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Berichte und Papiere
ISSN 1613-7477

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Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere

58 / 2006: Deutsche Filmpublizistik der 1990er Jahre

Zusammengestellt v. Hans J. Wulff


Einführung / Vorwort A-F G-L M-R S-Z

 


Bibliographie: S bis Z

S - Europäische Zeitschrift für Semiotische Studien 6,1-2, 1994: Themenschwerpunkt "Theatre and Film Studies". Aus dem Inhalt: Waclaw M. Osadnik: Some remarks on the nature and representation oft space and time in verbal art, theatre, and cinema. -- Bohdan Y. Nebesio: Kino-Yazik: A study in the Russian formalists' concepts of film language. -- Marc Furstenau / Kerstin Hasslöcher: Cinema/Modernism/Modernity: Towards an archeology of the cinema. -- Bohdan Y. Nebesio: Colours of "Shadows of Forgotten Ancestors": The novel and the film. -- Marek Haltof: Athena's shield: The conservative nature of the horror film. -- Marek Haltof: "Producing" auteur: The concept of authorship in film theory and criticism. -- Athanassia Spillios: Some remarks on Citizen Kane.

Sacher, Werner: Audiovisuelle Medien und Medienerziehung in der Schulpraxis. Strukturelle und typologische Ergebnisse einer Repräsentativ-Untersuchung. Unter Mitarb. v. Wolfgang Bauer u. Hubertus Eckert. München: KoPäd-Vlg. 1994, 78 S. -- DM 16,--. Bezug über den Verlag (Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München; Fax: 089-68989-111).

Sachs-Hombach, Klaus (Hrsg.): Bilder im Geiste. Zur kognitiven und erkenntnistheoretischen Funktion piktorialer Repräsentationen. Amsterdam/Atlanta, GA: Editions Rodopi 1995, 345 S. (Philosophie und Repräsentation.). -- ISBN 90-5183-679-11, Hfl 60,--. -- Homo pictor, der Mensch als das bildbegabte Wesen - in dieser anthropologischen These kulminieren höchst sinnfällig die Beiträge, die Sachs-Hombach zusammengetragen hat. Die Theorie des Bildes hat in den letzten Jahrzehnten eine massive theoretische und empirische Aufmerksamkeit auf sich gezogen, die vor allem durch die Überlegungen aus der Kognitionswissenschaft angeregt wurde - nicht allein die Frage der Bedingungen, unter denen ein "Bild" in verschiedenen Kontexten als Bild funktionieren kann, hat diese Forschungen binden können, sondern vor allem ist der Frage nach dem Status, der Stabilität und der Beschreibungsmöglichkeit "innerer", mentaler Bilder nachgegangen worden. Der vorliegende, instruktive und interessante Sammelband fächert das Spektrum der Fragestellungen und Erklärungsansätze in vorbildlicher Weise noch einmal auf und stellt die gegenwärtige Diskussion immer wieder in den philosophiegeschichtlichen Rahmen. -- Inhalt: Klaus Sachs-Hombach: Die Bilddebatte - Eine historische Einführung (7-18). -- Ferdinand Fellmann: Innere Bilder im Licht des imagic turn (21-38). -- Oliver R. Scholz: Bilder im Geiste? - Das Standardmodell, sein Scheitewrn und ein Gegenvorschlag (39-62). -- Klaus Rehkämper: Analoge Repräsentationen (63-106). -- Jörg Schirra: Understanding radio broadcasts on soccer: The concept 'mental image' and its use in spatial reasoning (107-136). -- Thomas Metzinger: Phänomenale mentale Modelle (139-158). -- Markus Peschl: Sind "Bilder im Kopf" für erfolgreiches Verhalten notwendig? Wissenschaftstheoretische und methodische Überlegungen zum Problem der piktorialen und propositionalen Wissensrepräsentation in kognitiven Systemen (159-182). -- Mitja Perus: Synergetic approach to cognition-modeling with neural networks (183-194). -- Klaus Sachs-Hombach: Piktoriale Einstellungen (195-211). -- Simone Pribbenow: Räumliche Inferenzen und Bilder (215-234). -- Peter Gold: Bild und Negat (235-257). -- Brian Ulicny: Naturalism, intentionality, and mental imagery (257-274). -- Laura Berchielli: Representing color: Discussions and problems (275-290). -- Achim Stephan: Katathyme Bilder. Über die Wirksamkeit von Imaginationen in der Psychotherapie (293-306). -- Michael Bischoff / Mattias Struch: Kunst, Wahrnehmung und visuelle Erkenntnis (307-320). -- Urs Fuhrer: Die Bedeutung enaktiver und ikonischer Repräsentationen beim Lernen durch Beobachtung (321-336).

Sagan, Leontine: Lights and Shadows: The Autobiography of Leontine Sagan. Ed. and annotated by Loren Kruger. Johannesburg: Witwatersrand University Press 1996. -- Leontine Sagan ist bekannt als Regisseurin des Films Mädchen in Uniform.

Saint-John Marner, Terence: Filmregie. Aus dem Engl. v. Werner Kurz. Nachdr. Hanau: Vlg. Günter Gottlieb 1993, 170 S. -- ISBN 3-88392-000-2, DM 39,80.

Salamanca Orrego, Daniel Federico: Medienpolitik für die dritte Welt: Inter Press Service. Geschichte und Strukturen einer Dritte-Welt-Nachrichtenagentur. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, iii, 344 S. (Bochumer Schriften zur Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik. 31.). -- ISBN 3-631-44981-X, DM 89,--.

Salje, Günther: Antonioni, Regieanalyse, Regiepraxis. Vorlesungstexte mit Übungsaufgaben zum Drehbuchschreiben. Bassum: Media-Institut Christine Erben 1994, [1:] 237, [2:] 190 S. (Praxisstudium Film/Fernsehen. 1.). -- ISBN 3-928590-03-0, DM 29,50.

Salje, Gunther: Hitchcock. Regieanalyse/Regiepraxis. Röllinghausen: Media-Institut 1996, 272 S. -- ISBN 3-928590-01-4, DM 38,80.

Samlowski, Wolfgang (Hrsg.): International Guide Film-Video-Festivals. '90. Berlin: Vistas 1989ff. -- Inzwischen ist der Guide zum Standard-Index der Festivals geworden. Nachgewiesen werden auch Preisträger und Regisseure. Außerdem liegt ein thematisches Register vor. Zuletzt erschienen: Ausgabe '96 (1995, 275 S.; ISBN 3-89158-057-6, DM 30,--).

Sandberg, Karin: Unzulässiger Protektionismus in der europäischen Medienpolitik? Die Maßnahmen der Europäischen Gemeinschaft zum Schutz des europäischen Films und ihre Vereinbarkeit mit dem durch das GATT und die WTO-Vereinbarungen gebildeten Rechtsrahmen. Frankfurt [...]: Peter Lang 1998, 306 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2313.). -- ISBN 3-631-32068-x, DM 98,--.

Sandbothe, Mike / Zimmerli, Walther Ch.: Zeit - Medien - Wahrnehmung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1994, 168 S. -- ISBN 3-534-12569-X, DM 34,--.

Sander, Ekkehard / Mayr-Kleffel, Verena / Barthelmes, Jürgen: Medienerfahrungen von Jugendlichen in Familien und Peer-Groups. Ergebnisse der Pilotstudie 1992. München: Deutsches Jugend-Institut 1992, 198 S. (DJI-Arbeitspapier. 7-40.). -- Kein Preis mitgeteilt. Bezug über das Institut, Freibadstr. 30, D-81543 München. -- Die hochinteressante Studie liefert Material für die Annahme, daß Fernsehen und Anschauen von Videokassetten vor allem familienbezogene Aktivitäten sind und insbesondere für Jugendliche wichtige familienzentrierte Medienerfahrungen darstellen. Entsprechend dieser familienintegrierenden Rolle haben medienbezogene Kommunikationen einen hohen Rang - Reden über Medienerfahrungen, Sich-Austauschen über verschiedene Filmstars oder einzelne Bands der Pop- und Rockmusik bedeutet für beide Generationen: Reden über sich selbst in mediatisierter Form. Bei aller Wichtigkeit, die Medien in der Distanzierung und Abgrenzung zwischen Jugendlichen und Eltern spielen, und bei aller Bedeutung, die Medien insbesondere in der über Musik vermittelten subkulturellen Geschmacksdifferenzierung von Jugendlichen haben, sind Medien auch ein Anlaß gemeinsamer Aktivitäten von Jugendlichen und Eltern. -- Zum gleichen Fragenkomplex hat Jürgen Barthelmes in der Dialog: Information Ehe und Familie (H. 4, 1992) einen Artikel zu "Medien und Familie: Qual der Wahl oder Räume für Träume" vorgelegt, der als Separatum über das DJI bezogen werden kann.

Sanders, Barry: Der Verlust der Sprachkultur. Frankfurt: S. Fischer 1995, 351 S. -- ISBN 3-10-076803-5, DM 32,--. -- Aus der Einleitung: Lesen und Schreiben bilden einen Komplex von Beziehungen und Strukturen, ein dynamisches System, das verinnerlicht und in die Erfahrungswelt zurückprojiziert wird. Erfolg und Mißerfolg in der Oralität entscheien darüber, ob ein Mensch bei der Begegnung mit der Literalität auf diese "anspringt". Der Weg zur Literalität öffnet sich in der allerersten Handlung des Neugeborenen - dem Akt des Atemholens. Die menschliche Stimme verweist wie ein lautstarkes Signalhorn auf den Weg zur Literalität. Aber der Weg ist verbaut durch elektronische Systeme jeder nur denkbaren Art, von Film und Fernsehen über Schallplatten und CDs bis zu PCs und Videospielen. Bevor Eltern und Lehrer daran denken können, des Lesens und Schreibens mächtige Kinder heranzuziehen, müssen sie zuallererst einmal für deren Existenz als Geschöpfe der Oralität sorgen. -- Neil Postmans Kommentar zu Sanders' Ausführungen: Für jeden, der besorgt ist über die Erniedrigung des Buches durch die elektronischen Medien, ist dieses Buch Pflichtlektüre.

Sandford, John: Chaos and Control in the Weimar Film. In: German Life and Letters 48,3, 1995, S. 311-323.

Sanftenberg, Simone: Klasse statt Masse! Stärkung öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten als Mittel zur nationalen Vielfaltssicherung im Rahmen grenzüberschreitender Programmangebote in Europa. Eine Analyse des Zielkonfliktes zwischen nationalen Qualitätsansprüchen, technischem Fortschritt und europäischen Marktprinzipien. Frankfurt [...]: Lang 1998, 224 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2310.). -- ISBN 3-631-32500-2, DM 84.–. Zuerst als Diss., Frankfurt 1997.

Sanke, Philipp: Der bundesdeutsche Kinofilm der 80er Jahre. Unter besonderer Berücksichtigung seines thematischen, topographischen und chronikalischen Realitätsverhältnisses. Diss. Marburg 1994, 481 S.

Sannwald, Daniela (Red.): Rot für Gefahr, Feuer und Liebe. Frühe deutsche Stummfilme. Hrsg. v. d. Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin, und Goethe-Institut, München. Berlin: Henschel Vlg. 1995, 80 S. -- ISBN 3-89487-228-4, DM 24,80. Zweisprachig englisch-deutsch. Begleitpublikation zu einer Filmreihe der Kinemathek.

Sannwald, Daniela: Von der Filmkrise zum Neuen Deutschen Film. Filmausbildung an der Hochschule für Gestaltung Ulm, 1958-1968. Berlin: Spiess 1997, 238 S. -- ISBN 3-89166-200-9, DM 49,80. Zuerst als Diss., Freie Universität Berlin 1996.

Sansweet, Stephen J.: Die Star Wars-Enzyklopädie. Mit einer Einl. v. Timothy Zahn. Köln: vgs 1998, xxiii, 389 S. -- ISBN 3-8025-2615-5, DM 148,–. Die Enzyklopädie verzeichnet alle Figuren, alle Rassen und Sorten von Lebewesen, die Vielzahl der Planeten im All, die unterschiedlichen Welten mit Fauna und Flora, Raumschiffe, Kampf- und Transportvehikel sowie Waffen, Substanzen, Schlachten, historische Daten. Bezogen auf nahezu 150 Quellen und Nachweistexte. Geschrieben vom Direktor des Specialty Marketing bei Lucasfilm. Sansweet gilt als einer der größten Star-Wars-Sammler überhaupt. Ist eine Enzyklopädie korrumpiert dadurch, daß es der Rechteinhaber der Merchandising-Produkte selbst ist, der sie finanziert? Und welchen Aufblick auf die Szenerie der Star-Wars-Fans und -Sammler gewährt ein Opus wie dieses eigentlich? Von der ausgezeichneten Qualität des Buches - Papier, Satz, Abbildungen - sei hier nicht berichtet, sondern von dem methodischen Problem, den Rang eines Nachschlagewerks im Rahmen einer Fantasy-Gemeinde abzuschätzen. Es schafft Orientierung in einem Universum, das seinen Bestand an Orten und Wesen beständig verbreitert und vermehrt. Es hat keine analytischen Interessen. Im Eintrag C-3PO findet sich kein Hinweis auf die Komiker-Paare, die von C-3PO und von R2-D2 zitiert werden. Kein Hinweis auf die Roboter-Komiker aus Film und Comic Strip. Kein Hinweis auf die jahrhundertelange Tradition des menschlichen Roboters. Ein typischer Fall, durchaus. Aber das macht den Wert der Enzyklopädie nicht geringer: Immerhin gewährt sie eine Innensicht derjenigen, die am Star-Wars-Universum teilnehmen.

Sarcinelli, Ulrich (Hrsg.): Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft. Beiträge zur politischen Kommunikationskultur. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1998, 479 S. (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 352.). -- Zugl. Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1998. ISBN 3-89331-313-3.

Sarkis, Mona: Blick, Stimme und (k)ein Körper. Der Einsatz elektronischer Medien im Theater und in interaktiven Installationen. Stuttgart: M&P 1997, 278 S. -- ISBN 3-476-45175-5, DM 45,–.

Scarbath, Horst / Gorschenek, Margareta / Grell, Petra: Sexualität und Geschlechtsrollen-Klischees im Privatfernsehen. Inhaltsanalytische Fallstudien. Berlin: Vistas 1994, 256 S. (Schriftenreihe der Hamburgischen Anstalt für neue Medien HAM. 9.). -- ISBN 3-89158-121-1, DM 40,--.

Schaal, Hans Dieter: Learning from Hollywood. Architecture and Film. / Architektur und Film. Stuttgart/London: Axel Menges 1996, 128 S. -- ISBN 3-930698-70-6, DM 86,--.

Schacht, Daniel Alexander: Fluchtpunkt Provinz. Der neue Heimatfilm zwischen 1968 und 1972. Münster: MAkS Publikationen 1991, 341 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-548-5. DM 58,80. Bezug über den Verlag (Postfach 1161, D-4409 Havixbeck). Zugl. Diss. Marburg 1990.

Schäfer, Erich / Lakemann, Ulrich: Offener Kanal Gera. Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung. München: KoPäd 1999, 224 S. (TLM Schriftenreihe. 6.). -- ISBN 3-929061-66-x, DM 30,–.

Schäfer, Gudrun: "Mädels und Kerle": Zur Konstruktion und Rezeption von Geschlechtstyypisierungen im Politmagazin ZAK. Bochum: Brockmeyer 1996, 261 S. (Frauen und Massenmedien. 7.). -- ISBN 3-8196-0462-6.

Schäfer, Harald: Die Hesselbachs. Erinnerungen an eine erfolgreiche Familien-Serie aus den Anfangstagen des Fernsehens. Frankfurt: Rita G. Fischer 1996, 84 S. -- ISBN 3-89501-394-3, DM 16,80.

Schäfer, Horst: Digitales Kino und authentische Bilder. In: Siegener Periodikum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL) 17,1, 1998.

Schäfer, Horst (Hrsg.): Lexikon des Kinder- und Jugendfilms - im Kino, im Fernsehen und auf Video. Red.: Kristin Langer, Christel Strobel, Hans Strobel. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland. Meitingen: Corian 1998. -- Loseblattausgabe. ISBN 3-89048-350-x.

Schäfer, Horst / Baacke, Dieter: Leben wie im Kino. Jugendkulturen und Film. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1994, 272 S. (Fischer Cinema.) / (Fischer Taschenbuch. 10048.). -- ISBN 3-596-10048-8, DM 19,90. -- Ein enttäuschendes, in seiner Oberflächlichkeit ärgerliches Buch zweier Autoren, deren methodischer und darstellerischer Ehrgeiz bereits nach wenigen Seiten erschöpft ist. Auf diesen ersten Seiten wird dem Leser allerdings viel versprochen: "Im Mittelpunkt des Buches stehen die Filme, in denen das Verhältnis von Jugend und Filmästhetik deutlich wird [!] und deren Produktionsgeschichte der Entwicklung der Jugendbewegungen entspricht" (Klappentext). Zunächst konstatieren Baacke und Schäfer, daß Jugendliche in Filmen vorrangig als Gegenstand präsent sind (und nur selten als Produzierende), aber dieser Sachverhalt soll seit den 50er Jahren (14ff) an Gültigkeit verloren haben, weil Jugendliche "zunehmend einen alternativen Medienmarkt [gemeint sind u.a. Szenezeitschriften, Fanzines, "Filmerszenen", freie Radiosender, Radiogruppen oder Piratensender!] bevorzugen" (16). Handlungsparaphrasen zweier Filme (Pump Up the Volume, Young Soul Rebels) sollen einen Beleg dieser kaum entwickelten These suggerieren - wohl weil in beiden Piratensender eine Rolle spielen. Die These, daß die gezeigte [!] Produzententätigkeit Jugendlicher eine Qualitätsveränderung, einen "Wandel der Perspektive" (18) bezeichne, bleibt undiskutiertes, problematisches Postulat. Eine Geschichte des jugendlichen Publikums und der jugendkulturellen Rezeptionsformen des Films schließlich ist nicht einmal im Ansatz skizziert. -- Im weiteren Verlauf versuchen die Autoren, ihren Gegenstand phasenweise zu strukturieren: Ordnungsmuster wird die Spannung zwischen dem "authentischen Jugendfilm" und dessen "synthetischem" Gegenspieler. Letzterer, soviel scheint klar, widmet sich der "spekulativen kommerziellen Vermarktung von Jugendszenen" (148), während der "authentische Jugendfilm" irgendwie "engagiert", "parteilich", eben "authentisch" gewesen sei. Diese Kategorien, selbst wenn sie nicht lediglich metaphorisch gebraucht würden, entstammen einer Diskussion, die historisch spezifisch auf die bundesdeutsche Filmproduktion der späten 70er und frühen 80er Jahre zugeschnitten war, der jedoch m.E. spätestens seit Mitte der 80er Jahre keinerlei Bedeutung mehr zukommt. Beim Durchmustern anderer nationaler Filmkulturen (Frankreich, England, Rußland, DDR) spielen diese Kategorien folgerichtig selbst für Baacke und Schäfer keine Rolle mehr. Einschätzungen aktueller Entwicklungen in der Jugendkultur (z.B. "Selbstzitierung", 239) offenbaren ein Verständnis von Jugendkultur, das unausgesprochen um Begriffe wie "Rebellion", "Provokation" und "prononciertes Außenseitertum" (73) kreist und damit seinen genuinen Ort in einer Zeit hat, als man noch "authentische Jugendfilme" drehen wollte. -- Aus dieser Zeit stammt auch der größte Teil der eingearbeiteten Literatur, die ebenso wie ältere Publikationen der beiden Autoren den jeweiligen Argumentationsgang eher bestimmt als die gerade verhandelte Thematik. Die einzelnen Kapitel reproduzieren längst bekannte Erzählungen und Mythen aus der Geschichte der Pop-Kultur, deren Montage häufig kontingent wirkt, aber auch seltsame Vorstellungen von der Beziehung zwischen Filmproduktion und sozialhistorischer Entwicklung offenbart; so wird ein "unvermittelter Zusammenhang" zwischen der Produktion von Kriegsfilmen, Mentalitätengeschichte und Wiederbewaffnung der BRD unterstellt (75). Eine unglaubliche Zahl von Druckfehlern bzw. sinnentstellenden Schludrigkeiten bei der Recherche von Film- und Musiktiteln, Namen etc. verstärkt noch diese Tendenz zur Oberflächlichkeit, ja Skurrilität. -- (Ulrich Kriest)

Schäfer, Horst / Schwarzer, Wolfgang: Top Secret. Agenten- und Spionagefilme. Personen, Affären, Skandale. Berlin: Henschel 1998, 240 S. -- ISBN 3-89487-281-0, DM 39,90.

Schäfer, Klaus: Moderne Kommunikations- und Informationstechnologien (KIT): Zur Bedeutung der KIT in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Baden-Baden: Nomos 1994, 485 S. (Nomos Universitätsschriften. Medien. 11.).

Schaller, Hans: Der Industriefilm schrieb Geschichte. 1895-1995. Hundert Jahre Industrie- und Wirtschaftsfilm. Dortmund: PR Trend Agentur 1997, 256 S.

Schändlinger, Robert: Erfahrungsbilder. Visuelle Soziologie und dokumentarischer Film. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1997, 521 S. (Close Up. 8.). -- ISBN 3-89669-214-3, DM 65,--. Zuerst als Dokumentarfilm und Sozialwissenschaften. Der filmdokumentarische Blick als sozialwissenschaftlicher Empirietyp. Phil. Diss. Frankfurt, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität 1994, (5), 493 S.

Schändlinger, Robert / Weißert, Ilse / Fenzl, Josef: Lernen mit Film zum Thema Rassismus und Rechtsradikalismus. Auswertung und Reflexion eines Unterrichtsprojektes im Höchster Bildungsschuppen. Frankfurt: Höchster Bildungsschuppen 1993, 55 S. -- DM 5,--. Bezug durch den Höchster Bildungsschuppen, Königsteiner Str. 49, D-65929 Frankfurt. -- Aus der Einleitung: "Wenn die Erfahrungsbildung mit Medien thematisiert wird, so heißt das insbesondere, daß die rezeptive Aneignung der Realität durch mediale Darstellungen nicht nach der Art eines Nürnberger Trichters funktionieren kann, sondern als aktiver Vorgang gesehen wird. Dieser ist durch eine Vielzahl von Faktoren wie der Gestaltung der Filme, dem Rahmen ihrer Präsentation, den Vorerfahrungen der Zuschauer und, in unserem besonderen Fall, dem curricularen Lernzusammenhang beeinflußt. Wenigstens konzeptuell strebt die folgende Projektbeschreibung die Erhaltung der Komplexität der Filmrezeption als Prozeß der Erfahrungsbildung an."

Schanze, Helmut (Hrsg.): Medientheorie - Medienpraxis. Fernsehtheorien zwischen Kultur und Kommerz. Mit Beitr. v. Udo Göttlich [...]. Red.: Birgit Schlenther. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1994, 91 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 48.). -- Bezug durch den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen, Schutzgebühr: DM 5,--. -- Inhalt: Udo Göttlich: Aspekte kritisch-materialistischer Medientheorien am Beispiel von Theodor W. Adorno, Leo Löwenthal und Raymond Williams (7-22). -- Kay Kirchmann: Umschalten erwünscht? Wenn ja, von wem? Ergebnisse einer Studie zu Ästhetik und Rezeption des ersten interaktiven TV-Spiels des deutschen Fernsehens im Dezember 1991 (23-60). -- Karl N. Renner: Der "Salomon-Effekt" als Herausforderung der Fernseh-Macher. Zur Gestaltung von Magazin-Beiträgen (61-78). -- Helmut Schanze: Ansätze zu einer Agenturtheorie der Medien unter besonderer Berücksichtigung des Fernsehens (79-86). -- Rüdiger Pethig: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen als Agentur und/oder Regulierungsobjekt im Fernsehmarkt (87-91).

Schanze, Helmut (Hrsg.): Nationales Archiv für Audiovision? Vorträge und Diskussionsbeiträge der Jahrestagung 1993 des Sonderforschungsbereichs 240. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1994, 68 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 43.). -- ISSN 0933-5412, DM 5,-- (Schutzgebühr). Bezug über den SFB, Universität-GH-Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen.

Schanze, Helmut (Hrsg.): Fernsehgeschichte der Literatur. Voraussetzungen - Fallstudien - Kanon. München: Fink 1996, 510 S. -- ISBN 3-7705-3120-5, DM 88,--. -- Das Fernsehen als Träger- und Überlieferungsmedium der Literatur, die Formenwelt der Literatur und ihre Dynamik angesichts der Medienkonkurrenz, der Medienerfahrung des Publikums und der kulturindustriellen Verflechtung von Literatur- und Fernsehproduktion, die Erweiterung und Neugliederung des Kanons der Künste und der künstlerischen Ausdrucksformen: eine Historiographie der Literatur, die die Medien bedenkt und gar als wesentliche Bezugsgrößen setzt, steht vor gewaltigen Aufgaben, die wohl nur kooperativ gelöst werden können. Der vorliegende Sammelband berichtet die Ergebnisse eines Teilprojektes des Siegener Sonderforschungsbereiches. Neben einigen Fallstudien und einem "100teiligen Kanon" zentrieren sich die Beiträge auf die Frage der Kanonisierung des "literarischen Fernsehspiels" - in einer Weise, die durchaus Widerspruch auf sich ziehen darf und soll. Literaten wie Dieter Meichsner, die die Arbeit für das Fernsehen in ihrem Leben ganz zentral gemacht haben: Hier wird die mediale Bedingung für literarische Produktion, insbesondere für die intentionalen Rahmen des Schreibens greifbar (und das Interview mit Meichsner im zweiten Teil des Bandes geht diesem Umstand noch viel zu wenig nach). Wie aber ist zu rechtfertigen, daß Askoldovs Spielfilm Die Kommissarin (1967) oder der sowjetische Stummfilm Jüdisches Glück (1925) in einem Kanon des literarischen Fernsehfilms auftaucht? Filmgeschichtsschreibung sei ohne das Medium Fernsehen heute kaum mehr möglich, heißt es dazu - welche Kriterien bleiben dann aber? Löst sich der Gegenstand unter der Hand auf? Keine der Arbeiten Jack Golds ist auch nur erwähnt. Fechners Ein Kapitel für sich (1980) ist verzeichnet, Petersens Das Boot (1979-81) fehlt dagegen - zu populär das zweite, zu nobilitiert das erste? Am Ende von Bernhard Zimmermanns gerät das Wertungskriterium ins Zentrum, darum geht es: Texte zu kanonisieren, die kulturelle Werte verkörpern, die bewahrenswert sind, die der Kunst und nicht der Populärkultur zugehören. Kanonisierung als gewußte und gewollte Institutionalisierung eines kulturellen Gedächtnisses also, gebunden an die Wertungen und an die kulturellen Selbstverständnisse derer, die kanonisieren. Die Diskussion, die hier zu führen ist, ist greifbar, knüpft an die älteren Debatten zum Kanonproblem an. -- Schlüssig, daß ein Projekt zur "Medienwertungsforschung" sich an das hier berichtete angeschlossen hat. -- Aus dem Inhalt: Uwe Japp: Das Fernsehen als Gegenstand der Literatur und der Literaturwissenschaft (17-28). -- Helmut Schanze: Zur Vorgeschichte des deutschen Fernsehens (29-35). -- Bernhard Zimmermann: Was heißt und zu welchem Ende erforschen wir die Fernsehgeschichte der Literatur? (36-42.). -- Manfred Kammer: Entwicklung und Struktur der Sendungsdatenbank 'Fernsehsendungen nach literarischer Vorlage' (43-73). -- Helmut Schanze: Geschriebene Bilder. Zu Problem und Geschichte der literarischen Vorlage (74-81). -- Helmut Schanze: Literatur - Film - Fernsehen. Transformationsprozesse (82-92). -- Bernhard Zimmermann: Kanonbildung als Problem der Fernsehgeschichte der Literatur (93-104). -- Bernhard Zimmermann: Fernsehlandschaft im Wandel: ein Rückblick auf die Gegenwart, ein Ausblick in die Zukunft (105-109). -- Thomas Kind: Die Fernsehsendungen nach literarischer Vorlage im NWDR/NWRV Hamburg 1951-1961 (113-152). -- Melanie Fastenrath: Heinar Kipphardt: In der Sache I. Robert Oppenheimer. Originalfernsehspiel oder Fernsehspiel nach literarischer Vorlage? (153-191). -- Christina Kaschuba: Die Literaturverfilmungen von Rolf Hädrich (192-247). -- Anja Weller: Fernsehspielreihen nach literarischer Vorlage. Vergleich der Redaktionsgeschichten von NDR und ZDF (248-312).

