Deutsches Jugendinstitut 1991, 314 S. -- ISBN 3-87966-329-7. DM 35,--. Qualitative Studie zum kindlichen Umgang mit Medienformen und -inhalten. Es zeigt sich schnell, daß die Autoren mit genauer Beobachtung, detaillierter Falluntersuchung und dem Versuch, sich an die Bedingungen und inneren Bedeutungen kindlichen Spielens und Handelns verstehend-nachvollziehend anzunähern, zu ganz außerordentlichen Beobachtungen und Schlußfolgerungen gelangen können. Im wesentlichen konzentriert sich die Untersuchung auf drei Einzelfelder kindlichen Medienhandelns - auf "Medienelemente im kindlichen Spiel", auf "Mediengespräche im Kindergarten" sowie auf die Beschreibung der Beziehungen zwischen "Medienerfahrungen und häuslichem Medienumgang". In allen Teilstudien zeigt es sich, daß Kinder keinesfalls den Medien ausgeliefert sind und fernbestimmt mediale Formen und Inhalte nur reproduzieren. Am besonderen Beispiel kindlichen Spielens: Medienbezüge sind sehr viel seltener, als gemeinhin behauptet und vermutet wird; selbst die schon oft kolportierte überhöhte Aggressivität, mit der Kinder aus dem Wochenende kommen und die manchmal "Montagssyndrom" genannt wird, erweist sich als pures Vorurteil und läßt sich an den Beobachtungen nicht verifizieren. Zum Spiel selbst: Die Kinder adaptieren Medienvorlagen an Spielentwürfe: Das Spiel und die ihm innewohnenden Bedeutungen dominieren das mediale Material und nicht umgekehrt. Dabei ist der Umgang mit den Medienvorlagen hochselektiv - es werden insbesondere solche Vorlagen aktiviert und genutzt, die geeignet sind, soziale Beziehungen auszudrücken. Jungen unterscheiden sich deutlich von Mädchen (45ff, passim) - eines der zahlreichen Ergebnisse, das diese Vorüberlegung möglich macht. -- Außerordentlich anregende Studie, sehr empfehlenswert. Barthelmes, Jürgen / Sander, Ekkehard: Familie und Medien. Forschungsergebnisse und kommentierte Auswahlbibliographie. München: DJI Vlg. Deutsches Jugendinstitut 1990, 148 S. (DJI Dokumentation.). -- ISBN 3-87966-312-2. DM 19,80. Zwar behaupten die beiden Autoren in der Einleitung ihres Bandes, es handele sich lediglich um eine "Auswahl-Dokumentation" solcher Arbeiten, die sich explizit mit dem Medienumgang von Familien und deren Mitgliedern bezögen. Der Leser bemerkt aber schnell, daß das eine Untertreibung ist und daß Barthelmes und Sander mit ihrem Sammelbericht einen ganz ausgezeichneten, perspektiven- und kenntnisreichen und noch dazu gut geschriebenen Beitrag zur qualitativen Medienforschung abgeliefert haben. Der erste Teil berichtet über einzelne Forschungsgegenstände, -dimensionen und -methoden; im zweiten Teil werden die 48 Beiträge, auf die sich vorliegender Bericht vor allem stützt, im einzelnen referiert. -- Sollte zur Grundausstattung der medienwissenschaftlichen Bibliothek gehören. Barthelmes, Jürgen / Sander, Ekkehard: Medien in Familie und Peer-group. Vom Nutzen der Medien für 13- und 14jährige. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut (DJI) 1997, 340 S. (Medienerfahrungen von Jugendlichen. 1.). -- ISBN 3-87966-381-5, DN 44,--. Auslieferung durch Juventa, München. Ein gutgeschriebener Band mit faszinierenden Ergebnissen. Die methodisch eher schlichte Anlage der Untersuchung - die wesentlichen Daten wurden aus separaten Interviews mit Eltern und Kindern gewonnen - findet ihren Sinn, weil die Autoren mit großer Sensibilität und Skepsis versucht haben, die Daten so zu synthetisieren, daß die Innensicht der Jugendlichen und Erwachsenen greifbar wird. Sie stützen sich (dezent) auf kulturtheoretische und psychoanalytische Bezugstheorien, nehmen die hermeneutische Bindung von Erfahrungen an andere Erfahrungen aber als unbedingte Grundlage jeden Nachdenkens über die Rolle von Medien im Familienleben. -- Worum es geht? Um die selten untersuchten reziproken Bilder vom Medienumgang des anderen. "Weißt du, was deine Eltern gerne hören, sehen und lesen? Worauf stehen deine Freunde?" Und vice versa: "Wissen Sie, was ihr Kind alles sieht, hört, liest?" Identitäten schulen sich im gegenseitigen Umgang. Da wird abgeguckt und abgegrenzt, aber: es wird offenbar mehr abgeguckt. Die vielleicht überraschendste Einsicht, die der Band bereitstellt: Es gibt mehr Gemeinsamkeiten, mehr Übereinstimmungen, mehr gegenseitige Befruchtungen als Trennendes! Noch ein zweites bleibt hängen: Ich zeige dir meine Medien und zeige mich dadurch: Medien als Ausdrucksmittel sind eine neue Qualität, in der die Jugendlichen die Eltern kennenlernen - viel zentraler, als dieses noch in der engeren Kindheit war. Auch das: ein wichtiger Einblick in die Formen des symbolischen Austauschs in den Familien. -- Die Jugendlichen suchen in den Medien nach Vorbildern - in diesem Alter oft für Geschlechterrollen, aber auch für anderes. Medienerfahrungen und eigene Vorstellungen und Erfahrungen müssen abgeglichen werden, eine Deckungssynthese muß erarbeitet werden, ergibt sich nicht aus dem Material. So weit ist die Annahme plausibel. Die Autoren unterstellen aber ein Stellvertretungsmodell - die Stars handelten und fühlten an Stelle der Rezipienten. An dieser Stelle mag man skeptisch werden und nachfragen, ob dieses Modell in den Interviews aus Hilflosigkeit genannt wird oder ob es eine tatsächliche funktionale Bindung von jugendlichen Adressaten und Medientexten erfaßt. Der Einwand mag aber auch als Hinweis darauf genommen werden, wie stimulierend der Band ist und wie produktiv eine Auseinandersetzung mit seinen Thesen werden mag. Bartke, Silke: Kinderfernsehen und Kinderliteratur: Untersuchung von Entwicklungen und Tendenzen der wechselseitigen Beziehungen beider Medien anhand von Einzelbeispielen. Diss. Osnabrück 1992, 5 Microfiches. Basic, Natasa / Schell, Fred / Schorb, Bernd / Graf, Gerhard: Kinder sehen fern. Programmangebot und Präferenzen. München: KoPäd 1997, 152 S. (Nickelodeon Kids Expert Special.). -- ISBN 3-929061-43-0, DM 30,--. Bassom, David: Ewan McGregor. Von Trainspotting bis Star Wars. Köln: vgs 1999, 80 S. -- ISBN 3-8025-2664-3, DM 19,80. Batschiari, Aniela: MTV und sein Bild der afro-amerikanischen Kultur. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Sendung Yo!. Alfeld/Leine: Coppi Verlag 1997, 88 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 56.). -- ISBN 3-930258-55-2, DM 20,--. Zur Ausnutzung und Funktionalisierung der Hip-Hop-Kultur durch den Musiksender MTV sowie die Inhaltsmuster, die in Videos kolportiert werden. Batz, Richard: Französische Fernsehnachrichten als kultureller Text. Tübingen: Niemeyer 1992, ix, 204 S. (Beihefte zur Zeitschrift für Romanische Philologie. 244.). -- ISBN 3-484-52244-5. DM 82,--. Zuerst als Phil. Diss., Freie Universität Berlin 1991. Batz versucht im ersten Schritt seiner Analyse, an der Verschiedenartigkeit der Konzeptionen von Information, des Nachrichtensprechers, der Situations- und Studiokonzepte, des Umgangs mit narrativen Strukturen bis hin zu unterschiedlichen Vorstellungen des Zuschauers zu illustrieren, wie fundamental und schwerwiegend die Unterschiede zwischen deutschen und französischen Fernsehnachrichten sind. -- Im zweiten Schritt versucht Batz, diese Befunde kommunikationstheoretisch zu fundieren. Man könnte seine Überlegungen unter dem - modischen - Stichwort "Reflexivität" rubrizieren. Es geht dabei um das pragmatisch-semantische Bedingungsverhältnis von Nachrichtensendung und (voraussetzbarem) Adressatenwissen, was darin mündet, die Thematisierung von "francité" als einen verdeckten, hintergründigen Funktionskreis von nachrichtlicher Kommunikation aufzuweisen. Für eine derartige Untersuchung sind die phatischen Momente von Nachrichtensendungen - die bei Inhaltsanalysen ja in der Regel überhaupt keine Aufmerksamkeit genießen - von größter Bedeutung. Wenn Batz z.B. Vorspänne als "ethno-phatische Signale" interpretiert, oder wenn er nachweist, wie in französischen Bildberichten der referentielle Bezug zum berichteten Ereignis überlagert wird von einer "für das berichtete Geschehen irrelevanten Rückbindungsgeste an Frankreich" - was er treffenderweise als "national-phatischen" Funktionsrahmen benennt -: Dann wird etwas von der Tragweite spürbar, den der Wechsel des Bezugspunktes für eine Analyse von Fernsehnachrichten haben kann. In beeindruckender Weise belegen auch die Überlegungen zur Kriminalberichterstattung, welche kulturelle Differenz die französischen und die deutschen Nachrichten scheidet, in welchen reflexiv-funktionellen Rahmen insbesondere diese Art von Nachrichten im französischen Fernsehen stehen. -- Ein wichtiges und anregendes Buch, das in vielem über die Untersuchung von Hanne Landbeck (Medienkultur im nationalen Vergleich. Inszenierungsstrategien von Fernsehnachrichten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und Frankreichs. Tübingen: Niemeyer 1991) hinausweist. Bauer, Helmut G. / Ory, Stephan: Recht in Hörfunk und Fernsehen. Ulm: Neue Mediengesellschaft Ulm 1996. -- ISBN 3-923759-29-0, DM 398,--. Bauer, Ludwig: Authentizität, Mimesis, Fiktion. Fernsehunterhaltung und Integration von Realität am Beispiel des Kriminalsujets. München: Verlegergemeinschaft Schaudig/Bauer/Ledig 1992, 339 S. (Diskurs Film Bibliothek.). -- ISBN 3-926372-53-2, DM 86,--. Bezug über den Diskurs Film Verlag, Tristanstr. 13, D-80804 München. Im Resümee läuft Bauers Dissertation darauf hinaus, daß Kriminalsujets im Fernsehen durch ein typologisches Ordnungsraster hindurch fiktionalisiert werden. Die einzelnen Ordnungsformen erweisen sich als kriminologische Fernsehgenres (im einzelnen: Gerichtssendung, Polizeikrimi, Wirtschaftskrimi, Politkrimi und Fahndungshilfe), die auf Grund unterschiedlicher "Fiktionalitätsgrade" sowie unterschiedlicher Strategien der Referentialisierung voneinander differenziert werden können. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage nach der Fundierung und nach der formalen Ausdifferenzierung der mimetischen Eigenschaften von Fernsehsendungen. Fiktionalität und "Faktionalität" (bzw. bei Bauer: "Authentizität") müssen gegeneinander ausbalanciert werden, der "Fiktionalitätsregel" (die von Bauer nur schwach bestimmt wird) stehen verschiedene Techniken der "Referentialisierung" gegenüber - wobei der Autor davon ausgeht, daß referentialisierende Zeichen "eine minimale Extension" besäßen und "lediglich ein singuläres Referenzobjekt" bezeichneten. Auf diese Art wird das Authentizitätsproblem auf ein Referenzproblem zusammengekürzt: die Frage nach der Wirklichkeitsnähe des Fernsehens bzw. nach dem intensiven Realitätseindruck, den es zu vermitteln vermag, ist nicht nur als ein Problem individueller Referenz zu lösen, sondern basiert auf einem breiteren, mimetisch-realistischen oder gar realistisch-diagrammatischen Fundament (was Bauer, der davon spricht, daß die Mimesis-Konzeption des Fernsehen ein "flexibles Verhältnis" zwischen Außenrealität und Fiktion sei, implizit durchaus zugesteht). Alle pragmatischen und konversationsethischen Ansätze, aus denen heraus die "Fiktionalitätsregel" auch gefaßt werden könnte (wie z.B. der Warningsche "Fiktionalitätskontrakt"), werden in einem nur sehr knappen Bericht zwar gestreift, spielen aber weder in der Theorie noch in der Analyse eine Rolle. -- Bauers Studie ist trotz dieser problematischen Exposition höchst interessant und ausgesprochen stimulierend, weil er in größter Nähe zum Material zu argumentieren versucht: Das Buch besteht im Kernteil aus der Einzelanalyse von sechs Kriminalsendungen aus verschiedenen Subgenres. Und ebenso stimulierend ist die Überlegung, Fernsehgenres nicht nur referenzsemantisch auf die Fiktionalitätsproblematik hin zu untersuchen, sondern sie als strukturierte Ensembles von Rezeptionsinstruktionen aufzufassen, wobei sowohl der jeweilige Fiktionalitätsmodus wie auch der referentielle Gehalt im Text als instruierendes Signal angezeigt sei. Bauer, Michael: Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und das Kartellrecht. Die verfassungsrechtliche Anwendbarkeit des GWB auf die Tätigkeit öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Baden-Baden: Nomos 1993, 181 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht (UFITA). 108.). -- ISBN 3-7890-3041-4, DM 49,--. Bauer, Thomas: Deutsche Programmpresse 1923 bis 1942. Entstehung, Entwicklung und Kontinuität der Rundfunkzeitschriften. München: Saur 1993, 454 S. (Rundfunkstudien: Schriftenreihe des Studienkreises Rundfunk und Geschichte. 6.). -- ISBN 3-598-21575-4, DM 98,--. Bauhaus, Andreas: Jugendpresse, -hörfunk und -fernsehen in der DDR: Ein Spagat zwischen FDJ-Interessen und Rezipientenbedürfnissen. Diss. Münster 1995, 251, (11) S. Baum, Achim: Journalistisches Handeln: Eine kommunikationstheoretisch begründete Kritik der Journalismusforschung. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1994, 441 S. -- ISBN 3-531-12628-8, DM 74,--. Baumann, Hans D.: Horror. Die Lust am Grauen. Weinheim/Basel: Beltz 1989, 392 S. (Psychologie heute. Sachbuch.). -- ISBN 3-407-85096-4. DM 39,80. Baumanns Untersuchung geht aus vom Phänomen der Angstlust, einem Paradoxon, das immer wieder Diskussionen provoziert hat: Vieles, was bei realem Erleben Angst, Ekel und Unlust erzeugen würde, wird als Fiktion in Literatur, Film und Video begierig konsumiert. Die These, die Baumann vorträgt, ist ebenso einfach wie schlüssig: Die im Horror gegebene Beschreibung von Wirklichkeit spiegelt uns unsere Stellung in dieser Welt selbst wieder - indem vorhandene Ängste aufgegriffen und vielfältig gebrochen auf uns zurückgespiegelt werden. Im Horror ist die Lust am Grauen die Lust an der Darstellung des Grauens - das begründetzum einen die Distanz, die das Horror-Grauen erträglich macht; und macht es zum anderen plausibel, daß sich um den literarischen und filmischen Horror ein Bestand an Bildern, Archetypen, mythisch-allgemeinen Erzählstrukturen ausgebildet hat, die soziale Gegenstände sind wie die Sprache auch. Sie kleiden dunkle Affekte in gesellschaftliche Form, so daß Baumann am Ende begründet vom "Repertoire des Horrors" sprechen kann. Kunsthistorische, angstpsychologische und semiotische Untersuchungen vertiefen die These. -- Ein interessantes und anregendes Buch, das sich am Ende überaus engagiert mit der Zensurierung des Horrors auseinandersetzt. Baumgärtel, Tilman Martin Nikolaus: Harun Farocki. Werkmonographie eines deutschen Autorenfilmers. Diss. Düsseldorf 1997, 346 S. -- Unter dem Titel Vom Guerillakino zum Essayfilm: Harun Farocki - Werkmonographie eines deutschen Autorenfilmers [Würzburg 1997] auch im Selbstverlag erschienen. Keine Bezugsquelle ausfindig gemacht. Baumgärtel, Tilman: Vom Guerillakino zum Essayfilm: Harun Farocki. Werkmonographie eines Autorenfilmers. Berlin: b_books 1998, 320 S. -- ISBN 3-933-557-06-2, DM 39,–. Bausinger, Hermann / Brunold-Bigler, Ursula (Hrsg.): Hören - Sagen - Lesen - Lernen. Bausteine zu einer Geschichte der kommunikativen Kultur. Festschrift für Rudolf Schenda zum 65. Geburtstag. Bern [...]: Peter Lang 1995. -- ISBN 3-906755-00-2, DM 150,--. Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) (Hrsg.): Ethik im TV. Wie weit reicht die Verantwortung? München: Reinhard Fischer [1994], 88 S. (BLM-Rundfunkkongreß 1993. Dokumentation. 1.). -- ISBN 3-88927-145-6, DM 20,--. Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) (Hrsg.): Lokalfernsehen. Programm, Marketing und Finanzierungskonzepte. München: Reinhard Fischer [1994], 44 S. (BLM-Rundfunkkongreß 1993. Dokumentation. 2.). -- ISBN 3-88927-146-4, DM 15,--. Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (Hrsg.): Medienkompetenz im Informationszeitalter. 1. Fachtagung des Forums Medienpädagogik der BLM. München: Reinhard Fischer 1996, 112 S. (Schriftenreihe der BLM. 36.). -- ISBN 3-88927-191-x, DM 25,--. Bayerische Landeszentrale für neue Medien (Hrsg.): Digitales Fernsehen. Marktchancen und ordnungspolitischer Regelungsbedarf. München: Reinhard Fischer 1995, 188 S. (BLM-Schriftenreihe. 30.). -- ISBN 3-88927-155-3, DM 25,--. Expertise der Prognos AG im Auftrag der BLM. Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (Hrsg.): Private Rundfunkangebote in Bayern. Rechtsgrundlagen. Baden-Baden: Nomos 1996. -- Aktual. d. Ausg. v. 1993. Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) (Hrsg.): Orientierungshilfe Medienpädagogik: Institutionen und Angebote in Bayern. München: Reinhard Fischer 1997, 338 S. (BLM-Schriftenreihe. 46.). -- ISBN 3-88927-217-7, DM 39,–. Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (Hrsg.): Vom Boulevard zum Trash-TV: Fernsehkultur im Wandel. Dokumentation des BLM-Rundfunkkongresses 1997. München: Reinhard Fischer 1998 (BLM-Schriftenreihe. 49.). Bechdolf, Ute: Wunsch-Bilder? Frauen im nationalsozialistischen Unterhaltungsfilm. In: Gestaltungsspielräume. Frauen in Museum und Kulturforschung. Hrsg.: Bettina Heinrich [u.a.]. Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde 1992, S. 288-297 (Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen. 10.). -- ISBN 3-925340-78-5, DM 28,--. Bezug durch die Vereinigung, Ludwig-Uhland-Institut, Schloß, D-72074 Tübingen. Der Band enthält die Akten der 4. Tagung der Kommission Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Neben Bechdolfs Artikel enthält der Band zwei weitere Artikel, die in der Film- und Fernsehwissenschaft Beachtung verdienen: Zum einen sei hingewiesen auf Sabine Trosses "Narziß und Schmollmund - Die Wiederkehr der Sixties" (210-224) sowie Susanne Regeners "Darstellung des Anderen. Zur fotografischen Dokumentation von Frauen in Polizeiwesen und Psychiatrie" (249-264); zum anderen verdient der material- und perspektivenreiche Artikel der Projektgruppe Göttingen: "Geschlechtsspezifische Muster der Raum- und Dinganeignung" (108-130) Erwähnung. Bechdolf, Ute: Wunsch-Bilder? Frauen im nationalsozialistischen Unterhaltungsfilm. Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde 1992, 143 S. (Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen. 8.). -- ISBN 3-925340-74-2, DM 17,--. Bezug durch die Vereinigung, Ludwig-Uhland-Institut, Schloß, D-72074 Tübingen. Überarbeitete Fassung einer Magisterarbeit, Tübingen 1988. Vor allem am Beispiel der beiden Filme Die göttliche Jette (1937, Erich Waschneck) und Capriolen (1937, Gustav Gründgens). Bechdolf, Ute: De- und Rekonstruktionen von Geschlecht beim Musikfernsehen. Eine Fallstudie. In: Step Across the Border: Neue Tendenzen in der populären Musik. Hrsg. v. Helmut Rösing. Hamburg 1997. Bechdolf, Ute: Puzzling Gender. Re- und Dekonstruktionen von Geschlechterverhältnissen im und beim Musikfernsehen. Weinheim: Deutscher Studien Verlag (Beltz) 1999, 279 S. -- ISBN 3-89271-797-4, DM 58,–. Zuerst als Diss., Tübingen 1998 (?). [Aus dem Schluß der ausgezeichneten Studie:] Am Beispiel der Inszenierung der Geschlechterdifferenz in Musikvideos und ihren Rezeptionen durch Jugendliche zeigt diese Studie, wie Geschlecht in diesen populärkulturellen Texten wie auch in einzelnen Rezeptionsakten immer wieder rekonstruiert wird: als Ordnungskategorie, als Differenz, als binäre Opposition, als Mittel zur Segregation, als Komplementarität und vor allem als Platzanweiser in einer stabilen gesellschaftlichen Hierarchie. Männlichkeit beinhaltet in unserer Kultur ein allumfassendes Machtversprechen, Weiblichkeit ist (jedenfalls für die meisten Bereiche) mit Machtlosigkeit konnotiert. Die meisten im Musikfernsehen gezeigten Clips unterstützen diese dominanten Geschlechterdiskurse. Auch die Mehrzahl der Rezeptionsstrategien befindet sich in Übereinstimmung mit dem hegemonialen System der Zweigeschlechtlichkeit. Doch mit einem genaueren Blick auf die einzelnen Elemente dieser „Mikrophysik der Macht“ (Foucault) können auch versteckter Widerspruch, offener Protest und symbolisch gestaltete Subversion sichtbar werden. Die Geschlechterdifferenz wird immer wieder auch angegriffen, umgestaltet und in kleinen subversiven Akten demontiert und dekonstruiert - wenn auch räumlich und zeitlich begrenzt. Dies geschieht durch Annäherungen, Vermischungen, Verwirrungen und Grenzüberschreitungen, und zwar sowohl in den Repräsentationen der Clips als auch in den Rezeptionen der Jugendlichen. Bechmann, Helga: Das filmische Universum des Stephen Frears. Genrevielfalt und Erzählkonstanten. Alfeld/Leine: Coppi Vlg. 1997, (3), 128, xxiii S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 51.). -- ISBN 3-930258-50-1, DM 30,--. Zuerst als Magisterarbeit, Hamburg 1996. Kammerspielartige Reduktion, psychologische Studie von Menschen in Extremsituationen, Außenseitertum der Protagonisten, negative Charakterisierung von Institutionen, Absenz moralischer Wertung und Individualismus der Charaktere / Interesse an Nebenhandlungen, Subtexten und Details: Frears' Oeuvre trägt gemeinsame Züge und läßt sich unter dem auteur-Vorzeichen durchbuchstabieren. Das Büchlein enthält außerdem Sequenzprotokolle von sechs Filmen Frears'. Beck, Friedrich / Henning, Eckart (Hrsg.): Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger 1994, 298 S. -- ISBN 3-7400-0882-2. Enthält im quellenkundlichen Teil (A) auch den Abschnitt III. Neue Quellengattungen (von Botho Brachmann): Spezifik moderner Informationsträger (133-135), Fotografische Bilder und Presseausschnitte (136-139), Mikrofilme (139-140), Audiovisuelle Aufzeichnungen (140-145), Elektronische Informationsträger (145-150). Beck, Klaus: Medien und die soziale Konstruktion von Zeit. Über die Vermittlung von gesellschaftlicher Zeitordnung und sozialem Bewußtsein. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1994, 396 S. -- ISBN 3-531-12629-6, DM 72,--. Becker, Dorothea: Zwischen Ideologie und Autonomie. Die DDR-Forschung über die deutsche Filmgeschichte. Münster/Hamburg/London: Lit Vlg. 1998, 336 S. (Kommunikationsgeschichte. 5.). -- ISBN 3-8258-3393-3, DM 68,80. Becker, Jens Peter: Der Spätwestern. In: Studies in the Western 1,1, 1992/93, S. 93-101. Becker, Jens Peter: Notizen zu John Fords Stagecoach. In: Studies in the Western 1,2, 1992/93, S. 63-74. Becker, Jens Peter: Monster, Replikanten und die Suche nach dem Gral: Die Fantasy-Filme der 80er Jahre. In: Anglistik und Englischunterricht 59, 1996. Becker, Jens Peter: Mythos in Technicolor: She Wore a Yellow Ribbon. In: Studies in the Western 4,1, 1996, S. 73-86. Becker, Joachim: Nicht-Ich-Identität. Ästhetische Subjektivität in Samuel Becketts Arbeiten für Theater, Radio, Film und Fernsehen. Tübingen: Niemeyer 1998, vi, 246 S. (Theatron. 25.). -- ISBN 3-484-66025-2, DM 112,--. Becker, Jörg (Hrsg.): Sehnsucht nach dem Unendlichen. Hannover: Filmwärts e.V. / Kommunales Kino der Landeshauptstadt Hannover 1991, 83 S. -- DM 15,--. Bezug über Filmwärts, Uhdestr. 2, D-30171 Hannover. Zu den Filmen von Clemens Klopfenstein. Becker, Jürgen (Hrsg.): Musik im Film. 6. Münchner Symposion zum Film- und Medienrecht am 26. Juni 1992. Baden-Baden: Nomos 1993, 109 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 100.). -- ISBN 3-7890-2828-2, DM 38,--. Becker, Jürgen (Hrsg.): Aktuelle Probleme der Filmförderung. 7. Münchner Symposium zum Film- und Medienrecht am 2. Juli 1993. Baden-Baden: Nomos 1994, 132 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 118.). -- ISBN 3-7890-3278-6, DM 36,--. Über Film- und Fernsehförderung, Drehbuch- und Projektentwicklung und videowirtschaftliche Fragen. Becker, Jürgen (Hrsg.): Pornographie ohne Grenzen. Herbsttagung des Instituts für Urheber- und Medienrecht in Zusammenarb. mit "Medientage München" am 13. Oktober 1993. Baden-Baden: Nomos 1994, 63 S. -- ISBN 3-7890-3436-3, DM 22,--. V.a. über Pornographieverbreitung via Satellit und deren rechtliche Aspekte. Becker, Udo: Existenzgrundlagen öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunkveranstalter nach dem Rundfunkstaatsvertrag. Baden-Baden: Nomos 1992, 307 S. (Nomos-Universitätsschriften. Medien. 6.). -- ISBN 3-7890-2611-5, DM 68,--. Zugl. Diss. Mainz 1991. Becker, Wolfgang / Quandt, Siegfried: Das Fernsehen als Vermittler von Geschichtsbewußtsein. 1989 als Jubiläumsjahr. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1991, 77 S. (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 297.) / (Arbeitshilfen für die politische Bildung.). -- ISBN 3-89331-093-2. Bezug über die Bundeszentrale, Postfach, D-5300 Bonn 1. Über Sendungen zum 40jährigen Bestehen der Bundesrepublik. Inhalt: Dieter Schmidt-Sinns: Zeitgeschichte im Bild nach vier Jahrzehnten. Überlegungen zum Projekt (9-13). -- Siegfried Quandt (unter Mitarb. v. Gunter Stemmler): 40 Jahre Bundesrepublik Deutschland im Fernsehen - dokumentarische Rückblicke. Eine Programmanalyse (15-33). -- Wolfgang Becker: Fiktion und Unterhaltsamkeit - Instanzen historischen Lernens (35-73). Becker, Wolfgang / Schöll, Norbert: In jenen Tagen... Wie der deutsche Nachkriegsfilm die Vergangenheit bewältigte. Opladen: Leske + Budrich 1995, 212 S. -- ISBN 3-8100-1425-7, DM 28,--. Beckermann, Ruth / Blümlinger, Christa (Hrsg.): Ohne Untertitel. Fragmente einer Geschichte des österreichischen Kinos. Wien: Sonderzahl 1996, 416 S. -- ISBN 3-85449-090-9. Nach Schlemmers Der neue österreichische Film (Wien: Wespennest 1996) nun ein zweiter Band zur Geschichte des österreichischen Kinos: Zwei Bände, die zusammengehören und die eine Aufsicht auf eine reiche und vielgestaltige Filmkultur gestatten. Der vorliegende Sammelband sei empfohlen, seine sensiblen und vielgestaltigen Beiträge öffnen ein Forschungsfeld. -- Inhalt: Karsten Witte: Der Violinschlüssel. Zur Produktion der Wien-Film (17-30). -- Klaus Kreimeier: Karl Hartl: Homo faber und Visionär (31-52). -- Martin Prucha: Agfacolor und Kalter Krieg. Die Geschichte der Wien-Film am Rosenhügel 1946-1955 (53-80). -- Siegfried Mattl: An der Peripherie. Staatliche Filmbegutachtung und Filmkultur (81-98). -- Karl Sierek: Der lange Abschied. Bilderfaltung und temporale Disjunktion im österreichischen Nachkriegsfilm (101-120). -- Georg Seeßlen: Hans Moser oder Vom traurigen Dienstmann, dem alten Glück und der neuen Zeit (121-142). -- Claudia Preschl: Gib dem Publikum, was es will. Der Filmstar Paula Wessely (143-156). -- Georg Schmid: Der österreichische Film existiert nicht. (Essai en miniature.) (157-171). -- Georg Tillner: Österreich, ein weiter Weg. Filmkultur zwischen Austrofaschismus und Wiederaufbau (175-196). -- Michael Kitzberger: Das Volk, die Fremden, der Held und die Bilder davon. Zu G.W. Pabsts Der Prozess (197-212). -- Christa Blümlinger: Der Zeit entkommen. Zu Geheimnisvolle Tiefe von G.W. Pabst (213-228). -- Franz Marksteiner: Quäl dich nicht mehr... Trost und Rat für Heimkehrer (229-244). -- Franz Schuh: Heimat bist du großer Filme. Thesen zur Kitschindustrie (247-258). -- Robert Buschwenter: Ruf der Berge - Echo des Fremdenverkehrs. Der Heimatfilm: Ein österreichischer Kulturritt (259-284). -- Irene Nierhaus: Wie im Film. Heimat als Projekt des Wiederaufbaus (285-304). -- Ruth Beckermann: Elisabeth - Sissi - Romy Schneider. Eine Überblendung (305-321). -- Thomas Elsaesser: Flieger, grüß mir die Sonne. Österreich und Walter Reisch (325-354). -- Raymond Bellour: "O ma belle inconnue": Zu Letter From an Unknown Woman (355-366). -- Gertrud Koch: Das Riesenrad der Geschichte. The Third Man von Carol Reed (367-376). -- Edgardo Cozarinsky: "1. April 2000" in Buenos Aires (377-383). -- Jacques Aumont: Kurt Kren. Die Denkfähigkeit der Bilder (385-411). Beckmann, Ch. [u.a.]: Die Revision der EG-Richtlinie. EMR-Dialog. München: Institut für Europäisches Medienrecht 1994, 102 S. (Schriftenreihe des Instituts für Europäisches Medienrecht, Saarbrücken. 9.). Behn, Manfred (Hrsg.): Schwarzer Traum und weiße Sklavin. Deutsch-dänische Filmbeziehungen der Stummfilmzeit. München: Ed. Text & Kritik 1994, 167 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-483-9, DM 32,--. Behne, Klaus-Ernst: Musik(-er) zwischen Technologie und Werbung. Auswirkungen der Visualisierung von Musik. In: Neue Zeitschrift für Musik 153,1, 1992, S. 18-23. Behnert, Gabriele Jelle: Anatomie eines Genres. Das Bild des Journalisten im Spielfilm. Hildesheim/Zürich/New York: Olms 1992, ix, 142 S. [davon 16 Taf.] (Studien zur Filmgeschichte. 6.). -- ISBN 3-487-09485-1. DM 39,80. "Als Hollywood in den Dreißiger Jahren anfing, das Zeitungsgewerbe auf Zelluloid zu bannen, wurde er zum Star: der janusköpfige Journalist. Niemand sonst auf der Kinoleinwand war gleichermaßen Schurke und Held, Wahrheitsfetischist und Faktenfälscher, Lichtgestalt und Schattenexistenz. Ganz gleich, ob dieser Charakter in Stadtlandschaften und Großraumredaktionen zu Hause ist, in der Pampa der Provinz und in Gummibaumbüros, selten ist seine journalistische Vita eine gerade Klettertour zur Wahrheit, aber oft ein virtuoses Haarnadelgekurve von der Aufklärung zur Verfinsterung - und manchmal auch wieder zurück. Jeder Medienfilm ist eine Fallstudie für sich. Und fast jede Filmfigur ist ein Fall für den Psychotherapeuten. Das Genre der Medinfilme [!] ist die Krankengeschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts in Zelluloid-Episoden" (113f). Behnken, Imbke / Schulze, Theodor (Hrsg.): Tatort: Biographie. Spuren - Zugänge - Orte - Ereignisse. Leverkusen: Leske + Budrich 1997, 226 S. -- ISBN 3-8100-1880-5, DM 36.–. Enthält u.a.: W. Seitter: Willemsens Woche. Zu Formen pädagogisch strukturierter Wissensvermittlung im Fernsehen am Beispiel einer Talkshowsendung. -- J. Kade: Tatort und Polizeiruf 110. Biographien, Institutionen und Pädagogik zweier Kriminalserien des Fernsehens in beiden deutschen Staaten. Behrens, Peter [...] (Red.): Mediendaten Südwest. [Außentitel: Basisdaten Medien Rheinland Pfalz. Mediendaten Südwest.] Baden-Baden: Südwestrundfunk 1999, 49 S. -- Auch abrufbar unter http://www.mediendaten.de. Behrens, Volker: Das Spiel mit der Illusion in The French Lieutenant's Woman. Ein Vergleich von Roman, Film und Drehbuch. Würzburg 1994, 135, 22 S. (Kieler Beiträge zur Anglistik und Romanistik. NF 5.). Behring, Heinrich W.: Kollektive Tagträume. Die Ästhetik des deutschen Nachkriegsfilms 1945-1949. Diss. Hamburg 1993, 206, lix S. Beier, Lars-Olav: Der unbestechliche Blick. Robert Wise. Berlin: Bertz 1996, 224 S. (Off-Texte. 2.). -- ISBN 3-929470-10-1, DM 38,--. Beier, Lars-Olav (Red.): Sophia Loren: Hommage. Berlin: Henschel 1994, 106 S. (Stiftung Deutsche Kinemathek / Internationale Filmfestspiele Berlin. Retrospektive 1994.). -- ISBN 3-89487-203-9, DM 22,--. Beier, Lars-Olav / Midding, Gerhard: Teamwork in der Traumfabrik. Werkstattgespräche. Mit einem Vorw. v. Robert Wise. Berlin: Henschel 1993, 444 S. -- ISBN 3-89487-179-2, DM 49,80. Gespräche mit Michael Ballhaus, Saul Bass, William Goldman, Jean Gruault, Sidney Lumet, Philippe Noiret, Roberto Perpignani, David Raskin, Rob Reiner, Philippe Sarde, Thelma Schoonmaker, Hanna Schygulla, Bertrand Tavernier, Albert Whitlock, Vilmos Zsigmond u.a. Beier, Lars-Olav / Müller, Robert (Hrsg.): Arthur Penn. Berlin: Bertz 1998, 318 S. (Film. 3.). -- ISBN 3-929470-73-x, DM 29,80. Arthur Penn, einer der wichtigsten Köpfe des Kinos der sechziger Jahre, weitestgehend unbekannt. Der Sammelband gibt zum ersten Mal in deutscher Sprache Aufblick auf ein Oeuvre, das seiner Zeit Gesicht gab wie kaum ein zweites. Die Artikel rücken in die Kontexte der Zeit und der Genres ein, sie sind durchweg aufschlußreich, wenn man sich auch manchmal noch mehr Aufmerksamkeit für die visuelle Form wünschte. Wäre da nicht das „Werkstattgespräch“, das davon zeugt, wie bewußt Penn über die Mittel verfügt. Hier bekommt man denn auch einiges über die wundervolle Kampfszene zwischen Erzieherin und taubblindem Kind zu lesen, das die Macht der anderen verweigert und in einer höchst raffinierten Art und Weise aufgelöst! Entstanden ist am Ende ein Lesebuch, das seinen Platz in jeder engagierten Filmbibliothek finden wird. -- Inhalt: Brigitte Desalm: Custer Goes Vietnam - Penns Filme im Spiegel der Zeitgeschichte (9-34). -- Daniela Sannwald: Fluchtbewegungen - Die Helden des Arthur Penn (35-56). -- Gerhard Midding: Sehnsucht nach Abweichung - Penn und die Genres (57-72). -- Michael Esser: Top of the Pop - Bonnie and Clyde (73-108). -- Robert Müller: Through a Glass Darkly - Motive und Ästhetik in den Filmen Arthur Penns (109-132). -- Lars-Olav Beier: Die jungen Routiniers - Das Golden Age of Life Television und seine Regisseure (133-152). -- Lars-Olav Beier / Robert Müller: Werkstattgespräch. „Gibt es denn überhaupt etwas, was der Film nicht kann?“ (153-200). -- Außerdem Einzeldarstellungen der Filme, Biographie, Filmographie, Bibliographie. Index. Beier, Lars-Olav / Seeßlen, Georg (Hrsg.): Alfred Hitchcock. Berlin: Bertz 1999, 479 S. (Film. 7.). ISBN 3-929470-76-4, DM 39,80. Aus dem Inhalt des nicht immer ganz überzeugenden Bandes (der gleichwohl die deutsche Hitchcock-Publizistik ganz ungemein bereichert): Thomas Elsaesser: Der Dandy in Mr. Hitchcock (21-38). -- Brigitte Desalm: Überwachen und Strafen. Einiges über die Blicke bei Hitchcock (39-56). -- Lars-Olav Beier: Die kalkulierte Willkür. Wie Hitchcock seinen ärgsten Feind besiegte: die Logik (57-74). -- Michael Esser: Bange machen gilt nicht. Spannung, Suspense und Schicksal (75-92). -- Lars Penning: Schuld und Sühne. Anmerkungen zu Hitchcocks Melodramen (93-106). -- Daniela Sannwald: Paarläufe. Liebe auf der Flucht und Jagd (107-124). -- Gerhard Midding: Aus angemessen bequemer Distanz. Dekors und Schauplätze bei Hitchcock (125-144). -- Markus Bauck: Klingende Bilder. Hitchcocks Soundtracks (145-162). -- Frank Arnold: Du hast nur 23 Minuten. Alfred Hitchcocks Fernseharbeiten (163-184). -- Georg Seeßlen: Mr. Hitchcock Would Have Done It Better. Oder: Warum es keine wirkliche Nachfolge von Alfred Hitchcock gibt (185-222). Außerdem ausführliche Kurzrezensionen zu den einzelnen Filmen. Beile, Judith: Frauen und Familien im Fernsehen der Bundesrepublik. Eine Untersuchung zu fiktionalen Serien von 1954 bis 1976. Frankfurt [...]: Peter Lang 1994, viii, 405 S. (Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. 47.). -- ISBN 3-631-47321-4, DM 98,--. Zuerst als Das Frauen- und Familienbild in der Bundesrepublik Deutschland der 1950er bis 1970er Jahre im Spiegel bundesdeutscher Familien-Fernsehserien. Phil.Diss. Hamburg 1993. Beilenhoff, Wolfgang: Inszeniertes Sehen, verdichtete Zeit. Die Filmplakate. In: Kunst und Propaganda. Sowjetische Plakate bis 1953. [Katalog.] Redaktion: Martin Heller & Christina Reble. Zürich: Schule und Museum für Gestaltung Zürich 1989, S. 90-105 (Wegleitung. 371.). -- Bezug über das Museum, Ausstellungsstr. 60, CH-8005 Zürich. Beinzger, Dagmar / Eder, Sabine / Luca, Renate / Röllecke, Renate (Red.): Im Wyberspace - Mädchen und Frauen in der Medienlandschaft. Dokumentation, Wissenschaft, Essay, Praxismodelle. Red.: Renate Röllecke. [Mit Beitr. v. Carol Hagemann-White u.a.]. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1998, 288 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 26.). -- ISBN 3-929685-18-3, kein Preis mitgeteilt. Aus dem Inhalt: Brigitte Hipfl: Die verlorengegangene Dimension der Cultural Studies. Fantasien als Ideologie in den Medien (29-46). -- Renate Luca: Überlegungen zu einer feministischen Medienpädagogik (47-61). -- Waltraud Cornelißen: Einige Befunde zur geschlechtsspezifischen Rezeption des Mediums Fernsehen (98-110). -- Ute Bechdolf: Männlich versus weiblich? De- und Rekonstruktionen der Geschlechterdifferenz in Musikvideos (124-137). -- Dorothee Schnatmeyer / Kerstin Seewald: Pink für Mädchen, Action für Jungen. Rollenbilder in kindspezifischer Werbung. Ergebnisse einer Studie (238-251). -- Elke Stolzenburg: Was Mädchen und Jungen in Cartoons finden?! (252-258). -- Petra Grell: Schärfer fernsehen. Offene und latente Inszenierungen von Geschlechtsrollenklischees in sexualthematischen Kontexten (259-270). Belach, Helga / Bock, Hans-Michael (Hrsg.): Das Cabinet des Dr. Caligari. Drehbuch von Carl Mayer und Hans Janowitz zu Robert Wienes Film von 1919/20. Mit einem einführenden Essay v. Siegbert S. Prawer und Materialien zum Film v. Uli Jung. München: Ed. Text & Kritik 1994 (FILMtext.). -- ISBN 3-88377-484-7, DM 32,50. Enthält u.a.: Siegbert S. Prawer: Vom "Filmroman" zum Kinofilm (11-45). --Uli Jung und Walter Schatzberg: Ein Drehbuch gegen die Caligari-Legenden (113-138). -- Für die (Fach-)Öffentlichkeit ist die vorliegende - allerdings nicht historisch-kritische - Drehbuchpublikation des Arbeitsexemplars des Caligari-Darstellers Werner Krauß von besonderem Interesse. -- Das Drehbuch von Mayer und Janowitz ist eine Primärquelle zur Auseinandersetzung mit dem arbeitsteiligen Herstellungsprozeß des vielleicht berühmtesten deutschen Stummfilms. Es ist eine populäre Mischung aus Schauerromantik und Kriminalfall, die in konventioneller Erzählweise abgefaßt und so nicht stilbildend für die vulgarisiert expressonistische Dekorgestaltung gewesen sein kann. Die Stilmerkmale späterer Drehbücher Mayers sind hier noch nicht anzutreffen - vgl. die Zeilenumbrüche, verknappten Sätze, Partizipialkonstruktionen, einzeln gestellte Konjunktionen und Adverbien sowie die eigenwillige Interpunktion in Sylvester (Potsdam: Gustav Kiepenheuer [1924]). -- Filmgeschichtlich bedeutsam ist die Drehbuch-Veröffentlichung auch hinsichtlich der seit der internationalen Konferenz "Filmkultur zur Zeit der Weimarer Republik" (1989) verstärkt einsetzenden Kracauer-Revision. In der 1947 publizierten Studie From Caligari to Hitler postuliert Kracauer eine den deutschen Filmen der Weimarer Republik inhärente, sich einem Tyrannen wie Caligari unterwerfende Disposition der Deutschen. Er stützt sich dabei auf Janowitz' Bericht The Story of a Famous Story, in dem Janowitz behauptet, daß der Regisseur Wiene einen revolutionären Film durch Hinzufügung einer Rahmenhandlung, die die Kernhandlung als Phantasie eines Wahnsinnigen lesbar mache, in einen konformistischen Film verwandelt habe. (Interessant ist die These von Jung/Schatzberg in ihrer lesenswerten Darstellung der Produktions- und Rezeptionsgeschichte Caligaris, daß Janowitz sein Manuskript nach Erscheinen der Kracauer-Studie überarbeitet haben könnte. Um so schmerzlicher ist daher das Desiderat zu werten, daß die Veröffentlichung dieser Primärquelle weiterhin aussteht.) Entgegen der Darstellung von Janowitz organisiert das publizierte Drehbuch die Filmerzählung in einer Kernhandlung, die als Rückblende bereits in eine Rahmenhandlung eingebettet ist. Die Rahmenhandlung des Drehbuchs, die die Kernhandlung als Erinnerung eines nun gutsituierten, bürgerlichen Ehepaares darstellt, ist allerdings zugunsten der ausgeführten, eine Ambiguität der Lesarten evozierenden Rahmenhandlung verändert worden. Ein Faktum, daß nach Meinung von Jung/Schatzberg neben der expressionistischen Dekorgestaltung zum Nachruhm Caligaris beigetragen habe. -- In seinem einführenden Essay "Vom 'Filmroman' zum Kinofilm" ordnet Prawer die Caligari-Motivik sinnig in die Rezeptionsgeschichte der Schauerromantik ein. Er macht darauf aufmerksam, wie weit die Autoren dem Regisseur hinsichtlich der Inszenierung vorgearbeitet hätten (41). In diesem Zusammenhang ist interessant, daß Caligari 1919/20 noch als "Film von Carl Mayer und Hans Janowitz" galt (siehe originalen Vorspanntitel [50]), während der heutige Publikationstitel von "Robert Wienes Film von 1919/20" spricht. Den arbeitsteiligen Herstellungsprozeß von Caligari betonend spricht Gandert in seiner Einführung von einem "Wiene-Mayer-Janowitz-Film" (8). -- Abgerundet wird dieses Caligari-Buch - entgegen dem Untertitel der Reihe scheint nicht ausschließlich die Edition von Drehbüchern und ihre Analyse im Mittelpunkt der Konzeption zu stehen - durch zeitgenössische Rezensionen und 34 Abbildungen: Reproduktionen von Drehbuchseiten, Zwischentiteln, Szenenfotos und Entwürfen der Architekten, wobei Reimanns Pastell-Skizzen nicht farbig wiedergegeben sind. (Carsten Schneider) Belach, Helga / Bock, Hans-Michael (Hrsg.): Kameradschaft / La tragédie de la mine. Drehbuch von Ladislaus Vajda, Karl Otten, Peter Martin Lampel nach einer Idee von Karl Otten zu G.W. Pabsts Film von 1931. Mit Aufsätzen und Materialien v. Hermann Barth, Helga Belach, Wolfgang Jacobsen u. Heike Klapdor. München: Ed. Text + Kritik 1997, 196 S. (FilmText.). -- ISBN 3-88377-547-9, DM 36,50. Belach, Helga / Bock, Hans-Michael (Hrsg.): Emil und die Detektive. Drehbuch von Billie Wilder frei nach dem Roman von Erich Kästner zu Gerhard Lamprechts Film von 1931. Mit einem einf. Essay u. Materialien zum Film. München: Text + Kritik 1998, 199 S. (FILMtext.). -- ISBN 3-88377-582-7, DM 35,--. Darin u.a.: Gabriele Jatho: „Mann, wir drehen doch hier einen Film!“ Zur Entstehung von Emil und die Detektive (149-175). Belach, Helga / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): CinemaScope. Zur Geschichte der Breitwandfilme. Berlin: Spiess 1993, 247 S. (Stiftung Deutsche Kinemathek / Internationale Filmfestspiele Berlin. Retrospektive 1993.). -- ISBN 3-89166-646-2, DM 48,--. Artikel: Gert Koshofer: Zur Geschichte der Breitwandfilme (7-36). -- Rolf Giesen: Kainsmal des Spektakels (45-52). -- Claude Autant-Laura: Der erste Versuch mit dem Breitfilm [1930] (53-56). -- Henry Koster: Luxus der breiten Leinwand [1953] (56-57). -- Jean Negulesco: Neues Medium, neue Methoden [1953] (57-58). -- Eric Rohmer: Kardinaltugenden des CinemaScope [1954] (58-60). -- Norbert Grob: Der entgrenzte Blick (65-86). -- Fritz Göttler: Die grausame Komödie des Horizonts (87-94). -- Jörg Becker: Der Ort der Töne (95-102). -- Helma Sanders-Brahms: Weit und breit (103-108). -- Mit den Begleitbüchern zu den Retrospektiven der Berlinale hat die Stiftung Deutsche Kinemathek schon so manchen "Klassiker" vorgelegt. Die wichtigeren Bände, die zu diesem Anlaß entstanden, bestachen durch ihren Informations- und Dokumentationsteil - das von Gert Koshofer zusammengestellte Glossar (215-242) steht ähnlich wie sein (faktographisch orientierter) Einleitungsartikel in dieser Tradition. Der allgemeine Aufsatz-Teil des vorliegenden Bandes enttäuscht vor dem Hintergrund der vergleichbaren Bände allerdings sehr. Da wird Obsessionen Raum gegeben, Subjektives in manchmal prätentiöser Geschliffenheit ausgebreitet, eher Literatur als Analyse veranstaltet. Ein Ausgriff auf die technik- und industriegeschichtlichen Fragen, die die Durchsetzung von CinemaScope anfangs der 50er Jahre aufwirft, findet sich nur in Giesens Aufsatz (und auch da wünschte man sich mehr). Widersprüche bleiben unaufgelöst - einer behauptet, die Montage von Scope-Filmen sei langsamer und das hänge von den visuell-artifiziellen Eigenschaften des Formats ab (ein Bazinsches Postulat oder Märchen, je nach Standpunkt), ein anderer stellt richtig und weist darauf hin, daß die Langsamkeit zu Beginn der Scope-Ära verbreitet gewesen sei (und daß es wohl auch einen Zusammenhang mit persönlichen Stilen gebe). Eine Vorstellung von Art und Ausmaß der Scope-Filmographie scheint nicht zu existieren. Die vorliegende Literatur bleibt unbeachtet, Giesen und Grob sind die einzigen, die überhaupt auflisten, auf was sie sich stützen. (Ergänzend sei hingewiesen auf einige Standardtexte, die an keiner Stelle des Buchs erwähnt werden - auf John Beltons Widescreen Cinema [Cambridge, Mass./London: Harvard University Press 1992, xii, 300 S.], auf Robert E. Carrs und R.M. Hayes' Wide Screen Movies: A History and Filmography of Wide Gauge Filmmaking [Jefferson, N.C.: McFarland 1983], auf James Spellerbergs "CinemaScope and Ideology" [in: Velvet Light Trap, 21, 1985, S. 26-34], auf Thomas Edward Erffmeyers Dissertation über The History of Cinerama.) Warum die Texte von Autant-Laura, Koster, Negulesco und Rohmer übersetzt werden und nicht andere, bleibt undurchsichtig. Um es kurz zu sagen: Es entsteht der Eindruck eines fehlenden Konzepts, einer nachlässigen Redaktion, einer unzureichenden Vorrecherche. Nicht, daß der Band uninteressant wäre (insbesondere Grobs Versuch, eine ikonographische Analyse des Breitwandformats anzustellen, verdient eine gewisse Aufmerksamkeit, obwohl der Artikel in einem eitel gespreizten Duktus vorgetragen ist). Aber es stimmt bedenklich, daß man den Eindruck nicht los wird, daß Charles Barrs Artikel über "CinemaScope" aus dem Jahre 1963 in deutscher Übersetzung das meiste von dem aufwiegen könnte, was der vorliegende Band versammelt. Belach, Helga / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): Richard Oswald. Regisseur und Produzent. München: Text & Kritik 1990, 184 S. (Ein CineGraph-Buch.). -- ISBN 3-88377-369-7. DM 28,–. Belach, Helga / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): Buster Keaton. Berlin: Argon Vlg. 1995, 184 S. -- ISBN 3-87024-298-1, DM 39,80. Belach, Helga / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): Slapstick & Co. Frühe Filmkomödien - Early Comedies. Berlin: Argon Vlg. 1995, 124 S. -- ISBN 3-87024-299-x, DM 28,–. Bell, Frank / Jacobson, Alexandra / Schumacher, Rosa: Pioniere, Tüftler, Illusionen. Kino in Bielefeld. Mit einem Vorw. v. Enno Patalas. Bielefeld: Westfalen Vlg. 1995, 199 S. -- ISBN 3-88918-084-1, DM 39,80. Beller, Hans (Hrsg.): Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts. Hrsg. v. Hans Beller. München: TR-Verlagsunion 1993, 267 S. (Film, Funk, Fernsehen - praktisch. 5.). -- ISBN 3-8058-2357-6, DM 29,80. 3., durchges. Aufl. 1999. Inhalt: Hans Beller: Aspekte der Filmmontage. Eine Art Einführung (9-32). -- Jan Marie Peters: Theorie und Praxis der Filmmontage von Griffith bis heute (33-48). -- Oksana Bulgakowa: Montagebilder bei Eisenstein (49-77). -- Hans Beller: Filmediting / Filmmontage / Filmschnitt - Berufsbild: Cutter/Schnittmeister (78-83). -- Rudi Reinbold: Praktische Grundlagen des Filmschnitts oder Dem Chaos keine Chance (84-103). -- Stefan Arnsten: Filmediting in den USA (104-113). -- Ursula Höf: Werkstatt-Notizen aus dem Schneideraum (114-122). -- Thomas Balkenhol: Pflicht und Kür der Dokumentarfilm-Montage (123-143). -- Andreas Köbner: Musik im Schneideraum (144-154). -- Hans Beller: Montage-Experimente an der HFF München (155-177). -- Hans J. Wulff: Der Plan macht's. Wahrnehmungspsychologische Experimente zur Filmmontage (178-189). -- Jo Heim: Die Montage bei Citizen Kane. Makroanalyse eines Klassikers (190-203). -- Christine N. Brinckmann: Busby Berkeleys Montageprinzipien (204-220). -- Gerhard Schumm: Feinschnitt - die verborgene Arbeit an der Blickregie (221-241). -- Joachim Paech: "Wiping". Godards Videomontage (242-251). -- Bibliographie (255-263). Benninghoff-Lühl, Sibylle / u.a. (Hrsg.), Rundbrief "Frauen in der Literaturwissenschaft". Themenheft: "Film". Hamburg 1994. -- Bezug über: Universität Hamburg, Literaturwissenschaftliches Seminar, Von-Melle-Park 6, D-20146 Hamburg. -- Inhalt: Miriam Hansen: The Female Spectator (4-6). -- Verena Mund: All That Feminism Allows (6-9). -- Ingrid Kühn: Ethnizität im Film. Die Relevanz feministischer Filmtheorie für die Entwicklung eines ethnischen filmtheoretischen Modells (11-13) --Karin Bruns: Business-Women und besetztes Territorium: Orte des Weiblichen im frühen deutschen Film (13-18). -- Maja Turowskaja: Frauenfilm - was ist das? Zur Geschichte des Frauenfilms in der Sowjetunion (18-23). -- Loretta Walz: Der filmische Umgang mit dem Erbe des ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück (23-27). -- Ute Holl: Die Maschen der jungen Paare. Maya Derens filmische Transformationen (27-29). -- Torsten Flüh: Tableaux vivants oder: Was ist ein Film? Anmerkungen zum Film Verführung: die grausame Frau von Monika Treut (29-34). -- Kathrin Reulecke: "Es wäre furchtbar, würde man's so verfilmen, wie es geschrieben steht". Werner Schroeters Malina-Verfilmung (34-38). -- Anna Hoffmann: "Ich Tarzan - Du Jane" (39-43). -- Liselotte Hermes da Fonseca: The Film Prosperous Books (43-48). -- Gudrun Raff: Film im literarischen Text. Zu Irmgard Keuns Roman "Das kunstseidene Mädchen" (48-51). -- Christoph Meyring: "Dress you up" - (k)ein Versuch, Madonna näherzukommen (53-58). -- Eva Hohenberger: Die Feminale in Köln. Zur Genese eines feministischen Filmfestivals (58-59). Bente, Gary / Fromm, Bettina: Affektfernsehen. Motive, Angebotsweisen und Wirkungen. Leverkusen: Leske + Budrich 1997, 463 S. (Schriftenreihe Medienforschung der LfR. 23.). -- ISBN 3-8100-1906-2, DM 78,--. Ein interessanter und durchaus kontrovers zu diskutierender Beitrag - wobei die Kontroverse an Grundlegendem entsteht. Affektfernsehen wird als Typus von Fernsehsendungen am Beginn charakterisiert - es sei zentriert auf Einzelschicksale, gebunden an authentische Fälle, fokussiere emotionale Befindlichkeiten und überschreite tradierte Grenzen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit. Diese heuristisch gesetzte Arbeitsdefinition eröffnet mehrere Probleme. Eine erste Frage stellt sich nach der Eigenart der Affekte. Bente und Mitarbeiter lokalisieren sie eher auf der Seite der Fernsehtexte, sprechen letztlich also über dargestellte Affekte und nicht über die Affektivität von Zuschauerverhalten. Affektivität ist nun aber eine Eigenschaft menschlichen Handelns, nicht seiner Produkte. Es bezeichnet die Art und die Intensität der Zuwendung zu einem Objekt und bedarf innerer Differenzierung, auch läßt es sich kaum vom Kognitiven abtrennen. Die Frage, wie sich die Darstellung von Affekten und Zuwendungsmodalitäten zur Darstellung zueinander verhalten, ist nicht nur in Bentes Untersuchung fast vollständig ungeklärt. Bente weicht dem Problem mit seinen Mitarbeitern gelegentlich aus, wenn er darauf hinweist, daß das sogenannte Affektfernsehen auf traditionelle Formen des kommunikativen und gesellschaftlichen Verkehrs zurückweise wie die Beichte, das persönliche oder therapeutische Gespräch, die öffentliche Botschaft und dergleichen mehr. Die These, die in dieser Schärfe von Mehl und ähnlich von Reichertz geäußert wurde, ist ebenso faszinierend wie er erläuterungsbedürftig - weil unklar bleibt, ob die Funktionsübertragung eine notwendige Implikation des Sendeformats oder ob sie vom Zuschauer und seiner Bildungsgeschichte abhängig ist. -- Nun ist die Erklärung von "Affektfernsehen" aus religionsäquivalenten Kommunikationsformen eine Extremposition, die die Frage nach der Rolle der Affekte nur mittelbar beantwortet. Mindest vier Auffassungen lassen sich benennen, die die Affektivität der Sendeformen (zwischen Reality-TV und daily talk, Vermißten- und Beziehungsshows) als kommunikative und soziale Phänomene zu lesen versuchen: (1) Affektfernsehen ist ein öffentlicher Ort, an dem "Betroffensein" ("Affiziertsein") artikuliert wird. Die Frage bleibt allerdings nach der thematischen Effektivität - wann ist ein Zuschauer so affiziert, daß ihm das Thema "Seitensprung im Urlaub" als affektiv besetztes Thema einleuchtet? Ist Affekt in einer Mehrzahl der Fälle übersetzbar als "Haltung" oder "Meinung", als wertende Beziehung zu einem Thema? (2) Affektfernsehen ist eine Gruppe von Genres oder Gattungen der Fernsehunterhaltung, die Betroffensein indizieren sollen. Zugehörigkeit zum Affektfernsehen ist dann ein inhaltlicher Filter, der - intensiv-affektives? - Rezeptionsverhalten steuert, Kontrollbereitschaften anspricht und die Identifikation mit dem Thema vorbereitet. Das würde allerdings bedeuten, daß Affektfernsehen nur als rezeptiver Typus von Fernsehen bestimmt werden könnte. (3) Affektfernsehen ist ein Typus von Sendungen, in denen der affektive Wert von Gegenständen überhaupt erst verhandelt wird. Man hätte es dann mit einer funktionalen Bestimmung von Sendungen eines gemeinsamen Funktionskreises zu tun, nicht mit einer die Programme umfassenden morphologischen Typologie. Und man wäre zugleich rückverwiesen auf die Rezeption, weil sich erst dort entscheidet, ob eine Sendung die ihr zugewiesenen Funktionen erfüllt oder nicht. (4) Globaler noch, läßt sich Affektfernsehen als Indikator für die Öffentlichkeitsfähigkeit gewisser Themen überhaupt ansehen - die Depolitisierung und Dekontextualisierung von Themen ließe sich in diesem Horizont ebenso lesen wie die Veränderung der relativen Bestimmung der Intimität und der Privatheit. Bentele, Günter / Rühl, Manfred (Hrsg.): Theorien öffentlicher Kommunikation. Problemfelder, Positionen, Perspektiven. München: Ölschläger 1993, 534 S. (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 19.). -- ISBN 3-88295-183-4, DM 88,--. Berichtsband einer Arbeitstagung der DGPuK in Bamberg, 8.