Schanze, Helmut / Kammer, Manfred (Hrsg.): Interaktive Medien und ihre Nutzer. Baden-Baden: Nomos 1998. In zwei Bänden: 1. Voraussetzungen, Anwendungen, Perspektiven. 1998, 200 S. (ISBN 3-7890-5231-0, DM 58,--); 2. Zugangsoberflächen: Türen zum Netz. 1998, 171 S. (ISBN 3-7890-5236-1, DM 48,--).

Schanze, Helmut / Kreuzer, Helmut (Hrsg.): Bausteine. 4. Beiträge zur Ästhetik, Pragmatik und Geschichte der Bildschirmmedien. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1997, 128 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 65.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. -- Inhalt: Wolfgang Degenhardt: Die Eurovision, ein europäisches Regime für den Fernsehprogrammaustausch (9-16). -- Georg Schütte / Joachim Friedrich Staab: Kontinuitäten, Ausdifferenzierungen und Umbrüche. Von Fernsehnachrichtensendungen zu Multimedia-Informationen in den USA und Deutschland (17-31). -- Yvonne Spielmann: Die hyperdynamische Bildstelle und andere Formen intermedialer Selbstreflexion (33-40). -- Jürgen Kühnel / Inga Lemke: Raum - Körper - Musik. 'Fernsehgeschichte' von Theater / 'Theatergeschichtsschreibung' durch das Fernsehen. Das Beispiel der Arie Don Giovannis "Fin ch'an dal vino calda la testa" (41-48). -- Peter Seibert: "Fernsehdramatik" versus "Bühnendramatik"? Zu einer Rezeptionsverschiebung zwischen zwei Medien in der DDR (49-59). -- Peter Hoff: Der starke Charakter in der Krise als Leitfigur und Hoffnungsträger im DDR-Fernsehspiel (61-66). -- Günter Giesenfeld: Die Entdramatisierung der Fiktionalität in der Fernsehserie (67-70). -- Volker Roloff: Theater/Filme der Nouvelle Vague: Intermediale Aspekte (71-81). -- Sibylle Bolik: Vom Prestige des "Dinosauriers". Medienbewertungskonflikte am Beispiel der ARD-Serie Rote Erde (83-92). -- Manfred Kammer: Von "Kartoffeln", Exhibitionisten und Pfadfindern. Zu Nutzertypen der Neuen Medien (93-102). -- Irmela Schneider: Wörter sehen und Bilder lesen. Prozesse der Hybridisierung in der Zeichenpraxis (103-114). -- Gerd Hallenberger: "Genre" als Schlüsselbegriff bei der Analyse von Bildschirmmedien (115-121). -- Bernhard Freisleben / Manfred Grauer / Udo Kelter: Methoden und Werkzeuge zur rechnergestützten medienwissenschaftlichen Analyse (123-128).

Schanze, Helmut / Pütz, Susanne / Rosenstein, Doris (Hrsg.): Fernsehgeschichte - Fernsehgeschichten. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1997, 135 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 70.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den SFB, Universität-Gesamthochschule Siegen, Postfach 101.240, D-57068 Siegen. -- Inhalt: Alphons Silbermann: "Einmischen und nicht feige sein." Entwicklöung und Funktion der Medienwissenschaft aus persönlicher Sicht (13-26). -- Bernd Schorb: Persönliche Fernseherfahrungen eines Medienpädagogen (27-32). -- Alois Schardt: Vom Telekolleg zur Schwarzwaldklinik. Plädoyer eines Programmachers (47-52). -- Gudrun Ziegler: Die Geschichte einer Fernsehproduktion (53-58). -- Martin Wiebel: Aspekte der Fernsehproduktion aus redaktioneller Perspektive (59-64). -- Anne Rose Katz: Als live noch live war... Erinnerungen einer Fernsehkritikerin (85-92). -- Brigitte Knott-Wolf: Kritische Randnotizen zur Entwicklung des Fernsehprogramms (93-102). -- Uwe Friesel: Kreative Experimente im Fernseh- und Hörspiel. Beispiele der Kooperation mit Autoren (103-108). -- Dietrich Leder: Probleme der Fernsehgeschichtsschreibung aus der Perspektive eines Fernsehkritikers (109-116).

Scharrer, Dirk: Notwendigkeit und Grenzen hauptstrafrechtlicher Sanktionen im Bereich Theater, Film und Fernsehen. Zugleich eine inhaltliche Theorie von Strafwürdigkeit. Diss., Potsdam 1997, xi, 288 S.

Schatten, Thomas: Fünfzig Jahre 'Filmdienst'. Ein Beispiel für das Verhältnis von Kirche und Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. Düsseldorf: Thomas Schatten Vlg./ Köln: Katholisches Institut für Medieninformation 1998, 263 S. -- ISBN 3-9805688-0-6, DM 39,80.

Schatz, Heribert (Hrsg.): Fernsehen als Objekt und Moment des sozialen Wandels: Faktoren und Folgen der aktuellen Veränderungen des Fernsehens. Opladen: Westdeutscher Verlag 1996, 382 S. -- ISBN 3-531-12839-6, DM 64.–.

Schatz, Heribert (Hrsg.): Fernsehen als Objekt und Moment sozialen Wandels. Faktoren und Folgen der aktuellen Veränderungen des Fernsehens. Opladen: Westdeutscher Verlag, 383 S. -- ISBN 3-531-12839-6, DM 64,--. -- Die hier veröffentlichten Teilstudien aus dem Forschungsprojekt "Veränderungen des Fernsehens im Modernisierungsprozeß" beschäftigen sich mit "Veränderungen der Produktionsweisen, Produktionsstile und Programmangebote des Fernsehens" (Jörg-Uwe Nieland, Thomas Bruns), mit "medienökonomischen Veränderungen des Fernsehens und der Fernsehnutzung" (Thomas Bruns, Georg Ruhrmann, Christoph Bröckers, Eberhard Seitz), mit "Wechselwirkungen von Fernsehen und Politik" (Frank Marcinkwski) sowie "Fernsehen im Alltag" (Georg Ruhrmann). Sie folgen in ihrer Gliederung konsequent einem gemeinsamen systemtheoretischen Modellentwurf: "Fernsehen evoluiert im Zuge intern motivierter, selektiver und wechselseitiger Austauschprozesse mit seinen vier wichtigsten gesellschaftlichen Umweltbereichen, nämlich Politik/Recht, Wirtschaft, Kultur und Technologie" (26). Dieser systemtheoretische Ausgangspunkt will, daß wechselseitig bedingte Entwicklungen "nichtlinear" gedacht werden, also Ursache-Wirkungs-Konstellationen prinzipiell, auch für lange Perioden, nicht aufgelöst werden können. -- Aufmerksamkeit verdient die Hypothesenformulierung für eine empirische Untersuchung zum Thema "Der Staat der Politik und die Massenmedien", wo es heißt, daß "die Massenmedien der Gesellschaft eine politische Semantik pflegen und laufend regenerieren, die auf der Ebene des Gesellschaftssystems und erst recht auf der Ebene des politischen Systems durch strukturelle Entwicklungen überholt ist" (68). Hier kann man auf interessante Ergebnisse hoffen. - Die Untersuchung der "medienökonomischen Dimension" stellt solide die zugänglichen aktuellen Daten zu Kosten und Umsätzen im Mediensektor zusammen. - Die Studie zu "veränderten Produktionsweisen und Programmangeboten im Fernsehen" erweist sich als traditionelle Kommunikatorstudie, die gar nicht überraschende Aussagen der Entscheidungsträger zu den Folgen der Kommerzialisierung kommentierend referiert. - Unter methodischen Gesichtspunkten erwähnenswert ist die Studie zu "Fernsehserien als Indikator sozialen Wandels" am Beispiel US-amerikanischer Serien, die vor allem die Aussagekraft des inhaltsanalytisch beobachtbaren Wertewandels der Serienrealität über den in der sozialen Realität hinterfragt. Letztere durch Sekundäranlysen ermittelt, zeigt einen 'Vorsprung' von ca. 5 Jahren gegenüber der Serienrealität. Weil deren formatspezifische Unterschiede jedoch nicht berücksichtigt werden konnten, bleibt das Postulat der Interdependenz von sozialer und Serienrealität auch hier ein bloß methodisches. - Die vergleichende Untersuchung von "politischen Magazinen im dualen Fernsehen" nach formalen Kriterien (Themen, geographische Bezüge, durchschnittliche Anzal von Beiträgen pro Thema, durchschnittliche Länge einzelner Beitragsformen, Vorkommen von Meinungsäußerung, Präsenz von Aktueren, durchschnittliche Zahl von O-Tönen, Präsenz einzelner Funktionssysteme) weist im Sinne des Modernisierungsparadigmas auf zunehmende "Beweglichkeit und Verflüssigung von Strukturen" (284) hin, so daß Konvergenz bis zur Ununterscheidbarkeit der Politikmagazine in öffentlich-rechtlichen und private-kommerziellen Programmen zu beobachten und vorherzusagen ist. Freilich kann eine formal angelegte Untersuchung keine Auskunft darüber geben, ob nicht in der Art und Weise der Diskursivierung entscheidende Unterschiede bestehen. - Die Literatur- und Kommunikatorenstudie zu "Veränderungen in der Fernsehwerbung" zeigt vor allem das zunehmende Differenzierungsinteresse der Werbetreibenden auf, so daß gerade auch von ihnen das Umfeld von Qualitätsprogrammen gesucht wird. Der in der öffentlichen Diskussion (insbesondere um die Werbebeschränkungen in den öffentlich-rechtlichen Programmen) vielfach behauptete Zusammenhang von Werbung und Programmverflachung scheint demnach nicht gegeben zu sein. - Eine klar abgrenzbare Typisierung von Rezipienten unter den Gesichtspunkten von "Mediennutzung und Technikinteresse" sucht die Studie zu "Fernsehen im Alltag" zu treffen, und im Kern geht es dabei wohl um die implementierungsrelevante milieu-spezifische Akzeptanz einer weitergehenden Individualisierung des Fernseh-Dispositivs. -- Diese Teilprojekte basieren allesamt auf soliden Literaturstudien, auf denen wohlbegründete und methodisch reflektierte Fallstudien aufbauen, deren Ergebnisse selbst wiederum angemessen zurückhaltend interpretiert und, wie es sich gehört, in einem Schlußkapitel perspektivierend zusammengefaßt werden. Die politik- und sozialwissenschaftliche Orientierung gibt dem Gesamtprojekt einen Fragehorizont, der - anders als bei manch anderen Forschungsprojekten - nicht nur Fakten als Ergebnisse liefert, sondern auch Fragestellungen vorantreibt. Bedauerlich wäre nur, wenn sich systemtheoretische Denk- und Sprachspiele so theoriekonform wie mancherorts in diesem Band verhalten und sich, zum autonomen Teilsystem in der Wissenscahft ausdifferenziert, nur noch selbst reproduzierten. -- (Eggo Müller)

Schatz, Heribert / Jarren, Otfried / Knaup, Bettina (Hrsg.): Machtkonzentration in der Multimediagesellschaft? Beiträge zu einer Neubestimmung des Verhältnisses von politischer und medialer Macht. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1997, 302 S. -- ISBN 3-531-13043-9, DM 54.–.

Schaudig, Michael: Literatur im Medienwechsel. Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" und ihre Adaptionen für Kino, Hörfunk, Fernsehen. Prolegomena zu einer Medienkomparatistik. München: Schaudig/Bauer/Ledig 1992, 445 S. (Diskurs Film Bibliothek.). -- ISBN 3-926372-54-0. DM 98,--. Bezug durch den Verlag, Tristanstr. 13, D-8000 München 40.

Schaudig, Michael (Hrsg.): Positionen deutscher Filmgeschichte. Hundert Jahre Kinematographie: Strukturen, Diskurse, Kontexte. München: Diskurs FilmVerlag 1996, 508 S. (Diskurs Film. 8.). -- ISBN 3-926372-07-9, DM 58,--. -- Inhalt: Michael Schaudig: Filmphilologie und Filmgeschichte. Eine Einführung in den Objektbereich (9-22). -- Evelyn Hampecke: "Mehr als zehn Zeilen" über Jules Greenbaum. Ein Beitrag gegen das Vergessen in der Filmgeschichtsschreibung (23-36). -- Christiane Heuwinkel: "Auch im Kino wohnen Götter!" Zu den Anfängen der Filmkritik am Beispiel der Münchner Neuesten Nachrichten, 1907-1914 (37-60). -- Herbert Birett / Sabine Lenk: Die Behandlung ausländischer Filmgesellschaften während des Ersten Weltkriegs (61-74). -- Jürgen Kasten: Die Verträge des Dr. Caligari. Zur Vertrags-, Verwertungs- und Rezeptionsgeschichte des berühmtesten deutschen Drehbuchs (75-90). -- Wolfgang Mühl-Benninghaus: Deutsch-russische Filmbeziehungen in der Weimarer Republik (91-118). -- Michaela Krützen: "Esperanto für den Tonfilm". Die Produktion von Sprachversionen für den frühen Tonfilm-Markt (119-154). -- Michael Truppner: "Zeitgemässe Neu-Aufführungen". Eine textgenetische Untersuchung zum U-Boot-Drama Morgenrot (155-178). -- Andrea Naica-Loebell: Das totale Kino. Die Arbeit der Gaufilmstellen der NSDAP und die Jugendfilmstunde, konkretisiert am Beispiel München-Oberbayern (179-196). -- Klaus Kanzog: "Wir machen Musik, da geht euch der Hut hoch!" Zur Definition, zum Spektrum und zur Geschichte des deutschen Musikfilms (197-240). -- Kirsten Burghardt: Moralische Wiederaufrüstung im frühen deutschen Nachkriegsfilm (241-276). -- Michael Schaudig: Recycling für den Publikumsgeschmack? Das Remake: Bemerkungen zu einem filmhistorischen Phänomen (277-308). -- Jürgen Felix: Rebellische Jugend. Die 'Halbstarken'-Filme: Vorbilder und Nachbildungen (309-328). -- Oliver Jahraus: Stoff, Diskurs, Mythos: Ludwig II. als Inszenierung im Film. Eine analytische Rekonstruktion anläßlich des 150. Geburtstages des bayrischen 'Märchenkönigs' (329-366). -- Andreas Rost: Kinostunden der wahren Empfindung. Herzog, Wenders, Fassbinder und der Neue deutsche Film (367-408). -- Peter Schott: Cinéma franco-allemand. Rudolf Thome: Cousion germain der Nouvelle Vague (409-418). -- Elisabeth Miltschitzky: Als Individuum im Kollektiv. 'Massenwirksamkeit" und Publikumserfolg im DDR-Film (419-454). -- Petra Grimm: 'Filmschnipsel' mit Kalkül. Der Trailer im deutschen Kino: Konstruktionsprinzipien und Rezeption einer intertextuellen Filmsorte (455-472). -- Dieter Wiedemann: Braucht Deutschland den deutschen Film? Überlegungen und Polemiken zur Wiedervereinigung einer Filmnation (473-486). -- Knut Hickethier: Geschichte des Films, der Audiovision oder der Multimedia? Perspektiven am Ende des ersten Jahrhunderts Film (487-503).

Schauz, Michael: Video-on-Demand. Bedrohung für das Verleihgeschäft der Videotheken. Wird eine neue Technologie den Videorecorder verdrängen? München: Reinhard Fischer 1997, 290 S. (Medien-Skripten. 28.). -- ISBN 3-88927-206-1, DM 49,–.

Scheble, Roland: Perspektiven der Grundversorgung. Baden-Baden: Nomos 1994, 387 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 116.). -- ISBN 3-7890-3238-7, DM 98,--.

Scheel, Kurt: Kunst und Kino. In: Merkur, 563, 1996, S. 147-151.

Scheffer, Bernd: Die Literatur hat andere Leser. Einige Anmerkungen zum „Literaturverfall im Medienzeitalter?“. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 95, 1994, S. 128-138.

Scheffer, Bernd (Hrsg.): Medien und Fremdenfeindlichkeit. Alltägliche Paradoxien, Dilemmata, Absurditäten und Zynismen. Leverkusen: Leske + Budrich 1997, 291 S. -- ISBN 3-8100-1917-8, DM 39,–.

Scheid, Volker (Red.): Sport und Medien in Bildung und Forschung. Bericht über die Internationalen Sportlehrfilmtage in Magglingen/ Schweiz. Hrsg. v.d. Forschungsgruppe Unterrichtsmedien im Sport. Erlensee: SFT-Vlg. 1990, 238 S. (Berichte aus der Forschung. 4.). -- ISBN 3-925083-10-3. DM 24,--.

Scheid, Volker / Doll-Tepper, Gudrun (Red.): Medien im Sport. Internationales Symposium mit Sportlehrfilmwettbewerb in Berlin. Erlensee: SFT-Vlg. 1994, 229 S. (Berichte aus der Forschung / Forschungsgruppe Unterrichtsmedien im Sport. 7.).

Schell, Fred: Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theorie und Praxis. 3. Aufl. München: KoPäd 1999, 252 S. (Reihe Medienpädagogik.). -- ISBN 3-929061-85-6, DM 35,80.

Schell, Fred / Schorb, Bernd / Palme, Hans-Jürgen (Hrsg.): "Jugend auf der Datenautobahn". Sozial-, gesellschafts- und bildungspolitische Aspekte von Multimedia. München: KoPäd Verlag 1995, 195 S. (Reihe Medienpädagogik. 8.). -- ISBN 3-929061-22-8, DM 26,80. Bezug über den Verlag (Pfälzer-Wald-Str. 64, D-81539 München; Fax: 089-68989-111).

Schell, Fred / Stolzenburg, Elke / Theunert, Helga (Hrsg.): Medienkompetenz. Grundlagen und pädagogisches Handeln. München: KoPäd 1999, 416 S. (Medienpädagogik. 11.). -- ISBN 3-929061-38-4, DM 49,–. [Aus dem Inhalt:] Hans-Dieter Kübler: Medienkompetenz - Dimensionen eines Schlagworts (25-47). -- Helga Theunert: Medienkompetenz: Eien pädagogische und altersspezifisch zu fassende Handlungsdimension (50-59). -- Helga Theunert / Margrit Lenssen: Medienkompetenz im Vor- und Grundschulalter: Altersspezifische Voraussetzungen, Ansatzpunkte und Handlungsoptionen (60-72). -- Tilmann Sutter: Entwicklungspsychologische Grundlagen der Mediensozialisation. Drei Ebenen einer Theorie (73-80). -- Ingrid Paus-Haase: Medienrezeption und Medienaneignung von drei bis zehnjährigen Kindern und daraus resultierende Ansatzpunkte für die Förderung von Medienkompetenz (81-90). -- Elke Stolzenburg: Medienkompetenz bei 11- bis 15jährigen Mädchen und Jungen: Grundlagen und Voraussetzungen für die weitere Ausformung (128-136). -- Dorothee M. Meister: Zur ‚vorkritischen‘ Medienkompetenz bei älteren Kindern (137-147). -- Uwe Hasebrink: Was beobachtbares Nutzungsverhalten mit Medienkompetenz zu tun hat (148-158). -- Friedemann Schindler: Computerspiele und Internet - Wie sie genutzt werden und welche Rolle sie bei der Förderung von Medienkompetenz spielen (180-187). -- Andreas Hedrich / Thomas Voß-Fertmann: Medienkompetenz im Jugendalter: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Stellenwert der Medien und medienpädagogische Handlungsfelder (188-199). -- Wilfried Ferchhoff: Aufwachsen heute: Veränderte Erziehungs- und Sozialisationsbedingungen in Familie, Schule, Beruf, Freizeit und Gleichaltrigengruppe (200-219). -- Ekkehard Sander: Medienerfahrungen von Jugendlichen in Familie und Peergroup (220-236). -- Waldemar Vogelsang: Kompetentes und selbstbestimmtes Medienhandeln in Jugendszenen (237-243). -- Fred Schell: Bedeutung von Medienkompetenz als Bildungsaufgabe und inhaltliche bildungspolitische Zielsetzungen (272-281). -- Horst Dichanz: Medienkompetenz der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im System Schule (289-296). -- Gerhard Tulodziecki: Kompetenzen, die Studierende der Lehrämter während der universitären Ausbildung erwerben sollten (297-304). -- Dieter Spanhel: Medienkompetenz muß Lehrerinnen und Lehrern in der universitären Ausbildung vermittelt werden (305-312). -- Fred Schell: Jugendmedienschutz und Medienpädagogik: Ein wechselvolles Verhältnis (358-367). -- Hansjörg Kuch: Jugendschutz und Medienkompetenz als staatliche Handlungsfelder (368-377). -- Folker Hönge: Jugendschutz und Medienkompetenz - Sichtweise und Erfahrungen der Freiwilligen Selbstkontrolle (378-389). -- Bernd Schorb: Die Lernorte und die erwerbbaren Fähigkeiten, mit Medien kompetent umzugehen (390-413).

Schenk, Irmbert (Hrsg.): Filmkritik. Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Marburg: Schüren 1998, 208 S. (Bremer Symposien zum Film.). -- ISBN 3-89472-308-4, DM 28,–. Inhalt: Karsten Visarius: Die Allgegenwart des Filmischen (15-21). -- Helmut H. Diederichs: Über Kinotheater-Kritik, Kino-Theaterkritik, ästhetische und soziologische Filmkritik. Historische Aspekte der deutschsprachigen Filmkritik bis 1933 (22-42). -- Irmbert Schenk: ‚Politische Linke‘ versus ‚Ästhetische Linke‘. Zum Richtungsstreit der Zeitschrift Filmkritik in den 60er Jahren (43-73). -- Willi Karow: Filmkritiker - Herolde des Mainstream (74-82). -- Mariam Niroumand: Mission impossible: Darf man sich in einem teuren Film noch amüsieren? (83-90). -- Thomas Elsaesser: Über den Nutzen der Enttäuschung. Filmkritik zwischen Cinephilie und Nekrophilie (91-114). -- Klaus Kreimeier: Nomadisierendes Schreiben. Vom Filmkritiker zum Novitätensammler (115-126). -- Norbert Grob: Die List des „auteur“. Plädoyer für eine altmodische Kategorie der Filmkritik (127-139). -- Dietrich Kuhlbrodt: Filmkritik vom Kopf auf die Füße stellen! [zu Pulp Fiction] (140-151). -- Sabine Horst: Business as usual. Hat Pulp Fiction den Hype verdient? Nachtrag zu einem Phänomen (152-163). -- Karl Prümm: Die Rede über das Kino und das Universum der Bilder. Zur kulturellen Funktion der Filmkritik (164-178). -- Wolfram Schütte: Zum Strukturwandel der Film-Öffentlichkeit (179-189). -- Peter W. Jansen: Filmkritik in Radio und Fernsehen (190-195). -- Patrick Rössler: Gefangen in der Informationsfalle? Filmkritiker zwischen Servicefunktion und Meinungsbildung - eine empirische Untersuchung (196-206).

Schenk, Irmbert (Hrsg.): Dschungel Großstadt. Kino und Modernisierung. Marburg: Schüren 1999, 203 S. (Bremer Symposien zum Film. 3.). -- ISBN 3-89472-313-0, DM 29,–. Inhalt des anregenden und facettenreichen Bandes: Enno Patalas: Metropolis - die Zukunftsstadt - ein Trümmerfilm. Aus der Arbeit des Münchner Filmmuseums (15-28). -- Thomas Elsaesser: Endlosschleife Metropolis (29-56). -- Klaus Kreimeier: Strukturen im Chaos. Wie Fritz Lang Ordnung in den Dschungel bringt (57-66). -- Thomas Koebner: Der Schock der Moderne. Die Stadt als Ant-Idylle im Kino der Weimarer Zeit (67-82). -- Leonardo Quaresima: Der italienische Großstadtfilm. Futurismus, Rationalismus und Kultur der Moderne im Experimentalfilm der faschistischen Zeit (83-96). -- Eva Warth: Hure Babylon vs. Heimat. Zur Großstadtrepräsentation im nationalsozialistischen Film (97-111). -- David Bathrick: Radio und Film für ein modernes Deutschland: Das NS-Wunschkonzert (112-131). -- Norbert Grob: Labyrinthe in schwarz. Dschungel Großstadt und Film noir (132-145). -- Frank Arnold: Von Metropolis nach Hollywood. Die Stadt im Science Fiction-Film - ein Streifzug (146-161). -- Guntram Vogt: „Durch die Augen sehen wir die Stäste“. Stadtlandschaften in den Filmen von Wim Wenders (162-185). -- Knut Hickethier: Filmische Großstadterfahrung im neueren deutschen Film (186-200).

Schenk, Michael / Hensel, Matthias: Medienwirtschaft. Eine kommentierte Auswahlbibliographie. Baden-Baden: Nomos, 1986, 224 S.

Schenk, Ralf (Red.): Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992. Hrsg. v. Filmmuseum Potsdam. Beitr. v. Christiane Mückenberger [et alii]. Berlin: Henschel 1994, 560 S. -- ISBN 3-89487-175-X, DM 88,--.

Schenk, Ralf (Hrsg.): Regie: Frank Beyer. Berlin: Ed. Hentrich 1995, 320 S. -- ISBN 3-89468-156-X, DM 36,--. Sonderpreis im Filmmuseum Potsdam (Im Marstall, D-14467 Potsdam): DM 20,--. -- Frank Beyer ist einer der bedeutendsten Regisseure der DDR gewesen. Filme wie Nackt unter Wölfen, Jakob der Lügner oder Ende der Unschuld gehören ebenso zu den Höhepunkten der DDR-Filmliteratur wie der lange verbotene Spur der Steine. Die vorliegende Dokumentation enthält neben einem langen und aufschlußreichen, nicht nur biographisch interessierten Interview des Herausgebers mit Beyer ("Damit lebe ich bis heute. Ein Gespräch mit Frank Beyer", 8-105) eine Abteilung "Dokumente", die die staatlichen Eingriffe und Regulierungen zeigen, denen Beyer in der DDR ausgesetzt war, eine Sammlung von nicht immer überzeugenden Kurz-Analysen, in denen die einzelnen Filme vorgestellt werden, bei denen Beyer Regie geführt hat, sowie einen - in Breite und Sorgfalt an die Arbeiten der Stiftung Deutsche Kinemathek erinnernde - Dokumentation nicht nur der Filme und ihrer kritischen Rezeption, sondern auch der Theaterarbeiten.

Schenk, Ralf (Hrsg.): Vor der Kamera. Fünfzig Schauspieler in Babelsberg. Berlin: Henschel Vlg. 1995, 279 S. -- ISBN 3-89487-235-7, DM 58,--. Eine broschierte Ausgabe des Bandes wird durch das Potsdamer Filmmuseum vertrieben (DM 38,--).

Scherer, Helmut / Brosius, Hans-Bernd (Hrsg.): Zielgruppen, Publikumssegmente, Nutzergruppen. Beiträge aus der Rezeptionsforschung. München: Reinhard Fischer 1997, 290 S. (Angewandte Medienforschung. 5.). -- ISBN 3-88927-203-7, DM 39,--.

Scherer, Beate: "Product Placement" im Fernsehprogramm. Die werbewirksame Einblendung von Markenartikeln als wettbewerbswidriges Handeln der Rundfunkanstalten. Baden-Baden: Nomos 1990, 184 S. (Nomos Universitätsschriften. Recht. 11.). ISBN 3-7890-1883-X, DM 48,--.

Scherer, Brigitte / Ganz-Blättler, Ursula / Großkopf, Monika / Wahl, Ute: Morde im Paradies. Amerikanische Detektiv- und Abenteuerserien der 80er Jahre. München: Ölschläger 1994, 301 S. (Kommunikation audiovisuell. 19.). -- ISBN 3-88295-206-7, DM 36,--. -- Inhalt: Brigitte Scherer: Thomas Magnum. Detektiv im Paradies (33-67). -- Ursula Ganz-Blättler: Vietnam, Väter und andere Vergangenheiten. Geschichte(n) in "crime/adventure"-Serien (69-103). -- Monika Großkopf: Tough Guys With a Difference. Frauen im harten Geschäft der Seriendetektive (105-153). -- Brigitte Scherer: Spiel's noch einmal, Sam. Zitate, Motive und Remakes (155-183). -- Ute Wahl: Für Gott und Vaterland. Reale "Foundations" und ihr Bild in TV-Serien (185-215). -- Ursula Ganz-Blättler: Grenzerfahrungen. Der Einbruch des Irrationalen in das Genre der Ratio (217-255). -- Brigitte Scherer: Seriographie (263-291). -- Bibliographie (292-299). -- Miami Vice und Magnum, P.I., Moonlighting und Cagney & Lacey: Der vorliegende Sammelband versucht, inhaltliche, dramaturgische und motivische Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Genrekreis der crime/adventure shows herauszuarbeiten, die Serien der 80er Jahre von denen der 70er abzugrenzen, Entwicklungstrends zu benennen. Das ist spannend und verdienstvoll, in deutscher Sprache betreten die Autorinnen oft Neuland. So materialreich der Band aber ist (verwiesen sei insbesondere auf die Seriographie und die Arbeitsbibliographie), so facettenreich er angelegt ist und so viele treffende und genau beobachtete Beispiele er enthält: Er vermag nicht ganz zu überzeugen. Methodisch klagen die Autorinnen exhaustive Materialkenntnis ein (sie ist wichtig, ohne Zweifel, und kommt dem vorliegenden Band zugute), setzen dem aber nichts entgegen. Eine theoretische Orientierung, die die Serien als Elemente des Fernsehdiskurses, als zeitgenössische fiktionale Produktion oder ähnliches zu lesen versuchte, bleibt ganz im Hintergrund, gewinnt nur äußerst selten Kontur. Das ist schade und sei an drei Punkten erläutert: -- Die Serien des Korpus' arbeiten fast alle mit Strategien der Anspielung, der Parodie und des Zitats. Sie stehen also in einem intertextuellen Feld, in dem die Zuschauer sich zumindest zum Teil orientieren können, so daß die Bewegung in einem sehr komplizierten Bedeutungs- und Rezeptionsmodus Teil des Rezeptionsvergnügens ist. (Daß zu klären ist, wie Zuschauer derartige Texte verstehen, die das Vorlagenmaterial nicht kennen, bleibt ein Desideratum nicht nur der vorliegenden Analyse.) Das semiotische Spiel mit medialen Formen, mit der Geschichte von Genres, Sujets und Inszenierungsweisen installiert natürlich auch ein reflexives Verhältnis zum Fernsehen überhaupt. Diesen für eine Rezeptionsästhetik des Fernsehens zentralen Fragen weichen die Autorinnen aus: Die umfangreiche Literatur zur Intertextualität wird vollständig ignoriert, Brockhaus-Definitionen ersetzen den eigentlich zu führenden Diskurs, es bleiben diverse Sammlungen von Fällen. Dabei macht es sehr wohl einen Unterschied, ob man ein visuelles Motiv wie "Spiegel" untersucht, ein narratives Motiv wie inkompatible Zeugenaussagen ("Rashomon-Motiv") oder eine Parodie auf Raiders of the Lost Ark, wie sie sich in der Magnum-Serie findet. Schade, daß hier nicht weiter ausgegriffen wurde. -- Die Autorinnen benennen das Newcombsche Prinzip des cumulative narrative als Serienprinzip, daß sich also auch bei abgeschlossenen Einzelepisoden über Episodenfolgen hinweg Charaktere entwickeln etc. Gerade dieser supertextuelle Zusammenhang kann aber als Rahmen für manche formalen Eigenarten der Serien des Korpus' angesehen werden - z.B. für die verschiedenen Traum-Sequenzen, für Wiederholungen, Wiederaufnahmen von Themen etc. Die Texttheorie der Serie ist ja noch kaum entwickelt, eine Untersuchung der Erzählmuster ist dringend erforderlich. Auch dieses Feld von Fragen bleibt im vorliegenden Band allerdings unbestellt. -- Zum dritten schließlich lassen sich Serien mit Blick auf gesellschaftliche Diskurse lesen - insbesondere John Fiske hat mit seinen Analysen zu den Serien The A-Team und Cagney & Lacey zu zeigen versucht, wie sich der verändernde Diskurs über die Manifestation von Geschlechterrollen in Handlungswirklichkeiten von Serien abbilden. Es geht um implizite Gesellschafts- und Geschichtsmodelle, die als Verbindungsstücke zum ideologischen Umfeld der Zuschauer dienen. Neben den Geschlechterrollen sind es Fragen nach dem Recht, nach der Geschichte, nach der Rolle von Vätern und anderen patriarchalen Figuren (am Beispiel der Vietnam-Bezüge ließe sich z.B. der Wechsel ideologischer Rahmen deutlich machen). Daß der Band an dieser Stelle blind ist, verwundert, ist doch Fiskes Entwurf explizit genannt worden. -- Der Band bleibt also für ein theoretisches Interesse blaß und enttäuschend. Daß er allerdings thematisch ein neues Gebiet erobert und allein darum verdienstvoll ist: Das sei ausdrücklich vermerkt.

Scherfer, Konrad: "...alles, was groovt!" Wertungsargumentationen bei der Selektion von Popmusik in den Medien. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 / Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, 102 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 62.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Auf der Basis von Experteninterviews.

Schettler, Holger: Arbeiter und Angestellte im Film. Die Darstellung der sozialen Lage von Arbeitern und Angestellten im deutschen Spielfilm 1918-1939. Bielefeld: Vlg. für Regionalgeschichte 1992, 359 S. (Tri-Ergon. Schriften zum Film. 1.). -- ISBN 3-927085-70-7. DM 58,--. Bezug: Verlag für Regionalgeschichte, Postfach 102926, D-4800 Bielefeld 1. Zugl. Phil. Diss., Universität Bielefeld 1990. -- "In den 20er und 30er Jahren orientieren sich die Filme, die die soziale Lage von Arbeitern und Angestellten in irgendeiner Weise thematisieren, in der Art der künstlerischen Verarbeitung in besonderem Maße an den jeweils dominierenden ästhetischen Ausdrucksformen ('Expressionistischer Film', 'Neue Sachlichkeit'). Während im deutschen Spielfilm die Darstellung und Beschäftigung mit sozialen Fragen durchgängig ist, werden im amerikanischen Spielfilm soziale Probleme bis auf einige Ausnahmen nicht vermittelt. Viel eher verstärken sie das die 20er Jahre kennzeichnende Gefühl von Prosperität und Aufschwung. [...] Die die soziale Lage behandelnden [amerikanischen] Filme nach 1930 spielen häufig im Bereich des organisierten Verbrechens. Der aus den unteren sozialen Schichten nach ökonomischem Erfolg und hohem Lebensstandard strebende Amerikaner findet im Film Möglichkeiten dazu eigentlich nur im Gangstertum. [...] Während im amerikanischen Film nach 1933 ganz im Sinne des New Deal [...] soziale Konflikte durchaus thematisiert werden, will der nationalsozialistische Film den Eindruck vermitteln, daß nun eine 'neue Zeit' ohne gesellschaftliche Konflikte angebrochen sei. Soziale Probleme werden ausgeblendet oder in Propagandafilmen dazu benutzt, andere gesellschaftliche Kräfte oder soziale Gruppen zu diskreditieren oder bestimmte Bereiche ideologisch umzufunktionieren" (270f). -- Filmographie (281-318); Bibliographie (319-359).

Scheunemann, Dietrich: Montage in theatre and film. Observations on Eisenstein and Brecht. In: Kodikas/Code 11, 1988, S. 251-272.

Scheungrab, Michael: Filmkonsum und Delinquenz. Ergebnisse einer Interviewstudie mit straffälligen ujnd nichtstraffälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Regensburg: Roderer & Welz 1993, 334 S. (Medienforschung. 5.). -- ISBN 3-89073-675-0, DM 54,–.

Schicha, Christian / Ontrup, Rüdiger (Hrsg.): Medieninszenierungen im Wandel. Interdisziplinäre Zugänge. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1999, 272 S. (ikö-Publikationen. 1.). -- ISBN 3-8258-4125-1, DM 48,80. Insbesondere über Kult- und Erlebnismarketing, Werbung und Infotainment.

Schickel, Richard: Disneys Welt. Zeit, Leben, Kunst und Kommerz des Walt Disney. Berlin: Kadmos Verlag 1997, xviii, 301 S.-- ISBN 3-3-931659-10-0.

Schierl, Thomas: Vom Werbespot zum interaktiven Werbedialog. Über die Veränderungen des Werbefernsehens. Köln: Herbert von Halem Vlg. 1997, 128 S. (Forum Neue Medien. 1.). -- ISBN 3-931606-25-2, DM 38,--.

Schildt, Axel: Moderne Zeiten. Freizeit, Massenmedien und "Zeitgeist" in der Bundesrepublik der 50er Jahre. Hamburg: Christians 1995, 733 S. (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. 31.). -- Zugl. Habil.-Schrift, Hamburg 1991, DM 88,–.

Schill, Wolfgang: „Unternehmen Emil“. Ein Beispiel für integrative Medienerziehung. Mitarbeit: Erika Haase, Vera Jubelt. Berlin: Landesbildstelle Berlin 1998, 43 S. (Medienpädagogischer Baustein.). -- Angeregt durch Lamprechts berühmten Film Emil und die Detektive stellt die großformatige Studie ein fächerübergreifendes Projekt vor, das sich die (Re-)Konstruktion von Zeitgeschichte zur Aufgabe macht. Die reflexive, analytische und produktive Auseinandersetzung mit Medien werden nach eigenem Bekunden funktional in den Unterricht einbezogen. Die sympathische Studie kann über die Landesbildstelle Berlin, Postfach 210607, D-10555 Berlin, bezogen werden (Tel.: 030-90193-254; Fax:: 030-39092-349).

Schiller, Dietmar: Die inszenierte Erinnerung. Politische Gedenktage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Bundesrepublik zwischen Medienereignis und Skandal. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, xiv, 274 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 31: Politikwissenschaft. 243.). -- ISBN 3-631-45714-6, DM 84,--.

Schiller, Karin: Allgemeine Geschäftsbedingungen im Urhebervertragsrecht. Für freie Mitarbeiter in der Film- und Fernsehproduktion. Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg 1999, 195 S. (Schriftenreihe zu Film-, Fernseh- und Multimediaproduktion. 12.). -- ISBN 3-932981-37-5, DM 56,–.

Schilson, Arno: Medienreligion. Zur religiösen Signatur der Gegenwart. Tübingen: Francke 1997, viii, 230 S. (Kontakte. 5.). -- ISBN 3-7720-2524-2, DM 39,80.

Schindler, Bettina (Red./Real.): Career Guide: Die wichtigsten Adressen für Ihre karrierre in marketing, Werbung oder Medien! Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, Unternehmen, Agenturen, Medien, Verbände. 2., aktual. u. erw. Aufl. Frankfurt: Horizont in Koop. mit Marketing Club Frankfurt 1997, 62 S. -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug durch Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Horizont Marketing, Mainzer Landstr. 251, D-60326 Frankfurt. Fax: 069-7595-1940. Im universitären Bereich unübersichtlich, unanalytisch, eher verwirrend als orientierend. Eine gute Idee, in problematischer Umsetzung.

Schindler, Nina (Hrsg.): Flimmerkiste. Ein nostalgischer Rückblick. Hildesheim: Gerstenberg Vlg. 1999, 464 S. -- ISBN 3-8067-2502-0, DM 49,80.

Schindler, Oliver: Jim Jarmusch. Independent-auteur der achtziger Jahre. Alfeld: Coppi 2000, (3), 96 pp. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 75.).

Schlager, Franz: Amateurfilm in Österreich. An Beispielen des persönlichen Gebrauchs. Wien: Verband der Wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs (VWGÖ) 1992, 428 S. -- ISBN 3-85369-884-0, öS 475,--/DM 72,--.

Schlagnitweit, Regina / Palka, Ralph (Red.): Die Filme von Werner Hochbaum. Wien: Viennale 1996, 52 S.

Schlegel, Hans-Joachim (Hrsg.): Filmkultur im Umbruch. Beispiel Slowakei. Graz: Ed. Blimp 1993, 100 S. -- ISBN 3-901272-02-X, öS 145,--/DM 19,80. Bezug durch den Vlg., Muchargasse 12/III/10/A, A-8010 Graz. Mit einem ausführlichen Essay über die (tschecho-)slowakische Film- und Fernsehlandschaft auch der jüngsten Vergangenheit.

Schlegel, Hans-Joachim (Hrsg.): Die subversive Kamera. Zur anderen Realität in mittel- und osteuropäischen Dokumentarfilmen. Konstanz: UVK Medien 1999, 390 S. (Close Up. 6.). -- ISBN 3-88669-134-1, DM 54,--.

Schleicher, Harald: Film-Reflexionen. Autothematische Filme von Wim Wenders, Jean-Luc Godard und Federico Fellini. Tübingen: Niemeyer 1991, viii, 246 S. (Medien in Forschung und Unterricht. A,32.). -- ISBN 3-484-34032-0. DM 98,--. Zugl. Phil. Diss., Universität Frankfurt. -- Am besonderen Beispiel von Der Stand der Dinge (1982, Wenders), Otto e mezzo (1963, Fellini) und Le Mépris (1963, Godard) stellt sich Schleicher die folgenden Fragen (9-10): -- Gestatten diese Filme einen aussagekräftigen 'Blick hinter die Kulissen'? Wie schildern sie die Möglichkeiten kreativer Arbeit in der Filmbranche? Geben sie Einblicke in die Grundlagen des Kinos (Bedeutung des Drehbuchs, der Geschichte, der Stars etc.)? Wie wird in diesem Zusammenhang die Rolle des Regisseurs beschrieben (Grenzen und Freiräume)? Handelt es sich dabei um Beschreibungen der eigenen Rolle, sind die Filme autobiographisch? Was verleiht den 'autothematischen Filmen' eine exponierte Stellung im Oeuvre der Regisseure? Sind es persönliche Bilanzen, dienen sie der Krisenüberwindung und Neuorientierung, kann man sie als 'Schlüsselwerke' der Regisseure ansehen? Erfolgt in diesem Zusammenhang eine Auseinandersetzung mit der Kultur- und Film-Tradition, innerhalb derer man arbeitet? Sind Erzählung und filmische Präsentation innovativ gestaltet? Gibt es spezifische Merkmale des 'autothematischen Films'? Setzen sie sich mit Regeln und Normen des Metiers auseinander, werden in der Folge dieser Auseinandersetzung innovative Wege beschritten? Entwickeln sie Strategien, um den Zuschauer einzubeziehen, und verfolgen sie somit ein Interesse, den Zuschauer über seine Rolle 'aufzuklären'? Welchen Beitrag können die 'autothematischen Filme' zu einer Theorie des Films leisten?

Schleicher, Ingrid M.: Televisa SA in Mexiko. Genese und jüngste Entwicklung eines kommerziellen Fernsehunternehmens im Spannungsfeld zwischen Rundfunkpolitik und Konzerninteressen. Münster/Hamburg: Lit Verlag 1995, x, 380 S. (Medien & Politik. 6.). -- ISBN 3-8258-2319-9, DM 58,80. Zuerst als Diss. Bochum 1994.

Schleif, Helma (Red.): Filme aus Japan. Retrospektive des japanischen Films. Berlin: Freunde der Deutschen Kinemathek 1993, 367 S. -- Anläßlich einer Filmreihe im Berliner "Arsenal" v. 12. Sept. bis zum 12. Dez. 1993. DM 30,--. Bezug über die Freunde, Welserstr. 30, D-10777 Berlin.

Schlemmer, Gottfried (Hrsg.): Der neue österreichische Film. Beiträge v. Christa Blümlinger [u.a.]. Wien: Wespennest 1996, 399 S. -- ISBN 3-85458-510-1, DM 54,--/öS 348,-; für Abonennten des Wespennest: öS 298,-. -- Inhalt: Gottfried Schlemmer: Das Alte vertreiben! (9-14). -- Bert Rebhandl: Nachsaison. Zum österreichischen Spielfilm seit 1968 (17-46). -- Michael Omasta: Eine Frage des Vertrauens. Versuch einer Rekonstruktion von John Cooks Schwitzkasten (49-62). -- Heinz-B. Heller: Ein ganz normaler Kleinbürger. Peter Patzak: Kassbach - Ein Porträt (63-70). -- Claus Philipp: An Austrian Picture Show. Exit... Nur keine Panik von Franz Novotny - wie der österreichische Kinofilm wieder einmal keine Chance hatte, wie er sie trotzdem nützte, und wie er aus dem Erfolg einige falsche Schlüsse zog (71-83). -- Arno Rußegger: Ein Österreicher im "Club der toten Dichter": Wolfgang Glücks Der Schüler Gerber (84-96). -- Peter Illetschko: Der Ritter von der traurigen Gestalt. Ein Essay über Josef Lauschers ersten Spielfilm Kopfstand (97-102). -- Yvonne Spielmann: Liebe, Ekel und Amok. Die Ausgesperrten von Franz Novotny nach einem Roman von Elfriede Jelinek (103-113). -- Constantin Wulff: Die Erinnerung als Brandstiftung. Hirnbrennen von Leopold Huber (114-126). -- Ricarda Strobel: Der Weg in den Neofaschismus. Walter Bannerts Die Erben (127-139). -- Britta Hartmann: Playing balls. Zum spielerischen Umgang mit der Erzählform in Kitty Kinos Karambolage (140-155). -- Guntram Geser: Die Phantame eines Tiroler Bergbauern. Christian Bergers Raffl (156-168). -- Thomas Kuchenbuch: Gesellschaftskritische Dimensionen in melodramatischer Form. Donauwalzer von Xaver Schwarzenberger (169-181). -- Georg Seeßlen: Eine Frage der Einstellung: die Liebe, das Gerede, der Waffenhandel. Die Theorie des Spiel-Films - Die Praxis der Liebe von Valie Export (182-194). -- Anke Gleber: Spiegel, Reflexionen, Echos. Robert Dornhelms Echo Park (195--205). -- Knut Hickethier: Bittere Heimkehr. Welcome in Vienna von Axel Corti und Georg Stefan Troller (206-220). -- Isabella Reicher: Eine Referenz macht noch keine Empfehlung. Müllers Büro von Niki List (221-232). -- Dietrich Kuhlbrodt: Saubere Flecken. Paul Mankers Schmutz (233-243). -- Elisabeth Büttner: Mit der Geste der Zurückhhaltung: Heidenlöcher. Ein Film von Wolfram Paulus (244-253). -- Hans J. Wulff: Ein Gefängnisfilm aus Österreich: Fleischwolf von Houchang Allahyari (254-265). -- Joachim Paech: Erinnerungen an eine Kindheit im Kino. Himmel oder Hölle von Wolfgang Murnberger (266-274). -- Stefan Grissemann: Die aquarellierten Androiden. Bemerkungen zu Rote Ohren fetzen durch Asche von Angela Hans Scheirl, Dietmar Schipek und Ursula Pürrer (275-285). -- Herbert Hrachovec: Heimelektronik und Heimnachteil. Michael Hanekes Benny's Video (286-299). -- Hans J. Wulff: "...der hat was!" Fragmente, Notizen, Splitter zu Der Nachbar von Götz Spielmann (300-308). -- Bert Rebhandl: Kein Ort. Nirgends. 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls von Michael Haneke (309-319). -- Siegfried Kaltenecker: Die Stellungen der Männlichkeit. Zu Wolfgang Murnbergers Ich gelobe (320-331). -- Georg Seeßlen: Vom Hochhinaufkommen und vom tiefen Absteigen. Mautplatz. Christian Bergers Phänomenologie der Entortung (332-345). -- Dietrich Kuhlbrodt: Unheimliche Heimat. Hasenjagd von Andreas Gruber (346-356). -- Georg Haberl: Kinospiele auf dem Bildschirm. Der österreichische Fernsehfilm als ästhetisches Problem 359-369). -- Christa Blümlinger: Form der Kritik und Kritik der Formen. Dokumentarische Spuren im Spielfilm (370-381). -- Peter Tscherkassky: Stille Post. Vom Verhältnis zwischen Avantgarde- und Spielfilm (382-392).

Schlemmer, Gottfried / Mayr, Brigitte (Hrsg.): Der österreichische Film von seinen Anfängen bis heute. 1. Wien: Synema Publikationen 1999, 114 S. -- ISBN 3-901644-03-2, öS 248,–/DM 38,–. Einschließlich Sammelordner. Aus dem Editorial: Um die Geschichte des heimischen Films möglichst umfassend beschreiben zu können, werden einzelne signifikante Werke von Wissenschaftlern und Publizisten auf ihre Bedeutung im Hinblick auf das österreichische Selbstverständnis untersucht und beschrieben. Die Analyse der ausgewählten Filme berücksichtigt neben den ästhetischen auch technische, ökonomische und politische Entwicklungsformen, beleuchtet den historischen, ideologischen und sozio-kulturellen Hintergrund ebenso wie die Produktionsumstände. Die erste Lieferung beinhaltet Beiträge zu Sonnenstrahl (1933), Grossfürstin Alexandra (1933), Vorstadtvariété (1935), Die grosse Liebe (1931), Episode (1935).

Schlemmer, Gottfried / Riff, Bernhard / Haberl, Georg (Hrsg.): G.W. Pabst. Münster: MAkS Publikationen 1992, 253 S. (Schriften der Gesellschaft für Filmtheorie. 1.). -- ISBN 3-88811-600-7. DM 42,--. -- Inhalt: Bernhard Riff: Der Schatz (9-19). -- August Ruhs: Geheimnisse einer Seele: Ein Freud-loses Projekt (20-35). -- Anne Friedberg: Gemeinsame Tagträume: Eine psychoanalytische Film-Affäre. Pabst, Sachs und das Filmjournal "Close-Up" (36-62). -- Janet Bergstrom: Psychologische Erklärung in den Filmen von Pabst und Lang (63-76). -- Thomas Elsaesser: Louise Brooks, Pabst und die Büchse der Pandora (Lulu und der Stromableser) (77-114). -- Heide Schlüpmann: Das Bordell als arkadischer Ort? Tagebuch einer Verlorenen von G.W. Pabst (115-133). -- Karl Sierek: Die Urszene des Kinos. Vier Fragmente aus Die Herrin von Atlantis (G.W. Pabst, 1932) (134-162). -- Jan-Christopher Horak: G.W. Pabst in Amerika (163-190). -- Karsten Witte: Politik als Form von Sadismus - Pabsts Exilfilm Le Drame de Shanghai (191-207). -- Eric Rentschler: Pabst, Paracelsus und der Blick des Todes (208-226). -- Karl Prümm: Dunkle Schatten und ein blasser Sieg der Vernunft. G.W. Pabsts Der Prozess (1947/48) (227-244). -- Joseph Schuchnig: G.W. Pabst und das Theater (245-250).

Schlich, Jutta (Hrsg.): „Warum fliegen da lauter so schwarze Würmer herum?“ Das Kaspar-Hauser-Syndrom in Literatur und Film, Forschung und Lehre. Würzburg: Königshausen und Neumann 1999, 205 S. -- ISBN 3-8260-1555-x, DM 48,–.

Schlickau, Stephan: Moderation im Rundfunk. Diskursanalytische Untersuchungen zu kommunikativen Strategien deutscher und britischer Moderatoren. Frankfurt [...]: Lang 1996, 246 S.

Schlickers, Sabine: Verfilmtes Erzählen. Narratologisch-komparative Untersuchung zu 'El beso de la mujer arana' (Manuel Puig / Héctor Babenco) und 'Cronica de una muerte anunciada' (Gabriel Garcia Marquez / Francesco Rosi). Frankfurt: Vervuert 1997, 402 S. (Editionen der Iberoamericana. A: Literaturgeschichte und -kritik. 14.). -- ISBN 3-89354-866-1, DM 88,--. Zuerst als Diss. Hamburg 1996.

Schlünder, Georg: Filme für Kinder. Ein Verzeichnis. Landesbildstelle Westfalen 1995, 260 S.

Schlüpmann, Heide: Unheimlichkeit des Blicks. Das Drama des frühen deutschen Kinos. Basel/Frankfurt: Stroemfeld/Roter Stern 1990, 365 S. -- ISBN 3-87877-373-0. DM 48,–. Wichtiger Beitrag zur Erforschung der frühen deutschen Filmgeschichte.

Schlüpmann, Heide: Am Leitfaden der Liebe: Philosophie und Kino. In: Literatur und Kulturwissenschaften. Positionen, Theorien, Modelle. Hrsg. v. Hartmut Böhme & Klaus R. Scherpe. Reinbek: Rowohlt 1996, S. 232-253 (Rowohlts Enzyklopädie. 575.).

Schlüpmann, Heide: Ein Detektiv des Kinos: Studien zu Siegfried Kracauers Filmtheorie. Basel/Frankfurt: Stroemfeld 1997, 152 S. (Nexus. 38.). -- ISBN 3-86109-138-0, DM 38,–.

Schlüpmann, Heide: Abendröthe der Subjektphilosophie. Eine Ästhetik des Kinos. Frankfurt: Stroemfeld 1998, 190 S. -- ISBN 3-87877-740-0, DM 48,–.

Schmälzle, [Udo] Friedrich (Hrsg.): Neue Medien - Mehr Verantwortung! Analysen und pädagogische Handreichungen zur ethischen Medienerziehung in Schule und Jugendarbeit. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1992, 319 S. (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 310.)/(Arbeitshilfen für die politische Bildung.). -- ISBN 3-89331-136-X. Kostenloser Bezug durch die Bundeszentrale, Berliner Freiheit 7, D-53111 Bonn. -- Inhalt: Udo Friedrich Schmälzle: Grundlegen medienethischen Lernens (17-71). -- Henk Hoekstra: Audiovisuelle Sprache und Kultur - Moralische Bildung (73-98). -- Stefan Aufenanger: Verantwortung und Gerechtigkeit gegenüber Neuen Medien. Gedanken und Vorschläge für die Umsetzung im schulischen Unterricht (99-119). -- Helmut Kampe: Das Videospiel im Unterricht (123-142). -- Martin Hagenmaier: Die Verantwortung der Macher. Rahmenbedingungen der Konstruktion medialer Wirklichkeit im dualen Rundfunksystem (143-173). -- Petra Burkhart (unter Mitarb. v. Petra Dierkes): Bedürfnisse und Medienkonsum (175-190). -- Hildegard Bierbaum: Video-Clips im Unterricht (191-234). -- Christopher Maaß: Gewaltdarstellung in den Medien (235-257). -- Petra Burkhart: Audiovisuelle Sprache und Wahrnehmung. Szenische Umsetzung eines Inhalts (259-297). -- Gerhard Hüsch: Fernsehen und Kunstunterricht. Erfahrungen aus einem Projekt in der Unterstufe (299-304).

Schmelzer, Bruno: Vielfalt und Qualität des Fernsehprogramms in der Bundesrepublik Deutschland. Bestimmungsfaktoren und Möglichkeiten zu dessen Beeinflussung. Frankfurt [...]: Lang 1996, 254 S. -- ISBN 3-631-30724-1, DM 84,--.

Schmid, Georg: Die Internationale der Bilder. Essai über die Bildquellenkunde: das Exempel der Französischen Revolution. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 2,4, 1991, S. 45-78. -- "Imagologischer" Beitrag über die Bildwelten von Filmen, die sich mit der Französischen Revolution befassen.

Schmid, Hans: Fenster zum Tod. Der Raum im Horrorfilm. München: Ed. Belleville 1993, 251 S. -- ISBN 3-923646-51-8, DM 39,80.

Schmid, Markus: Das Medienbuch. Ill. v. Hans-Jürgen Feldhaus. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 1996, 128 S. -- ISBN 3-473-35471-6, DM 24,--.

Schmid, Ulrich Thomas: Theorie und Selbstverständnis der neueren deutschen Filmkritik. Diss. Münster 1995, 243 S.