-10. Mai 1991. Enthält u.a.: Klaus Krippendorf: Schritte zu einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie der Massenkommunikation (19-51; dazu Kommentare von Klaus Merten, Horst Reimann, Lutz Erbring u. Ulrich Saxer, 52-73). -- Siegfried J. Schmidt: Kommunikation - Kognition - Wirklichkeit (105-117). -- Kurt R. Hesse / Astrid Gelzleichter: Images und Fernsehen (409-434). Bentele, Günter / Haller, Michael (Hrsg.): Aktuelle Entstehung von Öffentlichkeit. Akteure - Strukturen - Veränderungen. Konstanz: UVK Medien 1997, 605 S. (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 24.). -- ISBN 3-89669-215-1. Akten der Jahrestagung der DGPuK in Leipzig, 15.-17. Mai 1996. Benz, Ute: Jugend, Gewalt und Fernsehen. Der Umgang mit bedrohlichen Bildern. Berlin: Metropol Vlg. 1996, 283 S. -- ISBN 3-926893-70-2, DM 38,--. Benz, Ute: Warum sehen Kinder Gewaltfilme? München: Beck 1998, 149 S. (Becksche Schwarze Reihe. 1245.). -- ISBN 3-406-42045-1, DM 19,80. Benzenhöfer, Udo (Hrsg.): Medizin im Spielfilm der fünfziger Jahre. Pfaffenweiler: Centaurus 1993, 126 S. (Reihe Medienwissenschaft. 8.). -- ISBN 3-89085-903-8, DM 29,80. Benzenhöfer, Udo / Eckart, Wolfgang U. (Hrsg.): Medizin im Spielfilm des Nationalsozialismus[']. Tecklenburg: Burgvlg. 1990, 109 S. (Hannoversche Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. 1.). -- Filmographie: S. 83-109. ISBN 3-922506-80-1. DM 20,–. Berg, Hans Joachim (Hrsg.): Rundfunkgremien in Deutschland. Namen, Organe, Institutionen. Mit Beitr. v. Manfred Kops u. Günter Verheugen. 2. Ausg. Berlin: Vistas 1999, 388 S. -- ISBN 3-89158-100-9, DM 40,–. Berg, Jan (Hrsg.): Am Ende der Rolle. Diskussion über den Autorenfilm. Marburg: Schüren 1993, 72 S. (Schriften der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesellschaft. 2.). --- ISBN 3-89472-053-0, DM 18,--. Dokumentation eines Symposiums der Gesellschaft. Berg, Jan / Hickethier, Knut (Hrsg.): Filmproduktion, Filmförderung, Filmfinanzierung. Berlin: Ed. Sigma 1994, 195 S. (Sigma-Medienwissenschaft. 18.) / (Schriften der Gesellschaft für Film- und Fernsehwissenschaft. 5.). -- ISBN 3-89404-912-X, DM 29,80. Enthält u.a. Klaus Kreimeier: Filmproduktion und Filmästhetik am Beispiel der UFA (115-132). -- Jürgen Kasten: Der Drehbuchautor in der Filmproduktion. Ein historischer Abriß und ein aktueller Ausblick (133-149). -- Eric Carstens: Cinematography. Kameraarbeit im amerikanischen Film (151-160). -- Auswahlbibliografie (181-195). Berg, Jan / Hoffmann, Kay (Hrsg.): Natur und ihre filmische Auflösung. Marburg: Timbuktu-Verlag 1994, 206 S. -- ISBN 3-930934-00-0, DM 39,80. Inhalt: Jan Berg / Kay Hoffmann: Vorwort (9-10). -- Peter Krieg: Die Erfindung der Natur. Bemerkungen zu einem laufenden Film (13-20). -- Heiko Idensen: Hypermedia-Kulturtechniken: Zur Natur digitaler Medienwelten (21-52). -- Irmbert Schenk: Natur und Anti-Natur bei Michelangelo Antonioni (53-70). -- Thomas Meder: Michelangelo Antonionis Il Deserto Rosso (71-77). -- Ulrike Hick: Archaik - Transitorik - Utopie. Zur Rolle der Landschaft in den Filmen Pier Paolo Pasolinis (79-93). -- Thomas Koebner: Insel und Dschungel. Zwei Landschaftstypen im Film. Ein Exkurs (95-108). -- Herbert Spaich: Bergwanderungen. Film, Mensch, Gebirge (109-117). -- Ursula von Keitz: Reviere und Reservate. Natur als Projektionsraum im Heimatfilm der fünfziger Jahre (119-131). -- Philipp Sanke: Natur in der Stadt im deutschen Spielfilm (133-146). -- Rolf Giesen: Natur im phantastischen Film (147-152). -- Boris Jachnin: Die Anthropomorphisierung von Tieren im Film (153-159). -- Helmut H. Diederichs: Natur in der frühen deutschen Filmtheorie (161-173). -- Heide Schönemann: Das neue Naturempfinden in Paul Wegeners Filmen (175-184). -- Jan Berg: Zur Natur der Filmbilder in Naturfilmen (185-198). -- Hauke Lange-Fuchs: Natur im frühen skandinavischen Film (199-206). -- Aus dem Vorwort: "Gegen das populäre Bild von Natur als unmittelbarer Vollkommenheit, Ganzheit, Harmonie, unhintergehbarer Echtheit, ein Bild, das wesentlich reaktiv aus der Erfahrung der Naturzerstörung und wohl auch als Gegenbild zur Unübersichtlichkeit und Zerrissenheit der Zivilisation gewachsen ist, verweist der Begriff der filmischen Auflösung der Natur darauf, daß Naturdarstellung im Film zuallererst Darstellung ist. Selbst und gerade wo der Film nur einfache, treue Abbildung der äußeren, der natürlichen Natur zu sein scheint [...], verlängert er eine historische Natur-Bild-Vorstellung - oder löst sie auf durch innovative Gestaltung" (9). Berg, Jan / Hügel, Hans-Otto (Hrsg.): Michelangelo Antonioni. Hildesheim: Institut für Medienwissenschaft / Institut für Theater 1995, 142 S. (Medien und Theater. 3.). -- ISSN 0944-7970, Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug durch die Universität Hildesheim, z.Hd. Christel Gressmann, Marienburger Platz 22, D-31141 Hildesheim. Inhalt: Gerard Oppermann: Die Mittelszene des Films Blow-Up (7-37). -- Gerard Oppermann: Mythische Bilder in Zabriskie Point (39-99). -- Nicola Bongard: "Auf der Suche nach einer verlorenen Zeit". Identifikation einer Frau, 1982 (101-127). -- Hedwig Wagner: Michaelangelo Antonioni. Bibliographie 1984-1994 (129-142). Berg, Jan / Hügel, Hans-Otto / Kurzenberger, Hajo (Hrsg.): Authentizität als Darstellung. Hildesheim: Universität Hildesheim 1997, 273 S. (Medien und Theater. 9.). -- ISBN 3-8905693-1-4, Schutzgebühr: DM 24,--. Bezug durch die Universität, Marienburger Platz 22, D-31141 Hildesheim. Aus dem Inhalt: Wolfgang Fuhrmann: Hieroglyphische non-fiction [zum frühen Dokumentarfilm] (175-184). -- Margaret Dickinson: Authenticity and documentary method (185-196). -- Jörg Türschmann: Der Eintritt des Kinobesuchers in die Fiktion - durch die Authentizität der Musik (231-249). Berg, Klaus / Kiefer, Marie-Luise (Hrsg.): Massenkommunikation V. Eine Langzeitstudie zur Mediennutzung und Medienbewertung 1964-1995. Baden-Baden: Nomos 1997, 382 S. (Schriftenreihe Media Perspektiven. 14.). -- ISBN 3-7890-4447-4, DM 48,–. Berg, Ulrich von: Das Kino des Roland Klick. Essen: Ed. Filmwerkstatt 1993, 200 S. -- ISBN 3-9802581-8-1, DM 38,--. Bezug über die Filmwerkstatt, Schloßstr. 101, D-45355 Essen. -- Eines der Bücher, wie es sie hierzulande noch viel zu wenige gibt. Über Autoren des Films, Filmemacher, die nicht zu den ganz populären Namen rechnen und deren Filme doch oft eine Handschrift tragen, die sie unverwechselbar macht. Roland Klick ist ein solcher Filmemacher, der mit Deadlock und Supermarkt zwei Klassiker des neuen deutschen Films gemacht hat, die leider beide aus dem Repertoire verschwunden sind (so daß das vorliegende Buch vielleicht einer Wiederentdeckung beitragen könnte). Der vorliegende Band stellt Klicks Arbeiten in der Chronologie des Entstehens vor (Gerd Albrecht berichtet über die Kurzfilme). Die Darstellung ist durchsetzt mit kurzen Notizen, Drehbuchentwürfen und Statements von Klick; außerdem enthält der Band Laudationes von Laurens Straub und Peter W. Jansen. Im Appendix findet sich ein filmo-bibliographischer Datenteil im bewährten Format der "Reihe Film". Von Berg stützt seine Darstellung einerseits natürlich auf die Filme Klicks, zum zweiten auf lange Interviews, die er selbst geführt hat, sowie anderen Orts vorabgedruckte Aussagen, Beschreibungen und literarische Entwürfe Klicks: Und diese Notate und Erzählungen bilden das Kern- und Kuchenstück des Buches. Leider geht es recht selten um handwerkliche Aspekte von Dramaturgie, Szenenauflösung, Kameraarbeit, meist um die Geschichten, die sich um die Produktionen ergeben haben. Klicks Fähigkeit, auf den Punkt zu formulieren, in lakonischer Kürze und Prägnanz einige dramatische Umstände zu skizzieren: Darin bemerkt man einen ähnlichen stilistischen Impuls wie er in seinen Filmen auch beobachtet werden kann. -- Nochmals: Eines der Bücher, wie es sie hierzulande noch viel zu wenige gibt. Dieses mit gewichtigen Einschränkungen allerdings: Wäre doch nicht dieser Darstellungsstil, in dem von Berg sowohl die Filme wie sich selbst feiert! Wenn aus Harpo Marx im Nebensatz der "unschuldigste Engel unter allen Komödianten" wird, wenn immer wieder auf das Umfeld, auf die deutsche Filmkultur und dergleichen schmähend herabgeblickt wird, wenn ein ganzer Absatz über Johnny Kidd & The Pirates informiert, ohne daß man wüßte, was es soll, außer daß es von der phantastischen Kenntnis des Autors Zeugnis ablegte: Dann geht die Dichte und Atmosphäre wieder verloren, die den Klick-Zitaten innewohnt. Von Berg berichtet viele wichtige Beobachtungen, kennt sein Material genau; aber er verschenkt allzu oft die Chance, sich den Filmen Klicks detailliert anzunähern und sie zu lesen als Auseinandersetzungen mit dem historisch-ästhetischen Umfeld, zugunsten einer manchmal unerträglichen Journaille. Hier hätte lektorieller Eingriff gutgetan, es wäre einem historischen und ästhetischen Verständnis der Filme Klicks zugutegekommen. Kostprobe, die man sich (wütend!) auf der Zunge zergehen lassen sollte: "Und lange bevor sich die unsägliche Betroffenheitsduselei zur Volksseuche ausweitete, erteilte Supermarkt allen selbsternannten Sozialarbeitern eine konsequente Abfuhr. Klick rang sich schon in Zeiten allgemeiner Hochkonjunktur und Prosperität zu der ehrlichen Feststellung durch, daß Großstädte, wenn sie den Namen denn verdienen, hart sind und täglich unschuldige Opfer fordern..." -- Noch ein zweites fällt schmerzlich auf: Die Arbeiten, die Klick für Fernsehanstalten gemacht hat, sind in keinerlei Form berücksichtigt, nicht einmal im Datenteil dokumentiert! Wie es zu einer solchen Auslassung kommen und wie sie begründet werden kann: Das ist dem Rezensenten mehr als dunkel. Soll hier erneut das Kino gegen das Fernsehen gefeiert werden? Das Kino, das bei Klick manchmal "ganz zu sich selbst kommt", wie von Berg orakelt? Berg-Walz, Benedikt: Vom Dokumentarfilm zur Fernsehreportage. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Forschung 1995, 327 S. (Akademische Abhandlungen zur Kommunikationswissenschaft.). -- ISBN 3-930324-41-5, DM 98,--. Zugl. Diss. Berlin: Hochschule der Künste 1995. Berger, Jürgen (Red.): Production Design: Ken Adam. Meisterwerke der Filmarchitektur. Geiselgasteig: Verband der Szenenbildner, Filmarchitekten und Kostümbildner in der BRD e.V. 1994, 123 S. -- DM 28,50. Katalog zu einer Ausstellung im Deutschen Museum München. Bezug durch den Verband, Bavariafilmplatz 7, D-82031 Geiselgasteig. Berghahn, Daniela: Fiction into Film and the Fidelity Discourse. A case study of Volker Schlöndorff's Re-Interpretation of Homo Faber. In: German Life and Letters 49,1, 1996, S. 72-87. Berghaus, Margot (Hrsg.): Interaktive Medien - interdisziplinär vernetzt. Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1999, 203 S. Berghaus, Margot / Staab, Joachim Friedrich: Fernseh-Shows auf deutschen Bildschirmen. Eine Inhaltsanalyse aus Zuschauersicht. München: Reinhard Fischer 1995, 209, (38) S. (Medien Skripten. 24.). -- ISBN 3-88927-168-5, DM 39,--. Fernsehshows aus der Perspektive ihrer Zuschauer zu untersuchen, ist ein ebenso einleuchtendes wie vielversprechendes Unterfangen. Wenn man allerdings zu Beginn einer Studie, die sich dieser Unternehmung widmen soll, auf die Annahme stößt, 'Bausteine' seien "konventionalisierte Sinneinheiten von Fernseh-Shows" (25), und unter diesen 'Bausteinen' dann die Werbung findet, definiert als "alle Spots eines Werbeblocks, der die Sendung unterbricht" (26), hört man möglicherweise mit dem Lesen einfach auf. Wer die abwegige These vertritt, Werbung sei eine der Sinneinheiten von Fernsehshows, sollte wenigstens darauf verzichten, Werbung gleichzeitig als Unterbrechung der Show zu interpretieren, ganz zu schweigen von der Frage, welche Zuschauer wohl die Werbung zur Show zählen. -- Nur wenn man genauer wissen will, was im einzelnen passiert, wenn so unterschiedliche Sendungsformen wie (die Werbesendung!) Glücksrad, Nur die Liebe zählt und Boulevard Bio in einen Topf geworfen werden, um dann zu allgemeinen Aussagen über "die Shows" zu kommen, von denen aus dann auch noch auf die angebliche Politik der Sender geschlossen wird, muß man auch den Rest der Studie noch lesen - wer rechtzeitig ahnt, daß nichts Gutes dabei herauskommt, kann darauf verzichten. Er erspart sich u.a. die Begegnung mit der Auffassung, Herzblatt sei eine der Shows, in denen der "zentrale Zweck" der Sendung nicht in der "Inszenierung und Präsentation von Wettkämpfen zwischen den Kandidaten" zu liegen scheine (140), weil Spielrunden hier eine "geringe Rolle" (ebd.) spielten; was der "zentrale Zweck" von Herzblatt ist, ist schwer zu sagen, aber wer nicht bemerkt, daß diese Show von ihren Spielrunden konstituiert wird, sollte keine Bücher über Shows schreiben. (Klemens Hippel) Bergmann, Kristina: Filmkultur und Filmindustrie in Ägypten. Sechzig Jahre ägyptisches Filmschaffen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1993, xiv, 304 S. Bering, Kinibert: Richard Serra. Skulptur, Zeichnung, Film. Berlin: Reimer 1998, 212, [32] S. (Arcus. 3.). -- ISBN 3-496-01188-2, DM 58,–. Berlin, Ursula: Die Mittel der Komik in Doris Dörries Film Männer. Alfeld: Coppi-Verlag 1996. 324 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 27.). -- ISBN 3-930258-26-9, DM 65,--. Berliner Filmkunsthaus Babylon e.V. (Hrsg.): Antonioni - Die Kunst der Veränderung. In Zusammenarbeit mit der Viennale. Wien: PVS Verleger 1993, 96 S. -- ISBN 3-901169-08-0, DM 20,--. Enthält 14 Essays zu den Filmen sowie zwei Erzählungen Antonionis. Berliner Arbeitskreis Film (Hrsg.): Deine Rechte - Dein Geld. Berlin: Selbstverlag 1997, 100 S. -- Schutzgebühr: DM 10,--; zzgl. 3,-- Versand. Bezug durch den Arbeitskreis, Neue Christstr. 6, D-14059 Berlin. Tel./ Fax: 030-322.6223. Bernard, Jeff (Hrsg.): Zeichen/Manipulation. Akten des 5. Symposiums der Österreichischen Gesellschaft für Semiotik, Klagenfurt, 15.-16.12.1984. Wien: Österreichische Gesellschaft für Semiotik / Institut für Soziosemiotische Studien 1995 (Angewndte Semiotik. 6.). -- ISBN 3-900494-04-5, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch die Gesellschaft, Waltergasse 5/1/12, A-1040 Wien. Enth. u.a.: Georg Schmid: "Auto-mobile" Zeichen. Zur Signaletik von Gut/Böse im Spielfilm. -- Otto Johannes Adler: Illusions-Sprung als Realitätssatz: Der Film im Film. -- Herbert Lauenroth: "Senzo titola (autoritratto)" - Das namenlose Selbstbildnis. Anmerkungen zur "Iconocità" bzw. "Italianità" in dem Film Cristo si è fermato a Eboli von Francesco Rosi. -- Karl-Dietmar Möller: Parallelmontage: Filmische Form und propagandistische Funktion. Berndt, Birgit: Martin Scorsese. Die Inszenierung der Figur in drei seiner früheren Filme. Alfeld/Leine: Coppi 1999, 124 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 69.). -- ISBN 3-930258-68-4, DM 24,–. [Aus der Zusammenfassung der lesenswerten Studie, die aus Pasolinis Überlegung zur „freien indirekten Rede“ des Kinos, unter der eine Distanz zwischen Autor und Figur verstanden wird, die zugleich durch ein Bewusstsein für die die Figur prägenden Lebensbedingungen und ihre Unterschiede zu anderen sozialen Verhältnissen innerhalb der Gesellschaft definiert ist und keinesfalls mit der subjektiven Erfahrungsperspektive des Autors zusammenfällt:] Mit Deleuze stellt sich heraus, dass das Kino nicht nur eine eigene Wahrheit darstellen kann, sondern dass es eine eigene Wahrheit hat, auf die sich alle im Film enthaltenen Elemente und deren Konstitutierung auswirken. Diese Wahrheit, die Pasolini als das Wesentliche des Kinos bezeichnete, ist nicht allein eine Kunst-Evidenz, sondern eine Darstellung, die eine neue Art Reflexion aus den und über die Elemente Raum, Zeit, Bewegung und Figur „offenbaren“ kann (Deleuze). [...] Für das moderne Kino scheint dieses Verfahren weniger Konzept als Konsequenz zu sein, wenn die poetischen Qualitäten filmischer Stile freigesetzt und als eine differenzierte Sprache bedeutend werden. Scorseses Vorgehen, die formalästhetische Sprache des Kinos in jeder Einstellung neu hervortreten zu lassen, produziert das freie indirekte Verhältnis zur Figur als wesentlich für diese Sprache.. Die „Befreiung“ des Schauspiels in improvisierten Szenen und die Beobachtung von Verhaltensweisen erwächst in Scorseses Filmen aus diesen Bedingungen und geht in ihnen eine besondere Symbiose ein. Bernshausen, Sara / Pütz, Susanne: Veröffentlichungen aus dem Sonderforschungsbereich 'Bildschirmmedien' III. (3., überarb. u. aktual. Aufl.) Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, 84 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 57.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Bertelsen, Martin: Roadmovies und Western: Ein Vergleich zur Genre-Bestimmung des Roadmovies. Ammersbek b. Hamburg: Vlg. an der Lottbeck 1991, 186 S. (Wissenschaftliche Beiträge aus europäischen Hochschulen. 7,3.). -- DM 55,--. Zuerst als Dissertation Hamburg 1991. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Fernsehen in den USA. Erfahrungen mit Regulierung und Selbstkontrolle. Ergebnisse eines Symposiums der Bertelsmann Stiftung und des Columbia Institute for Tele-Information v. 10. März 1995 in New York. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung 1995, 80 S. Bertelsmann Stiftung / Heinz Nixdorf Stiftung (Hrsg.): Bildungsinnovation durch Medien. Bildungswege in der Informationsgesellschaft. Gütersloh: Verlag der Bertelsmann Stiftung 1997, 200 S. Bertemes, Claude: Alles nichts - oder? Systematische Rekonstruktion und Vergleich ausgewählter Paradigmen zur Fernsehunterhaltung. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1997, 520 S. (Beiträge zur Kommunikationstheorie. 12.). -- ISBN 3-8258-3052-7, DM 68,80. Bertler, Andreas / Lieber, Harry: Hölle auf Erden. Kompendium. Lexikon des Horror- und Phantastischen Films. München 1997, 775 S. -- Dritte Lieferung 1997 (ISBN 3-9804272-2-6 kart. DM 44.90). Erste Lieferung 1994, 532 S. (3-9804272-0-X, DM 44.90). Ob es sich um ein Lieferungs- oder ein Neuauflagen-Werk handelt, ist aus den Nachweisen nicht zu ersehen. Bertram, Thomas (Hrsg.): Der Rote Korsar. Traumwelt und Kino der fünfziger und sechziger Jahre. Essen: Klartext 1998, 228 S. -- ISBN 3-88474-549-2, DM 34,--. Beurich, Wolfram: Bewertung digitaler audioelektronischer Konzepte aus der Sicht der ehemaligen DDR. Diss. Dresden, Technische Universität 1993, 431 S. Beutelschmidt, Thomas: Sozialistische Audiovision. Zur Geschichte der Medienkultur in der DDR. Potsdam: Vlg. für Berlin-Brandenburg 1995, 503 S. (Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs. 3.). -- ISBN 3- 930850-14-1, DM 78,--. Zugl. Diss. Berlin, Freie Universität. -- Beutelschmidts grundlegende, außerordentlich gut dokumentierte und über weite Strecken Neuland betretende Studie stellt die einzelnen Faktoren der sozialistischen Audiovision in einen komplexen Zusammenhang - kulturelle Bedingungen, technische Voraussetzungen, künstlerische Produktion. Ausführlich behandelt werden die späten 80er Jahre ebenso wie die theoretischen Auseinandersetzungen, die in der DDR-Wissenschaft um den Kultur- und Medienbegriff geführt wurden. Die unabhängige Schmalfilmszene, die kleine Avantgardefilmszene, die späten Experimente mit Video und Computer: Die Medienkunst der DDR erweist sich als ein ebenso faszinierendes wie unzugängliches Terrain. -- [Aus der Zusammenfassung:] Die fehlende Diversifikation im Spektrum gesellschaftlicher Selbstdarstellung der DDR korrespondierte mit dem - insbesondere aus westlicher Sicht suggerierten - relativ uniformen Bild potentieller Varianten individueller Verwirklichung bzw. an möglichem Konsum- und Freizeitverhalten. Das Öffentliche wie das Private waren geprägt durch die Maxime bzw. das ideal sozialer Gleichheit und Stabilität, die mobile extravagante Formen der Lebensstile weitgehend ausschlossen. Weder die starke Konditionierung und Normierung einer "sozialistischen Lebensweise" noch die pekuniären sowie zeitlichen Einschränkungen und ebensowenig der hohe Anteil an routinierten Tätigkeiten in Berufen mit geringen Leistungsanreizen schufen die notwendigen Voraussetzungen für in vielschichtiges Repertoire an variablen und dynamischen Handlungs- und Verhaltensmustern. So konnte im Gegensatz zu den flexibleren und durchlässigeren Sozialformationen des Westens das Profil einer kaum wandlungsfähigen "sozialistischen Persönlichkeit" über einen so großen Zeitraum aufrecht erhalten werden - eine akzeptierte "Identität der Mehrheit", die, begleitet von kultureller isolierung und Autarkiebestrebungen, kaum zu gesellschaftlicher Modernisierung und Innovation beigetragen hat. Beyer, Friedemann: Schöner als der Tod. Das Leben der Sybille Schmitz. München: Belleville 1998, 207 S. -- ISBN 3-923646-60-7, DM 38,–. Beyerle, Monika: Authentisierungsstrategien im Dokumentarfilm: Das amerikanische Direct Cinema der sechziger Jahre. Trier: Wissenschaftlicher Vlg. Trier (WVT) 1997, 260 S. -- ISBN 3-88476-257-5, DM 54,50. Beyerle, Mo[nika] / Brinckmann, Christine N[oll]: Der amerikanische Dokumentarfilm der 60er Jahre. Direct Cinema und Radical Cinema. Frankfurt/New York: Campus 1991, 527 S. (Campus Forschung. 659.) / (Schriftenreihe des Zentrums für Nordamerika-Forschung. 15.). -- ISBN 3-593-34413-0. DM 98,--. Inhalt: Christine N. Brinckmann: Einleitung (13-28). -- Mo Beyerle: Das Direct Cinema und das Radical Cinema (29-53). -- Günter Moltmann: Präsident Kennedy und die Bürgerrechtsfrage: Eine Analyse des Dokumentarfilms Crisis: Behind a Presidential Commitment (54-70). -- Maximilian Preisler: Objektivität im Direct Cinema - Das Beispiel The Children Were Watching (71-91). -- Frank Unger: Die Anfänge des Direct Cinema: Zu den Drew-Filmen Primary und Mooney vs Fowle (92-109). -- Eva-Maria Warth: Richard Leacocks Happy Mother's Day und die Fernsehfassung The Fischer Quintuplets (110-123). -- Michael Barchet: Das Dokument als Rätsel: Donn Alan Pennebakers Film You're Nobody 'til Somebody Loves You (134-153). -- Christine N. Brinckmann: A Time for Burning: Eine Analyse (166-199). -- Gudrun Birnbaum: Omaha and its region - place and time: A background study to A Time for Burning (200-210). -- Josefine Carls / Heinz Steinert: Militärästhetik. Über einige Probleme der dokumentarischen Methode am Beispiel von Frederick Wisemans Basic Training (211-232). -- Michael Hoenisch: Frederick Wisemans Film High School: Institutionenkritik und Spontaneitätsideal (233-255). -- Sonja Bahn / Arno Heller: Werte und Wertungen: Eine vergleichende Strukturanalyse von 16 IN Webster Groves, High School und Mooney vs. Fowle (Football) (256-279). -- Christof Decker / Michael Barchet: Einführung in die Filme von Ed Pincus und David Neuman (280-292). -- Hans-Wolfgang Schaller: Ausweglose Mobilität und symbolische Expressivität in What Harvest for the Reaper (303-314). -- Christof Decker: Identität und Milieu in My Childhood: Hubert Humphrey's South Dakota and James Baldwin's Harlem (315-332). -- Hans-Christoph Ramm: "I'm a Witness. That's My Responsibility". James Baldwin's Harlem als Spiegel der Wahrnehmungshemmungen zwischen schwarzen und weißen Amerikanern (333-353). -- Norbert Kraas: 'The Arrogance of Power' als zentrales Thema von Emile de Antonios In the Year of the Pig (354-373). -- Mo Beyerle: Argumentationsstruktur und Authentizitätseindruck in David Loeb Weiss' No Vietnamese Ever Called Me Nigger (384-411). -- Günter H. Lenz: Dokumentarischer Appell und kultureller Gegendiskurs in David Loeb Weiss' No Vietnamese Ever Called Me Nigger (412-425). -- Mo Beyerle/ Brigitte Hahn / Klaus Kämpfe-Burghardt: Der Agitationsfilm Black Panther von San Francisco Newsreel (440-457). -- Aribert Schroeder: "Revolution" in East Harlem: El Pueblo se Levante (458-483). -- Außerdem Interviews mit Richard Leacock, Donn Alan Pennebaker, Ed Pincus, Emile de Antonio und David Loeb Weiss sowie eine ganz ausgezeichnete kommentierte Auswahlbibliographie. Bhatty, Michael: Geschichte und Vermarktung der Hollywood-Glamour-Photographie. Frankfurt [...]: Lang 1997, 199 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 28: Kunstgeschichte. 297.). -- ISBN 3-631-31794-8, DM 69,--. Bibliographie deutschsprachiger Rock- und Popbücher. Köln: Sonnentanz Vlg. 1997, 280 S. -- ISBN 3-926794-27-5, DM 88,--. Nummerierte Aufl. v. 800 Exemplaren. Bezug: Dokumentationszentrum für Popkultur, Petra Nitsche, Franziskastr. 3a, D-50733 Köln (Tel./Fax: 0221-739.1669). Biere, Bernd Ulrich / Henne, Helmut (Hrsg.): Sprache in den Medien nach 1945. Tübingen: Niemeyer 1993, viii, 217 S. (Reihe Germanistische Linguistik. 135.). -- ISBN 3-484-31135-5, DM 86,--. Inhalt: Johannes Schwitalla: Textsortenwandel in den Medien nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Überblick (1-29). -- Ulla Fix: Medientexte diesseits und jenseits der "Wende". Das Beispiel 'Leserbrief' (30-55). -- Bernd Ulrich Biere: Zur Konstitution von Pressetexten (56-86). -- Hans-R. Fluck: Zur Entwicklung von Rundfunk und Rundfunksprache in der Bundesrepublik Derutschland nach 1945 (87-107). -- Marlies Reinke: Jugend, Sprache und Medien nach 1945 - Beispiele aus Rundfunksendungen (108-127). -- Werner Holly / Ulrich Püschel: Sprache und Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland (128-157). -- Armin Burkhardt: Der Einfluß der Medien auf das parlamentarische Sprechen (158-203). -- Franz Hebel: Entwicklung der Medienpädagogik nach 1945 (204-216). -- Kaum ein Teilbereich der Medienwissenschaft hat in den letzten Jahren derartige Fortschritte gemacht wie die "Medienlinguistik" - davon legen auch die Beiträge des vorliegenden Bandes Zeugnis ab, die im Kontext der Arbeit der "Kommission für Fragen der Sprachentwicklung" des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim (1989-1991) entstanden sind. Auf zwei Artikel aus dem interessanten Band sei besonders hingewiesen: Schwitallas Einleitungsartikel widmet sich berichtenden Textsorten aus den Printmedien und dem Radio (leider unterläßt der Autor eine Ausweitung auf das Fernsehen), Interviews und Moderatorentexte im Radio sowie Diskussionssendungen und Talkshows im Fernsehen. Er konstatiert eine globale Tendenz zum alltagssprachlichen Stil, Textbildung mittels sehr kurzer Texteinheiten, die sowohl mit Blick auf die Inhalte wie aber auch auf Darbietungsformen voneinander kontrastieren, und ein "Mischprinzip bzw. das Prinzip der freien Auswahl" bei der Konstruktion der Textgestaltung - was aber die Geltung so elementarer Textsorten wie Meldung, Bericht, Erzählung und Reportage voraussetzt. Die Ausdifferenzierung der Darstellungsmuster der Medien erfolgt, will man dem folgen, auf der Grundlage elementarerer kommunikativer Akte, so daß die oberflächliche Vielgestaltigkeit sich rückführen läßt auf Text- oder Kommunikationssorten, die in enger Verbindung zur Alltagskommunikation untersucht werden können. Holly und Püschel geben in ihrem Artikel einen Überblick über die Erforschung der Sprache im Fernsehen. Am Ende des Artikels verweisen sie auf die Rolle des Fernsehens bei der Ausbreitung der Standardvarietät des Deutschen, aber auch bei ihrer subkulturellen Ausdifferenzierung - und auch sie gehen von einer Annäherung von geschriebener und gesprochener Alltagssprache aus, die in der besonderen visuellen Bedingung des Fernsehens vollzogen werde. Am Ende des Artikels setzen die Autoren einigen Topoi der Kulturkritik des Fernsehens andere Positionen gegenüber: (1) Gegen die These vom Rückgang der Sprachlichkeit machen sie die Wichtigkeit der Sprache in der Fernsehkommunikation geltend; (2) dem Analphabitisierungssyndrom steht die Tatsache entgegen, daß es auf jeden Fall ein sekundärer Analphabetismus ist, aber auch, daß es zunehmende Verbreitung von Printmedien gibt; (3) eine Intimisierung der öffentlichen Kommunikation stellen auch Holly und Püschel fest, geben aber zu bedenken, in welchem Umfang das Modell einer "räsonierenden Öffentlichkeit" eine Idealisierung der tatsächlichen Verhältnisse gewesen sei; (4) direkte Kommunikation wird durch Fernsehen nicht aufgehoben - Fernsehen schafft Gesprächsstoff, verbreitet neue Kommunikationsmuster, bereichert die kommunikative Kompetenz der Zuschauer; (5) der Internationalisierung des Fernsehens bzw. seiner Amerikanisierung setzen die Autoren die Idee eines multikulturellen Fernsehens entgegen. -- Wie schon gesagt: ein interessantes Buch. Biere, Bernd Ulrich / Hoberg, Rudolf (Hrsg.): Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Fernsehen. Tübingen: Narr 1996, 206 S. (Studien zur deutschen Sprache. 5.). -- ISBN 3-8233-5135-4, DM 86,--. Inhalt: Uta Quasthoff: Mündliche Kommunikation als körperliche Kommunikation: Beobachtungen zur direkten Interaktion und zum Fernsehen (9-28). -- Werner Holly: Mündlichkeit im Fernsehen (29-40). -- Harald Burger: Laien im Fernsehen (41-80). -- Jörg Häusermann: Im Dialog mit dem Akteur (81-100). -- Wilfried Schütte: Boulevardisierung von Information: Streitgespräche und Streitkultur im Fernsehen (101-134). -- Michael Klemm: Streiten "wie im wahren Leben"? (135-162). -- Martin Jurga: Zur narrativen Struktur von Fernsehen - Das Beispiel Lindenstrasse (163-180). -- Ulrich Püschel: Mündlichkeit und Rezeption (181-198). -- Heinrich Löffler: Oralität und Schriftlichkeit im Fernsehen (199-206). -- Die Medienlinguistik bewegt sich nach der stürmischen Entwicklungsphase der letzten zehn Jahre nun in ruhigere Gewässer, es gilt zu konsolidieren, was angelegt worden war. Der vorliegende Sammelband, der die Akten einer Tagung aus dem Jahre 1994 enthält, gibt Auskunft über den Stand der Diskussion - und wirft manche Frage auf. Der gemeinsame Fokus der Beiträge ist Walter Ongs Postulat, das Fernsehen stehe im Modus sekundärer Oralität - verwandt mit den Formen der face-to-face-communikation, aber nicht mit ihnen identisch. -- Fernsehmündlichkeit unterscheidet sich von mündlicher Alltagskommunikation gleich mehrfach: Die Präsenz der Kommunikatoren ist eine nur scheinbare; der Eindruck der Unmittelbarkeit der Kommunikation erweist sich bei genauerem Hinsehen als eine nur parasoziale Nähe der Kommunikatoren; die kommunikative Konstellation ist eher als trialogische denn als dyadische Struktur zu bestimmen; das Fernsehgespräch schwankt zwischen wirklichem Gespräch und Gesprächsaufführung. Medienlinguistik hat die Spezifika der Kommunikation im Fernsehen zu untersuchen, darum hat sie auch die Differenzen zu artikulieren, die zwischen alltäglicher und mediatisierter Kommunikation aufklaffen. Vieles ist noch unscharf, manche Frage noch kaum gestellt. Bei der Lektüre der Beiträge ist es aufschlußreich, die Frage nach der Differenz im Hinterkopf zu behalten. So zeigt Uta Quasthoffs programmatischer Artikel zur Diskursanalyse der nichtverbalen Ausdrucksmittel in Gespräch und Fernsehgespräch auch, daß für die Untersuchung des körperlichen Ausdrucksverhaltens von Fernsehakteuren die Repräsentation des Verhaltens nicht außer Acht gelassen werden darf (sonst verwischten alle Unterschiede). -- Manche Beiträge des Bandes berichten vom Stand der Arbeit, "normale Wissenschaft", wenn man so will. Die Rolle von Laien im Fernsehen, journalistisches Zitieren im Fernsehbericht, Streitkultur im Fernsehen - das ist oft aufschlußreich, manchmal materialreich vorgetragen, stimulierend für weitere Forschung. Manches deutet in die Zukunft - Quasthoffs schon erwähnter Artikel zur Untersuchung der Körper-Kommunikation im Fernsehen etwa oder Püschels Überlegungen zur linguistischen Aktivität von Zuschauern beim gemeinsamen Fernsehen. Löfflers abschließende Bemerkungen unterstreichen den Werkstattcharakter des Bandes - sie stellen die Beiträge noch einmal in den Zusammenhang und kontrastieren die reale Welt mit der Oralität als conditio humana mit der virtuellen oder gebrochenen Welt des Fernsehens, die ein Spiegel- oder Zerrbild der Alltagswelt darstelle. Ob man dieser Perspektive zustimmen will: Auch das ist ein offener und durchaus strittiger Punkt, an dem sich Forschung ausrichten kann. Biermann, Rudolf / Schulte, Herbert: Bildschirmmedien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Medienpädagogische Forschung in der Schule, Projekt "Medienerziehung in der Schule". Unter Mitarb. v. Hans-Ekkehard Landwehr u. Burkhard Lehmann. Frankfurt [...]: Lang 1996, xiv, 399 S. (Studien zur Pädagogik der Schule. 23.). -- ISBN 3-631-30681-4, DM 98,--. Biermann, Rudolf / Schulte, Herbert: Leben mit Medien - Lernen mit Medien. Fallstudien zum medienpädagogischen Handeln in der Schule. Unter Mitarb. v. Hans-Ekkehard Landwehr. Frankfurt [...]: Lang 1997, x, 242 S. (Studien zur Pädagogik der Schule. 24.). -- ISBN 3-631-31584-8, DM 79,--. Biller, Marita: Exilstationen. Eine empirische Untersuchung zur Emigration und Remigration deutschsprachiger Journalisten und Publizisten. Münster/Hamburg: Lit 1994, 436 S. (Kommunikation. 5.). -- ISBN 3-8258-2001-7, DM 68,80. Zuerst als Diss. Münster 1993. Birdwell, Michael E.: Das andere Hollywood der dreißiger Jahre: die Kampagne der Warner Bros. gegen die Nazis. München [...]: Europa Verlag 2000, 319 S. Birett, Herbert: Das Filmangebot in Deutschland 1895-1911. München: Filmbuchhandlung Winterberg 1991, 857 S. -- DM 130,–. Insgesamt 16986 erfaßte Titel. Personenindex. Birett, Herbert: Lichtspiele. Der Kino in Deutschland bis 1914. München: Q-Verlag 1994, 264 S. -- DM 48,--. Birkenhauer, Theresia / Storr, Annette (Hrsg.): Zeitlichkeiten - Zur Realität der Künste. Theater, Film, Photographie, Malerei, Literatur. Berlin: Vorwerk 8 1998, 255 S. (Traversen. 3.). -- ISBN 3-930916-07-x, DM 38,–. Beiträge zu einer Ringvorlesung an der FU Berlin. Ein einheitlicher Zeitbegriff ist am Ende nicht in Sicht - doch versammelt der Band größerenteils ansprechende und diskussionswürdige Beiträge zum komplizierten Thema und enthält mit Kappelhoffs Essay einen Text, der unbedingte Lektüre verdient. Kappelhoffs Frage geht danach, wie Filmbilder „Innenansichten des Empfindens“ darstellen können, mit subjektiver Energie und Intentionalität aufgeladen werden. Eine Szene aus Douglas Sirks Magnificent Obsession dient dazu, einen Zustand des „Dazwischen“ in einem „Augenblick der Leere zwischen zwei Zuständen“ auszuhorchen und in seinen filmischen Realisierungen zu bestimmen. Aus dem Inhalt: Annette Storr: „Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt“. Zur Einführung (7-33). -- Theo Giershausen: Ereignis Theater (34-49). -- Theresia Birkenhauer: „Der Vorhang senkt sich langsam.“ Zu Tschechows Onkel Vanja. Zeitstrukturen dramatischer und szenischer Narration (50-84). -- Hermann Kappelhoff: Empfindungsbilder. Subjektivierte Zeit im melodramatischen Film (93-119). -- Bernhard Groß: „Erwachsen? Nie!“ Pasolinis Berufsjugendliche (120-133). -- Anja Streiter: Liebesstrom Todestrieb. Zeit und Subjekt in den Filmen von John Cassavetes (134-144). -- Barbara Schweizerhof: Jede Zeit hat ihren Ort. Timing und Chronotopos (145-157). -- Ronald Balczuweit: Die Flucht der Erscheinungen. Zum photographischen und filmischen Bild (158-174). Birri, Fernando: "... ein fahrender Cineast. Fernando Birri. Gespräche mit Goffredo de Pascale. Berlin: Henschel 1995, 86 S. -- ISBN 3-89487-240-3, DM 14,80. Bischof, Ulrike (Hrsg.): Konfliktfeld Fernsehen-Lesen. Kindermedien zwischen Kunstanspruch und Kommerz. Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 1995, 178 S. (Neue Aspekte in Kultur- und Kommunikatiosnwissenschaften. 10.). -- ISBN 3-85437-089-X, DM 43,--. Bischof, Uta: Die Konstruktion von Studio-Mediengesprächen in Elff 99 und Doppelpunkt. Eine Studie zu Kommunikationsmöglichkeiten und Kommunikationsverhalten Jugendlicher in Elf 99 und Doppelpunkt von der ersten Sendung 1987 bzw. 1989 bis zur Mitte der neunziger Jahre. Frankfurt [...]: Lang 1996, 415 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 54.). -- ISBN 3-631-48679-0, DM 98,--. Zuerst als Diss. Leipzig 1995. Bischoff, Jürgen: Die politische Ökonomie von HDTV. Internationale Förderstrategien zur Durchsetzung einer neuen Fernsehtechnologie. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, 188 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 36.). -- ISBN 3-631-5533-X, DM 59,--. Bischoff, Peter: Hundert Jahre Westernfilm: Mythos und Geschichte. In: Studies in the Western 2,2, 1994, S. 7-20. Biskupek, Matthias: Karl Valentin. Bildbiographie. Leipzig: Kiepenheuer 1994, 142 S. -- ISBN 3-378-00546-7, DM 39,80. Blaes, Ruth / Heussen, Gregor Alexander (Hrsg.): ABC des Fernsehens. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1998, 487 S. (Reihe Praktischer Journalismus. 28.). -- ISBN 3-88295-187-7, DM 38,–. Blaney, Martin: Symbiosis or confrontation? The relationship between the film industry and television in the Federal Republic of Germany from 1950 to 1985. Berlin: Ed. Sigma 1992, 466 S. (Sigma-Medienwissenschaft. 12.). -- -- ISBN 3-89404-906-5. DM 56,--. Zugl. Dissertation, University of Bath 1987. Enthält eine umfangreiche Bibliographie zur Entwicklung des Film-Fernseh-Abkommens, S. 414-466. Blank, Richard: Jenseits der Brücke, Bernhard Wicki, ein Leben für den Film. München: Econ 1999, 239 S. -- ISBN 3-430-11473-x, DM 39,90. Bleckmann, Matias: Harry Piel. Ein Kino-Mythos und seine Zeit. Bearb. v. Heidi Draheim, Thomas Lieten & Jörg Schöning. Düsseldorf: Filminstitut der Stadt Düsseldorf 1993, 472 S. -- ISBN 3-929098-01-6, DM 38,--. Bleeker, Gudrun / Hoefer, Georg / Loher, Michaela: Neuartige Sendeformen im Kinderprogramm. Nachrichten und Computersendungen für Kinder. Anhang: Eine Fragebogenaktion zum Fernsehverhalten von Kindern. Coppengrave: Coppi-Vlg. 1995, 169 S. -- ISBN 3-930258-08-0, DM 28,--. Blees, Christian: Laurel und Hardy. Ihr Leben, ihre Filme. Berlin: Trescher Vlg. 1995, 264 S. -- ISBN 3-928409-18-2, DM 48,--. Bleicher, Joan Kristin: Chronik der Programmgeschichte des deutschen Fernsehens. Mit Daten aus den Bereichen Programmentwicklung, Technik, Organisation, Personalien. Siegen: Universität-Gesamthochschule, Sonderforschungsbereich 240 1992, (2), xxii, 107 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 32.). -- ISSN 0933-5412. Bezug über den SFB 240. Kein Preis mitgeteilt. Sehr eigenwillige Datensammlung. Bleicher, Joan: Chronik zur Programmgeschichte des deutschen Fernsehens. Berlin: Ed. Sigma 1993, 406 S. (Sigma Medienwissenschaft. 16.). -- ISBN 3-89404-910-3, DM 39,--. [Nach der Verlagsankündigung:] Mit einer Sammlung zentraler Daten und Fakten, wie sie in diesem Band präsentiert wird, soll ein erster Schritt in Richtung auf eine TV-Programmgeschichte geleistet werden. Die Form einer Chronik ermöglicht eine Annäherung an die Tagesstruktur der Fernsehgeschichte, sie bietet Geschichte als Zeitreihe dar. Berücksichtigt werden die für die Entwicklung maßgeblichen Veränderungen in der Technik, in der Organisation und der personellen Besetzung der Sendeanstalten. Daten aus dem Programmbereich informieren darüber, welche Programmformen, welche Präsentationsweisen sich wann durchsetzten und zum regulären Bestandteil des Programmangebots wurden. -- 3500 Datumseinträge: Technik, Organisation, Personal, Programm. Register mit 2200 Titeln, 2400 Namen und 600 Schlagwörtern. Bleicher, Joan Kristin: Geschichte im Fernsehen. Zwischen Dokumentation und Identifikation. In: TheaterZeitSchrift, 33-34, 1993, S. 23-34. Bleicher, Joan Kristin (Hrsg.): Fernseh-Programme in Deutschland: Konzeptionen, Diskussionen und Kritik. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1996, 228 S. -- ISBN 3-531-12905-8, DM 39,--. Bleicher, Joan Kristin (Hrsg.): Programmprofile kommerzieller Anbieter. Analysen zur Entwicklung von Fernsehsendern seit 1984. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1997, 261 S. -- ISBN 3-531-12918-4, DM 46,--. Bleicher, Joan Kristin: Fernsehen als Mythos. Poetik eines narrativen Erkenntnissystems. Opladen: Westdeutscher Verlag 1999, 347 S. -- ISBN 3-531-13360-8, DM 59,–. Bleicher, Joan [Kristin] / Großmann, Rolf / Hallenberger, Gerd / Schanze, Helmut: Deutsches Fernsehen im Wandel. Perspektiven 1985-1992. Siegen: DFG Sonderforschungsbereich 240 1993, 78 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 40.). -- ISSN 0933-5412, DM 5,-- (Schutzgebühr). Bezug über den SFB, Universität-GH-Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Versuch einer Prognostik der Programmentwicklung, basierend auf der Überzeugung: "Die Perspektiven des Wandels gehören als integrierende Thematik zu den historischen, den ästhetischen und den pragmatischen Fragestellungen" (8). Bleicher, Thomas / Schott, Peter / Schott-Bréchet, Sylvie (Hrsg.): Literatur und Film. Nancy: Goethe Institut 1996, 184 S. (Sequenz. 9.). -- Texte und Arbeitsmaterialien zu Effi Briest (Fontane/Faßbinder), Der Tod in Venedig (Mann/Visconti), Der Untertan (Mann/Staudte), Berlin Alexanderplatz (Döblin/Jutzi), Mephisto (Mann/Szabo), Homo Faber (Frisch/Schlöndorff) sowie Kafkas Ein Brudermord und den Kafka-Film von Soderbergh. Bezug über das Goethe Institut, 39, rue de la Ravinelle, F-54052 Nancy. Bliersbach, Gerhard: "Schön, daß Sie hier sind!" Die heimlichen Botschaften der TV-Unterhaltung. Weinheim: Beltz 1990, 300 S. (Psychologie heute.). -- ISBN 3-407-30529-X. DM 20,--. "Sieben Unterhaltungssendungen des Deutschen Fernsehens werden gegen den Strich gebürstet", heißt es im Klappentext von Bliersbachs "Schön, daß Sie hier sind!". Gegen den Strich gebürstet: Die Methode, die von Autor und Verlag als "psychoanalytisch" maskiert ist, nimmt Fernsehshows von vornherein als Folie und Material für Phantasien, in denen kollektive Traumata, Verdrängungen und Empfindlichkeiten sich spiegeln resp. verarbeitet werden. "Heimliche Botschaften" werden so aus dem Geschehen herauspräpariert, in denen der verborgene (National-?)Charakter der deutschen Fernsehzuschauer besprechbar wird. Da die "Analysen" aber selten über Nacherzählungen hinauskommen, die meisten Deutungen naiv und dilettantisch erscheinen und der Autor keine ausreichende Neutralität dem Material gegenüber erreicht, kann der Band die wissenschaftliche Untersuchung des Gegenstandes in kaum einer Weise fördern. Blimp: Index 2. -- Index zu den Heften 14-28. Erschienen als Beilage zum 28. Heft der Gesamtfolge. Bezug: Muchargasse 12/III/10, A-8010 Graz. Es besteht auch die Möglichkeit, eine EDV-Fassung des Index auf Diskette zu beziehen. Blind, Sofia / Hallenberger, Gerd (Hrsg.): European Co-Productions in Television and Film. Heidelberg: Winter 1996, 132 S. (Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft. 132.). -- ISBN 3-8253-0406-X, DM 48,--. Blind, Sofia / Hallenberger, Gerd (Hrsg.): Technische Innovation und die Dynamik der Medienentwicklung. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1997, 126 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 63.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den SFB, Universität-Gesamthochschule Siegen, Postfach 101.240, D-57068 Siegen. Inhalt: Gerd Hallenberger: Eine kurze Geschichte medientechnischer Innovationen und Standards (7-12). -- Sofia Blind / Jens Bühring: Die ökonomische Theorie der Standards und ihre Anwendung auf den Medienbereich (13-25). -- Wolfgang Wagner: Satellit, Kabel und terrestrische Programmverbreitung: Bisherige Entwicklung und Zukunftschancen (26-40). -- Hans J. Kleinsteuber: Die Entwicklung von HDTV in der High-Tech-Triade Japan - Europa - USA (41-66). -- Bernd Holznagel: Probleme der Rundfunkaufsicht angesichts neuer Technologien und neuer Programmangebote (67-81). -- Axel Glanz: Prognosen zur Multimedia-Marktentwicklung (82-91). -- Horst Stipp: Television in the age of digital technologies: Early research findings from the USA (92-105). -- Wolfgang Neumann-Bechstein: Mediennutzung im Zeitalter multimedialer Möglichkeiten (106-126). Blöchlinger, Brigitte / Schneider, Alexandra / Hausheer, Cecilia / Betz, Connie (Hrsg.): Cut: Film- und Videomacherinnen Schweiz. Von den Anfängen bis 1994. Eine Bestandsaufnahme. Basel: Stroemfeld/Nexus 1995, 343 S. -- ISBN 3-86109-111-9, DM 48,--. Aus den konkreten Erfahrungen eines Mangels bei der Filmarbeit, nämlich der Recherchemöglichkeiten bei der Vorbereitung des internationalen Film- und Videofestivals VIPER (Luzern), reagierten die Mitarbeiterinnen der Arbeitsgemeinschaft CUT mit der Herausgabe dieses voluminÜsen Buches, das seinerseits bestens dazu geeignet ist, in die Praxis der Programmgestaltung von Festivals oder engagierten kommunalen Spielstätten zurückzuwirken: "Der (...) Nachschlageteil führt das gesamte schweizerische Film- und Videoschaffen von Frauen seit den Anfängen (1939) bis 1994 auf. Es finden sich Spielfilme, Dokumentarfilme und - besonders gewichtet - schwer zugängliche Genres wie Kurzfilme, Experimentalfilme, Animationsfilme, Videoinstallationen, frühe Arbeiten renommierter Filmemacherinnen und sogar Schulfilme" (139). Der erfaßte Bestand wurde mittels mehrerer Indices übersichtlich aufbereitet (Film- und Videomacherinnen; Titel; Produktionsjahr; Themenindex). Was hat denn eigentlich Patricia Moraz nach Les Indiens sont encore loin (1977) noch gedreht? Lediglich Le Chemin perdu (1980). Und Christina Perincioli nach Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen (1978)? 1985 eine fünfminütige Studie Population Explosion auf 16mm und zwischen 1986 und 1990 fünf Videos von (zusammen) 100 Minuten Länge. Ein Durchblättern der Daten zeigt, daß im Laufe der 80er Jahre die Zeiträume zwischen den (Film-)Produktionen immer größer wurden (wie in der BRD) und Video-Produktionen immer mehr in den Vordergrund getreten sind. Dieser instruktive Nachschlageteil wird durch sechs kürzere Aufsätze ergänzt, die sich Aspekten wie "Aufbruch in den siebziger Jahren" oder der dokumentarischen Film- und Videoarbeit von Frauen widmen. Block, Armin / Fuchs, Stefan: Columbo. Das große Buch für Fans. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1999, 285 S. -- ISBN 3-89602-167-2, DM 49,80. Blömann, Bernd: Journalismus als soziales System: Geschichte, Ausdifferenzierung und Verselbständigung. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1994, 356 S. -- ISBN 3-531-12573-7, DM 63,--. Blothner, Dirk: Erlebniswelt Kino. Über die unbewußte Wirkung des Films. Bergisch-Glagbach: Bastei-Lübbe 1999, 303 S. -- ISBN 3-404-94005-9, DM 29,90. Blum, Frank: Angelica mit C. Die Schauspielerin Angelica Domröse. Frankfurt: Peter Lang 1992, xiv, 238 S. (Europäische Hochschulschriften. 30,46.). -- ISBN 3-631-44455-9, DM 69,--. Bezug über den Verlag (Eschborner Landstr. 42-50, D-6000 Frankfurt 90). Blum, Heiko R.: Götz George. Das liebenswerte Rauhbein. München: Heyne 1994, 342 S. (Heyne-Filmbibliothek.). --- ISBN 3-453-08120-x, DM 16,90. Blum, Heiko R.: Götz George: das liebenswerte Rauhbein. 4. Aufl. München: Heyne 1998, 351 S. (Heyne Filmbibliothek. 206.). -- ISBN 3-453-08120-X, DM 16.90. Blume, Thomas: Pier-Paolo-Pasolini-Bibliographie: 1963-1994. Essen: Die blaue Eule 1994, 68 S. (Empirismo Eretico / Pier Paolo Pasolini. 2.). -- ISBN 3-89206-629-9, DM 16,80. Blumenberg, Hans-Christoph: Das Leben geht weiter. Der letzte Film des Dritten Reichs. Reinbek: Rowohlt 1993, 223 S. -- ISBN 3-87134-062-6, DM 38,--. Über den unvollendet gebliebenen Wolfgang-Liebeneiner-Film Das Leben geht weiter. Blümlinger, Christa (Hrsg.): Sprung im Spiegel. Filmisches Wahrnehmen zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Wien: Sonderzahl 1990, 368 S. -- ISBN 3-85449-023-2. Inhalt: Gabriele Jutz / Gottfried Schlemmer: Zur Geschichtlichkeit des Blicks (15-32). -- Joachim Paech: Das Sehen von Filmen und filmisches Sehen. Anmerkungen zur Geschichte der filmischen Wahrnehmung im 20. Jahrhundert (33-50). -- Joscijka Gabriele Abels: Wahr-nehmung und Sinn-gebung. Theoretischer Diskurs und Gang durch die Spiegel (51-80). -- Bernhard Riff: Die Idee des Kreises. Über einige kinematographische Figuren in Antonionis Professione: Reporter (81-94). -- Jan Berg: Offenbarungen des Faktischen. Gefundene Bilder, gefundene Geschichten (97-109). -- Joachim Paech: Rette, wer kann ( ). Zur (Un)Möglichkeit des Dokumentarfilms im Zeitalter der Simulation (110-124). -- Roger Odin: Dokumentarischer Film - dokumentarisierende Lektüre (125-146). -- Karl Sierek: "Hier ist es schön." Sich sehen sehen im Familienkino (147-167). -- Gerda Lampalzer / Manfred Neuwirth: Digitallandschaft mit Einzelhändlern. Persönliche Montagen zur Entwicklung der dokumentarischen Film/Videoästhetik (168-175). -- Dietrich Leder: Das dokumentarische Prinzip als permanente Kritik des Fernsehens im Fernsehen. Eine Versuchung (176-192). -- Christa Blümlinger: Blick auf das Bilder-Machen. Zur Reflexivität im dokumentarischen Film (193-208). -- Martin Taureg: Ist Wirklichkeit konservierbar? Zum Verhältnis von Realität und Repräsentation im ethnographischen Film (211-226). -- Ulrike Sulikowski: Voodoo, Zombies, Zauberei. Über Horrorfilm und Fremddarstellung (227-258). -- Pierre Baudry: Die Ateliers Varan (259-267). -- Michael Stejskal: Das Kino als obskures Objekt des Begehrens (271-294). -- Heinz Trenczak: "Der Ort ist der Star". Ein Porträt des US-Dokumentaristen Frederick Wiseman (295-304). -- Peter Heller: Geldsorgen oder das subventionierte Fernsehen. Von der Freiheit der Unabhängigen zur Selbstausbeutung (305-321). -- Mario Erdheim: Kriegsräusche und Untergangsängste (325-334). -- Bernhard Frankfurter: Heile Welt und Untergang. Heimat/Film als Subkultur (335-342). -- Georg Seeßlen: Der Heimatfilm. Zur Mythologie eines Genres (343-362). Blümlinger, Christa / Wulff, Constantin (Hrsg.): Schreiben, Bilder, Sprechen. Texte zum essayistischen Film. Wien: Sonderzahl 1992, 229 S. -- ISBN 3-85449-038-0, öS 198,--/DM 28,--. Inhalt des wegweisenden Sammelbandes: Christa Blümlinger: Zwischen den Bildern/Lesen (11-32). -- Birgit Kämper: Sans Soleil - "ein Film erinnert sich selbst" (33-60). -- Raymond Bellour: Zwischen Sehen und Verstehen (61-94). -- Karl Sierek: Stimme Lotse auf der Reise Du (95-108). -- Martin Schaub: Filme als Briefe (109-118). -- Frieda Grafe: Der bessere Dokumentarfilm, die gefundene Fiktion (139-144). -- Harun Farocki: Unregelmäßig, aber nicht regellos (145-156). -- Thomas Tode: Demontage des definitiven Blicks (157-170). -- Bill Krohn: Welles, Fernsehen und der Essayfilm (171-177). -- Hartmut Bitomsky: Nanooks Lächeln (179-194). -- Hans Richter: Der Filmessay. Eine neue Form des Dokumentarfilms (195-198). -- Alexandre Astruc: Die Geburt einer neuen Avantgarde: die Kamera als Federhalter (199-204). -- André Bazin: Lettre de Siberie (205-208). -- Edgar Reitz / Alexander Kluge / Wilfried Reinke: Wort und Film (209-224). Blunk, Harry / Jungnickel, Dirk (Hrsg.): Filmland DDR. Ein Reader zu Geschichte, Funktion und Wirkung der DEFA. Beitr. v. Harry Blunk [u.a.]. Köln: Vlg. Wissenschaft und Politik 1990, 120 S. -- ISBN 3-8046-8764-4. DM 16,--. Inhalt: Ulrich Teschner: "...die haben unseren Sozialismus nicht verstanden." [Gespräch mit dem Kameramann Günter Marczinkowsky] (9-25). -- Bettina Hindemith: Der DEFA-Spielfilm und seine Kritik. Probleme und Tendenzen (27-46). -- Dirk Jungnickel: Produktionsbedingungen bei der Herstellung von Kinospielfilmen und Fernsehfilmen (47-57). -- Sibylle Schönemann: Stoffentwicklung im DEFA-Studio für Spielfilme (71-81). -- Dirk Jungnickel: Aspekte des DEFA-Kinderfilmschaffens (83-94). -- Jörg Foth: Forever Young [über den DEFA-Nachwuchs] (95-105). -- Harry Blunk: Zur Rezeption von "Gegenwartsspielfilmen" der DEFA im Westen Deutschlands (107-118). -- Außerdem enthält der schmale Band ein Interview mit Armin Mueller-Stahl. Er verdient Interesse, weil er vor allem Beiträge von Autoren versammelt, die in der DEFA gearbeitet haben und in die BRD übergesiedelt sind. Bochow, Jörg: Vom Gottmenschentum zum neuen Menschen. Subjekt und Religiösität im russischen Film der zwanziger Jahre. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1997, 208 S. (Filmgeschichte international. 