Schmidbauer, Michael / Löhr, Paul: Fernsehkinder - "neue Sozialisationstypen"? Zur sozialpsychologischen Charakterisierung des Kinderpublikums. München: Prix Jeunesse 1992, 139 S. -- Hrsg. v. der Stiftung Prix Jeunesse. Kostenloser Bezug über das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen, Bayerischer Rundfunk, Rundfunkplatz 1, D-80335 München. -- Was erzählt Alf sechs bis zwölf Jahre alten Kindern durch das Fernsehen, was ihnen die narzißtisch gestörte Mutti und der in der vaterlosen Gesellschaft sowieso abwesende Vati vorenthält? Schmidbauer/Löhr sehen das Fernsehen als mögliche ergänzende außerfamiliale Sozialisationsinstanz, die die zunehmend sich schwieriger gestaltende Identitätsfindung des Kindes unterstützen kann. Je mehr Eltern als Identifikationsfiguren untauglich werden, gewinnt das Fernsehen mit seinen "para-sozialen" Angeboten an Gewicht. Das liege u.a. daran, daß anders als beim Gespräch mit Familienmitgliedern oder Kindergarten- und Schulpädagogen dem Fernsehen ohne Handlungsdruck und ohne Zwang zur Selbstdarstellung und Selbstrechtfertigung gegenübergetreten werden kann. Die Autoren versuchen dieses Grundkonzept durch zwei weitere Orientierungsrahmen zu ergänzen. Sie kontrastieren die Aussagelosigkeit und dürftigen Interpretationsmöglichkeiten quantitativer Verfahren zur Ermittlung der TV-Nutzung von Kindern mit dem psychohistorischen Ansatz eines Thomas Ziehe, der 1975 mit der Veröffentlichung seiner Dissertation Pubertät und Narziß für Aufsehen sorgte. Dieser mixte die Habermasche Legitimationskrise des spätkapitalistischen Staates mit der Kohutschen Narzißmustheorie und ließ einen neuen Sozialisationstypus neben dem "genitalen" (Freud) und dem "autoritären (anal-sadistischen)" Charaktertypus (Adorno) entstehen. Ziehe konstatiert beim "neuen Sozialisationstyp" deutliche narzißtische Störungen, die folgende ambivalente Symptomatik erkennen lassen: Angst vor Verlassenheit, Identifikationsprobleme, Distanz zu Autorität(en), Anpassungs- und Zuwendungsbereitschaft, Konsumfreundlichkeit, Flexibliltät in Orientierung, Einstellung und Verhalten. Die so verorteten Kinder zeigen ein chronisches Sinndefizit und suchen nach entsprechenden Stützen. Das "neu sozialisierte" Kind befindet sich mit seinen Aneignungsstrategien in einem Schwebezustand zwischen Subversion und Anpassung, wobei als einzige dauerhafte Komponente hierbei der Zustand des immerwährenden Schwebens festzuhalten gilt. In den psychoanalytischen Kategorien bedeutet dies permanente Ambivalenz. Kritisiert werden hierbei die manigfaltigen Einflußnahmen der Fernsehkonsumgüterwerbung, die verstärkt die bereits vorhandene Konsumfreudigkeit funktionalisiert und die die Kinder früh unter Anpassungsdruck in Bezug auf Konsummoden setzt - dramatisch bei den privaten Programmanbietern zu beobachten, aber auch zunehmend in den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Der zweite Orientierungsrahmen ist sehr lobenswert zusammengetragenes Material zum Oberbegriff "Handlungsleitende Themen und Fernsehen als mögliche Sozialisierungsinstanz". Kinder erleben ihre Fernsehstars als "kindliche Freunde" oder "überlegene Retter". Sie werden relevant in dem Maße, in dem sie Themen der Kinder behandeln. -- Im letzten Kapitel des Buches werden einige der in einer quantitativen Umfrage von Kindern meist genannten Lieblingssendungen aufgrund der hinzugefügten tiefenhermeneutischen Ansätze analysiert und in ein mögliches "Rezeptionsschema" des neuen Sozialisationstyps eingeordnet. -- Ein tauglicher Versuch weg von sozialpädagogischen Diffamierungen des Mediums hin zu einer zeitgemäßen und kritischen Diskussion einer Programmplanung, die realisieren sollte, für wen eigentlich Logo und Alf gesendet werden. -- (Gerd Fittkau)

Schmidt, Andreas / Kranzpiller, Peter: Sabu - eine traumhafte Film-Karriere. Vogt: Verl. für Filmliteratur Kranzpiller 1999, 80 S. -- ISBN 3-89089-652-9, DM 35,–.

Schmidt, Claudia: Nutzung, Funktion und Bedeutung des Fernsehens unter den Bedingungen der Programmvermehrung. Diss. Berlin, Frei Universität Berlin 1990, 4 Microfiches.

Schmidt, Friedhelm (Hrsg.): Wildes Paradies - rote Hoelle: Das Bild Mexikos in Literatur und Film der Moderne. Bielefeld: Aisthesis 1992, 236 S. -- ISBN 3-925670-77-7, DM 34,--.

Schmidt, Heike: Kulturmagazine. Ihre Gestaltung im Hessischen Fernsehen 1964-1974. Frankfurt [...]: Peter Lang 1995, 223 S. (Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. 49.). -- ISBN 3-631-48266-3, DM 69,--.

Schmidt, Klaus M. / Schmidt, Ingrid (Hrsg.): Lexikon Literaturverfilmungen. Deutschsprachige Filme 1945 bis 1990. Stuttgart: Metzler 1995, x, 486 S. -- ISBN 3-476-01298-0, DM 98,--.

Schmidt, Marina: Asiavision: Fernsehnachrichtenaustausch in Asien. Entwicklung und Perspektiven eines Süd-Süd-Dialogs. Frankfurt: IKO Vlg. für Interkulturelle Kommunikation 1993, 111 S. -- ISBN 3-88939-272-5, DM 24,80.

Schmidt, Susanne: "Es muß ja nicht gleich Hollywood sein." Die Produktionsbedingungen des Fernsehspiels und die Wirkungen auf seine Ästhetik. Berlin: Ed. Sigma 1994, 212 S. (Sigma Medienwissenschaft. 17.). -- ISBN 3-89404-911-1, DM 32,80.

Schmidt, Siegfried J. / Spiess, Brigitte: Die Geburt der schönen Bilder. Fernsehwerbung aus der Sicht der Kreativen. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1994, 168 S. -- ISBN 3-531-12567-2, DM 36,--.

Schmidt, Siegfried J. / Vorderer, Peter: Kanonisierung in Mediengesellschaften. In: Literaturkanon - Medienereignis - kultureller Text. Formen interkultureller Kommunikation und Übersetzung. Hrsg. v. Andreas Poltermann. O.O.: Erich Schmidt Vlg. 1995, S. 144-159.

Schmidt, Sylke: Wortschatzerwerb beim Fernsehen. Eine Untersuchung mit fortgeschrittenen Lernern des Englischen. Frankfurt [...]: Lang 1998, 300 S. (Fremdsprachendidaktik inhalts- und lernerorientiert. 4.). -- ISBN 3-631-33995-X, DM 89,–. Zuerst als Diss., Hannover 1998.

Schmidt-Sinns, Dieter / Grüne, Petra (Red.): Frauenbilder im Fernsehen. Beiträge u. Materialien einer Fachtagung v. 25. bis 27. August 1991 in Augsburg. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1992, 143 S. (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 312.) / (Arbeitshilfen für die politische Bildung.). -- ISBN 3-89331-139-4. Kostenfreier Bezug über die Bundeszentrale, Postfach, D-5300 Bonn 1.

Schmidt-Sistermanns, Johannes: Opernregie im Fernsehen. Medienspezifische Regiekonzepte zur Visualisierung von Oper im Fernsehen. Eine Publikation des IMZ/Internationales Musikzentrum Wien. Wien: Vlg. d. Verbandes der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs (VWGÖ) 1991, (2), 284 S. -- ISBN 3-85369-832-8. öS 290,-- / DM 44,--. Bezug: VWGÖ, Lindengasse 37, A-1070 Wien. -- An fünf Opernproduktionen im Fernsehen (Parsifal, 1981; Der Freischütz, 1981; Cavalleria Rusticana, 1982; Elektra, 1982; Madame Butterfly, 1974) wird innerhalb der TV-Sparten 'Live-Übertragung', 'Live-Aufzeichnung', 'Studio-Produktion' und 'Originalschauplatz' mittels Musik- und Filmanalyse gezeigt, welches die medienspezifischen Gestaltungsmittel der Visualisierung von Oper im Fernsehen sind. Und es wird versucht zu verifizieren, ob sich diese Gestaltungsmittel zu einem durchgängigen Regiekonzept verdichten, ob über eine filmtypische Bildsprache hinaus von einer operntypischen gesprochen werden kann. Positionen empirischer Medienpsychologie, das komplexe Rezeptionsverhalten des Fernsehzuschauers, die Art und Weise seiner thematischen Information und ihrer medialen Vermittlung und schließlich die Medienspezifik des Musik-Bild-Verhältnisses sind Schwerpunkte dieser Studie.

Schmiedtke-Rind, Carina: „Express yourself - Madonna be with you“. Madonna-Fans und ihre Lebenswelt. Augsburg: Sonnentanz-Vlg. Roland Kron 1998, 252 S. -- ISBN 3-9267943-3-x, DM 49,80.

Schmitt, Christoph: Adaptionen klassischer Märchen im Kinder- und Familienfernsehen. Eine volkskundlich-filmwissenschaftliche Dokumentation und genrespezifische Analyse der in den achtziger Jahren von den westdeutschen Fernsehanstalten gesendeten Märchenadaptionen mit einer Statistik aller Ausstrahlungen seit 1954. Frankfurt: Haag & Herchen 1993, vi, 568 S. (Studien zur Kinder- und Jugendmedien-Forschung. 12.). -- ISBN 3-89228-953-0. DM 78,--. Zugl. Dissertation, Universität Marburg. -- Schmitts umfangreiche Untersuchung bewegt sich nach eigenem Bekunden im "Spannungsfeld zwischen moderner Medienwissenschaft und traditioneller Volkskunde". Die Korpusanalyse wird ergänzt durch eine vorbildliche, durch mehrere Register erschlossene Filmographie aller Märchenfilme, die in den 80er Jahren von den wichtigsten Sendeanstalten ausgestrahlt wurden (429-568), in der zu jedem Eintrag neben den filmographischen Daten und einer Inhaltswiedergabe auch die typologische Einordnung nach dem Motivindex von Aarne und Thompson (The types of folktale, 2nd ed. 1961), die literarische Vorlage sowie ein Vergleich zwischen Vorlage und Adaption aufgeführt ist. -- Den Beginn der Abhandlung bildet ein Versuch, das Genre "Märchenfilm" in Abgrenzung zu Genrebezeichnungen wie "Phantastischer Film" oder "Fantasy-Film" zu bestimmen. Es folgt ein - blasser und unverbindlicher - Abriß zum Wesen des Films und zur Spezifik des Fernsehens, gefolgt von Überlegungen zur Literaturverfilmung; in diesem Teil enthalten ist ein knapper, aber konziser Aufriß zur Interaktion filmischer resp. literarischer Vorlagen und der Phantasietätigkeit des Kindes. Das folgende Kapitel zur Transformation typologischer Merkmale des Märchens bildet nach Meinung des Rezensenten den Höhepunkt der Arbeit: Hier versucht der Autor auf manchmal scharfsinnige Weise, die analytischen Kategorien aus der volkskundlichen Märchenanalyse (Stoff, narrative Struktur, Formalisierung, Stil und Sinnwelt) für die Korpusanalyse filmischer Texte zu erschließen. Ein knapper, eher statistisch orientierter Überblick über die Programmgeschichte des Märchens seit Beginn des deutschen Fernsehens beschließt den ersten Teil der Untersuchung. Auch im zweiten Teil vermögen die volkskundlich orientierten Kapitel zu überzeugen. Insbesondere im elften Kapitel, das formalästhetischen Strukturen der Filme des Korpus' gewidmet ist, kann Schmitt diverse Differenzen beschreiben, die filmische Adaptionen von den literarischen Einfachformen unterscheiden - die Einkapselung der einzelnen morphologischen Bauteile des Märchens wird durch ein stringentes Erzählgefüge abgelöst; Wiederholungen werden vermieden; Handlungsträger werden psychologisiert, das Geschehen dadurch emotionalisiert und unter Umständen sentimentalisiert; usw. Es zeigt sich auch, daß das Filmmärchen Beziehungen zum Abenteuerfilm, aber auch zur Groteske und zu den komischen Genres hat. Am Schluß wendet sich Schmitt pädagogischen Aspekten zu (Didaktisierung, Moralisierung, Frauenbild, Armut und Reichtum, Grausamkeit, Verständlichkeit). -- Trotz des Fehlens einer einen Gesamtaufblick versuchenden Zusammenfassung und trotz der Schwächen im film- und fernsehtheoretischen Teil kann die Arbeit, die durch ungewöhnliche Materialkenntnis und Sorgfalt ausgezeichnet ist, empfohlen werden. -- Der Rezensent hat es im übrigen als einen Mangel empfunden und es mag mit der Unsensibilität des Verfassers den formalen Charakteristika des Films gegenüber zusammenhängen, daß die Vielfalt der Genrebezüge, in der die Entwicklung des Märchenfilms sich in den 80er Jahren vollzog, fast ausschließlich an der narrativen Struktur und ihren Elementen demonstriert wird. Es spricht manches dafür, daß die intertextuelle Bezüglichkeit, die den neueren Märchenfilm auszeichnet, sich noch deutlicher in genrespezifischen Gebrauchsweisen der filmischen Mittel, in ikonographischen Anlehnungen und ähnlichem mehr dokumentiert. Es ist darum schade, daß insbesondere Jim Hensons Märchenserie The Storyteller - der hier wohl am entschiedensten experimentiert hat - nicht eigene Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: weil sich hier zeigen läßt, wie sich das Arsenal der filmisch-televisionären Signifikationsmodi bis hin zu den Inszenierungsweisen des Werbefilms in ganzer Breite im Märchenfilm niederschlägt - was auch als ein Indiz dafür genommen werden darf, daß heute dem kindlichen Zuschauer eine Kompetenz im Umgang mit medialen Repräsentationsmustern unterstellt werden kann, wie es vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Schmitt-Neubauer, Rosa (Red.): Zukunft des europäischen Films. Nationale und europäische Filmpolitik in der Diskussion. Filmpolitische Konferenz der SPD am 11. Dezember 1992 in Babelsberg, DEFA-Studios. Hrsg. v. Kulturforum der Sozialdemokratie. Mit Beitr. v. Senta Berger [u.a.]. Essen: Klartext 1993, 94 S. (Kultur in der Diskussion. 2.). -- ISBN 3-88474-093-8, DM 24,80.

Schmitt-Sasse, Joachim (Hrsg.): Widergänger. Faschismus und Antifaschismus im Film. Münster: MAkS Publikationen 1993, xx, 300 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-556-6, DM 59,80. Bezug durch den Verlag, Postfach 1261, D-44325 Havixbeck. -- Inhalt: Joachim Schmitt-Sasse: Opfer der Perspektive. Über dieses Buch und über Edgar Reitz' Die Reise nach Wien (vii-xx). -- Egbert W.J. Barten: 'Re-encounter with the State Water Corpse'. Die goldene Stadt in the Netherlands during the occupation and the current discussion about the re-showing of Nazi-films (2-14). -- H.-J. Brandt: Der Propagandakern (W. Liebeneiner: Ich klage an) (15-37). -- Bernadette Klasen: "Eine Frau wird erst schön durch die Liebe". Ein Paradox: Zarah Leander in Heimat (38-58). -- Petra Gallmeister: Kinomythen contra Revolution? Eine Annäherung an Hector Babencos Kiss of the Spider Woman (59-74). -- Martin Loiperdinger: Why We Fight contra Triumph des Willens: Feind-Bilder in der amerikanischen Gegenpropaganda (76-90). -- Günter Giesenfeld: Charlie Chaplin: The Great Dictator (91-99). -- Ulrike Hick: Das Spiel mit dem Blick. Eine Untersuchung zu Hangmen Also Die von Fritz Lang (100-118). -- Jan-Christopher Horak: Kriegsverbrecherprozesse in Hollywood: None Shall Escape (1944) (119--135). -- Marc Silberman: Wolfgang Staudte: Rotation (Germany 1949) (137-152). -- Eric Rentschler: Remembering not to forget. A retrospective reading of Kluge/Schamoni's Brutalität in Stein (153-172). -- Volker Lilienthal: Das gepriesene Schreckbild. Antifaschistisches Fernsehen, ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis (173-201). -- Robert Michel (Red.): Von der Sisyphusarbeit mit der Geschichte. Heynowski & Scheumann: Kamerad Krüger / Die Lüge und der Tod (202-214). -- Alfons Arns: "Germania come patria dell'angoscia". Die Physiognomie des Nazismus in Luchino Viscontis La Caduta degli Dei (Götterdämmerung) (216-253). -- Reinhold Rauh: Bruder Hitler im Kino. Liliana Cavanis Leidenschaften (254-264). -- Thomas Elsaesser: Fascism and the film industry. Rainer Werner Fassbinder: Lili Marleen (265-285). -- Kai Hoffmann: Die Kunst, sich über Wasser zu halten oder: von den Ursachen des Rassismus in Le Thé au Harem d'Archimède (286-300).

Schmitz, Manfred: Fernsehen zwischen Apokalypse und Integration. Zur Instrumentalisierung der Fernsehunterhaltung. Baden-Baden: Nomos 1995, 216 S. -- ISBN 3-7890-4010-X, DM 69,--. -- Fernsehunterhaltung nicht als quasi biologisch determiniertes menschliches Urbedürfnis, sondern als ein vor allem von politisch Mächtigen funktionalisiertes Phänomen, um damit eigene herrschaftliche oder kommerzielle Interessen zu verfolgen: Unter dieser Prämisse untersucht Schmitz die gegenwärtige Entwicklung des Unterhaltungsfernsehens. Die Studie zieht Kategorien heran, die im Kontext der kritischen Theorie in den 60er und 70er Jahren entstanden sind. Es geht dem Autor in seiner locker, manchmal ein wenig oberflächlich geschriebenen, in ihren Thesen aber unbedingt interessanten Studie darum, Querbezüge zwischen der politischen Atmosphäre der Epoche und konkreten Formen der Unterhaltung herzustellen. Dabei wird das Fernsehen in eine Theorie der "symbolischen Politik" eingebettet und der Versuch unternommen, eine Dechiffrierung der vielen gesendeten Signale zu leisten. Ausgehend von der Annahme, daß das Publikum im Fernsehen Orientierung und Spielregeln suche, gipfelt die Studie in dem Versuch, in neun "Axiomen" den Kreis von Regeln abzustecken, in dem sich die Sinnvermittlung im Fernsehen vollziehen muß (Uns geht es gut! Man muß auch feiern können oder: Wir lassen uns das Leben nicht vermiesen! Ordnung muß sein - der Abweichler bekommt seine gerechte Strafe! Laß die Aggressionen vor dem Bildschirm ab! Schnell, stark und gesund mußt du sein! Wer immer strebend sich bemüht... oder: Das Glück belohnt die Tüchtigen! In der Familie ist das Leben doch am schönsten! Habe Acht vor der Autorität! Glaube alles, worüber das Fernsehen berichtet!). Das Fernsehen wird so als eine Agentur angesehen, die dazu beiträgt, Ordnung, Orientierung und Sicherheit zu vermitteln und die darum ihre letzte funktionale Begründung in normbezogenen Diskursen hat, ihren kommunikativen Zweck in der Normenvermittlung erfüllt.

Schmitz, Ulrich: Erfolgreich scheiternder Mythos aus der Grammatik der Fernsehnachrichten. In: Der Deutschunterricht 45,6, 1993, S. 32-43.

Schmitz, Ulrich: ZAP und Sinn. Fragmentarische Textkonstitution durch überfordernde Medienrezeption. In: Textstrukturen im Medienwandel. Hrsg. v. Ernest W.B. Hess-Lüttich, Werner Holly & Ulrich Püschel. Frankfurt [...]: Lang 1996, S. 11-29.

Schneck, Ottmar: Finanzmanagement von Rundfunkanstalten. Ein Finanzplanungs-, -kontroll- und -organisationskonzept für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, xiii, 360 S. -- ISBN 3-631-45565-8, DM 89,--.

Schnee, Christa: Filmkritiken zwischen Information und Wertung. Untersuchungen zur Sprache der Filmkritik. Diss. Frankfurt 1995, iv, 301 S.

Schneider, Bernd: Cowabunga: Zur Darstellung von Konflikten und ihren Lösungen in Zeichentrickserien. Eine Inhaltsanalyse. Münster: Waxmann 1995, 344 S. (Internationale Hochschulschriften.). -- ISBN 3-89325-338-6, DM 49,90.

Schneider, Hans-Hellmuth: Rollen und Räume. Anfragen an das Christentum in den Filmen Ingmar Bergmans. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, viii, 377 S. (Forschungen zur praktischen Theologie. 12.). -- ISBN 3-631-45946-7, SFr 81,--/DM 89,--. Zugl. Diss. München 1992.

Schneider, Hans Joachim: Der unterhaltsame Zerrspiegel. Kriminalität in den Massenmedien. In: Universitas 47,5, 1992, S. 435-447.

Schneider, Irmela: Überlegungen zur Inhaltsanalyse US-amerikanischer Serien im deutschen Fernsehprogramm. Narrative Diskurse und Akteure. In: SPIEL: Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft 10,2, 1991, S. 283-304.

Schneider, Irmela (Hrsg.): Amerikanische Einstellung. Deutsches Fernsehen und US-amerikanische Produktion. Heidelberg: Winter 1992, ii, 327 S. (Reihe Siegen. 112.). -- ISBN 3-533-04555-2, DM 150,--.

Schneider, Irmela: Märchen-Film. Wirklichkeiten. Überlegungen zu Woody Allens Film The Purple Rose of Cairo. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik (LiLi) 1993.

Schneider, Irmela (Hrsg.): Serienwelten. Strukturen us-amerikanischer Serien aus vier Jahrzehnten. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1995, 240 S. -- ISBN 4-531-12703-9, DM 44,--. -- Inhalt: Irmela Schneider. Einleitung (7-18). -- Norbert Mengel: Den Anfang macht die Ouvertüre. Entwicklung von Serienvor- und -abspännen: Vom "notwendigen Übel" zum kreativen Freiraum - und zurück (19-41). -- Irmela Schneider: Vom Ereignis zur Performance. Zur Erzählstruktur und Erlebnisfunktion von Serien (42-51). -- Ulrich Brandt: Schieß los! Erzählmuster amerikanischer Serien (52-73). -- Heike Klippel: Alles total normal. Die Welt der sozialen Konflikte (74-101). -- Udo Göttlich: Traditionalismus als Leitidee. Werte und Wertestruktur amerikanischer Serien (102-137). -- Irmela Schneider: Variationen des Weiblichen und Männlichen. Zur Ikonographie der Geschlechter (138-176). -- Ulrich Brandt: Den Zuschauer beim Händchen nehmen. Zur Narrativik moderierter Sendungen mit Serieneinspielungen (177-194). -- Annette Brauerhoch: What's the Difference? Adaptionen amerikanischer Situation Comedies im deutschen Fernsehen (195-213). -- Angela Krewani: Ein Überblick über Positionen der anglo-amerikanischen Serienforschung (214-224). -- Der insgesamt enttäuschende Band versammelt recht heterogene Beiträge zu diversen Aspekten der Serienanalyse (wobei auf Annette Brauerhochs kurzen Überblick über Sitcom-Analyse ausdrücklich hingewiesen sei). Die beiden Artikel der Herausgeberin versuchen eine grundsätzlichere Klärung der Frage, in welchen Dimensionen oder Horizonten Serienanalyse lokalisiert werden kann - die Ausführungen hinterlassen allerdings selbst große Fragen. Als Zentrum der narrativen Struktur setzt Schneider die affektdramaturgischen Konzepte der Spannung, der Neugier und der Überraschung an - was nicht weiter begründet wird und auch nicht weiter am Material untersucht wird. Immerhin ließe sich so eine Ausgangsfrage für die Analyse von Serienfolgen denken, die das "gesteuerte Schaffen" der Verstehenstätigkeit mit der Bindung von Zuschauern an Erzählungen, mit motivationspsychologischen Bezügen und ähnlichem in einen gemeinsamen Blick zu nehmen versuchte. Doch davon: nichts. Es bleiben alle Fragen und Einwände. Nicht einmal die Applikation auf's Material erscheint evident zu sein - eine große Zahl serieller narrativer Filme läßt sich nicht schlüssig unter die großen Affekte einordnen. So scheinen denn die Behauptungen, daß sich die Formen heute mischen, dramaturgische Spannungsbögen sich verkürzen und sich der Fokus von der Erzählung immer mehr auf anderes verlagert und sich letztenendes sogar vom Sinnverstehen löst, höchst fragwürdig zu sein. Wie die affektpsychologische Ausgangsposition mit den psychoanalytischen Einlagen, die der Band immer wieder bietet (in einer Plakativität, die manchmal fast an die Überzeichnetheit von Karikaturen erinnert), mit Überlegungen zur Dramaturgie der Requisite oder auch der Wertediskurse, die amerikanische Serien führen (Göttlichs Artikel ist auch methodisch spannend), denn integriert werden kann, bleibt so mehr als offen. -- [Zu Drei Engel für Charlie heißt es:] "Von einer phallischen Dimension der Serie kann man sprechen, da alle Fälle, die die Detektivinnen zu lösen versuchen, von einer männlichen Stimme in Auftrag gegeben werden und da in den meisten Folgen diese Stimme die Lösung der Kriminalfälle am Ende der Serie präsentiert bzw. zusammenfaßt. Der Träger dieser Stimme bleibt unsichtbar, lediglich der Lautsprecher, das Medium also, durch das er spricht, ist sichtbar. Die Stimme wird zum 'Gottvater', der den Menschen nicht nur Aufgaben erteilt, sondern auch deren Durchführung gut- oder schlechtheißt."

Schneider, Irmela / Thomsen, Christian W. (Hrsg.): Hybridkultur. Medien, Netze, Künste. Köln: Wienand Vlg. 1997, 366 S. -- ISBN 3-87909-516-7, DM 36,–.

Schneider, Irmela / Thomsen, Christian W. / Nowak, Andreas (Hrsg.): Lexikon der britischen und amerikanischen Serien, Fernsehfilme und Mehrteiler in den Fernsehprogrammen der Bundesrepublik Deutschland 1953-1985. 1.2.3. Berlin: Spiess 1991, Bd. 1: 150 S., Bd. 2: xiii S., S. 151-274, Bd. 3: v S., S. 275-356. -- ISBN 3-89166-118-5. DM 98,--. Sehr nützliche Pionierarbeit, allerdings verwirrend aufgebaut.

Schneider, Manfred: Bilder sind Schrift für Idioten. Zur Frage der Gewalt und der Faszination von Gewaltbildern aus Anlaß des Films Beruf: Nenazi. In: Riskante Bilder. Hrsg. v. Norbert Bolz. München: Fink 1996.

Schneider, Manfred: Medienpathetiker: Wagner und Syberberg. In: Das Pathos der Deutschen. Hrsg. v. Norbert Bolz. München: Fink 1996.

Schneider, Thomas F. (Hrsg.): Das Auge ist ein starker Verführer. Erich Maria Remarque und der Film. Osnabrück: Rasch 1998, 312 S. (Schriften des Erich-Maria-Remarque-Archivs. 13.). -- ISBN 3-932147-51-0, DM 54,–.

Schnell, Ralf: Medienästhetik. Zu Geschichte und Theorie audiovisueller Wahrnehmungsformen: Film, Fernsehen, Video. Stuttgart: Metzler 1999, viii, 351 S. -- ISBN 3-476-01331-6, DM 68,–.

Schnelle, Frank (Hrsg.): Hollywood Professional. Jack Arnold und seine Filme. Mit Beitr. v. Frank Arnold [...]. Stuttgart: Robert Fischer/Uwe Wiedleroither 1993, 174 S. -- Enthält u.a.: Bodo Traber: Wenn andere Wolken über Meere und Kontinente ziehen. The Incredible Shrinking Man auf dem Weg ins Atomzeitalter (25-42). -- Bibliographie (161-167). -- Von größerem Interesse ist der Band vor allem deshalb, weil er einen Abdruck des Interviews enthält, das Roland Johannes seinerzeit im Auftrag des WDR mit Arnold geführt hat ("Jack Arnold erzählt. Ein Interview", 43-83).

Schnicke, Edgar (Red.): Die 100 besten TV-Movies des deutschen Fernsehens. Köln: RTL Television [1999], 106 S. -- Eine erstaunliche Broschüre, die eine Gattung des Films rekapituliert, die so gern übersehen wird. Bezug durch RTL, Aachener Str. 1044, D-50858 Köln.

Der Schnitt. Kino - Blickfang - Augenschmaus. 1ff. Bochum 1996ff. -- ISSN 0949-7803. Hrsg. v. Nikolaj Nikitin u. Daniel Hermsdorf. Redaktion und Vertrieb: c/o Nikolaj Nikitin, Schattbachstr. 56, D-44801 Bochum. Großformat, ca. 50 Seiten Umfang. Erscheint viermal im Jahr. Förderabonnement: DM 30,--. Einzelheft: DM 3,--. Enthält Artikel, Festivalberichte, Kritiken. Außerdem Rubriken "Fernsehen", "Bücher", "Videopremieren" und "Soundtracks".

Schnierer, Thomas: Soziologie der Werbung. Ein Überblick zum Forschungsstand einschließlich zentraler Aspekte der Werbepsychologie. Leverkusen: Leske + Budrich 1999, 334 S. (Fragen der Gesellschaft.). -- ISBN 3-8100-2010-9, DM 48,–.

Schnoor, Detlev: Sehen lernen in der Fernsehgesellschaft. Das pädagogische Prinzip Anschaulichkeit im Zeitalter technischer Bilder. Opladen: Leske & Budrich 1992, 205 pp. -- ISBN 3-8100-0973-3. DM 36,--. -- "Der Umgang mit Bildmedien ersetzt [...] nicht nur Erfahrungen durch 'Erfahrungen zweiter Hand', sondern verändert auf subtile Weise die Art, wie die reale Welt wahrgenommen wird, denn das Fernsehen liefert vorgefertigte Weltanschauungen, und es steht zu befürchten, daß Kinder mit diesen medial konstruierten Anschauungen auf die gegenständliche Welt zugehen. Technische Bilder [im Sinne Flussers] gehen aus Texten hervor. Sie liefern Begriffe von Welt und entwerten den anschaulichen, vorwissenschaftlichen und vorbegrifflichen Bereich der Lebenswelt" (113). -- Enttäuschender Versuch, das philosophisch-pädagogische Prinzip der "Anschaulichkeit" mit Bezug auf das Fernsehen zu diskutieren. Terminologisch oft unsicher. Mit manchmal verwirrten Ausgriffen auf ältere Filmtheorie (Metz und Eco).

Schöberle, Wolfgang: Argumentieren - Bewerten - Manipulieren. Eine Untersuchung in linguistischer Kommunikationstheorie am Beispiel von Texten und von Text-Bild-Zusammenhängen aus der britischen Fernsehwerbung. Heidelberg: Groos 1984, viii, 325 S. (Sammlung Groos. 22.). -- ISBN 3-87276-521-3. DM 76,–.

Scholz, Lena: Die Konstruktion von Geschichte in Edgar Reitz' Zweiter Heimat. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, (3), 105 S. (Massenmedien und Kommunikation. MuK 105/106.). -- Schutzgebühr: DM 6,--. Bezug über die Universität-Gesamthochschule-Siegen, Adolf-Reichwein-Str. D-57068 Siegen. Zuerst als Magisterarbeit Köln 1995/96.

Scholz, Oliver R.: Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellung. Freiburg/München: Alber 1991, 198 S. (Alber Kolleg Philosophie.). -- ISBN 3-495-47696-2, DM 34,--. Zugl. Phil. Diss., Universität Bielefeld. -- [Aus dem Klappentext:] ...ob ein Gegenstand als Bild funktioniert, und was er gegebenenfalls darstellt, liegt weder allein in Ähnlichkeitsbeziehungen noch allein in der kausalen oder intentionalen Entstehungsgeschichte. Konstruktiv ergibt sich: Etwas ist nur dann ein Bild, wenn es als Element eines analogen Symbolsystems im Rahmen gewisser Handlungsmuster verwendet und verstanden wird.

Scholz, Rainer / Joseph, Peter: Gewalt- und Sexdarstellungen im Fernsehen. Systematischer Problemaufriß mit Rechtsgrundlagen und Materialien. Bonn-Bad Godesberg: Forum-Vlg. 1993, 352 S. -- ISBN 3-927066-72-9, DM 128,--.

Scholz, Rolf: Konvergenz im TV-Sport. Eine komparative Studie des 'Dualen Fernsehsystems'. Berlin: Vistas 1993, 368 S. (Beiträge des Instituts für Sportpublizistik. 2.). -- ISBN 3-89158-092-4, DM 44,--.

Scholze, Sabine / Ruby, Jürgen (Red. u. Konzept): Puppen im Film. Der Puppenfilm des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden. Reflexionen. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm (DIAF) 1997, 58 S. -- DM 15,–.

Schönherr, Beatrix: Syntax - Prosodie - nonverbale Kommunikation. Empirische Untersuchungen zur Interaktion sprachlicher und parasprachlicher Ausdrucksmittel im Gespräch. Tübingen: Niemeyer 1997, xvii, 233 S. (Reihe Germanistische Linguistik. 182.). -- ISBN 3-484-31182-7, DM 98,--. -- [Nach der Zusammenfassung der detailreichen und für das Verständnis des kommunikativen Verhaltens abgebildeter Personen aufschlußreichen Studie, die sich allerdings ganz auf das sprachliche Verhalten konzentriert und in der Bestimmung des Nichtverbalen in einem recht naiv erscheinenden Modus verbleibt:] Prosodische und nonverbale Ausdrucksmittel sind trotz ihrer parasyntaktischen Funktion nicht von der Syntax determiniert, sondern können im Dienste semantischer und stilistisch-pragmatischer Differenzierungen ein breites Spektrum an Bedeutungen vermitteln. Dabei sind die einzelnen miteinander interagierenden Parameter in ihrer Bedeutung unterschiedlich zu bewerten. Die Prosodie ist für die syntaktische Grenzmarkierungam wichtigsten, die Gestik kann hinzutreten und ggf. zusätzliche Aspekte vermitteln. Das Blickverhalten erfüllt vermutlich nur sekundäre parasyntaktische Funktionen. Diese Bewertung der Prosodie stimmt mit dem Konzept der "Interaktionalen Phonologie der Konversation" (Selting) überein und weist auch Verbindungen auf zur "Phonology of Conversation" (Local). Die Ergebnisse erlauben es, diese Ansätze durch den Einbezug von Gestik und Blickverhalten noch um zusätzliche Dimensionen zu erweitern. In der so entwickelten Sichtweise vermitteln die nonverbalen Ausdrucksmittel in der Face-to-face-Interaktion nicht nur vage Informationen über den "Kontext", die "Beziehungsebene" oder über Bedeutungsnuancierungen, sondern sie stellen neben der verbalen und der prosodischen Komponente ein weiteres Signalisierungssystem dar, auf das Interaktionsteilnehmer zur Erreichung ihrer kommunikativen Ziele beim Sprechen und Zuhören zurückgreifen können.

Schöning, Jörg (Hrsg.): Reinhold Schünzel. Schauspieler und Regisseur. München: Text & Kritik 1989, 184 S. (Ein CineGraph-Buch.).

Schöning, Jörg (Red.): London Calling. Deutsche im britischen Film der dreißiger Jahre. München: Ed. Text & Kritik 1993, 172 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-445-6, DM 32,--. -- Über das engere Themeninteresse (die Autoren betreten weitestgehend Neuland) hinaus verdient der Band Aufmerksamkeit wegen Elsaessers Beitrag zur Historiographie der Emigration und deshalb, weil in mehreren Beiträgen Produktionsaspekte und die technischen Berufe des Films im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. -- Inhalt: Elstree Talk. Dokumente v. Karl Ritter, O.F. Werendorff, Kurt Schröder, Alfred Zeisler, Günther Krampf (7-20). -- Thomas Elsaesser: Heavy Traffic. Perspektive Hollywood: Emigranten oder Vagabunden? (21-41). -- Andrew Higson: Way West. Deutsche Emigranten und die britische Filmindustrie (42-54). -- Tim Bergfelder: Rooms with a View. Deutsche Techniker und der Aufstieg des Filmdesigners (55-68). -- Thomas Brandlmeier: "Rationalization First!" Deutsche Kameraschule im britischen Film (69-76). -- Richard Falcon: No Politics! "German Affairs" im Spionage- und Kostümfilm (77-88). -- Daniela Sannwald: Continental Stranger. Conrad Veidt und seine britischen Filme (89-98). -- Jörg Schöning: All Hands Abroad. Kleines Lexikon deutschsprachiger Filmschaffender in Großbritannien 1925-1945 (99-150). -- Gerke Dunkhase: Ausgewählte Filme 1928-1938 (151-167).

Schöning, Jörg (Red.): Fantaisies russes. Russische Filmemacher in Berlin und Paris, 1920-1930. München: Text + Kritik 1995, 187 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-509-6, DM 32,--. -- Der Band betritt - wie immer, möchte man nach den beiden Bänden über deutsche Filmemacher in Großbritannien und die deutsch-dänischen Filmbeziehungen sagen, die die CineGraph-Reihe eröffnet haben - Neuland und wird sicher noch lange ein Standardtext zum Thema bleiben, zumal nicht nur personenbezogene Studien versammelt sind, sondern "Produktionsmodelle" breite Aufmerksamkeit genießen. -- Inhalt: Thomas Brandlmeier: Brillanten und Brillantine. Exilrussen und Filmrussen (9-20). -- Jörg Schöning: Vom Russen-Club zum Russenkult. Kleines Brevier zur russischen Film-Emigration (21-29). -- Jerzy Masnicki / Kamil Stepan: Auf kürzestem Wege. Das "Transitland" Polen (30-34). -- Lenny Borger: Experten für Luxus und Extravaganz. Die russische Kolonie in Paris (35-40). -- Alexander Schwarz: Der mobile Produzent. Iosif Ermol'ev in Rußland, Frankreich, Deutschland, USA (41-58). -- Daniel Otto: "...die Filmindustrie Europas retten!" Wengeroff, Stinnes und das "Europäische Filmsyndikat" (59-82). -- Michael Töteberg: Geschäftsgeheimnisse. Gregor Rabinowitsch und die Ufa-Russen-Allianz (83-94). -- Günter Agde: Mit Blick auf die Heimat. Russische Filmkünstler im deutschen Exil (95-110). -- Jochen Meyer-Wendt: Zwischen Folklore und Abstraktion. Der Filmarchitekt Andrej Andrejew (111-128). -- Jeanpaul Goergen: Künstlerische Avantgarde, visionäre Utopie. Die Regisseure Victor Trivas und Alexis Granowsky (129-137). -- Wolfgang Jacobsen: Arrangeur verborgener Gefühle. Anmerkungen zum Regisseur Tourjansky (138-148). -- Daniela Sannwald: D'autre monde. Der Schauspieler Ivan Mozzuchin (149-156). -- Fritz Mierau: Die Hamburger Rechnung. Zur Topografie der russischen Deutschland-Mythen (157-164). -- Filmographie; Biographien.

Schöning, Jörg (Red.): Triviale Tropen. Exotische Reise- und Abenteuerfilme aus Deutschland 1919-1939. München: Ed. Text + Kritik 1997, 212 S. (Ein CineGraph-Buch.). -- ISBN 3-88377-551-7, DM 35,--. Akten eines Cinegraph-Kongresses, 21. bis 24. November 1996 in Hamburg. -- Inhalt: Klaus Wyborny: Lieder der Erde. Eine Reise um den Horizont (9-18). -- Hilke Thode-Arora: Herbeigeholte Ferne. Völkerschauen als Vorläufer exotisierender Abenteuerfilme (19-33). -- Thomas Brandlmeier: Et ego fui in Arcadia. Die exotischen Spielfilme der 20er Jahre (34-46). -- Klaus Kreimeier: Mechanik, Waffen und Haudegen überall. Expeditionsfilme: das bewaffnete Auge des Ethnografen (47-61). -- Helmut Regel: Der Schwarze und sein "Bwana". Das Afrika-Bild im deutschen Film (62-71). -- Brigitte Schulze: Land des Grauens und der Wunder. Indien im deutschen Kino (72-84). -- Bodo-Michael Baumunk: Ein Pfadfinder der Geopolitik. Colin Ross und seine Reisefilme (85-94). -- Gerlinde Waz: Auf der Suche nach dem letzten Paradies. Der Afrikaforscher und Regisseur Hans Schomburgk (95-110). -- Jörg Schöning: Unternehmensgegenstand: Exotik. Der Produzent John Hagenbeck (111-123). -- Wolfgang Jacobsen, Heike Klapdor: Merhameh - Karl Mays schöne Spionin. Ein Dialog über die Autorin Marie Luise Droop (124-141). -- Werner Petermann: Exotik und Fantastik oder Die Imagination an den Rändern der Welt (142-157). -- Ariane Heimbach: Die inszenierte Wildnis. Exotische Tierwelt im Film (158-166). -- Mariam Niroumand: Exotik und Erotik. Über Frauen in der Fremde (167-175). -- Cornelia Fleer: Frau Brissons fantastisches Gewerbe. Die Frauengasse von Algier (1926/27) (176-183). -- Tim Bergfelder: Im wilden Orient. Die Karl May-Verfilmung Durch die Wüste (1935/36) (184-188). -- Horst Claus: Gelbe und rote Chinesen - schwarzweiß. Asiaten in Flüchtlinge (1933) (1189-194). -- "Alle diese Filme gleichen, in ihrer Lust an exotischen Schauplätzen, dem Tagtraum eines Gefangenen". Siegfried Kracauers Verdikt über den "raumverschlingenden" Film, für den das wider Willen in ein postkoloniales Zeitalter versetzte Deutschland eine unübersehbare Vorliebe entwickelte, lastet auf dem Gegenstand des von Jörg Schöning herausgegebenen Sammelbandes. Wie bereits in vorangehenden CineGraph-Büchern zu einst erfolgreichen, aber in der Filmgeschichte marginalisierten Produzenten/Regisseuren oder zu kaum mehr bewußten internationalen Verflechtungen der frühen deutschen Filmindustrie intendiert daher die Präsentation eines gemessen an seiner zeitgenössischen Bedeutung filmhistorisch lange Zeit vernachlässigten Genres - oder, wie Schöning präzisiert: eines Spektrums von "Filmen mit genre-ähnlichen Ausprägungen" - zugleich ideologiekritische Reflexion und ästhetische Rehabilitation eines Segments populärer Unterhaltungskultur. Denn, so pointiert Thomas Brandlmeier die sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Beiträge ziehende Auseinandersetzung mit Kracauer, "auch Tagträume von Gefangenen verdienen es, ernst genommen zu werden". Das geschieht auf unterschiedliche Weise. Auf zwei historische Kontextualisierungen - die eine eher philosophische Positionsbestimmung eines Filmemachers (Klaus Wyborny), die andere materialreicher Einblick in die fremde Welt der Völkerschauen (Hilke Thode-Arora) - folgen zwei gattungsorientierte Überblicksdarstellungen, die das zu untersuchende Feld in Spielfilme (Thomas Brandlmeier) und dokumentarische Expeditionsfilme (Klaus Kreimeier) unterteilen. Könnte dabei der Eindruck entstehen, das dokumentarische Genre stünde mehr im Bannkreis des Kolonialismus - "die Filme erschließen sich als Belegstücke eines vorausgegangenen Überfalls" (Kreimeier) -, während die Fiktionen - auch - 'Freiräume einer vagabundierenden Phantasie' eröffnen (Brandlmeier, der hier eine Formulierung aufgreift, die auf die etwa zeitgleich mit der filmischen Exploration der Welt einsetzende Wiederentdeckung barocker Wunderkammern gemünzt ist), so relativiert sich doch dieser Dualismus in den folgenden Beiträgen, die alternative Segmentierungen des Korpus vornehmen. Geographisch orientierte Schnitte, exemplarisch bezogen auf Afrika (Helmut Regel) und Indien (Brigitte Schulze), heben nicht nur gattungsübergreifende Gemeinsamkeiten hervor, sondern bekommen auch so seltsame 'Zwitter' in den Blick wie Abenteuerfilme mit eingestreuten ethnographischen Dokumentaraufnahmen. Zwei der exponiertesten Hersteller solcher Gebilde begegnen in den folgenden Personenportraits: Hans Schomburgk (Gerlinde Waz) und John Hagenbeck (Jörg Schöning), denen noch der Weltreisende Colin Ross (Bodo-Michael Baumunk) und die Filmautorin und Karl-May-Besessene Marie Luise Droop (Wolfgang Jacobsen, Heike Klapdor) zur Seite stehen. Thematische Analysen - zur 'Mythentransformation' (Werner Petermann), zur Darstellung wilder Tiere (Ariane Heimbach) und verwilderter Frauen (Mariam Niroumand) - sowie Einzelfilmanalysen (Cornelia Fleer, Tim Bergfelder, Horst Claus) präsentieren Einblicke in einen Raum populärer Filmproduktion, die selbst oft wie aberteuerliche Expeditionen in unbekanntes Territorium anmuten. Daß dabei häufig die gleichen Filmbeispiele in verschiedenen Kontexten begegnen, ist der Tatsache geschuldet, daß nur ein Bruchteil der 250 in der von Schöning erstellten Filmographie aufgelisteten Titel heute noch existiert, und ist zugleich eine der Stärken des Buches: In einem Netz verschiedener, sich z.T. gegenseitig relativierender, Sichtweisen werden die Ambivalenzen des Gegenstandes selbst zur Diskussion gestellt. Grundsätzlich begegnen dabei die Einzelanalysen dem Aufbruchspathos in die 'Spielräume vagabundierender Phantasie' eher mit ideologiekritischer Skepsis. Zu eng scheinen die trivialen Handlungsmuster, die nicht nur die Welt, sondern auch die Filme und die Phantasien ihrer Hersteller kolonialisieren - wie es etwa Waz am Beispiel Hans Schomburgks beschreibt, dem es "wie allen trivialen Helden" verwehrt war, "eine andere Perspektive als die des kolonialen Eroberers (...) einzunehmen". Aber, auch wenn viele dieser erfundenen wie realen 'Helden' den Weg in den Nationalsozialismus gesucht haben, so ist doch kaum einer dort mit offenen Armen aufgenommen worden. Gerade eine "aus den Fugen geratene B-Film-Ästhetik" (Bergfelder über die Karl-May-Verfilmung Im wilden Orient) produziert offenbar schwer zu kontrollierende Sinnüberschüsse, an die alternative Lesarten anzuknüpfen vermögen. So schreiben die Trivialen Tropen nicht nur auf ebenso informative wie unterhaltsame Weise ein spannendes Kapitel Filmgeschichte, sondern bieten auch reichlich Material für eine Theorie der Populärkultur. -- (Wolfgang Struck)

Schorb, Bernd (Hrsg.): Medienerziehung in Europa. Dokumentation über den Stand der Medienerziehung und praktischer Medienarbeit in elf europäischen Ländern. München: KoPäd 1992, 232 S. (Medienpädagogik des Instituts Jugend, Film, Fernsehen. 3.).

Schorb, Bernd: Medienalltag und Handeln. Medienpädagogik in Geschichte, Forschung und Praxis. Opladen: Leske + Budrich 1995, 244 S. -- ISBN 3-8100-1382-X, DM 36,--. -- Schorbs enttäuschender Sammelband, der neben einer Geschichte der (deutschen) Medienpädagogik Arbeiten aus dem Münchner Institut versammelt (über IuK-Technologien, Gewaltdarstellungen, jugendliche Selbstbilder), die meist schon in ausführlicherer Form anderen Orts publiziert wurden (Quellen-, Verweis- oder Erstdruckangaben sucht man allerdings vergeblich), versucht einer Medienpädagogik zuzuliefern, die sich "als Erziehung zum reflexiven Umgang mit Medien und deren kritischer Nutzung" versteht. Das könnte überzeugen, wenn nicht die Darstellung immer wieder durchsetzt wäre mit Geschmacks-Urteilen, die das pädagogische Programm kennzeichnen als gebunden in eine gesellschaftliche Befangenheit, die es zuallererst aufzuklären gälte ("die vollautomatischen Küchen mit kulinarischen Ergebnissen entsprechender Qualität"). -- Das nimmt die Stichwörter der neueren Medienpädagogik durchaus auf: Ein Sinn-Verstehen wird als Bedingung medienpädagogischen Verstehens beschworen, qualitative Forschung als angemessene Forschungs-Strategie eingefordert, das sich seiner selbst bewußte gesellschaftsfähige Subjekt als Zielvorstellung der Medienpädagogik deklariert. Es geht Schorb überhaupt um den "Zusammenhang von Gesellschaft, Medien und Pädagogik". Es sind aber Untertöne zu spüren, die die Klientel der Pädagogen doch wieder als überwältigt und hilfslos kennzeichnen. Lernen findet z.B. primär "am traditionellen Lernort Schule statt", alle anderen Lernfelder sind diesem nachgeordnet, an Relevanz unterlegen. -- Es sei nicht verschwiegen, daß insbesondere im historischen Teil manches doch recht holzschnittartig wirkt - wenn es zum Kaiserreich heißt, daß "die Bürger dieses Reiches im [!] Wohlstand und Kaisertreue [lebten und daß sie] der Überzeugung [waren], daß am deutschen Wesen die Welt genesen solle", darf man getrost nach dem Sinn, der Angemessenheit und sogar der Richtigkeit einer solchen dahingeworfenen Beschreibung fragen, zumal auch wichtige neuere Literatur zur Geschichte der Medienpädagogik (wie Hausmanningers umfangreiche Darstellung) nicht verarbeitet wurde. Ebenso seien die zahllosen Rechtschreib- und Interpunktionsfehler und manchmal auch syntaktischen Unsinnigkeiten beklagt, die den Band in periodischen Wellen überziehen.

Schorb, Bernd / Basic, Natasa / Theunert, Helga: Ab(zieh)bilder. Wie Medien Jugendliche sehen. Eine Analyse von Print-, Hörfunk- und Fernsehprodukten. München: BMW 1996, 144 S. -- Auskunft und Bezug über die BMW-Presseabteilung (Dr. Walter Glogauer, 089-3822.3011 / Anneliese Schillinger, 089-3822.3014.) -- Bilder der Jugend ist ein Projekt des Hauses der Jugendarbeit des Stadtjugendamtes München und der BMW AG, das "ein Bewußtsein über die Bedeutung der Medien in der Jugendarbeit verankern, einen kritischen Umgang mit Medien fördern und schließlich auch Fähigkeiten im Bereich Medienpädagogik und Medienarbeit weiterentwickeln [sollte]". In der ersten Phase des Projekts - das in zwei Berichts- und einem Interviewband dokumentiert worden ist - galt es, eine Medienstudie zu erarbeiten, die die Darstellung von Jugendlichen in den Programmen, deren vorgebliche Interessen sowie deren Handlungsmöglichkeiten zusammenfassen sollte. Dabei kristallisieren sich drei Typen von Medien heraus, die jugendliche Erscheinungsbilder anbieten und auch deren Spielraum definieren: entweder wird den jungen Leuten ein großer Raum überlassen, sich selbst zu äußern (Jetzt / Live aus dem Alabama / Zündfunk), oder die Medien übernehmen die Funktion eines Ratgebers für ihre Rezipienten (Bravo / Bravo TV). Bei einem dritten Typus werden die jungen Menschen lediglich als Unterhaltungsware und als amüsantes Beiwerk benutzt (Arabella Kiesbauer / Viva).

Schorb, Bernd / Petersen, Dörte / Swoboda, Wolfgang H.: Wenig Lust auf starke Kämpfer. Zeichentrickserien und Kinder. Unter Mitarb. v. Helga Theunert u. Petra Best. [...] München: Reinhard Fischer 1992, 89 S. (BLM-Schriftenreihe. 19.). -- ISBN 3-88927-103-0, DM 18,--.

Schorb, Bernd / Stiehler, Hans-Jörg (Hrsg.): Medienlust, Medienlast. Was bringt die Rezipientenforschung den Rezipienten? München: KoPäd 1996, 237 S. (FSF Dialog. 1.). -- ISBN 3-929061-31-7, DM 38,--. "FSF Dialog ist die Schriftenreihe der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), Berlin. -- Inhalt: Hans-Jörg Stiehler / Bernd Schorb: Medienlust - Medienlast. Was bringt die Rezipientenforschung den Rezipienten? (9-12). -- Dieter Hildebrandt: "Die Würde des Menschen ist gesponsert". So wird es vielleicht in Zukunft aussehen (13-14). -- Helga Theunert: "Da kann ich lernen, was ich nicht machen soll". Kinder rezipieren Reality-TV (17-30). -- Werner Wirth / Werner Früh: "Sich ergötzen an der Not anderer: Voyeurismus als Zuschauermotiv" (31-68). -- Claudia Wegener: Reality-TV - Schnee von gestern? Über Gestaltungsmittel, die das Wirklichkeitsfernsehen überlebt haben (69-78). -- Frank Schwab: Reality-TV - die Wirklichkeit der Medien. Realität, Wirklichkeit und Wahrheit (79-92). -- Antje Enigk / Rüdiger Steinmetz: Vereinigung vor dem Bildschirm? Ost-West-Spezifika in der Akzeptanz politischer Fernsehmagazine - Zwischenergebnisse einer Langzeituntersuchung (93-107). -- Uwe Hasebrink: Informationsfragmente in individuellen Fernsehmenüs (109-124). -- Bernd Schorb: Kinder rezipieren, be- und verarbeiten Gewaltdarstellungen im Fernsehen. Ein Überblick aus vier Forschungsperspektiven (127-142). -- Renate Luca: "Rambo" und "Barbie". Mediale Gewaltdarstellung und -rezeption ist an die Geschlechtsrolle gebunden (143-151). -- Stefan Aufenanger: Werbeangebot für und Werberezeption durch Kinder (153-162). -- Ralf Vollbrecht: Werbestrategien im Wandel der Märkte. Über Werbewirkung, Aufforderungs- und Markenwerbung, die Neutralisierung von Bedeutungen und neue Strukturen der Werbekommunikation in Computernetzen (1163-178). -- Thomas Voß-Fertmann: Synthesis und Wechselspiele. Eine neue Sichtweise der Mediennutzung Jugendlicher (179-191). -- Dieter Baacke: Die Welt als Clip? Jugendstile und Medien (193-204). -- Fred Schell: Fragen, Erklärungen und Konsequenzen. Die Diskussionen zu den referierten Forschungsergebnissen (207-231). -- Hans-Jörg Stiehler: "Die einen zahlen, die zweiten forschen, und die dritten machen weiter wie bisher?" Gestörte Beziehungen - Eine Diskussion unter der Leitung von Bernd Schorb (233-237).

Schorb, Bernd / Stiehler, Hans-Jörg (Hrsg.): Idealisten oder Realisten? Die deutschen Kinder- und FugendfernsehmacherInnen [!] und ihre Subjektiven [!] Medientheorien. München: KoPäd 1999, 192 S. (Edition TelevIZIon.). -- ISBN 3-929061-53-8, DM 30,–.

Schorb, Bernd / Theunert, Helga: Jugendschutz im digitalen Fernsehen. Wie er technisch funktioniert und wie Familien damit umgehen. Mit einem Blick auf ausländische Forschungsergebnisse zu Optionen des Jugendmedienschutzes v. Uwe Hasebrink. Berlin: Vistas 1998, 100 S. (Schriftenreihe der Landesmedienanstalten. 11.). -- ISBN 3-89158-219-6, DM 28,–.

Schorr, Thomas: Die Film- und Kinoreformbewegung und die deutsche Filmwirtschaft. Eine Analyse des Fachblatts "Der Kinematograph" (1907-1935) unter pädagogischen und publizistischen Aspekten. Diss. München, Universität der Bundeswehr 1989, viii, 553 S.

Schote, Matthias: Die Rundfunkkompetenz des Bundes als Beispiel bundesstaatlicher Kulturkompetenz in der Bundesrepublik Deutschland. Eien Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung natürlicher Kompetenzen und der neueren Entwicklung im Recht der Europäischen Union. Frankfurt [...]: Lang 1999, xxxiv, 336 S. (Schriften zum internationalen und zum öffentlichen Recht. 24.). -- ISBN 3-631-34239-x, DM 118,–.

Schott, Peter / Schott-Bréchet, Sylvie (Hrsg.): Der Golem wie er in die Welt kam / Paul Wegener. Nancy: Goethe-Institut 1994, 315 S. (Sequenz. 7.). -- Zweisprachig dt.-frz. Bezug über das Goethe-Institut (39, rue de la Ravinelle, F-54052 Nancy).

Schott, Peter / Schott-Bréchet, Sylvie / Stasiak, Halina (Konzeption, Realisierung und Ausarbeitung): Die Blechtrommel, Volker Schlöndorff. Nancy: Goethe-Institut o.J., 342 S. (Sequenz: Film und Pädagogik. 5.). -- Der großformatige Band ist ein zweisprachiges Arbeitsbuch zu Schlöndorffs Film.

Schöttker, Detlev: Von der Stimme zum Internet. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1999, 246 S. (UTB-Taschenbücher. 2109.). -- ISBN 3-8252-2109-1, DM 33,80.

Schrape, Klaus / Hürst, Daniel: Bewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit eines Ballungsraum-Fernsehens in Hamburg. Ein Gutachten der Prognos AG. Berlin: Vistas 1994, 57 S. (Schriftenreihe der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. 10.). -- ISBN 3-89158-122-X, DM 36,--.

Schrape, Klaus: Digitales Fernsehen: Marktchancen und ordnungspolitischer Regelungsbedarf. München: Reinhard Fischer 1995, 187 S. -- ISBN 3-88927-155-3, DM 25,--.