3.). -- ISBN 3-88476-258-3. Zuerst als Diss. Berlin, Humboldt-Universität 1995, xxvii, 188 S. [Klappentext der interessanten, in manchem sehr anregenden Studie, die die lange Tradition der osteuropäischen Reflexion über das Kino und seine Geschichte fortsetzt:] Was zunächst paradox erscheint, die sich streng materialistisch gebende Kunst der zwanziger Jahre nach religiösen Mustern und Strukturen zu untersuchen und ihr Menschen-Bild im Bezug zu religiös-philosophischen Konzepten der russischen Intelligenz, vor allem der symbolistischen Bewegung, zu betrachten, kann einen völlig neuen Blick auf den „Russen-Film“ und seine Geschichte ergeben. Denn die Filme und Konzepte der russisch-sowjetischen Filmavantgarde sind nicht einfach das, wofür sie sich ausgeben. Was haben Dziga Vertovs Bild-Exstasen und die religiösen Symbolstrukturen seiner Filme mit der behaupteten aufklärerischen Weltsicht gemeinsam? Wieso dint ausgerechnet das von Delsarte, Dalcroze und der Philosophie Solov‘ëvs geprägte Bild vom ‚Ausdrucks-Menschen‘ des Fürsten Volkonskij als Basis von Kulešovs neuem Darsteller-Menschen? Was bringt Dovženko dazu, seine Verherrlichung des neuen, sozialistischen Lebens der Dorfgemeinschaft in einer naturmythischen wie christlichen Bild-Sprache zu formulieren? Bochsler, Regula / Derungs, Pascal (Hrsg.): Und führe uns in Versuchung: Hundert Jahre Schweizer Werbefilm. [Katalog.] Zürich: Edition Museum für Gestaltung 1998, 117 S. -- ISBN 3-907065-74-3, sFr 32,–. Bock, Hans-Michael (Hrsg.): Lexikon Filmschauspieler International. 1.2. Reinbek: Rowohlt 1997, 432, (4) S., S. 433-837 (Rororo-Sachbuch. 16523.16524.)/(rororo Film.). -- ISBN 3-499-16523-6, 3-499-16524-4, jew. DM 26,90, ges. DM 53,80. Neuausgabe des unter gleichem Titel 1995 bei Henschel (Berlin) erschienenen Nachschlagewerks, Nachfolger des DDR-Lexikons Filmschauspieler A-Z (hrsg. v. Joachim Reichow u. Michael Hanisch, 7. Aufl. 1989). -- Der Doppelband präsentiert die Vita und Werkverzeichnisse von ca. 1000 Stars - und es wurde darauf geachtet, daß der Anteil deutscher und osteuropäischer Einträge überproportional war. Außerdem ist ein erster Zugang zu den Stars des ostasiatischen Kinos gegeben. Zu jedem Eintrag werden umfängliche filmographische Listen in der Chronologie der Filme versammelt (Originaltitel, deutscher Verleihtitel, Produktionsland) - die Stärke des bandes. Die enzyklopädischen Einträge zu den einzelnen Personen müssen naturgemäß äußerst knapp bleiben - und sind gelegentlich durchaus irreführend. Hildegard Knef z.B. steht nur für zwei Jahre mit einer Ninotchka-Rolle auf der Bühne (1954-56), ihre wechselvolle Bindung in die nationale und international-europäische Filmproduktion der 50er und 60er Jahre bleibt ebenso undurchsichtig wie die Rolle, die die Theaterrollen (und zunehmend: die Fernsehauftritte und -adaptionen) und ihre Erfolge als Chanson- oder Schlagersängerin für ihr Image gespielt haben; die Fallada-Verfilmung ist von 1975 und nicht von 1965. Der Knef-Eintrag markiert Probleme, die die Darstellung einer wechselvollen Karierre bereiten, andere Einträge sind wesentlich konsistenter (und legen kaum falsche Fährten). Wer sich für die Image-Geschichte von Schauspielern interessiert (die bei Brando oder Dean etwa wie bei vielen anderen auch mindest so wichtig sind und Einfluß auf die Rollenfächer der Akteure gehabt haben wie die Rollen selbst), wird nur äußerst dürftig informiert. Trotz dieser Einschränkungen: Ein durchaus nützliches Oeuvre, weil es manche Namen auflistet, die man in den Standardnachschlagewerken vergeblich sucht. Bock, Hans-Michael (Red.): Siegfried Arno. Hamburg/Berlin: CineGraph / CineGraph Babelsberg / Stiftung Deutsche Kinemathek 1996, 51 S. (FilmMaterialien. 8.). Bock, Hans-Michael (Hrsg.): Lexikon Regisseure und Kameraleute. A-Z. Reinbek: Rowohlt 1999, 525 S. (Rororo Film.60651.). -- ISBN 3-499-60651-8, DM 26,90. Bock, Hans-Michael / Bolte, Marie-Luise (Red.): Paul Dessau. Hamburg/Berlin 1994, 94 S. (FilmMaterialien. 6.). Bock, Hans-Michael / Hanisch, Michael: Lexikon Filmschauspieler International. Berlin: Henschel 1994, 850 S. -- ISBN 3-89487-199-7, DM 88,--. Bock, Hans-Michael / Jacobsen, Wolfgang (Red.): Siegfried Arno. Hamburg/Berlin: CineGraph / Cinegraph Babelsberg / Stiftung Deutsche Kinemathek 1995, 52 S. (FilmMaterialien. 8.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug durch die Kinemathek, Heerstr. 18-20, D-14052 Berlin. Bock, Hans-Michael / Jacobsen, Wolfgang (Hrsg.): Recherche: Film. Quellen und Methoden der Filmforschung. München: Text + Kritik 1997, 268 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-550-9, DM 38,--. Ein Sammelband, der nicht allein die filmhistorischen, vor allem filmographischen Hilfsmittel auffächerte, sondern darüber hinaus erste Eindrücke von Forschungsgebieten vermittelte - das Anliegen, das Recherche: Film spürbar zugrundeliegt. Die Artikel geben knappe Aufblicke auf Spezialgebiete, meist kundig und in ausreichender Breite. Spezialgebiete: die Beiträge sind gelegentlich gefärbt, geben durchaus subjektive Eindrücke. Welche Deformationen und historische Ungenauigkeiten dabei entstehen, zeigt z.B. die Berichterstattung über Semiotik und Formalismus als Paradigmen der Filmforschung, die nur ganz und gar randständig behandelt sind. Und ob denn "Filmtheorie" heute tatsächlich im "Spannungsfeld von Kritischer Theorie, Filmgeschichte und Psychoanalyse" ausgerichtet ist, wie in Klippels Überblick behauptet, ist eine durchaus subjektive Ansicht der Lage, die man so nicht teilen muß (oder gar sollte). -- Einwände, die den Wert dieses Handbuchs und seiner oft wirklich informativen Beiträge nicht mindern, seinen Rang aber ein wenig relativieren: Manche Bereiche - Soziologie und Psychologie des Films und Publizistikwissenschaft insbesondere - sind ganz ausgeklammert. Von den "Klassikern" genießen manche äußerst geringe Aufmerksamkeit, anderen dagegen wird Prominenz zugestanden - mit nicht immer durchsichtigen Gründen. -- Inhalt: Frank Kessler / Sabine Lenk: Quellen zum frühen Kino (11-24). -- Sabine Hake: Filmpublizistik der Weimarer Jahre (25-36). -- Heike Klapdor: Erforschung des Filmexils (37-46). -- Ulrich von Thüna: Filmliteratur nach 1945 (47-66). -- Claudia Lenssen: Die "Klassiker". Die Rezeption von Lotte H. Eisner und Siegfried Kracauer (67-82). -- Heike Klippel: Nach 68. Filmtheorie in der Bundesrepublik Deutschland (83-98). -- Hans-Joachim Schlegel: Poetika Kino. Filmtheorie in Ost- und Mitteleuropa (99-108). -- William Uricchio: Film Studies. Anglo-amerikanische Methoden der Filmfotschung (109-119). -- Bernard Eisenschitz: Die Utopie einer weltfilmgeschichte. Französische Ansätze der Filmhistoriografie (120-130). -- Hans-Michael Bock: Filmografische Handbücher und Lexika (133-152). -- Detlev Balzer: Filmrecherche in elektronischen Medien (153-160). -- Rolf Aurich: Filmarchive und Bibliotheken (161-173). -- Werner Sudendorf: Das Weimarer Kino (177-185). -- Jan-Christopher Horak: Ufa (186-191). -- Eric Rentschler: Film im "Dritten Reich" (192-197). -- Claudia Dillmann / Rudolf Worschech: Neuer deutscher Film (198-207). -- Dietrich Kuhlbrodt: Avantgarde- und Experimentalfilm (208-215). -- Horst Claus: Defa (216-223). -- Ennio Simeon: Filmmusik (224-229). -- Thomas Brandlmeier: Filmtechnik (230-236). -- Thomas J. Saunders: Filmwirtschaft (237-241). -- Rainer Rother: Film und Geschichtsschreibung (242-246). -- Hans Helmut Prinzler: Filmgeschichte im Fernsehen (247-255). -- Register: Personen; Institutionen, Firmen und andere Körperschaften; Periodische Veröffentlichungen u.ä. Bock, Hans-Michael / Lenssen, Claudia (Hrsg.): Joe May. Autor, Regisseur und Produzent. München: Text & Kritik 1991, 198 S. (Ein CineGraph-Buch.). -- Filmographie: S. 151-192. ISBN 3-88377-394-8. DM 32,--. Bock, Hans-Michael / Jacobsen, Wolfgang (Red.): Siegfried Arno. Hamburg/Berlin: CineGraph / Cinegraph Babelsberg / Stiftung Deutsche Kinemathek 1995, 52 S. (FilmMaterialien. 8.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug durch die Kinemathek, Heerstr. 18-20, D-14052 Berlin. Bock, Hans-Michael / Töteberg, Michael (Hrsg.): Das Ufa-Buch. Kunst und Krisen, Stars und Regisseure, Wirtschaft und Politik. In Zusammenarb. mit CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. Frankfurt: Zweitausendeins 1992, 528 S. -- DM 55,--. Bezug über 2001, Postfach 610637, D-60381 Frankfurt. In der Schweiz durch buch 2000, Postfach 89, CH-8910 Affoltern a.A. -- In großem Format und hervorragender Ausstattung legt die CineGraph-Mannschaft hier die Geschichte der Ufa vor - und das CineGraph-Projekt bildet den Hintergrund für die Struktur ebenso wie für die Qualität des Ufa-Buchs: Eine am linken Rand fortlaufende, manchmal die ganze Seite einnehmende chronologische Filmographie der Ufa-Produktionen bildet eine Art "Zeit-Achse" des ganzen Unternehmens; ergänzt wird die Grunddokumentation um Übersichten der Filme im Verleih der Ufa, der Kurzfilmproduktion, der tschechischen Produktion der Ufa in den 30er Jahren, der französischen in den 40ern. Der Zeitachse folgend dann ein ganzer Strauß von Artikeln zu einzelnen Filmen, zu Stars und Regisseuren, zur Entwicklung der Filmtechnik und anderem mehr; an die 40 Autoren aus dem Stamm der CineGraph-Beiträger haben zugeliefert, und was daraus geworden ist: informative Artikel, gut recherchiert, fast immer auch gut geschrieben. Ergänzend sind immer wieder eingestreut Produktions-Notizen, Kleinanzeigen und ähnliches aus dem Illustrierten Film-Kurier und anderen Gazetten, zeitgenössische Kritiken (darunter einige Perlen wie Ehrenburgs Besprechung der Liebe der Jeanne Ney), aber auch Auszüge aus Drehbüchern, die Studienordnung der "Ufa-Darsteller-Schule" und anderes zeitgenössisches Material mehr. So entsteht ein Bilderbogen, eine Collage, ein enzyklopädieartiger Überblick über die Firmen- und Produktionsgeschichte der Ufa bis in die Nachkriegszeit hinein. Viele Facetten hat die Darstellung, ein einigender Zugriff wurde nicht versucht. Das mag mancher bedauern, doch entsteht so auch die Chance, Aspekte, Berufe, Momente einer Firmengeschichte in den Blick zu nehmen, die sonst oft unberücksichtigt bleiben. Fast zu wenig haben die Herausgeber die Chance genutzt, die ihnen die offene Struktur der collageartigen Darstellung gegeben hat. Besonders aufschlußreich sind nämlich die Artikel, die in der gängigen Filmgeschichte eher randständige Gegenstände aufgreifen: zur Arbeit von Architekten und Kameraleuten, zu Tochterfirmen der Ufa wie den Ufa-Musikverlagen, zu den Ufa-Honoraren. Ein wenig zu kurz gekommen sind Produktionsbereiche der Ufa wie der Werbefilm, der Kultur- und Reisefilm. Doch bleibt dieses Wenige an Kritik natürlich randständig: Denn das vorliegende Buch gibt wie kein zweites einen Überblick über die Geschichte der Ufa. "Die Ufa war ein riesiges Warenhaus, in dem es alles gab, die Platitüde und das Experiment, Kitsch und Kunst" - so beginnt Bocks und Tötebergs Vorwort. Der Band, den sie veranstaltet haben, trägt diesem Bild Rechnung. Und liefert dazu noch die Bruchstücke, aus denen sich eine Filmgeschichtsschreibung, die die technischen, ökonomischen, handwerklichen, stilistischen und ästhetischen Gegebenheiten des Films miteinander zu verbinden und zu integrieren trachtet, erst aufbauen kann. Bock, Michael (Hrsg.): Schauspieler International. Lexikon. Berlin: Henschel Vlg. 1995, 928 S. -- ISBN 3-89487-199-7, DM 98,--. Internationale Ausrichtung, mehr als 1000 Einträge. Böckelmann, Frank: Hörfunk und Fernsehen als Wirtschaftsfaktor. Beschäftigte und wirtschaftliche Bedeutung des Rundfunks und der Programmzulieferer in Deutschland. München: Reinhard Fischer 1995, 152 S. (BLM Schriftenreihe. 31.). -- ISBN 3-88927-158-8, DM 29,--. Böckelmann, Frank: Ins Kino. Berlin: Klaus Boer Vlg. 1994, 109 S. -- ISBN 3-924963-62-2, DM 28,--. -- Der Band enthält zwei längere Texte aus der Filmkritik von 1979 und 1983. Fortgeführt, auch stilistisch, wurde das essayistische Nachdenken über den Gang ins Kino 1985. Der 4. Text stammt aus dem Jahre 1994 und widmet sich bezeichnenderweise nunmehr vorzüglich "einem Mehrzweckgerät, das mir täglich vierundzwanzig Stunden Filme serviert, sofern ich es bediene. Nein, keine Filme. Sendungen" (71). In Erinnerung gebliebener Satz nach einer ersten Lektüre: "Die teuersten Spielfilme handeln heute vom Ausnahmezustand. Weil das Fernsehen eine volkstherapeutische Anstalt ist, muß das Kino ins kämpfende Leben hinaus. Wir Besucher der Spätvorstellung des Action-Films mustern uns mit keinem Blick: Stadtstreicher. Wir holen uns einen Vorschuß auf den Tag, an dem die Systeme ausfallen" (81). Bodek, Janusz: Die Fassbinder-Kontroversen: Entstehung und Wirkung eines literarischen Textes. Zu Kontinuität und Wandel einiger Erscheinungsformen des Alltagsantisemitismus in Deutschland nach 1945, seinen künstlerischen Weihen und seiner öffentlichen Inszenierung. Frankfurt [...]: Peter Lang 1991, 438 S. Boeckmann, Klaus: Unser Weltbild aus Zeichen. Zur Theorie der Kommunikationsmedien. Wien: Braumüller 1994, 218 S. -- ISBN 3-7003-1039-0, DM 50,--. Boeger, Peter: Lichtspieltheater in Berlin: Bauten und Projekte zwischen 1922 und 1933. Diss. Berlin, Freie Univ. 1992, 6 Microfiches. Boeger, Peter: Architektur der Lichtspieltheater in Berlin. Bauten und Projekte 1919-1930. Berlin: Willmuth Arenhövel 1993, 160 S. -- ISBN 3-922912-28-1, DM 98,--. Bofinger, Jürgen / Litz, Brigitta / Spanhel, Dieter: Das Freizeit- und Medienverhalten von Hauptschülern. Eine explorative Studie über Hintergründe und Zusammenhänge. München: KoPäd 1999, 190 S. -- ISBN 3-929061-99-6, DM 29,–. Bogner, Regina: Film Cerita di Indonesia. Der indonesische Spielfilm im kinematographischen und kulturpolitischen Kontext. München: Akademischer Verlag (Ed. Anacon) 1996, 865 S. (Ganesha. 9.). -- ISBN 3-929115-77-8, DM 78,--. Zugleich Diss. München 1996. Bogner, Thomas: Zur Rekonstruktion filmischer Naturdarstellung am Beispiel einer Fallstudie. Natur im Film Der heilige Berg von A. Fanck. Diss. Hamburg 1999. Bogue, Ronald: De Palma's postmodern Scarface and the simulacrum of class. In: Criticism: A Quarterly for Literature and the Arts 35,1, 1993, S. 115-129. Böhme-Dürr, Karin / Graf, Gerhard (Hrsg.): Auf der Suche nach dem Publikum. Medienforschung für die Praxis. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1995, 296 S. (Medien und Märkte. 6.). -- ISBN 3-87940-552-2, DM 38,–. Bohn, Rainer / Hickethier, Knut / Müller, Eggo (Hrsg.): Mauer-Show. Das Ende der DDR, die deutsche Einheit und die Medien. Berlin: Ed. Sigma 1992, 293 S. (Sigma Medienwissenschaft. 11.). -- ISBN 3-89404-905-7. DM 32,--. Bezug: Ed. Sigma, Heimstr. 14, D-1000 Berlin 61. -- Aus dem Inhalt: Eggo Müller: Identitätsbestimmungen in Dokumentarfilmen über die DDR, November 1989 bis zur Vereinigung (139-156). -- Rainer Rother: Jahrestag - Fernsehtag. Der 9.11. 1989 im TV, ein Jahr danach (157-174). -- Peter Hoff: Armenbegräbnis für eine teure Verblichene. Geschichtsbild und Point-of-View von Fernsehrückblicken und Videokassetten (Ost/West) zum "Jahr der deutschen Einheit" 1990 (175-188). -- Vgl. zum Themenkomplex auch Medien der Ex-DDR in der Wende (hrsg. v.d. Hochschule für Film und Fernsehen HFF Potsdam-Babelsberg. Berlin: Vistas 1992, 178 S. [=Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 40.]; ISBN 3-89158-069-x, DM 28,--). Böhner, Ines: My Beautiful Laundrette und Sammy and Rosie Get Laid. Filmische Reflexion von Identitätsprozessen. Frankfurt [...]: Lang 1996, 384 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 14: Angelsächsische Sprache und Literatur. 304.). -- ISBN 3-631-49229-4, DM 95,--. Zuerst als Diss. Mannheim 1995. Böhringer, Hannes: Auf dem Rücken Amerikas. Eine Mythologie der neuen Welt im Western und im Gangsterfilm. Berlin: Merve Vlg. 1998, 153 S. (Internationaler Diskurs. 209.). -- ISBN 3-88396-141-8, DM 18,–. Bohrmann, Thomas: Ethik - Werbung - Mediengewalt. Werbung im Umfeld von Gewalt im Fernsehen. Eine sozialethische Programmatik. München: Reinhard Fischer 1997, 309 pp. -- ISBN 3-88927-211-8, DM 39,–. Bolik, Sibylle / Kammer, Manfred / Kind, Thomas / Pütz, Susanne (Hrsg.): Medienfiktionen. Illusion - Inszenierung - Simulation. Festschr. f. Helmut Schanze zum 60. Geburtstag. Frankfurt [...]: Lang 1999, 472 S. -- ISBN 3-631-34613-1, DM 118,–. Bolik, Sibylle / Schanze, Herlmut (Hrsg.): Qualitätsfernssehen - Fernsehqualitäten. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1997, 104 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 67.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den SFB, Universität-Gesamthochschule Siegen, Postfach 101.240, D-57068 Siegen. -- Inhalt: Sibylle Bolik: Qualitätsfernsehen - Fernsehqualitäten. Ansätze empirischer Medienwertungsforschung (9-32). -- Gisela Ladwig: Von der Bühne auf den Bildschirm: Medienspezifische Wertungsdiskussion am Beispiel Toller / Rotmord (33-52). -- Anja Weller: Zwischen Fiktion und Fakten: Die Geschichte der I.G.-Farben als Familiendrama. Väter und Söhne (53-70). -- Daniela Müller: Autonomes Kino oder pädagogischer Impetus? Der Wertungskonflikt um Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (71-88). -- Konrad Scherfer: Aufwand - Abenteuer - Atzorn. Qualitätsdiskussion um den Mehrteiler Der Kapitän (89-104). Boll, Uwe: Die Gattung Serie und ihre Genres. Aachen: Alano Vlg. 1994, 130 S. (Alano Medien. 6.). -- ISBN 3-89399-216-2, DM 32,--. Zugl. Diss., Universität-Gesamthochschule Siegen. Bezug durch den Buchhandel oder den Alano-Verlag, Kongreßstr. 5, D-52070 Aachen. -- Die Benutzung einer Leselupe empfiehlt sich angesichts der Kleinstschrift, in der die vorliegende kuriose Dissertation gedruckt worden ist. Sie will "der Forschung umfassende Materialien und Grundlagen zur Verfügung stellen, die darin bestehen, die Serie als solche von anderen Gattungen abzugrenzen, die Seriengenres zu beschreiben, typologisch zu ordnen sowie die Ablaufraster, die den einzelnen Folgen zugrundeliegen, nachzuweisen". Der eigentliche Hauptteil der Untersuchung gilt den Genres der Fernsehserie und ihren spezifischen Merkmalen. Boll isoliert acht Grundgenres (Krimi, SF/Fantasy, Komödie, Tierserie, Animationsserie, Western, Abenteuer-/Historienserie, Familienserie), die jeweils in "Formen und Merkmalen" erläutert werden. Der "Krimi" z.B. wird unter dem folgenden Minimalkonsens der Zuordnung rubriziert: "Eine Serie wird dem Typus der Krimiserie zugeordnet, wenn im Mittelpunkt der Handlung verbrecherische Machenschaften und/oder die Aufklärung von Verbrechen durch Helden bzw. einen Held stehen, wobei die Handlung nicht in der Zukunft angesiedelt ist und der Held bzw. die Helden nicht über überirdische Fähigkeiten verfolgen". Als "Handlungssujets" (darunter versteht Boll Subgenres) werden Gauner-, Polizei-, Detektiv-, Journalisten-, Agenten-, Justiz-(= Gerichts- und Anwalts-)serien, Thriller, Kinderkrimis sowie "Reality-Serien" (darunter faßt Boll das sogenannte "Wirklichkeitsfernsehen" zusammen) isoliert. Am Ende dann wird die deutsche Familienserie genauer untersucht, wobei insbesondere eine Inhaltsanalyse der "Weltbilder" - Darstellung der Inhaltskategorien "Frau", "Sexualität", "alte Menschen", "Kranke", "Kinder", "Geistliche" und "Politik" - vorgenommen wird. -- Das Gesamtkorpus aller jemals produzierten Serien will Boll untersuchen und typologisieren. Einem solchen textstatistischen Interesse durchaus folgend wird "Serie" als Textsortencharakteristik nicht von "Serialität" als Programmcharakteristik unterschieden - und dies führt dazu, daß auch Sendungsformate unter "Serie" aufgelistet werden, die dort sehr unüblich sind: Spiele, Gespräch und Musik mit wechselnden Kandidaten (wie Wetten dass...), Personality-Shows wie Scheibenwischer, politische Magazine oder auch (durch eine gemeinsame und gleichbleibende "pädagogische Intention" ausgezeichnete) Sendungen wie die Sesamstrasse. Eine solche Formalisierung von "Serienuntersuchung" läßt sich kurzschließen mit den Analysevorgaben, die statistisch ausgewertet werden können (Gestaltungselemente: Beleuchtung, Brennweite, Einstellungsgrößen, Perspektiven; Bedeutungselemente: Syntagmen und Montagefiguren). Folgerichtig wird Bedeutungskonstitution als Synthese elementarer Größen aufgefaßt, wobei Boll - ohne dies zu begründen oder zu erläutern - die vier "Systeme" der Dramaturgie, Photographie, Sprache und Musik als Integrationsrahmen ausgibt. -- Der Autor offeriert darüber hinaus ein 600 Seiten starkes Serien-Lexikon, das wöchentlich aktualisiert wird, sowie eine kommentierte Serienbibliographie auf Diskette (Unkostenbeitrag: jeweils DM 30,--; Bezug durch den Autor, Füllsichel 7, D-51399 Burscheid). Böll, Karin: Merchandising. Die neue Dimension der Verflechtung zwischen Medien und Industrie. München: Reinhard Fischer 1996, 376 S. (Kommunikationswissenschaftliche Studien. 17.). -- ISBN 3-88927-179-0, DM 49,--. 2., korrig. Aufl. 1996. Bolwin, Rolf / Seibert, Peter (Hrsg.): Theater und Fernsehen. Bilanz einer Beziehung. Unter Mitarb. v. Sandra Nuy. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1996, 213 S. (Studien zur Kommunikationswissenschaft. 18.). -- ISBN 3-531-12861-2, DM 39,--. Bolz, Norbert: Abschied vom Humanismus? Die Zukunft der Kultur im Zeitalter der Medien. In: Forschung und Lehre, 4, 1996, S. 190-193. Bolz, Norbert W.: Das kontrollierte Chaos. Vom Humanismus zur Medienwirklichkeit. Düsseldorf: Econ 1994, 336 S. -- ISBN 3-430-11413-6, DM 44,--. Bolz, Norbert / Kittler, Friedrich A. / Tholen, Christoph (Hrsg.): Computer als Medium. München: Fink 1994, 312 S. (Literatur- und Medienanalysen. 4.). -- 2. Aufl. 1999. ISBN 3-7705-2870-0, DM 68,–. Bolz, Norbert / Meier, Cordula / Richard, Birgit / Holschbach, Susanne (Hrsg.): Riskante Bilder. Kunst, Literatur, Medien. München: Fink 1996, 320 S. -- ISBN 3-7705-3102-7, DM 58,--. Enthält u.a.: Manfred Schneider: Bilder sind die Schrift für Idioten. Zur Frage der Gewalt und der Faszination von Gewaltbildern aus dem Anlaß des Films Beruf Neonazi. -- Willem van Reijen: Peter Greenaway: Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber. Bommert, Hanko: Rezipientenpersönlichkeit und Medienwirkung: Der persönlichkeits-orientierte Ansatz der Medienwirkungsforschung. Münster/Hamburg: Lit 1995, 274 S. -- ISBN 3-8258-2109-9, DM 48,--. Bongartz, Barbara: Von Caligari zu Hitler - von Hitler zu Dr. Mabuse? Eine "psychologische" Geschichte des deutschen Films von 1946 bis 1960. Münster: MAkS Publikationen 1992, 286 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-547-7. DM 59,--. Zugl. Phil. Diss. Köln 1989. -- [Klappentext:] Barbara Bongartz' Studie untersucht die Filmproduktion der beiden deutschen Staaten aus den Jahren 1946 bis 1960 - unter Berufung auf Siegfried Kracauers Untersuchung "Von Caligari zu Hitler". Die Filme des Untersuchungszeitraums, aus deren inhaltlicher und ästhetischer Analyse auf die psycho-soziologische Situation der deutschen Bevölkerung geschlossen wird, werden zu Zeugen einer sich nur allmählich verändernden Stimmungslage: Das Ende des Krieges bedeutete nicht den Bruch mit der vorangegangenen Zeit. Bongartz kann vor allem an zahlreichen Beispielen zeigen, daß es eine beidseitige Fixierung auf ein autoritätsbestimmtes Verhaltensrepertoire gab, die das ideologisch nur etikettierte Demokratieverständnis im Westen genauso Lügen strafte wie das staatlich verordnete Selbstbewußtsein im Osten. Bono, Francesco (Hrsg.): Austria (in)felix. Zum österreichischen Film der 80er Jahre. Graz: Ed. Blimp / Rom: aiace 1992, 220 S. -- ISBN 3-901272-00-3, öS 220,-/DM 34,--. In deutscher u. italienischer Sprache. Bezug durch den Vlg., Muchargasse 12/III/10/A, A-8010 Graz. -- Neben Bonos Vorwort finden sich fünf Beiträge, die sich den Genres Spiel-, Experimental- und Dokumentarfilm zuwenden, ein Text zum Wechselverhältnis der Filmschaffenden und dem monopolistischen Staatsfernsehen ORF (= Österreichischer Rundfunk) und ein Beitrag über den Stand der filmwissenschaftlichen Forschung. Den Abschluß des Bandes bilden Kurzstellungnahmen ausgewählter Regisseure und Regisseurinnen zu ihrer Arbeit und deren Enstehungsbedingungen. -- Stefan Grissemann bespricht in der "Kleine(n) Phänomenologie des Austro-Kinos" die herausgenden Spielfilmproduktionen der letzten Jahre, die asketischen Filme von Paulus (Heidenlöcher, Nachsaison, Die Ministranten) und die registrativen von Haneke (Der siebente Kontinent, Bennys Video), Murnbergers Himmel und Hölle, und setzt sie ab von Filmen, die auf das "Modell des kultivierten Geschichtenerzählens" (26) rekurrieren wie die größeren Koproduktionen mit dem Ausland oder die auf schlechten Witz setzen und ihren komödiantischen Anspruch nicht einlösen können. Constantin Wulff bespricht "De(n) Dokumentarfilm in den achtziger Jahren". Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit gehört zu den zentralen Themen. Heimat wurde aus der Sphäre der idyllischen Beschwörung gehoben und in den Bereich der tätigen Arbeit integriert. Ulrich Seidls Film Good News über Boulevardzeitungskolporteure in Wien schließlich ist ein herausragendes Beispiel der Produktion der letzten Dekade. Peter Tscherkassky schildert in seinem Beitrag "Filmavantgarde in Österreich" das Oeuvre der dritten Generation der Experimentellen nach '45. Gabriele Schultz berichtet über das widerborstige Verhältnis zwischen "De(m) österreichischen Film und de(m) Fernsehen". Michael Omastas abschließender Beitrag "Zum Thema Forschen über den österreichischen Film" resümiert, was es im Land gibt: Die etwas antiquierte Gesellschaft der Filmfreunde Österreichs und ihre Publikation Filmkunst, die Semiotik-Gruppe Sigma, zentral aber die 1981 gegründete Gesellschaft für Filmtheorie, die als Jahrbuch die Kinoschriften vorlegt, andere Publikationen herstellt, Seminare und Symposien abhält und den Nachlaß von Schmidt Jr. verwaltet. -- Das Buch in toto ist eine relativ vollständige Wesensbeschau des österreichischen Films, schreibt ältere Ergebnisse fort, ohne qualitativ neue Akzente zu setzen. Das ist aber auch nicht eben wenig. -- (Bernhard Sallmann) Bono, Francesco / Caneppele, Paolo / Krenn, Günter (Hrsg.): Elektrische Schatten. Beiträge zur Österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien: Filmarchiv Austria 1999, 203 S. Bordwell, David / Christie, Ian / Reisz, Karel / Richie, Donald / Robbe-Grillet, Alain / Thompson, Kristin: Zeit, Schnitt, Raum. Hrsg. u. eingel. v. Andreas Rost. Frankfurt: Vlg. der Autoren 1997, 185 S. (Reden über Film.)/(Filmbibliothek.). -- ISBN 3-88661-188-4, DM 28,--. -- Inhalt: David Bordwell: Modelle der Rauminszenierung im zeitgenössischen europäischen Kino (17-42). -- Alain Robbe-Grillet: Im Kaleidoskop der Lüste - Fragmentierung und Montage in Glissements progressifs du Plaisir (43-58). -- Kristin Thompson: Wiederholte Zeit und narrative Motivation in Groundhog Day / Und täglich grüsst das Murmeltier (59-94). -- Ian Christie: Gegen den Naturalismus: Raum und Zeit in den Filmen von Michael Powell und Emeric Pressburger (95-120). -- Karel Reisz: Die Kunst der Filmmontage (121-144)mon. -- Donald Richie: Raum, Zeit und Tofu in den Filmen von Yasujiro Ozu (145-177). -- Die Reden über Film entwickeln sich zu einer Art Jahrbuch des Films, und schwankende Qualität gehört durchaus dazu. Neben einigen Überlegungen Bordwells, der die planimetrischen Bildkompositionen im neueren Kino als eine ikonographische Tendenz untersucht, gibt Thompson eine recht enttäuschende Nacherzählung des Murmeltier-Films. Robbe-Grillet weist auf Verwandtschaften seiner Montagen zu denen Eisensteins hin (und lädt zur Diskussion ein). Der Text von Reisz erweist sich als ein instruktives und lebendiges Interview über Reisz' Werk und Montage allgemein. Richie zu Ozu: ein klarer und unprätentiöser Text zu einem der radikalsten Poeten des Raums. Höchst interessant und Höhepunkt des Bandes: Christies Analyse der Powell-Pressburger-Filme vor der allegorischen resp. emblematischen Tradition der englischen Theater-masques. Borgelt, Hans: Die Ufa - ein Traum. 100 Jahre deutscher Film. Ereignisse und Erlebnisse. Mit einem Vorw. v. Volker Schlöndorff. Berlin: Ed. q 1993, 303 S. -- ISBN 3-86124-178-1, DM 48,–. Bormann, Thomas: Die Medienkritik von Günter Anders. Diss. Hamburg 1994, 121 S. Bornemann, Roland / Kraus, Volker / Lörz, Nikolaus (Hrsg.): Bayerisches Mediengesetz. Kommentar und Textsammlung. Baden-Baden: Nomos 1996ff. -- Fortsetzungswerk in Loseblattform; Grundwerk April 1996, 800 S., DM 89,--; Ergänzungslieferungen à 16 S. / 5,28 DM zzgl. Versandkosten. ISBN 3-7890-4315-X. Börstinghaus, Wolfgang / Jacobs, Martin / Penckert, Uwe / Schreckenberg, Ernst: Frühes Kino in Dortmund: Ein neues Unterhaltungsmedium setzt sich durch. In: Acht Stunden sind kein Tag. Freizeit und Vergnügen in Dortmund, 1870-1939. Hrsg. v. Gisela Framke. [Dortmund:] Ed. Braus [1993], S. 68-80. Bose, Dorothee von / Schilcher, Jutta: Sprechstunden des Fernsehens: Talkshows als Programmform. Eichstätt : Diplom-Studiengang Journalistik, Kath. Univ. Eichstätt 1996, 64 S. (Eichstätter Materialien zur Journalistik. 6.). Bösel, Anke: Ken Burns's Film Series The Civil War: An Attempt at American Self-Definition. In: American Studies / Amerikastudien, 2, 1995, S. 283-290. Bosse, Monika: Zeichen-Setzung im Spätwerk Buñuels Le Fantome de la Liberté (El Fantasma de la Libertad, 1974). In: Spanische Bilderwelten. Literatur, Kunst und Film im intermedialen Dialog. [...] Hrsg. v. Christoph Strosetzki u. André Stoll. Frannkfurt: Vervuert 1993, pp. 118-137. Bosshart, Louis / Hoffmann-Riem, Wolfgang (Hrsg.): Medienlust und Mediennutz. Unterhaltung als öffentliche Kommunikation. München: Ölschläger 1994, 527 S. (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 20.). -- ISBN 3-88295-198-2, DM 86,--. Akten einer Tagung, Fribourg (Schweiz), 27-29. Mai 1992. -- Aus dem Inhalt: Hermann Bausinger: Ist der Ruf erst ruiniert... Zur Karriere der Unterhaltung (15-27). -- Louis Bosshart: Überlegungen zu einer Theorie der Unterhaltung (28-40). -- Dolf Zillmann: Über behagende Unterhaltung in unbehagender Medienkultur (41-57). -- Jörg R. Bergmann: Detaillierung - Typisierung - Skandalisierung: Über das (unterhaltsame) Konstruieren von Wirklichkeit in der Klatschkommunikation (114-125). -- Hans Wagner: Von der Lust, in andere Welten zu wandern. Unterhaltung - Sozialer Unterhalt (126-143). -- Joan Kristin Bleicher: Das Fernsehen im Fernsehen. Selbstreferentielle Sendungen im Unterhaltungsprogramm (147-161). -- Gerd Hallenberger: Der Bildschirm als Spiel-Platz. Die Unterhaltungsangebote von Quiz und Game Show (162-171). -- Gerlinde Frey-Vor: Strukturen der Unterhaltung in deutschen und britischen Soap Operas: Am Beispiel von Lindenstrasse (ARD) und EastEnders (BBC) (172-185). -- Prisca Prugger: Die unwiderstehliche Spiegelung des Alltags - Zur Faszination der Fernsehserie (186-195). -- Michael Altrogge: Das Genre der Musikvideos: Der Einfluß von Musik auf die Wahrnehmung der Bilder. Selektions- und Generalisierungsprozesse der Bildwahrnehmung in Videoclips (196-214). -- Knut Hickethier: Das Ost-West-Fernsehspiel als Unterhaltung (215-226). -- Uta Becher: Politische Botschaften im DEFA-Film der 80er Jahre (403-410). -- Gudrun Marci-Boehncke: Rollenwandel im Remake: Eine Untersuchung zu einem Unterhaltungsfilm aus dem "Dritten Reich" und seinem Remake aus den Fünfzigern (411-421). -- Werner Holly: Confrontainment: Politik als Schaukampf im Fernsehen (422-434). -- Stephen Lowry: Politik und Unterhaltung - Zum Beispiel Die Feuerzangenbowle (447-457). -- Horst Pöttker: Subtile Kontinuität. Unterhaltungsfilme nach Drehbüchern von Herbert Reinecker 1943 bis 1992 (458-470). -- Heidemarie Schumacher: Infotainment-Ästhetik im Fernsehen der Gegenwart (478-483). -- Dieter Wiedemann: Politik und Unterhaltung in Jugendsendungen des DDR-Fernsehens (484-490). -- Außerdem enthält der wichtige, die Problematik der Untersuchung von Unterhaltungsangeboten und -nutzungen in großer Breite dokumentierende Band zwei Sektionen zur "Rezeption" und zur "Produktion" von Unterhaltungsangeboten. Bossle, Lothar: Videologie als Zerstörung der Gewaltenteilung. Der Investigationsjournalismus als Fünfte Kolonne der Spätaufklärung. Paderborn: Bonifatius 1995, 133 S. -- ISBN 3-87088-859-8, DM 25,--. Böttger, F. Jasmin: N3. Ein Programm zwischen Kulturauftrag und Medienalltag. Entstehung und Entwicklung des Dritten Fernsehprogramms der Nordkette NDR/SFB/RB 1960-1982. Sinzheim 1994. Bourdieu, Pierre: Über das Fernsehen. Frankfurt: Suhrkamp 1998, 140 S. (Edition Suhrkamp. 2054.). -- ISBN 3-518-12054-9, DM 14,80. Bovelet, Rainer: Werbung und politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Analyse von Wirkungszusammenhängen unter besonderer Berücksichtigung der Fernsehwerbung seit Zulassung privater Fernsehanstalten. Aachen: Alano-Herodot Vlg. 1996, 500 S. -- ISBN 3-89399-232-4, DM 88,–. Zugl. Diss. Aachen 1996. -- Ein außerordentlich breiter, handbuchartiger Überblick ist das geworden, der nach zwölf Jahren Privatfernsehen einen politologischen Zwischenbericht über den Übergang von der "dreckigen" Industrie- zur "sauberen" Informationsgesellschaft versucht. -- [Aus dem Resümee:] Werbung, Medien und die Politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland stehen in einem demokratietheoretisch und gesellschaftpolitisch relevanten, interdependenten Beziehungsverhältnis und Wirkungszusammenhang. Die werbefinanzierte Mediatisierung der bundesdeutschen Gesellschaft beeinflußt langfristig und unterschwellig individuelle und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse, die sich als Erosion demokratischer Kompetenzen und Potentiale manifestieren können. Die Summe vieler kleiner medieninduzierter, individueller und gesellschaftlicher Defizit- und Deformationsphänomene führt zu einem nicht zu unterschätzenden Schaden an demokratischer Identität, politischer Kultur und ihren konstituierenden politischen Kompetenzen. Das Beziehungsverhältnis zwischen Massenmedien, Fernsehen und politischer Kultur erschließt sich auf begrifflicher Ebene durch die Instrumentalisierung des Begriffs 'politische Kultur' durch die Medien und seines Wandels zum "Allerweltsbegriff". Politische Kultur ist zwar auch Ziel und Aufgabe, aber eigentlich immer häufiger nur Thema in den Massenmedien. Entsprechend oberflächlich wird es in der Medienöffentlichkeit thematisiert. Branahl, Udo: Medienrecht. Eine Einführung. 2., überarb. Aufl. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1996, 297 S. (Fachwissen für Journalisten.). -- ISBN 3-531-12319-X, DM 32,--. Brandi, Bettina / Bischoff, Johann: Offener Kinderkanal Gera. Konzept für einen Kinderkanal im Offenen Kanal. München: KoPäd 1997, 112 S. (TLM-Schriftenreihe. 1.). -- ISBN 3-929061-61-9, DM 24,--. Brandt, Stefan L. (Hrsg.): Film as symbolic action: Douglas Sirks Imitation of Life (1959) als Paradigma kultureller Selbstverständigung im Amerika der 1950er Jahr. Ergebnisse eines Seminars am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Abteilung für Kultur. Berlin: John-F.-Kennedy-Inst. für Nordamerikastudien 1999, 50 S. (Working Paper / John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien. 119.). Brandt, Ulrich: Krimistandards. Motive, narrative Strategien und Standardsituationen der amerikanischen Freitagabend-Krimiserien in der ARD von 1962 bis 1978. Heidelberg: Winter 1995, 499 S. (Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft. 129.). -- ISBN 3-8253-0276-8, DM 130,--. Zuerst als Diss. Siegen 1994. Brauerhoch, Annette: "Acting is a person"? Überlegungen zum Autorenschaftsstatus von Schauspielern und ein Interview mit Maren Kroymann. Siegen: Universität-Gesamthochschule-Siegen, DFG-Sonderforschungsbereich 240 1993, 38 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 20.). -- Bezug über den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Brauerhoch, Annette: Kapitale Mythen, oder: "Lernen, worum es überhaupt geht." Leitfadeninterviews mit Fernsehredakteuren, -regisseuren, Autoren und Produzenten zum Einfluß amerikanischer Serien auf die deutsche Serienproduktion. Siegen: DFG-Sonderforschungsbereich 240 1993, (1), 69 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 39.). -- Bezug durch den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen, Schutzgebühr: DM 5,--. Brauerhoch, Annette: Die gute und die böse Mutter. Kino zwischen Melodram und Horror. Marburg: Schüren 1996, 240 S. -- ISBN 3-89472-300-9, DM 36,--. Brauerhoch, Annette: „Ich Frau, du auch Frau“. Die Heimat des Geschlechts in Helma Sanders-Brahms‘ Film Shirins Hochzeit. In: Kein Land in Sicht. Heimat - weiblich? Hrsg. v. Gisela Ecker. München 1997, S. 159-168. Brauerhoch, Annette: Trauer in Trümmern. Zum Motiv des traurigen kleinen Jungen in zwei Nachkriegsfilmen. In: Trauer tragen - Trauer zeigen. Inszenierungen der Geschlechter. Hrsg. v. Gisela Ecker. München 1999, S. 209-222. Brauers, Claudia: An sich ein Lernprozeß ohne tödlichen Ausgang. Alexander Kluges Ästhetik der Lücke. In: Zeitschrift für deutsche Philologie, 5, 1996 (Sonderheft), S. 169-178. Braun, Christina von: FrauenKörper und medialer Leib. In: Inszenierte Imaginationen. Hrsg. v. H.U. Reck. Berlin/New York 1996. Brauneck, Manfred (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Stücke, Sachbegriffe, Theatergeschichte, Bühnen/Ensembles, Organisationen, Bbliographie, Slideshow. München: Systhema 1999, 1 CD-ROM. -- ISBN 3-634-23217-x, DM 129,–. Systemvoraussetzungen: Windows 95, 98 oder NT; Mac, Power PC 7.5. Auf der Basis von Braunecks Theaterlexikon. Begriffe und Epochen, Bühnen und Ensembles (hrsg. v. Manfred Brauneck u. Gérard Schneilin. Reinbek: Rowohlt, 1986, 2. Aufl. 1992) sowie von Knaurs großer Schauspielführer (München: Knaur 1994), die beide auf den Stand von 1998 aktualisiert wurden. Unter einer eher schlichten Oberfläche wird der Benutzer ausgesprochen schnell zu den Einträgen geführt (auf die Dokumentation von Stück-Ausschnitten oder von Hörproben verzichtet die CD dankenswerterweise). Die Einträge entstammen den bekannten gedruckten Lexika, sind erprobt und durchweg zuverlässig. Nützlich, zu einem ausgesprochen hohen Preis. Die Benutzung ist nicht immer zufriedenstellend: Manche der Schriften sind zu dunkel, schwer zu entziffern. Die Einträge der Bibliographie sind nicht exportfähig (so dass man am Ende doch wieder auf die Druckausgabe angewiesen ist, wenn man Literaturlisten anlegen will). Manche Einträge (vor allem im Sachteil) wünschte man sich ausführlicher, da hätte die CD-Architektur manche Möglichkeit eröffnet. Die „Slideshow“ ist tatsächlich eine Sammlung von Diafolgen, die man in „Kategorien“ anschauen, aber auch zu einem Gesamt der Bilder zusammenfassen kann (1000 Bilder insgesamt); die Auflösung der Bilder ist nicht immer optimal, vor allem hätte man sich den Umfang dieser Art der Dokumentation auf der CD gern umfassender vorgestellt ( Nur 18 Bilder zum asiatischen Theater! Das ist zu wenig, um informativ zu sein). Auch die Bilderläuterungen sind mehr als dürftig. Am Ende also eine relativ klare Enttäuschung. Brauner, Detlef Jürgen / Raible-Besten, Robert / Weigert, Martin M.: Multimedia-Lexikon. München/Wien: Oldenbourg 1998, ix, 396 S. -- ISBN 3-486-24445-0. Braunschweig, Elisabeth: Der Fernsehkonzern Rede Globo: Strategien der Monopolsicherung. Frankfurt: Verlag für Interkulturelle Kommunikation 1995, 186 S. -- ISBN 3-88939-097-8, DM 39,80. Zuerst als Diss. Berlin, Freie Universität 1994. Bredehöft, Ellen: Musik für den Stummfilm. Verzeichnis der Salonorchesterbestände in der Musikabteilung der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer. Speyer 1995, 61 S. (Pfälzische Arbeiten zum Bau- und Bibliothekswesen und zur Bibliographie. 19.) / (Kinothek.). Bredella, Lothar / Gast, Wolfgang / Quandt, Siegfried: Deutschlandbilder im amerikanischen Fernsehen. Inhalte - Formen - Funktionen. Tübingen: Narr 1994, 277 S. (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik.). -- ISBN 3-8233-4369-6, DM 58,--. Bredella, Lothar / Lenz, Günther H. (Hrsg.): Der amerikanische Dokumentarfilm: Herausforderungen für die Didaktik. Tübingen: Narr 1994, 220 S. (Giessener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik.). -- ISBN 3-8233-4368-8, DM 48,--. Breithauer, Berit: Televangelismus in den USA: Religion zwischen Individualisierung und Vergemeinschaftung. Frankfurt/New York: Campus 1999, 354 S. ISBN 3-593-36217-1, DM 68,–. Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 1998. Breitmoser-Bock, Angelika: Bild, Filmbild, Schlüsselbild. Zu einer kunstwissenschaftlichen Methodik der Filmanalyse am Beispiel von Fritz Langs Siegfried (Deutschland, 1924). München: Schaudig/Bauer/Ledig 1992, 286 S. (Diskurs Film Bibliothek.). -- ISBN 3-926372-55-9. DM 78,--. Bezug durch den Verlag, Tristanstr. 13, D-8000 München 40. Brenner, Gerd / Niesyto, Horst (Hrsg.): Handlungsorientierte Medienarbeit. Video, Film, Ton, Foto. München: Juventa 1993, 215 S. (Praxishilfen für die Jugendarbeit.). -- ISBN 3-7799-0962-6, DM 29,80. Bresser, Klaus: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen im digitalen Dschungel. Eichstätt: Diplom-Studiengang Journalistik, Kath. Univ. Eichstätt 1997, 20 S. (Eichstätter Materialien zur Journalistik. 10.). Bretschneider, Jürgen (Hrsg.): Ewald André Dupont. Autor und Regisseur. München: Ed. Text & Kritik 1992, 165 S. -- ISBN 3-88377-429-4, DM 31,--. Breuer, Gerda (Hrsg.): Außenhaut und Innenraum. Mutmaßungen zu einem gestörten Verhältnis zwischen Photographie und Architektur. Mit Texten v. Andreas Berndt [...]. Photographien v. Andreas Gursky [...]. Frankfurt: Anabas 1997, 174 S. -- ISBN 3-87038-293-7, DM 38,--. -- Nach den stoff- und motivgeschichtlichen Versuchen zur Literatur und zum Film der Stadt nun ein Sammelband über die Photographie der Stadt - mit neuen Ansichten, Ausgangspunkten, Bezügen: und es ist eine interessante und anregende Sammlung geworden. -- Inhalt: Gerda Breuer: Photographie und Architektur. Mutmaßungen zu einem gestörten Verhältnis (6-11). -- Claus Pfingsten: Zur Geschichte der Dokumentarphotographie (12-24). -- Ursula von Petz: Metropole, Weltstadt, Global City. Zur Diskussion über neue Formen von Urbanisierung und Urbanität (25-38). -- Klaus Honnef: Eine deskriptive Kunst: Die Photographie (39-45). -- Walter Prigge: Urbane Photographie? (46-56). -- Hermann Sturm: Kalte Bilder - kalte Gehäuse. Anmerkungen zu Photographien von Timm Rautert "Gehäuse des Unsichtbaren - Photographien zur dritten industriellen Revolution" (57-63). -- Gerda Breuer: Die Wirklichkeit der Dinge. Jörg Sasses Photographien 1984-1991 (64-71). -- Michael Schumacher: Architektur/Porträt. Soziologische Annäherungen an Photoarbeiten von Axel Hütte und Thomas Ruff (73-91). -- Karin Wilhelm: "Architektur pur". Zur Architekturphotographie von Axel Hütte (97-102). -- Viola Düwert / Wolfgang Metzger: Orte der Identität. Zu Thomas Struths Straßenbildern (103-114). -- Sabine Tenberg: Gefundene Situationen. Zum Werk von Candida Höfer (115-121). -- Andreas Berndt: Die Entdeckung des Gleichen im Ungleichen. Andreas Gurskys Blick auf die Welt (125-134). -- Außerdem Interviews mit Thomas Ruff und Candida Höfer. Breunig, Florian: Marktschancen des digitalen Fernsehens. Eine Untersuchung zur Einführung digitaler Spartensender. München: Reinhard Fischer 1997, 200 S. (Angewandte Medienforschung. 6.). -- ISBN 3-88927-214-2, DM 39,--. Brinckmann, Christine N.: Die anthropomorphe Kamera und andere Schriften zur filmischen Narration. Hrsg. v. Mariann Lewinsky u. Alexandra Schneider. Zürich: Chronos 1997, 304 S. (Zürcher Filmstudien. 3.). -- ISBN 3-905312-46-8. -- Inhalt: Fiktion und Geschichtsmythos in Young Mr. Lincoln (10-30). -- Zitierte Dokumentarität: Überlegungen zur Verfilmung des Romans Grapes of Wrath (32-60). -- Authentizität und Operette in dem amerikanischen Dokumentarfilm Valley Town (62-80). -- Ichfilm und Ichroman (82-112). -- Der Voice-Over im Film (114-128). -- Selbstverleugnung als autonomer Akt: Beobachtungen zu einem melodramatischen Film Noir (130-152). -- Großraumbüro und Liebesleben 1959: The Best of Everything von Jean Negulesco (154-164). -- Das kleine Mädchen im Film (166-180). -- Zu Maya Derens At Land (182-198). -- Das Gesicht hinter der Scheibe (200-212). -- Die filmische Urszene und der Film Die Urszene (214-230). -- Struktureller Film, strukturierende Farbe: Jenny Okuns Still Life (232-244). -- "Abstraktion" und "Einfühlung" im deutschen Avantgarde-Film der 20er Jahre (246-274). -- Die anthropomorphe Kamera (276-301). -- Arbeiten, die manchmal an entlegenem Ort publiziert waren, versammelt der Sammelband, den Mariann Lewinsky und Alexandra Schneider zum 60. Geburtstag Brinckmanns versammelt haben - und es ist erstaunlich, welche Frische die Texte bewahrt haben, die für den Sammelband leicht geglättet und aktualisiert wurden. Überraschend die Breite des Interesses - zwischen Experimentalfilm, Dokumentarfilm und Spielfilm bewegt sich Brinckmann; wohltuend die Vielfalt der Ansätze - von eher philologischen bis zu poetologischen und psychoanalytischen Interessen spricht die Sammlung. Gleichwohl sind zwei Fluchtpunkte des Interesses deutlich spürbar: die Filme des Film Noir und seiner Inszenierungsweisen; und die Neugierde, die Formenwelt des Films von der Rezeption aus zu erforschen, von den Effekten und Einsichten, die das Verstehen von Film bereitet. Genauigkeit der Beschreibung, Sensibilität und Vorsicht in der Interpretation kennzeichnen die Sammlung - und machen sie zu einer der wichtigsten Publikationen des letzten Jahres. Brink, Cornelia: Ikonen der Vernichtung. Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern nach 1945. Berlin 1998, 266 S. (Schriftenreihe des Fritz-Bauer-Instituts.14.). -- ISBN 3-05-003211-1, DM 98,–. Zuerst als Diss., Freiburg 1998. Brinkmann, Michael: Das neue Recht des Mitteldeutschen Rundfunks unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen des Rundfunkrechts in der ehemaligen DDR. Frankfurt [...]: Peter Lang 1994, 300 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 1557.). -- ISBN 3-631-47285-4, DM 89,--. Brinkmöller-Becker, Heinrich (Hrsg.): Die Fundgrube für Medienerziehung in der Sekundarstufe I und II. Berlin: Cornelsen Scriptor 1997, 280 S. -- ISBN 3-589-21102-4, DM 36,–. Brock, Alexander: Symmetrie und Asymmetrie in einem "phone-in". In: Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik 21,2, 1996, S. 1ff. Brock, Alexander / Hartung, Martin (Hrsg.): Neuere Entwicklungen in der Gesprächsforschung. Vorträge der 3. Arbeitstagung des Pragmatischen Kolloquiums Freiburg. Tübingen: Narr 1998, 288 S. (ScriptOralia. 108.). -- ISBN 3-8233-5418-3, DM 128,–. Mit Beiträgen zur Grammatik der Fußballreportage und zum Chemnitzer Projekt „Über Fernsehen sprechen“. Broda-Kaschube, Beatrix: Zur Ratgeberfunktion des Fernsehens: Inwieweit wird das Fernsehen den Wünschen und Bedürfnissen älterer Menschen gerecht? Diss. München: Universität der Bundeswehr 1994, 303 S. Brömme, Bettina / Endl, Thomas (Hrsg.): Ein Herz und eine Serie. Fernseh-Geschichten. Leipzig: Reclam 1999, 223 S. (Reclam-Bibliothek. 1666.). -- ISBN 3-379-01666-7, DM 19,–. Geschichten zu Serien, mit denen die Geschichtenschreiber aufgewachsen sind: Das ist ein lebendiger Zugang zur Fernsehgeschichte, offensiv subjektiv, eine tiefere analytische Haltung wird nicht beabsichtigt. Da wird die Fernsehserie gefeiert, weil sie einen nostalgischen Blick auf ein Stück vergangene Naivität organisiert. Weil sie Kulturgeschichte als etwas Erlebtes und Privates erschließt und gegen den autokratischen Anspruch von Ideologie, Kritik und ähnlichem abschirmt. Mediengeschichte ist dann manchmal eine private Veranstaltung, in der das Persönliche gegen das Gesellschaftliche gestellt ist, weil Gesellschaftliches gar nicht als kollektive Folie eigenen Erlebens erlebt wurde. Bücher, die Fernsehgeschichten dieser Art versammeln, sind ambivalent. Positiv gewendet: Sie geben Blicke auf private Geschichte frei. Kritisch: sie zeigen, wie Privates gegen Kritik immunisiert wird. Problematisierend: sie zeigen, wie Fernsehen als Intim-Medium gesetzt war (oder gar erst im Nachhinein in den Geschichten gesetzt wird). Ambivalent, der kleine Band. Amüsant zu lesen, mit manchen klugen Einsichten. Aber eben auch ein Dokument für eine nostalgische Überzuckerung der Fernseh-Erinnerung und für eine durchaus problematische Entlastung des alten Programms. Bronfen, Elisabeth: Heimweh. Illusionsspiele in Hollywood. Berlin: Volk und Welt 1999, 557 S. -- ISBN 3-353-01104-8, DM 56,–. Brosius, Hans-Bernd: Alltagsrationalität in der Nachrichtenrezeption. Ein Modell zur Wahrnehmung und Verarbeitung von Nachrichteninhalten. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1995, 351 S. -- ISBN 3-531-12690-3, DM 62,--. Brosius, Hans-Bernd (Hrsg.): Kommunikation über Grenzen und Kulturen. Konstanz: UVK Medien 2000, 440 S. (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 27.). Brosius, Hans-Bernd / Esser, Frank: Eskalation durch Berichterstattung. Massenmedien und fremdenfeindliche Gewalt. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1995, 235 S. -- ISBN 3-531-1268-5, DM 38,--. Die Autoren entwickeln ein Eskalationsmodell der Gewalt; außerdem wird die These vertreten, daß Fernsehen und Presse fast reflexartig auf ausländerfeindliche Straftaten reagierten und daß darin eine Bedingung für Nachahmungstaten liege; allerdings komme den Medien keine alleinverursachende Funktion zu. Brosius, Hans-Bernd / Fahr, Andreas: Werbewirkung im Fernsehen. Aktuelle Befunde der Medienforschung. München: Reinhard Fischer 1996, 252 S. (Angewandte Medienforschung. Schriftenreihe des Medieninstituts Ludwigshafen. 1.). -- ISBN 3-88927-170-7, DM 39,--. Brosius, Hans-Bernd / Fahr, Andreas: Die Informationsleistung privater Regionalfenster. Eine Analyse von RTL Hessen live und Sat.1 Regionalreport Rheinland-Pfalz/Hessen. München: KoPäd 1996, 152 S. (Schriftenreihe der LPR Hessen. 2.). -- ISBN 3-929061-72-4, DM 30,--. Brosius, Hans-Bernd / Fahr, Andreas / Vlasic, Andreas: Die Dritten Programme der ARD: Entwicklung, Angebotsstruktur und Nutzung. Hrsg. v. Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT) und Mediagruppe München. Berlin: Vistas 1999, 137 S. -- ISBN 3-89158-253-6. Brosius, Hans-Bernd / Fahr, Andreas / Zubayr, Camille (Hrsg.): Meinung, Meinungsvielfalt, Meinungsrelevanz. Interdisziplinäre Perspektiven. München: Reinhard Fischer 1996, 104 S. (Angewandte Medienforschung. Schriftenreihe des Medieninstituts Ludwigshafen. 2.). -- ISBN 3-88927-180-4, DM 28,--. Brosius, Hans-Bernd / Weiler, Stefan: Medienpädagogischer Atlas Rheinland-Pfalz. Einrichtungen, Institutionen und Angebote in Rheinland-Pfalz. Baden-Baden: Nomos 1999, 220 S. (Schriftenreihe der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter. 20.). -- ISBN 3-7890-6312-6, kein Preis mitgeteilt. Brownlow, Kevin: Pioniere des Films. Vom Stummfilm bis Hollywood. Frankfurt: Stroemfeld/Roter Stern 1996, 685 S. -- ISBN 3-97977-386-2, DM 98,--. -- Brownlows The Parade's Gone By..., das 1968 zuerst erschien, gilt immer noch als ein Geheimtip. Die Lebendigkeit und Leidenschaftlichkeit, mit der Brownlow vom Entstehen der Filmkunst in den zehner und zwanziger Jahren erzählt (genauer: von den Menschen, die den Stummfilm gemacht haben), teilt sich bis heute mit. Die Darstellung greift auf zahllose Interviews zurück, die der Autor mit den noch lebenden Akteuren geführt hat, was dem Bericht eine ganz eigentümlich melancholische Aura verschafft. Spannende Lektüre bis heute, kein Zweifel. Der Band ist fast dreißig Jahre nach seiner amerikanischen Premiere nun auch in deutscher Sprache erschienen, das Frankfurter Filmmuseum hat's ermöglicht. Ein Prachtbuch ist's geworden, von einem Gewicht, daß man es als Kopfkissenlektüre schon nicht mehr benutzen kann. Für die Studenten des Faches, die es lesen müßten, leider wohl zu teuer. Der Preis der Pracht. -- Der Text ist auf dem Stand von 1968 belassen, keine Ergänzungen, kein Vor- oder Nachwort, keine Seitenbemerkungen, was sich inzwischen alles getan hat. So erfährt der Leser nichts von den umfangreichen Forschungen insbesondere zum frühen Stummfilm, der von Brownlow noch als primitive Phase der Filmgeschichte angesehen wird. Nichts aus der Griffith-Forschung. Nichts zu den Starsystemen der zwanziger Jahre. Das Buch suggeriert, es sei ein definitiver Aufblick auf die Stummfilmphase - und darin täuscht es. Daß das Filmmuseum nicht darauf bestanden hat zu kontextualisieren, zu ergänzen, Ausblicke auf die heutige Forschung zu geben: Das ist einigermaßen unverständlich. -- Am Wert und an der Faszination von Brownlows schwärmerischem Bericht vermag das aber kaum etwas zu ändern - zumal die Kapitel zu den Handwerken des Films, zu Schnitt und Drehbuch, Kameraarbeit und Filmarchitektur usw., faszinierende erste Bestandsaufnahmen zu Gegenständen der Filmgeschichte sind, die noch immer kaum wissenschaftliche Aufmerksamkeit gefunden haben. Brubaker, David: André Bazin on automatically made images. In: Journal of Aesthetics and Art Criticism 51,1, 1993, S. 59-67. Bruck, Peter A. (Hrsg.): Medienmanager Staat. Von den Versuchen des Staates, Medienvielfalt zu ermöglichen. Medienpolitik im internationalen Vergleich. München: Reinhard Fischer 1996, 656 S. -- ISBN 3-88927-134-0, DM 49,--. Brüne, Klaus: Autorenlexikon deutschsprachiger Drehbücher für Kino und Fernsehen 1945-1993. Köln: Katholisches Institut für Medieninformation 1994, 815 S. -- DM 98,--. Bezug durch das Institut, Am Hof 28, D-50667 Köln. Brunken, Otto: Jede Menge Leben. Daily Soaps im geschlechterdifferenzierten Unterricht. In: Praxis Deutsch 143, 1997. Brunn, Stefan: Abschieds-Journalismus. Die Nachrufkultur der Massenmedien. Münster: Lit Vlg. 1999, x, 237 S. (Publizistik. 