Schraut, Bernhart: Jugendschutz und Medien. Zur Verfassungsmäßigkeit des Jugendschutzes im Rundfunk und bei den übrigen audiovisuellen Medien. Baden-Baden: Nomos 1993, 129 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht (UFITA). 113.). -- ISBN 3-7890-3101-1, DM 39,--.

Schreitmüller, Andreas: Filmtitel. Münster: MAkS Publikationen 1994, 433 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-557-4, DM 52,80. Zuerst als Phil. Diss. Universität Konstanz 1992. -- [Klappentext:] Im ersten Teil werden die beiden Hauptfunktionen des Filmtitels (Information und Werbung), aber auch untergeordnete Funktionen (z.B. Interpretationshilfen) analysiert und mit zahlreichen Beispielen belegt. Stilistische Eigenschaften (vor allem Anspielungen, Mehrdeutigkeiten, Wortspiele, Exotismen, Klangwiederholungen) werden ebenso erläutert wie alle anderen wesentlichen Aspekte des Themas: Arbeitstitel, Umtitelungen beim Übergang in andere Medien, Zensur, rechtlicher Status, Marketing-Gesichtspunkte etc. Den Ausgangspunkt der Überlegungen bildet dabei immer die Frage nach der beabsichtigten Wirkung des Titels. Im zweiten Teil geht es um Filmtitel im Kontext mehrerer Sprachen, wobei deutsche und englische Titel im Vordergrund stehen. Zur Sprache kommen dabei Besonderheiten wie etwa Ersetzungen, Ergänzungen, Verstehenserleichterungen und der Trend zur Beibehaltung des englischen Originaltitels. Das, was man gemeinhin "Übersetzung von Filmtiteln" nennt, wird problematisiert und im Rahmen neuerer Übersetzungstheorien diskutiert. Es zeigt sich dabei, daß angesichts von Filmtiteln manche vertraute Vorstellung von Übersetzungen aufgegeben werden muß.

Schricker, Gerhard / Bastian, Eva-Marina / Dietz, Adolf (Hrsg.): Konturen eines europäischen Urheberrechts. 8. Ringberg-Symposium des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht, 25. bis 30. September 1994 Schloß Ringberg, Tegernsee. Baden-Baden: Nomos 1996, 175 S. -- ISBN 3-7890-3990-X, DM 48,--.

Schröder, Gottfried: Nordirland im Film. In: Das Nordirlandproblem in Geschichte und Gegenwart. Hrsg. v. Jürgen Elwert. Wiesbaden: Steiner Vlg. 1993.

Schröder, Guido: Die Ökonomie des Fernsehens - eine mikroökonomische Analyser. Mit einem Vorw. v. Hans-Jürgen Ewers. Hamburg/Münster: Lit 1997, 128 S. (Telekommunikation und Multimedia. 2.). -- ISBN 3-8258-3387-0, DM 29,80.

Schröder, Hermann-Dieter (Hrsg.): Entwicklung und Perspektiven der Programmindustrie. Baden-Baden: Nomos 1999, 166 S. (Symposien des Hans-Bredow-Instituts. 17.). -- ISBN 3-7890-6419-x, DM 59,–.

Schröder, Nicolaus: Filmindustrie. Reinbek: Rowohlt 1995, 125 S. (Rororo Special.)/(Rowohlt Handbuch. 6377.). -- ISBN 3-499-16377-2, DM 12,90. -- "Das Erfolgsgeheimnis der Filmriesen läßt sich beschreiben", eröffnet Schröder seinen enttäuschenden Durchmarsch durch das steinige Gelände der Filmökonomie. Enttäuschend gleich aus mehreren Gründen. Immerhin ist der Anspruch hoch gesteckt (siehe oben). Wer den finanziellen "Erfolg" eines Films nun aber erklären (natürlich nicht: beschreiben!) will, der bedarf eines sensiblen Verständnisses für die Interaktion zwischen Publikum, Zeitgenossenschaft, filmischen Stoffen und Stilen - und nicht so holzschnittartiger Annahmen, wie Schröder sie in flottem Journal-Ton offenbar völlig unreflektiert kolportiert. Teenies gehen viel ins Kino, und Teenie-Filme bilden die Spitze der Hitliste... Repertoire- oder Off-Kinos verlieren ihre Besucherschaft, weil das Fernsehen das Repertoire versendet... Und: "welcher Franzose will schon einen Film über Hitler-Tagebücher, Stalingrad oder Münchner Trümmerfrauen sehen, wem mag man das überhaupt zumuten?" -- Enttäuschung. Vieles bleibt rein anekdotisch. Manchmal werden nach fünf Zeilen andere Tatsachen behauptet. Der historische Teil ist nicht nur ein anekdotisch-beliebiger Durchmarsch, sondern auch noch ganz und gar auf das amerikanische Studiosystem beschränkt. Eine Einführung in die betriebswirtschaftlichen Eigenheiten des Studiowesens fehlt, ebenso eine Abgrenzung zur Projektförderung. Die Produktion für's Fernsehen ist aus der Darstellung der Studios ausgegrenzt - der Daten-Highway, der am Ende nicht fehlen darf, wird aber (folgt man dem Autor) möglicherweise die Filmwirtschaft zum Erliegen bringen. -- Nein, das ist nicht das Buch, das der Titel verspricht und das so dringend nötig wäre.

Schuck-Wersig, Petra: Expeditionen zum Bild. Beiträge zur Analyse des kulturellen Stellenwerts von Bildern. Frankfurt [...]: Peter Lang 1993, 247 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 35.). -- ISBN 3-631-45428-7, DM 65,--. Zugl. Diss. Berlin, Freie Universität Berlin 1992.

Schudack, Achim: Filmmusik in der Schule. Studien zu Kazan/Bernsteins On the Waterfront. Ein Beispiel interdisziplinärer Filmanalyse und integrativen Musikunterrichts. Augsburg: Bernd Wißner 1995, 239 S. (Forum Musikpädagogik. 11.). -- ISBN 3-928898-77-9, DM 45,--.

Schuetz, A.: Spitzenkandidaten im Fernsehwahlkampf: Techniken der Selbstdarstellung und Antwortmuster. In: Zeitschrift fuer Parlamentsfragen 3, 1993, S. 366-384.

Schuetz, A.: Entertainers, experts, or public servants? Politicians' self-presentation on television talk shows (Entertainer, Experten oder Volksvertreter? Die Selbstdarstellung von Politikern in Fernseh-Talkshows). In: Political Communication 12, 1995, S. 211-221.

Schuetz, A.: Mythen in der politischen Kommunikation: Werbefilme für Ronald Reagan 1984 und Helmut Kohl 1994. In: Zeitschrift für Politische Psychologie 3,1-2, 1995, S. 5-21.

Schüler, Rolf (Red.): Antonioni - Die Kunst der Veränderung. Hrsg. v. Berliner Filmkunsthaus Babylon e.V. Wien: PVS Verleger 1993, 96 S. -- DM 20,--.

Schüler, Rolf: Visconti. Berlin: Filmkunsthaus Babylon 1995, 96 S. -- Anläßlich einer Visconti-Retrospektive. Mit Originalbeiträgen sowie Texten von Bazin und Antonioni.

Schuler-Harms, Margarete: Rundfunkaufsicht im Bundesstaat. Die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten. Baden-Baden: Nomos 1995, xiii, 297 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 27.). -- ISBN 3-7890-3820-2, DM 79,--.

Schuller, Alexander: Gräßliche Hoffnung. Zur Hermeneutik des Horror-Films. In: Die andere Kraft. Zur Renaissance des Bösen. Hrsg. v. Alexander Schuller & Wolfert v. Rahden. Berlin: Akademie-Vlg. 1993 (Acta Humaniora. Schriften zur Kunstwissenschaft und Philosophie.).

Schult, Susanne: Frank Elstners Nase vorn. Bardowick: Wissenschaftler-Verlag 1993, 209 S. (Arbeitsberichte des Instituts für Angewandte Medienforschung. 9.)/Fernsehstars. 3.). -- ISBN 3-89153-24-0, DM 70,--.

Schulte, Herbert: Zwischen Bildschirm und Bildung. Lehren und Lernen in der "Informationsgesellschaft". Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1995, 160 S. (Medien und Bildung. 2.). -- ISBN 3-8258-2058-0, DM 24,80.

Schulten, Marie-Luise (Hrsg.): Medien und Musik. Musikalische Sozialisationen 5-15jähriger. Hamburg/Münster: Lit Vlg. 1999, 285 S. (Theorie und Praxis der Musikvermittlung. 1.). -- ISBN 3-8258-2992-8, DM 29,80.

Schultheis, Stefan Karl: Die Diffusion und Adoption von Hörfunk- und Fernsehempfangsgeräten im Bereich der privaten Haushalte. Diss. Frankfurt 1992, 162 S.

Schultz, Irmgard: Madonna - das ewige und das wirkliche Idol. Reflexionen über weibliche Schönheit anhand der Rolle von Idolen für das Selbstverständnis der Frau. In: Reflexionen vor dem Spiegel. Hrsg. v. Farideh Akashe-Böhme. Frankfurt: Suhrkamp 1992, S. 91-111.

Schulz, André: Die Telekommunikation im Spannungsfeld zwischen Ordnungs- und Finanzpolitik. Frankfurt: Gabler Ed. Wissenschaft 1995, xviii, 272 pp. -- ISBN 3-8244-6163-3, DM 98,--.

Schulz, Günter / Karnstädt, Hans (eds.): Terms and methods for technical archiving of audiovisual materials. / Terms et méthodes d'archivage technique de documents audiovisuels. / Sachwörter und Methoden für die technische Archivierung audiovisueller Materialien. München [...]: Saur 1992, 87 S. (Film-Television-Sound Archive Series. 4.).

Schulz, Winfried (Hrsg.): Medienwirkungen. Einflüsse von Presse, Radio und Fernsehen auf Individuum und Gesellschaft. Untersuchungen im Schwerpunktprogramm "Publizistische Medienwirkungen". Forschungsbericht. [Für die] Deutsche Forschungsgemeinschaft hrsg. v. Winfried Schulz. Weinheim: VCH, Acta Humaniora 1992, xi, 321 S. -- ISBN 3-527-17028-6. DM 49,--. -- Der Sammelband gibt einen Überblick über die einzelnen Teilstudien des DFG-Schwerpunktprogramms und die darin verwendeten Methoden. Die meisten Beiträge entstammen dem empirisch-publizistikwissenschaftlichen Paradigma. Der Band verdient breiteres Interesse wegen einiger Beiträge, die über den engen Rahmen von Nutzungserhebungen und ein publizistikwissenschaftliches Verständnis von "Wirkung" hinausgehen und entweder Sinnhorizonte der Rezeption oder strukturale Eigenschaften der Kommunikate zu reflektieren versuchen. -- Aus dem Inhalt: Michael Charlton / Klaus Neumann-Braun: Medienthemen und Rezipiententhemen. Einige Ergebnisse der Freiburger Längsschnittuntersuchung zur Medienrezeption von Kindern (9-23). -- Gary Bente / Siegfried Frey: "Visuelle Zitate" als Mittel der Fernsehberichtertattung in der Bundesrepublik, Frankreich und den USA (191-222). -- Ingrid Hamm / Barbara Koller: Fernsehen und Wissensvermittlung (223-245). -- Der Band enthält außerdem eine Kurzbeschreibung des Schwerpunktprogramms und aller Teilprojekte.

Schulz, Winfried / Berens, Harald / Reh, Reimar: Der Kampf um Castor in den Medien. Konfliktbewertung, Nachrichtenresonanz und journalistische Qualität. München: Reinhard Fischer 1998, 143 S. (Medien-Skripten. Research). -- ISBN 3-88927-228-2, DM 34,–.

Schulz, Wolfgang: Gewährleistung kommunikativer Chancengleichheit als Freiheitsverwirklichung. Baden-Baden: Nomos 1998, 216 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 32.). -- ISBN 3-7890-5478-x, DM 65,–.

Schulz, Wolfgang / Seufert, Wolfgang: Digitales Fernsehen: Regulierungskonzepte und -perspektiven. Leverkusen: Leske und Budrich 1999, 138 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. 31.). -- ISBN 3-8100-2291-8, DM 28,–.

Schulze-Gattermann, Silke: Das Erbe des Odysseus. Antike Tragödie und Mainstream-Film. Alfeld/Leine: Coppi 2000, vii, 153, viii S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 71.). -- ISBN 3-930258-70-6, DM 32,–. Zuerst als Magisterarbeit Hamburg 1996. Mythologische Analyse.

Schulze-Sölde, Antje: Politische Parteien und Wahlwerbung in der dualen Rundfunkordnung. Zum Rechtsanspruch der parteien auf Sendezeit. Baden-Baden: Nomos 1994, 211 S. -- ISBN 3-7890-3437-1, DM 68,--.

Schumacher, Heidemarie: Medien/Fernsehen/Netzwerke: Veränderungen im Medienbegriff. Zu Theorie, Ästhetik und Gebrauch der elektronischen Medien. Köln : DuMont, 2000, 287 S.

Schumann, Michael: Neue Medien und privater Rundfunk in Bayern: Das Bayerische Medienerprobungs- und -entwicklungsgesetz als Pradigma einer medienpolitischen Strategie. Frankfurt [...]: Lang 1993 (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 42.).

Schümchen, Andreas: Karriere in den Medien: TV und Video. Hundert Berufe im öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehen und in Produktionsunternehmen. München: Reinhard Fischer 1995, 300 S. -- 2. Aufl. 1996. 4., überarb. Aufl. 1997. ISBN 3-88927-166-9, DM 39,--.

Schumm, Gerhard / Wulff, Hans J. (Hrsg.): Film und Psychologie I. Kognition - Rezeption - Perzeption. Münster: MAkS Publikationen 1990, 312 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-536-1. DM 45,--.

Schunert, Sonja: Shakespeares ‚Hamlet‘ im Film. Alfeld/Leine: Coppi 1999, vi, 127 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 65.). -- ISBN 3-930258-64-1, DM 26,–. Zuerst als Magisterarbeit Oldenburg 1998. Mit besonderer Berücksichtigung der Adaptionen von Laurence Olivier (1948), Tony Richardson (1969), Franco Zeffirelli (1990) und Kenneth Branagh (1996). Eine junge Arbeit, die ihren Bezugspunkt nicht unbedingt in der Filmwissenschaft hat. Entsprechend naiv erscheint das Interesse - es geht der Autorin darum, an den vier Beispielen zu zeigen, daß Adaption nicht die schlichte Abfilmung eines Stückes sei, sondern daß sie eine Auseinandersetzung mit einem vorgegebenen Stoff enthalte, die Regisseure dazu anspornen kann, die Möglichkeiten des Films neu zu definieren [so wörtlich!]. Jeder der Filme, heißt es im Resümee, sei in diesem Bemühen zu einem eigenen Werk geworden, das auch unabhängig von Shakespeares Drama betrachtet werden sollte. Denn letztendlich sei nicht nur die Frage entscheidend, ob die jeweilige Verfilmung dem Drama gerecht werden könne oder solle. Wichtig sei vielmehr, daß der Filmemacher seine eigene Vision von der Aussagekraft und den Kern des Stückes umsetze.

Schurian, Walter: Film im Fernsehen: Zur Psychologie der Filmerfahrungen im Alltag. Mit einem Bildteil und Beitr. von Peter Patzak. Göttingen: Vlg. für Angewandte Psychologie 1998, 213 S. (Kunst und Psychologie. 4.). -- ISBN 3-8017-0867-5.

Schuster, Angela: Zerfall oder Wandel der Kultur? Eine kultursoziologische Interpretation des deutschen Films. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Vlg. 1999, 244 S.

Schuster, Jürgen: Rundfunkmarketing. Entwicklung einer strategischen Marketingskonzeption für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Konstanz: Universitäts-Verlag 1995, vii, 333 S. (Medien und Märkte. 5.). -- ISBN 3-87940-391-0, DM 48,--. Unter dem Titel: Entwicklung einer strategischen Marketingskonzeption für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten zuerst als Diss. Tübingen 1993.

Schuster, Martin: Fotopsychologie. Lächeln für die Ewigkeit. Heidelberg [...]: Springer 1996, ix, 278 S. -- ISBN 3-540-60308-5, DM 34,80.

Schuster, Michael: Malerei im Film: Peter Greenaway. Hildesheim/Zürich/New York: Olms 1998, 178 S. (Die Szene. 1.). -- ISBN 3-487-10663-9, DM 49,80. Zuerst als Diss., Marburg 1995.

Schuster, Thomas: Staat und Medien. Über die elektronische Konditionierung der Wirklichkeit. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag 1995, 281 S. (Fischer Taschenbuch. 12594.) / (ZeitSchriften.). -- ISBN 3-596-12594-4, DM 19,90. Zuerst als Diss. Berlin, Freie Universität 1994.

Schütte, Georg: Informationsspezialisten in der Mediengesellschaft. Die Produktion und Präsentation von Fernsehnachrichtensendungen in den USA, der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1994, 403 S. (DUV Sozialwissenschaft.). -- ISBN 3-8244-4164-0, DM 79,--.

Schütte, Georg (Hrsg.): Fernsehnachrichtensendungen der frühen Jahre: Archive, Materialien, Analysen, Probleme, Befunde. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, 91 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 59.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. -- Inhalt: Georg Schütte: Die 'Frühzeit' von Fernsehnachrichtensendungen: Berichte aus der Forschung (7-9). -- Christine Syros: Zur Archivlage der Hauptfernsehnachrichtensendungen von CBS, ABC und NBC aus den 50er und 60er Jahren (10-19). -- Elvira Claßen: Fernsehnachrichtensendungen als Teil des Fernsehprogramms in der Bundesrepublik Deutschland: Eine Untersuchung von Hörzu-Ausgaben zwischen 1952 und 1990 (20-39). -- Elvira Claßen: Camel News Caravan, Huntley-Brinkley Report, NBC Nightly News und Tagesschau 1952-1990: Eine Sendeformatanalyse (40-69). -- Elvira Claßen / Annegret Leistner: Probleme bei der Inhaltsanalyse von Fernsehnachrichtensendungen aus den 40er bis 60er Jahren: CBS Evening News und Tagesschau (70-84). -- Sabine Frevel: Probleme bei der Inhaltsanalyse von Fernsehnachrichtensendungen aus den 60er Jahren: die Aktuelle Kamera (70-91).

Schütte, Oliver: Chekhov's Close-ups. Berlin: Vistas Vlg. 1995, 48 S. (Master Schools of the European Film Academy. 4. Working with the Actor with István Szabó and Tilda Swinton.). -- ISBN 3-89158-138-6, DM 10,--. Interessante Dokumentation einer Werkstatt über die Arbeit des Schauspielers im Film.

Schütte, Oliver: Die Kunst des Drehbuchlesens. Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe 1999, 239 S. (Buch & Medien.). -- ISBN 3-4049-4003-2, DM 29,90.

Schütte, Wolfram (Hrsg.): Bilder vom Kino. Literarische Kabinettstücke. Frankfurt: Suhrkamp 1996, 174 S.

Schütz, Erhard: Das "Dritte Reich" als Mediendiktatur. Medienpolitik und Modernisierung in Deutschland 1933 bis 1945. In: Monatshefte 87,2, 1995, S. 129-150.

Schütz, Gerhard / Eichenberger, Werner: Film: Motion & Emotion. Geschichte, Technik, Produktion, Gestaltung, Praxis. Ein Schau- und Lesebuch. Grünen: Freie Print Edition 1995. -- ISBN 3-906104-17-6, sFr. 42,--. Bezug über den Buchhandel oder den Verlag: BO Druck, CH-3455 Grünen.

Schütz, Jutta: Außenwelt - Innenwelt. Thematische und formale Konstanten im Werk von Luis Buñuel. Frankfurt [usw.]: Peter Lang 1990, 325 S. (Saarbrücker Arbeiten zur Romanistik. 7.). -- ISBN 3-631-42497-3. DM 86,--. -- [Verlagsankündigung:] Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen äußeren Zwängen und inneren Bedürfnissen, zwischen normenkonformer Fassade und deformiertem Innenleben. Dabei erweist sich, daß den Obsessionen und Perversionen der Filmfiguren bei Buñuel eine gewichtige politische Dimension zukommt, stehen sie doch stets in einer Wechselbeziehung mit den Repressionsmechanismen des reaktionären Staates. Zur Visualisierung dieser Zusammenhänge hat Buñuel eine originelle Filmsprache entwickelt, deren Charakteristika hier ebenfalls herausgearbeitet werden.

Schütz, Walter J. (Hrsg.): Medienpolitik. Dokumentation der Kommunikationspolitik in der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis 1990. Zusammengest. u. bearb. v. Marianne Wulff-Nienhüser u. Daniela Grobe, unter Mitarb. v. Erika Stratz u. Sieter Stürzebecher. Mit einer Einl. v. Gerhard W. Wittkämper. Konstanz: UVK Medien 1999, 734 S. (Schriften der Deutschen Gesellschaft für Comnet. 8.). -- ISBN 3-89669-102-3, DM 98,–.

Schütze, Peter / Jankó, Mirjam von (Hrsg.): Dat soll mir erst mal einer nachmachen! Adolf Tegtmeier und Jürgen von Manger. Mit Beiträgen v. Dieter Hildebrandt, Rolf Hochhuth, Johannes Rau, Josef Reding, Tana Schanzara u.a. Essen: Klartext 1998, 176 S. -- ISBN 3-88474-659-6, DM 29,80.

Schwab, Angelica: Die Darstellung des Serienkillers in Wirklichkeit und Film. Störenfied oder Stabilisator? Eine sozioästhetische Untersuchung. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1999, 240 S. (Nordamerikastudien: Münchener Beiträge zur Kultur und Gesellschaft. 1.). -- ISBN 3-8258-4542-7, DM 38,80.

Schwab, Martin: Unsichtbares - Sichtbar gemacht. Zu Samuel Becketts Film. München: Fink 1996, 224 S. -- ISBN 3-7705-3157-4, DM 48,--.

Schwarz, Alexander (Hrsg.): Das Drehbuch. Geschichte, Theorie, Praxis. München: Verlegergemeinschaft Schaudig/Bauer/Ledig 1992, 222 S. (Diskurs Film. Münchner Beiträge zur Filmphilologie. 5.). -- Aus dem Inhalt: Michael Schaudig: Literalität oder Poetizität? Zum Textstatus von 'Filmtexten' (9-16). -- Jürgen Kasten: Populäre Wunschträume und spannende Abenteuer. Das erfolgreiche trivialdramatische Erzählkonzept der Jane Bess und anderer Drehbuchautorinnen des deutschen Stummfilms (17-54). -- Alexander Schwarz: Klassische Dramaturgie oder Avantgarde? Positionen des sowjetischen Stummfilmdrehbuchs bei Valentin Turkin und Sergej Eisenstein (55-90). -- Eggo Müller: Adaption als Medienreflexion. Das Drehbuch zu Phil Jutzis Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin und Hans Wilhelm (91-116). -- Cornelius Schnauber: Fritz Langs Methode des Drehbuchschreibens. Texte zu Tonfilmen im Fritz-Lang-Nachlaß der University of Southern California, Los Angeles (117-146). -- Michael Truppner: Konzept und Realisation. Zur Textgenese des Films Die verlorene Ehre der Katharina Blum (147-172). -- Charles Eidsvik: Drehbücher aus der Fabrik. Schreiben für die amerikanische Filmindustrie (173-196). -- Der Band enthält außerdem Berichte aus verschiedenen Drehbuchwerkstätten.

Schwarz, Alexander: Der geschriebene Film. Drehbücher des deutschen und russischen Stummfilms. München: Diskurs Film Vlg. 1994, 439 S. (Diskurs Film Bibliothek. 6.). -- ISBN 3-926372-56-7, DM 98,--.

Schwarz, Hans Wilhelm: John Ford. In: Studies in the Western 4,2, 1996, S. 165-178.

Schwarz, Werner Michael: Kino und Kinos in Wien. Eine Entwicklungsgeschichte bis 1934. Hrsg. v. d. Gesellschaft für Filmtheorie. Wien: Turia & Kant 1992, 307 S. -- ISBN 3-85132-029-8, DM 36,--/öS 248,--.

Schwarzer, Alice: Romy Schneider. Mythos und Leben. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1998, 219 S. -- ISBN 3-462-02740-9, DM 36,–.

Schweinitz, Jörg (Hrsg.): Erzählen in Literatur und Film. Materialien eines Symposiums der Forschungsgruppe Film v. 5. bis 7. Dezember 1989. Berlin (Ost): Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik 1990, 69 S. (Arbeitshefte der Akademie [...], Sektion Darstellende Kunst. 42.). -- Aus dem Inhalt: Peter Wuss: Der spaltbare rote Faden der Filmgeschichten. Zur Modellierung narrativ wirksamer Strukturen des Spielfilms (4-10). -- Jörg Schweinitz: Stereotypen populären filmischen Erzählens (10-15). -- Hans J. Wulff: Erzähltextanalyse (16-18). -- Oksana Bulgakowa: Narration, auf ein Minimum reduziert: Analyse der Anfangssequenzen in einigen Spielfilmen (18-21). -- Wolfgang Beilenhoff: Sans Soleil: Licht - Bild - Gedächtnis (22-26). -- Gerhard Schumm: Feinschnitt, Bildanschlüsse und filmisches Erzählen (26-32). -- Renate Schubert: Rezeptionsweisen. Ein Versuch zur Wirkungspsychologie (41-43). -- Eva Scherf: Zur filmischen Adaption literarischer Texte aus der Sicht der Wirkungsforschung: das Beispiel Levins Mühle (47-50). -- Marga Firle: Zur Übersetzbarkeit literarischer Erzählstrukturen in die Sprache des Films und ihre Grenzen (50-52). -- Nedeltscho Milev: Das ästhetische Dreieck: Bild - Musik - Wort (59-65). -- Stojan Stoimenov: Erzählung und Montage in Drehbuch und Regie (66-68).

Schweinitz, Jörg (Hrsg.): Prolog vor dem Film. Nachdenken über ein neues Medium 1909-1914. Hrsg. u. kommentiert v. Jörg Schweinitz. Leipzig: Reclam 1992, 471 S. (Reclam-Bibliothek. 1432.). -- ISBN 3-379-01432-X.ellschaft. Untersuchungen im schsprachigen Kinopublizistik zeigt sich bereits das ganze Spektrum öffentlichen Reagierens von Faszination und Skepsis, Abwehr und Integration, wie es seither jede mediale Innovation begleitet und letztlich vorangetrieben hat. Vielfach wurde das Kino-Theater-Verhältnis zum Anlaß genommen, um abgrenzend über Fragen einer medienadäquaten Stilistik zu reflektieren. In diesem Kontext entwickelte sich eine frühe Gattungstheorie des Stummfilms, deren Paradigmen, insbesondere die primäre Fundierung in der Physiognomik der Darsteller, bis in die erste Hälfte der 20er Jahre hinein wenig Veränderung erfahren haben. Ihren Höhepunkt erlebte die theoretische und generell die publizistische Beschäftigung mit dem Film, die später als "Kino-Debatte" berühmt wurde, zweifellos 1913. Beteiligt waren namhafte Literaten wie Robert Walser, Max Brod, Kurt Tucholsky, Alfred Döblin, Walter Hasenclever, Victor Klemperer, Peter Altenberg usw. genauso wie längst vergessene, beflissene "Kinoreformer" jener Tage.

Schweinitz, Jörg: Der ‚Stein der Stereotypie‘. Der Diskurs zur Standardisierung des Erzählens in der klassischen deutschen Filmtheorie. In: Die erzählerische Dimension. Eine Gemeinsamkeit der Künste. Hrsg. v. Eberhart Lämmert. Berlin: Akademie Vlg. 1999, S. 263-292.

Schweinitz, Jörg: Zur Erzählforschung in der Filmwissenschaft. In: Die erzählerische Dimension. Eine Gemeinsamkeit der Künste. Hrsg. v. Eberhart Lämmert. Berlin: Akademie Vlg. 1999, S. 73-87.

Schweitzer, Dirk: Der Film als Marktleistung. Absatzpolitik filmwirtschaftlicher Produktionsunternehmen. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Vlg. 1996, xxiv, 270 S. (DUV. Wirtschaftswissenschaften.). -- ISBN 3-8244-0325-0, DM 98,--. Zuerst als Diss., Siegen 1996.

Schwenger, Birgit: Strategien des Ereigniskinos. Star Wars als neues Erfolgskonzept Hollywoods. Bochum: Paragon Vlg. 1997, 122 S. -- ISBN 3-932872-00-2, DM 29,80.