3.). -- ISBN 3-8258-4282-7, DM 49,80. Zuerst unter dem Titel Abschieds-Journalismus. Produktion und Problematik von Nachrufen als Diss. Bamberg 1998. Die bislang erste Untersuchung über die Nachrufkultur, zwar ohne Ausblick auf die nekrologische Praxis der Wochenschau oder des Fernsehens, aber methodisch anregend und übertragbar. [Aus der Zusammenfassung:] Der Konflikt zwischen dem Persönlichen und dem Nachrichtlichen ist eines von mehreren wichtigen Problemen des Abschied-Journalismus, auf die jede Beschäftigung mit Nekrologen stoßen wird. [Einige dieser Probleme:] Tabuisierungen und Thanatisierungen, stilistische Gratwanderungen zwischen Würdigungs- und Nachrichtensprache, Mangel an Neuigkeitswert des Nachrufs, das basale De mortuis nihil nisi bene, schließlich die Vorfabrikation von Nekrologen. Brunow, Jochen (Hrsg.): Schreiben für den Film. Das Drehbuch als eine andere Art des Erzählens. 3. Aufl. München: Text & Kritik 1991, 109 S. (Literatur und andere Künste. 2.). -- ISBN 3-88377-300-x. DM 22,--. Bruns, Karin: Kinomythen 1920-1945. Die Filmentwürfe der Thea von Harbou. Stuttgart: Metzler 1995, iv, 282 S. -- ISBN 3-476-01278-6, DM 68,--. Bruns, Thomas: Veränderung der Gewaltberichterstattung im politischen Informationsprogramm des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens von 1986 bsi 1994. Eine Längsschnittanalyse. Köln: Herbert von Halem Verlag 1998, 317 S. -- ISBN 3-931606-27-9, kein Preis mitgeteilt. Zuerst als Diss., Duisburg 1998. Bruns, Thomas / Marcinkowski, Frank / Greger, Volker / Nieland, Jörg-Uwe: Politische Information im Fernsehen. Eine Längsschnittstudie zur Veränderung der Politikvermittlung in Nachrichten und politischen Informationssendungen. Projektleitung: Heribert Schatz. Leverkusen: Leske & Budrich 1997, 373 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. 21.). -- ISBN 3-8100-1666-7, DM 68,--. Bruns, Thomas / Marcinkowski, Frank / Nieland, Jörg-Uwe / Ruhrmann, Georg / Schierl, Thomas: Fern-Sehen und sozialer Wandel. Duisburg: Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) 1994, (2), 53 S. (Arbeitspapier. 01/94.). -- Bezug über das RISP, Heinrich-Lersch-Str. 15, D-47057 Duisburg. Kein Preis mitgeteilt. Bubmann, Peter / Müller, Petra (Hrsg.): Die Zukunft des Fernsehens. Beiträge zur Ethik der Fernsehkultur. Mit Beitr. v. Dieter Stolte [...]. Stuttgart/Berlin/Köln: Kohlhammer 1996, 182 S. -- ISBN 3-17-014014-0, DM 29,80 Buchka, Peter (Hrsg.): Deutsche Augenblicke. Eine Bilderfolge zur Typologie des Films. München: Ed. Belleville 1996, 112 S. -- ISBN 3-923646-49-6, DM 28,--. Buck, Elmar: Studienbuch Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Abhandlungen, Essays, Vorträge vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Düsseldorf: Grupello 1995, 224 S. -- ISBN 3-928234-31-5, DM 28,--. Buckland, Warren: Filmic meaning: The semantics-pragmatics interface. In: Kodikas/Code 14,3-4, 1991, S. 261-279. Buddemeier, Heinz: Kinderfernsehen ist nichts für Kinder. Untersuchungen und Überlegungen zu einer Nachrichtensendung für Kinder. Verein für ein erweitertes Heilwesen 1991, 24 S. (Soziale Hygiene. 141.). -- ISBN 3-926444-10-X. DM 4,--. Buddemeier, Heinz: Leben in künstlichen Welten. Cyberspace, Videoclips und tägliches Fernsehen. Stuttgart: Urachhaus 1993, 120 S. -- ISBN 3-87838-920-5, DM 24,--. Bufe, Wolfgang / Lüsebrink, Hans-Jürgen / Stefani-Meyer, Georgette / Walter, Klaus-Peter: Französische Kultur- und Medienwissenschaft. Eine Einführung. Tübingen: Narr 1998. -- ISBN 3-233-4963-5, DM 32,80. Buhmann, Bernd: Magazine zum Frühstück. Über Entstehung, Gestaltung und Akzeptanz einer neuen TV-Programmsparte. Berlin: Verlag für Berlin und Brandenburg 1995, 253 S. Bulgakowa, Oksana (Zusammenstellung u. Red.): Film Auge Faust Sprache. Filmdebatten der 20er Jahre in Sowjetrußland. Berlin: Berliner Filmkunsthaus Babylon e.V. [1992], 73 S. -- DM 20,--. Bulgakowa, Oksana (Hrsg.): Die ungewöhnlichen Abenteuer des Dr. Mabuse im Lande der Bolschewiki. Berlin: Freunde der Deutschen Kinemathek 1995, 304 S. -- Katalog zu einer Retrospektive, die die wichtigsten Phasen der deutsch-russischen Filmbeziehungen von den 20er Jahren bis zum Neubeginn nach 1945 dokumentiert. Bulgakowa, Oksana: Sergej Eisenstein - drei Utopien. Architekturentwürfe zur Filmtheorie. Berlin: PotemkinPress 1996, 304 S. -- ISBN 3-9804989-0-5, DM 29,80. Bulgakowa, Oksana: FEKS, die Fabrik des exzentrischen Schauspielers. Berlin: PotemkinPress 1996, 304 S. -- ISBN 3-9804989-1-3, DM 29,80. Bulgakowa, Oksana: Sergej Eisenstein. Eine Biographie. Berlin: Potemkin Press 1997, 304 S. -- ISBN 3-9804989-5-6, DM 38,--. Bullinger, Martin: Länderfinanzausgleich und Rundfunkfinanzausgleich. Verfassungsrechtliche Ziele und Maßstäbe. Baden-Baden: Nomos 1998, 67 S. -- ISBN 3-7890-5380-5, DM 28,–. Bullinger, Martin / Mestmäcker, Ernst-Joachim: Multimediadienste. Struktur und staatliche Aufgaben nach deutschem und europäischem Recht. Baden-Baden: Nomos 1997, 178 S. (Law and Economics of International Telecommunications / Wirtschaftsrecht der internationalen Telekommunikation. 30.). -- ISBN 3-7890-4633-7, DM 68,--. Bülow, Ginny G. von: Franz Schulz. Ein Autor zwischen Prag und Hollywood. Prag: Vitalis 1997, 304 S. -- ISBN 80-85938-01-4, DM 39,80. Über den Drehbuchautor Franz Schulz / Franz Spencer. Bülow, Lorenz: Themen-Sponsoring im Fernsehen. Möglichkeiten eines neuen Kommunikationsinstruments neben Spotwerbung und Product placement aus rundfunk- und wettbewerbsrechtlicher Sicht. München: VVF 1998, xxv, 158 S. (Rechtswissenschaftliche Forschung und Entwicklung. 580.). -- ISBN 3-89481-305-9, DM 42,80. Zuerst als Diss., München 1997. Bulut, Claudia: Karfunkel. Die Konstruktion des Fremden im Kinderfernsehen. Alfeld/Leine: Coppi 1999, viii, 135 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 67.). -- ISBN 3-930258-66-8, DM 30,–. Zuerst als Magisterarbeit Marburg 1996/97. [Klappentext:] Insbesondere für Kinder leistet das Fernsehen einen entwicklungspsychologisch wichtigen Beitrag für die Erstellung des kindlichen Weltbildes. Kinder brauchen Handlungsmodelle und Vorbilder, die ihnen als Hilfestellung zum erfolgreichen Handeln dienen. Die ZDF-Fernsehspielreihe Karfunkel versucht, nicht nur modellhafte Vorbilder zu liefern, sondern wagt sich, mittels der Identifikation mit vorbildhaften Protagonisten, an den Abbau von stereotypen Vorurteilen heran.Ansätze, gesellschaftliche Themen, wie z.B. Menschen aus fremden Kulturen, auch im Kinderfernsehen zu bearbeiten, gab es mehrfach. Karfunkel greift jedoch das selten betrachtete Leben ausländischer Kinder in Deutschland auf. Sie versucht den Gegenstandsberech „Fremd“ und „Fremdsein“ vor allem vor dem Hintergrund der sozialen Nähe und unter dem identifikatorischen Aspekt zu entwickeln. Bumke, Ulrike: Die öffentliche Aufgabe der Landesmedienanstalten: Verfassungs- und organisationsrechtliche Überlegungen zur Rechtsstellung einer verselbständigten Verwaltungseinheit. München: Beck 1995, 600 S. (Münchner Universitätsschriften. Reihe der Juristischen Fakultät. 104.). -- ISBN 3-406-38970-8, DM 187,--. Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (Hrsg.): Hält die Kindersperre, was sie verspricht? Technischer Jugendschtz im analogen und digitalen Fernsehen. Bonn: Die Arbeitsgemeinschaft 1998. -- Bezug durch die Bundesarbeitsgemeinschaft, Haagerweg 44, D-53127 Bonn; Fax: 0228-282.773. Bundesarchiv-Filmarchiv (Hrsg.): Filmbibliographischer Jahresbericht 1990. Berlin: Henschel 1994. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (Hrsg.): Qualifizierung im Bereich der audiovisuellen Medien. Bestandsaufnahme und Entwicklungslinien. Bonn: Das Ministerium, Ref. Öffentlichkeitsarbeit 1995, 74 S. Bundesministerium des Inneren (Hrsg.): Info 2000. Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft. Bericht der Bundesregierung. Bonn: Das Ministerium 1996, 138 S. Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (Hrsg.): Neue Medien - neue Gefahren?! Köln/Weimar/Wien: Böhlau 1997. -- ISBN 3-412-06497-1, DM 28,--. Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Schriftenreihe Medienberatung. Konzeption und Projektleitung: Rainer Waterkamp. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1996ff. -- Die Hefte der Schriftenreihe sollen Anschauungsmaterial und historische Quellen zu verschiedenen Aspekten des Film- und Fernsehschaffens in der DDR bieten, typische Merkmale des Zeitgeistes herausfiltern, Spezifika der DDR-Produktionen im Wandel der Zeit belegen, offene oder versteckte Systemkritik herausarbeiten, Hintergrundinformationen zusammentragen und die Instrumentalisierung von Film und Fernsehen für die Agitations- und Propagandazwecke des SED-Regimes aufdecken. -- Bisher erschienen: 1. Der Wandel des Preußenbildes in den DDR-Medien. 1996, 112 S. -- 2., erw. Aufl. 1997, 120 S. -- Aus dem Inhalt: Sabine Spindler: Preußen in den DDR-Medien, dargestellt am Beispiel von Sachsens Glanz und Preussens Gloria (11-18). -- Gerhard Wiechmann: Das Preußenbild in den DDR-Medien: DEFA-Spielfilm Lützower (49-70). -- Peter Meyers: Die DDR-Fernsehproduktion Scharnhorst (71-86). -- Zu diesem Heft erschien als Bildteil ein Beiheft (1997, 53 S.). 2. Frauenbilder in den DDR-Medien. 1996, 199 S. -- Inhalt: Heinz Kersten: Die Rolle der Frau in DDR-Spielfilmen seit Anfang der 70er Jahre (9-18). -- Michael Schäplitz: Am Ende des Regenbogens steht nicht Sabine Wulff (19-28). -- Heidrun Chmura: Düstere Landschaft. Das Frauenbild der DDR am Beispiel des Films Das Fahrrad (29-39). -- Fernand Jung: "Wir alle lieben Paula, aber uns liegt an Paul". Zur Rezeption des Spielfilms Die Legende von Paul und Paula (40-54)-. -- Uta Becher: Solo Sunny - ein Film von Gestern für Heute? (55-68). -- Annette C. Eckert: Ohne Lärm und letzte Ruhe. DEFA-Spielfilme aus der kritischen Sicht einer westdeutschen Frauenrechtlerin (69-79). -- Anne Dessau: Die Einmischerinnen. Historische Frauenfiguren im Fernsehen der DDR (81-91). -- Dieter Wolf: Zum Frauenbild im DEFA-Spielfilm - Ideal und Wirklichkeit (92-106). -- Harry Blunk: Der Dritte (107-122). -- Auch zu diesem Heft erschien ein Bildteil als Beiheft (1997, 105 S.). 3. Die Bundesrepublik Deutschland im Spiegel der DDR-Medien. 1996, 96 S. -- Aus dem Inhalt: Georg Schütte: ABC-Berichterstattung. Das Bild der Bundesrepublik Deutschland in der Aktuellen Kamera (9-24). -- Christiane Mückenberger: DEFA und "Kalter Krieg". Der Blick nach Westen (29-44). -- Thomas Heimann: Du und mancher Kamerad (45-58). 4. Nationalsozialismus und Judenverfolgung in den DDR-Medien. 1996, 127 S. -- Inhalt: Christiane Mückenberger: Die ersten "antifaschistischen" DEFA-Filme der Nachkriegsjahre (11-25). -- Wolfgang Becker / Norbert Schöll: In jenen Tagen... (26-36). -- Harry Blunk: Wie man ein Volk verführt. Bemerkungen zum DEFA-Spielfilm Lissy (37-44). -- Fernand Jung: Das Thema Antisemitismus am Beispiel des DEFA-Films Ehe im Schatten (45-52). -- Hans Müncheberg: Entstehungsgeschichte und Hintergründe der Filme Hotel Polan und seine Gäste sowie Die Verlobte (53-68). -- Peter Meyers: Der DEFA-Film Die Mörder sind unter uns (69-82). -- Das Beiheft DEFA-Filmplakate (1997, 2 S., 30 Taf.) enthält Abbildungen von Plakaten als Postkarten. 5. Leit- und Feindbilder in DDR-Medien. 1997, 208 S. -- Inhalt: Gerhard Wiechmann: Leit- und Feindbilder im Science-fiction-Film. Die DDR-Produktion Der schweigende Stern (9-27). -- Dirk Jungnickel: Der Film als Medium des Klassenkampfes. Der DEFA-Episodenfilm Geschichten jener Nacht (28-44). -- Claus Löser: Inszenierte Geschichte - Die alte neue Welt (45-54). -- Sandra Langenhahn: Ursprünge und Ausformung des Thälmannkults. Die DEFA-Filme Sohn seiner Klasse und Führer seiner Klasse (55-65). -- Georg Schütte: An vorderster Front zum Klassenfeind. Fernsehjournalismus in der DDR (66-74). -- Hans Müncheberg: Drei Jahre, drei Fassungen. Steine im Weg (75-88). -- Christel Gräf: DEFA zwischen Anpassung und Protest. Der sozialistische Leiter im Film Schnauzer (89-100). -- Christiane Mückenberger: Der Wandel des antifaschistischen Leitbildes im DEFA-Film (101-112). -- Gebhard Moldenhauer: Geschichtsbild einer Geschichte in Bildern. Der DEFA-Spielfilm Die besten Jahre (113-129). -- Sabine Spindler: Der neue sozialistische Held. Die DDR-Fernsehproduktion Daniel Druskat (130-144). -- Zu diesem Heft stellt unter dem Titel Militärpropaganda im Fernsehen der DDR ein Beiheft (1997, 162 S.) zahlreiche Beispiele in Protokollen und Inhaltsbeschreibungen vor. Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Handbuch Medienarbeit. Medienanalyse, Medieneinordnung, Medienwirkung. Mit Beitr. v. Gerd Albrecht [et alii]. Red.: Ulrich Allwardt. 3. Aufl. Opladen: Leske & Budrich 1991, 128 S. -- ISBN 3-8100-0886-9. Einführendes Werk. Enthält ein v. Rainer Salm zusammengestelltes "Glossar wichtiger medienpädagogischer Begriffe", 105-128. Bundschuh, Anja: Fernsehen und Jugendschutz in Europa. Eine Politikfeldanalyse zum Verhältnis von staatlicher Regulierung und Selbstkontrolle. Baden-Baden: Nomos 1999, 299 S. (Düsserldorfer Kommunikations- und Medienwissenschaftliche Studien. 2.). -- ISBN 3-7890-5084-9, DM 58,–. Bungert, Heike: Glory and the Experience of Afro-American Soldiers in the Civil War: An Attempt at Historical Film Analysis. In: American Studies / Amerikastudien 40,2, 1995, S. 271-282. Bunke, Ulrike: Die öffentliche Aufgabe der Landesmedienanstalten: Verfassungs- und organisationsrechtliche Überlegungen zur Rechtsstellung einer verselbständigten Verwaltungseinheit. München: Beck 1995, 529 S. -- Zuerst als Diss., München 1993/94. Buñuel, Luis: "Wenn es einen Gott gibt, dann soll mich jetzt der Blitz treffen!" Nachw. v. Fritz Rudolf Fries. Berlin: Wagenbach 1994, 112 S. -- ISBN 3-8031-1146-3, DM 24,80. Buñuel, Luis: Objekte der Begierde. Hrsg. v. Heinrich v. Berenberg. Berlin: Klaus Wagenbach Vlg. 2000, 190 S. (Wagenbachs Taschenbuch. 360.). -- ISBN 3-8031-2360-7, DM 22,80. Zum 100. Geburtstag - was Buñuel zu sagen hatte über den Surrealismus, den Film, Martinis, Arbeit in der Bar, Spinnen und Sexualität. Der wunderbar bunte und zwischen Themen springende Band enthält eine bunte Folge von Auszügen aus den Büchern und den zahllosen Interviews. Und Erinnerungen von Louis Aragon, Henry Miller, Max Aub und anderen Freunden und Bewunderern. Welcher intellektuelle Reichtum, welche Provokation, welches Augenzwinkern all dem innewohnt, stimmt melancholisch, weil das Vergessen der Filmgeschichte auch ihn erfaßt hat. Von Berenbergs Einleitung endet: In den achtziger Jahren lief Der diskrete Charme der Bourgeoisie jedes Jahr mindestens zweimal im bundesdeutschen Fernsehen. Schön wäre es, wenn diese Zeiten wiederkämen. Wie Recht er hat! Buonanno, Milly: Fiktionale Fernsehsendungen in Europa. Köln 1999, 247 S. Burbulla, Frank: Die Fernsehöffentlichkeit als Bestandteil des Öffentlichkeitsgrundsatzes. Frankfurt [...]: Lang 1998, 162 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2497.). -- ISBN 3-631-33938-0, DM 65,–. Burder, John: 16mm Filmschnitt. Technik, Bild- und Schnittdramaturgie für den Film- und Videoschnitt. Köln: Reil & Gottschalk 1993, 143 S. (Vom Profi lernen. 1.). -- ISBN 3-927137-03-0, DM 30,--. Bezug durch den Verlag, Alteburger Str. 111, D-50678 Köln. -- Aus dem Inhalt: Die Tätigkeit des Cutters, Ökonomie im Schneideraum, Klebestellen, Schneideraumzubehör, Randnummern und Filmformate, Ausmustern, Startband, der erste Schnitt, Continuity-Schnitt, Dehnen des Bildgeschehens und Feinschnitt, Negativschnitt, Überblendungen, Titel, Planung aller Tonbänder, Geräuschbänder, Synchronpunkte, Bild und Ton synchron, Füllmaterial erhält die Synchronität, Mischung, Bildfehler. -- John Burders 16mm film cutting gilt seit seinem Erscheinen 1975 bei Focal Press unter Filmpraktikern als Geheimtip. Denn es beschreibt Technologie und Handwerk des 16mm-Schnitts bündig, genau und umfassend. Das Buchkonzept: eine Doppelseite jeweils für ein Thema - links die Textdarstellung - rechts die erklärende Illustration. -- Dem Verlag ist sehr zu danken, daß er dieses Buch durch eine Übersetzung zugänglich gemacht hat. Es hätte jedoch nicht unbedingt diese - teils erheiternde, teils zersetzende - Übersetzung sein müssen. Der allererste Satz des Buchs: "Die Cutters übernimmt die Verantwortung für einen Film, sobald der belichtete Film entwickelt wurde." Na ja. Nicht immer müssen richtig schreiben deutsch Sprach, wo Inhalt durchschimmerig. Doch andere Stellen werden von der Übersetzung kühner angegangen. Die hilfreichen definitorischen Differenzierungen des englischen Originals (S. 38) in dem Satz "Individual film shots are often referred to in the cutting rooms as scenes. This use of the word 'scene' is really only correct in the case of a long take when the camera shoots an entire action sequence in one take" werden (S. 30) z.B. so übersetzt: "Einstellungen werden im Schneideraum oft als Szenen bezeichnet. Die Benutzung des Wortes 'Szene' ist aber nur dann korrekt, wenn es sich um eine Reihe von Einstellungen handelt, die die gesamte, auf auf einem [!] Drehort beziehende Handlung umfaßt." -- Daß es sich um eine gekürzte Ausgabe handelt, wird vom Verlag verschwiegen: Informationen über die "Moviola" und den "Synchronizer" bleiben dem deutschsprachigen Leser vorenthalten. Die Cutterinnen und Cutter der halben Welt arbeiten erfolgreich mit diesen Geräten. Bei uns sind sie unbekannt. Gerade deshalb wäre das interessant. Dieses eindeutige 16mm-Handbuch mit dem hinzugefügten Untertitel auch für den Videoschnitt anzupreisen, ist nebenbei ein recht drolliger Einfall des Verlags. -- Trotz solcher Wunderlichkeiten kommt, wer sich mit Filmschnitt beschäftigt, am "Burder" nicht vorbei. Das Buch verdient es, viel gelesen und viel gekauft zu werden; auch weil dadurch eine zweite - verbesserte Auflage - schneller möglich wird. -- (Gerhard Schumm) Burger, Anke: Mambos und Mammies. Schwarze Frauen im amerikanischen Spielfilm, 1985-1991. Berlin: John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien 1995, 175 S. (Berliner Beiträge zur Amerikanistik. 3.). -- Mainstream Film und New Black Cinema aus der Perspektive feministischer Filmtheorie und afroamerikanischer Kulturgeschichte. Burger, Harald: Das Gespräch in den Massenmedien. Berlin/New York: de Gruyter 1991, vii, 438 S. -- ISBN 3-11-012221-5. DM 180,--. -- Burgers Sprache der Massenmedien (Berlin/New York: de Gruyter 1984) war ein äußerst nützlicher Überblick über den Stand der sprachwissenschaftlichen Analyse von (sprachlichen) Medientexten. Sein neues Buch erweist sich schnell als ein unprätentiös geschriebenes, die Untersuchung an zahlreichen Beispielen entwickelndes und illustrierendes Unternehmen, das nicht nur einführenden und Überblick gebenden Charakter hat, sondern auch glänzend als Grundlage entsprechender Fachseminare verwendet werden kann. An einzelnen Facetten der (sprachlichen) Medienkommunikation wie dem Umgang mit "Zeit" und "Raum", an Charakteristiken wie "Spontaneität", "Informativität" und "Intimität" oder den Rollen und Rollenkonflikten des Showmasters und der anderen Beteiligten (vor allem in den Show-Genres) zeigt Burger, daß Mediengespräche "eine eigene Wirklichkeit [haben], in die Elemente anderer Wirklichkeiten transformiert werden und in der sie eine neue Funktion erhalten" (413). -- Nur geringe Aufmerksamkeit gilt sowohl den nichtverbalen Techniken der Kommunikation wie auch der visuellen Auflösung und Inszenierung von Mediengesprächen. Trotz dieses Einwands: Eine wichtige und empfehlenswerte Studie (die durch den hohen Preis leider fast unzugänglich bleiben wird - dem Verlag wäre eine wohlfeile Ausgabe z.B. in der "Sammlung Göschen" anzuempfehlen, weil das Buch als Textgrundlage für Veranstaltungen sehr gut geeignet ist). Burghardt, Kirsten: Werk, Skandal, Exempel. Tabudurchbrechung durch fiktionale Modelle: Willi Forsts Die Sünderin. München: Schaudig & Ledig 1996, 374 S. (Diskurs Film Bibliothek. 11.). -- ISBN 3-926372-61-3, DM 86,--. Die vorliegende Studie analysiert den Skandal um Willi Forsts Film Die Sünderin (1951) im Kontext der „moralischen Wiederaufrüstung“ nach 1945. Ausgehend von der Grundannahme, daß das Medium Film an öffentlichen Meinungsbildungsprozessen teilhabe, konfrontiert Burghardt die modellhaften Konfliktlösungsstrategien, die Die Sünderin anbietet, mit der moralischen Rezeption des Films als Tabudurchbrechung. Warum Die Sünderin nicht nur zum skandalösesten, sondern auch zum erfolgreichsten Film nach 45 wurde, läßt sich leicht an den reizvollen Verboten ablesen, mit denen die Kirchen ihre Anhänger vom Kinobesuch abhalten wollten: eine „Woge der Unsittlichkeit“ habe der Film ausgelöst, welche die „letzten Werte echten Volkstums“ erfasse; fast unausweichlich scheint die Erklärung Die Sünderin zur „Todsünde“ Die historische Rekonstruktion des Skandals selbst, mit welcher die Studie beginnt, hat Unterhaltungswert und sagt gleichzeitig mehr über die historische Funktion der Sünderin aus, als viele der oft umständlichen formalen Analyseansätze, die den Hauptteil des Buches ausmachen. Dort versammelt die Autorin in methodologischer Anlehnung an so unterschiedliche Ansätze wie Pfister, Lotman oder Iser eine Vielfalt an Detailanalysen, die insgesamt die formalen, „textinternen“ Normen aufzeigen sollen, welche von der Öffentlichkeit - so das Fazit des Buches - in einer „partiellen Fehlrezeption“ (347) mißachtet wurden. Wo diese Analysen rein formalistisch verfahren (und dabei doch in den vielen Nacherzählungen einzelner „Syntagmen“ oft unterhalb einer spezifisch filmischen Formensprache argumentieren), gerät der Zusammenhang zwischen filmischer Gestaltung und gesellschaftlichem Diskurs, in dem der eigentlich reizvolle Kern dieser Studie läge, aus dem Blick. (Johannes von Moltke) Burghart, Heinz: Medienknechte. Wie die Politik das Fernsehen verdarb. München: Droemer Knaur 1993, 340 S. -- ISBN 426-26571-0, DM 38,--. Bürgisser, Margret: Zwischen Heimat und Niemandsland. Zum Bild der Stadt im Schweizer Spielfilm von 1970-1990. Mit einem Beitr. v. Pierre Lachat. Zürich: Nationales Forschungsprogramm "Stadt und Verkehr" 1992, xii, 107 S. (Nationales Forschungsprogramm "Stadt und Verkehr". Berichte. 17.). -- ISBN 3-907118-05-7, sFr. 28,--. Burkart, Roland: Kommunikationswissenschaft. Grundlagen und Problemfelder - Umrisse einer interdisziplinären Sozialwissenschaft. 3., neu bearb. u. erw. Aufl. Köln/Weimar: Böhlau 1998 (Böhlau-Studienbücher: Grundlagen des Studiums.).. -- ISBN 3-205-98836-1, DM 68,--. 2. Aufl. 1995, 553 S. Burning Paradise: Das asiatische Kino 3, 1998, 55 S. -- Bezug: Burning Media, Freiherr-vom-Stein-Str. 4, D-50733 Köln. DM 9,50. Red.: Helmut Krutsch. Burns, Rob: Fassbinder's Angst essen Seele auf: A mellow Brechtian drama. In: German Life and Letters 48,1, 1995, S. 56-74. Burr, Wolfgang: Netzwettbewerb in der Telekommunikation. Chancen und Risiken aus der Sicht der ökonomischen Theorie. Frankfurt: DUV Gabler Ed. Wissenschaft 1995, xvii, 221 S. -- ISBN 3-8244-172-2, DM 89,--. Burzlaff, Werner: The history of film as search for symbols. In: Semiotics 1990. Ed. by Karen Haworth, John Deely & Terry Prewitt. With Symbolicity. Ed. by Jeff Bernard, John Deely, Vilmos Voigt & Gloria Withalm. [2 Bde. in einem.] Lanham, Maryland: University Press of America 1993. Buss, Malte: Manipulation mit Millionen. TV-Werbung intern. Frankfurt/Berlin: Ullstein 1994, 250 S. (Ullstein-Buch. 35485.). -- ISBN 3-548-35485-8, DM 16,90. Busse, Tanja: Mythos in Musikvideos. Weltbilder und Inhalte von MTV und VIVA. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1996, (7), iv, 179 S. (Kommunikationsökologie. 3.). -- ISBN 3-8258-3117-5, DM 28,80. Butteron, Sigrid [u.a.]: Die Hesselbachs. Geschichte einer Funk- und Fernsehfamilie. Eine Dokumentation. Frankfurt: Eichborn 1991, 96 S. -- ISBN 3-8218-1722-4, DM 28,–. Buttgereit, Jörg: Monster aus Japan greifen an. Godzilla, Gamera & Co. Von Jörg Buttgereit & Freunde. München: Belleville 1998, 182 S. -- DM 39,80. Büttner, Christian / Crans, Cornelius / Gottberg, Joachim von / Metze-Mangold, Verena (Hrsg.): Jugendmedienschutz in Europa. Gießen: Psychosozial-Vlg. 1999, 258 S. (Psychoanalytische Pädagogik.). -- ISBN 3-932133-92-7, DM 39,80. Büttner, Edgar / Eichengrün, Ernst / Haker, Gisela / Schöttler, Annegret / Wettengel, Michael (Red.): Bundesarchiv - Filmarchiv. Koblenz: Bundesarchiv 1995, 86 S. (Mitteilungen aus dem Bundesarchiv. 3,1, 1995.). -- Hrsg. v. Karl Griep. Bezug durch das Bundesarchiv, Potsdamer Str. 1, D-56075 Koblenz. Zur Arbeit des Filmarchivs im Bundesarchivs. Büttner, Elisabeth: Projektion. Montage. Politik. Die Praxis der Ideen von Jean-Luc Godard und Gilles Deleuze. Wien: Synema Publikationen 1999, 144 S. -- ISBN 3-901644-04-0, DM 38,–. Aus der Einleitung: Das dritte Kapitel dieser Arbeit, ‚Politik‘, nimmt Abschied von Ici et ailleurs und rückt allgemeine Relationen von Kinobildern und ihrem gesellschaftlichen Außen ins Zentrum. Godard bleibt nicht beim Befragen einer Lesbarkeit, einer internen Verfaßtheit der Bilder und den Modalitäten ihrer Verkettungen stehen. Das Kino insgesamt projiziert, schafft Wirklichkeit und zeigt sich in der Summe seiner Geschichten, in der Entwicklung seiner Erzählweisen den Strömungen des Gesellschaftlichen verbunden, wenn nicht einverleibt. In der Fernsehserie Six fois deux (1976) sowie, erneut auf Video, in seinem ‚Testament‘ Histoire(s) du cinéma (1988-1997) thematisiert Godard die beiden großen Krisen, die dem Kino neue Richtungen, gewandelte Funktionen des Bildes aufzwingen: die totalitäre Macht des Faschismus und die soziale Macht des Fernsehens. Im Angesicht des Bedrohlichen lamentiert Godard nicht, er zeigt. Der Begriff der Information verliert in seiner plastischen Dekonstruktion seine Unschuld. Via film/historischer Montage konturieren Filmaufnahmen von überlebenden Auschwitz-Insassen das Gesicht Elisabeth Taylors. Noch immer erweisen sich für Godard ästhetische Fragen als moralisch-politische. Doch auch das Credo bleibt ungebrochen: Sehvermögen und kinematographische Kreation setzen und bergen Akte des Widerstands. Büttner, Elisabeth / Dewald, Christian: Anschluß an Morgen: Eine Geschichte des österreichischen Films von 1945 bis zur Gegenwart. Salzburg: Residenz-Vlg. 1997, 504 S. -- ISBN 3-7017-1089-9, DM 68,--. Calließ, Jörg (Red.): Die Inszenierung von Politik in den Medien - die Inszenierung von Politik für die Medien. Rehburg-Loccum: Evangelische Akademie Loccum 1998, 360 S. (Loccumer Protokolle. 19,97.). -- Schutzgebühr: DM 28,–. Bezug durch die Akademie, Postfach 2158, D-31545 Rehburg-Loccum. Dokumentation einer Tagung der Evangelischen Akademie Loccum, 27.-29. Juni 1998. Aus dem Inhalt: Peter Altmaier: Die „Inszenierung“ von Politik für die Medien - Wie wird Politik mediengerecht? (44-56). -- Wolfgang Hagen: Medienpolitik oder Medien und Politik (57-68). -- Gunther Hofmann: Politik, Medien und Demoskopie. Wie entsteht heute politische Öffentlichkeit? (69-79). -- Christoph Weller: Ursachen der massenmedialen Inszenierung von Politik und ihre Gefahren für die Demokratie. Anmerkungen aus politikwissenschaftlicher Perspektive (80-89). -- Thomas H. Macho: Zur Medialisierung der Politik. Einige Beobachtungen zum Strukturwandel politischer Herrschaft (102-114). -- Thomas H. Macho: Vision und Visage. Überlegungen zur Faszinationsgeschichte der Medien (115-139). -- Olaf Kaltenborn: Die Ästhetisierung des politisch-gesellschaftlichen Diskurses durch die elektronischen Medien (163-183). -- Rainer Jogschies: Die rasche Ent-Politisierung der „Politik“ im ARD-Fernsehen. Tagesthemen, „Doku-Dramen“ und „Talkshows“ zwischen Rekonstruktion und Konstruktion der Realität. Ein Zappen entlang der Zeitströmungen (196-264). -- Otfried Jarren: Die „Mediengesellschaft“ als Risikogesellschaft. Medien als Akteure und eigener Institutionentypus (272-279). -- Otfried Jarren: Legitimität und politische Kommunikation in der „Mediengesellschaft“ (289-306). Capovilla, Andrea: Der lebendige Schatten. Film in der Literatur bis 1938. Köln/Weimar/Wien: Böhlau 1994, 153 S. (Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur. 32.). -- ISBN 3-205-98300-9, DM 58,--. Über Romane, in denen Film eine zentrale Rolle spielt. Cargnelli, Christian / Palm, Michael (Hrsg.): Und immer wieder geht die Sonne auf. Texte zum Melodramatischen im Film. Wien: PVS Verleger 1994, 278 S. -- ISBN 3-901196-03-X, DM 42,--. -- Der liebevoll gemachte Band wird sich schnell zu einem Standardwerk in Sachen "Melodram" entwickeln und sei nachdrücklich empfohlen: In der Art der angloamerikanischen Sammelwerke geben die Artikel -größerenteils hier in Erstübersetzung auch in deutscher Sprache zugänglich - einen Überblick über den Stand der Diskussion, das Melodramatische in der Geschichte verankernd, psychoanalytische Strukturen des Melodrams herausarbeitend oder die melodramenspezifische Wirkung nachzeichnend. -- Inhalt: Christian Cargnelli: Sirk, Freud, Marx und die Frauen. Überlegungen zum Melodram. Ein Überblick (11-33). -- Peter Brooks: Die melodramatische Imagination (35-63). -- Ulrich Kurowski: Die Panik der Zirkulationsagenten. 39 Abschnitte über das Melodram und das Melodramatische (65-91). -- Thomas Elsaesser: Tales of Sound and Fury. Anmerkungen zum Familienmelodram (93-128). -- Karl Sierek: Süße Ohnmacht. Schicksal und Gesellschaft in Douglas Sirks Written on the Wind (131-145). -- Steve Neale: Melodram und Tränen (147-166). -- Lea Jacobs: New Voyager. Zu einigen Fragen der Äußerung und Geschlechterdifferenz (169-189). -- Christine Gledhill: Zeichen des Melodrams (191-209). -- Michael Palm: Was das Melos mit dem Drama macht. Ein musikalisches Kino (211-232). -- Tom Gunning: Horror Vacui. André de Lorde und das Melodram der Sensationen (235-252). -- Auswahlbibliographie. Zusammengest. u. kommentiert v. Christian Cargnelli (254-264). -- Mehrere Register. Cargnelli, Christian / Omasta, Michael (Hrsg.): Schatten/Exil. Europäische Emigranten im Film noir. Wien: PVS 1997, 334 S. -- ISBN 3-901196-269, DM 44,--. Inhalt: Vorwort (9-10). -- Nino Frank: Ein neues Genre des film policier: Der "schwarze Kriminalfilm" (11-14). -- Jean-Pierre Chartier: Auch die Amerikaner machen Films "noirs" (15-17). -- Thomas Elsaesser / Christian Cargnelli / Michael Omasta: Film noir und "deutscher" Einfluß. Eine Collage (19-53). -- Christian Cargnelli: New York is not Sopron. Exilantenschicksale im Film noir (55-87). -- Peter Nau: Vor Sonnenuntergang. Paul Henreid in Hollywood (89-103). -- Michael Omasta: Background to Danger. Notizen zum Film noir gegen die Nazis (105-126). -- Harry Tomicek: Der große Schwarz. Border Incident von Anthony Mann, Kamera: John Alton (1949) (129-135). -- Harry Tomicek: Der Wahnsinnsläufer. Night and the City von Jules Dassin, Kamera: Max Greene (1950) (136-141). -- Robert Müller: Alpträume in Hollywood. Franz Planer: Eine Karriere zwischen Berlin, Wien und Los Angeles (143-190). -- Bert Rebhandl: Human Desire. City That Never Sleeps von John H. Auer (1953) (193-198). -- Bert Rebhandl: Port of Newyork von Laslo Benedek (1949) (199-204). -- Georg Seesslen: Wie ein B-Film Caligari übermalt und ein Erlösungsbild schafft. High Wall von Curtis Bernhardt (1947) (205-210). -- Michael Walker: Schmuckes Begehren. The Locket von John Brahm (1946) (210-218). -- Daniela Sannwald: Vom Niedergang des Hauses Proctor. Guest in the House von John Brahm (1944) (219-225). -- Daniela Sannwald: Please remember that this is November... Hangover Square von John Brahm (1945) (226-233). -- Isabella Reicher: Alle Wege führen nach Boldon. Flamingo Road von Michael Curtiz (1949) (234-238). -- Fritz Göttler: Illusion on location. Crime Wave von André de Toth (1954) (239-241). -- Birgit Flos: Der Todeskuß. The Accused von William Dieterle (1949) (242-246). -- Karl Sierek / Holger Stern: Die blaue Blume. The Blue Gardenia von Fritz Lang (1953) (247-253). -- Frieda Grafe: Die Spur, die das Genre hinterläßt. D.O.A. von Rudolph Maté (1950) (254-259). -- Franz Marksteiner: You don't know Mary. Whistle Stop von Leonide Moguy (1946) (259-263). -- Fritz Göttler: Aschenbrödel in der Fremde. Caught von Max Ophüls (1949) (264-267). -- Georg Seesslen: Die Auflösung des Familienromans in einer fremden Welt. Angel Face von Otto Preminger (1952) (268-277). -- Michael Walker: Liebestod. Christmas Holiday von Robert Siodmak (1944) (278-283). -- Birgit Flos: Gestörte Symmetrie. The Dark Mirror von Robert Siodmak (1946) (284-288). -- Brigitte Mayr: Glaube, Liebe, Hoffnung. Shockproof von Douglas Sirk (1949) (289-295). -- Alexander Horwath: Das Shining. Strange Illusion von Edgar G. Ulmer (1945) (296-309). -- Herbert Hrachovec: Schwarze Heimat. Act of Violence von Fred Zinnemann (1949) (310-314). -- Ein vorzügliches Buch, das nicht nur zentrale Texte zum "Film noir" erstmals in deutscher Sprache präsentiert, sondern auch facettenreich und durchweg auf hohem Niveau das Terrain auf eine Weise absteckt, daß eine Vielfalt produktiver Fragestellungen und neuer Perspektiven an auf ein nur scheinbar kohärentes 'Genre' der Filmgeschichte eröffnet werden. Die häufig reproduzierte These von der Beziehung zwischen dem "deutschen Expressionismus" und dem Film noir wird in der "Collage" von Elsaesser, Cargnelli und Omasta auf eine Weise problematisiert und differenziert, daß mehr Fragen als Antworten bleiben. Darüber hinaus ist ein spannendes und mit großer Leidenschaft geschriebenes Lesebuch entstanden, sehr das so manchen Programm-Macher Kommunaler Kinos und alternativer Spielstätten aktiv werden lassen müßte. Mehr Ergebnisse kann eine gelungene Retrospektive eigentlich nicht zeitigen. -- (Ulrich Kriest) Cargnelli, Christian / Omasta, Michael (Hrsg.): Aufbruch ins Ungewisse. Österreichische Filmschaffende in der Emigration vor 1945. 1.2. Wien: Wespennest 1993, insges. 484 S. -- ISBN 3-85458-503-9, öS 398,--/DM 60,--. In zwei Bänden, von denen der eine eine Lesedarstellung der österreichischen Filmemigration von den Anfängen an enthält; der zweite ist ein bio-filmographisches Lexikon mit über 450 Namen. Carrière, Jean-Claude / Bonitzer, Pascal: Praxis des Drehbuchschreibens. Carrière, Jean-Claude: Über das Geschichtenerzählen. Berlin: Alexander 1999, 252 S. -- ISBN 3-89581-033-9, DM 39,80. Cassesse, Antonio / Clapham, Andrew (Hrsg.): Transfrontier television in Europe: The human rights dimension. / La télévision transfrontière en Europe dans la perspective des droits de l'homme. Baden-Baden: Nomos 1990, 322 S. -- ISBN 3-7890-1998-4, DM 78,--. Castan, Joachim: Max Skladanowsky oder Der Beginn einer deutschen Filmgeschichte. Stuttgart: Füsslin Vlg. 1995, 264 S. -- ISBN 3-9803451-3-0, DM 74,--. Bezug durch den Verlag, Stubaier Str. 22, D-70327 Stuttgart. Castendyk, Oliver: Recht und Rechtskultur. Das Recht im Fernsehen als "Popular Legal Culture" - ein vielversprechender Ansatz aus den USA? In: Zeitschrift für Rechtspolitik 25,2, 1992, S. 63-67. Cavell, Stanley: Welt durch die Kamera gesehen. In: Theorien der Kunst. Hrsg. v. Dieter Henrich u. Wolfgang Iser. Frankfurt: Suhrkamp 1982, S. 447-490. -- Mehrfach nachgedruckt. Inzwischen als Taschenbuch-Ausgabe (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft. 1012.). Dt. Übers. d. Artikels "More of the world viewed". In: The Georgia Review 28, 1974, pp. 571-631. Überlegungen zur ästhetischen und semiotischen Theorie des Films. Cavigelli, Zeno / Hahn, Johan G. / Henke, Thomas / Kuhn, Michael (Hrsg.): Aus Leidenschaft zum Leben. Film und Spiritualität. Zürich: Benziger 1993, 248 S. -- ISBN 3-545-25092-X, DM 34,--. Chan, Jackie / Yang, Jeff: Jackie Chan - ein Leben voller Action. Die Autobiographie. München: Heyne 1999, 366 S. (Heyne Taschenbuch. 20038.). -- DM 16.90. Chandler, Charlotte: Ich, Fellini. Mit einem Vorw. v. Billy Wilder. München: Herbig 1994, 393 S., 68 Taf. -- ISBN 3-7766-1851-5, DM 58,--. Chandler, Charlotte: Groucho: Der Chef der Marx-Brothers. München: Heyne 1995, 538, (32) S. (Heyne-Filmbibliothek. 232.). -- ISBN 3-453-09403-4, DM 16,90. Chaplin, Charles: Die Schlußrede aus dem Film Der grosse Diktator, 1940. Mit einem Essay v. Jost Hermand. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1993, 58 S. (EVA-Reden. 11.). -- ISBN 3-434-50111-8, DM 26,--. Charlton, Michael [...]: Zugänge zur Mediengewalt. Untersuchungen zu individuellen Strategien der Rezeption von Gewaltdarstellung im frühen Jugendalter. Villingen-Schwenningen: Neckar-Vlg. 1997, vii, 135 S. (Schriftenreihe der LfK. 7.). -- ISBN 3-7883-0359-x, DM 36,--. Charlton, Michael / Bachmair, Ben (Hrsg.): Medienkonsum im Alltag. Interpretative Studien zum Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen. München [...]: Saur 1990, 283 S. (Schriftenreihe des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen. 24.). -- ISBN 3-598-20764-6. -- Aus dem Inhalt: Michael Charlton / Klaus Neumann: Rezeptionsforschung als Strukturanalyse (25-56). -- Ben Bachmair: Alltag als Gegenstand von Fernsehforschung (57-75). -- Stefan Müller-Doohm: Medienforschung als Symbolanalyse (76-102). -- Ben Bachmair: Interpretations- und Ausdrucksfunktion von Fernseherlebnissen und Fernsehsymbolik (103-145). Charlton, Michael / Neumann, Klaus: Medienrezeption und Identitätsbildung. Kulturpsychologische und kultursoziologische Befunde zum Gebrauch von Massenmedien im Vorschulalter. Tübingen: Narr 1990, 209 S. (ScriptOralia. 28.). -- ISBN 3-8233-4245-2. DM 78,--. -- Charlton und Neumann repräsentieren seit nun fast zehn Jahren die "Freiburger Längsschnittuntersuchung der Medienrezeption durch Vorschulkinder im familialen Kontext" - ein Projekt, in dem interdisziplinäre Medienforschung zwischen Psychologie und Soziologie gelungen zu sein scheint, das theoretische Interessen mit empirischen Arbeiten verbindet und das sich vor allem um die Entwicklung qualitativer Forschungsmethoden bemüht. Nach einer wahren Flut von Artikeln, die von den Autoren in verschiedensten Kontexten vorgestellt wurden, bildet die vorliegende Studie in sieben Kapiteln einen umfassenden Überblick über Grundannahmen, Hypothesen und Ergebnisse der Arbeit der Freiburger Gruppe. -- Angelehnt an die Objektive Hermeneutik Oevermanns nehmen die Autoren die von ihnen sogenannte "Strukturanalyse" als Methode, durch die sozialer Sinn so erfaßt werden kann, daß mittels systematischer Beobachtung ein Orientierungsraum von (zulässigen, ausgeschlossenen, unterdrückten usw.) Handlungsvarianten erfaßt wird. Die Konstitution von Subjektivität erfolgt also durch kommunikatives Handeln, durch eine wechselseitige Adaptierung von Subjekt und sozialer Realität, denen beiden "Texthaftigkeit" zugesprochen wird. Die Exposition des Buches stellt dieses Konzept theoretisch vor; die sechs folgenden Kapitel widmen sich einzelnen Elementen des Modells und stellen dazu Fallanalysen vor. -- Die Studie Charltons und Neumanns stellt eines der ambitioniertesten und interessantesten Projekte der Medienforschung vor, an denen derzeit gearbeitet wird. Ein wichtiges Buch, das sehr intensive Lektüre und Diskussion verdient. Charlton, Michael / Neumann-Braun, Klaus: Medienkindheit - Medienjugend. Eine Einführung in die aktuelle kommunikationswissenschaftliche Forschung. München: Quintessenz 1992, vii, 135 S. (Quintessenz-Lehrbücher der Psychologie.). -- ISBN 3-928036-55-6. DM 39,--. -- In sechs Kapiteln geben Charlton und Neumann einen Gesamtüberblick über die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Phänomenen der Medienrezeption (insbesondere des Fernsehens). Einzelne Bereiche der Mediennutzung (hier Nutzung, Rezeption, Wirkung und Medienkindheit/-jugend genannt) werden ebenso dargestellt wie methodische Ansätze; besonderes Augenmerk lenken die Autoren - mit Recht - auf ihren Ansatz der "strukturanalytischen Rezeptionsforschung". -- Eines der wenigen brauchbaren Lehrbücher zu Fragen der Medienforschung. Klarer Aufbau, auf's Essentielle orientiert, gut geschrieben: Sehr empfehlenswert. Leider keine Indizes. Charlton, Michael / Neumann-Braun, Klaus / Aufenanger, Stefan / Hoffmann-Riem, Wolfgang [u.a.]: Fernsehwerbung und Kinder. Das Werbeangebot in der Bundesrepublik Deutschland und seine Verarbeitung durch Kinder. 1.2. Opladen: Leske + Budrich 1995 (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. 17.18.). -- 1: Das Werbeangebot für Kinder im Fernsehen. 1995, 222 S. -- 2: Rezeptionsanalyse und rechtliche Rahmenbedingungen. 1995, 462 S. -- Bd. 1: ISBN 3-8100-1396-X, DM 40,00; Bd. 2: ISBN 3-8100-1429-X, DM 58,00. -- Aufwendige zweibändige Studie, die dem Thema Werberezeption von Kindern im Alter von 6-14 Jahren via Fernseher mit quantitativen wie qualitativen Methoden der Sozialwissenschaft zu Leibe rücken will. Hierbei suchen die Autoren der Studie gezielt nach Gefährdungen der Heranwachsenden durch kognitive und emotionale Überwältigungsversuche der Werbeindustrie. Im ersten Band wird eine kurze soziologische Einführung in die "kommerzialisierte und mediatisierte Kindheit" gegeben sowie eine Anzahl Fernsehwerbespots quantifiziert, dargestellt und "objektiv hermeneutisch" interpretiert. Im zweiten Band werden quantitative Daten der Mediennutzung von Kindern exemplarisch bei 19 Familien im sozialen Kontext lebensweltlich mit qualitativen Meßmethoden untersucht. Zugrunde legen die federführenden Wissenschaftler die Theorien der "Objektiven Hermeneutik" Oevermanns und die formalistische Theorie Bordwells. Deutlich als Politikberatung wird diese Studie kenntlich, wenn im ebenfalls voluminösen rechtlichen Teil auf die gesetzgeberischen Möglichkeiten und Grenzen des politischen Einflusses aufmerksam gemacht wird. -- Doch vom Volumen auf das Ergebnis zu schließen, wäre irreführend. Interpretatorische Magerkost bietet Aufenanger bei seiner "objektiv-hermeneutischen" Deutung ausgewählter Werbespots. Die Redundanz seiner Ergebnisse: Werbung ist Werbung und sie vermittelt stereotype Weltbilder (einschließlich "Konsum als Problemlösungsstrategie"). Eine Einsicht, die so alt ist wie Haugs Kritik der Warenästhetik. Band zwei ist wesentlich gehaltvoller, wenn auch mit Schwächen versehen. Bei der sehr umfangreichen Triangulation wurden zuerst die kognitiven Möglichkeiten eines Werbeverstehens in den Altersgruppen nach dem Modell Bordwells untersucht und mit diversen Methoden (Elterninterviews / Fernsehnutzungstagebuch, begleitende Beobachtung der familialen Rezeptionssituation, spielzeug- und spielzentrierte Interviews, Präsentationsfilm, Verhaltensbeobachtung nach Motivations- und Reflexionsstrukturen) ergänzt und verdichtet. Vielfach ist das gemeinsame Fernsehen in den untersuchten Familien die dominierende Freizeitaktivität. Der Fernseher dient der Erzeugung der Vorstellung von Gemeinsamkeit und Nähe. Vom Forscherteam wird sich vereinzelt Hilfe gegen die eigene "Fernsehsucht" erwartet (94ff). Als eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Studie wird die Medienkompetenz der Eltern als 'katastrophal' stigmatisiert. Kinder bis zu 10 Jahren sind nicht in der Lage Programm und Werbung ausreichend voneinander zu unterscheiden. -- Wenn Jugendliche der Altersgruppe der 11-14jährigen auf ihre Markentreue angesprochen werden, so reagieren sie bei der Beantwortung mit erheblichen Widerständen, die Waren seien halt "qualitativ hochwertig". Die Forscher wundern sich und unterstellen kognitive Überrumpelung und Desorientierung bei den Jugendlichen. Psychoanalytische Kriterien hätten dieser Studie gerade in diesen Auswertungen fundieren können. Auf die Idee, daß die Jugendlichen mit diesen Markenartikel gerade ihr von den Eltern unabhängiges Bewußtsein demonstrieren wollen und diese Waren emotional, narzißtisch-libidinös besetzt sind, kamen die Wissenschaftler nicht. Offensichtlich verkürzten die Forscher die Wirkungslinien (Pfade) kognitiv auf das Fehlleistungs- und Sozialer-Druck-Prinzip und versuchten zu kausalisieren. -- Der gesetzgeberische Teil der Studie fordert als Ausfluß des Ergebnisses, das Kinder kognitiv und emotional nicht in der Lage sind, sich selbst vor Beeinflussung durch Werbung zu schützen und die Eltern eher hilflos erscheinen, "Kinderwerbeschutzzeiten", die flexibel auf das Nutzungverhalten der Kinder ausgerichtet werden könnten. Ein Schlag ins Gesicht der Privatsender und deren Programm: Die Werbung. -- (Gerd Fittkau) Charlton, Michael / Schneider, Silvia (Hrsg.): Rezeptionsforschung. Theorie und Untersuchungen zum Umgang mit Massenmedien. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1997, 289 S. -- ISBN 3-531-12825-6, DM 54,--. Michael Charlton: Rezeptionsforschung als Aufgabe einer interdisziplinären Medienwissenschaft. -- Norbert Groeben: (Meta-)Theoretische Desiderata der Medien(wirkungs-)forschung unter der Perspektive der Text-Leser-Wechselwirkung. -- Rainer Winter: Vom Widerstand zur kulturellen Reflexivität. Die Jugendstudien der British Cultural Studies. -- Friedrich Krotz: Kontexte des Verstehens audiovisueller Kommunikation. Das sozial positionierte Subjekt der Cultural Studies und die kommunikativ konstruierte Identität des Symbolischen Interaktionismus. -- Hans-Bernd Brosius: Der gut informierte Bürger? Rezeption von Rundfunknachrichten in der Informationsgesellschaft. -- Uwe Hasebrink: Individuelle Muster der Actionnutzung. -- Michael Myrtek, Christian Scharff und Georg Brügner: Psychophysiologische Untersuchungen zum Fernsehverhalten bei 11- und 15jährigen Schülern unter besonderer Berücksichtigung der emotionalen Reaktionen. -- Paul Goetsch: Der unsichtbare Feind im Vietnamfilm. Zum Problem der Sympathielenkung. -- Heinz Hengst: Intertextualität, Mediengewalt und die Konstruktion schützender Rahmen. -- Michael Barth, Christel Gärtner und Klaus Neumann-Braun: Spielräume der Faszination oder die Zuschauerirritation als dramaturgisches Prinzip in modernen Filmen. Betrachtungen zur Funktion von binären Oppositionen, narrativen Lücken und intertextuellen Referenzen am Beispiel des Kinofilms "Angel Heart". -- Arnulf Deppermann: Verwirrung als Rezeptionsproblem und -attraktion. Der Film "Angel Heart" im Gespräch Jugendlicher. -- Corinna Pette und Michael Charlton: Videosessions - ritualisierter Rahmen zur Konstruktion von Gefühlen. -- Peter Vorderer: Action, Spannung, Rezeptionsgenuß. -- Michael Charlton und Maria Borcsa: Thematische Voreingenommenheit, Involvement und Formen der Identifikation. Diskussion eines Modells für das aktive Zuschauerhandeln anhand eines empirischen Beispiels. -- Silvia Schneider: Gewaltrhetorik in der Selbstpräsentation jugendlicher HipHopper. Charyn, Jerome: Movieland. Hollywood und die große amerikanische Traumkultur. Hildesheim: Claassen 1993, 382 S., 12 Taf. -- ISBN 3-546-00055-2, DM 48,--. Nachdr.: Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1995, 382 S. (Fischer-Taschenbuch. 12637.) / (Kultur & Medien.). ISBN 3-596-12637-1, DM 19,90. Châteauvert, Jean: Narrer et ne pas narrer. Pour repenser la relation d'attribution narrative. In: Poétique, 93, 1993, S. 91-111. Cheauré, Elisabeth (Hrsg.): Jenseits des Kommunismus. Sowjetisches Erbe in Literatur und Film. Berlin: Berlin Vlg. Spitz 1996, 187 S. (Osteuropaforschung. 35.). -- ISBN 3-87061-533-8, DM 42,–. Chmura, Heidrun [u.a.] (Red.): Medienkontinent Europa? Berlin: Vistas 1993, 172 S. (Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 33,45.). -- ISBN 3-89158-084-3, DM 32,--. Akten eines wissenschaftlichen Colloquiums an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", Potsdam-Babelsberg. Chunovic, Louis: Jodie Foster. Ein Porträt. Köln: vgs 1997, 207 S. -- ISBN 3-8025-2416-0, DM 36,–. Mit der Darstellung einer kindfraulichen Prostituierten in Scorseses Taxi Driver wurde sie weltberühmt - und dieses war nicht einmal ihre erste Rolle! Foster ist eine der auffallendsten und einprägsamsten Schauspielerinnen Hollywoods. Schon als Kind in diversen Rollen beschäftigt, verschwand sie für die Zeit des Studiums fast vollständig aus dem Filmgeschäft. Spätest mit The Accused und Silence of the Lambs - für beide Rollen erhielt sie den Oscar als beste Schauspielerin - wurde ihre Ausnahmerolle wieder deutlich. Foster spielt nicht nur, sondern produziert und hat auch Regieaufgaben übernommen (Little Man Tate ist kurioserweise ein Film über eine Ausnahmebegabung). Chunovic, ehemaliger Mitarbeiter des Hollywood Reporter, montiert seine Biographie aus zahllosen Interviews. Foster hat von Kindesbeinen an im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden und versteht sich darum gut darauf, privates Leben gegen die Presse zu verbergen und zu maskieren. Mehrfach zentriert Chunovic die Darstellung auf die Frage, ob Foster lesbisch sei oder nicht, eine Frage, die die amerikanische yellow press wohl sehr viel intensiver beschäftigt hat als die deutsche Fanpresse. Es geht dem Autor eher um die Images der öffentlichen Person Foster, nicht darum, die Besonderheiten ihres Schauspiels oder der Rollen zu durchdringen. Das ist durchaus gelungen, die Sympathien für die Aktrice sind immer spürbar, und manche der Beschreibungen deutet darauf hin, daß die Foster-Figuren größere Aufmerksamkeit verdienten als es bisher geschehen ist. Cine-Drama. Wetter 1994ff. -- Erscheint im Samisdat. Zwei Ausgaben pro Jahr; DM 10,--/Ausgabe. Bezug/Redaktion: Stefan Keim, Jahnstr. 5, D-58300 Wetter (Tel.: 02335-177.005). Redaktion: Sascha Westphal (Film), Stefan Keim (Theater). -- Aus dem Editorial: "...ein wenig in der Tradition der Almanache stehend. Cine-Drama ist für den Leser gedacht, der tiefer denken und empfinden, sich aus dem Theater- und Kinoalltag in die Welt der Erinnerungen und Träume begeben will. Ein durchaus musealer Anspruch, sofern man Museum auch als Ort des Widerstands begreift. Es ist unser Anliegen, Filme, Stücke, Aufführungen, Bücher, die nur wenige beachtet haben, vor dem gänzlichen Verschwinden zu bewahren oder vermeintlich Bekanntes neu zu sehen." -- Projekte: "Art of Horror"; Alex Cox; Romanautoren als Regisseure: Michael Tolkien, Mark Frost; Romantische Komödien; Akte X: Ein 'Episode Guide'; Musik-Videos. Cine-Marketing (Hrsg.): Sport und Film. Bewegte Körper, bewegte Bilder. Internationale Sportfilmtage Berlin 1993. Berlin: Aufbau-Vlg. 1993, 223 S. -- ISBN 3-351-02414-2, DM 49,80. Cinema Quadrat e.V. (Hrsg.): Gleißende Schatten. Kamerapioniere der zwanziger Jahre. Red.: Michael Esser. Berlin: Henschel 1994, 156 S. -- ISBN 3-89487-216-0, DM 29,80. Bezug durch den Buchhandel oder das Cinema Quadrat, Collini Center, D-68161 Mannheim. -- Interessante, weil facettenreiche Zusammenstellung, die sogar Technikgeschichtliches umfaßt. Der Band verdient - über alles von der Sache motivierte Interesse hinaus - auch methodische Aufmerksamkeit: Daß Kameraleute in der Filmgeschichtsschreibung ganz am Rande stehen und daß die Regisseure als "Autoren" immer noch den bevorzugtesten Zugang zur Filmgeschichte markieren, ist eigentümlich und hängt wohl eng mit der Attraktivität des Autorenmodells zusammen. Was läge näher, als Kameraleute als "andere Autoren" des Films anzusehen und die auteur-Theorien schlicht auszudehnen? Tatsächlich enthält auch der vorliegende Band einige Anklammerungen an eine solche Strategie - immer wieder geht es darum, die Rolle und künstlerische Verantwortung von Kameraleuten zu umzirkeln. Die industrielle Produktionsweise des Films wird zwar beteuert, aber durch Fragestellung und historiographisches Modell gar nicht erst in den Blick genommen. -- Inhalt: Klaus Kreimeier: Wie in einem Taumel. Die Kamera im deutschen Film der frühen zwanziger Jahre (9-33). -- Robert Müller: Lichtbildner. Zur Arbeit des Kameramannes (35-62). -- Frieda Grafe: Sehen ist besser als machen. Karl Freund, der Bilderhändler (63-77). -- Norbert M. Schmitz: Zwischen "Neuem Sehen" und "Neuer Sachlichkeit". Der Einfluß der Kunstphotographie auf den Film der zwanziger Jahre (79-94). -- Jochen Hegersberg / Martin Koerber: Alte Kameras. Ein Blick in die Sammlung der Stiftung Deutsche Kinemathek (95-110). -- Gert Koshofer: Die Filmmaterialien (111-122). -- Michael Esser: 38 Kameraleute [biofilmographisches Verzeichnis] (123-147). Cippitelli, Claudia / Schwanebeck, Axel (Hrsg.): „Das beste Fernsehen der Welt“. Public Television im Zeitalter der Entgrenzung. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik 1997, 148 S. (Ein GEP Buch.). -- ISBN 3-932194-05-5, DM 16,80. Cippitelli, Claudia / Schwanebeck, Axel (Hrsg.): Das Mord(s)-Programm: Krimis und Action im Deutschen Fernsehen. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik 1998, 140 S. (GEP-Buch.). -- ISBN 3-932194-19-5, DM 24,80. Clair, René: Kino. Vom Stummfilm zum Tonfilm. Kritische Notizen zur Entwicklungsgeschichte des Films 1920-1950. Zürich: Diogenes 1995, 206 S. -- ISBN 3-257-02051-1, DM 39,--. Classen, Christoph: Bilder der Vergangenheit. Die Zeit des Nationalsozialismus im Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland 1955-1965. Köln: Böhlau 1999, 242 S. (Medien in Geschichte und Gegenwart. 13.). -- ISBN 3-412-01999-2, DM 58,–. Claus, Detlef / Giesen, Rolf (Hrsg.): Godzilla, Gamera, Gappa. Die Geschichte der japanischen Monsterfilme. Japans Urwelt - Giganten in deutschen Kinos. Eine Dokumentaion. Berlin 1998, 211 S. -- ISBN 3-89602-165-6, DM 38,–. Claussen, Carl Albrecht: Die Vergütung für die Überspielung zum privaten Gebrauch gemäß §54 Abs. 1 UrhG und ihre Verteilung unter die Berechtigten im Filmbereich. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, xiv, 225 S. (Berliner Hochschulschriften zum gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht. 15.). -- ISBN 3-631-45933-5, DM 65,--. Clemens, Gabriele: Britische Kulturpolitik in Deutschland 1945-1949. Literatur, Film, Musik und Theater. Stuttgart: Franz Steiner Vlg. 1987, 308 S. (Historische Mitteilungen HMRG. Beihefte. 24.). -- ISBN 3-515-06830-9, DM 124,–. Clevé, Bastian: Film-, Fernseh- und Multimediafinanzierungen. Ein Leitbuch. Gerlingen: Bleicher-Vlg. 1996, 255 S. -- ISBN 3-88350-998-1, DM 32,--. Clevé, Bastian: Wege zum Geld: Film-, Fernseh- und Multimedia-Finanzierungen. 2., aktual. Aufl.Gerlingen: Bleicher 1997, 255 S. (Produktionspraxis. 1.). -- ISBN 3-88350-994-9, DM 34.–. Clevé, Bastian (Hrsg.): Investoren im Visier: Film- und Fernsehproduktionen mit Kapital aus der Privatwirtschaft. Gerlingen: Bleicher 1998, 301 S. (Produktionspraxis. 2.). -- ISBN 3-88350-993-0, DM 34.–. Clevé, Bastian (Hrsg.): Von der Idee zum Film: Produktionsmanagement für Film und Fernsehen. Gerlingen : Bleicher 1998, 215 S. (Produktionspraxis. 3.). -- ISBN 3-88350-901-9, DM 34,–. Clevé, Bastian / Schümchen, Andreas: Drehen in Deutschland 1998. Handbuch für Produktions- und Aufnahmeleiter. / Shooting in Germany 1998. Manual for Line Producers, Unit Production Managers and Assistant Directors. München: Reinhard Fischer 1997, 120 S. -- ISBN 3-88927-212-6, DM 24,--. Handbuch im Westentaschenformat. Coerdts-Taxhet, Martina: Irreführende Fernsehwerbung in Deutschland. Das Spannungsverhältnis zwischen Rundfunk- und Wettbewerbsrecht vor dem Hintergrund gremeinschaftsrechtlicher und internationaler Vorgaben. Frankfurt [...]: Lang 1999, xxxiii, 149 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2644.). -- ISBN 3-631-34994-7, DM 69,–. Compart, Martin: Von Alf bis O.N.C.E.L. Anglo-amerikanisches Kult-TV. Essen: Klartext 1997, 245 S. -- ISBN 3-88474-510-7, DM 19,80. Conrad, Elfi-Marein: Gedächtnis und Wissensrepräsentation. Aspekte der Abbildungsleistung kognitionspsychologischer und filmsemiotischer Modelle: ein Impuls zum Paradigmenwechsel. Hildesheim/Zürich/ New York: Georg Olms 1993, 274 S. --ISBN 3-487-09771-0, DM 44,80. Consbruch, Catharina von: Mediennutzung in der spezifischen Freizeitsituation "Urlaub". Diss. München 1995, iv, 306 S. Cordes, Stefan: Filmerzählung und Filmerlebnis. Zur rezeptionsorientierten Analyse narrativer Konstruktionsformen im Spielfilm. Theoriekonzept und Forschungsansatz. Münster/Hamburg: Lit 1997, 136 S. (Beiträge zur Kommunikationstheorie. 14.). -- ISBN 3-8258-3225-2, DM 39,80. Cornelißen, Waltraud: Klischee oder Leitbild? Geschlechtsspezifische Rezeption von Frauen- und Männerbildern im Fernsehen. Unter Mitarb. v. Renate Engbers. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1993, 325 S. (Studien zur Sozialwissenschaft. 134.). -- ISBN 3-531-12485-4, DM 46,--. Cornelißen, Waltraud / Engbers, Renate: Klischee oder Leitbild? Geschlechtsspezifische Rezeption von Frauen- und Männerbildern im Fernsehen. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1993, 325 S. (Studien zur Sozialwissenschaft. 134.). -- ISBN 3-531-12485-4, DM 56,--. Cornelißen, Waltraud: Serienheldinnen als Medium der Vermarktung. Ein Fallbeispiel. In: Markt - Macht - Medien. Publizistik im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und ökonomischen Zielen. Hrsg. v. Claudia Mast. Konstanz: UVK Medien 1996, S. 393-402 (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 23.). -- Über die Serie Anna Maria - Eine Frau geht ihren Weg. Cornelißen, Waltraud: Fernsehgebrauch und Geschlecht. Zur Rolle des Fernsehens im Alltag von Frauen und Männern. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1998, 257 S. -- ISBN 3-531-13197-4, DM 49,–. Cosandey, Roland: Welcome Home, Joye! Film um 1910. Aus der Sammlung Joseph Joye (London). Veröff. in Zusammenarbeit mit dem Stadtkino Basel. Basel/Frankfurt: Stroemfeld/Roter Stern 1993, 211 S. (KINtop Schriften. 1.). -- ISBN 3-87877-761-1, DM 38,--. -- Katalog zu der im September 1993 im Stadtkino Basel veranstalteten Retrospektive mit Filmen aus der Sammlung des Jesuitenpaters Joseph Joye (1852-1919). Die in sechs Programmen zusammengestellten 69 Filme aus den Jahren zwischen 1903 und 1913 werden filmographisch erfaßt und in ihrem Stellenwert für die zeitgenössische Filmproduktion erörtert. Die Kommentare beschreiben spezifische Kopien, d.h. den jeweils überlieferten, von Geschichte und Verwendung geprägten Zustand der Filme als Bestandteil einer Sammlung. Die Filme werden somit nicht nur als Texte, sondern auch als kulturhistorische Dokumente ihrer eigenen Überlieferungsgeschichte betrachtet. Costa, Joao Bénard de: Portugiesische Filmgeschichte(n). Rodenbach: Avinus 1997, 222 S. -- ISBN 3-930064-03-0, DM 38,--. Crary, Jonathan: Techniken des Betrachters. Sehen und Moderne im 19. Jahrhundert. Dresden/Basel: Vlg. der Kunst 1996, 190 S. -- ISBN 3-364-00359-9, DM 54,--. Cremer, Marcus Daniel: Cremer Filmdatenbank. Ostfildern/Ruit 1995, 1 CD-ROM. -- Vs. 3.0, Ausg. 1996. Gelsenkirchen: Software 1600 1996. ISBN 3-927488-96-8, DM 79,--. Läuft auf PCs (min. 386er) mit Windows 3.1 oder höher. CD-ROM-Laufwerk und Festplatte mit ca. 11 MB freie Kapazität erforderlich. Enthält Informationen zu 10.000 Filmen, mehr als 32.000 Personen und sämtlichen Oscar-Verleihungen. Jeder Datensatz kann durch nahezu beliebige Texte und auch Bilder erweitert werden. Eigene Querverweise auf andere Datensätze lassen sich ohne größere Umstände realisieren. Bezug durch den Buchhandel oder direkt bei Software 1600 Verlag & Service GmbH, Postfach 102301, D-45823 Gelsenkirchen. Crisell, Andrew: An Introductory History of British Broadcasting. London/New York: Routledge 1997, xvi, 280 S. -- ISBN 0-415-12803-x, £12.99. -- Knappe, zwar konventionelle, methodisch aber durchaus anregende Studie zur Geschichte des britischen Rundfunksystems. Beginnend mit den Radioformen, die institutionell, sozialfunktional und inhaltlich-formal Vorläufer des Fernsehens waren, skizziert Crisell Entwicklungen, die bis in die Gegenwart reichen. Der zweite Teil der Abhandlung - das letzte Fünftel des Buches - thematisiert denn auch unter dem Rubrum "Active Audience" eine Entwicklungsstufe, die zwischen dem klassischen Rundfunk- und dem erst noch kommenden Multimedia-Modell steht. Rundfunk ist im politischen und sozialen Kontext erläutert, seine ästhetischen Qualitäten spielen nur ganz und gar am Rande eine Rolle. Entsprechend ist das Interesse sozialwissenschaftlich dominiert, und die Ansätze einer semiotischen, genrebezogenen oder die Entwicklungslinien der kommunikativen Formate nachzeichnenden Geschichte des Fernsehens findet man entsprechend nur in Ansätzen. Phänomene wie Werbung, populäre Musik, Sport usw. sind aber ebenso berührt wie Fragen des Wertstreits, den Fernsehen auslöst, der Kontrastierung hoher und niederer Kultur usw.: Weil es sich um Dimensionen und Erscheinungsformen einer Institution im gesellschaftlichen Leben handelt. Cube, Felix von: Fernsehverhalten und Fernsehpädagogik aus der Sicht der Verhaltensbiologie und der Zeichentheorie. In: Semiosis: Internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik 17,1-4 [=65-68], 1992. Curtis, Tony: Ich mag's gern heiß. Die Autobiographie. Mit Verzeichnissen der Film- und Fernsehauftritte. Mit Texten v. Barry Paris. Berlin: Ullstein 1997, 344 S. (Ulstein-Buch. 35678.). Czaja, Dieter (Hrsg.): Kinder brauchen Helden. Power Rangers & Co. unter der Lupe. Mit Beiträgen v. Ulrich Anton [...]. München: KoPäd 1997, 311 S. -- ISBN 3-929061-90-2, DM 44,--. Hrsg. v. RTL Television (Köln). -- Ein Sammelband wie viele andere auch, enthielte er nicht mit den Beiträgen von Dirk Blothner einige neuere lesenswerte Überlegungen zur "morphologischen Filmwirkungspsychologie" - kurioserweise ohne jede Auseinandersetzung mit der Literatur. Wie viele andere auch, enthielte er nicht einen höchst anregenden Aufsatz von Jo Reichertz, der in seiner Analyse von der zunächst schlicht anmutenden Beobachtung ausgeht, daß die Power Rangers wie andere Kommunikate auch eines Rahmens bedürfen - genauer eines "Erzählrahmens" und eines "Handlungsbogens" -, um überhaupt kommuniziert werden zu können. Das Wissen über den Rahmen sichert die Fiktion gleich in mehrererlei Hinsicht: Es stabilisiert Distanz und hält das Bewußtsein darüber, daß eine Erzählung eine "semantische Enklave" ist, aufrecht; er signalisiert den "Realitätsakzent", den Modus der Darstellung, den Bezug zur Wirklichkeit. Nun nutzen die Power Rangers wie manche andere Sendungen des Kinderfernsehens Strukturmodelle des Märchens - und Reichertz verlagert die Frage nach der Verrohung der Kinder durch das Kinderfernsehen so auf die Frage nach der Sinnvermittlung und der moralischen Sozialisation, die durch Märchen flankiert ist. Kinder brauchen Fernsehen, ließe sich Bettelheims berühmtes Postulat reformulieren, in dem er einfache symbolische Formen für die Kinder forderte - sie sind für die moralische Entwicklung des kindlichen Urteils äußerst wichtig. Reichertz' Artikel entfaltet das Argument auf wissenssoziologischer Basis: eine spannende Unternehmung. -- Inhalt: Barbara Sichtermann: Kinderfernsehen und die Sorgen der Erwachsenen (11-20). -- Susanne Bischoff / Ulrich Anton: Das Phänomen der Faszination von Action-Serien im Kinderfernsehen (21-130). -- Jo Reichertz: Kinder brauchen (auch) die Power Rangers. Überlegungen zum seriellen Fernsehmärchen Power Rangers (131-180). -- Dirk Blothner: Psychologische Untersuchungen zur Wirkung der Action-Serie Power Rangers bei Kindern im Alter von sechs bis vierzehn Jahren (181-210). -- Dirk Blothner: Psychologische Untersuchung zur Wirkung der Action-Serie V.R. Troopers bei Kindern und Erwachsenen (211--246). -- Hartmut M. Griese: Action/Gewalt-Serien bei RTL - eine exemplarische Kritik (247-266). -- Stefan Aufenanger: Gutachten zur RTL Action-Serie V.R. Troopers im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (267-300). -- Dieter Baacke: Gutachten zur Auseinandersetzuung und zum Diskussionsstand über die Action-Serie Power Rangers und Vorschläge für eine Weiterentwicklung (301-310). Dachs, Robert: Sag beim Abschied... Wiener Publikumslieblinge bis 1938 - und dann? Wien 1994, 238 S. -- Ausstellungskatalog (u.a. im Jüdischen Museum, Frankfurt, 24.8.-22.10.1995). Präsentation jüdischer Künstler, die u.a. im Film wirkten. Dahlke, Günther / Karl, Günter: Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer. Berlin: Henschel 1993, 408 S., 310 Abb. -- ISBN 3-89487-009-5, DM 49,80. Dahm, Hermann / Rössler, Patrick / Schenk, Michael: Vom Zuschauer zum Anwender. Akzeptanz und Folgen digitaler Fernsehdienste. Hamburg/Münster: Lit Vlg. 1998, 146 S. (Markt, Kommunikation, Innovation. 3.). -- ISBN 3-8258-3677-0, DM 39,80. Dalichow, Bärbel: Zur Ästhetik von Debütfilmen der DEFA in den 80er Jahren. Phil. Diss. Berlin, Humboldt-Universität 1990, 233 S. Dallwitz, Monika: Film und Bildungsauftrag. Einsatzmöglichkeiten von Literaturverfilmungen im Deutschunterricht unter besonderer Berücksichtigung filmanalytischer Verfahren. Diss. Berlin, Technische Universität 1989, 288, 113 S. Dambacher, Paul: Digitale Technik für Hörfunk und Fernsehen: Die internationale Reform der Hör- und Fernsehrundfunktechnik durch neuartige Technologien, digitale Signalverarbeitung und Datenkompression. Heidelberg: Decker 1995, 350 S. -- ISBN 3-7685-2894-4, DM 78,--. Daniel, Roberto Francisco: Befreiungstheologie im Film. Eine Analyse des Films Deus e o Diabo na Terra do Sol von Glauber Rocha. Nettetal: Steyler Verlag 1998, 137 S. (Studia Instituti Missiologici Societatis Verbi Divini. 68.). -- ISBN 3-8050-0416-8, DM 30,–. Danneberger, Hanne / Knop, Matthias (Red.): Rote Rosen und weißer Flieder. Die Blütezeit der Filmstadt Wiesbaden. Wiesbaden 1995, 158 S. -- Katalog zur gleichnamigen Ausstellung zur Wiesbadener Kino- und Filmgeschichte. Danuser, Hanspeter / Treichler, Hans Peter: Show - Information - Kultur. Das Schweizer Fernsehen von der Pionierzeit ins moderne Medienzeitalter. Vorw. v. Robert Ruoff. Aarau/Frankfurt: Sauerländer 1993, 199 S. -- ISBN 3-7941-3688-8, DM 34,80. Außerdem zwei Videokassetten: "Spiel mit Grenzen: Aus 40 Jahren Schweizer Fernsehgeschichte" (Regula Beck & Hans Peter Treichler, 60 min.); "Souvenirs: Aus 40 Jahren Schweizer Fernsehunterhaltung" (Präs.: Walter Andreas Müller, 84 min). Dany, Hans-Christian: Fernsehkommissare - Masken staatlicher Kontrolle. In: Die Beute, 2, 1996, S. 34-56. Das andere Kino (Hrsg.): Festschrift 1974 - 1994. 20 Jahre "Das andere Kino" Lehrte. Lehrte: Selbstverlag 1995, 97 S. -- DM 20,--. Bezug: Verein für offene Jugendarbeit "Das andere Kino" e.V., Sedanplatz 26a, Postfach 1325, D-31253 Lehrte. Beitrag zur regionalen Kinogeschichte und -arbeit. Das Fernsehen im Alltag von Kindern. Informationen für die Medienerziehung in Kindergarten und Grundschule. LfR-Workshop, 26. Oktober 1990, Münster. [Dokumentation.] Düsseldorf: Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (LfR) 1991, 159 S. -- Bezug über die LfR, Willi-Becker-Allee 10, D-40227 Düsseldorf. -- Inhalt: Jo Groebel: Wer, wie, was? Forschungsergebnisse zum Fernsehverhalten von Kindergarten- und Grundschulkindern (11-27). -- Michael Charlton: Wieso, weshalb, warum? (Ge-)Brauchen Kinder das Fernsehen? (28-42). -- Stefan Aufenanger: Wie (re-)agiert man? Zum Umgang mit medienbezogenen Handlungen von Kindern im Kindergarten (43-52). -- Gerhard Tulodziecki: Wie (re-)agiert man? Zum Umgang mit medienbezogenen Handlungen von Kindern in der Grundschule (53-73). -- Enthält außerdem eine umfangreiche Literaturdokumentation zum Thema (95-156). Das große TV-Spielfilm Filmlexikon. 1-6. Hamburg: Kino-Verlag 1996. Das Fernsehen als Spiegel der Gesellschaft: Spiegelt das Medium auch Religion? Die Referate der Jahrestagung, München, 8.-10. Oktober 1992. Hrsg. v.d. Zentralstelle Medien der Deutschen Bischofskonferenz. Bonn: Selbstverlag 1993, 58 S. -- Kein Preis mitgeteilt. -- Inhalt: Wolfgang Neumann-Bechstein: Das Fernsehen im Kontext des Tagesablaufs (10-21). -- Lothar Mikos: Fernsehen als symbolische Verständigung der Gesellschaft mit sich selbst (22-40). -- Gerd Bauer: Disposition und Bedürfnisse des Publikums aus der Sicht der Programmgestalter (40-58). David, Yasha (Gesamtleitung): ¿Buñuel! Auge des Jahrhunderts. [Katalog.] Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 1994, 518 S. -- Katalog der gleichnamigen Ausstellung und Filmretrospektive, 4. Februar bis 24. April 1994 in der Kunst- und Ausstellungshalle. Bezug durch die Halle, Friedrich-Ebert-Allee 4, D-53113 Bonn. -- In der Exposition des großformatigen Katalogs finden sich z.T. bislang unveröffentlichte Texte von Octavio Paz (Buñuels philosophische Bildkunst, 15-18), André Breton (Verzweifelt und leidenschaftlich, 21-24), Eugen Drewermann (Über Luis Buñuel, 27-37), Augustin Sánchez Vidal (Eine kulturelle Genealogie, 39-48) und von Buñuel selbst (Eine Giraffe, 51-53; Meine Träume, 55-57; Siebenungzwanzig Gags, 59-62). Der Hauptteil versammelt künstlerische Auseinandersetzungen mit den Topoi des "Sehtriebs" (65-137), der "Begierde" (139-213) und des "Todestriebes" (215-288), die von Yasha David als "Schlüssel zum Gebäude von Buñuels im wesentlichen visuell geprägten System" angesehen werden; jedes dieser Kapitel besteht aus einem Bildteil und aus Texten (von Henry Miller, Marquis de Sade, Salvador Dali, Robert Desnos, George Bataille und Marcel Griaule). Eine Autobiographie Buñuels aus dem Jahre 1939 (291-298) ergänzt die synoptische Biographie (301-343). Es folgt ein Aufsatzteil (Tomás Pérez Turrent: Buñuel, das Publikum und die Kritik, 345-352; Uwe Scheele: Kritik und Rezeption in Deutschland, 355-357; Mauricio Kagel: Von Bildern zu Tönen, 359-360) und ein "Dokumententeil", der Drehbücher, Verträge, Briefe, Programme und dergleichen mehr zu Un Chien Andalou, L'Age d'Or, Las Hurdes und Viridiana vorstellt. Eine vollständige Filmographie (einige der Filme sind anläßlich der Retrospektive eigens restauriert worden!) und eine nicht sehr befriedigende Bibliographie beschließen den hervorragend ausgestatteten Band, in dem immer wieder eindringlich gezeigt wird, wie intensiv das Buñuelsche Werk nicht nur mit dem surrealistischen Schaffen des Jahrhunderts, sondern mit viel weiteren Traditionen verflochten ist (eines der Kern-Themen des Sammelbandes von Link-Heer und Roloff!). Im engeren Feld der Bildenden Kunst: Immer wieder scheinen ikonographische Brücken auf, die nicht nur das Werk der Freunde (Bilder von Dali!), sondern dominante Motive und Sujets einer viel breiteren Tradition an die Filme Buñuels anschließen. Ein spannender Katalog also, der durch die z.T. entlegenen Schrift-Dokumente auch für die zukünftige Forschung seinen Wert behalten wird. Debatin, Bernhard / Wulff, Hans J. (Hrsg.): Telefon und Kultur: Das Telefon im Spielfilm. Berlin: Spiess 1991, 263 pp. (Telefon und Gesellschaft. 4.). -- ISBN 3-89166-146-0. DM 48,--. -- Inhalt: Bernhard Debatin: Riskante Gespräche: Kommunikationsstörungen und -abbrüche im (Film-)Telefonat (21-48). -- Jacques Lemaitre: Das Telefon im Kino oder 'Le halo de la signification' (49-60). -- Hans Jürgen Wulff: Telefon im Film / Filmtelefonate: Zur kommunikationssoziologischen Beschreibung eines komplexen Situationstyps (61-105). -- Claus-Dieter Rath: Ich sehe Sie jetzt - können Sie mich hören? Notizen zum Telefon in Fernsehinformationssendungen (107-119). -- Hans Jürgen Wulff: Ikonographie, Szenentransition, Narration: Zur Analyse der Beziehungen zwischen filmischer Form und filmischem Telefonat (127-165). -- Frank Kessler: Bei Anruf Rettung (167-173). -- Daniela Sannwald: Nobody's Phone Is Off Limits: Zur Funktion des Telefons im amerikanischen Zeitungsfilm der 30er Jahre (175-189). -- Robert Müller: Tough Guys, Tommy Guns and Telephones: Zur Funktion des Telefons im amerikanischen Gangsterfilm (191-205). -- Klaus-Peter Koch: Sicherheit versus Bedrohung: Telefonmotive im Thriller (207-219). -- Lothar Mikos: Telefon in Fernsehserien: Aspekte technisch vermittelter Familienkommunikation (221-234). -- Karl-Dietmar Möller-Naß / Patrick Bennat: Telefon-Plots (235-246). Decker, Christof: Die ambivalente Macht des Films. Explorationen des Privaten im amerikanischen Dokumentarfilm. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1995, 436 S. -- ISBN 3-88476-129-3, DM 56,--. Zuerst als Diss., Berlin, Freie Universität. -- Ein wichtiger Beitrag. -- [Klappentext:] Seit den 60er Jahren zeichnet sich der amerikanische Dokumentarfilm durch eine Entwicklung aus, bei der neben das gesellschaftsanalytische Potential des Genres zunehmend performative und erfahrungsvermittelnde Elemente getreten sind. Diese lehnen sich zwar zumeist an die traditionelle Funktionsbestimmung - einer sozialen Relevanz, die sich mit der ästhetischen Ausgestaltung verbindet - an, doch stellt sich deren Umsetzung in einer veränderten politischen Öffentlichkeit und einem allgegenwärtigen Kommerzialisierungsdruck postindustrieller Gesellschaften als immer schwieriger dar. -- Jenseits dieser medienbedingten Marginalisierung des Genres hat die neuere Filmtheorie den Dokumentarfilm und seine symbolischen "Konstruktionen von Wirklichkeit" auch umfassender mit den Ambivalenzen der filmischen Repräsentation konfrontiert. Gegen eine ungewollte Fürsprache, eine autoritäre Welterklärung oder einen unreflektierten technologischen Zugriff wendet sich eine Kritik, die den Machtstatus des - vordergründig aufklärerischen - Genres betont. Der Autor untersucht anhand des amerikanischen Dokumentarfilms der 60er und 70er Jahre diese ambivalente Macht des Films. Er thematisiert insbesondere jene Explorationsstrategien, die sich zunehmend auf das Private gerichtet, ihm eine Gestalt gegeben und dort ihre zum Teil problematischen Implikationen besonders eindringlich entfaltet haben. Neben einer Auseinandersetzung mit zentralen Positionen der neueren Dokumentarfilmtheorie stehen vor allem die Fragen im Mittelpunkt, wie das beobachtende Direct Cinema der 60er Jahre um interaktive, reflexive und gesellschaftskritische Elemente erweitert wurde, und welche Bedeutung der filmischen Repräsentation - in gesellschafts- und kommunikationstheoretischer Hinsicht - innerhalb einer demokratischen Medienkultur zukommt. Decker, Christof: Black Natchez (1966), Panola (1970), One Step Away (1968): Das gesellschaftskritische Direct Cinema von Ed Pincus und David Neuman. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1996, 118 S. (Studien zum amerikanischen Dokumentarfilm. 5.). Decker, Markus: Kinder vor dem Computer. Die Herausforderung von Pädagogen und Eltern durch Bildschirmspiele und Lernsoftware. München: KoPäd 1998, 222 S. (Multimedia. 2.). -- ISBN 3-929061-48-1, DM 32,–. Bezug durch KoPäd, Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München. Deeken, Annette (Hrsg.): Fernsehklassiker. Alfeld/Leine: Coppi 1998, 192 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 59.). -- ISBN 3-930258-58-7, DM 38,–. Ausgerechnet mit Überlegungen zum Life-Charakter des Fernsehens eröffnet Annette Deeken den vorliegenden Sammelband, der einen Blick auf endlos wiederholte, eher den marginalen Textformen des Fernsehens zugerechnete Programme ausprobiert. Den zentralen Problemkontext wirft allerdings nur Deeken auf, die Beiträge nehmen darauf kaum Rücksicht: Die Sendungen, um die es geht, sind Teil der Fernsehpraxis und ihrer Habitualisierung und Ritualisierung; es sind Sendungen mit Erinnerungswert, solange sie als Markierungen der Jetztzeit gelten; aber sie sind so marginalisiert, daß sie möglicherweise nicht ins televisuelle Gedächtnis übergehen, subjektive Erinnerung bleiben. Inhalt: Annette Deeken: Fünfundzwanzig Bilder in der Sekunde - das televisuelle Gedächtnis (7-30). -- Chus Lozano-Berdié: Und täglich grüßt die Tagesschau (31-56). -- Klaus-Michael Abel: Gut gehalten. Das Wort zum Sonntag (57-80). -- Verena Schmitz: Gut‘n Aaabnd. Die Mainzelmännchen (81-100). -- Christine Arweiler / Anja Dumjahn: Aspekte einer Kulturmagazin-Kultur (101-120). -- Elmar Zenner: Per Tele live auf dem Mond (121-140). -- Kerstin Pezold: Hier kommt die Maus! (141-166). -- Carsten Germann: Ran ans Aktuelle Sportstudio (167-188). Degenhardt, Wolfgang / Erdmann, Dorothee / Reichold, Christoph / Strautz, Elisabeth: Europäisches Fernsehen bis 1970. Eine Idee wird zum Laufen gebracht. Eine kleine Geschichte der Europäischen Rundfunkunion und der Eurovision. Mit einem Vorw. v. Gerhard Brunn. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 / Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, 99 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 62.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug über den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Index. Degenhardt, Wolfgang / Strautz, Elisabeth: Auf der Suche nach dem europäoschen Programm. Die Eurovision 1954-1970. Baden-Baden: Nomos 1999, 203 S. (Institut für Europäische Regionalforschungen. 5.). -- ISBN 3-7890-6305-3, DM 52,–. Degrès: Revue de Synthèse à Orientation Sémiologiques 28,64, 1990 (= Approches du Cinéma. 1. Bilan et Perspectives); 28,65, 1991 (= Approches du Cinéma. 2. Bilan et Perspectives). -- Inhalt v. H. 64: Dominique Chateau: La sémiologie du cinéma: un bilan. -- Keyan Tomaselli / Greg M. Smith: Sign wars: The battle-grounds of semiotics of cinema in Anglo-Saxonia. -- Francesco Casetti: Le redaci e i rami: Ricerche pre-semiotiche e sviluppi postsemiotici. -- François Jost: Un spectateur en quê d'auteur. -- Jacques Fontanille: La description du cinéma. -- Francis Vanoye: Nouvelles pises sémiologiques. -- Inhalt v. H. 65: Jean-Louis Leutrat / Suzanne Liandrat-Guigues: Prendre le large. -- Charles Grivel: Cinégraphie. -- Dana Polan: Filmologie et socio-sémiotique. -- Hadelin Trinon: Petite dérive intertextuelle. -- Dominique Nasta: Film's distant relative: A theoretical reappraisal of music. Dehnert, Walter: Fest und Brauch im Film. Der volkskundliche Film als wissenschaftliches Dokumentationsmittel. Eine Analyse. 1.2. Marburg: Arbeitskreis Volkskunde und Kulturwissenschaften 1994, [1:] 311 S., [2:] 443 S. -- ISBN 3-829425-02-5. DM 38,-- (Bd. 1), DM 46,-- (Bd. 2) zzgl. Versandkosten. Bezug durch den Arbeitskreis, Postfach 1122, D-35001 Marburg. Dehnert, Walter: Bibliographie zum volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Film. Hrsg. v. Arbeitskreis Volkskunde und Kulturwissenschaften. Marburg: AVK 1998, 78 S. (Schriften / Arbeitskreis Volkskunde und Kulturwissenschaften. 5.). -- ISBN 3-929425-13-0. Bezug durch den Arbeitskreis, Postfach 1122, D-35001 Marburg. Mit 579 Einträgen gibt die vorliegende Bibliographie einen Überblick, wie es kaum einen zweiten gibt. Sicherlich: Die Bibliographie ist dominiert von deutschsprachigen Beiträgen, die bis in entlegenere Quellen und Orte hinein dokumentiert sind; die internationalen Beiträge fallen dagegen deutlich ab. Aber der Wert des Verzeichnisses besteht gerade darin, die volkskundlichen Arbeiten zum Film zu sichern und darüber auch zu signalisieren, daß die kulturwissenschaftliche Untersuchung medialer Quellen und medial-vermittelter Praktiken durchaus schon zum traditionelleren Bestand volkskundlicher Arbeit gerechnet werden können. Es bleibt zu hoffen, daß es zu einer erheblichen Verbreiterung dieses Arbeitsfeldes kommen wird. Dehnert, Walter (Hrsg.): Zoom und Totale: Aspekte eigener und fremder Kultur im Film. Marburg: Arbeitskreis Volkskunde u. Kulturwissenschaft 1999, 154 S. Delassalle, Béatrice: Luchino Viscontis Tod in Venedig: Übersetzung oder Neuschöpfung. Aachen: Shaker 1994, 167 S. (Berichte aus der Literaturwissenschaft.). -- ISBN 3-86111-896-3, DM 129,--. Delling, Manfred: Engagement für ein neues Medium. Ausgewählte Fernsehkritiken von 1964 bis 1993. Frankfurt [...]: Lang 1995, 268 S. (Trouvaillen. Editionen zur Literatur- und Kulturgeschichte. 13). -- ISBN 3-631-48446-1, DM 79,--. Fernsehkritiken aus dem Jahren 1964 bis 1993. Dencker, Klaus Peter: Interface. 1. Elektronische Medien und künstlerische Kreativität. Im Auftrag der Kulturbehörde Hamburg hrsg. v. Klaus Peter Dencker. Red.: Ute Hagel. Hamburg: Hans-Bredow-Institut 1992, 219 S. -- ISBN 3-8729-6077-6. Bezug: Hans-Bredow-Institut, Heimhuder Str. 21, D-20148 Hamburg. -- Referate eines internationalen Symposiums. Beiträge von Derrick de Kerckhove, Rolf Kreibich und Heinz-Otto Peitgen zum "Paradigmenwechsel in Kunst und Gesellschaft"; "Werkstattberichte" von Michael Grillo, Holger van den Boom, Grahame Weinbren, Carl Eugene Löffler, Vito Orazem, Roy Ascott, Richard Kriesche, Ingo Günther, Stephan van Huene, Onno Onnen, Kurd Alsleben und Karel Dudusek. -- Artikel: Hans Ulrich Reck: Der Streit der Kunstgattungen im Kontext der Entwicklung neuer Medientechnologien (120-133). -- Horst Bredekamp: Der Mensch als "zweiter Gott". Motive der Wiederkehr eines kunsttheoretischen Topos im Zeitalter der Bildsimulation (134-147). -- Vilém Flusser: Automation und künstlerische Kompetenz (148-160). -- Richard Bolt: Human Interfaces. Neue Entwicklungen und Projekte im Bereich der Mensch-Maschine-Kommunikation (161-165). -- Joseph Weizenbaum: Künstliche Intelligenz als ein Schlüssel zur elektronischen Produktion von Wissen? (166-174). -- Friedrich Kittler: Gleichschaltungen. Über Normen und Standards der elektronischen Kommunikation (175-183). -- Namen- und Sachindex. Dencker, Klaus Peter (Hrsg.): Interface 2. Weltbilder/Bildwelten. Computergestützte Visionen. Im Auftrag der Kulturbehörde Hamburg. Hamburg: Vlg. d. Hans-Bredow-Instituts 1995, 448 S. -- ISBN 3-87296-082-2, DM 35,--. Bezug durch das Institut, Heimhuder Str. 21, D-20148 Hamburg. Dengler, Klaus-Michael: Wirtschaftswerbung als Finanzierungsinstrument des privaten Rundfunks. München: WF-Vlg. V. Florentz 1993, 482 S. (Rechtswissenschaftliche Forschungen und Entwicklungen. 404.). -- ISBN 3-89481-022-X, DM 83,70. Deren, Maya: Choreographie für eine Kamera. Schriften zum Film. Hrsg. von Jutta Horcher [u.a.]. Hamburg: Material-Verlag der Hochschule für bildende Künste 1995, 142 S. -- ISBN 3-9802934, DM 29,80. Detambel, Daniel: Verkündigung durch das Fernsehen. Möglichkeiten und Grenzen in einem sich verändernden Kontext. Frankfurt [...]: Lang 1998, xvii, 306 S. -- ISBN 3-631-32949-0, DM 89,–. Zuerst als theol. Diss. Benediktbeuren, Philosophisch-Theologische Hochschule „Don Bosco“ der Salesianer 1997. Zwar wirken die Annahmen über die Wirkungen und Einprägungen des Fernsehens auf seine Zuschauer wenig durchdrungen, gipfeln in der mehrfach beschworenen Nötigkeit, an die Erfahrungen von Zuschauern anzuknüpfen. Zwar wirken die Evaluationen einzelner Sendungen oft naiv, weil der Verfasser darauf verzichtet, Bewertungskriterien zu diskutieren und zu begründen, doch geht es ihm darum auch ebenso wenig wie darum, tatsächliche religiöse Bildungserlebnisse, die via Fernsehen ausgelöst waren, zu begründen. Formen der Verkündigung in einem Medium festzumachen, das vor allem der Unterhaltung dient - darum geht es. Es ist am Ende das Erzählen, das im Fernsehen in zahllosen Formen und Formaten vollzogen wird, in das sich die Interessen der christlichen Propaganda einstellen lassen: „Und wie Jesus alle Formen der zeitgenössigen [!] Veröffentlichung seiner Botschaft wahrgenommen und realisiert hat, scheinen auch heute - im Blick auf eine Verkündigung durch das Fernsehen - alle Sendeformen des Mediums dabei grundsätzlich offen für die Thematik und die Erfahrung des Religiösen. Es muß keine eigene Sendeform erfunden werden, vielmehr müssen die vorhandenen Sendeformen optimal genutzt werden. Allerdings haben sich vor allem erzählende Formen als erfolgreich erwiesen: Portraits religiös engagierter Menschen, Spielfilmserien mit religiösen Rollenträgern, Fernsehspiele, Videoclips, Werbespots, Talkshows, Beratungssendungen... all diese Formen können dazu beitragen, beim Zuschauer eine ‚Zustimmung des Herzens‘ zu erzielen und den Zuschauer für das ‚Wort Gottes‘ vorzubereiten. Und gerade um diese ‚Zustimmung des Herzens‘ muß es zunächst gehen: ‚Ob man gläubig wird, hängt ab von der Wechselwirkung der Zeichen und Zeugnisse des Glaubens einerseits und von der persönlichen Zustimmung andererseits‘“ (aus der Zusammenfassung). -- Was man vermißt? Eine intensive Auseinandersetzung mit Flieges Talkshow: Talk als Form pastoraler Arbeit? Dettke, Karl-Heinz: Kinoorgeln und Kinomusik in Deutschland. Stuttgart: Metzler 1995, xx, 465 S. -- ISBN 3-476-01297-2, DM 98,--. Dettmar, Rainer / Grimberg, Steffen: Medienberufe. [Außentitel:] Medienberufe erfolgreich studieren. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1996, 158 S. (Dtv Taschenbuch. 41007.) / (Studienführer im dtv.). -- ISBN 3-423-41007-8, DM 16,90. Obwohl die Darstellungen einzelner Studiengänge sachlich und im Rahmen der jeweiligen Studienordnungen zutreffend sind, und auch dann, wenn die Handreichungen zum Studium nützlich sind: Das Büchlein vermag nicht zu überzeugen. Das hängt zum einen mit der Auswahl der Studiengänge zusammen, die überhaupt aufgelistet sind - nur solcher nämlich, die explizit "Journalistik", "Publizistik", "Kommunikation", "Redaktion" oder "Medien" im Titel führen. Kulturpädagogische, medien- und werbewirtschaftliche Schwerpunkte, Kommunikationsdesign, Medientechnik: fehlen. Filmstudiengänge sind nur dann aufgeführt, wenn sie großes Gewicht auf Journalismus oder Dokumentation legen (also: keiner). Medienpraktische Angebote: fehlen ganz. Es ist so nur ein gewisser Ausschnitt aus dem Spektrum an Studiengängen gegeben, die auf das heterogene Berufsfeld vorbereiten. (Und es hätte zumindest erwähnt werden müssen, daß man mit einer konventionellen Fächerkombination oft vergleichbare, wenn nicht sogar bessere Qualifikationen erwerben kann als in den sogenannten "Fachstudiengängen".) Das hängt zum anderen mit der Unübersichtlichkeit des Bändchens zusammen, das unter den Überschriften "Journalistik im Hauptfach", "Journalistik als Schwerpunkt", "Journalistik fachbezogen", "Journalistik und Medienkommunikation studienbegleitend", "Ergänzungsstudiengänge Journalstik [!] und Medienpraxis", "Publizistik und Kommunikationswissenschaft im Hauptfach", "[...] im Nebenfach", "Medien- und Informationswissenschaften im Hauptfach", "Aufbaustudiengänge im Bereich Medien/Information", "Medienwissenschaften im Nebenfach", "Technische Redaktion und Medien-Dokumentation" insgesamt 47 Studiengänge beschreibt und 20 Nebenfachsstudiengänge erwähnt. Nicht einmal ein Index der Orte ist beigegeben. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 43,3, 1995, S. 453-533: Schwerpunkt "Philosophie und Film - ein hundertjähriges Verhältnis" (hrsg. v. Gertrud Koch). -- DM 32,--. Bezug über VCH, Postfach 101161, D-69451 Weinheim (06201-606146, Fax: 606117). -- Die philosophische Untersuchung der visuellen Formen der Repräsentation und der anschaulich-sinnlichen Qualitäten ikonischer Bildmedien ist so alt wie der Film, schreibt Gertrud Koch in der Einleitung des Schwerpunktthemas - und noch älter, möchte man den Satz verlängern, auch wenn sie immer eher am Rande der Kernbereiche der Schulphilosophie betrieben wurde. Zwei der Artikel wählen die Photographie als Gegenstand, so auf fundamentale Prinzipien der photographischen Referenz stoßend (vor allem Seels Aufsatz sei empfohlen, der die Photographie in dem doppelten Bezug von "Anschauen" und "Verstehen" lokalisiert und am Ende das Photographische scharf vom Filmischen abgrenzt). Papes Artikel enttäuscht etwas, weil er die vorliegenden Versuche, die Semiotik Peirce' für die Filmtheorie zu erschließen, wohl nicht kennt (so daß nach wie vor Möllers Überlegungen das Avancierteste darstellen, das hier geleistet wurde). Außerdem enthält die Sammlung einen Artikel der Herausgeberin (über filmische Zeitbehandlung und deren ästhetische Grundlagen), einen (ausgezeichneten) Essay von Richard Allen, der danach fragt, welche Rolle die Psychoanalyse in der Erklärung des Kinos resp. des Films spielen kann, sowie einen Essay von Zizek über filmischen Ton. -- Es bleibt zu hoffen, daß das noch kaum zu überschauende Feld einer philosophischen Beschäftigung mit dem Film mehr Aufmerksamkeit finden möge. So anregend das vorliegende Themenheft ist, so sehr sollte es als Einladung zum Weitermachen verstanden werden. -- Inhalt: Herbert Hrachovec: Fotogene Enttäuschungen (455-463). -- Martin Seel: Fotografien sind wie Namen (465-478). -- Helmut Pape: Der Gedanke als Überblendung in der Folge der Bilder. Peirces visuelles Modell geistiger Prozesse (479-496). -- Gertrud Koch: Nachstellungen - Film und historischer Moment (497-506). -- Richard Allen: Film, Fiktion und psychoanalytische Theorie (507-519). -- Slavoj Zizek: Der audio-visuelle Kontrakt - der Lärm um das Reale (521-533). Deutscher Journalisten-Verband (Hrsg.): Journalist/in werden? Ausbildungsgänge und Berufschancen im Journalismus. Ausg. 1999/2000. Bonn: Selbstvlg. 1999, 108 S. -- Bezug durch den Verband, Bennauerstr. 60, D-53115 Bonn oder die Landesverbände. Deutsches Filmmuseum (Hrsg.): Hein Heckroth: Filmdesigner. Ausstellung / Filme v. 28. März bis 9. Juni 1991. Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1991, 110 S. (Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums.) / (Kinematograph. 7.). -- ISBN 3-88799-038-2. Deutsches Filmmuseum (Hrsg.): Digital Media Visions / Film & Computer. Katalog zur Ausstellung. Frankfurt: Das Museum 1998, 224 S. Deutsches Filmmuseum (Hrsg.): Die Hessische Filmographie. Frankfurt: Das Museum 1998, 249 S. -- DM 20,–. Bezug durch das Museum, Schaumainkai 41, D-60596 Frankfurt. Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.): Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Methoden, Konzepte, Projekte. München: DJI Vlg. Deutsches Jugendinstitut 1988, 445 S. (DJI Materialien.). -- ISBN 3-87966-297-5. DM 39,80. -- Aus dem Inhalt: Jürgen Barthelmes / Ekkehard Sander: Von der Medienwirkungsforschung zur Medienalltagsforschung. Plädoyer für eine Erweiterung der Forschungsfragen (45-57). -- Peter M. Hejl: Gibt es eine Medienwirkung? (59-72). -- Karin Böhme-Dürr: Schwierigkeiten bei der Erfassung von Mediennutzung und Medienbewertung (93-111). -- Hans-Dieter Kübler: Ergebnisse, Desiderate und Perspektiven der Kinder- und Jugendfernsehforschung. Aufriß für ein Recherche- und Beratungsprojekt (119-139). -- Ben Bachmair: Folgen kommunikationstechnologischer Innovationen aus pädagogischer Sicht. Skizze eines Forschungsschwerpunktes (141-158). -- Sabine Jörg: Kindliche (Medien-)Welten: Zur Integration verschiedener Forschungsansätze (175-185). -- Stefan Aufenanger: Zum Ansatz einer rekonstruktiven Methodologie in der qualitativen Medienforschung (187-203). -- Claudia Schmidt / Christiane Schöwer: Kindliche Alltagswelt und Medien. Ein medienpädagogisches Praxisprojekt im Rahmen der evangelischen Begleitforschung "Kommunikationsverhalten und neue Medientechniken" zum Kabelpilotprojekt Berlin (205-217). -- Der Band versammelt die Beiträge zu einer Tagung "Methodologische Konzepte und empirische Verfahren zur Erforschung der Aneignung von Medienwelten durch Kinder und Jugendliche", die das DJI im März 1987 veranstaltet hat. Zwei weitere Schwerpunkte waren "Jugendliche und Computer" und "Medienökologische Ansätze" betitelt. Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.): Handbuch Medienerziehung im Kindergarten. 1. Pädagogische Grundlagen. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1994. Deutsches Rundfunkarchiv (Hrsg.): Fernsehen für Kinder. Ein Bestandsverzeichnis. Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg 1995, 370 S. -- ISBN 3-930850-13-3, DM 76,–. Das Verzeichnis ist nicht nur als Programmübersicht zu verstehen, sondern gehört zu den zeitgeschichtlichen Dokumenten, in denen sich die erzieherische Funktion des Fernsehfunks im Spektrum des Bildungssystems der DDR widerspiegelt. Deutsches Rundfunkarchiv (Hrsg.): Fernsehspiele 1993. Ein Verzeichnis. Zusammengest. u. bearb. v. Achim Klünder u. Sigrid Röder. Tübingen: Niemeyer 1996, xxxiii, 322 S. -- ISBN 3-484-60175-2, DM 132,--. Fortsetzung des bis 1992 bei K.G. Saur unter dem Titel Lexikon der Fernsehspiele erschienenen Standard-Verzeichnisses. Deutschmann, Peter: Die Götter und die Zeichen. (Filmsemiotik nach Peirce und Ejzenstejn.) In: Znakolog 3, 1991, S. 61-84, 8 Taf. -- Sehr eigenwilliger Versuch, die Eisensteinsche Montagetheorie in Kategorien der Benseschen Semiotik zu übersetzen; mit einer Analyse der Götterszene aus Oktjabr. Dewey, Donald: James Stewart. Ein Leben für den Film. Berlin: Henschel Vlg. 1997, 464 S. -- ISBN 3-89487-270-5, DM 49,90. -- Deweys Biographie des im Juli 1997 verstorbenen James Stewart stützt sich nicht allein auf zeitgenössische Rezensionen und Interviews, auf die Klatschpresse und auf Pressematerial, sondern zudem auf mehr als 200 Interviews mit Familienangehörigen, Kollegen und Freunden. Sie ist tatsächlich kenntnisreich, wie der Klappentext annonciert - und doch vermag sie nicht wirklich zu überzeugen. Sie ist eine Biographie in einem engen Sinne, auch wenn die einzelnen Filme, an denen Stewart mitgewirkt hat, jeweils einzeln vorgestellt und in aller Kürze besprochen werden. Sie leidet wie zahllose andere Biographien von Stars an der Distanz- und Kritiklosigkeit, mit der Dewey sich Stewart nähert. Die Milieus und Wertvorstellungen, in denen Stewart aufgewachsen ist und die er dargestellt und repräsentiert hat, werden so unter der Hand zwar genannt, doch nie in kritischer Absicht beleuchtet. Die Stewart-Images Patriotismus und Aufrichtigkeit, jungenhafte Sexualität und Arglosigkeit - dagegen Stewarts Verhalten in der McCarthy-Ära: diesen Widersprüchen spürt Dewey nicht nach. Und auch der Schauspielstil, die Art und Weise, sich eine Rolle anzueignen oder ihr besonderes Gesicht zu verleihen, findet das Interesse höchstens in Nebenbemerkungen oder Anekdoten. Die "Professionalität" Stewarts wird festgemacht an seiner Haltung zum Beruf und den Beziehungen zu Stab und Kollegen - nicht im Umgang mit Rollen, Texten oder am Vollzug des eigentlichen Spiels. Kenntnisreich - ja. Analytisch - nein. -- Die nachlässige Übersetzung, zahlreiche Interpunktions- und diverse Satzfehler seien eigens verzeichnet. Dichanz, Horst: Medienerziehung im Jahre 2010. Probleme, Perspektiven, Szenarien. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung 1997, 208 S. -- ISBN 3-89204-307-8, DM 20,–. Die ersten hundert Jahre Kino in Berlin e.V. (Hrsg.): Skladanowsky im Jahr des Films. Berlin: Der Verein 1996. Diederichsen, Dietrich: Koproduktionen musikalischer Makrozeichen: Kenneth Anger, Stanley Kubrick und Quentin Tarantino. In: Texte zur Kunst 31, September 1998, S. 116-145. Diers, Michael: Schlagbilder. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1997, 224 S. (Fischer Taschenbuch. 13218.)/(Kultur & Medien.). -- ISBN 3-596-13218-5, DM 24,90. Diesbach, Martin: Pay-TV oder Free-TV. Zur Zulässigkeit der verschlüsselten Exklusivübertragung sportlicher Großereignisse. Baden-Baden: Nomos 1998, 210 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 147.). -- ISBN 3-7890-5354-6, DM 64,–. Diesener, Gerald / Gries, Rainer (Hrsg.): Propaganda in Deutschland. Zur Geschichte der politischen Massenbeeinflussung im 20. Jahrhundert. Darmstadt: Primus Vlg. 1996, xi, 288 S. -- ISBN 3-89678-014-X, DM 68,--. Diesing, Eckhard / Sausmikat, Ralf (Katalogredaktion): Europäisches Medienkunst Festival. / European Media Art Festival. / Festival d'Européen d'Art des Médias. Osnabrück 1992. Osnabrück: Experimentalfilm Workshop e.V. 1992, 251 S. -- ISBN 3-926501-11-1. Bezug durch den Verlag, Hasestr. 71, D-49074 Osnabrück. Diesing, Eckhard / Sausmikat, Ralf (Katalogredaktion): Europäisches Medienkunst Festival. / European Media Art Festival. / Festival d'Européen d'Art des Médias. Osnabrück 1993. Osnabrück: Experimentalfilm Workshop e.V. 1993, 319 S. -- ISBN 3-926501-12-X. Bezug durch den Verlag, Hasestr. 71, D-49074 Osnabrück. Enthält u.a.: Erkki Huhtamo: Penetrating into the virtual world. Möglichkeiten der Kommunikation mit interaktiver Kunst (251-261; engl. 263-272). -- Kathy Rae Huffman: Return to sender. Eine kurze Geschichte des interaktiven Fernsehens (273-276; engl. 277-280). -- Siegfried J. Schmidt: Die Logik der Beobachtung. Eine Einführung in den Konstruktivismus (286-296; engl. 297-306). Dieterle, Bernard (Hrsg.): Träumungen: Traumerzählung in Film und Literatur. St. Augustin: Gardez!-Vlg. 1998, 299 S. (Filmstudien. 9.). -- ISBN 3-928624-68-7, DM 49,90. Aus dem Inhalt: Horst Meixner: Der verratene Traum. Béla Balázs - oder: Die Seele und der Film (13-22). -- Irmela Schneider: Filmwahrnehmung und Traum. Ein theoriegeschichtlicher Streifzug (23-46). -- Harald Kautz-Vella: Der trojanische Traum. Zum Vormarsch des Konnotativen im Film (47-52). -- Hans J. Wulff: Intentionalität, Modalität, Subjektivität: Der Filmtraum (53-69). -- Thomas Koebner: Erzählen im Irrealis. Zum Neuen Surrealismus im Film der sechziger Jahre. Eine Problemskizze (71-92). -- Peter Wuss: Träume als filmische Topics und Stereotypen (93-116). -- Stefan Gross: Traumspiele. Stellenwert und Funktion der Träume im Kino Bunuels (117-144). -- Volker Roloff: Zum Traumdiskurs in surrealistischen Filmen, Texten und Bildern (145-156). -- Bernard Dieterle: Traumreflexionen in Literatur und Film. Zu Arthur Schnitzler und Karin Brandauer: Der Weg ins Freie (183-202). Dietharft, U. [...]: Fern-Sicht auf Bücher. Materialienband zur Verfilmung österreichischer Literatur 1945-1994. Wien: Dokumentationsstelle für Neuere Österreichische Literatur 1995, 176 S. (Sondernummer. 37.). Dillmann, Claudia / Möller, Thomas / Steiner, Ines (Red.): Fünfzig Jahre DIF. Wiesbaden: Deutsches Institut für Filmkunde 1999, 44 S. -- Broschüre. Dillmann-Kühn, Claudia: Artur Brauner und die CCC. Filmgeschäft, Produktionsalltag, Studiogeschichte 1946-1990. Mit einer Filmografie v. Rüdiger Koschnitzki u. einem Anhang v. Bernd Eichhorn. Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1990, 315 S. (Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums.). -- ISBN 3-88799-034-X. Nach dem Band über Michael Balcon (Geoff Brown: Der Produzent, Berlin 1981) ein neuer Versuch über einen Produzenten und sein Studio. Gestützt auf das gesamte Firmenarchiv Brauners (das inzwischen dem Filmmuseum überlassen worden ist) entsteht eine außerordentlich materialreiche Darstellung der Braunerschen Firmen und Produktionen. Der Band erschließt eine Fülle unkonventioneller Quellen und enthält neben bislang unveröffentlichten Produktionsphotos auch zahlreiche Reprographien von Verträgen, Briefwechseln etc. -- Empfehlenswert und anregend. Dillmann-Kühn, Claudia (Red.): Sergej Eisenstein im Kontext der russischen Avantgarde 1920-1925. Ausstellung/Filme, 17. Dezember 1992 bis 28. Februar 1993. (Katalog.) Frankfurt: Deutsches Filmmuseum 1992, 140 S. (Kinematograph. 8.). -- ISBN 3-88799-042-0, DM 28,--. Bezug durch das Museum, Schaumainkai 41, D-60596 Frankfurt. -- Als Beiträge zu einer Revision von Eisensteins Frühwerk verstehen die drei Ausstellungsmacher Sebastian Deisen, Britta Grüter und Ralf Hutzler ihre Aufsätze, die sie für den Katalog des Frankfurter Filmmuseums verfaßten. Anstatt die Arbeiten Eisensteins unter der Maxime des genialen Künstlers zu deuten, möchten sie dessen Werk im Kontext der russischen Avantgarde angehen und dort Einflüsse, Inspirationen und Ideen verorten. Dem allein aus sich selbst schöpfenden "Autoren" soll ein deterministisches Modell gegenübertreten: das "Werk" im Umfeld und als Produkt zeitgenössischer Kunstästhetik. Die Autoren wählen dafür zwei unterschiedliche Präsentationsformen. -- Ralf Hutzlers umfangreicher Aufsatz thematisiert Eisensteins Theaterarbeiten im Zusammenhang mit den zeitgenössischen Ausdrucksformen der bildenden Kunst sowie den Aufführungen und programmatischen Texten des proletarisch-kulturrevolutionären Theaters der noch jungen Sowjetunion. Interessant und anregend ist vor allem die Berücksichtigung und umfangreiche Dokumentation der Kostüm- und Bühnenbildentwürfe, die Eisensteins Ideen anschaulich im Umfeld kubistischer und konstruktivistischer Ästhetik plazieren. Die Ausführungen zu Eisensteins eigenen Theaterinszenierungen hingegen bieten wenig Neues, erläutern aber noch einmal einleuchtend die Vision einer künstlerischen Gestaltung, die die im Theaterraum mittels Attraktionsmontage erzielte ästhetisch-ideologische Wirkung in konkret gesellschaftsverändernde Aktivitäten umschlagen läßt. -- Sebastian Deisen und Britta Grüter machen sich für die Auseinandersetzung mit dem Panzerkreuzer Potemkin das von Eisenstein favorisierte Gestaltungsprinzip selbst zunutze und montieren Typographien, Fotographien, Fotomontagen, Plakate, Szenenfotos und die Äußerungen zeitgenössischer Künstler. Was jedoch als Konzept dieser Komposition zugrundeliegen soll, bleibt unklar und vage. Da umgibt ein lockerer Assoziationsrahmen Bild und Text, begleiten ein paar Szenenfotos aus Panzerkreuzer Potemkin eine Architekturskizze, über der ein Zitat Vesnins die psycho-physiologischen Einwirkungen der Dinge preist. Irgendwie hängt alles irgendwo miteinander zusammen. Die "Monteure" scheinen der in ihren Vorbemerkungen konstatierten "Macht der Bilder" erlegen zu sein. Bedauerlich ist vor allem die vertane Chance, den Panzerkreuzer Potemkin einmal eingehend im Blickwinkel sowjetischen Filmschaffens zu verorten, wie überhaupt im gesamten Katalog filmische Bezüge kaum Erwähnung finden. -- Neben diesen beiden Versuchen revisionistischer Filmgeschichtsschreibung enthält der Ausstellungskatalog drei bereits deutschsprachig veröffentlichte Aufsätze Eisensteins, eine Biographie und Filmographie sowie Kurzbiographien von Künstlern der russischen Avantgarde. -- (Jörg Frieß) Dilly, Heinrich: Ging Cézanne ins Kino? Ostfildern: Ed. Tertium 1995, 144 S. -- ISBN 3-930717-16-6, DM 38,--. Dimendberg, Edward: Beyond Cinema. Space, Time, and Entropy in Zabriskie Point. In: Paragrana 7,2,1998, S. 241-249. Diop, Papa Samba / Fuchs, Elisa / Hug, Heinz / Riesz, Janós Riesz: Ousmane Sembène und die senegalesische Erzählliteratur. München: Ed. Text & Kritik 1994, 232 S. (Schreiben andernorts.). -- ISBN 3-88377-488-x, DM 26,–. Dirkers, Detlev: Europäischer Fernsehmarkt zwischen wirtschaftlichen Imperativen und kulturellem Auftrag. Unter besonderer Berücksichtigung der bundesdeutschen Medienentwicklung.Bern [...]: Lang 1995, 267 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 51.). -- ISBN 3-631-47310-9, DM 74,–. Zuerst als Diss., Osnabrück 1994. Docter, Thomas (Red.) / Nickel, Volker (Konzept): Studium Werbung. Bonn: Verlag edition ZAW 1996, 150 S. -- Schutzgebühr: DM 12,--. Bezug durch den Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), Postfach 201414, D-53144 Bonn. -- Mit 350.000 Arbeitsplätzen und mehr als 50 Milliarden DM Jahresumsatz ist die Werbewirtschaft ein beachtenswerter Teilbereich des Kommunikationsmarktes. Vorliegende Broschüre listet die Studiengänge der Werbung (Werbewirt, BWL/Marketing, Betriebwirt etc.) einschließlich der Design-Studiengänge und der Werbefachakademien, der Fernlehr-Angebote und der Business Schools in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz auf. Jeder Eintrag ist kurz charakterisiert. Das Heft umfaßt außerdem Kurzportraits der wichtigsten Werbeberufe. -- Nützlich, aktuell, aktuelle Adressen und Telefonnummern. Documenta GmbH (Hrsg.): documenta (d)ocuments. 