Schwenger, Birgit: Strategien des Ereigniskinos. Star Wars als neues Erfolgsrezept Hollywoods. Bochum: Paragon Verlag 1997, 122 S. -- ISBN 3-932872-00-2, DM 28,–.

Scorsese, Martin: Scorsese über Scorsese. Hrsg. v. David Thompson & Ian Christie. Mit einer Einl. v. Wim Wenders. Frankfurt: Vlg. der Autoren 1995, 200 S. (Filmbibliothek.). -- ISBN 3-88661-163-9, DM 32,--.

Seblatnig, Heidemarie (Hrsg.): Außenräume, Innenräume. Der Wandel des Raumbegriffs im Zeitalter der elektronischen Medien. [Im Auftrag d.] Gesellschaft für Filmtheorie hrsg. v. Heidemarie Seblatnig. Wien: WUV Universitätsverlag 1991, 130 S. -- ISBN 3-85114-063-X, öS 178,--. Akten des gleichnamigen Symposiums v. 22. u. 23. November 1991. -- Die audiovisuelle Repräsentation des Raums ist noch kaum untersucht worden, doch schon wird im postmodernen Sprechen der "Raum" zu einer Universalmetapher, werden notwendige Differenzierungen aufgegeben oder gar nicht erst getroffen, wird auf die Anmutungskraft des Schlagworts "Raum" vertraut. Der vorliegende Band enthält zwei Arbeiten, die interessant erscheinen, weil sie analytisch mit "Raum" umgehen (Claudia Preschl zur Kontinuitätsmontage; Peter Tscherkassky über Raum, Metonymie und Synekdoche im frühen Avantgardefilm). Alles andere enttäuscht, verbindet Mikrokosmos, Makrokosmos und den Krieg der Sterne, versinkt in postmodernistischem Sprachspiel. Der Gegenstand verflüchtigt sich - und das ist Programm, im Vorwort ist's nachzulesen: "Begriffe wie Simulation und Virtualität bezeichnen die veränderte Erfahrung des Raumes. Entfernungen reduzieren sich durch den Einsatz technischer Kommunikationsmittel auf ein Minimum, die traditionellen räumlichen Parameter von Nähe und Ferne werden aufgehoben. KünstlerInnen [!], die Sensoren unserer Gesellschaft, unterscheiden nicht mehr zwischen Außenräumen und Innenräumen, sie streben 'images beyond imagination', Bilder jenseits der Vorstellungskraft an". -- Aus dem Inhalt: Claudia Preschl: Fläche und Raum. Das Kino als eine auf einer Fläche basierende räumliche Konstruktion (39-44). -- Peter Tscherkassky: Die Räume der Avantgarde (53-64).

See, Klaus von: "Dem deutschen Volke zu eigen". Fritz Langs Nibelungenfilm von 1924. In: Mittelweg 36, 4.6.1995, S. 34-45.

Seelmann-Eggebert, Sebastian: Internationaler Rundfunkhandel. Im Recht der World Trade Organization und der Europäischen Gemeinschaft. Baden-Baden: Nomos 1998, 266 S. (Law and Economics of International Telecommunications. 35.). -- ISBN 3-7890-5363-5, DM 98,–.

Seemann, Bruno: Prominenz als Eigentum. Parallele Rechtsentwicklungen einer Vermarktung der Persönlichkeit im amerikanischen, deutschen und schweizerischen Persönlichkeitsschutz. Baden-Baden: Nomos 1996, 290 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 140.). -- ISBN 3-7890-4371-0, DM 69,--.

Seeßlen, Georg: David Lynch und seine Filme. Marburg: Schüren 1994, 200 S. (Im Kino. 1.). -- ISBN 3-89472-052-2, DM 29,80. 3., erw. Aufl. 1997, 223 S. (DM 34,–). 4., erw. u. überarb. Aufl. 2000, 240 S. (ARTE-Edition.).

Seeßlen, Georg: Die höllischen Wunschmaschinen. Über Gewalt in den Medien. In: heaven sent, 13, Herbst 1994, S. 86-95.

Seeßlen, Georg: Tanz den Adolf Hitler. Faschismus in der populären Kultur. Ed. Tiamat 1994 (Critica Diabolis. 47.). -- ISBN 3-923118-24-4, DM 28,--.

Seeßlen, Georg: Thriller. Kino der Angst. Marburg: Schüren 1995, 300 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-422-6, DM 38,--.

Seeßlen, Georg: Western. Geschichte und Mythologie des Western-Films. Marburg: Schüren 1995, 256 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-421-8, DM 45,--.

Seeßlen, Georg: Abenteuer. Geschichte und Mythologie des Abenteuerfilms. 3. überarb. u. aktual. Neuaufl. Marburg: Schüren 1996, 280 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-424-2, DM 38,--. -- Der heroische Grenzgänger, der in die Fremde aufbricht, um eine Aufgabe zu erfüllen; der angepaßte Zivilisationsmensch, den eine Katastrophe in eine Situation katapultiert, in der er ums Überleben kämpfen muß; der Außenseiter, für den ein Himmelfahrtskommando die letzte Chance darstellt - Abenteurer gib es in allen Schattierungen. Und die Erzählung des Abenteuerlichen, entstanden aus der Reisegeschichte, ist vielleicht sogar der Ursprung literarischer Fiktion an sich. Auch wenn sich die klassische Abenteuerliteratur in ihrer noch heute gültigen Struktur größtenteils erst im 19. Jahrhundert - in der Hochphase des Kolonialismus - etabliert hat, reichen ihre Vorgänger bis in die Sagen zurück. -- In der wichtigsten populären Textform des 20. Jahrhunderts, dem Film, gehören die abenteuerlichen Genres zu den ältesten, größten und dennoch unerschlossensten. Sekundärliteratur ist eher dünn gesät, und für eine so umfassende survey des Korpus bis in seine Teilgenres und deren Ränder und Überschneidungen, wie Georg Seeßlen sie hier unternommen hat, gibt es praktisch keine Vorbilder. In der aktualisierten Fassung seines Bandes Der Abenteurer aus dem Jahr 1983 verfolgt er die Entwicklung des Antikfilms, des Ritterfilms, des Mantel- und Degenfilms, Piratenfilms, Abenteuerfilms und Entdeckerfilms von ihren historischen Anfängen bis in die Gegenwart, definiert ihre Heldentypen, wie sie sich in den Darstellern von Douglas Fairbanks über Errol Flynn bis Charlton Heston und Sean Connery widerspiegeln, und lotet die Grenzbereiche zwischen Realistischem und Mythischem aus, zwischen denen die Genres immer wieder pendelten. Folgerichtig reichen ihre Ausläufer vom Kolonial- zum Tierhororfilm und vom Monumentalepos bis weit in die Fantasy. -- Daß auch Seeßlen dabei nicht alles erfassen kann, daß man Absätze zu Jules-Verne-, Karl-May-, Joseph-Conrad- und selbst Jack-London-Verfilmungen ebenso vergeblich sucht wie Kapitel zum Kinderfilm (etwa nach Astrid Lindgren) oder zum gesamten Bereich des japanischen Samurai oder chinesischen Shaolin-Films, liegt an der gigantischen Fülle des Materials. Auch kleinere faktische Irrtümer (Edmund Purdom, nicht Victor Mature spielte etwa Sinuhe, den Ägypter) kann man noch übersehen. Ein wenig bedauerlicher ist da schon die schlechte formale Qualität des Buchs, die von unnötig vielen Setzerfehlern über falsche Seitenreiter bei den Kapitelüberschriften bis zum völligen Fehlen bibliographischer Nachweise zitierter Artikel und Bücher vor 1981, also aus den alten Passagen des Bandes. Das wäre vermeidbar gewesen. Und wie sich Beispiele wie Ausser Atem oder Panzerkreuzer Potemkin in die Filmographie verirrt haben (die sich auf eine Titelliste auf Video erhältlicher Filme beschränkt und ruhig etwas ausführlicher hätte sein dürfen), bleibt ein Geheimnis. Damit stellt dieses Lesebuch vielleicht eine Ergänzung zur Erstauflage von 1983 dar, aber keinesfalls einen Ersatz. -- (Bodo Traber)

Seeßlen, Georg: Clint Eastwood trifft Federico Fellini. Essays zum Kino. Berlin: Bertz Vlg. 1996, 190 S. (Edition Splitscreen. 2.). -- ISBN 3-929470-05-5, DM 28,--.

Seeßlen, Georg: Natural Born Nazis. Faschismus in der populären Kultur. Berlin: Bittermann / Berlin: Ed. Tiamat 1996, 192 S. (Critica Diabolis. 57.). -- ISBN 3-923118-79-1, DM 28,--.

Seeßlen, Georg: Erotik. Ästhetik des erotischen Kinos. Marburg: Schüren 1996, 300 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-423-4, DM 38,--.

Seeßlen, Georg: Derrick und die Dorfmusikanten. Miniaturen zur deutschen Unterhaltungskultur. Hamburg: KVV Konkret 1997, 157 S. (Konkret Texte. 14.). -- ISBN 3-930786-10-9, DM 19,80.

Seeßlen, Georg: Detektive. Mord im Kino. Marburg: Schüren 1997, 278 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-425-0, DM 38,--.

Seeßlen, Georg: Copland. Geschichte und Mythologie des Polizeifilms. Marburg: Schüren 1998, 529 S. (Grundlagen des populären Films.). -- ISBN 3-89472-426-9, DM 48,–.

Seeßlen, Georg / Jung, Fernand: Stanley Kubrick und seine Filme. Marburg: Schüren 1999, 320 S. (Arte Edition.). -- ISBN 3-89472-312-2, DM 34,–.

Seewi, Nurit: Miami Vice. Cashing in on Contemporary Culture? Towards an Analysis of a U.S.-Television Series Broadcast in the Federal Republic of Germany. Heidelberg: Carl Winter 1990, iv, 403 S. (Reihe Siegen. Medienwissenschaft. 103.). -- ISBN 3-533-04312-6 (kt.) / 3-533-04313-4 (Ln.). DM 72,-- (kt.), DM 98,-- (Ln.). Zugl. Phil. Diss., GHS-Universität Siegen. -- Die zentrale These: Miami Vice wird als ein Produkt und Kommunikat genommen, das im Schnittpunkt zahlreicher kultureller Erscheinungen liegt, die hier zusammengebracht und in eine postmodernistisch anmutende mélange integriert werden. Zu den einzelnen Bereichen kulturellen Wissens und kultureller Praxis, die benutzt sind, gehören: (1) Stiltendenzen aus dem Film Noir (S. 64ff; eine These, die sicherlich zu diskutieren wäre); (2) Heldentypen, die klassische und modernistisch-distanzierte Eigenschaften kombinieren (S. 104); (3) formale Anleihen an die Inszenierungstechniken von Videoclip und Werbefilm; (4) intensive Engführung von Körper (bzw. besser: Leib) und Produktwelt (S. 139ff); (5) einzelne, statuskommunikationsfähige Objektbereiche wie z.B. Kleidung (S. 142, passim); (6) auf zahlreichen Ebenen beobachtbare Selbst-Reflexivität usw. Narrative Struktur und die nach dichotomischen Kontrasten aufgebaute abgebildete Welt erweisen sich gegenüber der Oberflächenmodernität von Miami Vice durchaus als konventionell. Das innovative Element der Serie, das ja schon früh gesehen worden ist (aber erst mit vorliegender Untersuchung belegbar geworden ist), ist die enge Beziehung zwischen Serie und äußerer gesellschaftlicher Realität des Konsums, die durch alle Ebenen der Inszenierung und der Dramaturgie hindurch hergestellt wird. Miami Vice läßt sich so lesen als Propagandainstrument einer besonderen Konsumwelt, als eine der Agenturen, durch die Konsumismus als eine Form des "In-der-Welt-Seins" vermittelt wird.

Segeberg, Harro: Stadt und Film. Zum Bewegungsbild der frühen Kinematographie. In: Die neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte, 42,11, 1995.

Segeberg, Harro (Hrsg.): Mediengeschichte des Films. 1. Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films. München: Fink 1996. -- ISBN 3-7705-3117-5, DM 68,--.

Segeberg, Harro (Hrsg.): Die Perfektionierung des Scheins. Das Kino der Weimarer Republik im Kontext der Künste. München: Fink 1999, 356 S. (Mediengeschichte des Films. 3.). -- ISBN 3-7705-3310-0, DM 78,–. Inhalt: Klaus Kreimeier: Dispositiv Kino. Zur Industrialisierung der Wahrnehmung im 19. Und frühen 20. Jahrhundert (17-34). -- Jürgen Kasten: Filmstil als Markenartikel. Der expressionistische Film und das Stilexperiment Von morgen bis mitternachts (37-66). -- Knut Hickethier / Bier, Marcus: Das Unterhaltungskino I: Militärschwänke im Kino der zwanziger Jahre (67-94). -- Georg Seeßlen: Das Unterhaltungskino II: Das Spiel mit der Liebe - Aspekte der deutschen Stummfilmkomödie (95-110). -- Christine N. Brinckmann: „Abstraktion“ und „Einfühlung“ im deutschen Avantgardefilm (111-140). -- Thomas Brandlmeier: „Entfesseltes Sehen“. Von der Ausfahrt der Chinakrieger bis Variété (143-158). -- Ulrich Rügner: Die Filmmusik der Weimarer Republik im Kontext der Künste (159-176). -- Helmut Weihsmann: Baukunst und Filmarchitektur im Umfeld der filmischen Moderne (177-216). -- „Wir vom Film“: Fotojournalismus und Film (217-240). -- Jürgen Kasten: Literatur im Zeitalter des Kinos: Zur Theorie und Geschichte des Drehbuchs im Stummfilm (241-274). -- Christian Jürgens: Literatur im Zeitalter des Kinos: Das „Man“ ohne Eigenschaften oder: Fluchtlinien literarischer Aufschreibesysteme (275-296). -- Hermann Kappelhoff: Jenseits der Wahrnehmung - Das Denken der Bilder. Ein Topos der Weimarer Avantgarde und ein „psychoanalytischer Film“ von Georg Wilhelm Pabst (299-319). -- Harro Segeberg: Über den Umgang mit Medienrealität. Bertolt Brecht, G.W. Pabst und der Dreigoschenkomplex (319-342).

Segeberg, Harro: Elemente einer Novelle nur wenig verändert zu verfilmen wäre nur Unfug. In: Theodor Storm und die Medien. Zur Mediengeschichte eines poetischen Realisten. Hrsg. v. Harro Segeberg u. Gerd Eversberg. Berlin: Erich Schmidt 1999, S. 28-47.

Segeberg, Harro / Eversberg, Gerd (Hrsg.): Theodor Storm und die Medien. Zur Mediengeschichte eines poetischen Realisten. Berlin: Erich Schmidt Vlg. 1999, 461 S. (Husumer Beiträge zur Storm-Forschung. 1.). -- ISBN 3-503-04933-9, DM 98,–.

Seger, Linda: Das Geheimnis guter Drehbücher. (Making a Good Script Great.) Berlin: Alexander Vlg. 1997, 274 S. -- ISBN 3-89581-006-1, DM 39,80.

Seger, Linda: Von der Figur zum Charakter. Überzeugende Filcharaktere erschaffen. (Creating Unforgettable Characters.) Berlin: Alexander 1999, 240 S.

Seibold, Ernst: Französische Fernsehprogrammzeitschriften. Facetten eines modernen Phänomens. Frankfurt [...]: Lang 1996, 394 S., 74 Abb., 30 Tab. (Werkstruktur und Hintergrund. Studien zur französischen Literatur. 5.). -- ISBN 3-631-49456-4, DM 98,--.

Seidel, Gabriele (Hrsg.): Deutschlandbilder Filmreihe: Eine Dokumentation. Berlin: Freunde der Deutschen Kinemathek 1997, 241 S. -- ISBN 3-927876-12-7, DM 12,–. Zu über 60 deutschen Filmen von 1945 bis heute.

Seidel, Norbert / Libertus, Michael: Rundfunkökonomie. Organisation, Finanzierung und Management von Rundfunk und Fernsehen. Wiesbaden: Gabler 1993, xv, 259 S. -- ISBN 3-409-19093-7, DM 49,80.

Seiderer, Ute: Film als Psychogramm. Bewußtseinsräume und Vorstellungsbilder in Werner Schroeters Malina. Mit Sequenzprotokoll und vollständger Dialogliste im Anhang. München: Diskurs Film Vlg. 1994, 227 S. (Diskurs Film Bibliothek. 7.). -- ISBN 3-926372-57-5, DM 72,--.

Seim, Roland: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen: Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur. Münster: Telos Vlg. 1997, 556 S. -- ISBN 3-933060-00-1, DM 59,80. Zuerst als Diss., Münster 1997. Enth. u.a.: Artikelnachweis auf Filmzeitschriften (Cinema; Film & Fakten; Film und Recht; Moviestar).

Seim, Roland / Spiegel, Josef (Hrsg.): Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen: Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. "Der dritte Grad". 3., verb. u. aktualis. Aufl. Münster 1995, 321 S. -- Limitierte Auflage.

Seitz, Dorothee: Der Film im Franquismus. Moderne und antimoderne Strömungen im spanischen Film der fünfziger und frühen sechziger Jahre. Alfeld/Leine: Coppi Vlg. 1997, (4), 88 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 47.). -- ISBN 3-930258-46-3, DM 22,--. Zuerst als Magisterarbeit Berlin, Freie Universität 1996. -- Lesenswert. [Aus dem Klappentext:] Zunächst wird in einem kultur- und filmhistorischen Überblick Spanien in den fünfziger Jahren beleuchtet. Im Anschluß wird die Heterogenität der Filmpolitik behandelt, die auf der einen Seite die wirtschaftliche Liberalisierung der Filmindustrie forcierte und kulturelle Erneuerungen zur liberalen Imagepflege des Landes zuließ und auf der anderen Seite durch Zensur die Entstehung von jungen, kritischen Kulturen zu verhindern suchte.

Seitz, Walter / Schmidt, German: Der Gegendarstellungsanspruch. Presse, Film, Funk und Fernsehen. Mitautor der 1. Aufl. Alexander Schoener. 3., völlig neubearb. Aufl. München Beck 1998, 530 S. (Schriftenreihe der Neuen juristischen Wochenschrift. 33.). -- ISBN 3-406-43889-X, DM 86,–.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Medien: Dienste und Angebote der katholischen Kirche. Bonn: Selbstvlg. 1993, 38 S. (Arbeitshilfen. 110.).

Selbmann, Erich: DFF Adlershof: Wege übers Fernsehland. Zur Geschichte des DDR-Fernsehens. Berlin: Ed. Ost 1998, 473 S. -- ISBN 3-932180-52-6, DM 29,80.

Sell, Friedrich-Wilhelm von (Hrsg.): Verfassungsrecht und Rundfunk: Die sieben Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts 1961-1991. Berlin: Vistas 1992, 316 S. -- ISBN 3-89158-074-6, DM 48,--.

Selmer, Peter / Gersdorf, Hubertus: Die Finanzierung des Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Prüfstand des EG-Beihilferegimes. Berlin: Duncker & Humblot 1994, 103 S. (Schriften zu Kommunikationsfragen. 20.). -- ISBN 3-428-08110-2, DM 64,--.

Semeria, Stefano: Talk als Show - Show als Talk. Deutsche und US-amerikanische Daytime Talkshows im Vergleich. Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Vlg. 1999, 255 S. ISBN 3-531-13465-5, DM 58,–.

Semiotische Berichte 20,2-4, 1996, S. 107-389: „Bildsprache, Visualisierung, Diagrammatik. Akten zweier internationaler Symposien, Wi en 1991 & 1993. 2.“ Hrsg. v. Jeff Bernard, Gloria Withalm, Karl H. Müller. -- ISSN 3-0254-9271, öS 240,-- / DM 36,–. Bezug durch die Österreichische Gesellschaft für Semiotik, Institut für Sozio-Semiotische Studien, Waltergasse 5/1/12, A-1040 Wien. -- Aus dem Inhalt: Jeff Bernard / Gloria Withalm / Karl H. Müller: Bildsprache - Visualisierung - Diagrammatik. Weitere Ergebnisse zweier Symposien im Überblick (109-120). -- Hans Bozenhard: Icon und Symbol in der Bildsprache der altpaläolitischen Kultur (dargestellt am Beispiel der Funde des Homo erectus bilzinslebenensis (121-138). -- Peter Ebenhoch: Visualisierung im Recht. Ein Überblick (139-158). -- Michael Franz: Sagen und Zeigen. Semiotische Grundfragen der Bildkommunikation (159-174). -- Christa Herkt: Die Nutzung historischer Elemente der Bildsprache in der zeitgenössischen Kunst - dargestellt am Beispiel des Bildes von Werner Tübke „Die frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ (175-206). -- Eleonore Kalisch: Go West - Russisch-transatlantischer Perspektivenwechsel im Video der Pet Shop Boys (207-230). -- Hadwig Kräutler: Otto Neurath: Museumssemiotik. Bemerkungen anhand der bildpädagogischen Schriften (231-250). -- Thomas Northoffme: „Botschaften an alle!“ & „StadtLeseBuch / Letztes VolksBuch“ (251-282). -- Georg Schmid: Semiopolis. „Spuren“, Kartographie und images mentales (283-304). Martin Stegu: Wie sprachlich ist die Bildsprache? (305-320). -- Victorino Tejera: To which Peircean sign-class do work of art belong? (321-328). -- Josef Wallmannsberger: Projekt SAGAHS: The web and forms of dynamic textuality in the humanities (329-342).

Semiotische Berichte 21,3-4, 1997, S. 229-460: „Bildsprache, Visualisierung, Diagrammatik. Akten des gleichnamigen 3. Internationalen Interdisziplinären Symposiums, Wien 1996.“ Hrsg. v. Jeff Bernard u. Gloria Withalm. -- ISSN 3-0254-9271, öS 240,-- / DM 24,--. Bezug durch die Österreichische Gesellschaft für Semiotik, Institut für Sozio-Semiotische Studien, Waltergasse 5/1/12, A-1040 Wien. -- Aus dem Inhalt: Magdolna Orosz: „Erzählte Bilder“ - „Bild“ als narratives Element (323-342). -- Sabine Prokop: Hollywood vs. Commercial TV [zu NYPD Blue] (351-366). -- Hrvoje Turković: Pictorial elements in verbal discourse and verbal elements in fictorial (film) discourse - their metacommunicational function (403-418).

Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe, Referat Medienwirtschaft (Hrsg.): Medienstandort Berlin-Brandenburg. Aus- und Fortbildungsangebote von A-Z. Berlin: Selbstverlag 1996, 87 S. -- Bezug durch die Senatsverwaltung, Martin-Luther-Str. 105, D-10825 Berlin. Unvollständig.

Sequenz. -- Deutsch-französische Hefte zu Film und Pädagogik. Bezug über das Goethe Institut Nancy, 39 rue de la Ravinelle, F-54052 Nancy. -- Seit 1989 sind bislang neun Nummern der vom Goethe-Institut in Nancy zweisprachig deutsch-französisch herausgegebenen Zeitschrift Sequenz erschienen. Diese Tatsache allein ist heute, zu einer Zeit der oft ebenso sinn- wie hilflosen öffentlichen Sparwut, ein kleines Wunder, das sich vor allem dem Enthusiasmus der Herausgeber Sylvie Schott-Bréchet und Peter Schott, seit Heft 9 verstärkt durch Thomas Bleicher, verdankt. Darüber hinaus aber widmet sich Sequenz einem Feld, auf dem, zumal in Deutschland, immer noch viel zu wenig veröffentlicht wird: der Arbeit mit Filmen im Schulunterricht. Die Spannweite der Themen, die in Sequenz behandelt werden, ist beeindruckend. Sie reicht von Zeichentrickfilmen und anderem Material für die Primarstufe (Nr. 3, 6, 8) über Literaturverfilmungen (Nr. 5, 9) hin zur Filmen von unter anderem Rainer Werner Faßbinder oder Helma Sanders-Brahms. -- In vielen Heften geht es um Filme, die sich mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft auseinandersetzen: Rainer Werner Faßbinders Die Ehe der Maria Braun, Margarethe von Trottas Das zweite Erwachen der Christa Klages (beide Nr. 2), Helma Sanders-Brahms' Deutschland, bleiche Mutter (Nr. 4), Volker Schlöndorffs Die Blechtrommel (Nr. 5) oder Jan Schüttes Drachenfutter (Nr. 6). Die Beiträge und Arbeitsmaterialien beziehen sich dabei sowohl auf den jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Hintergrund als auch auf verschiedene Aspekte der Filme selbst. Dabei gelingt es den Herausgebern, die direkt für den Unterricht verwertbaren Elemente (Struktur- und Sequenzanalysen, Arbeitsbögen, Übungen) zu verbinden mit Beiträgen zu Theorie und Praxis der Filmanalyse sowie weiterführenden Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Filmen. In Sequenz werden somit Ergebnisse filmwissenschaftlicher Forschung fruchtbar gemacht für die Pädagogik, es kommt zu einer Begegnung zwischen den Institutionen Schule und Filmwissenschaft, die ansonsten einander kaum wahrnehmen (wobei man in Frankreich in dieser Hinsicht wohl schon etwas weiter ist als in Deutschland). -- Schon die Auswahl der Filme macht deutlich, daß diese Materialien vor allem im Deutschunterricht einsetzbar sind, jedoch nicht nur. Dies zeigt sich vor allem an den Sequenzanalysen in Heft 3 mit Ausschnitten aus zwei Hitchcock-Filmen, Marnie und Strangers on the Train, aus Stellan Ryes Der Student von Prag und aus S. Shahid Saless Ordnung. Die Analysen werden gleich in fünf Sprachen präsentiert: Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch. Gäbe es so etwas wie eine koordinierte europäische Bildungspolitik, gehörte Sequenz für das Feld von Film und Pädagogik ganz sicher zur Pflichtlektüre. -- Die Begegnung von Schule und Filmwissenschaft ist besonders gut gelungen in dem schönen Heft zu Paul Wegeners Der Golem wie er in die Welt kam (Nr. 7), das eine Reihe überaus lesenswerter Beiträge enthält. So findet man Darstellungen zur Produktion des Films, wobei die wichtigsten Mitarbeiter in Einzelstudien vorgestellt werden. Der historische und ästhetische Stellenwert des Golem erfährt eine eingehende Würdigung und auch die Frage der Kopienüberlieferung wird eingehend diskutiert. Mit diesem Heft geht Sequenz zwar einerseits deutlich über das medienpädagogisch Notwendige hinaus, zeigt aber gleichzeitig auf, wie fruchtbar es sein kann, wenn ein Film auf wissenschaftlich anspruchsvollem Niveau pädagogisch aufbereitet wird. Hier werden Maßstäbe gesetzt, an denen sich zukünftige Initiativen in dieser Richtung messen lassen müssen. -- Das bislang letzte Heft (Nr. 9) von Sequenz ist dem Thema "Literatur und Film" gewidmet. Es ist durchaus charakteristisch für die Zeitschrift, daß hier der Akzent vornehmlich auf den Filmen liegt, diese also nicht einfach nur als Aufhänger dienen. Gerade im Deutschen ist das alles andere als selbstverständlich, denn, wie es im Vorwort heißt, das Wort ver-filmen hat "ein extrem kritisches Präfix mit einem äußerst negativen Beigeschmack". Das Projekt Sequenz setzt gegen derartige Vorurteile einen frischen und gleichzeitig analytischen Blick. Nicht zuletzt darum ist dies eine überaus wichtige Zeitschrift, die in vielerlei Hinsicht einzigartig ist. -- (Frank Kessler)

Servais, Christine: Les films Lumière: Médiation symbolique et médiatisation. In: S- Europäische Zeitschrift für Semiotische Studien 6,3-4, 1994.

Settekorn, Wolfgang (Hrsg.): Weltbilder der Wetterberichte. Frankfurt [...]: Lang 1999, 311 S. -- ISBN 3-631-33322-6, DM 89,–. [Aus der Einleitung:] Wie komplex die Wetterberichte in den unterschiedlichen Medien ausfallen, dass deren mediale Vermittlung eigene Anforderungen stellt, dass die Auseinandersetzung mit dem Wetter- und Klimageschehen ebenso eine eigene Geschichte hat wie die Wetterberichte und dass diese selbst kulturell sehr unterschiedlich ausfallen können, [...] wurde uns im Verlauf unserer Arbeit [...] deutlich. -- Inhalt: Wolfgang Settekorn: Wetter in den Massenmedien. Hauptlinien einer komplexen Beziehung (13-43). -- Wolfgang Settekorn: Wort, Bild und Zahl. Konzepte und Praktiken des Weltbezugs in historischen Wetterbeschreibungen (45-77). -- Wolfgang Settekorn: Karte, Weltsicht, Weltanschauung: Kognitive Grundlagen von Wetterkarten und ihre Konsequenzen (79-114). -- Brigitte Zinke: Pressewetter: Entwicklung und Gestaltung der Wetterberichte in Le Monde (115-157). -- Kirsten Schade: Radiowetter: Wo findet das Wetter statt? (159-224). -- Carolin Trümper / Nils Eigenwald: Fernsehwetter: Die Raumdarstellung in Fernsehwetterberichten (ARD, RTL, CNN International, TF1 und France2) (225-277).