2. Ostfildern: Cantz 1996, 104 S. -- ISBN 3-89322-859-4, DM 28,--. Zweisprachig deutsch-englisch. -- Aus dem Inhalt: Frieda Grafe: Wessen Geschichte. Jean-Luc Godard zwischen den Medien (4-21). -- Serge Daney: Kind sucht Bad (22-30). -- Jean-François Chevrier / Cathérine David: Die Aktualität des Bildes, zwischen den Schönen Künsten und den Medien (52-61). -- Alexander Sokurov: Mutter und Stillstellung. Zur Kompositionstechnik der Filme Guy Debords (68-75). -- Serge Daney: Eine Geschichte über Unbeweglichkeit und Beweglichkeit (76-83). Doelker, Christian: Ein Bild ist mehr als ein Bild: visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft. Stuttgart: Klett-Cotta 1997, 205 S. -- ISBN 3-608-91654-7, DM 48,--. Reich bebildert, ein Beitrag zur Bildproblematik über deren ganze Breite. Doelker hatte 1989 mit Kulturtechnik Fernsehen: Analyse eines Mediums (Stuttgart: Klett-Cotta) einen ersten Entwurf zu einer Semiotik der visuellen Zeichenwelten vorgestellt - und er bleibt diesem Entwurf in wesentlich Teilen treu. Daß Bilder keine sprachlichen Zeichen sind und darum auch in einer strukturalen Analyse nicht auf systemische Bedingungen (wie Distinktheit, Gliederung in Einheiten, Komplexionen von Einheiten usw.): das hat spätest die intensive Diskussion über den filmsemiotischen Versuch, das Instrumentarium der Sprachanalyse in die Filmanalyse zu importieren, gezeigt. Den Schritt nun allerdings, den einige Filmsemiotiker angedeutet haben, das Bild und seine signifikativen und symbolischen Potentiale radikal zu kontextualisieren und in einer Theorie des Zeichengebrauchs zu fundieren: Diesen Schritt tut Doelker nicht, hält an der Vorstellung des Bildes als eines Zeichenganzen fest. (Wobei er in eine Aporie gerät: Unter dem Typus „intentionale Texte“ zeigt er das Bild eines unbekleideten Frauen- oder Männerhinterns, zwei Frauenhände berühren ihn wie im Tanz; man sieht noch den Rand einer Jeans-Jacke - ein Bild, das „nackte Verkaufsabsicht“ realisiere, eine sicherlich rüde Vereinfachung.) Und selbst die Frage nach einer „Begriffsschrift“ aus Bildern durchzieht den Band bis fast an den Schluß, verdeckt das Potential an Fragen, das der wichtigere Abschnitt über eine Bildrhetorik aufwerfen könnte. -- Das Kernstück des Bandes ist der zweite Teil, in dem Doelker „Bedeutungsebenen“ des Bildes zu unterscheiden versucht. Gelegentlich nutzt er die drei Kategorien Bild, Bildinhalt, Bildbedeutung; den inneren Bezug klärt er allerdings nicht. Insgesamt neun miteinander kombinierbare Subklassen von „Bedeutungen“ lassen sich aufweisen: 1. Funktionale Bedeutung (mit den Subtypen registrativ, mimetisch, simulativ, explikativ, diegetisch, appellativ, dekorativ, phatisch, ontisch, energetisch; 2. spontane Bedeutung (vor allem nonverbale Signale); 3. feste Bedeutung (Piktogramme, Emblemata, Konventionalisierungen, Schrift usw.); 4. latente Bedeutung (im Sinne von Symbolbedeutung); 5. deklarierte Bedeutung (durch hinzutretende Bildtitel z.B.); 6. artikulierte Bedeutung (Elemente der Bildgestalt wie Punkt, Linie, Fläche, Farbe und Bewegung; Bildsyntax etc.); 7. kontextuelle Bedeutung (das Bild im Gesamtwerk eines Malers); 8. intertextuelle und 9. transtextuelle Bedeutung. In der Liste ist greifbar, wie das klassische Programm der kunstwissenschaftlichen Bildanalyse grundgelegen hat und wie sich die anfängliche Neutralität dem visuellen Material gegenüber verliert und mit verdeckten Geschmacksurteilen überlagert wird. Doerner, Andreas: Medienunterhaltung als politische Kommunikation. In: Siegener Periodikum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL) 17,1, 1998. Doerner, G. Andreas: Politische Kultur und Medienunterhaltung - theoretische Perspektiven und empirische Analysen. Zur Inszenierung politischer Identitäten in der amerikanischen Film- und Fernsehwelt. Konstanz: UVK 1999, 425, xii. -- ISBN 3-87940-676-6, DM 68,–. Zuerst als Habil.-Schr. Marburg 1999. Doh, Michael: Zehn Jahre Privatfernsehen. Gesellschaft, Fernsehlandschaft und Medienpädagogik im Wandel. München: KoPäd Vlg. 1994, 173 S. -- DM 28,--. Bezug durch den Verlag, Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München. Doktor, Thomas / Spiess, Carla: Gottfried Benn - Rainald Goetz. Medium Literatur zwischen Pathologie und Poetologie. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1997, 277 S. -- ISBN 3-591-12837-x, DM 59,--. Über Goetz' Performance auf dem Klagenfurter Literaturworkshop 1983 und der Fernsehberichterstattung darüber. Dompke, Christoph: Weil doch was blieb. Alte Frauen in schlechten Filmen. Hamburg: MännerschwarmSkript 1998, 144 S. -- ISBN 3-928983-57-1, DM 29,80. Domsich, Johannes: Visualisierung - ein kulturelles Defizit? Der Konflikt von Sprache, Schrift und Bild. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 1991, 188 S., 28 Taf. (Stichwort Kommunikationswissenschaft.). -- ISBN 3-205-05406-7. DM 54,--/öS 380,--. -- Allzu oft sind den sprachlichen Darstellungstechniken die Methoden der Visualisierung entgegengesetzt worden, als eine defizitäre und desintellektualisierte Form der Repräsentation. Domsich, der unter "Visualisierung" ganz allgemein bildlich-illustrative Techniken zusammenfaßt, unternimmt es im ersten Teil seines anregenden, zum Widerspruch herausfordernden Versuchs, sprachliche und visuelle Darstellungsmittel in Bezug aufeinander zu erläutern. Sein Ausgangspunkt ist die Annahme einer grundlegenden "Darstellungskompetenz", unter der sich auch der Umgang mit den visuellen Mitteln beschreiben ließe. Ähnlich der sprachlichen Darstellung umfasse auch die Visualisierung eine "Form der Kenntnisnahme", um deren Analyse es einer wissenschaftlichen Untersuchung des Feldes von Phänomenen gehen muß. -- Diese Idee ist so bestechend wie folgenreich - und wird von Domsich über die Fragen nach der Medienspezifik der Visualisierungstechniken, nach den neurophysiologischen Voraussetzungen der visuellen Kommunikation, nach der Geschichtlichkeit der Repräsentationsmittel, nach Symbolisierungs- und Semantisierungstendenzen am Beispiel der Fotografie und schließlich nach der Reichweite des von Neurath vorgeschlagenen Isotype-Systems verfolgt. Domsichs Studie ist manchmal deutlich an Erklärungsmodelle der informationstheoretischen Ästhetik angelehnt; es fällt allerdings auf, daß die internationale Literatur insbesondere zu den Repräsentationsmodalitäten des Films nicht oder nur in schmalem Ausschnitt zur Kenntnis genommen ist. Das ist darum bedauerlich, als die Grundidee Domsichs noch sehr viel schärfer hätte gefaßt werden können. Donges, Patrick (Hrsg.): Globalisierung der Medien? Medienpolitik in der Informationsgesellschaft. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1999, 252 S. -- ISBN 3-53113303-9, DM 52,–. Donner, Wolf: Propaganda und Film im "Dritten Reich". Mit einem Nachw. v. Andreas Kilb u. Illustrationen v. Bernd Polenz. Berlin: Tip-Verlag 1995, 159 S. Donner, Wilhelm (Hrsg.): Moderne Labyrinthe: Frauenbilder, Kinowelten, Aufklärungsphantasien. Frankfurt [...]: Peter Lang 1992, 206 S. (Salzburger Schriften zur Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie. 14.) -- ISBN 3-361-45010-9, DM 59,--. Donnerstag, Joachim: Der engagierte Mediennutzer. Das Involvement-Konzept in der Massenkommunikationsforschung. München: Reinhard Fischer 1996, 360 S. (Medien-Skripten. 26.). -- ISBN 3-88927-181-2, DM 39,--. Dörfler, Gabriele: Product Placement im Fernsehen - unlautere Werbung oder denkbare Finanzierungsquelle im dualen Rundfunksystem? Eien Beurteilung aus dem Blickwinkel des Wettbewerbsrechts unter Berücksichtigung der Mediengesetze. Frankfurt [...]: Lang 1993, 172 S. (Europäische Hochschulschriften. 2,1324.). -- ISBN 3-631-45572-0, DM 59,--. Dorn, Margit: Vampirfilme und ihre sozialen Funktionen. Ein Beitrag zur Genregeschichte. Frankfurt [...]: Peter Lang 1994, 264 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 30: Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. 60.). -- ISBN 3-631-47774-0, DM 79,--. Zugl. Diss. Lüneburg 1994. -- Genres wie das des Vampirfilms werden stofflich begründet. (Das tut auch Dorn, wenngleich sie behauptet, mit der Bestimmung "Metaphorischer Gebrauch des Motivs des Blutsaugens" einen funktionalen Ansatz zu wählen.) Daß innerhalb der Korpora, die so entstehen, differenziert wird (z.B. nach einer Typologie von Filmen im Verhältnis zur Gattung - der "Klassiker", der Standards setzt; der "typische" Film, der sie reproduziert und konventionalisiert; die "Parodie"; der "intellektuelle Film", der Konventionen umdeutet; der "Multi-Genre-Film", der Konventionen mehrerer Genres kombiniert), ist selten. Daß Genregeschichte historisch als Geschichte sich wandelnder Funktionen ausgewiesen wird - ebenfalls unüblich. Dorn sucht in soziopsychologischen Funktionen einen Ansatz zu finden, Filme an die sich verändernden äußeren Diskurswelten anzuschließen. Vampirfilme werden in dieser Sicht dem historisch-gesellschaftlichen Diskurs über Sexualität zugeordnet, der wiederum auf umfassende gesellschaftliche Problemlagen verweist. Dieses berücksichtigend, konstatiert die Autorin drei Primärfunktionen, die seit dem Entstehen des Film-Genres "Vampirfilm" im Vordergrund gestanden haben: In der ersten Phase lieferte das Genre vor allem Entlastungsangebote, die auf die politischen und wirtschaftlichen Krisen zwischen den beiden Weltkriegen antworteten und die Vampirfigur zur Projektion von Schuldgefühlen und Ängsten nutzten; in der Hochphase des Genres bot es ersatzhafte Befriedigungen auf solche Wunsch- und Phantasievorstellungen, die zwar im Wertewandel und in der Liberalisierung vor allem des Erotischen entstanden waren, aber nicht in gesellschaftliche Praxis umgesetzt werden konnten; danach tritt die Abwehr von Ängsten in den Vordergrund, die aus dem Verlust von Werten und (sozialen, politischen und privaten) Utopien resultierten. Genregeschichte verweist so auf krisenhafte gesellschaftliche Entwicklungen (und darin begründet sich das zentrale methodische Problem, das Arbeiten wie die vorliegende eröffnen: wie man nämlich den behaupteten Funktionszusammenhang von Film und psychosozialer oder psychohistorischer Befindlichkeit begründen und fundieren kann und wie man der Gefahr hermeneutischer Zirkelschlüsse entgeht). -- Dorns lesenswerte Untersuchung exemplifiziert die These an sieben Beispielen, von Nosferatu bis Coppolas Dracula die Zeit überdeckend, in der das Vampirmotiv bearbeitet worden ist. Im Appendix findet sich eine Liste von 363 Filmen, die dem Genre zugehören. Dörr, Dieter: Die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Europa. Rechtsgutachten erstattet im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Baden-Baden: Nomos 1997, 69 S. (Beiträge zum Rundfunkrecht. 48.). -- ISBN 3-78904595-0, DM 20,--. Dörr, Dieter: Die öffentlich-rechtliche Rundfunkfinanzierung und die Vorgaben des EG-Vertrages. Institut für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln. Köln: Inst. für Rundfunkökonomie 1998, 36 S. (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln. 94.). -- 3-930788-82-9, DM 9.–. Dörr, Dieter: Programmvielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch funktionsgerechte Finanzausstattung. Rechtsgutachten zum Anspruch kleiner Rundfunkanstalten auf funktionsgerechte Finanzausstattung am Beispiel des Saarländischen Rundfunks unter Einbeziehung politikwissenschaftlicher und ökonomischer Aspekte. Unter Mitarb. von Michael Fromm. Baden-Baden: Nomos 1998, 77 S. Dörr, Dieter: Die Spartenkanäle von ARD, ZDF und das Europarecht: Rechtsgutachten im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). / The special interest channels of ARD, ZDF and European law. München: Beck 1999, 153 S. (Schriftenreihe des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln. 74.). -- ISBN 3-406-44989-1, DM 75,–. Text dt. und engl. Dörr, Dieter / Kopp, Reinhold / Closs, Wolfgang: Die Rechtsstellung der Landesmedienanstalten in grenzüberschreitenden Angelegenheiten. Ein Rechtsgutachten erstellt im Auftr. der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten vom Institut für Europäisches Medienrecht (EMR). [Hrsg.: Die Landesmedienanstalten]. Berlin: Vistas 1996, 104 S. (Schriftenreihe der Landesmedienanstalten. 5). -- ISBN 3-89158-174-2, DM 28.–. Dörr, Günter: Fernsehen und Lernen - attraktiv und wirksam?! München: Oldenbourg 1997, 128 S. (EGS-Texte.). -- ISBN 3-486-03499-5, DM 28,–. Dörr, Günter / Jüngst, Karl Ludwig (Hrsg.): Lernen mit Medien. Ergenisse und Perspektiven zu medial vermittelten Lehr- und Lernprozessen. Peter Strittmatter zum 60. Geburtstag. Weinheim: Juventa 1998, 224 S. (Juventa Materialien.). -- ISBN 3-7799-1387-9, DM 36,–. Dörr, Renate: Die HDTV-Entschidung. Eine Fallstudie zum Entscheidungsprozeß in der EG. Diss. Tübingen 1993, iv, 235 S. Drawer, Christel (Hrsg.): So viele Träume. DEFA-Film-Kritiken aus drei Jahrzehnten von Heinz Kersten. Berlin: Vistas 1996, 388 S. -- ISBN 3-89158-170-x, DM 40,--. Dreckmeier, Eva / Hoefer, Georg: Aspekte der Fernsehberichterstattung. Zu den Sendereihen Die Reportage, Markt im Dritten, Plusminus, WISO. Coppengrave: Coppi-Vlg. 1994, 200 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 1.). -- ISBN 3-920258-00-5, DM 20,--. Drexler, Peter: Recycled film codes and the study of Shakespeare in film. In: Shakespeare Jahrbuch 1993. Drexler, Peter: Literatur im Schatten des Films? Zu einigen Aspekten von Intermedialität im angloamerikanischen Gegenwartsroman. In: Unterhaltung. Sozial- und literaturwissenschaftliche Beiträge zu ihren Formen und Funktionen. Hrsg. v. D. Petzold u. Eberhard Späth. Erlangen 1994. Drexler, Peter (Hrsg.): Negotiations with Hal: Multi-media perceptions of (Shakespeare's) 'Henry the Fifth'. Braunschweig: Techn. Univ., Seminar für Anglistik und Amerikanistik 1995, vi, 132 S. (Braunschweiger anglistische Arbeiten. 11.). -- ISBN 3-00-000018-6 [?]. Drexler, Peter (Hrsg.): British Cinema. Tübingen: Narr 1998, S. 107-245 (Journal for the Study of British Cultures. 5,2.). -- ISBN 3-8233-9877-6, DM 35,–. Inhalt des lesenswerten Bandes, der eine Fülle von Fragen auf die englische Filmproduktion der neunziger Jahre richtet - und damit auf eine Filmkultur aufmerksam macht, die in der Spannung zwischen Humor, Realismus, Groteske und Fabulierlust zu den lebendigsten der Welt zählt und in der deutschen Filmwissenschaft immer noch unterrepräsentiert erscheint: Peter Drexler: Editorial (107-110). -- Jürgen Enkemann: Globalization, Sense of Place and Questions of Identity: British Film in the 1990s (111-128). -- Eckart Voigts-Virchow: Anglian Antics: British Film Comedies of the Eighties and Nineties (129-142). -- Colin MacArthur: Artistes and Philistines: The Irish and Scottish Film Milieux (143-154). -- Hans-Peter Rodenberg: Bridging the Abyss: Neil Jordan, the Irishman in British Hollywood (155-170). -- Eleanor Byrne: See(k)ing in the Dark: Looking at White People in Black British Cinema (171-180). -- Kirsten Wächter: Derek Jarman - the last Renaissance Artist (181-194). -- Rainer Schüren: Teaching Different Cultures through Film: Educating Rita and My Beautiful Laundrette (195-214). -- Filmography: Titles and Directors (215-222). -- Außerdem lesenswerte Reviews über Post-Theory. Reconstructing Film Studies (ed. by David Bordwell & Noël Carroll, rev. by Jörg Schweinitz, 227-229), Dissolving Views (by Andrew Higson, rev. by Paul Davies, 230-232), Films and British National Identity (by Jeffrey Richards) und British National Cinema (by Sarah Street, rev. by Jörg Helbig, 233-235), Fashioning the Nation (by Pam Cook, rev. by Annette Kuhn, 235-237), Fear of the Dark (by Lola Young, rev. by Ursula von Keitz, 237-239), Land and Freedom (ed. by Walter Frey, rev. by H. Gustav Klaus, 239-241), The British at War (by James Chapman, rev. by Gerd Stratmann, 242-243) und die beiden Filme Typically British (1995) und Irish Cinema (1995) (rev. by Angela Krewani, 243-245). Dreyer, Karl / Dreyer, Mechthild: Videobearbeitung mit dem PC. Grabben, Overlay, Vertonen, digitales Video, Schnitt-Techniken. München: Franzis 1993, 350 S. -- ISBN 3-7723-5721-2, DM 78,--. Driesch, Stefan von den: Karrierrestart Film, Funk und TV. Die Jobs, die Macher, die Ausbildung. Saulheim: Armin Bieser 1995, 421 S. -- ISBN 3-9803503-0-4, DM 39,80. Bezug: Vlg. Armin Bieser, Kanzlerweg 1, D-55291 Saulheim (Fax: 06732-64428). -- Nach Manharts nützlichem Hörfunk- und Fernsehberufe (3., überarb. u. aktual. Aufl. München: TR-Verlagsunion 1992) liegt mit Karrierrestart Film, Funk und TV ein neuer, international orientierter Überblick über die Berufswelt des Films und seiner Nachbargebiete vor. Im ersten Teil gibt von den Driesch einen Überblick über die einzelnen Teilfelder (Redaktion und Programm; Ausstattung und Design; Produktion und Regie; Aufnahme, Nachproduktion und Sendung; Darstellung und Stimme) - den anschaulichen und kenntnisreichen Beschreibungen sind jeweils Interviews mit erfahrenen, manchmal sehr prominenten Vertretern des jeweiligen Berufs beigegeben. Zu jedem Beruf liegt ein "Anforderungsprofil" vor, Verdienstmöglichkeiten und empfehlenswerte Ausbildungsangebote werden benannt. Der zweite Teil des Bandes ist ein Verzeichnis von mehr als 150 Ausbildungsangeboten für Medienberufe und den einschlägigen Studiengängen - aus Deutschland (73 Einträge), Frankreich (32), Großbritannien (18) und den USA (36). -- Lesbarkeit, Übersichtlichkeit, Klarheit des Konzepts: Ein empfehlenswertes kleines Handbuch. -- Ein geringfügiger Mangel sind die nicht immer aktuellen Adress-Verzeichnisse. Droese, Kerstin: Thrill und Suspense in den Filmen Alfred Hitchcocks. Coppengrave: Coppi Vlg. 1995, viii, 151 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 13.). -- ISBN 3-930258-12-9, DM 30,--. -- Droese klassifiziert und analysiert thrill und suspense im Rahmen der herkömmlichen Definitionen. Das ist durchaus solide, allerdings auch beschränkt. Die schwierigeren Fragen, die gerade die Kombination der beiden Konzepte aufwirft, werden nämlich nicht diskutiert. An zwei Beispielen: (1) Die Bedrohung des Helden ist laut Droese die Bedingung des thrill. Dem mag man folgen, doch stellt sich dann eine zweite Frage: Ist es allein das Prinzip des Helden (= Protagonisten?) oder die Perspektive der Erzählung, die den thrill bewirkt? Ist eine identifikatorische oder empathische Teilhabe seine Bedingung, die ihm vorausgeht und ihn begleitet? Und spielt es eine Rolle, ob der bedrohte Held ein Guter, womöglich gar einer ist, der unter falschen Verdacht geriet (daß also ein externes moralisches Prinzip helfen würde, thrill zu verursachen)? (2) Hitchcock behauptete, suspense sei eine Strategie der "Emotionalisierung" des Zuschauers (eine These, die Droese so akzeptiert) - doch was ist hier eigentlich genau gemeint? Geht es um "Emotion" im Sinne von "Gefühl"? Oder ist damit eine Rezeptionshaltung gemeint, die in der Aktualgenese der Rezeption intensiv auf das Geschehen zentriert ist, das sich substantiell entwickelt? Der Gegenstand einer Analyse ist dann im suspense der Denk-Prozeß selbst, der mit dem Film zusammentreten muß. Insofern ist aufklärungsbedürftig, ob "Schock" eine (dramaturgische?) Kategorie ist, die mit thrill und suspense vereinbar ist. "Die höchste Steigerung des thrill sind überraschend einsetzende Momente voller Gewalt, die beim Publikum einen Schock auslösen können", schreibt die Verfasserin, mehr Fragen aufwerfend als beantwortend. -- Wie schon gesagt: Wer sich für die theoretischen und ästhetischen Fragen der Spannungsforschung interessiert, wird in Droeses Analyse nicht bedient. Dröge, Franz / Kopper, Gerd G.: Der Medien-Prozess. Zur Struktur innerer Errungenschaften der bürgerlichen Gesellschaft. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1991, 286 S. -- ISBN 3-531-12223-1, DM 44,--. Vor allem bezogen auf die Interaktion von Technikentwicklung, Informationsstrukturen und Medienangeboten. Dröge, Nicola: Reflexivität im Fernsehunterhaltungsjournalismus. Systemtheoretische Grundlagen in einer explorativen Kommunikatorstudie. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1997 (Beiträge zur Kommunikationstheorie. 11.). -- ISBN 3-8258-2958-8, DM 28,80. Drösser, Christoph: Special: Fernsehen. Reinbek: Rowohlt 1995 (Rowohlt Handbuch. 6376.). -- ISBN 3-499-16376-4, DM 12,90. Drubek-Meyer, Natascha (Hrsg.): Juden und Judentum in Literatur und Film des slavischen Sprachraums. Die geniale Epoche. Wiesbaden: Harrassowitz 1999 (Jüdische Kultur. 5.). -- ISBN 3-447-04170-6, DM 148,–. Drubek-Meyer, Natascha / Musarow, Jurij (Hrsg.): Apparatur und Rhapsodie. Zu Filmen des Dziga Vertov. Frankfurt [...]: Peter Lang 2000, 283 S. (Berliner slawistische Arbeiten. 8.). -- ISBN 3-631-33076-6, DM 98,–. Dührkoop, Dennis: New Black Cinema der 90er Jahre. Alfeld/Leine: Coppi Vlg. 1997, (2), 160 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 49.). -- ISBN 3-930258-48-x, DM 32,--. Zuerst als Magisterarbeit Berlin 1996. -- "In dieser Arbeit soll gezeigt werden, dass afroamerikanisches Kino im Laufe der neunziger Jahre eine bisher nicht gekannte Vielfalt an Themen und Erzählweisen hervorgebracht hat, sodass [!] eine Marginalisierung schwarzen Filmschaffens in den USA in gleicher Weise wie in den siebziger Jahren kaum anzunehmen ist" (aus der Einleitung). Dührkoop gibt eine nützliche überblicksartige Darstellung über das New Black Cinema - die Filme Spike Lees vor allem, denen der Autor die Genres 'Ghettofilm', 'afroamerikanischer Mittelstandsfilm' und den 'unabhängigen afroamerikanischen Film' an die Seite stellt. Dumermuth, Martin: Die Programmaufsicht bei Radio und Fernsehen in der Schweiz. Unter besonderer Berücksichtigung der Entscheidpraxis der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen. Basel: Helbing & Lichtenhahn 1992, xxviii, 408 S. (Neue Literatur zum Recht.). -- Zuerst als Jur.Diss. Bern 1992. Dunker, Achim: Licht- und Schattengestaltung im Film. "Die chinesische Sonne scheint immer von unten". München: TR-Verlagsunion 1993, 144 S. (TR-Praktikum. 9.). -- ISBN 3-8058-2700-8, DM 19,80. -- Dunker legt ein an der Praxis orientiertes, umfassendes und vollständiges Beleuchtungsbuch vor, das neben den Grundvoraussetzungen die aktuell verfügbare Gerätepalette samt Zubehör ebenso beschreibt wie es Lichtarten und Beleuchtungsstile erklärt. Verständlich formulierte, brauchbare Tips und Anleitungen aus Werbung und Fernsehen, ergänzt durch Beispiele und Analysen aus Kinofilmen, ermöglichen einen Gesamtüberblick über individuelle und technische Fragen der Lichtwahrnehmung und ihrer dramaturgischen Umsetzung. Technische Details und Tabellen sind auf das ausreichende Maß reduziert. Ein Index verschafft Zugang zu den in der Praxis üblichen Bezeichnungen. Drei kon troverse Interviews europäisch geprägter Kameraleute mit detailreichen Einblicken in die Vorgänge der Filmarbeit und Beleuchtung vervollständigen das Buch zu einer unter Lichtgesichtspunkten als Standard geeigneten Einführung für Cineasten und Praktiker. -- (Wolfgang Samlowski) Dunn, David / Weibel, Peter (Hrsg.): Eigenwelt der Apparate-Welt. Pioniere der elektronischen Kunst. [Auszug aus dem Gesamtkatalog der Ars Electronica, Linz 1992.] Wien: PVS Verleger 1992, 240 S. -- DM 9,--. Bezug durch die Ars Electronica, Untere Donaulände 7, A-4010 Linz. Dussel, Konrad: Die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Die Tätigkeit der Rundfunk- und Verwaltungsräte von Südwestfunk und Süddeutschem Rundfunk 1949 bis 1969. Baden-Baden: Nomos 1995, 531 S. (SWF-Rundfunkgeschichte. 5.). -- ISBN 3-7890-3854-7, DM 88,--. -- Auf der Basis akribischer Auswertung der Akten von SWF und SR, die inzwischen ohne Einschränkungen zugänglich sind, entsteht ein differenziertes Portrait demokratischer Gremienarbeit, das präzise Möglichkeiten und Grenzen des gesamten Systems herausarbeitet. Die Bereiche Haushaltskontrolle, Programmüberwachung und Personalpolitik bilden die Schwerpunkte der Analyse. Dussel, Konrad: Deutsche Rundfunkgeschichte. Eine Einführung. Konstanz: UVK Medien 1999, 314 S. (Uni-Papers. 9.). -- ISBN 3-89669-250-x, DM 38,–. Dussel, Konrad / Lersch, Edgar / Müller, Jürgen K.: Rundfunk in Stuttgart. 1950-1959. Stuttgart: Süddeutscher Rundfunk 1995, 255 S. (Südfunk-Hefte. 21.). -- ISBN 3-922308-20-1. Bezug über den Süddeutschen Rundfunk, Pressestelle, Postfach 106040, D-70049 Stuttgart. Enthält u.a.: Jürgen K. Müller: Die Anfänge des Fernsehens im Süddeutschen Rundfunk (209-255). Eberle, Carl-Eugen / Gersdorf, Hubertus: Der grenzüberschreitende Rundfunk im deutschen Recht. Baden-Baden: Nomos 1993, 151 S. (Law and Economics of International Telecommunications. / Wirtschaftsrecht der Internationalen Telekommunikation. 20.). -- ISBN 3-7890-3113-5, DM 58,--. Eckert, Roland / Vogelsang, Waldemar / Wetzstein, Thomas A. / Winter, Rainer: Grauen und Lust - Die Inszenierung der Affekte. Eine Studie zum abweichenden Videokonsum. Unter Mitarb. v. Linda Steinmetz. Pfaffenweiler: Centaurus 1991, 191 S. (Reihe Medienwissenschaft. 6.). -- ISBN 3-89085-530-X, DM 29,80. Eder, Sabine / Lauffer, Jürgen / Michaelis, Carola: Bleiben Sie dran! Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern. Ein Handbuch für MultiplikatorInnen [!]. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1999, 304 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 27.). -- ISBN 3-929685-19-1, kein Preis mitgeteilt. Eder, Jens: Dramaturgie des populären Films. Drehbuchpraxis und Filmtheorie. Münster/Hamburg/London: Lit Vlg. 1999, 144 S. (Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte. 7.). -- ISBN 3-8258-4182-0, DM 29,80. -- Ein Brückenschlag zwischen den Disziplinen; zwischen Filmtheorie und Drehbuchpraxis, die bisher weitgehend ohne gegenseitige Kenntnisnahme nebeneinanderher existieren. Der Gegenstand ist der Mainstream-Film, der “populäre Film”, und das heißt für Jens Eder in erster Linie der kommerzielle Hollywoodfilm, dessen alleiniger Zweck es ist, zu unterhalten – und dies so perfekt, daß im besten Zielfall ein Millionenpublikum bereit ist, sein Unterhaltungsangebot wahrzunehmen. Die Lehrbuchliteratur versucht seit Jahrzehnten, das Idealrezept für das erfolgreiche Drehbuch zu liefern – in erstaunlicher Übereinstimmung, daß es nur ein einziges solches Rezept geben kann. Die Theorie versucht, Topoi und Struktur des wichtigsten kulturellen Massenphänomens des Jahrhunderts zu analysieren, und dabei waren die Lehrbücher insbesondere ihrer terminologischen Ungenauigkeit wegen oft keine große Hilfe. -- Eder bringt sie miteinander in Verbindung, zeigt ihre Kongruenzen auf, um den Gegenstand genauer beschreib- und analysierbar zu machen, indem er seine Elemente und das zentrale Muster, dem sie folgen – vielmehr: untergeordnet werden, - herausarbeitet und definiert und ihre jeweiligen Wirkungstendenzen in der Rezeption durch den Idealzuschauer projiziert. Er hat für seine Arbeit die klassischen Ratgeber ausgewertet, die guten (u.a. Howard/Mabley, Hant, Vale) und die populären (Seger, Field), auch den hochgehandelten Vogler, und sie mit den Erkenntnissen der kognitiven Filmtheorie, insbesondere Bordwells, Carrolls, aber auch dem Ansatz von Peter Wuss in überzeugenden Einklang gebracht. Anhand eines umfangreichen Beispielkorpus und exemplarisch an dem Katastrophenfilm Twister entwickelt er 25 Merkmale der populären Dramaturgie, legt sie als System gelenkter Rezeption offen und untermauert altbekannte, gleichwohl ungeklärte Schlagwörter von “Set Up” bis “Plot Point” mit brauchbaren Definitionen. (Interessant wäre in diesem Zusammenhang vielleicht auch einmal ein Blick auf Sol Steins Manual, das sich zwar eher an Prosa-Autoren wendet, aber ebenfalls klare Richtlinien zum perfekten Geschichtenerzählen liefert). -- Die gewonnene genauere Faßbarkeit des Konzepts “populärer Film” engt es damit allerdings auch automatisch wieder fast bis zur Unverwendbarkeit ein. Wider besseres Wissen pocht auch Jens Eder auf das Dogma der heiligen Dreiaktigkeit, das Syd Field so hartnäckig predigt, und nennt als erstes seiner Merkmale, daß der populäre Film immer nur eine einzige Geschichte erzählt. Damit gerät er nicht nur mit narrativen Varianten wie Reservoir Dogs, Chinatown oder The Usual Suspects, sondern schon mit Twister aneinander, der neben seiner Haupt-Problemgeschichte (der Kampf mit dem Tornado) noch ein Bündel weiterer erzählt: Die Konfliktgeschichte mit dem Konkurrenten ebenso wie die Liebesgeschichte zwischen Bill und Jo; die Geschichte von Jos Überwindung des Traumas, das der Tod ihres Vaters verursacht hat, sowie die Liebeskonfliktgeschichte zwischen Jo und Melissa. Der Ratgeberliteratur folgend kategorisiert er sie allesamt als “Sub-Plots”. Das ist natürlich richtig, dennoch sind es Geschichten, und sie gäben Anlaß, das Verhältnis zwischen Sub-Plots und Main-Plot einmal neu zu überdenken: Braucht der Main-Plot umso mehr Sub-Plots, je reiner er dem Paradigma des populären Films entspricht? -- Korrekt weist er darauf hin, daß dieses Paradigma mit Beispielen wie Pulp Fiction oder Short Cuts in den letzten Jahren deutlich aufgeweicht wurde. Dabei entsteht dann das Problem, daß diese Filme einerseits der “klassischen” Dramaturgie nicht (mehr?) folgen (wie übrigens die meisten Arbeiten Robert Altmans oder Woody Allens) und daher nicht zu seinem Untersuchungskorpus gehören, man ihnen aber nicht absprechen kann, populäre Filme zu sein - oder auch nur weniger erfolgreiche populäre Filme. Und zur Untersuchung von Phänomenen wie Star Trek, The X-Files oder auch Lindenstrasse existiert damit noch immer kein Instrumentarium. -- Dennoch ist dies ein glasklar durchdachtes und hochinteressantes Buch, das vor allem klarmacht, wo weitergearbeitet werden kann und weiterdiskutiert werden muß: Etwa in der zentralen Frage, inwieweit der Erfolg von Filmen wie Twister oder auch Titanic tatsächlich mit ihrem holzschnittartigen Drehbuch zusammenhängt, und ob er mit einer anderen Dramaturgie, aber denselben atemberaubenden Schauwerten geringer gewesen wäre. (Bodo Traber) Eggers, Dieter: Filmfinanzierung. Grundlagen - Beispiele. Hamburg: S & W (Steuer- und Wirtschaftsverlag) 1995, xiv, 136 S. (KulturKommerz. 3.). -- ISBN 3-89161-783-6, DM 42,--. Eggs, Ekkehard: Die Inszenierung von Politik. Debatten mit Politikern im französischen Fernsehen 1980-1990. 2. Aufl. Rheinfelden/Berlin: Schäuble 1992 (Romanistik. NF 5.). -- ISBN 3-87718-415-4, DM 62,--. Ehlers, Caroline: Crisis. Behind a Presedential Commitment(1963). Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1995, 102 S. (Studien zum amerikanischen Dokumentarfilm. 2.). -- ISBN 3-88476-111-0, DM 23,50. Ehlers, Karin: Die Rundfunkorganisation der Bundesrepublik Deutschland: Vom öffentlich- rechtlichen zum dualen Rundfunksystem. Diss. Berlin: Freie Universität 1991 [1990], 7 Microfiches. Ehrat, Fredi / Helfenstein, Heinrich (Hrsg.): Das Kino "Studio 4". Eine Dokumentation über eine Raumgestaltung von Roman Clemens. [Rorbas:] Ehrat [1992], 103 S. -- ISBN 3-9520372-0-6, sFr. 48,--. Ehrat, Johannes (1992) Filmästhetik auf der Basis der Peirce'schen [!] Ikonizität. In: Interkom, 15, Juli 1992, S. 14-23. Ehrenspeck, Yvonne / Lenzen, Dieter: Vater-Sohn-Bindungen und Interaktionen in Spielfilmen der 1980er und 1990er. Ein melancholisch.postmodernes Konstrukt? In: Medien-Generation. Hrsg. v. Ingrid Gogolin u. Dieter Lenzen. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1999, S. 305-323. Eicher, Thomas / Bleckmann, Ulf: Intermedialität. Vom Bild zum Text. Bielefeld: Aisthesis Vlg. 1994, 220 S. -- ISBN 3-895288-0, DM 38,--. Eichhorn, Wolfgang: Agenda-Setting-Prozesse. Eine theoretische Analyse individueller und gesellschaftlicher Themenstrukturierung. München: Reinhard Fischer 1996, 212 S. (Kommunikationswissenschaftliche Studien. 16.). -- ISBN 3-88927-177-4, DM 39,–. Eicke, Ulrich: Medienkinder. Vom richtigen Umgang mit der Vielfalt. München: Von dem Knesebeck Vlg. 1994, 261 S. -- ISBN 3-926901-67-5, DM 39,80. Eikon. Internationale Zeitschrift für Photographie & Medienkunst. Wien. -- Hrsg. im Auftr. des Österreichischen Instituts für Photographie & Medienkunst (ÖIP). - Wien: Triton-Verl. ISSN 1024-1922. DM 27.-- Einzelh.; DM 70.-- jährl. Eisermann, Tobias: Cavalcanti oder Die Poetik der Negativität. Tübingen: Stauffenburg 1992, xii, 272 S. (Romanica et Comparatistica. 17.). -- ISBN 3-923721-67-6, DM 78,--. Eisner, Michael: Disney ist jeder Tag ein Abenteuer. Stationen einer Karriere. In Zusammenarb. Mit Tony Schwartz. München: Heyne 1999, 535 S. -- ISBN 3-453-12933-4, DM 49,80. Ekmann, Björn: Schwierigkeiten beim Schreiben eines witzigen Untertitels. Motzki im dänischen Fernsehen. In: Differente Lachkulturen? Fremde Komik und ihre Übersetzung. Hrsg. v. Thorsten Unger, Brigitte Schulze u. Horst Turk. Tübingen: Narr 1995, S. 283-298 (Forum modernes Theater. Schriftenreihe. 18.). El-Nawab, Dina: Alfred Hitchcocks Psycho. Exemplarische Filmanalyse unter besonderer Berücksichtigung des Suspense. Alfeld: Coppi Vlg. 1997, (2), 223 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 50.). -- ISBN 3-930258-49-8, DM 45,--. Zuerst als Magisterarbeit Hannover 1990. -- Eine szenenweise Lektüre und Kommentierung von Psycho bildet das Kernstück der vorliegenden Monographie. Die Autorin konzentriert sich auf werkimmanente Aspekte, auf Symbolisierungen und auf die Rolle von mise-en-scène und Kadrierung in der Steuerung der Identifikationen des Zuschauers. Das suspense-Konzept, das Hitchcock ja mit großer Präzision und Schärfe formuliert hat, wird schon zu Beginn zugunsten der psychoanalytisch-mythologischen Überlegungen Douchets (neben diversen Aufsätzen vor allem seine Monographie Alfred Hitchcock [Paris: Ed. de l'Herne 1967] referierend) aufgegeben. -- Analogien und Symbolisierungen bereiteten den Zuschauer auf das kommende Geschehen vor, ist die Kernthese, und dementsprechend werden "Felder von Analogien" konstruiert, ein Netz von Bezugnahmen, isotopischen Reihen und dergleichen mehr wird so greifbar. Nicht immer erscheinen die Themenkomplexe in der vorliegenden Analyse plausibel. Ob man z.B. das Regenwasser der nächtlichen Fahrt Marion Cranes als Analogon des Duschwassers, die Scheibenwischer als Ausholbewegungen des Messers und die Fahrt durch den nächtlichen Regen Äquivalent der Darstellung von Marions Tod akzeptieren kann: Daran sollen zumindest Zweifel angemeldet werden. -- In drei Thesen wird am Ende suspense problematisiert und kontextualisiert: Suspense sei zwingend an das Vorwissen des Zuschauers gebunden, heißt es dort, und stehe in einem Bedingungs-, nicht Ausschlußverhältnis zur surprise; suspense stehe in Abhängigkeit zur Identifikation des Zuschauers mit einem bzw. mehreren Darstellern; und schließlich sei suspense definiert durch die Mittel, die ein Regisseur einsetze, um ihn zu erzeugen. -- Neuere Literatur zur Spannungsforschung ist nicht berücksichtigt - Redaktionsschluß 1990. Mangelndes Lektorat auch im Formalen: Manchmal hat die Textverarbeitung ganze Satzteile verschluckt. Eliot, Marc: Walt Disney. Genie im Zwielicht. München: Heyne 1994, 336 S., 16 Taf. -- ISBN 3-453-07400-9, DM 44,--. -- Eine politische Biographie Disneys! Das ist ein Novum und stellt das Werk Disneys, das einen unvergleichlichen Eindruck von Harmlosigkeit, Kitsch und Niedlichkeit verbunden mit größtem Geschäftssinn verursacht, in ein einigermaßen grelles Licht. Dem "netten Onkel" (tatsächlich war Disney von vielen nur "Uncle Walt" genannt worden) steht ein anderer Disney gegenüber, ein ultrakonservativer Gewerkschaftsfeind, der auch vor Verleumdung und Spitzeldiensten nicht zurückschreckte, um die Macht der Studiobosse zu festigen. Schon Anfang der 40er Jahre schloß der langjährige Chef des FBI, J. Edgar Hoover, mit Disney ein Abkommen, in dem sich Disney verpflichtete, ihm alle politisch verdächtigen Vorgänge im amerikanischen Show- und Film-Business zu melden. Disney bespitzelte 25 Jahre lang Angestellte und Freunde und setzte mit seinen Informationen unbequeme Mitarbeiter unter Druck. Er war mitverantwortlich dafür, daß das Komitee für Unamerikanische Umtriebe nach Hollywood geholt wurde. Eliots Biographie basiert auf zahllosen Interviews mit noch lebenden Zeugen. Zugang zum Disney-Archiv - das den Mythos Walt Disneys auch durch Unterdrückung von Informationen am Leben erhält - hatte er nicht. Eliot versucht, über die Darstellung der Schattenseiten Disneys hinaus, auch das Werk zu lesen als imaginäre Auseinandersetzung mit den Schwächen und der moralischen Unvollkommenheit des Menschen Disney. Ellerkamp, Bettina / Heckes, Christiane / Hoffmann, Christian / Kröger, Merle: Fishing for Documents. Dokumentarfilm zwischen Tradition und Experiment. Berlin: Panther Vlg. 1993, 32 S. -- ISBN 3-929357-01-1, DM 7,--. Bezug: Botschaft e.V., Kronenstr. 3, D-10117 Berlin. Texte zum Dokumentarfilm und zu den Arbeiten von Romuald Karmakar, Juliet Bashore, Harry Rag, Jayce Salloum, Walid Ra'ad, Hanno Baethe und Shelly Silver. Ellermann, Holger: Das Drehbuchschreiben als Handwerk. Eine vergleichende Analyse von Lehrkonzepten und der filmgeschichtlichen Bedeutung des Drehbuchschreibens unter Berücksichtigung der Marktbedingungen. Coppengrave: Coppi 1995, viii, 207 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 10.). -- ISBN 3-930258-09-9, DM 36,--. Elliker, Edwin: Die inszenierte Kamera. Eine filmwissenschaftliche Exkursion in zwei Teilen durch den Spielfilm Der junge Törless von Volker Schlöndorff. [2 Bde.] Phil. Diss. Berlin, Freie Universität 1989, iii, 468, xvii, 605 S. Elsaesser, Thomas: Der neue deutsche Film. Von den Anfängen bis zu den neunziger Jahren. München: Heyne 1994, 567 S. (Heyne Film- und Fernsehbibliothek. 209.). -- ISBN 3-453-08123-4, DM 24,90. -- Ein Standardwerk, endlich in deutscher Übersetzung (und erneut ein Beleg dafür, daß die Heyne-Reihe immer wieder für eine Überraschung gut ist - ein Standardwerk, in guter und verläßlicher Übersetzung, und das zu einem attraktiven Preis! Auch Kreimeiers Ufa-Story ist vor wenigen Wochen bei Heyne wohlfeil neuaufgelegt worden, das sollte am Rande vermerkt sein): Die Geschichte des Neuen Deutschen Films, bis zum Ausgang der 80er Jahre (der Titel täuscht mehr Aktualität vor, als der Band erfüllt). Vielleicht ist es die Distanz, die ein Mehr an Zusammenhängen, gemeinsamer Produktionslogik, ästhetischer Programme entdecken läßt als im eigenen Lande möglich wäre. Oder ist es die bestechende Klarheit der These, der Elsaesser zuschreibt? -- Um ein "Kino der Erfahrung" geht es, nicht nur in einem weiten Sinne. Die These: Weit entfernt, nur der Selbstdarstellung einer kleinen Zahl hochtalentierter Regisseure zu dienen, gehen die Produktionslogik des Neuen Deutschen Films, die Geschichte seiner Fehler und Erfolge sowie die eine stilistische Einheit sichernden formalästhetischen Strategien auf die verschiedenen Wege zurück, auf denen sich die Filme den Zuschauern zuzuwenden versucht haben. Genauso wie für das deutlicher am Zuschauer orientierte Kommerzkino war auch für den Neuen Deutschen Film das Angebot zur Identifizierung in dem Sinn ein Ziel, daß dem Publikum ein verständlicher und bedeutungsvoller Platz in der filmischen Erzählung verschafft werden sollte. Das Kommerzkino erreicht dies mit dem Erzählen von Konflikt, Komplikation und Lösung. Die Neuen Deutschen Filme unterscheiden sich mehr oder minder von dieser Norm, indem sie sich hauptsächlich unkonventioneller Erzählformen bedienen. Der Versuch, den Zuschauer eher indirekt in die Handlung einzubeziehen, erklärt vielleicht auch, warum viele deutsche Filmemacher dazu tendierten, mit Erzählformen zu arbeiten, die mehr dem Dokumentarfilm und dem Filmessay verbunden waren. -- Elsaesser wagt einen Blick hinter die organisierenden Diskurse traditioneller Filmhistoriographie (z.B. das Autorenkonzept) auf die "Produktionslogik" (17) des Neuen Deutschen Films. Gleichermaßen entkoppelt von historischen Prozessen und dennoch auf sie bezogen, erscheint das kulturpolitische Projekt "Neuer Deutscher Film" als Suchbewegung hin auf ein Publikum, dessen Existenz diese Bewegung allein rechtfertigen könnte. Material- und kenntnisreich integriert Elsaesser in seine "Geschichte" des Neuen Deutschen Films auch die dokumentarische und feministische Filmpraxis, die in bisherigen Darstellungen eher marginalisiert wurden. -- Kritisch anzumerken ist, daß die Filmographie (465-530) für den deutschsprachigen Publikationsraum überflüssig scheint; daß das Regisseur-Verzeichnis (531-556) überaus mangelhaft, weil inkonsequent bearbeitet wurde und in der vorliegenden Form eigentlich unbrauchbar ist. Und: Die Unterschiede der englischen und der deutschen Ausgabe bezüglich der Auswahl der Illustrationen wären einer separaten Betrachtung wert. Elsaesser, Thomas: Das Weimarer Kino - aufgeklärt und doppelbödig. Berlin: Vorwerk 8 1999, 356 S. -- ISBN 3-930916-24-x, DM 64,–. Elsaesser, Thomas (Hrsg.): A Second Life: German Cinema's First Decades. Amsterdam: Amsterdam University Press 1996, 352 S. -- ISBN 90-5356-172-2. -- Bereits im Vorwort wird es deutlich, welcher anspruchsvollen Aufgabe sich Herausgeber und Autoren hier widmen: nicht nur die Epoche des deutschen Films vor dem Ersten Weltkrieg historisch aufzuarbeiten, sondern gerade dadurch die bisherige Ezählweise der deutschen Filmgeschichtsschreibung überhaupt zu revidieren. Indem die frühen Filme nicht mehr nur als Vorgänger der "Klassiker" betrachtet werden - als uninteressante erste Schritte auf dem Weg zu Caligari und weiter -, sondern als Filme, die eigenständige Entwicklungen in der filmischen Form, Technologie und Vorführpraxis repräsentieren, werden Entwicklungslinien neu gezogen und implizite Wertungen hinterfragt. Das Buch hat großen Wert als eine Sammlung zentraler Artikel über einen schlecht zugänglichen Korpus von Filmen. Darüber hinaus bietet es eine breite Palette von unterschiedlichen Herangehensweisen an historische und theoretische Fragen und ist damit auch aus methodologischer Sicht von exemplarischen Wert für die jetzige Filmhistoriograpie. Die Beiträge sind eher durch Vielfalt als durch eine einheitliche Linie gekennzeichnet, dennoch trifft man doch immer wieder auf zentrale Fragen und Themen, u.a.: die Entwicklung der Filmindustrie, Genrefilm, Filmstil, Raumgestaltung, Selbstreflexivität, das Verhältnis zum Varieté, Zuschauer, Modernität. Unter den 28 Artikeln sind Originalbeiträge und Reprints (inkl. viele, die deutschen Lesern aus KINtop bekannt sein werden) etwa gleichmäßig vertreten. Elsaessers Einleitung situiert die Einzelstudien im Kontext des Buches und skizziert zugleich einen dezidierten filmhistorischen Rahmen. (Stephen Lowry) Elsaesser, Thomas / Lyotard, Jean-François / Reitz, Edgar: Der zweite Atem des Kinos. Hrsg. v. Andreas Rost. München: Verlag der Autoren 1996, 168 S. (Reden über Film. 3.). -- ISBN 3-88661-168-x, DM 28,--. Emigholz, Heinz: Seit Freud gesagt hat, der Künstler heile seine Neurosen selbst, heilen die Künstler ihre Neurosen selbst. Katalogbuch zu drei Ausstellungen in Saarbrücken, Berlin und Kassel. Berlin/Kassel: Galerie u. Vlg. Martin Schmitz 1993, 96 S. Emmelius, Simone: Fechners Methode. Studien zu seinen Gesprächsfilmen. Mainz: Gardez! 1996, 275 S. (Filmstudien. 1.). -- ISBN 3-928624-36-9, DM 59,90. Zugl. als Diss. Mainz 1996. Engel, Christine (Hrsg.): Lichtspiele. Annotiertes Verzeichnis der Sammlung russischer und sowjetischer Filme des Instituts für Slawistik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Unter Mitarb. von Eva Binder. Innsbruck: Inst. für Sprachwiss. 1998, viii, 392 S. (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft. Slavica Aenipontana. 6.). -- ISBN 3-85124-187-8, DM 105,–. Engel, Christine: Geschichte des sowjetischen und russischen Films. Unter Mitarb. von Eva Binder [...]. Stuttgart/Weimar: Metzler 1999, xv, 382 S. -- ISBN 3-476-01546-7, DM 78,–. Engel, Christoph: Privater Rundfunk vor der Europäischen Menschenrechtskonvention. Baden-Baden: Nomos 1993, 487 S. (Wirtschaftsrecht der Internationalen Telekommunikation. 19.). -- ISBN 3-7890-2870-3, DM 134,--. Engel, Christoph: Kabelfernsehen. Baden-Baden: Nomos 1996, 165 S. (Law and Economics of International Telecommunications. / Wirtschaftsrecht der internationalen Telekommunikation. 29.). -- ISBN 3-7890-4432-6, DM 66,--. Engel, Christoph: Medienordnungsrecht. Baden-Baden: Nomos 1996, 144 S. (Law and Economics of International Telecommunications. / Wirtschaftsrecht der internationalen Telekommunikation. 28.). -- ISBN 3-7890-4397-4, DM 58,--. Engelbrecht, Beate / Ballhaus, Edmund (Hrsg.): Der ethnographische Film. Eine Einführung in Methoden und Praxis. Berlin: Reimer 1995, 293 S. (Ethnologische Paperbacks.). -- ISBN 3-496-02552-2, DM 44,--. -- Inhalt: Edmund Ballhaus: Film und Feldforschung. Überlegungen zur Frage der Authentizität im kulturwissenschaftlichen Film (13-46). -- Barbara Keifenheim: Auf der Suche nach dem ethnologischen Film... Versuch einer Standortbestimmung (47-60). -- Manfred Krüger / Gerlinde Waz: Mein Gegenüber ist mir das Wichtigste. Ein Gespräch (61-79). -- Ivo Strecker: Ton, Film und polyphone Ethnographie. Erfahrungen aus Hamar (81-103). -- Hans-Ulrich Schlumpf: Von sprechenden Menschen und Talking Heads. Der Text im Filmtext (105-119). -- Rolf Husmann: Wo entsteht ein Film? Zur Bedeutung der Postproduktion im Prozeß ethnographischer Filmarbeit (121-141). -- Beate Engelbrecht: Film als Methode in der Ethnologie (143-186). -- Klaus Wildenhahn: Teilstücke. Über mein dokumentarisches Arbeiten in einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt (187-201). -- Ingrid Kummels / Manfred Schäfer: Zwischen ethnologischen Einsichten und Einschaltquoten. Über Chancen und Tücken ethnologischer Fernsehfilme (203-221). -- Birgit Maier: Zur Methodik der Filmanalyse von ethnographischen Filmen (223-267). -- Hans J. Wulff: Rezeption ethnographischer Filme. Bemerkungen zu einer Terra Incognita (269-288). Engell, Lorenz: Sinn und Industrie. Einführung in die Filmgeschichte. Frankfurt/ New York: Campus; Paris: Ed. de la Maison des Sciences de l'Homme 1992, 314 S. (Edition Pandora. 7.). -- ISBN 3-593-34725-3. DM 39,--. -- An den Beginn seines zehnteiligen Versuchs, eine Globalgeschichte des Films zu schreiben, stellt Engell zwei Überlegungen: Zum einen, daß der "eigentliche Ort der Filmgeschichte [...] nicht in den Filmen anzutreffen [sei], sondern genau zwischen ihnen"; zum anderen, daß "das Problem der Geschichte und ihrer Darstellung im Rahmen einer Einführung in die Filmgeschichte in die Frage nach dem bewegten Bild, d.h. nach dem Film", einmünde. Die erste dieser Vorüberlegungen führt dazu, daß Engell sich auf solche großen Konzepte wie "Zergliederung, Bewegung und Wirklichkeitsverlust" oder "Expansion, Intensivierung und Inversion" konzentriert und zu zeigen versucht, wie sie sich im Film und seinen Formen, aber auch in Konsumptionsformen und -funktionen sowie in den Veränderungen der Filmindustrie niederschlagen. Die aus diesem Verfahren resultierende Kernfrage, wie im filmhistorischen Verlauf Neues entstehen und sich durchsetzen kann, wird mit systemtheoretischen Kategorien (v.a. den Konzepten strukturelle Überdeterminierung, strukturelle Unterdeterminierung, Emergenz) anzugehen versucht, ohne daß es im Einzelfall allerdings immer gelänge, überzeugende Erklärungen für die Veränderungen filmischer Stile und Stoffe, Erzählverfahren und Repräsentationsmuster zu finden. Die zweite Vorüberlegung führt höchstens in essayistische Schlenker, zum Erkenntnisgewinn vermag sie nichts beizutragen, produziert intellektuelle Stilblüten und Scheinargumentationen. -- Dieser methodologische Vorbau ist aber - von solchen Oberflächenphänomenen abgesehen - fast folgenlos. Wie sich dann nämlich in der Durchführung zeigt, bleibt Engell durchaus traditionell orientiert an Autoren, Schulen, Stiltendenzen. Die historiographische Arbeit der letzten zehn Jahre bleibt unbeachtet, ein Rekurs insbesondere auf "revisionistische" Filmgeschichtsschreibung findet nicht statt. Wichtige neuere Modelle (wie der Entwurf einer "Historischen Poetik" Bordwells) bleiben unreflektiert. -- Das Ergebnis bleibt so unbefriedigend - was Engell vorlegt, ist ein gut lesbarer, manchmal allzu selbstverliebter Essay mit gelegentlich hochinteressanten Bemerkungen vor allem zu stilistischen Tendenzen und Details, manchmal skurril-verdrehten Bemerkungen zur Methode, zu Geschichte, zu peripheren Details; und zugleich ein enttäuschender und hinter die heute möglichen Standards einer wissenschaftlichen Historiographie des Films zurückfallender Versuch, eine Gesamtgeschichte des Films zu konzipieren. Engell, Lorenz: Bewegen beschreiben. Theorie zur Filmgeschichte. Weimar: VDG Vlg. u. Datenbank für Geisteswissenschaft 1995, 404 S. -- ISBN 3-929742-63-2, DM 62,80. Engelmeier, Regine / Engelmeier, Peter W. (Hrsg.): Film und Mode, Mode im Film. Mit Beitr. v. Peter W. Engelmeier [...]. 3., erg. Aufl. München: Prestel 1997, 252 S. -- ISBN 3-7913-1769-5, DM 98,--. Zugl. als englischsprachige Ausgabe "Fashion in Film [...]". Engelmeier, Peter W.: Hinter den Kulissen: Stars bei der Arbeit. Augsburg: Augustus 1995, 139 S. -- ISBN 3-8043-5014-3, DM 39,80. Engels, Stefan: Das Recht der Fernsehwerbung für Kinder. Rechtliche Regulierung der Fernsehwerbung unter Aspekten des Kinder- und Jugendschutzes. Baden-Baden: Nomos 1997, xxv, 353 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 30.). -- ISBN 3-7890-4823-2, DM 89,--. Zuerst als Diss., Hamburg 1997. Engler, Jörg: Kooperation im Rundfunk. Eine rundfunkrechtliche Betrachtung der Zusammenarbeit öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten mit privaten Dritten. Baden-Baden: Nomos 1995, 282 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 26.). -- ISBN 3-7890-3733-8, DM 75,--. Enigk, Antje: Die Montage fernsehjournalistischer Beiträge. Wirkungsorientierte audiovisuelle Gestaltung bei elektronischer Produktion. Diss. (A) Leipzig 1990, 146, 23 S. Enquête-Kommission „Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft“. Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft“ (Hrsg.): Medienkompetenz im Informationszeitalter. Bonn: ZV Zeitungsverlag 1997 (Zukunft der Medien. 4.). Enter, Rudolf: Puppentrickfilm: Die Praxis. Frankfurt: Puppen und Masken 1990, 142 S. -- ISBN 3-922220-51-7. DM 22,80. Enzensberger, Hans Magnus: Baukasten zu einer Theorie der Medien. Kritische Diskurse zur Pressefreiheit. Hrsg. u. eingel. v. Peter Glotz. München: Reinhard Fischer 1997, 169 S. (Ex Libris Kommunikation. 8.). -- ISBN 3-88927-162-6, DM 29,80. epd-film: Index. -- Index-Datenbank zur Gesamtfolge der epd Film, außerdem zum Filmbeobachter seit 1976. DM 70,--. Nähere Auskünfte und Bezug über das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Westerbachstr. 33-35, D-60489 Frankfurt. Episodica 2.0 Startversion. Leinfelden: Thomas Hruska (Redaktionsservice), 1 CD-ROM. -- DM 350,–. Bezug: Thomas Hruska Redaktionsservice, Hans-Holbein-Str. 41, D-70771 Leinfelden (Tel.: 0172-713.6315, Fax: 0711-754.6514. Episodica 2.0 ist ein Serienlexikon auf CD-ROM. In einem Exel-Programm findet sich Datenmaterial aller in Deutschland von 1958 bis 1997 ausgestrahlte Serien. Es werden 2.173 Serien aufgeführt. Zu einer genaueren Kennung wird der deutsche Titel, der Originaltitel, das Produktionsland neben dem Produktionsjahr, das Genre, die Formatlänge, die Anzahl der Episoden und ein Hinweis auf Specials wie z.B. Pilotfilm angegeben. Die Episoden einer Serie werden über die erwähnten Angaben hinaus mit Darsteller- und Figurennamen sowie den Ausstrahlungssendern und Sendeterminen versehen. Serieninhalte, Episodenführer oder Hinweise auf Spin-Offs werden auf Anfrage von der Redaktion nachgeliefert. -- Nähere Credit-Angaben fehlen leider, vor allem wird der Name des Regisseurs nicht angegeben. Beim Suchen der Episoden kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen, da aufgrund des hohen Datenmaterials die Titel in vier verschiedenen Staffeln abgelegt sind, die gesamt geöffnet werden müssen. Die Recherche ist auch eingeschränkt, da man nur nach dem Titel einer Serie im Gesamtdokument suchen kann, nicht aber nach einem Schauspieler- oder Figurennamen. Vereinzelte Serien haben in der ersten Version leider eine falsche Verknüpfung, so daß man nur den Titel der Serie erhält, die Einträge der Folgen aber leider fehlen. -- In einer Zeit des Internet mit einschlägigen ausführlichen Serienlexika ist es fraglich, ob sich ein Serienlexikon der vorgelegten Art durchsetzen wird. (Jan Sellmer) Eppensteiner, Barbara / Sierek, Karl (Hrsg.): Der Analytiker im Kino: Siegfried Bernfeld, Psychoanalyse, Filmtheorie. Frankfurt/Basel: Stroemfeld 2000, 264 S. (Nexus. 43.). -- ISBN 3-86109-143-7, DM 38,–. Erbring, Lutz (Hrsg.): Kommunikationsraum Europa. Konstanz: UVK Medien/Ölschläger 1995, 480 S. (Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 21.). -- ISBN 3-88295-225-3, DM 86,--. Berichtsband der Jahrestagung der DGPuK, 17.-19.6.1993, Berlin. -- Aus dem Inhalt: Klaus Schönbach: Der Beitrag der Medien zu Europa. Rezeption und Wirkung (27-38). -- Hans J. Kleinsteuber: Faktoren der Konstitution von Kommunikationsräumen. Konzeptionelle Gedanken am Beispiel Europa (41-50). -- Jan Tonnemacher: Ökonomische Determinanten eines 'Kommunikationsraums Europa' am Beispiel Fernsehen (51-55). -- Torsten Rossmann: Kleinstaatliche Entwicklung im gemeinsamen europäischen Fernsehmarkt. Das Beispiel Dänemark (64-73). -- Jörg Meyer-Stamer: High-DFeficit Television (HDTV). Die Politik des hochauflösenden Fernsehens in Europa (74-83). -- Joan Kristin Bleicher: ARTE - Zu Problemen der Konzeption eines europäischen Kulturkanals. Der Weg von einem künstlichen Projekt zu einem Kunstprogramm (141-151). -- Michael Altrogge: MTV - One World, One Music? (152-168). -- Lothar Mikos: Internationale Fernsehformate und nationale Sehgewohnheiten (169-180). -- Uwe Hasebrink: Vergleichende Betrachtungen zur Fernsehnutzung in Europa (190-202). -- Wolfgang Mühl-Benninghaus: Die Einführung des Tonfilms in Deutschland (344-354). -- Jutta Röser: Geschlechterverhältnisse im deutschen Fernsehen der 90er Jahre. Kommerzialisierung als Chance für Frauen? (455-462). -- Prisca Prugger: Frauenbild und Frauen im italienischen Fernsehen (463-469). -- Liesbet van Zoonen: Gender and political economy of broadcasting in Western Europe. Or: The feminization of European television (470-476). Erbstein, Monika: Untersuchungen zur Filmsprache im Werk von Krysztof Kieslowski. Alfeld/Leine: Coppi 1997, 142 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 58.). -- 3-930258-57-9, DM 30,--. Erdle, Birgit / Weigel, Sigrid (Hrsg.): Mimesis, Bild und Schrift. Ähnlichkeit und Entstellung im Verhältnis der Künste. Köln/Weimar/Wien: Böhlau 1996, 260 S. (Literatur - Kultur - Geschlecht. Kleine Reihe. 7.). -- ISBN 3-412-14395-2, DM 39,80. Enthält u.a.: Gertrud Koch: Das Bild als Schrift der Vergangenheit. -- Heide Schlüpmann: Filmsprache als Körpersprache. Béla Bálazs' Ästhetik des Kinos. -- Christine Noll Brinckmann: Die anthropomorphe Kamera. Erdmann-Ziegler, Ulf: Theorem vom Milieu. Neue Filme mit neuen Vätern: Wahlfamilien vor der Kamera. In: Merkur 557, August 1995, S. 673-681. Erhart, Walter: Mythos, Männlichkeit, Gemeinschaft. Nachruf auf den Western-Helden. In: Wann ist der Mann ein Mann? Zur Geschichte der Männlichkeit. Hrsg. v. Walter Erhart u. Britta Herrmann. Stuttgart/Weimar 1997, S. 320-349. Erlinger, Hans Dieter: Kinderfernsehen und Markt. Berlin: Spiess 1994, 248 S. -- ISBN 3-89166-174-6, DM 48,--. Erlinger, Hans Dieter (Hrsg.): Erzählen im Kinderfernsehen. Das Beispiel Janna. Heidelberg: Carl Winter 1991, 160 S. (Reihe Siegen: Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft. 107.). -- ISBN 3-533-04446-7 (kt.), DM 28,--; ISBN 3-533-04447-5 (Ln.), DM 60,--. Erlinger, Hans Dieter / Stötzel, Dirk Ulf (Hrsg.): Geschichte des Kinderfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland. Entwicklungsprozesse und Trends. Berlin: Spiess 1991, 328 S. -- ISBN 3-89166-123-1. DM 68,--. Erlinger, Hans Dieter / Mattusch, Uwe (Hrsg.): Kinderfernsehen. 3. Genres im Kinderfernsehen. Essen: Die blaue Eule 1991, 121 S. (Siegener Studien. 49.). -- ISBN 3-89206-409-1. DM 24,--. -- Aus dem Inhalt von Erzählen: Steffi Becker / Andreas Hirschhäuser: Die Exposition in der Seriendramaturgie der Serie Janna (21-34). -- Reiner Berg: Die Filmmusik in der Folge 4 und das Ende der Exposition der Serie (35-50). -- Janusz Leski: Wie die Fernsehfolge Janna entstand. Bemerkungen des Regisseurs (51-70). -- Uwe Mattusch: Die Musik spielt im Film eine Hauptrolle. Bedeutung und dramaturgische Funktion der Musik in der Serie Janna (111-134). -- Kerstin Eßer: "Liebes Fernsehen!" Zum Dialog zwischen Darstellern, Rezipienten und Produzenten - untersucht am Beispiel der Zuschauerpost zur Kinderserie Janna (135-160). -- Aus dem Inhalt von Geschichte des Kinderfernsehens: Knut Hickethier: Phasenbildung in der Fernsehgeschichte. Ein Diskussionsvorschlag (11-34). -- Hans Dieter Erlinger: "Erzählen" als Kategorie zur Geschichtsschreibung des Kinderfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland (35-46). -- Paul Löhr: Geschichte des ARD- und ZDF-Kinderfernsehens von seinen Anfängen bis zum Ende der 80er Jahre (47-64). -- Heike Mundzeck: "Kinderfernsehen - gestern - heute - morgen". Geschichte und künftige Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Kinderprogramms (65-72). -- Dirk Ulf Stötzel: Periodisierung des Kinderprogramms. 40 Jahre Kinderfernsehen in der Bundesrepublik Deutschland (73-92). -- Knut Hickethier: Ilse Obrig und das Klingende Haus der Sonntagskinder. Die Anfänge des deutschen Kinderfernsehens (93-142). -- Dirk Ulf Stötzel / Bernhard Merkelbach: Das Kinderfernsehen der ARD in den 50er Jahren. Quantitative und qualitative Ergebnisse zum Programmangebot für Kinder (143-180). -- Hans Dieter Erlinger: Das feuerrote Spielmobil, Hals über Kopf und alltagsweltlicher Sinn (181-202). -- Paul-Ludwig Völzing: Gedanken zum Kinderfernsehen. Ein Plädoyer für die gegenseitige Wahrnehmung von Machern und Medienwissenschaftlern (261-270). -- Imme Horn: Zum Fernsehverhalten von Kindern. Ergebnisse aus der Fernsehforschung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (271-290). -- Hans Dieter Kübler: Kinderkultur und Medien oder: Vom Verschwinden der Kindheit (291-318). -- Jo Groebel: Kinder und Medien. Forschungsschwerpunkte in den 80er Jahren (319-326). -- Inhalt von Kinderfernsehen 3: Christoph Schmitt: Die Entwicklung des Puppenfilms im Kinderfernsehen der Bundesrepublik von den Anfängen bis zur Gegenwart (11-71). -- Uwe Mattusch: Nachrichten für Kinder. Stationen einer Entwicklung (73-98). -- Hans Dieter Erlinger: Neue Entwicklungen im Kinderfernsehen: Das Beispiel Janna (99-118). -- Dieter Saldecki: Von den Schwierigkeiten mit der "wirklichen Wahrheit" (109-117). -- Nachdem Erlinger und seine Mitarbeiter, die das Teilprojekt "Geschichte des Kinderfernsehens in der BRD" des SFB 240 in Siegen gestalten, mit Kinderfernsehen I (Essen 1988) Material zur Sendung mit der Maus und zu Löwenzahnvorgelegt haben und in Kinderfernsehen II (Essen 1989) medienpädagogische Arbeiten zum Rezeptionsverhalten von Kindern versammelten (vgl. dazu auch die Beiträge von Horn, Kübler und Groebel in Geschichte...), liegen nun gleich drei neue Sammelbände vor, die weitere Ergebnisse der Arbeit der Gruppe vorstellen. Die Tatsache, daß zwei Artikel (einer von Erlinger und ausgerechnet der von Saldecki) gleich zweimal abgedruckt worden sind, ohne daß das irgendwo vermerkt wäre, verärgert den Leser allerdings. -- Kinderfernsehen III enthält vor allem einen längeren Artikel von Christoph Schmitt über den Puppenfilm im deutschen Fernsehen, der zwar außerordentlich materialreich und gut dokumentiert ist (das Siegener Teilprojekt hat insgesamt 45.000 Kindersendungen dokumentiert) und der sehr viele höchst interessante Produktionseinzelheiten berichtet, dabei aber typologisch unbeholfen und filmhistorisch oft naiv wirkt. Trotzdem ein interessanter und wichtiger Beitrag. -- Die Schwächen insbesondere im Umgang mit historischer Typologie überraschen angesichts der großen Anzahl von Beiträgen, die Geschichte... zur Frage der Periodisierung des Kinderfernsehens enthält (vor allem die Artikel von Hickethier, Erlinger, Löhr und Stötzel). Offenbar haben sich die Siegener auf ein "Phasen-Modell" von Fernsehgeschichte als eines gemeinsamen Darstellungsrahmens verständigt, wobei Programmstatistik, Programmgeschichte, Personengeschichte, Präsentationsspezifika, mentalitätshistorische Geschichtspunkte und Institutionengeschichte zusammengebracht werden sollen. -- Daneben bleibt natürlich die Aufgabe, einzelne Sendungen zu beschreiben und historisch einzuordnen, was wiederum zur Evaluation des Phasenmodells genutzt werden könnte. Hickethiers Versuch (in Geschichte...), an Ilse Obrigs Kinderstunde eine typische Form des frühen Kinderfernsehens zu illustrieren, zeigt z.B. deutlich, daß auch Ideologiegeschichte nötig ist, will man in dieser Art "Fernsehgeschichte" betreiben - denn der Verweis auf "Notzeiten" und auf den "bewahrpädagogischen Impetus der Zeit" (113) bleibt nichtssagend und entspricht so gar nicht der Breite und Sensibilität, mit der Hickethier in seinem Artikel das Spektrum der kultur- und medienpädagogischen Diskussion der 50er und 60er Jahre ausgebreitet hatte. Intertextuelle Beziehungen sind ein zweiter Bereich von Fernsehgeschichte, der aus Einzelstudien gewonnen werden kann: Erlinger berichtet (in Kinderfernsehen III und in Erzählen, 91-110) über Janna und die darin erfolgende Adaptation von Dramaturgien des Fernsehspiels, also eine Überlagerung zwischen verschiedenen Textsorten des Fernsehens. Stimulierend sind die Arbeiten zum dramaturgischen Umgang mit einzelnen Mitteln in allen Arbeiten, die sich ausreichend genau auf die Beschreibung einlassen; erwähnt seien vor allem auch die Arbeiten von Berg und Mattusch, die sich um die Musikverwendung im Kinderfernsehen kümmern (beide in Erzählen). -- Die medienpädagogischen und -sozialisatorischen Überlegungen, die aus dem Projekt kommen, sind vergleichsweise unspezifisch und halten keineswegs die Qualität der Beiträge zu historischen und textanalytischen Themen: Mattuschs Untersuchung über die ZDF-Sendung Logo (in Kinderfernsehen III) ist blaß, zwischen medienpädagogischer Bewertung und historiographischer Orientierung unentschieden schwankend. In einem Beitrag über das Feuerrote Spielmobil (in Geschichte...) versucht Erlinger zu rekonstruieren, in welcher Art und Weise Sinnangebote im Kinderfernsehen mit den formalen Mitteln, die verwendet werden, koordiniert sind. Ausgesprochen anregend, wenn auch sehr eng an Konzepte des Nutzenansatzes angeklammert (und darum auch zum Widerspruch einladend), sind Kerstin Eßers Überlegungen zur kindlichen Zuschauerpost zu Janna (in Erzählen). -- Ärgerlich ist Saldeckis (Redakteur beim WDR) in "einigen Stunden" heruntergeschriebener Beitrag über die Produktionsumstände von Janna (in Kinderfernsehen III, 109-117, und in Erzählen, 83-90). Weitaus aufschlußreicher sind dagegen einige Macher-Artikel in Geschichte... und die "Bemerkungen" Janusz Leskis in Erzählen, zumal die Entscheidung, das Projekt in enger Kooperation mit Redaktionen und Machern durchzuführen, nur zu begrüßen ist. -- Michael Schmidbauers Standardwerk Die Geschichte des Kinderfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland (München 1987) ist mit den vorliegenden Beiträgen beileibe nicht überflüssig geworden. Aber das Spektrum der Fragestellungen, die am Kinderfernsehen entwickelt werden können, ist mit den Beiträgen aus der Gruppe Erlingers deutlich reicher geworden. Erlinger, Hans Dieter (Hrsg.): Neue Medien, Edutainment, Medienkompetenz. Deutschunterricht im Wandel. München: Kopäd 1997, 160 S. -- ISBN 3-929061-24-4, DM 28,--. -- Der interessante und anregende Band versammelt nicht allein konzeptionelle Überlegungen, in welcher Art und aus welchen Gründen Medien als integraler Bestandteil des Deutschunterrichts angesehen werden können, sondern enthält einige überaus anregende Projektberichte. -- Inhalt: Gunther Kress: Internationalisierung und Globalisierung: Ein Curriculum der Kommunikation neu überlegt (13-38). -- Gerhard Tulodziecki: Medienerziehung als Aufgabe des Deutschunterrichts (39-52). -- Roland Jost: "Andreas, ich hab' keine Rh". Filmische Annäherung an eine Figur (53-66). -- Gudrun Marci-Boehncke: "Wie hat Euch der Film gefallen?" - Medienrezeption in der Schule (67-92). -- Helga Jud-Krepper: Szenisches Spiel und Fernsehen. Aufarbeiten von TV-Wirkungen in der Grundschule (93-104). -- Helga Jud-Krepper: Das Mädchen- und Jungenbild im Fernsehen und seine sozialisierende Wirkung (105-118). -- Uwe Mattusch: Die Bedeutung der neuen Medien für den Lehr- und Lernprozeß (119-134). -- Hans Dieter Erlinger: Die großen Programmflächen für Kinder (135-158). Erlinger, Hans Dieter / Eßer, Kerstin / Hollstein, Birgit / Klein, Bettina / Mattusch, Uwe (Hrsg.): Handbuch des Kinderfernsehens. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1995, 623 S. (Reihe Praktischer Journalismus. 27.). -- ISBN 3-88295-224-5, DM 48,--. -- Das Handbuch als Summa des Siegener DFG-Projekts, das die Geschichte und Ästhetik des Kinderfernsehens nachzeichnen sollte: Das klärt den Standard und markiert den Ausgangspunkt künftiger Forschung. -- Inhalt: Dieter Saldecki: Die Geschichte des ARD-Kinderprogramms. Aus den Papieren eines betagten Kinderprogramm-Redakteurs (17-26). -- Albert Schäfer: Spaß an der Qualität. Zur Entwicklung des ZDF-Kinder- und Jugendprogramms (27-42). -- Hans-Jürgen Stock: Die Kinderprogramme des DDR-Fernsehens (43-86). -- Klaus Herde: Was wollte und was sollte das Kinderfernsehen in der DDR? Anliegen und Aufgaben (87-102). -- Toni Kohlsdorf: Publizistik und Unterhaltung im Kinderfernsehen der DDR (103-128). -- Knut Hickethier: Die Anfänge des deutschen Kinderfernsehens und Ilse Obrigs Kinderstunde (129-1142). -- Bärbel Lutz-Saal: Vom Vorschulprogramm zu den Kleinen Reihen. 20 Jahre Programmgeschichte im ZDF (143-158). -- Birgit Hollstein: Das Kinderfernsehen der privaten Anbieter (159-176). -- Ingrid Paus-Haase: Vom Sesam-öffne-Dich des Vorschulbooms hin zur guten alten Tante des Kinderfernsehens der 90er Jahre. Die wechselvolle Geschichte der Sesamstrasse (177-192). -- Dirk-Ulf Stötzel: Die Maus wird älter. Redaktions- und Sendekonzept einer Kindersendung im WDR (193-204). -- Joachim G. Staab: Alle Jahre wieder! Die Weihnachtsserien des ZDF (205-216). -- Daniela Lindenschmidt: Literaturverfilmungen im Kinderfernsehen. Eine 40jährige Mediengeschichte am Beispiel von Astrid Lindgren (217-236). -- Stephan Tarnow: Natur und Umwelt hinter Glas. Ökologie in Fernsehsendungen für Kinder (237-248). -- Hans Dieter Erlinger / Manuela Kalupke: Dokumentarische Formen im Fernsehen für Kinder (249-266). -- Dieter Schäfer: Gameshows und Quizsendungen für junge Menschen (267-282). -- Uwe Mattusch: Nachrichten im Kinderprogramm. Kinder und Nachrichten (283-296). -- Lars Rebehn / Christoph Schmitt: Kasper, Kermit, Kalle Wirsch. Zur Entwicklung des Puppenspiels im Fernsehen (297-314). -- Kerstin Eßer: Von Null auf Hundert: Das Zeichentrickangebot im deutschen (Kinder-)Fernsehen - ein historischer Abriß (315-336). -- Hans Dieter Erlinger: Fiktionale Geschichten im Fernsehen für Kinder (337-362). -- Uwe Mattusch: Musik im Kinderfernsehen (363-370). -- Kerstin Eßer: Auf der Suche nach dem Geld von morgen: Aspekte der Finanzierung und Vermarktung von Kinderfernsehprogrammen (371-394). -- Uwe Mattusch: Von der Kinderstunde zum Cyberwar. Kindheitskonzepte in Kindermedienangeboten (395-416). -- Ute Kruse / Stephan Tarnow: (Un)heimliches Kinderfernsehen (417-436). -- Hans Dieter Erlinger: Kinderfernsehen: Zielgruppenfernsehen, Insel im Markt oder Markt ohne Grenzen? Die Diskussion um das Kinderfernsehen in zwei entscheidenden Phasen seiner Geschichte: 1969-1975 und 1990-1995 (437-452). -- Uwe Mattusch: Fernsehprogramme für Teens (453-462). -- Gert K. Müntefering: Das eigentliche Fernsehgeschäft ist der Jahrmarkt der Rechte (463-468). -- Hans-Dieter Kübler: Kinder und Fernsehgewalt (469-488). -- Mechthild Appelhoff / Rainer Smits: Von Menschenkindern und Mäusen, Pistolen und Paragraphen. Jugendmedienschutz als Aufgabe der Landesmedienanstalten (489-500). -- Bettina Klein: Programmstatistik und Programmschema (513-548). -- Silke Köser: Der Kampf um die Quoten - Kinderfernsehen im öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehen (549-562). Erlinger, Hans-Dieter / Marci-Boehncke, Gudrun (Hrsg.): Deutschdidaktik und Medienerziehung. Kulturtechnik Medienkompetenz in Unterricht und Studium. München: KoPäd 1999, 168 S. -- ISBN 3-929061-55-4, DM 28,–. Ernst, Gustav (Hrsg.): Sprache im Film. Wien: Wespennnest 1994, 160 S. -- ISBN 3-85458-505-5, DM 35,--/öS 198,-. Ernst, Gustav / Pluch, Thomas (Hrsg.): Drehbuch schreiben. Eine Bestandsaufnahme. Wien/Zürich: Europa Vlg. 1990, 134 S. -- ISBN 3-203-511-02-9, DM 22,80. Referate einer Tagung zum Thema "Schreiben für den Film" (1988). Ernst, Gustav (Hrsg.): Drehort Schreibtisch. Film schreiben in Europa und den USA. Wien/Zürich: Europa Vlg. 1992, 165 S. -- ISBN 3-203-51163-0, DM 29,--. Akten eines Symposiums der Arbeitsgemeinschaft Drehbuch aus dem Jahre 1991. Ernst, Gustav / Schedl, Gerhard (Hrsg.): Nahaufnahmen. Zur Situation des österreichischen Kinofilms. Wien/Zürich: Europa Vlg. 1992, 395 S. -- ISBN 3-203-51148-7, DM 48,--. Ernst, Gustav: Autorenfilm - Filmautoren. Wien: Wespennest 1996, 144 S. -- ISBN 3-85458-513-6, DM 30,--/öS 198,–. Ernst, Gustav / Haberl, Georg / Schlemmer, Gottfried (Hrsg.): Film, Kritik, Schreiben. Wien: Europa Vlg. 1993, 197 S. (Edition Film.). -- ISBN 3-203-51192-4. Referate des gleichnamigen Symposions der Arge [Arbeitsgemeinschaft] Drehbuch und der Gesellschaft für Filmtheorie, 16.-18. Oktober 1992. -- Aus dem Inhalt: Heinz-B. Heller: Geschichte und Filmkritik - Filmkritik und Geschichte (9-21). -- Holger Rust: Bewegte Bilder in bewegenden Worten (23-50). -- Dietrich Kuhlbrodt: Die Filmkritik als Zuschrift (51-69). -- Helma Sanders-Brahms: Wort, Licht. Das Bild (105-118). -- Georg Seeßlen: Chaos der Bilder - Ordnung des Textes (119-142). -- Ein erneuter Versuch, die Lage der Filmkritik zu bestimmen, der nur wenig über die vorliegenden Ortsbestimmungen hinausweist (vgl. v.a. Die Macht der Filmkritik. Positionen und Kontroversen. Hrsg. v. Norbert Grob & Karl Prümm. München: Ed. Text & Kritik 1990). Holger Rust skizziert in einer (fiktiven?) Biographie eines Freundes, der seit 1965 filmpublizistisch arbeitet, wie sich Orientierungen an Kritischer und Gesellschaftstheorie immer mehr auflösten und neuerdings Kritik als eine Art Dienstleistung für Leser seinen Mann ernährt. Auch Hellers Beitrag argumentiert aus historischer Perspektive, geht zurück in die Frühzeit der Filmkritik, nimmt das Bemühen ernst, in jener Zeit das Spezifische des Films im Medium der Kritik zu artikulieren; Heller nimmt diesen medientheoretischen Impuls als Kern von "Kritik" und versucht, leider nur in aller Kürze, von dort aus die Situation der Filmkritik heute abzuzirkeln - angesichts der Tatsache, daß die lebenden Bilder das Kino verlassen hätten und universal geworden seien. Bemerkenswert schließlich Seeßlens Essay, der Kritik von den Modellen von Versprachlichung und Übersetzung aus zu fassen versucht, dabei auf "Mythenproduktion" zu sprechen kommt und am Ende der Kritik eine konservative Funktion "am Rande der Absurdität" zuweist, im Wettlauf mit den Zeitgeist-Zyklen und den Zyklen des kulturellen Recyclings. Ernst, Tilman / Hiegemann, Susanne (Hrsg.): Privat-kommerzieller Rundfunk in Deutschland. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1992, 141 S. -- Kostenlos. Bezug durch die Bundeszentrale, Berliner Freiheit 7, D-53111 Bonn. Enthält Artikel von Michael Kunczik, Susanne Hiegemann, Wolfgang Hoffmann-Riem, Lothar Mikos und Horst Röper. Ernst, Tilman [et alii] (Red.:) Computerspiele. Bunte Welt im grauen Alltag. Ein medien- und kulturpädagogisches Arbeitsbuch. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1993, 199 S. -- ISBN 3-89331-182-3, kein Preis mitgeteilt. Bezug durch die Bundeszentrale, Berliner Freiheit 7, D-53111 Bonn. -- Inhalt: Georg Seeßlen: Der Sinnkrieg und das Computergame - die ganz alltäglichen Spielszenarien (13-20). -- Hans-Dieter Kübler: Jugendliche Medienwelten: Computerwelten? Zur Veralltäglichung der Computernutzung und -bewertung bei Kindern und Jugendlichen (21-35). -- Wolfgang Fehr / Jürgen Fritz: Der Computer-Software-Markt - Was Software-Firmen berichten (39-47). -- Wolfgang Fehr / Jürgen Fritz: Videospiele in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen (48-66). -- Wolfgang Fehr / Jürgen Fritz: Videospiele und ihre Typisierung (67-88). -- Andreas Beierwaltes / Bettina Grebe / Klaus Neumann-Braun: Indizierte Computerspiele - Markt und Spieler (89-104). -- Friedemann Schindler: Computerspiele in der Hand von Kindern und Jugendlichen. Eine Untersuchung über die Verbreitung und den Stellenwert problematischer Computerspiele (105-112). -- Helmut Kampe: Menschenverachtung, Antisemitismus und Gewalt in einem rechtsextremistischen Videospiel (113-127). -- Wolfgang Fehr / Jürgen Fritz: Videospiele als medienpädagogische Herausforderung (131-136). -- Dieter Glaap: Kreativ Arbeiten mit Computern (137-145). -- Hans-Joachim Lissmann: Politische Bildung mit spracharmen Medien - Computerspiele und politische Visionen (146-154). Ertel, Dieter / Zimmermann, Peter (Hrsg.): Strategie der Blicke. Zur Modellierung von Wirklichkeit in Dokumentarfilm und Reportage. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1996, 378 S. (Close Up. 5.). -- ISBN 3-88295-228-8, DM 52,--. -- Inhalt: Dieter Ertel: Das zwinkernde Objektiv. Scherz, Satire, Ironie in den Dokumentarfilmen der Stuttgarter Schule (17-28). -- Karl Prümm: Ironie als Signum der Autorenschaft. Die Filme von Roman Brodman (29-50). -- Peter Zimmermann: Spöttischer Blick contra Leidensmiene. Die Schwierigkeit des Dokumentarfilms mit Ironie und Satire (51-64). -- Christa Blümlinger: Übertreibung als Form. Überlegungen zum Verhältnis von Dokumentarfilm, Witz und Komik (65-82). -- Rolf Bäumer: Parodien dokumentarischer Authentizitätskonventionen (83-104). -- Carla Kalkbrenner: Die inszenierte Wahrheit. Satire mit den Mitteln des Fernsehens (105-110). -- Volker Anding: Kann denn das Leben komisch sein? (111-120). -- Hans-Joachim Schlegel: Parteiliches und subversives Lachen. Zu Ironie und Satire in Dokumentarfilmen des "realsozialistischen" Europas (121-139). -- Peter Zimmermann: Auslandsberichterstattung zwischen Projektion und dokumentarischer Recherche (149-176). -- Peter von Zahn: Bilder aus der farbigen Welt (177-182). -- Carsten Diercks: Gesichter Asiens. Dokumentarberichte über die "Welt östlich von Suez" (183-196). -- Ebbo Demant: Der persönliche Blick. Dokumentarfilme der 70er und 80er Jahre (197-208). -- Veit Lennartz: Verteufelt und vergessen. Die Dritte Welt im Spiegel der elektronischen Medien (209-220). -- Peter Heller: Hungersnot zum Abendbrot. Wo liegt die Dritte Welt? (221-230). -- Peter Zimmermann: Fernsehen im Fernsehen. Ein Medium sieht sich selbst (235-250). -- Dieter Ertel: Fernsehfieber. Von der Kritik zum Kommerz (251-258). -- Hans Gottschalk: Die Anfänge des Fernsehens beim SDR (259-260). -- Hans Beller: Blick zurück im Zorn? Fernsehgeschichte als Porträt - eine Zitatcollage (265-272). -- Peter Christian Hall: Das Fernsehen und die Mainzer Tage der Fernseh-Kritik. Gespräche über den blinden Fleck am dritten Ort (273-294). -- Martin Wiebel: Rückblick ohne Wehmut. Glashaus und Telekritik - fernsehkritische Sendungen der 70er Jahre (295-302). -- Annette Dittert / Mattias Kremin: Medienmagazine - ein neuer Trend? Zum Beispiel: Parlazzo (303-306). -- Klaus Kreimeier: Auf der Überholspur. Das Fernsehen als Gegenwarts- und Zukunftsmedium (307-323). -- Heidemarie Schumacher: Magazine im Fernsehen: Geschichte, Formen, Funktionen (329-340). -- Gerd Hallenberger: Das Fernsehen in der "Clip-Schule". Musikvideos und neue Magazinformen (341-354). -- Kraft Wetzel: Beschleunigung der Wahrnemung. Neue stilistische Tendenzen im internationalen Fernsehen (355-362). -- Vorträge von vier (!) Tagungen, die zwischen 1992 und 1994 vom Stuttgarter "Haus des Dokumentarfilms" durchgeführt, versammelt der vorliegende Band. Themen waren das Verhältnis vom Dokumentarfilm zu Formen der Distanzierung qua Satire und Ironie, die Konstruktion der "Dritten Welt" in den elektronischen Medien, der (mangelhafte) Umgang des Fernsehens mit der eigenen Geschichte und die Magazinisierung des Programms qua Infotainment in den 90er Jahren. Die Vielzahl der Themen und die Disparatheit der gewählten Textsorten und auch die mitunter frappierenden Qualitätsunterschiede der Beiträge verbieten einen vereinheitlichenden Kommentar. Am ertragreichsten und engagiertesten erscheint rückblickend die Tagung zum "Spöttischen Blick", wobei mitunter der analytische Blick auf den Gegenstand seinerseits spöttisch gerät: Im Falle von Peter Zimmermann führt die Unzufriedenheit mit der Humor- und Distanzlosigkeit einer bestimmten Dokumentaristenhaltung gleich zur grundsätzlichen Kritik einer politischen Position ("1968"). Lesenswert und unterhaltsam sind gleichfalls die Texte von Bäumer und Blümlinger; man achte hierbei einmal auf die verarbeitete Sekundärliteratur, die aus zwei Welten zu stammen scheint, obgleich das Thema Berührungspunkte bieten müßte. Materialreich und lesenswert sind gleichfalls die Aufsätze von Hall und Wiebel zur Fernsehkritik im Fernsehen bzw. aus Anlaß des Fernsehens. -- Insgesamt jedoch dokumentiert der Band auch die Arbeit des Stuttgarter "Hauses des Dokumentarfilms", dem es bislang gelungen ist, bei wachsendem wissenschaftlichen Anspruch einen Kommunikationsort zwischen Theoretikern und Praktikern zu etablieren. Esders-Angermund, Karin: Weiblichkeit und sexuelle Differenz im amerikanischen Genrekino. Funktion der Frau im frühen Westernfilm. Trier: Wissenschaftlicher Vlg. Trier (WVT) 1997, 170 S. (Crossroads. 13.). -- ISBN 3-88476-222-2, DM 45,–. Zuerst als Diss., Freie Universität Berlin. Esser, Kerstin Berit: Bewegung im Zeichentrickfilm. Eine vergleichende Analyse öffentlich- rechtlicher Zeichentrick-Koproduktionen für das deutsche Kinderfernsehen unter besonderer Berücksichtigung ästhetischer und historischer Aspekte. Frankfurt [...]: Lang 1997, 315 S. (Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. 58.). -- ISBN 3-631-30980-5, DM 89,--. Eßer, Kerstin / Hollstein, Birgit / Mattusch, Uwe (Hrsg.): Kinderfernsehen. 5. Anregungen für die Medienerziehung in der Schule. Essen: Die blaue Eule 1996, 99 S. (Siegener Studien. 57.). -- ISBN 3-90206-770-8, DM 24,--. Eßer, Kerstin / Mattusch, Uwe / Schmidt, Thomas (Hrsg.): Kinder- und Jugendfernsehen ohne Grenzen. Neue Entwicklungen und Trends. Siegen: Universität-Gesamthochschule, DFG-Sonderforschungsbereich 240 1992, 123 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 29.). -- Bezug über den Sonderforschungsbereich, Postfach 101240, D-5900 Siegen. -- Inhalt: Bettina Klein / Hans Dieter Erlinger: Schwierigkeiten der statistischen Erfassung des Kinderprogramms bei ARD und ZDF (7-18). -- Uwe Mattusch: Jugendprogramm in der BRD. Ein Programm zwischen den Stühlen (19-40). -- Kerstin Eßer: Bilder, die nicht laufen lernten? Zur Aktualität von Bildergeschichten im deutschen Kinderfernsehen (41-74). -- Hans Dieter Erlinger: Erzählende Genres im Fernsehen für Kinder (75-94). -- Thomas Schmidt: Dokumentarische Formen im Kinderfernsehen der BRD (95-110). -- Ulrike Müller-Haupt / Hans Dieter Erlinger: Kinderfernsehen als Markt. Käpt‘n Blaubärs Seemannsgarn und die Situation des Kinderfernsehens in den 90er Jahren (111-123). Eue, Ralph: Lockender, schmutziger, blutiger Lorbeer. In: Stadtbauwelt (Berlin), 36, 25.9.1992, S. 2068-2077. Leicht erw. Nachdr. in: Filmwärts, 25, 1993, S. 28-32, 49-51; 27, 1993, S. 25-28, 45-48. -- Über Sportfilme und Sport im Film. Eue, Ralph / Wulff, Constantin (Hrsg.): Marcel Ophüls. Widerreden und andere Liebeserklärungen. Texte zu Kino und Politik. Berlin: Vorwerk 8 1997, 268 S. (Texte zum Dokumentarfilm. 2.). -- ISBN 3-930916-12-6, DM 36,--. -- Aus dem Inhalt: Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite (16-22). -- Bekenntnisse eines Sohnes, den Vater betreffend (23-30). -- Fremde im Paradies (31-38). -- Streben nach Glück - über die Filme von Frank Capra (40-51). -- Der letzte Good Guy - über James Stewart (77-82). -- Soll man Speer erschießen, anstatt ihn zu filmen? (84-93). -- The Memory of Justice - eine Erwiderung (94-105). -- Eine kleine Kunst mit großer Verantwortung oder Wie man sich überflüssig macht (1106-114). -- Erinnerungen an François Truffaut (116-129). -- Der beste Film über den Holocaust, den ich je gesehen habe - über das Epos Shoah von Claude Lanzmann (174-186). -- Nach dem Tag danach [über The Day After] (187-196). -- Auschwitz und die Grenze Hollywoods - Reflexionen über drei neue Holocaust-Filme (197-201). -- Außerdem mehrere Texte über Le Chagrin et la Pitié und Hotel Terminus sowie verstreute Arbeiten. -- Ein höchst lebendiger Sammelband ist das geworden, von einer ähnlichen Gespanntheit wie die Filme Ophüls'. Ein Rationalist und Moralist spricht hier, gelegentlich kämpferisch und entschieden, gelegentlich von verschmitzter Ironie. Was in den Texten spürbar ist, fragen Eue und Wulff zu Beginn, und halten fest: Streben nach verantwortungsvoller Erfüllung eines Jobs. Stolz auf gut ausgeführte Arbeit. Die Ethik des Professionals. Sie haben Recht. Eben diese Klarheit macht den Band zu einem höchst lesenswerten Stück. Eurich, Claus / de Haen, Imme (Hrsg.): Hören und Sehen. Die Kirche des Wortes im Zeitalter der Bilder. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik 1991, 230 S. Europäische Kommission (Hrsg.): Strategische Optionen für die Stärkung der Programmindustrie im Rahmen der audiovisuellen Politik der Europäischen Union. Grünbuch. Brüssel: Europäische Kommission, Generaldirektion Information, Kommunikation, Kultur, Audiovisuelle Medien, Abt. Veröffentlichungen 1994, 53 S. -- ISBN 92-826-7944-6, kein Preis mitgeteilt. Erscheint zugleich in allen Amtssprachen der EG. Bezug durch die Kommission, Rue de la Loie 200, B-1049 Bruxelles. Das Grünbuch befaßt sich mit den Zukunftsaussichten der europäischen Programmindustrie im Kino- und Fernsehbereich. Aus dem Vorwort: "Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Programmindustrie gestärkt und der Industrie der Zugang zum Weltmarkt ermöglicht werden? Was muß getan werden, damit sie am globalen Wachstum des audiovisuellen Sektors teilhaben kann? Welcher maßnahmen bedarf es, damit sie ihr Beschäftigungspotential realisieren kann? Wie können die europäischen Kulturen gefördert und dabei die einzelnen Länder in ihrer Identität geachtet werden?" Die Optionen für die Zukunft der "audiovisuellen Politik" werden anhand dreier Schwerpunkte entwickelt: Spielregeln, finanzielle Anreize, Konvergenz der nationalen Fördersysteme. -- Vgl. über das Grünbuch hinaus die folgenden Mitteilungen und Empfehlungen der Kommission der Europäischen Gemeinschaften (beziehbar über das Office for Official Publications of the European Communities, L-2985 Luxembourg): (1) Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament über die Durchführung der Art. 4 und 5 der Richtlinie 89/552/EWG "Fernsehen ohne Grenzen". Luxemburg, 3.3.1994, 51 S. [ISBN 92-77-65730-8.] (2) Europas Weg in die Informationsgesellschaft. Ein Aktionsplan. Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament sowie an den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den Ausschuß der Regionen. Luxemburg, 19.7.1994, 26 S. [ISBN 92-77-72082-4.] (3) Follow-up to the consultation process relating to the green paper on "Pluralism and media concentration in the internal market - An assessment of the need for community action" [1993]. (Communication from the Commission to the Council and the European Parliament). Luxemberg, 5.10.1994, 66 S. [ISBN 92-77-80810-1.] Evangelische Akademie Arnoldshain (Hrsg.): Filmmythos Volk. Zur Produktion kollektiver Identitäten im Film. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik 1992, 160 S. -- DM 19,80. Evans, Robert: Abgerechnet wird zum Schluß. Ein Hollywood-Tycoon erinnert sich. Köln: vgs Verlagsgesellschaft 1995, 416 S., 32 Taf. -- ISBN 3-8025-2335-0, DM 49,80. -- Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit? Oder die Memoiren eines Geschichtenerzählers, Stories, die zwischen Ironie, Aufschneiderei und Wahrheit oszillieren? Eine weitere Hollywood-Skandalgeschichte? -- Ein Lesevergnügen allemal. Und auch ein Bericht über eine wahrlich bemerkenswerte Karrierre im Hollywood des schnellen Geldes, der Interesse verdient. Mit aufschlußreichen Nebensätzen. -- Evans (Jahrgang 1930) übernahm 1966 das Amt des Produktions-Vizepräsidenten der Paramount-Studios - nachdem er als Radiosprecher und Schauspieler gearbeitet und eine erste Karrierre in der Mode-Branche hinter sich hatte. Es gelang ihm - mit Produktionen wie Rosemary's Baby, Love Story, The Godfather und Chinatown - das Studio aus seiner Krise herauszuführen. Der Mißerfolg des Cotton Club schien seine Laufbahn als Produzent zu beenden, eine Verurteilung wegen Drogenbesitzes, die Verwicklung in einen bis heute ungeklärten Mordfall und eine Selbsteinweisung in die Psychiatrie taten ein übriges. Evans ist inzwischen ins Filmgeschäft zurückgekehrt (er hat u.a. Sliver produziert). -- Aus dem Abschnitt über Love Story: Erich Segal brauchte kaum mehr als einen Monat, um das Buch Love Story zu schreiben. Was länger dauerte, war, einen Verleger zu überreden, es auch zu drucken. Schließlich bot Gene Young, ein Lektor bei Harper und Row, an, es als Valentinstag-Sonderausgabe mit einer Startauflage von 6000 Exemplaren herauszubringen. Das kam ungefähr einem Verramschen gleich, ehe es überhaupt die Chance gehabt hatte, Ramsch zu werden. Ich konterte mit dem Angebot, ihnen 25000 Dollar für die Werbung zu bezahlen, wenn Harper 25000 Exemplare auflegen würde. -- Der Ramsch wurde ein Renner. Nicht nur in Amerika, sondern in der ganzen Welt eroberte Love Story die Spitze der der Bestseller-Listen und blieb dort das ganze Jahr 1970 über. Als der Film an Weihnachten in die Kinos kam, war Erich Segals 131-Seiten-Erzählung [...] immer noch die Nummer eins - das hatte es in der Filmgeschichte weder vorher noch nachher gegeben. Evermann, Joan: Der Serien-Guide. Das Lexikon aller Serien im deutschen Fernsehen. Von 1978 bis heute. 1-4. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1999. -- ISBN 3-89602-194-x, DM 148,–. Mit allen Erstsendedaten. Mit sämtlichen Folgen, auch denen, die im deutschen Fernsehen bislang nicht gezeigt wurden. Mit ausführlicher Inhaltsangabe. Originaltitel, Produktionsjahr und Querverweisen zu Adaptionen, Spielfilmversionen und spin-offs. Ewert, Malte: Neue Dokumente zur Geschichte der Schulfilmbewegung in Deutschland. Berlin und Britische Besatzungszone 1945/46. Hamburg: Vlg. Dr. Kovač 1998, 388 S. (Schriften zur Kulturwissenschaft. 19.). -- ISBN 3-86064-692-3, DM 75,--. Bezug durch den Verlag, Arnoldstr. 49, D-22763 Hamburg. Ewert, Malte: Die Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (1934-1945). Hamburg: Vlg. Dr. Kovač 1998, 496 S. (Schriften zur Kulturwissenschaft. 15.). -- ISBN 3-86064-681-8, DM 75,--. Bezug durch den Verlag, Arnoldstr. 49, D-22763 Hamburg. Zuerst als Diss., Hildesheim 1997. Fabian, Thomas: Fernsehen und Einsamkeit im Alter. Eine empirische Untersuchung zu parasozialer Interaktion. Münster/Hamburg: Lit Verlag 1993, (4), iii, 175 S. (Fortschritte der Psychologie. 7.). -- ISBN 3-89473-664-X, DM 38,80. -- Die These, daß Fernsehen vielen Zuschauern als Ersatz für soziale Kontakte diene, wird immer wieder vorgebracht. Fabian nimmt diese These zum Ausgangspunkt seiner anregenden Studie, in der er zeigen kann, "daß es sich bei der parasozialen Interaktion [des Zuschauers mit Fernsehpersonen] nicht - wie gemeinhin angenommen - im wesentlichen um eine Kompensation von Defiziten im Bereich primärer sozialer Kontakte handelt." Fabian führt die verbreitete Substitutionsthese auf verschiedene Typen von "Substitution" zurück: Während eine direkte Substitution sozialer durch parasoziale Interaktionen nicht nachweisbar ist, läßt sich ein Zusammenhang zwischen dem Fernsehmotiv "Problemflucht", Einsamkeitserleben und parasozialer Interaktion zeigen - für Zuschauer, deren Fernsehmotiv "Problemflucht" ist, bietet die parasoziale Interaktion Gratifikationen an, die das Einsamkeitserlebnis reduzieren bzw. Lebenszufriedenheit steigern können. Fabich, Rainer: Musik für den Stummfilm: Analysierende Beschreibung originaler Filmkompositionen. Frankfurt/Bern: Peter Lang 1993, 384 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 36: Musikwissenschaft. 94.). -- ISBN 3-631-45391-4, DM 89,--. Zuerst als Diss. München 1992. -- [Verlagsankündigung:] Originale Filmkompositionen entstanden während der Stummfilmzeit in besonderen Fällen (z.B. Der Student von Prag, Die Nibelungen, Panzerkreuzer Potemkin, Das neue Babylon) neben den üblichen Kompilationsmusiken. Dabei arbeiteten Komponisten (z.B. Saint-Saëns, Mascagni, Satie und Schostakowitsch) mit Regisseuren (z.B. Clair, Eisenstein, Kosinzew und Lang) und anderen Künstlern unterschiedlichster Bereiche z.T. eng zusammen. In jahrelangen Recherchen wurde umfangreiches, oft schwer zugängliches Material zusammengetragen und aufgearbeitet, um dieses wenig erforschte Gebiet erstmals in einer umfassenden Beschreibung zu behandeln. Dabei wurden jüngere Film- und Musikrekonstruktionen mitberücksichtigt. Nach einem allgemeinen theoretischen Teil ("Geschichte", "Musikalische Gestaltungsformen", "Musikdramaturgie", "Relationen von Musik und Bild" u.a.) untersucht der Autor in acht ausführlichen Einzelanalysen die Themenbereiche: Entstehungsgeschichte, musikalische Struktur, dramaturgische Konzeption von Musik und Film. Dabei werden zahlreiche interessante Gestaltungsmodelle aufgezeigt, die nicht nur zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Filmmusikpraxis Anwendung finden, sondern z.T. noch darüber hinaus verweisen. Fact. Mediaspecial. Hrsg. v. Landespresse- und Informationsamt NRW. Red.: Formatt-Institut, Dortmund. Düsseldorf: Landespressamt Nordrhein-Westfalen 1995, 139 S. -- Zweisprachig deutsch-englisch. Bezug durch das Landespresseamt, Mannesmannufer 1a, D-40190 Düsseldorf. Fahle, Oliver / Engell, Lorenz (Hrsg.): Der Film bei Deleuze. / Le cinéma selon Deleuze. Weimar: Vlg. D. Bauhaus-Universität / Paris: Presses de la Sorbonne Nouvelle [1997, 2. Aufl. 1998], 565 S. -- ISBN 3-86068-060-9, DM 35,–. Bezug durch den Vlg., Coudraystr. 7, D-99421 Weimar. Akten einer Deleuze-Tagung in Weimar, 3.-7.10.1996. Der Band, der als erster im deutschsprachigen Raum die Diskussion der film- resp. kinotheoretischen Schriften Deleuze‘ aufnimmt, erscheint zweisprachig; im folgenden sind nur die deutschen Titel und Seiten genannt: Raymond Bellour: Denken, erzählen. Das Kino von Gilles Deleuze (41-60). -- Guy Fihman: Bergson, Deleuze und das Kino (74-85). -- André Vandenbunder: Die Begegnung Deleuze und Peirce (99-112). -- Oliver Fahle: Deleuze und die Geschichte des Films (114-126). -- Réda Bensmaïa: Der „beliebige Raum“ als „Begriffsperson“ (153-164). -- Roberto de Gaetano: Kinematographische Welten (182-197). -- Alain François / Yvan Thomas: Die kritische Dimension von Gilles Deleuze. Für eine Pädagogik der Perzeption (219-240). -- Marie-Claire Ropars-Wuilleumier: Das Ganze gegen das Teil: ein Riß, der zu schließen ist (255-267). -- Joost Raessens: Deleuze und die kinematographische Modernität (276-283). -- Maurizio Grande: Die nicht-derivaten Bilder (303-322). -- Tom Conley: Das Kino-Ereignis (338-349). -- Elisabeth Büttner / Marc Ries: Deleuze und die Natur des Ereignisses im Kino (350-360). -- Jean-Pierre Esquenazi: Deleuze und die Theorie des Gesichtspunkts. Das Problem des Zeichens (388-404). -- Jean-Louis Leutrat: Die Standuhr und die Mumie (420-434). -- Jean-Clet Martin: Das virtuelle Bild oder die Konstruktion der Welt (451-466). -- Lorenz Engell: Fernsehen mit Gilles Deleuze (468-481). -- Yvonne Spielmann: Digitalisierung: Zeitbild und Raumbild (496-515). -- Olivier van Malderghem: Das Erinnerungsbild. Providence von Alain Resnais (550-563). Fahr, Andreas / Zubayr, Camille: Fernsehbeziehungen. Vorbilder oder Trugbilder für Jugendliche? München: Fischer 1999, 123, 13 S. (Angewandte Medienforschung. 9.). -- ISBN 3-88927-236-3, DM 28,–. Färber, Helmut: A Corner on Wheat von D.W. Griffith, 1909. Eine Kritik. München: Selbstverlag 1992, 131 S. -- Bezug über den Autor (Fendstr. 4, D-80802 München). DM 42,--. Farçat, Isabelle [Hrsg.]: Jean Renoir und die Dreißiger. Soziale Utopie und ästhetische Revolution. Mit Beitr. v. Laurent Cassagnau [u.a.]. München: Institut Français de Munich 1995, 101 S. (Revue Cicim. 42.). -- ISBN 3-920727-11-8, DM 15,--. Bezug durch das Institut, Kaulbachstr. 13, D-80539 München. Farin, Michael / Gasse, Heiner / Patalas, Enno / Schilling, Gabi [...]: Charl Th. Dreyers Jeanne d'Arc. München: Institut Français de Munich/CICIM 1996, 130 S. (Cicim. 43-44.). -- ISBN 3-920727-44-4, DM 28,--. Farocki, Harun / Silverman, Kaja: Von Godard sprechen. Mit einem Vorw. v. Hanns Zischler. Berlin: Vorwerk 8 1998, 272 S. -- ISBN 3-930916-18-5, DM 38,–. Acht Gespräche zwischen Farocki und Silverman zu den Filmen Godards. Dabei entstehen lesenswerte, teilweise bestechend präzise und perspektivreiche Analysen von acht Godard-Filmen in (fiktiver) Gesprächsform, die Theorie (Silverman) und Praxis (Farocki), Freud (Lacan) und Marx (Irigaray) zu vermitteln sucht. (Ulrich Kriest) Farocki, Harun / Kaja Silverman: Worte wie Liebe [zu Godards Alphaville (1964)]. In: Texte zur Kunst 27, Sept. 1997, S. 21-40. Faßler, Manfred: Mediale Interaktion. Speicher, Individualität, Öffentlichkeit. München: Fink 1996, 552 S. -- ISBN 3-7705-3105-1, DM 128,--. Faßler, Manfred / Halbach, Wulf R. (Hrsg.): Cyberspace. Gemeinschaften, Virtuelle Kolonien, Öffentlichkeiten. München: Fink 1994, 299 S. -- ISBN 3-7705-2951-0, DM 58,--. Fassler, Manfred / Halbach, Wulf R.: Geschichte der Medien. München: Fink 1998, 381 S. (UTB. Wissenschaft. 1984.). -- ISBN 3-8252-1984-4, DM 39,80. Zur historischen Anthropologie der Medien. Fast, Andreas: Deutschsprachige Remakes. Berlin: Selbstvlg. 1998, 1 Disk. -- Verzeichnis deutschsprachiger Remakes. Auf Diskette (Word 5.1). Bezug gegen eine Schutzgebühr von DM 20,-- durch den Autor, Karl-Marx-Str. 166, D-12043 Berlin; Tel.: 030-6870.251. Faulstich, Werner (Hrsg.): Das Fernsehen im Produktverbund mit anderen Medien. Untersuchungen zum Fernsehjahr 1988. Heidelberg: Winter 1993, iv, 380 S. (Reihe Siegen. 119.). -- ISBN 3-8253-0113-3, DM 84,--. Faulstich, Werner (Hrsg.): Grundwissen Medien. München: Fink 1994, 392 S. (Universitäts-Taschenbücher. UTB 1773.). -- ISBN 3-7705-2918-9. Faulstich, Werner: Die Kultur der Pronografie. Kleine Einführung in Geschichte, Medien, Ästhetik, Markt und Bedeutung. Bardowick: Wissenschaftler-Vlg. 1994, 301 S. (IfAM-Schriftenreihe. 13.). Faulstich, Werner (Hrsg.): Literaturerfolg und Geschichte. Untersuchungen zu Medienbestsellern des Jahres 1950. Bardowick: Wissenschaftler-Vlg. 1991, 335 S. -- ISBN 3-89153-020-X. DM 128,--. Bezug: Wissenschaftler-Vlg., Wittorfer Str. 35, D-2123 Bardowick. -- Beiträge aus dem DFG-Projekt "Literatur-Bestseller im Medien-Produktverbund". Das Projekt erstreckt sich auf drei synchronische Querschnitte (1950, 1970, 1990) und soll vier verschiedene Aufgaben erfüllen: Dokumentation von 'Bestsellern' in allen Medien (von Buch bis Popsong, von Film bis Comic-Strip) in den USA, England und der BRD; Darstellung der Häufigkeit von "Medienwechseln" (Verfilmungen etc.); Darstellung der ästhetischen Auswirkungen des Medienwechsels auf das Verrmedial: Strukturelle Bezüge hema beim Bestseller; Abschätzung von Trends in der Entwicklung einer internationalen und supramedialen Kultur. -- Inhalt: Werner Faulstich / Ricarda Strobel: Quantitative Untersuchungen zu den Medien-Bestsellern 1950 in den USA, Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland (19-65). -- Ricarda Strobel: "Dick Tracy" - Ein US-Comic und seine Medienverflechtungen (66-120). -- Werner Faulstich: Der Hörspiel-Bestseller "The Lone Ranger" als Ausdruck supramedialer Massenkultur in Amerika (121-165). -- Ricarda Strobel: 'Heimat' als Schlüsselkategorie der Zeit am Beispiel des deutschen Film-Bestsellers Schwarzmaldmädel (166-193). -- Werner Faulstich: "Faction" - ein transnationales und supramediales Genre als Bestseller (194-235). -- Carola Herzogenrath: Samson und Delilah - Eine historische Analyse (236-260). -- Ricarda Strobel / Kirsten Villwock: "A Town Like Alice": Der britische Top-Bestseller-Roman 1950 und seine Filmfassung (261-287). -- Sabine Scholl: "Der dritte Mann" als internationaler und multimedialer Bestseller: Eine analytische Fallstudie (288-312). -- Werner Faulstich: Bestseller des Jahres 1950 und die Relation von Literaturerfolg und Geschichte (313-325). Faulstich, Werner: Die Kultur der Pornografie. Kleine Einführung in Geschichte, Medien, Ästhetik, Markt und Bedeutung. Bardowick: Wissenschaftler-Verlag 1994, 301 S. (IfAM-Arbeitsberichte. 13.). -- ISBN 3-89153-028-5. Faulstich, Werner: Die Geschichte der Medien. 1ff. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1996ff. 1. Das Medium als Kult. Von den Anfängen bis zur Spätantike. 1997, 327 S. (ISBN 3-525-20785-9, DM 78,–); 2. Medien und Öffentlichkeiten im Mittelalter 800-1400. 1996, 298 S. (ISBN 3-525-20786-7, DM 68,–.); 3. Zwischen Herrschaft und Revolte. Die Medienkultur der frühen Neuzeit, 1400-1700. 1998 (ISBN 3-525-20787-5, DM 78,–). Faulstich, Werner / Korte, Helmut (Hrsg.): Fischer Filmgeschichte. 4. Zwischen Tradition und Neuorientierung. 1961-1976. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1992, 311 S. (Fischer-Taschenbuch. 4494.). -- Vierter Band der auf fünf Bände angelegten Fischer Filmgeschichte, die an repräsentativen oder auffallenden Filmen entlang historische Entwicklungen nachzuzeichnen versucht. Beiträge von nicht immer gleichbleibendem Niveau. Faulstich, Werner / Korte, Helmut (Hrsg.): Fischer Filmgeschichte. 1. Von den Anfängen bis zum etablierten Medium, 1895-1924. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1994, 446 S. (Fischer Cinema.) / (Fischer Taschenbuch. 4491.). -- ISBN 3-596-24491-9, DM 26,90. Faulstich, Werner / Korte, Helmut (Hrsg.): Fischer Filmgeschichte. 5. Massenware und Kunst 1977- 1995. Frankfurt: Fischer 1995, 352 S. (Fischer Cinema.) / (Fischer Taschenbuch. 4495.). --- ISBN 3-596-24495-1, DM 29,90. Faulstich, Werner / Korte, Helmut (Hrsg.): Der Star. Geschichte - Rezeption - Bedeutung. München: Fink 1997, 222 S. -- ISBN 3-7705-3210-4, DM 48,--. -- Ein Thema, das alle Gesellschaftswissenschaften berührt und dem hier disziplinäre Grenzen überschreitend gefolgt wird: Es wird schnell deutlich, daß es schwer fällt, eine gemeinsame Sprache zu finden, in denen der Phänomenkomplex Star / Idol / Fernsehperson / öffentliche Person (usw.) und der dazugehörigen theoretischen Konzepte Image / Personalisierung / parasoziale Beziehung / Repräsentation (usw.) zusammenhängend besprochen werden kann. Neugierig macht der höchst konzentrierte und anregende Beginn des Bandes, in dem die "Kontinuität" von Erscheinung und Image als Charakteristik des Stars behauptet ist - eine Neugierde, die die folgenden Artikel dann manchmal bitter enttäuschen. Nicht nur, weil die Beschreibung von Stars hinsichtlich ihrer Präferenzmedien schwankt und das Starphänomen im Fernsehen weiterhin der theoretischen Durchdringung harrt; nicht nur, weil die theoretisch und methodisch entschieden eine Fragestellung verfolgenden Artikel rar sind (verwiesen sei auf Staceys anregende Untersuchung); sondern auch, weil die Frage nach der Kompatibilität der Methoden scheinbar benachbarter Wissenschaften sich mit größter Schärfe stellt. -- Inhalt: Werner Faulstich / Helmut Korte / Stephen Lowry / Strobel, Ricarda: "Kontinuität" - zur Imagefundierung des Film- und Fernsehstars (11-28). -- Knut Hickethier: Vom Theaterstar zum Filmstar. Merkmale des Starwesens um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert (29-47). -- Janet Staiger: Das Starsystem und der klassische Hollywoodfilm (48-59). -- Jackie Stacey: Historische Rezeption von Hollywoodstars beim weiblichen Publikum (60-77). -- Peter Ludes: Aufstieg und Fall des Stars als Teilprozeß der Menschheitsentwicklung (78-98). -- Ruth Rustemeyer: Geschlechtsspezifische Rollen bei Medienstars (99-113). -- Carlo Michael Sommer: Stars als Mittel der Identitätskonstruktion. Überlegungen zum Phänomen des Star-Kults aus sozialpsychologischer Sicht (114-124). -- Erwin Schaar: Erziehung zur Mündigkeit? (125-135). -- Jens Thiele: Künstlerisch-mediale Zeichen der Starinszenierung (136-145). -- Horst Avenarius: Das Starimage aus der Sicht der Wirtschaft (146-154). -- Werner Faulstich: Von Elvis Presley bis Michael Jackson. Kleine Typologie des Rock- und Popstars (155-173). -- Folkher C. Schreck: Die Bedeutung der Stars für die Programmzeitschriften (174-175). -- Hans Mathias Kepplinger: Politiker als Stars (176-194). -- Michael Schwarz: Das Phänomen des Künstlerstars (195-203). -- Ulrich Saxer: Das Starphänomen im dualen Rundfunksystem (204-218). Faulstich, Werner / Rückert, Corinna: Mediengeschichte in tabellarischem Überblick von den Anfängen bis heute. [In 2 Tln.: 1. Mediengeschichte. 2. Geschichte von Einzelmedien.] Bardowick: Wissenschaftler-Vlg. 1993, 587 S. (IfAM-Arbeitsberichte. 8.). Faulstich, Werner / Schäffner, Gerhard: '...die Sprache der Liebe ist international'. Interkulturelle Konzepte heutiger Pornografie. In: Blickwinkel. Kulturelle Optik und interkulturelle Gegenstandskonstitution. Akten des 3. Internationalen Kongresses der Gesellschaft für Interkulturelle Germanistik, Düsseldorf 1994. Bd. 5. Hrsg. v. Alois Wierlacher u. Georg Stötzel. München: Iudicium 1996, S. 875-884. Faulstich, Werner / Vogel, Andreas (Hrsg.): Sex und Gewalt im Spielfilm der 70er und 80er Jahre. 1. Lüneburger Kolloquium zur Medienwissenschaft. [Akten.] Bardowick: Wissenschaftler-Vlg. 1991, 94 S. (Arbeitsberichte des Instituts für Angewandte Medienforschung. 1.). -- ISBN 3-89153-015-3. DM 31,80. Bezug: Wissenschaftler-Vlg., Wittorfer Str. 35, D-2123 Bardowick. -- Inhalt: Andreas Vogel: Gesellschaftliche Hintergründe der 70er und 80er Jahre. Zum Problem des Wertewandels (10-20). -- Hans Gerhold: Von den Entgrenzungen bis zum Ende der Ekstase. Sex und Gewalt im Film 1970 bis heute: ein Überblick (21-31). -- Margit Dorn: Der Nachtportier (Liliana Cavani, 1973) (32-44). -- Gottfried Schlemmer: Im Reich der Sinne (Nagisa Oshima, 1976) (45-55). -- Walter Uka: Dressed to Kill (Brian de Palma, 1980) (56-67). -- Ricarda Strobel: Neuneinhalb Wochen (Adrian Lyne, 1985) (68-80). -- Werner Faulstich: Blue Velvet (David Lynch, 1986) (81-93). Fehling, Michael: Die Konkurrentenklage bei der Zulassung privater Rundfunkveranstalter. Eine Untersuchung zu materiell-rechtlichen Grundlagen, zur gerichtlichen Kontrolldichte und zum prozessualen Rahmen von Konkurrenzschutzbegehren. Berlin: Duncker & Humblot 1994, 390 S. (Schriften zu Kommunikationsfragen. 19.). -- ISBN 3-428-08070-X, DM 118,--. Feil, Christine: Das kindliche Fernsehpublikum. Gespräche und Spiele im Kindergarten. In: Was für Kinder. Aufwachsen in Deutschland. Ein Handbuch. München: Kösel 1993, S. 392-405. Feldmann, Doris: Multimedia Shakespeares. In: Anglistik im Internet. Hrsg. v. Doris Feldmann, Fritz Wilhelm Neumann u. Thomas Rommel. Heidelberg: Winter 1997, S. 129-143 (Anglistische Forschungen. 240.). Feldmann, Doris: Stoker's/Coppola's Dracula: Victorian Culture Then and Now. In: Anglistentag 1997 Gießen: Proceedings. Hrsg. v. Raimund Borgmeier, Herbert Grabes u. Andreas H. Jucker. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier (WVT) 1998, S. 369-378. Feldman, Gerald D.: Right-Wing Politics and Film Industry. Emil Georg Stauß, Alfred Hugenberg, and the Ufa, 1917-1933. In: Jansen, Christian (Hrsg.): Aufgabe der Freiheit. Festschrift für Hans Mommsen. Berlin: Akademie Verlag 1995, S. 219-230. Felix, Jürgen: Woody Allen. Komik und Krise. Marburg: Hitzeroth 1992, 256 S. (Aufblende. Schriften zum Film. 3.). -- ISBN 3-89398-041-5. DM 48,--. -- Jürgen Felix' Marburger Dissertation versucht, das Kaleidoskop sozialer Typen, das Allen in seinen Filmen ausgebreitet hat, sowohl im Zusammenhang darzustellen wie aber auch die Unterschiede herauszuarbeiten, die im Lauf der Jahre Bedeutung gewonnen haben. Er wendet sich deutlich gegen eine autobiographische Interpretation der Allenschen Typen. Allerdings zeigt der Themen- und Motivkatalog, der Allens Aufmerksamkeit über alle Phasen seines Schaffens angezogen hat, große Beständigkeit - in der Tradition der jüdischen Kultur stehend, der jüdischen Humoristik insbesondere, aber eben auch: spielend mit medialen Mustern, die sowohl parodistisch wie ideologiekritisch benutzt werden. -- Felix konzentriert sich auf die sozio-psychologischen Konturen der Allenschen Figuren - das ist die Stärke der vorliegenden Arbeit und macht ihren Wert gegen andere Allen-Studien aus (wenngleich man sich noch mehr zu solchen traditionellen Typen wie z.B. der Rolle des "Schlemihls" hätte wünschen können). Andere Aspekte von Allens Werk - insbesondere seine Techniken der Szenenauflösung, der Dramaturgie und der mise-en-scène, Prinzipien episodischen Erzählens und dergleichen mehr - sind für Felix' Interesse nur von untergeordnetem Wert. -- Eine Bereicherung der Allen-Literatur. Felix, Jürgen (Hrsg.): Unter die Haut: Signaturen des Selbst im Kino der Körper. St. Augustin: Gardez!-Verlag 1998, 404 S. (Filmstudien. 3.). -- ISBN 3-928624-49-0, DM 59,90. Felix, Jürgen (Hrsg.): Unter die Haut. Signaturen des Selbst im Kino der Körper. St. Augustin: Gardez! Vlg. 1998, 391 S. (Filmstudien. 3.). -- ISBN 3-928624-49-0, DM 59,90. Inhalt: Bernd Kiefer: Allegorien des Körpers. Bacon, Mapplethorpe und die Vor-Bilder der Postmoderne (13-24). -- Stefanie Diekmann: Killing Time. Eine photographische Aufnahme von A Zed and Two Noughts (25-44). -- Thomas Elsaesser: Raum-Körper. Peter Greenaways Re-Installationen des Kinos (45-66). -- Siegfried Zielinski: Berechnung und Entblößung. Der Tag des Malers - ein Film von Werner Nekes (67-72). -- Nicole Brenez: Der Anti-Körper. Abenteuer des klassischen Körpers bei Genet, Fassbinder und Van Sant (73-92). -- Drew Bassett: Muskelmänner. Stallone, Schwarzenegger und die Entwürfe des Maskulinen (93-114). -- Susanne Marschall: Mad Girls. Die Wiederkehr weiblicher Hysterie (115-126). -- Florian Gassmann / Andreas Rauscher: The Immaterial Girlie Show. Madonna - Strategien der Selbstinszenierung (127-138). -- Georg Seeßlen: Die Nachbarin als Porno-Queen. Die „Verbürgerlichung“ der pornographischen Inszenierung (139-156). -- Ursula Vossen: Konvergenz der Geschlechter. Frauenrolle, Männerbilder - in den Filmen von Almodóvar (157-178). -- Thomas Koebner: In der Haut der anderen. Männer als Frauen - Frauen als Männer (179-192). -- Anette Kaufmann: Blut-Bilder. Serial Killer im amerikanischen Thriller (193-216). -- Steffen Hantke: Mord im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Intertextualität im amerikanischen Serial Killer-Film (217-234). -- Drehli Robnik: Der Körper ist OK. Die Splatter Movies und ihr Nachlaß (235-278). -- Marcus Stiglegger: Ästhetik der Auflösung. Zur Zerstörung des Körpers in der Industrial Culture (279-292). -- Timothy Corrigan: Zwischen Himmel und Hölle. Die „denaturalisierte“ Welt des Singing Detective (293-306). -- Jürgen Felix: Schnittstellen der Identität. Signaturen des Selbst in David Lynchs postmodernem Kino (307-322). -- Matthias Kraus: Vom Bild zum Körper. Zur Mediatisierung von Erfahrung bei Atom Egoyan (323-338). -- Christa Blümlinger: Liebesprothesen filmischer Körper. Mediale Dispositive im zeitgenössischen französischen Kino (339-350). -- Gabriele Jutz: Die Physis des Films. Techniken der Körperrepräsentation in der Filmavantgarde (351-364). -- Nils Röller: Hand und Auge. Elektro-Loops zwischen Film und Malerei (365-375). Fellini, Federico: Ich bin ein großer Lügner. Ein Gespräch mit Damien Pettigrew. Frankfurt: Verlag der Autoren 1995, 117 S. -- ISBN 3-88661-156-6, DM 28,--. Felsenberg, Alexander / Kind, Thomas / Schanze, Helmut / Tabeling, Petra: Statusbericht zur Situation der deutschen Pilotprojekte zum "Interaktiven Fernsehen". Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1995, 80 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 56.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Felsmann, Barbara / Prümm, Karl: Kurt Gerron - Gefeiert und gejagt. 1897-1944. Das Schicksal eines deutschen Unterhaltungskünstlers. Berlin, Amsterdam, Theresienstadt, Auschwitz. Berlin: Ed. Hentrich 1992, 251 S. [zzgl. 3 S., S. 236a-236c] (Beiträge zu Theater, Film und Fernsehen aus dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. 7.) / (Reihe Deutsche Vergangenheit. 63.). -- ISBN 3-89468-027-x. DM 36,--. Insbesondere hingewiesen sei auf Karl Prümms anregenden Artikel, der mithilfe von Arnheims Konzept des "Chargendarstellers" Gerrons Arbeit zu beleuchten versucht ("Von der komischen Charge zum eigenwilligen Erzähler. Der Filmschauspieler und Filmregisseur Kurt Gerron", 145-232, Anmerkungen: 237-238). Felten, Uta: Traum und Körper bei Federico García Lorca. Intermediale Inszenierungen. 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Das großformatige Wörterbuch listet je Sprache 50000 Einträge aus 70 Fachgebieten. Angabe des Fachgebiets für jeden Eintrag; Auflistung der Synonyme; Kurzdefinitionen; Querverweise auf Quasisynonyme, Antonyme, Ober- und Unterbegriffe. Festival für Medienkunst und Medienzukunft: Mediale 1993. Vorw. v. Thomas Wegner. Hamburg 1992, 338 S. -- Texte in deutscher und englischer Sprache. Katalog zum Festival für Medienkunst und Medienzukunft. Über Fernsehen, Computer, Cyberspace, Multimedia, Digitale Photographie, Elektronisches Café usw. Texte von Nam June Paik, Brian Eno, James Turrell, Marie-Jo Lafontaine, Robert Wilson, Kurt Masur u.a. Feusi, Norbert: Das Vaterbild im Schweizer Film. Eine Studie zur gesellschaftlichen Verankerung des Patriarchats und dessen Darstellung im Schweizer Spielfilm. Diss. Stockholm, Universitet Stockholm 1987, 181 S. -- Bezug über die Stockholmer Universität. Fiebach, Joachim / Mühl-Benninghaus, Wolfgang (Hrsg.): Theater und Medien an der Jahrhundertwende. Berlin 1997, 214 S. (Berliner Theaterwissenschaft. 3.). -- ISBN 3-89158-186-6, DM 40,--. Fiedler, Manuela: Heimat im deutschen Film: Ein Mythos zwischen Regression und Utopie. Coppengrave: Coppi 1995, vi, 96 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 16.). -- ISBN 3-930258-15-3, DM 22,--. Field, Syd: Das Handbuch zum Drehbuch. Übungen und Anleitungen zu einem guten Drehbuch. Aus d. Amerik. v. Brigitte Kramer. Frankfurt: Zweitausendeins 1991, 232 S. -- DM 25,--. Bezug durch Zweitausendeins, Postfach 610637, D-6000 Frankfurt. Mehrfach nachgedruckt. Zuerst als The screenwriter's workbook (New York: Dell 1984). -- Fields beispielreiches und anschauliches Lehrbuch des Drehbuchschreibens kann auch als eine Einführung in die traditionelle Dramaturgie des Films gelesen werden. Es ergänzt und komplementiert sein verbreitetes und erfolgreiches Screenplay: The foundations of screenwriting (New York: Dell 1979, 1982, 1984 u.ö.; dt. als "Das Drehbuch", in: Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film: Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. München: List 1987). Fietze, Henning / Súarez Bonilla, Sofia: FischAuge ‘98. Das rollende Videocamp - Vier Wochen unterwegs im Kreis Plön. Kiel: Unabhängige Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR) 1999, 36 S. (Graue Reihe der ULR. 18.). -- Bezug durch die ULR, Schloßstr. 19, D-24103 Kiel. Fietze, Henning / Willers, Peter: Ein neues Konzept zur Audioarbeit im ländlichen Raum. Kiel: Unabhängige Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR) 1999, 47 S. (Graue Reihe der ULR. 19.). -- Bezug durch die ULR, Schloßstr. 19, D-24103 Kiel. Film und Kritik, H.1, 1992, 90 S. (= Revisited: Der Fall Dr. Fanck. Die Entdeckung der Natur im deutschen Bergfilm.). -- ISBN 3-87877-807-4. DM 20,-- (DM 15,-- im Abonnement). -- Aus dem Inhalt: Eric Rentschler: Hochgebirge und Moderne. Eine Standortbestimmung des Bergfilms (8-27). -- Thomas Jacobs: Visuelle Traditionen des Bergfilms: Von Fidus zu Friedrich oder Das Ende bürgerlicher Fluchtbewegungen im Faschismus (28-38). -- Ben Gabel: Der ewige Traum (39-52). -- Jürgen Keiper: Alpträume in Weiss (53-70). -- Martin Seel: Arnold Fanck oder die Verfilmbarkeit von Landschaft (71-82). Film-Kurier-Index. 1919-1944. Hrsg. v. CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. u.d. Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin. Mit Unterstützung der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Berlin: Stiftung Deutsche Kinemathek 1991ff. -- Bislang erschienen: 1934 (1991), ii, 231 S. 1935 (1991), ii, 209 S. 1936 (1991), ii, 193 S. 1937 (1991), ii, 200 S. Preis pro Jahrgangsband: DM 50,--. Bezug durch die Stiftung Deutsche Kinemathek, Pommernallee 1, D-1000 Berlin 19. -- Der Index erschließt das zwischen 1919 und 1944 täglich erscheinende Fachblatt der deutschen Filmindustrie, das als Mikrofilm für die Forschung zugänglich ist. Damit bildet er ein einmaliges Quellenwerk zur Erforschung des Films der Weimarer Republik und der Nazi-Jahre. Der Index wird in Form von Jahresbänden ausgeliefert. Jeder Band enthält ein tabellarisches Verzeichnis der Tagesinhalte, sämtlicher Artikel zu Film, Technik und Musik sowie aller Filmkritiken. Es wird durch Schlagwort-, Personen/Körperschaften- und Filmtitel-Indizes erschlossen. Pro Jahr erscheinen vier Bände. Es sind Sonderbände mit kumulierten Indizes geplant. Jeder Band ist 200 bis 250 Seiten stark. Filmforum. Zeitschrift für Film und andere Künste. Berlin 1996ff. -- Erscheint zweimonatlich. Einzelheft DM 5,--; Jahresabonnement: DM 28,--, Zweijahresabonnement: DM 56,--. Verlag und Redaktion: Filmforum, Postfach 410623, D-12116 Berlin (Tel.: 030-793.5095, Fax: 030-813.4879). Geplant ist, ab Januar 1997 Filmforum als Monatsmagazin herauszubringen. -- Aus dem Editorial des ersten Heftes: "Mit fachlicher Neugierde und sprachlicher Aufgeschlossenheit hinterfragen (oder ognorieren) wir Trends und präsentieren ungewöhnliche Themen und vielfältige Meinungen, um durch neue Perspektiven eine andere Wahrnehmung von Kunst möglich zu machen. Da sich im Film alle anderen Kunstgattungen wiederfinden, werden auch Musik, Theater, Literatur, darstellende und bildende Künste miteinbezogen. Sie sind in ihrer gemeinsamen Schnittmenge vertreten, bilden aber für auch für sich stehend einen eigenen Bereich um den Film als Zentrum." Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf: Obsessionen. Die Alptraum-Fabrik des Alfred Hitchcock. Marburg: Schüren 2000, 192 S. -- ISBN 3-89472-324-6. Filmmuseum Potsdam (Hrsg.): Sandmann auf Reisen. Red.: Bärbel Dalichow, Volker Petzold. Berlin: Vistas 1993, 124 S. -- ISBN 3-89158-103-3, DM 30,--. Katalog einer Ausstellung im Potsdamer Filmmuseum. Über die Sandmann-Filme des DDR-Fernsehens. Filmmuseum Potsdam (Hrsg.): Leni Riefenstahl. Berlin: Henschel 1998, 248 S. -- ISBN 3-89487-319-1, DM 58,–. Beiträge von Bärbel Dalichow, Oksana Bulgakowa, Claudia Lenssen, Ines Walk, Felix Moeller und Georg Seeßlen. Filmprogramme, Literatur zu Film, Theater, Tanz, Musik, Zirkus. [Katalog.] Quickborn: Rantzauer Sammlerkabinett / Versandantiquariat Brigitte Doß 1998, 85 S. (Katalog. 140.). -- Bezug durch das Antiquariat, Ulzburger Landstr. 475, D-25451 Quickborn (Fax: 04106-74453, Tel.: 04106-74455). Fink-Eitel, Hinrich: Lust und Weisheit des Scheines. Die Alptraumwelt Alfred Hitchcocks. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 43,3, 1995, S. 539-547. Fischer, Andrea: Adress-Schatz zum Kinder- und Jugendfilm. Wegberg: Roka Vlg. Kaisers 1992, 144 S. -- ISBN 3-926525-12-6, DM 20,--. Mehrere verschiedene Ausgaben. Fischer, Hans-Dietrich (Hrsg.): TV-Verantwortlichkeiten im öffentlich-rechtlichen sowie im privaten Rundfunk. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag 1999, 220 S. Fischer, Hans Ulrich: Politische Bildungsarbeit und dokumentarischer Film. Untersuchungen zu einem ungeklärten Verhältnis. Am Beispiel der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit der IG Metall. München: KoPäd 1999, 397 S. (KoPäd Hochschulschriften.). -- ISBN 3-929061-88-0, DM 49,–. Fischer, Heinz-Dieter / Fley, M.: Fernsehauszeichnungen in Deutschland: Preise, Prestige, Pressionen. Frankfurt: Institut für Medienentwicklung und Kommunikation 1998. Fischer, Heinz-Dietrich / Jubin, Olaf (Hrsg.): Privatfernsehen in Deutschland. Konzepte, Konkurrenten, Kontroversen. Frankfurt: Institut für Medienentwicklung und Kommunikation 1996 (Kommunikation und Medien. 1.). Fischer, Heinz-Dietrich / Niemann, Jürgen / Stodieck, Oskar: Hundert Jahre Medien-Gewalt- Diskussion in Deutschland. Synopse und Bibliographie zu einer zyklischen Entwicklung. Frankfurt: Institut für Medienentwicklung und Kommunikation 1996, 348 S. (Kommunikation und Medien. 3.). -- ISBN 3-927282-45-6, DM 48,90. Fischer, Heinz-Dietrich / Jubin, Olaf / Stodiek, Oskar: Printmedien-Präsentation von Fernseh- Thematiken im Kontext der Wettbewerbssituation auf dem TV-Markt. Komparative Medienanalyse von vier Zeitungen und Zeitschriften des Springer-Verlages aus den Jahren 1989 und 1994. Bochum: Brockmeyer 1996, 253 S. (Bochumer Studien zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 84.). -- ISBN 3-8196-0464-2, DM 39,80. Fischer, Herwig: Der Duschenmord in Alfred Hitchcocks PSYCHO. Eine Mikroanalyse. Moosinning: Klaus Kirschner 1990, 138 S., 24 Taf. (Erlanger Beiträge zur Medientheorie und -praxis. 9.). -- ISBN 3-924598-7. DM 40,--. Bezug: Klaus Kirschner, Adelberg 22, D-8059 Moosinning. Umfangreiche Analyse auf semiotischer Grundlage. Fischer, Ludwig (Hrsg.): Unerledigte Einsichten. Der Journalist und Schriftsteller Horst Stern. Sammelband zum 75. Geburtstag. Hamburg/Münster: Lit 1997, 336 S. (Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte. 4.). -- ISBN 3-8258-3397-6, DM 48,80. Fischer, Robert (Hrsg.): Monsieur Truffaut, wie haben Sie das gemacht? François Truffaut im Gespräch mit José-Maria Berzosa, Jean Collet u. Jérôme Prieur. Mit einer Filmographie v. Robert Fischer. Vorw. v. Jean Collet. Köln: Vgs 1991, 253 S. Fischer, Robert: David Lynch. Die dunkle Seite der Seele. München: Heyne 1992, 336 S. (Heyne Filmbibliothek. 165.). -- ISBN 3-453-05240-4. DM 16,80. -- Ungewöhnlich sorgfältige Darstellung der Arbeiten Lynchs, die auf zahlreiche Selbstaussagen des Regisseurs fundiert ist. Ausgangsthese Fischers, der sehr vorsichtige Interpretationen des Werks Lynchs anbietet und auf jede plakative biographische oder psychologisierende "Erklärung" verzichtet: Indem sie vom Unterbewußtsein, von Träumen, Visionen und Voyeurismus handeln, betreffen Lynchs Filme immer auch das Wesen des Kinos. -- Der Band enthält eine Filmografie einschließlich eines Verzeichnisses der Episoden von Twin Peaks (278-315), eine Diskografie (316-318) sowie ein Register der Namen und Filmtitel. Fischer, Robert: Jodie Foster. Hollywoods Wunderkind. München: Heyne 1993, 223 S. (Heyne Filmbibliothek. 179.). -- ISBN 3-453-05975-1, DM 14,90. Fischer, Robert (Hrsg.): "Sanftmut und Gewalt". Der Regisseur und Schauspieler Bernhard Wicki. Essen: Ed. Filmwerkstatt 1993, 150 S. -- ISBN 3-9802581-2-2, DM 28,--. Bezug durch die Filmwerkstatt, Schloßstr. 101, D-45355 Essen. [Verlagsankündigung:] Neben filmographischen, biographischen und bibliographischen Daten enthält der Band Textbeiträge von Hans Abich, Herrmann Barth, Friedrich Dürrenmatt, Robert Fischer, Charlotte Kerr, Alexander Kluge, Wilhelm Roth, Laurens Straub und Gunther Witte. - Der Band enthält auch ein langes Interview mit Wicki. Fischer, Robert: Al Pacino. Der stille Star. München: Heyne 1994 (Heyne Filmbibliothek. 203.). -- ISBN 3-453-07876-4, DM 14,90. Fischer, Robert: Isabelle Rossellini. Faszination eines Gesichts. München: Heyne 1994, 212 S. (Heyne Filmbibliothek. 196.). -- ISBN 3-453-07319-3, DM 16,90. Fischer-Ettel, Robert / Horak, Jan-Christopher (Hrsg.): Ritual und Romantik. Das Kino der Eckhart Schmidt. München: belleville 1997, 119 S. (Off-Texte. 4.). -- ISBN 3-923646-71-2 DM 19,--. -- Inhalt: Hans Schifferle: Blow up an der Isar. Anmerkungen zu Eckhart Schmidts frühen Filmen (1964-1969) (7-24). -- Sascha Westphal: Für ein Kino des Pop. Eckart Schmidts Filme 1981-1986 (25-56). -- Olaf Möller: Licht einer Dämmerung. Schmidt - Literatur - Hochkultur: Filme und Videos 1988-1996 (57-66). -- Hans Schifferle: Geküßt und geliebt werden. Broken Hearts (1995/96) - ein Filmgedicht von Eckhart Schmidt (67-72). -- Eckart Schmidt: Kommentierte Filmographie (73-104). -- Bibliographie (105-108). -- Anhang: Eckhart Schmidt (1964): B.B. - wie Budd Boetticher. Porträt eines exemplarischen Westernregisseurs (109-119). Fischer, Robert / Körte, Peter / Seeßlen, Georg: Quentin Tarantino. Berlin: Bertz 1997, 253 S. (Film. 1.). -- 2., erw. Aufl. 1998, 288 S. -- ISBN 3-929470-77-2, DM 29,80. Fischer, Robert / Sloterdijk, Peter / Theweleit, Klaus: Bilder der Gewalt. Über Blue Velvet, Terminator 2 und Das Schweigen der Lämmer. Reden über Film. Hrsg. u. eingel. v. Andreas Rost. Mit einer Kontroverse zwischen Hans Günther Pflaum u. Klaus Schreyer. Frankfurt: Vlg. der Autoren 1994, 107 S. -- ISBN 3-88661-153-1, DM 24,–. Fischer, Stephan: Indikatorenkombination zur Inhaltsanalyse digitaler Filme. Aachen: Shaker 1997, vi, 225 S. (Berichte aus der Informatik.). -- ISBN 3-8265-2976-6, DM 98,–. Zuerst als Diss., Mannheim 1997. Flachsenberg, Helmut: Medienbiographische Forschung: Eine Ergänzung der Medienwirkungsfor schung. Kiel: Institut für Pädagogik 1993, 34 S. (Kieler Berichte aus dem Institut für Pädagogik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Blaue Reihe. 3.). Flechsig, Norbert P.: Medien- und Filmrecht. Medienrechtliche Grundlagen - Filmarbeitsrecht - Nationales Urheberrecht, Internationaler Filmurheberrechtsschutz, Gesellschaftsrecht für Filmproduzenten - Grundlagen des Filmlizenzvertragsrechts, Musterverträge des Filmrechts. Potsdam: Vlg. für Berlin-Brandenburg 1998 (Schriftenreihe zur Film-, Fernseh- und Multimediaproduktion.). Fleck, Robert (Hrsg.): Zur Rechtfertigung der hypothetischen Natur der Kunst und der Nicht-Identität in der Objektwelt. Katalog. Einl. v. Susanne Craemer. Köln 1992, 186 S., 13 Taf. -- Text in deutscher, englischer und z.T. französischer Sprache. Beiträge von Robert Fleck, Peter Weibel ("Concept Art und Wiener Aktionismus"), Hubert Damisch ("Sechs Anmerkungen und einige Fragen zu einer Phänomenologie der sogenannten 'virtuellen' Bilder"), Paul Virilio, Avital Ronell, Otto E. Rössler, Slavoj Zizek; außerdem ein Gespräch zwischen Friedrich Kittler und Peter Weibel. Fleer, Cornelia: Vom Kaiser-Panorama zum Heimatfilm. Kinogeschichten aus Bielefeld und der Provinz Westfalen. Marburg: Jonas Vlg. 1996, 176 S. (Schriften der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesellschaft. 5.). -- ISBN 3-89445-197-1, DM 38,--. Flichy, Patrice: Tele. Die Geschichte der modernen Kommunikation. Frankfurt/New York: Campus 1994, 302 S. -- ISBN 3-593-35011-4, DM 68,--. Flicker, Eva: Liebe und Sexualität als soziale Konstruktion: Spielfilmromanzen aus Hollywood. Mit einem Geleitw. von Jürgen M. Pelikan. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1998, xii, 206 S. (DUV Sozialwissenschaft.). -- ISBN 3-8244-4271-X, DM 48,–. Zuerst als Diss., Wien 1997. Flimmo. 1ff. München 1997ff. -- Vierteljährlich. Evaluation und Kritik der Sendungen von sieben Programmen für 3-13jährige. Außerdem ein vierzehntägiger Onlinedienst (www.flimmo.de). Träger des Projekts: Programmberatung für Eltern e.V. (dazu gehören mehrere Landesmedienanstalten und die Karl-Kübel-Stiftung). Durchführung des Projekts und Bezug von Flimmo: Institut Jugend Film Fernsehen, Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München. Informationen zum Bezug: Programmberatung für Eltern, Postfach 801.334, D-81613 München. Flomair, Roland (Hrsg.): Hundert Jahre Film: 1895-1995. Salzburger Film- und Fotopioniere. Salzburg 1994, 208 S. (Schriftenreihe des Landespressebüros.)/(Presse- und Informationszentrum des Bundeslandes Salzburg. Serie Sonderpublikationen. 118.). Flügel, Trixi Maraile: Das Musical im Rahmen des klassischen Hollywood-Kinos. Alfeld/Leine: Coppi Vlg. 1997, 191 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 52.). -- ISBN 3-930258-51-x, DM 40,--. -- Die Klarheit der These, mit der sich Flügel an die Untersuchung von sechs prototypischen Musical-Filmen annähert, verdient der Hervorhebung, weil sie von bestechenderer Radikalität ist als die Durchführung am Material: Es geht der Verfasserin um Fragen der Motivation, um jene textuellen Strategien, mit denen Handlungselemente und Strategien der Darstellung so gerechtfertigt werden, daß sie den Zuschauern fast wie "natürlich" erscheinen. Zwischen Kontinuität und Wahrscheinlichkeit klafft eine Differenz auf, die vom Text vermindert werden muß, soll der Zuschauer nicht verloren gehen. Die Autorin hat kein theoretisches Interesse an den Fragen der Motivation, und auch die Untersuchung der Beispiele ist nur bedingt auf das Motivationsproblem zugespitzt. Darum wird auch die Gegenposition zur Motivationsannahme kaum angesprochen - daß das Musical ein eigenes Rezeptionsregister trage und manche Regeln des Hollywood-Stils hier außer Kraft gesetzt seien. Flusser, Vilém: Die Revolution der Bilder. Der Flusser-Reader zu Kommunikation, Medien und Design. Mannheim: Bollmann 1995, 236 S. -- ISBN 3-927901-67-9, DM 24,80. Flusser, Vilém: Für eine Philosophie der Fotografie. 8., durchges. Aufl.. Göttingen: European Photography 1997, 77 S. (Edition Flusser / Vilém Flusser. 3.). -- ISBN 3-923283-47-4, DM 48,–; brosch.: 3-923283-48-2, DM 24,–. Flusser, Vilém: Medienkultur. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1997, 238 S. (Fischer Taschenbuch. 13386. / Forum Wissenschaft. / Kultur und Medien.). -- ISBN 3-596-13386-6, DM 19,90. Flusser, Vilém: Kommunikologie. Mannheim: Bollmann 1995, 360 S. (Schriften. 4.). -- Repr.: Frankfurt: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1998, 355 S. (Fischer Taschenbuch. 13389. / Forum Wissenschaft: Kultur & Medien.). ISBN 3-596-13389-0, DM 24,90. Focales. Revue d'histoire et de théorie du cinéma et de la télévision, Nr.1, 1992 (= Le spectateur de cinéma et de télévision), 119 S. -- Aus dem Inhalt: Patrice Peyras: Si tes yeux t'offensent, arrache-les! (9-18). -- Odile Bächler: Man Hunt: la chasse du spectateur (19-27). -- Roger Viry-Babel: Spectacle et spectateurs dans French Cancan de Jean Renoir (31-35). -- Eric Schmulevitch: Montage et théorie des genres: Koulechov novateur? (37-52). -- Béatrice Fleury-Vilatte: Etre spectateur de cinéma en Allemagne de l'Ouest (53-70). -- Stéphane Demello / Yann Houbre: Enquête VO/VF: les choix d'un public (71-76). -- Laurent Jullier: Espaces sonores et nouveau spectateur (77-86). -- Pierre Beylot: Audience, public, téléspectateur (87-99). -- Thierry Bordoni: L'image de la famille dans les "sitcoms" américains des années 80 (101-110). -- Loan Lam: Avant que le météosat ne nous tombe sur la tête (111-114). Földényi, Làszlo F.: Ein Foto aus Berlin. München: Matthes & Seitz 1996, 308 S. -- ISBN 3-88221-2 75 -6 DM 39,80,--. Enthält u.a. Texte zu Syberbergs Parzifal, Riefenstahls Triumph des Willens, Spielbergs Schindler's List, von Triers Europa, Bonengels Beruf Neonazi. Folgner, Reiner / Birke, Tom: Besseres Sporttraining durch Videokontrolle. Augsburg: Augustus-Vlg. 1994, 176 S. -- ISBN 3-8043-5023-2, DM 34,--. Forman, Milos / Novak, Jan: Rückblende. Erinnerungen. Aus d. Amerik. v. Brigitte Jakobeit. Hamburg: Hoffmann & Campe 1994, 400 S., 16 Taf. -- ISBN 3-455-08599-7, DM 48,--. -- Milos Forman, Jahrgang 1932, einst einer der Protagonisten der tschechischen Neuen Welle, Emigration nach dem unvergessenen Feuerwehrball, danach einige äußerst erfolgreiche Filme wie Amadeus. Die Autobiographie: unbedingt empfehlenswert, mit vielen wertvollen Aussagen zu Länge und Schnitt, die Auswahl von Schauspielern, Drehbucharbeit. Vergnügliche Lektüre, durchaus urlaubsgeeignet. -- Wie alles anfing: "Bei der 'Operette' hingen hinter der Bühne so herrliche Schwaden von fraulichen, fruchtigen, blumigen, erotischen Gerüchen in der Luft, so berauschende Ströme von billigen Parfums, von Veilchen, von ungewaschenen jungen Frauenkörpern, von Lippenstift, von herunterhängenden Spitzen und Rouge, von Stärke, dampfenden Bügeleisen, Mottenkugeln, von Alkohol und Kirschen und Kuchen, von Ballettschuhen und verschwitzten Blusen und schwach verpißten Röcken, daß ich auf der Stelle beschloß, da mein Leben zu verbringen." -- Warum Forman zum historischen Film kam: "Meine Karriere fing mit einem Dokumentarfilm an, und es war schon immer die Authentizität einer Situation, die mich faszinierte. In der Tschechoslowakei durften meine Darsteller nie das Skript lesen, damit die Kamera sie beim ersten Ringen mit einer dramatischen Situation beobachten konnte. Es gibt eine gewisse Verletzlichkeit, ein Zögern, ein Erwachen von Gefühl, einen Anflug von Entdecken, die sich nur in rein spontanem Verhalten finden. Außerdem habe ich eine extrem nüchterne und prosaische Phantasie und muß meine Filme auf glaubwürdige, naturalistische Welten stützen. Dies ist eine schlichte Tatsache, eine Geschmacksfrage, eine Angelegenheit der künstlerischen Identität, etwas Tiefes, das sich nicht begründen läßt. Und es ist genau diese Sehnsucht nach Glaubwürdigkeit, die mich in Amerika zum historischen Film gebracht hat, mit einem zeitgenössischen Stoff kann ich hier in Amerika meinen Anspruch auf Glaubwürdigkeit nicht so leicht erfüllen." Forst, Achim: Breaking the Dreams. Das Kino des Lars von Trier. Marburg: Schüren 1998, 204 S. (Arte Edition.). -- ISBN 3-89472-309-2, DM 28,–. Eine sensible und kenntnisreiche Studie über einen der eigenwilligsten europäischen Regisseure der 80er und 90er Jahre - dass ARTE ausgerechnet solchen Studien hilft, gedruckt und damit lesbar zu werden, ist ein Glück und ein Verdienst. Forst entwickelt seinen Blick auf Trier an den Filmen entlang, meidet den biographischen Kurzschluss, er würde hier sowieso wohl nicht viel bringen. Der Ansatzpunkt ist aber ambivalent gewichtet. Der wahre Grund, sich gern auf die Seite der Werke zu schlagen, sind nach Forsts eigenem Bekunden „die Filme Lars von Triers selbst: In ihnen redet der Regisseur so schamlos offen und gleichzeitig so raffiniert ästhetisierend über sich und seine Sehnsüchte und Träume, dass ein Stochern im Biographischen völlig überflüssig erscheint. Natürlich könnte man Vorlieben und Phobien Triers mit Motiven und Charakteren seiner Filme vergleichen und dadurch viele der Beurteilungen dieses Buches untermauern. Man kann aber auch dem Wunsch des Regisseurs folgen und seine Filme für sich stehen und sprechen lassen“. Also doch ein eigentlich biographisches Interesse? Manchmal scheint ein analytischer Impuls angelegt zu sein, der über das hinausgeht, was bislang zu Trier vorgelegt wurde. Tarkowskij und Dreyer werden als Vorbilder und stilistische Orientierungen genannt - den Schritt weiter, Trier in die Geistes- und Ideologiegeschichte der dänischen reformierten Kirchen einzugliedern, tut Forst aber nicht. Oder da wird von der Abwesenheit der Rationalität gesprochen (anläßlich von The Element of Crime), die zugunsten einer magischen, surrealistischen Logik des Alptraums aufgelöst sei - auch dieser Gedanke ist hingeworfen, ohne weiter ausgeführt zu sein. Durchaus Nachfragen, die der Band stimuliert. Aber dass er ein wichtiger Beitrag zur Untersuchung des Trierschen Oeuvres geworden ist: Daran besteht kein Zweifel. Forster, Ralf: Sparkassenwerbefilme im Nationalsozialismus. Frankfurt [...]: Lang 1999, 156 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 3: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. 842.). -- ISBN 3-631-35005-8, DM 54,–. Foster, Buddy / Wagener, Leon: Jodie Foster. Eine Biographie. Düsseldorf: Econ 1997, 304 S. -- ISBN 3-430-12882-x, DM 39,80. Fotobuch-Versandantiquariat Olaf Paulssen (Hrsg.): Punctum Katalog 11: Photographie. Reinbek bei Hamburg: Selbstverlag 1995, [52 S.]. -- Schutzgebühr: DM 3,--. Bezug: Punctum, Klosterbergenstr. 34, D-21465 Reinbek. Angebot von mehr als 1000 Titeln, systematisch geordnet. Index. Fotobuch-Versandantiquariat Olaf Paulssen (Hrsg.): Punctum Katalog 12: Photographie. Reinbek bei Hamburg: Selbstverlag 1996, [48 S.]. -- Schutzgebühr: DM 3,--. Bezug: Punctum, Klosterbergenstr. 34, D-21465 Reinbek. Angebot von mehr als 800 Titeln, systematisch geordnet. Index. Fotobuch-Versandantiquariat Olaf Paulssen (Hrsg.): Punctum Katalog 14: Photographie. Reinbek bei Hamburg: Selbstverlag 1997, [36 S.]. -- Schutzgebühr: DM 3,-- (zusammen mit der "Buchliste Fotografie" [= Katalog 15], die ca. 900 Titel auflistet). Bezug: Punctum, Klosterbergenstr. 34, D-21465 Reinbek. Angebot von mehr als 500 Titeln, systematisch geordnet. Index. Frahm, Eckart / Haussmann, Beate: Medienpädagogische Projekte Baden-Württemberg. Unter Mitarb. von Susan Fuchs und Uwe Opolka. Villingen-Schwemmingen: Neckar-Vlg. 1996, 99 S. (Schriftenreihe der LfK / Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. 4.) . Frank, Bernward / Maletzke, Gerhard / Müller-Sachse, Karl H.: Kultur und Medien. Angebote - Interesse - Verhalten. Eine Studie der ARD/ZDF-Medienkommission. Baden-Baden: Nomos 1991, 499 S. -- ISBN 3-7890-2400-7, DM 58,--. Frank, Björn: Zur Ökonomie der Filmindustrie. Hamburg: S + W Steuer- und Wirtschaftsverlag 1993, 189 S. -- ISBN 3-89161-781-X, DM 78,--. Zugl. Diss. Hohenheim. Franke, Wilhelm: Massenmediale Aufklärung. Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung zu ratgebenden Beiträgen von elektronischen und Printmedien. Frankfurt [...]: Lang 1997, 510 S. -- ISBN 3-631-31079-x, DM 128,–. Frankfurter, Bernhard (Hrsg.): Offene Bilder. Film, Staat und Gesellschaft im Europa nach der Wende. Wien: Promedia 1995, 253 S. -- ISBN 3-900478-91-0, DM 34,--. Mit Beiträgen von Jerzy Toeplitz, Thomas Rothschild, Georg Seeßlen, Esther Krumbach, Ron Holloway. Frankfurter, Bernhard (Hrsg.): Carl Mayer: im Spiegelkabinett des Dr. Caligari. Der Kampf zwischen Licht und Dunkel. Wien: Promedia 1997, 190 S. -- ISBN 3-85371-122-7, DM 34,–. Franzetti, Dante Andrea: Die Sardinennacht. Dreißig Fernsehschnitte aus dem Zeitalter Berlusconi. Baden-Baden/Zürich: Elster Vlg. 1996, 112 S. -- ISBN 3-89151-236-8, DM 26,--. Franzmann, Bodo / Fröhlich, Werner D. / Hoffmann, Hilmar / Spörri, Balz / Zitzlsberger, Rolf (Hrsg.): Auf den Schultern von Gutenberg. Medienökologische Perspektiven der Fernsehgesellschaft. Berlin/München: Quintessenz 1994, x, 280 S. -- ISBN 3-86128-312-3, DM 48,--. Frauenfilminitiative (Hrsg.): Mörderinnen im Film. Berlin: Elefanten Press 1992, 159 S. -- ISBN 3-88520-447-9, DM 39,90. Frauenspezifische Medien der HFF-Hochschulbibliothek. Hrsg. von der Gleichstellungsbeauftragten und der Hochschulbibliothek. Potsdam: Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" 1996, 231 S. -- Schutzgebühr DM 10,--. Bezug über die Hochschulbibliothek, HFF, Karl-Marx-Str. 33/34, D-14482 Potsdam. Frei-Borer, Ursula: Das Clubgespräch im Fernsehen: Eine gesprächslinguistische Untersuchung zu den Regeln des Gelingens. Bern: Peter Lang 1991, 400 pp. (Europäische Hochschulschriften. 21,101.). Freisleben, Bernhard / Grauer, Manfred / Kelter, Udo (Hrsg.): Methoden und Werkzeuge zur rechnergestützten medienwissenschaftlichen Analyse. Berichte zum Projektjahr 1998 - Ergebnisse und Ausblicke. Siegen: DFG-Sonderforschungsberech 240 1999, ii, 86 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 76.). -- Bezug: Universität-Gesamthochschule Siegen, DFG-SFB 240, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Freitag, Gustel: Metaphern von Musik und Stille als Erkenntnismittel in den Filmen Pasolinis. Frankfurt [...]: Lang 1999, 431 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 36: Musikwissenschaft. 190.). -- ISBN 3-631-34243-8, DM 118,–. Freitag, Wolfgang: Amadeus & Co. Mozart im Film. Mödling: Ed. Umbach 1991, 296 S. Frenzel, Dirk: Kulturelle Eye-Identity. Die Kulturpolirtik der EU am Beispiel der Filmförderung. Frankfurt [...]: Lang 1999, 144 S. (Beiträge zur Politikwissenschaft. 74.). -- ISBN 3-631-35315-4, DM 49,–. Frese, Michael: Die Rechtmäßigkeit europäischer Fernsehquoten aus kompetenzieller, grundrechtlicher und welthandelsrechtlicher Sicht. Frankfurt [...]: Lang 1998, x, 173 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2366.). -- ISBN 3-631-33043-x, DM 69,–. Freunde der Deutschen Kinemathek: Filmland Indien. Berlin: Selbstvlg. 1991, 190 S. -- DM 28,--. Freunde der Deutschen Kinemathek (Hrsg.): Ulrike Ottinger. Berlin: Freunde der Deutschen Kinemathek 1995, 271 S. (Kinemathek. 86.). -- DM 15,--. Bezug: Freunde der Deutschen Kinemathek e.V., Welserstr. 25, D-10777 Berlin. -- Der extrem günstige Preis sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich bei diesem nicht gerade schmalen Band um die erste ambitionierte Publikation zu Ottinger nicht nur im deutschsprachigen Raum handelt. Der Band bietet einige Essays zu, einige Texte von Ottinger und dazu eine großzügige Auswahl von Filmkritiken zu allen Filmen Ottingers, die allein bereits mehrere Tage Archivarbeit ersparen. -- Der Band begleitet die Retrospektive der Filme Ottingers, die 1995/96 (mit neuen Kopien!) in mehreren deutschen Städten gezeigt worden ist. Frey, Dieter: Fernsehen und audiovisueller Pluralismus im Binnenmarkt der EG. Baden-Baden: Nomos 1999, 284 S. (Schriftenreihe Europäisches Recht, Politik und Wirtschaft. 212.). -- ISBN 3-7890-5780-0, DM 85,–. Frey, Martin / Schuchnig, Josef (Red.): 100 Jahre Kino, Film: Notationen zum Thema. Hrsg. v.d. Österreichischen Gesellschaft für Filmwissenschaft, Kommunikations- und Medienforschung (ÖGFKM). Wien: Selbstvlg. 1995, 106 S. (Filmkunst. 149.). -- DM 9,50. Frey, Martin / Schuchnig, Josef (Red.): Austria's Hollywood - Hollywood's Austria. Hrsg. v.d. Österreichischen Gesellschaft für Filmwissenschaft, Kommunikations- und Medienforschung (ÖGFKM). Wien: Selbstvlg. 1997, 80 S. (Filmkunst. 154.). -- DM, 9,50. Frey, Walter (Hrsg.): Land and Freedom. Ken Loachs "Geschichte aus der Spanischen Revolution". Film, Diskussion, Geschichte, Regisseur. Berlin: Ed. Tranvia 1996, 214 S. (Tranvia Kino. 1.). -- ISBN 3-925867-20-1, DM 29,80. Frey-Vor, Gerlinde: Coronation Street: Infinite drama and British reality. An analysis of soap opera as narrative and dramatic continuum. Trier: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 1992, 180 S. -- ISBN 3-922031-59-5; DM 36,50. Bezug: WVT, Bergstr. 27, 5500 Trier. -- [Verlagsankündigung:] The analysis of the book follows two directions. First, it investigates the serial as a component of the international genre of the continuous serial and as a prototype of the Social Realist soap opera, on which serials such as the German Lindenstrasse have been modelled. Secondly, it looks at the programme as a narrative structure interacting with the reality in contemporary Britain and the stimuli from a competitive media industry. -- In part the analysis is based on the transcript and close-analysis of two pivotal episodes of the serial in the 1980s, featuring the (in)famous Ken/Deirdre/Mike marriage crisis. The investigation of key mechanisms operating in a long-term narrative includes the production context of the serial. Finally, the results of the study are considered in their political dimensions and discussed as factors in the reception process. -- The book also contains a comprehensive overview of the main strands of research on soap operas internationally. Frey-Vor, Gerlinde: Langzeitserien im deutschen und britischen Fernsehen. Lindenstrasse und East Enders im interkulturellen Vergleich. Berlin: Spiess 1996, x, 324 S. -- ISBN 3-89166-031-6, DM 70,--. Zuerst als Diss., Marburg 1993. Freybourg, Anne Marie: Film und Autor: Eine Analyse des Autorenkinos von Jean-Luc Godard und Rainer Werner Fassbinder. Diss. Hamburg 1993, 259 S. Freybourg, Anne Marie: Bilder lesen. Visionen von Liebe und Politik bei Godard und Fassbinder. Wien: Passagen Vlg. 1996, 272 S. (Passagen Kunst/Film.). -- ISBN 3-85165-193-6, DM 58,--. Fricke, Christiane: "Dies alles Herzchen wird einmal Dir gehören". Die Fernsehgalerie Gerry Schum 1968-1970 und die Produktionen der videogalerie schum 1970-1973. Frankfurt [...]: Peter Lang 1996, 517 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 28: Kunstgeschichte. 269.). -- ISBN 3-631-49799-7, DM 128,--. Friedman, Julian: Unternehmen Drehbuch. Drehbücher schreiben, präsentieren, verkaufen. Bergisch Gladbach: Bastei-Lübbe 1999, 303 S. (Buch und Medien.). -- ISBN 3-4049-4002-4, DM 29,90. Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Umbruch. Zukunftschancen durch Reformen. Medienkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung v. 9. Oktober 1996 in Mainz. [Dokumentation.] Mainz: Friedrich-Ebert-Stiftung 1997, 132 S. -- Kostenfreier Bezug durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Gesellschaftspolitische Information, Erthalstr. 1, D-55118 Mainz. Fax: 06131-960.6766. Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Wa(h)re Nachrichten - Berichterstattung zwischen Medien-Realität und Wirklichkeit. Medien-Disput der Friedrich-Ebert-Stiftung v. 26. November 1998 in Mainz. Mainz: Friedrich-Ebert-Stiftung 1999, 172 S. -- Bezug durch die Stiftung, Große Bleiche 18-20, D-55116 Mainz. Friedrichsen, Mike / Jenzowsky, Stefan (Hrsg.): Fernsehwerbung: theoretische Analysen und empirische Befunde. Opladen/Wiesbaden: Westdt. Verl. 1999, 409 S. -- ISBN 3-531-13367-5, DM 79,–. Friedrichsen, Mike / Schack, Sophie von: Medienpädagogischer Atlas für Schleswig-Holstein. Unter Mitarb. V. Cesa Couter, Syster Friedrichsen, Birgit Jähnke u. Christopher Krebs. [Hrsg. v.] MediaFutura Institut für Kommunikations-, Medien- und Marktforschung / Unabhängige Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR). Kiel: ULR 1998, 249 S. (Themen - Thesen - Theorien. 11.). -- ISBN 3-88312-240-8. Preis nicht mitgeteilt. Bezug durch die ULR, Schloßstr. 19, D-24103 Kiel. Friedrichsen, Mike / Vowe, Gerhard (Hrsg.): Gewaltdarstellungen in den Medien. Fakten - Theorien - Konsequenzen. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1995, 418 S. -- ISBN 3-531-12768-3, DM 69,--. -- Aus dem Inhalt: Gerhard Vowe / Mike Friedrichsen: Wie gewaltig sind die Medien? Ein Plädoyer für differenzierte Antworten (7-16). -- Kübler, Hans-Dieter: Mediengewalt: Sozialer Ernstfall oder medienpolitischer Spielball? Ein Dauerthema im Dauerclinch zwischen Politik, Kommerz und Wissenschaft (69-108). -- Ralf Vollbrecht: Jugendkulturelle Szenen und ihre Medien (109-124). -- Michael Kunczik: Wirkungen von Gewaltdarstellungen. Zum aktuellen Stand der Diskussion (125-144). -- Uli Gleich: Das Angebot von Gewaltdarstellungen in den Medien (145-165). -- Lothar Mikos: Zur Faszination von Action- und Horrorfilmen (166-193). -- Stefan Aufenanger: Wie Kinder und Jugendliche Gewalt im Fernsehen verstehen (228-234). -- Hans-Bernd Brosius / Frank Esser: Fernsehen als Brandstifter? Unerwünschte Nebenwirkungen der Berichterstattung über fremdenfeindliche Gewalt (235-257). -- Tibor Kliment: Showdown für die Medien? Zum Wechselverhältnis zwischen Protestgewalt und Medienberichterstattung (258-291). -- Mike Friedrichsen / Stefan Jenzowsky: Methoden und Methodologie: Ein Vergleich ausgewählter Studien der 90er Jahre zur Gewalt in den Medien (292-332). -- Bruno Stafski: Babysitter, Sündenbock und Streitobjekt. Vom schwierigen Umgang mit dem Fernseher in der Familie (333-348). -- Wolfgang Schulz: Kampf der Fiktionen: Paragraphen gegen reitende Leichen. Grenzen regulatibver und Chancen kontextualer Steuerung von Fernsehinhalten am Beispiel von Gewaltdarstellungen (349-367). -- Susanne Grams: Die Landesmedienanstalten in der Pflicht? (368-380). -- Hans Jürgen Wulff: Gewaltdebatten als naive Pädagogik: Eine Polemik zur Gewaltdiskussion (381-391). Friel, Gunnar: Atropa Belladonna. Arbeiten am Film. Wien: Passagen 1995, 104 S. (Passagen. Kunst.). -- ISBN 3-85165-154-5, DM 28,--. Frieling, Rudolf / Daniels, Dieter (Hrsg.): Medien - Kunst - Aktion. Die sechziger und siebziger Jahre in Deutschland. Wien/New York: Springer 1997, 247 S. -- ISBN 3-211-82996-2, DM 98,–. Das Buch enthält eine CD-ROM, die alle Texte in deutscher, englischer, spanischer und französischer Sprache enthält. Frielingsdorf, Britta: Frauen im spanischen Fernsehen. Arbeitsbedingungen und Selbstverständnis von Regisseurinnen im TVE. Pfaffenweiler: Centaurus 1992, 220 S. (Aktuelle Frauenforschung. 13.). -- ISBN 3-89089-644-6, DM 48,--. Fries, Fritz Rudolf / Rebhahn, Yvonne: Berlin Alexanderplatz. Drehbuch von Alfred Döblin und Hans Wilhelm zu Piel Jutzis Film von 1931. Mit einem einführenden Essay von Fritz Rudolf Fries u. Materialien zum Film v. Yvonne Rebhahn. München: Text & Kritik 1996. -- ISBN 3-88377-510-x, DM 40,–. Frieske, Michael: Selbstreferentielles Entertainment. Televisionäre Selbstbezüglichkeit in der Fernsehunterhaltung. 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Filmische Subversion in der DDR 1976-1989. Texte - Bilder - Daten. Berlin: Janus Press 1996, 180 S. -- ISBN 3-928942-38-7, DM 68,--. Fritz, Horst (Hrsg.): Montage in Theater und Film. Tübingen/Basel: Francke 1993, ix, 342 S. (Mainzer Forschungen zu Drama und Theater. 8.). -- ISBN 3-7720-1836-X, DM 78,--. -- Aus dem Inhalt: Erika Fischer-Lichte: Von der 'Montage der Attraktionen' zur Montage der Synästhesien. Zu Eisensteins Entwicklung einer Sprache des Theaters (25-51). -- Franz-Josef Albersmeier: Die Auseinandersetzung um die Montage als filmhistorisches Paradigma (201-214). -- Kurt Weber: Die Komplexität der filmischen Mitteilung in wahrnehmungspsychologischer Sicht (215-228). -- Bernd Kiefer: Kulturmontage im Posthistoire. Zur Filmästhetik von Hans Jürgen Syberberg (229-247). -- Frieder Busch: Montage als beherrschendes Motiv in Mike Nichols' Verfilmung von Joseph Hellers Roman Catch-22 (249-273). -- Reingard M. Nischik: Montage intermedial: Strukturelle Bezüge und Funktionen von Montage in Harold Pinters Arbeiten für Film, Fernsehen und Theater (275-311). -- Horst Fritz: Geschichte als Montage: Grabbe und Griffith (313-332). -- Der Band enthält außerdem theaterwissenschaftliche Untersuchungen zur Montage. -- Allein aus dem Grunde, daß Fritz' Sammelband Theater und Film (und am Rande sogar Musik) unter der Leitfrage der Montage-Konzepte vereinigt, gebührt ihm größte Aufmerksamkeit. Wobei am Ende durchaus unklar bleibt, wie denn ein medienübergreifendes Konzept von Montage aussehen könnte, ohne die Präzision der spezifischen Beschreibungssprachen zu verlieren. Wie viel theoretische Arbeit zur wissenschaftlichen Beschreibung der Montage noch zu leisten ist, läßt sich schon daran ablesen, wie heterogen die Bestimmungen sind, die im vorliegenden Band von verschiedenen Autoren genannt werden. Fritz stellt schon in der Einleitung zwei Positionen gegeneinander: Montage bezeichne im einen Fall "das technische Verfahren des Zusammenfügens von Versatzstücken und Fertigteilen, von Bild- und Textpartikeln sowie filmischen Einstellungen", im anderen dagegen eine "Formintention moderner und avantgardistischer Kunst" (VII). Die hier schon angedeutete Brüchigkeit des Konzepts wird auch von den Autoren des Bandes vertreten: Da spricht der eine vom "Zitieren mehrerer Fremdtexte [...], die ohne offenbaren Zusammenhang untereinander und mit dem Haupttext stehenbleiben" (9) - eine Auffassung, die sicherlich Widerspruch auf sich ziehen muß. Da werden Verbindungen zu den Erscheinungsformen des Intertextuellen hergestellt, eine ebenso reizvolle wie problematische Herangehensweise. Ein dritter bedauert es, daß die Montage vom stilistischen Mittel der Avantgarden der Moderne sich zum Element der "entfesselten Warenästhetik der Musik- und Videoclips" (53) gewandelt habe. Ein vierter nimmt die Zeitung - ihr Nebeneinander ungleichartiger Nachrichten, der Parallelität von Bild und Text usw. - als prototypische Montage (87). Ein fünfter sieht die Auflösung bzw. Destabilisierung der Einheit von Handlung, Raum und Zeit, Perspektive und Stil als Charakteristika der Montage (142). Ein sechster nimmt die "Inszenierung der Bildbeziehungen" (209) als essentielles Pendant der Montierbarkeit von filmischen Einstellungen. Usw. Gegen eine gewisse Beliebigkeit des Montage-Konzepts steht immer wieder der Rekurs auf Eisensteins Überlegungen (vor allem: Horizontal- versus Vertikalmontage), sie bilden immer noch das Beste, das es zum Thema zu lesen gibt. Ein Überblick verschaffender Einleitungs- oder Schlußartikel fehlt: Und das korrespondiert durchaus der Heterogenität und der Vielfalt der Erklärungs- und Beschreibungsansätze. Auch wenn nicht alle Artikel auf gleichem Niveau sind: Fritz' Sammelband ist äußerst anregend, und es bleibt zu hoffen, daß er die Montage-Diskussion neu beleben kann. Fritz, Jürgen (Hrsg.): Warum Computerspiele faszinieren. Empirische Annäherungen an Nutzung und Wirkung von Bildschirmspielen. Weinheim: Juventa 1995, 255 S. (Juventa Materialien.). -- ISBN 3-7799-0876-X, DM 44,--. Fritz, Raimund / Edmond, Helma: Tendenzen und Einflüsse des Todes im Westernkino 1962-1968. In: Maske und Kothurn 39,4, 1998, S. 7-56. Fritz, Thomas: Die Botschaft der Markenartikel. Vertextungsstrategien in der Werbung. Tübingen: Stauffenburg 1994, 172 S. (Probleme der Semiotik. 15.). -- ISBN 3-86057-091-9, DM 58,--. Zuerst als Phil. Diss., Passau 1993. -- Am Beispiel von Anzeigenwerbung für Banken entfaltet Fritz ein pragmatisches Modell der Werbekommunikation, dessen Applikation auf audiovisuelle Werbung höchst interessant sein dürfte. -- [Aus der Zusammenfassung:] Der Markenartikel wird als ein komplexes Zeichen vorgestellt, dessen intensionale Bedeutung oder Image als Kombination bestimmter Nutzenattribuierungen erklärt werden kann. Extensional bezeichnet er ein physisches, auf dem Markt erhältliches Produkt. Die Kommunikation des Produktimages bedient sich der gängigen primären und sekundären Kodifizierungen in der gegenwärtigen Konsumkultur, wobei besonders die kulturbezogenen Konventionen zum Ausdruck von Nutzenerlebnissen wichtigen Rang einnehmen. Auf diese Weise können Markenartikel als Kombinationen bestimmter nutzenorientiert semantisierter Merkmale erklärt werden. Ein einzelner Markenartikel erhält seine 'Produktpersönlichkeit' allerdings nicht allein aus seinem unmittelbaren Nutzen-Zeichen, im Rahmen des Wettbewerbsmodells bedeutet seine Positionierung immer zugleich eine Abgrenzung und Einordnung in Bezug auf den jeweiligen Konkurrenzmarkt. Kommunikationspolitisch stellt sich einem einzelnen Markenartikel die Aufgabe, die Kombination seiner besonderen Nutzenversprechen persuasiv bekannt zu machen, um eine bestimmte Position innerhalb der existierenden Problemlösungen einzunehmen. Dazu tritt die Marke mit einem hier als 'Konsummodell' bezeichneten Bündel kommunizierter Nutzenpropositionen auf den markt. Die 'Marke' bzw. das 'Image' stellt die komprimierte Position der Merkmale dar, während das expandierte Kommunikationsmodell die kommunikativ manifesten Einzelheiten beschreibt, die den Markenartikel vom Restmarkt abheben. Fritz, Walter: Im Kino erlebe ich die Welt. Hundert Jahre Kino und Film in Österreich, 1896-1996. Wien: Passagen 1997, 306 S. -- ISBN 3-85447-661-2, DM 109,--. Fritz, Walter / Zahradnik, Margit: "Im Kino erlebe ich die Welt..." Dreißig Jahre Filmrekonstruktionen im Österreichischen Filmarchiv. Hrsg. v. Österreichisches Filmarchiv / Österreichische Gesellschaft für Filmwissenschaft, Kommunikations- und Medienforschung. Wien: Österreichisches Filmarchiv 1992, 65 S. (Schriftenreihe des Österreichischen Filmarchivs. 30.). Fritze, Ralf: Der Südwestfunk in der Ära Adenauer. Die Entwicklung der Rundfunkanstalt von 1945 bis 1965 unter politischem Aspekt. Baden-Baden: Nomos 1992, 339 S. (Baden-Badener Beiträge zu Hörfunk und Fernsehen. SWF-Rundfunkgeschichte. 2.). -- ISBN 3-7890-2674-3, DM 89,--. Fröhlich, Romy (Hrsg.): Der andere Blick. Aktuelles zur Massenkommunikation aus weiblicher Sicht. Bochum: Brockmeyer 1992, 309 S. (Frauen und Massenmedien. 1.). -- ISBN 3-8196-0009-4, DM 49,--. -- Enthält u.a.: Anne Externbrink: "Nur eine Mutter weiß, was lieben heißt und glücklich sein". Eine Kritik zur Darstellung der Frau in der Lindenstrasse (103-122). -- Waltraud Cornelißen / Kirsten Küsters: Frauen und Nachrichten. Zum Frauenbild in Nachrichtensendungen (123-138). -- Hans-Bernd Brosius: Sex und Pornographie in den Massenmedien. Eine Analyse ihrer Inhalte, ihrer Nutzung und ihrer Wirkung (139-158). Fröhlich, Romy: Rundfunk-PR im Kontext. Historische und organisationstheoretische Bedingungen am Beispiel ARD. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1994, 312 S. (Studien zur Sozialwissenschaft. 143.). -- ISBN 3-531-12571-0, DM 49,--. Fröhling, Jörg / Meinel, Reinhild / Riha, Karl (Hrsg.): Wende-Literatur. Bibliographie und Materialien zur Literatur der Deutschen [!] Einheit. 2., erw. u. aktual. Aufl. unter besonderer Mitarb. v. Maik J. Pluschke. Frankfurt [...]: Lang 1997, 255 S. (Bibliographien zur Literatur- und Mediengeschichte. 6.). -- ISBN 3-631-31857-x, DM 75,--. Enthält eine Spezialbibliographie zur Darstellung der Thematik im Fernsehen. Fromm, Bettina: Privatgespräche vor Millionen: Fernsehauftritte aus psychologischer und soziologischer Perspektive. Konstanz: UVK Medien Verlagsges. 2000, 426 S. (Wissenschaftsforum. 6.). -- Zugl.: Köln, Univ., Diss., 1999. ISBN 3-89669-271-2. Fromm, Michael: Öffentlich-rechtlicher Programmauftrag und Rundfunkföderalismus. Der verfassungsrechtliche Programmauftrag der Rundfunkanstalten unter besonderer Berücksichtigung des Rundfunkfinanzausgleichs. Baden-Baden: Nomos 1998, 168 S. -- ISBN 3-7890-5774-6. Fromme, Johannes / Kommer, S. / Mansel, J. / Treumann, K.-P.: Selbstsozialisation, Kinderkultur und Mediennutzung. Opladen: Leske + Budrich 1999, 384 S. (Reihe Kindheitsforschung. 12.). -- ISBN 3-8100-2345-0, DM 48,–. Fromme, Johannes / Meder, Norbert / Vollmer, Nikolaus: Computerspiele in der Kinderkultur. Opladen: Leske und Budrich 1999, 251 S. (Virtuelle Welten.1.). -- ISBN 3-8100-2556-9, DM 36,–. 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Medien(an)ästhetik im Widerstreit (13-34). -- Tomoyuki Yamane: Einmaligkeit in der Wiederholung. Überlegungen zu den neuen Massenmedien (35-38). -- Tetsuji Kubo: Das Ende der schönen Kunst. Zu Walter Benjamins Medientheorie (39-51). -- Gregor Häflinger: Topologie der kulturellen Faktoren in den 30er Jahren (52-62). -- Ralf Schnell: Citylights. Zur medialen Interdiskursivität der großen Stadt (63-72). -- Jürgen Meier-Wichmann: Was war Wirklichkeit? Anmerkungen zu Medienphänomenen unter biologischen Aspekten (73-89). -- Martin Kubaczek: Zur Entwicklung der Imaginationsmaschinen. Der Text als virtuelle Realität (90-105). -- Eberhard Scheiffele: Der David-Effekt. Zur Filmkomik Chaplins (106-120). -- Nobuhiko Adachi: Verstehen - welcher Horror! Un Chien andalou oder die Suche nach dem Unverständlichen (121-132). -- Noriko Adachi: Special effects und filmische Grausamkeit (133-147). -- Uda Schestag: "Literaturverfilmung" oder "literarischer Film"? Überlegungen zum Verhältnis von Literatur und Film am Beispiel von Rainer Werner Fassbinders "Effi-Briest"-Verfilmung (148-166). -- Akiyoshi Shikina: E.T.A. Hoffmann - eine Verführung. Über Andrej Tarkovskijs Szenario "Hoffmanniana" oder die Unverfilmbarkeit von E.T.A. Hoffmanns Leben und Werk (167-179). -- Barbara Menzel: Kunstübermittlung oder Kunstproduktion? Das Fernsehspiel (180-187). -- Axel Schwarz: Ausgewählte rechtliche Aspekte der Medienästhetik (188-199). -- Bernhard Kleinschmidt: Exotismus umgekehrt. Der Europäer in der japanischen Werbung (200-218). -- Shigeru Yoshijima: Bilder oder Sprache. Die sieben Samurai und The Mgnificent Seven (219-236). -- Stefan Jäger: Geschichte, wie sie im Film erzählt wird (237-251). -- Fumitoshi Karima: Zur kulturspezifischen Symbolik des chinesischen Films (252-259). Fürst, Gabriele: Familiäre Lebensbedingungen und die subjektive Bedeutsamkeit der Medien Fernsehen und Videospiel für 12- bis 14jährige Kinder. Integration von qualitativen und quantitativen Methoden in der Medienpsychologie. Frankfurt [...]: Peter Lang 1994, 518 S. (Europäische Hochsculschriften. Reihe 5. 473.). -- ISBN 3-631-47604-3, DM 138,--. Füsslin, Georg: Optisches Spielzeug oder Wie die Bilder laufen lernten. Stuttgart: Georg Füsslin 1993, 120 S., 112 Abb. -- DM 59,80. Füsslin, Georg / Nekes, Werner / Seitz, Wolfgang / Steckelings, Karl-Heinz W. / Verwiebe, Birgit: Der Guckkasten. Einblick - Durchblick - Ausblick. Stuttgart: Füsslin Vlg. 1995, 120 S. -- ISBN 3-9803451-2-2, DM 74,-- (Ausland: DM 79,--). Bezug durch den Verlag, Postfach 600.352, D-70303 Stuttgart. |
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