Seufert, Wolfgang: Gesamtwirtschaftliche Position der Medien in Deutschland 1982-1992. Hrsg. v. Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Berlin: Duncker und Humblot 1994, 263 S. (Beiträge zur Strukturforschung.153.).

Seufert, Wolfgang: Wirtschaftliche Bedeutung des TV-Marktes für die deutsche Filmwirtschaft 1997. Unter Mitarb. von Gerhard Neckerman. München: Fischer 1999, 172 S (BLM-Schriftenreihe. 54.). -- ISBN 3-88927-249-5, DM 29,–.

Seyfarth, Horst: Bild und Sprache in der Fernsehwerbung. Eine empirische Untersuchung der Bereiche Auto und Kaffee. Münster/Hamburg: Lit Verlag 1995, xv, 364 S. (Marburger Studien zur Germanistik. 18.). -- ISBN 3-8258-2485-3, DM 48,--. Zuerst als Diss. Marburg 1994.

Shafik, Viola: Der arabische Film. Geschichte und kulturelle Identität. Bielefeld: Aisthesis Vlg. 1996, 294 S. -- ISBN 3-89528-117-4, DM 48,--. Zuerst als Diss. Hamburg 1993.

Shell, Andreas: Bildungsrundfunk. Untersuchung zur rundfunk- und schulaufsichtrechtlichen Problematik des Bildungsrundfunks. Frankfurt [...]: Peter Lang 1995, 148 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 1702.). -- ISBN 3-631-48251-5, DM 54,--.

Shiri, Keith: Directory of African film-makers and films. Trowbridge, Wiltshire: Flicks Books 1992, 194 S. -- ISBN 0-948911-60-3. £33.00. Enthält Informationen über ca. 250 afrikanische Filmmacher aus 29 Ländern. Drei Indexe.

Shlapentokh, Dmitry / Shlapentokh, Vladimir: Soviet cinematography, 1918-1991. Ideological conflict and social reality. New York: Aldine de Gruyter 1993, xv, 278 S. (Communication and Social Order.). -- ISBN 3-11-014258-9, DM 44,-- (geb. Ausg.: ISBN 3-11-014257, DM 74,--). -- The book explores the role of ideology and politics in Soviet movies, concentrating on the influence of certain ideologies on the movie industry. It examines the political activity of filmmakers in the seventy-plus years between 1917 and 1991. The major goal is to examine the influence of official ideology, i.e. the ideology supported by the centralized state, on the presentation of social reality by Soviet cinema. This is also a subject that has not been thoroughly studied until now.

Sichtermann, Barbara: Fernsehen. Massengeschmack, Infotainment und Bilderflut: Analysen. Berlin: Wagenbach 1994, 144 S. (Wagenbach Taschenbücher. 228.).

Sicking, Peter: Leben ohne Fernsehen. Eine qualitative Nichtfernseherstudie. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1998, 260 S. (DUV Sozialwissenschaft.). -- ISBN 3-8244-4305-8, DM 56,–. Zuerst als Diss., Münster 1998.

Siebenhaar, Hans-Peter: Europa als audiovisueller Raum. Ordnungspolitik des grenzüberschreitenden Fernsehens in Westeuropa. Opladen: Leske + Budrich 1994, 300 S. -- ISBN 3-8100-1298-X, DM 48,--.

Sieber, Anja: Vom Hohn zur Angst. Die Sozialkritik Jacques Préverts in den Filmen von Marcel Carné. Rodenbach: Avinus Verlag 1993, 117 S. -- ISBN 3-930064-00-6, DM 28,--. -- [Aus dem Klappentext:] Durch die Zusammenarbeit des Regisseurs Marcel Carné mit dem Drehbuchautor Jacques Prévert entstand zwischen 1936 und 1945 eine Reihe berühmt gewordener Filme wie Die Kinder des Olymp, die das französische Kino der 30er und 40er Jahre unter dem Markenzeichen "Poetischer Realismus" weltweit bekannt machte. Im Gegensatz zur traditionellen Filmgeschichtsschreibung, die diese Zusammenarbeit mit den wenig problematisierten Begriffen "Kunstwerk" einerseits und "Sozialkritik" andererseits beschrieb, findet Anja Sieber zu einer Neubewertung, die insbesondere auch die wechselnden politischen und ökonomischen Verhältnisse der Zeit beachtet. Sie zeigt den Wandel, der von Préverts früher Sozialkritik, der kämpferischen Verhöhnung der bürgerlichen Gesellschaft, zur resignativen Angst vor dem Kapitalismus führt. Seine künstlerische Entwicklung reicht dabei vom Surrealismus über das Agitprop-Theater zur Filmproduktion mit Marcel Carné, der noch zur Zeit des sogenannten Volksfrontkinos eine sogar unter der deutschen Besatzungszeit durchgehaltene "Marktstrategie" des französischen Kunstfilms entwickelte.

Siebert, Ulrich Eberhard: Filmmusik in Theorie und Praxis. Eine Untersuchung der zwanziger und frühen dreißiger Jahre anhand des Werkes von Hans Erdmann. Frankfurt [...]: Peter Lang 1990, 261, (12) S. (Europäische Hochschulschriften. 36,53.). -- Zuerst als Phil. Diss. Berlin, Freie Universität 1989.

Siefarth, Christof: US-amerikanisches Urheberrecht: Schutzfähigkeit, Urheberrechts-Inhaberschaft und die kollisionsrechtliche Anknüpfung bei US-amerikanischen Filmwerken nach dem Beitritt der USA zur Berner Übereinkunft. Baden-Baden: Nomos 1991, 110 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht [UFITA]. 95.). -- ISBN 3-7890-2285-3. DM 38,--. Zuerst als Jur. Diss.

Siegert, Gabriele: Markmacht Medienforschung. Die Bedeutung der empirischen Medien- und Publikumsforschung im Medienwettbewerbssystem. München: Reinhard Fischer Vlg. 1993, 240 S. (Medien-Skripten. 15.). -- ISBN 3-88927-114-6, DM 39,--.

Siegfried, Michael: Die Fernsehberichterstattung von Sportveranstaltungen. Die Rechtsbeziehungen zwischen teilnehmendem Sportler, Sportveranstalter und Sportverband. München: VWF 1990, xxvi, 138 S. (Rechtswissenschaftliche Forschung und Entwicklung. 279.). -- Zuerst als Jur. Diss. Giessen 1990. ISBN 3-88259-790-9. DM 29,80.

Sierek, Karl: Aus der Bildhaft. Filmanalyse als Kinoästhetik. Wien: Sonderzahl 1993, 215 S. -- ISBN 3-85449-057-7, DM 31,50. -- Inhalt: KinAgora. Vom Kinogehen (19-65). -- Die Welt auf den Punkt gebracht. Vom Fernsehen (67-113). -- Die weiße Leinwand. Vor dem Laufbild (115-129). -- Zwischen den Stühlen. Blade Runner, das Buch, der Film (131-159). -- Der beobachtende Dritte. Zur Dialektik des Blicks in No Way Out (161-184). -- Das Projektil. Von der Metaphorisierung des Blicks in Blue Steel (185-203). -- [Klappentext:] Laufbilder sind vielfältig und vielgestaltig. Man kann sie als Zeichenagglomerat oder Zerstreuungshilfe, Beweismittel oder Freudenspender betrachten - oder als Kunstwerk. Wie auch immer: Laufbilder brauchen Räume, in denen sie sich zeigen. Sie verändern ihr Gesicht nach der Umgebung, in der sie erscheinen und ertönen. Im Kino geben sie dies her, am Fernsehschirm jenes. Sie zu sehen - und zu hören - heißt für den Betrachter, sich auch mit den architektonischen Situationen um sie herum auseinander und in eins zu setzen. Deshalb ist die erste Hälfte des Buchs den Bedingungen gewidmet, unter denen Filme gesehen und gehört werden. Erst dann werden die Bilder - und natürlich auch die Töne - zum Sprechen gebracht, ja: zur Rede gestellt. Der Autor ist dabei nicht nur auf der Suche nach Meisterwerken, in deren Windschatten sich leicht Filmgeschichte schreiben läßt, sondern nimmt, was kommt [...]. Aber auch Texte anderer Textur spielen herein - ein Roman aus der Mitte des 18. und einer aus dem 19. Jahrhundert: Sternes Tristam Shandy und Melvilles Moby Dick blicken auf die weiße Leinwand. Behutsam will der Autor diese Texte aus dem strengen Korsett reduktionistischer Bedeutungsmeierei lösen; kurz sie aus ihrer Bildhaft befreien.

Sierek, Karl: Ophüls: Bachtin. Versuch mit Film zu reden. Basel/Frankfurt: Stroemfeld 1994, 567 S. (Nexus. 16.) -- ISBN 3-86109-116-X, DM 98,--. -- Sowohl in den theoretischen Stücken wie in den Detailstudien höchst anregende Studie. -- [Aus der Einleitung:] Zwölf Kapitel sind es geworden; eines bewegter (und hoffentlich auch bewegender) als das andere. Das erste ist diese Einleitung. Träge und zäh - möglicherweise mühsam - präsentieren sich die Materialien. Kurz und bündig erzählt das so überschriebene Kapitel vom Rohstoff, aus dem die Filme - aber auch die Gedanken an sie - sein können. Daß Film kein spezifisches Material einzusetzen in der Lage ist, wird als vorläufiges Resultat fürs erste stehen bleiben. Im Kapitel Wort → Bild werde ich - noch immer gleichermaßen weit von Ophüls und Bachtin entfernt - der Frage des Strickens von Bildtexten nachgehen. Diese kurzweilige Beschäftigung führt durch Bahnungen, Ganglien und Apparate, die kinematographischer und psychischer Provenienz sind. Von neueren Ideen, solchen Derridas unter anderen, werde ich ausgehen, dann aber zeigen, daß sie vielmehr schon solche der Bachtinianer waren. Denn beider Verdienst ist es, auf die Inszenierung von Bahnungen, die Bilder sein könnten, ohne sichtbar sein zu müssen, hingewiesen zu haben. Daß auf dieser Grundlage ein Ophülsscher MusikClip aus dem Jahre 1935 ganz merkwürdige Reize zeigen kann, darum geht es unter anderem im Kapitel Raum: back and forth. Es leitet die engeren Kontakte zu den Filmen ein. Leichtfüßiger werden deshalb die nächsten Kapitel. Die Zeitreihen versuchen sogar [!] die Zeit aufzuheben, bis der Weg schließlich über die raumzeitlichen Verdichtungen der Bachtinschen Chronotopen über Das Wie und die Chronotopen hinausführt und im Kapitel Aus der Zeit Raum und Zeit gänzlich verläßt, vom festen Boden des Raum/Zeit-Gefüges abhebt und auf Entzug geht. In der langen Einstellung - dem Thema des neunten Kapitels - schwebend, in kreiselndem Flug von Kreis und Spirale, dem Hauptkapitel, hinter den Ophülsschen Spiralen hereilend raste ich im Teil Rahmenwerke ein. Dieser sucht, an die Idee des Mangels von Medienspezifik des Films aus dem Beginn anknüpfend, in den Filmen Ophüls' nach anderen Künsten und wird fündig: Phonographie und Photographie, Malerei und Schreibereim, sie alle diffundieren das System OPHÜLS. Endlich wird ein Bild sichtbar. Lisa, Lola und Louise zeigen sich kurz, um sofort wieder zu entschwinden. Denn recht eigentlich geben sie gar kein Bild. Zumindest nicht eines, dessen man so ohne weiteres habhaft werden könnte. Und das behaupten die Frauenbilder, weiteres Hauptstück.

Sierek, Karl / Heiß, Gernot (Hrsg.): Und 2. Texte zu Film und Kino. Wien: PVS Verleger 1992, 98 S. -- ISBN 3-901196013. öS 180,--, DM 27,--. Bezug: PVS Verleger, Pouthongasse 26/13, A-1150 Wien. -- Inhalt: Karl Sierek / Gernot Heiß: Das Projekt "und" (9-12). -- Marc Ries: Encore. En corps. Die wiedergefundene Doxa im Feld der kinematographischen Körper (13-21). -- Robert Buchschwenter: Ein Zustand vollendeter Flüssigkeit. Der Fluß des Seelenlebens bei Bergson und der Fluß der Bilder im Film (23-30). -- Vrääth Öhner: Zwischentöne. Apollo und Dionysos (31-34). -- Holger Reichert: Die kinematische Tarnkappe. Vom Verschwinden und Auftauchen der Bilder (35-41). -- Peter Stolle: Tempelspringen im Imaginären. Bemerkungen über das Verhältnis der Psychologie zum Film (43-52). -- Georg Tillner: Film lesen, Geschichte schreiben. Geschichte als Sicht eines Spielfilms [zu Something Wild] (53-60). -- Uli Halbritter / Doron Rabinovici: Der augenscheinliche Unterschied und die offensichtlichen Folgen (61-68). -- Sylvia Szely: L'Atalante. Das Ding und seine Form (69-75). -- Martin Friesenbiller: Bemerkungen zu Starre und Dauer (77-83).

Sihler, Horst Dieter / Grabner, Franz (Hrsg.): Film-Kultur im Umbruch: Slowenien. / Film culture in breakup: Slovenia. Graz: Kino + Grazer Filmgespräche 1993, 136 S. -- öS 90,--. Bezug: Kino + Grazer Filmgespräche, Bischofplatz 2, A-8010 Graz. Anläßlich einer Retrospektive über 45 Jahre slowenische Filmkultur.

Silberman, Marc: Review Article: New Film History. In: Monatshefte 87,2, 1995, S. 236ff.

Silverman, Kaja / Farocki, Harun: Von Godard sprechen. Mit einem Vorw. v. Hanns Zischler. Berlin: Vorwerk 8 1998, 258 S. (Arte edition.) / (Texte zum Dokumentarfilm. 4.). -- ISBN 3-930916-18-5, DM38,–. Acht Filme, acht Gespräche zwischen Filmwissenschaftlerin und Dokumentarfilmer: Herausgekommen ist ein lebendiger Blick auf Montageformen und Identifikationsmuster, Fragen der Lichtdramaturgie und der Kameraführung, der Bildkomposition und der Tongestaltung. Und immer wieder werden die Filme in die zeitgenössischen Kontexte und Themen verlängert, ihrer Auseinandersetzung mit Kulturgeschichte, Politik und Sexualität. Das Gespräch öffnet die oft hermetische Oberfläche der Filme, versucht in ihre tieferen Motivationen einzudringen, erforscht und horcht aus. Manches scheint kontingent, manches geschmäcklerisch, manches überzogen: Aber die Vertrautheit mit dem Material, die Reflexion über Fragen des Handwerks, die Bewußtheit der eigenen filmischen Praxis erschließen die Filme in einer im Gespräch nur selten erreichten beweglichen und bewegenden Art. -- Über Vivre sa vie (1962), Le Mépris (1963), Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution (1965), Week-end (1967), Le Gai Savoir (1968), Numéro deux (1975), Passion (1981), Nouvelle Vague (1990).

Simon, Hartmut (Hrsg.): Virtueller Campus. Forschung und Entwicklung für neues Lehren und Lernen. Münster [...]: Waxmann 1997, 281 S. (Medien in der Wissenschaft. 5.). -- ISBN 3- 89325-557-5, DM 38,--. Inhalt: Friedrich W. Hesse: Netzgestützter Wissenserwerb im Internet (15-26). -- Reinhard Keil-Slawik: Multimedia in der Hochschule (27-42). -- Dietmar Waudig: Multimediale Software für den Virtuellen [!] Campus (43-54). -- Uwe Hübner: Internet heute und morgen: Stand und Entwicklung der Netzinfrastruktur für die Hochschulen (55-62). -- Desmond Keegan: Unterrichten in Europa via Satellit (55-76). -- Robert Giegerich / Georg Füllen: Neue Formen der Internet-basierten [!] Lehre in der Bioinformatik (77-90). -- Eugene Rubin: The Virtual University: A Case Study of The University of Maryland University College (91-100). -- Johan Van Heddegem: A Virtual University for Europe (101-104). -- Joachim Wedekind: Didaktische Konzepte des Lehrens im Internet (107-118). -- Michael Kerres: Mediendidaktische Konzeption und Erfahrungen mit dem Tele-Seminar „Lernen im Internet“ (119-130). -- Peter Baumgartner: Evaluation vernetzten Lernens: Vier Thesen (131-146). -- Ludwig J. Issing: Auf dem Weg zum virtuellen Studium? (147-164). -- Heinz-Lothar Grob / Stefan Bieletzke: CAL+CAT (167-178). -- Wolfgang Wiemer: Miles - Multimediales Datenbank-Autorensystem für die Physiologie (179-198). -- Christian Zick: Euromet (199-220). -- Horst Dichanz: Mündliche Prüfungen als Videokonferenzen an der FernUniversität (221-224). -- Wolfram Laaser: Multimediale Lehrsoftware in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (225-236).

Simpson, Brigitte: The Indian in the Western: Dualism and Stereotyping. In: Studies in the Western 1,1, 1992-1993, S. 85-92.

Singer, Anne (Red.): Drogen & Bilder. Europäische Filme und Videos zum Thema Suchtvorbeugung. Verzeichnis 1996. Paris: CECD 1996, 593 S. -- Kein Preis mitgeteilt. Bezug durch CECD, 8, rue Alphonse Karr, F-75019 Paris, oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ostmerheimer Str. 220, D-51109 Köln.

Sirk, Douglas: Imitation of Life. Ein Gespräch mit Jon Halliday. Dt. Ausg. hrsg. v. Hans-Michael Bock u. Michael Töteberg. Aus d. Engl. v. Robert Wohlleben. Frankfurt: Verlag der Autoren 1997, 344 S. -- ISBN 3-88661-176-0, DM 42,--. -- Der Wert der manchmal buchlangen Interviews mit Filmemachern, mit Kameraleuten, Schauspielern, Drehbuchautoren usw. ist oft kaum zu überschätzen. Hitchcocks Gespräche mit Truffaut zählen immer noch zu den empfehlenswertesten Einführungen in das Nachdenken über Film überhaupt. Sirks Imitation of Life, 1971 unter dem Titel Sirk on Sirk zuerst in London erschienen und einer der insider tips, liegt nun endlich auch in deutscher Sprache vor - die Gespräche mit Jon Halliday, ergänzt um knappe Texte von Sirk und ausgewählte Interviews. Die außerordentliche handwerkliche Intelligenz Sirks beeindruckt, eine Intellektualität, die ganz aus der Erfahrung der Inszenierung schöpft. Es hängt sicher unmittelbar mit den Beziehungen des Films zum Theater zusammen, daß Sirk Einsichten und Sensibilitäten über das filmische Schauspiel anspricht, die sich aus theoretischer Reflexion so kaum ableiten ließen. Und natürlich Zeitgeschichte - welcher der Filmemigranten hätte ihr entgehen können! -- Ein beeindruckendes Buch, dessen Appendices - Biographie, Filmographie, Theatrographie, Bibliographie - auf Inhaltsangaben zu den Filmen verzichten.

Six, Ulrike / Frey, Christoph / Gimmler, Roland: Medienerziehung im Kindergarten. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde. Opladen: Leske + Budrich 1998, 532 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. 28.). -- ISBN 3-8100-2161-x.

Slater, Thomas J.: Considering the active viewer: The basis for seeing film's liberating impact on language. In: Style 23,4, 1989, S. 545-565.

Sloterdijk, Peter: Medien-Zeit. Drei gegenwartsdiagnostische Versuche. Stuttgart: Cantz 1993, 107 S. (Schriftenreihe der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 1.). -- ISBN 3-89322-586-2, DM 19,80.

Sobiech, Dagobert: Theorie und Praxis der Medienerziehung im Vergleich. Eine Analyse von Konzepten, Strukturen und Bedingungen. München: KoPäd 1997, 148 S. (KoPäd Hochschulschriften.). -- ISBN 3-929061-46-5, DM 28,--. Unter dem Titel Medienpädagogische Konzepte in Theorie und Praxis. Analyse der Konzeptentwicklung der schulischen und außerschulichen Konzeptentwicklung auch als Diss., Universität Dortmund 1997. -- Der Untertitel der Dissertationsfassung faßt eher, was Sobiechs Interesse ausmacht: In einer Evaluation medienpädagogischer Projekte zur Medienerziehung versucht die Studie, Leitlinien der Arbeit, Annahmen über kindlichen und jugendlichen Medienkonsum, Methoden der Umsetzung und bildungstheoretische abgesicherte Zielvorstellungen herauszuarbeiten. Eingeleitet ist das Unternehmen mit einer Literaturstudie. Der nicht gemeinsame Medienbegriff wird beklagt, und es wird festgestellt, daß Medienpädagogik nicht scharf gegen andere Abteilungen (Sozial-, Kultur-, Schulpädagogik) abgegrenzt werden könne, die mangelnde Integration von Ausgangsüberlegungen, Zielen und Vorgehensweisen beklagt. Theorie und Praxis stehen nebeneinander, haben sich kaum miteinander verzahnt. Ähnlich formal und unverbindlich sind andere Implikationen, die Sobiech zu ziehen versucht. Beispiele werden nicht gegeben oder haben reine Belegfunktion. Der Weinberg des praktischen Lebens bleibt verschlossen, so daß z.B. die Forderung vom Ende des Buchs, verstärkt daran zu arbeiten, eine Ökologie der Erziehung auch und gerade in den pädagogischen Institutionen zu erarbeiten, wie eine rhetorische Floskel wirkt. Auch wenn der Befund in vielem richtig ist, so bleibt der Bericht dem technokratischen Duktus des Forschungsberichts vollkommen verhaftet: Er erfaßt die Lage.

Solow, Herbert / Justman, Robert H.: Star Trek - die wahre Geschichte. Ein Blick hinter die Kulissen. Hrsg. von Wolfgang Jeschke. München: Heyne, 1998, 510 S. (Heyne-Bücher. Reihe 06: Heyne Science-Fiction & Fantasy. 6499.). -- ISBN 3-453-13367-6, DM 39,80.

Sorlin, Pierre: Mass media. London/New York: Routledge 1994, vi, 158 S. -- (Pb.-Ausg.:) ISBN 0-415-07209-3, £ 10.99. Ausgezeichnetes Einführungswerk in den drei Kapiteln "Audiences", "Contents" und "Media makers".

Soukup, Michael: Interaktives Fernsehen - quo vadis? Bern: Institut für Medienwissenschaft 1998, 68 S. (Berner Texte zur Medienwissenschaft. 2.). -- ISBN 3-9521500-1-0, Sfr 25,–.

Sowinski, Bernhard: Werbung. Tübingen: Niemeyer 1998, vii, 101 S. (Grundlagen der Medienkommunikation. 4.). -- ISBN 3-484-37104-8, DM 19,80.

Sozialwissenschaften und Berufspraxis 19,4, 1996, S. 302-354: Themenheft "Soziologie und neue Medien". Hrsg. v. Berufsverband Deutscher Soziologen. Bezug: Leske + Budrich, Postfach 300551, D-51334 Leverkusen. -- Inhalt: Manfred Mai: Soziologie und neue Medien (202-304). -- Manfred Mai: Neue Medien - Alte Gesellschaft. Die ewige Herausforderung (305-312). -- Volker Belzer / Josef Hilbert: Personenbezogene Dienste - Motor der Informationsgesellschaft? (313-321). -- Ingrid Hamm: Medienkompetenz (322-329). -- Ina Keßler-Rohr: Multimedia - Neue Aufgaben für Journalisten (330-338). -- Peter Seeger: Interaktive Medien zwischen digitalem Fernsehen und Internet (339-354).

Speck, Oliver C.: Der subjektive Blick. Zum Problem der unter-sagten Perspektive im Film. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 1999, 269 S. (Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft. 16.).

Speeter, Sonja: N-um Tchai - Trance und Heilung. Analyse eines ethnographischen Films von John Marshall. Göttingen: Ed. Re 1994, 176 S. (Arbeiten aus dem Mainzer Institut für Ethnologie und Afrika-Studien. 7.). -- ISBN 3-927636-43-6, DM 38,--. Zuerst als Magisterarbeit Mainz 1993.

Spieker, Markus: Hollywood unterm Hakenkreuz. Der amerikanische Spielfilm im Dritten Reich. Trier: Wiss. Verl. Trier (WVT) 1999, 430 S. (Filmgeschichte international. 6.). -- ISBN 3-88476-361-x, DM 54,50. Zugl.: Gießen, Univ., Diss., 1999.

Spielhagen, Edith: Statt Fernsehen - Stadtfernsehen. Fünfzehn lokale TV-Kanäle in Brandenburg. Berlin: Vistas 1996, 112 S. (Schriftenreihe der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. 4.). -- ISBN 3-89158-164-5, DM 20,–.

Spielmann, Yvonne: Eine Pfütze in bezug aufs Mehr: Avantgarde. Frankfurt [...]: Peter Lang 1991, 226 S. (Studien zum Theater, Film und Fernsehen. 12.). -- Zugl. als Diss. Hannover 1991. ISBN 3-631-43652-1. SFr 52,--.

Spielmann, Yvonne: Intermedialität. Das System Peter Greenaway. München: Fink 1998, 279 S. -- ISBN 3-7705-3351-8, DM 58,–. Zuerst als Habil.-Schrift, Universität-Gesamthochschule Siegen. -- Rezensenten sind immer klüger als Autoren: Daher wird hier die Kritik an Spielmanns Studie im Vordergrund stehen – aber nicht als Zurückweisung, sondern als Vorschlag zur Diskussion. Beschränkungen auf Bilder, wie die aus Greenaways Œuvre, sind mit eigenen und eigentümlichen Problemen behaftet. Wird nicht der den größten Teil des Buches in Anspruch nehmende Versuch, eine „Theorie der Intermedialität" zu entwerfen, von vornherein zu einem partiellen Unterfangen (also einer „Theorie der Intermedialität von Bildtypen bei Greenaway"), wenn man sich ausschließlich auf die Ebene des Bildes begibt? Die Fixierung auf einen "Autor" und sein "Werk" verwundert schon dahingehend, weil es doch gerade Kategorien wie Intertextualität und Intermedialität zu sein schienen, die solche Begrifflichkeiten zumindest tendenziell auflösen! Dieser Rückgriff mag sich dem kunsthistorischen Hintergrund von Spielmann verdanken, was sich auch an ihrer wiederholten Anrufung der "Avantgarde" und einer "radikalen Moderne mit ihren Konzepten der Abweichung, d.h. Synkretismus, Ludismus und Karnevalisierung" zeigt. Die Autorin geht davon aus, daß die "intermediale Medienkunst, vergleichbar mit der intertextuellen Literatur, selbstreflexiv und diskursiv zur Theoriebildung beiträgt oder ihr sogar vorausgreift", was bedeutet, daß die Analyse von Greenaways Werk einen privilegierten Ort untersucht, an dem sich exemplarisch Intermedialität zeigen kann. Für den russischen Formalismus aber genauso wie für den amerikanischen Neoformalismus ist die Unterscheidung in Hoch- und Trivialkultur, das an die Rede von der Avantgarde gebunden ist, schlicht gegenstandslos, weswegen Spielmanns Behauptung, der Neoformalismus würde den "Film als künstlerische Konstruktion" betrachten, vor dem Hintergrund ihrer starken Betonung der Rolle der sogenannten künstlerischen Avantgarde verzerrend wirkt. -- Die Überlagerung beider Formalismen, der Systemtheorie sowie auch McLuhans Medientheorie führt zu problematischen Bruchstellen. Wie kann man den sehr starken, von einer weitgehenden technischen Formung des Sozialen ausgehenden Medienbegriff McLuhans umstandslos neben den Medienbegriff der Systemtheorie Luhmanns stellen? Letztere definiert Medien gerade nicht über ihre technologischen Besonderheiten und die daraus hervorgehenden sozialen und epistemologischen Effekte, sondern über ihre Operationalität für soziale Systeme, die die Medien in die Welt rufen? Außerdem verwundert an einer Studie, die Bezug auf die differenztheoretischen Überlegungen Luhmanns nimmt, die selbstverständliche Prämiss, von der „Trennung der Medien" - also ihrer prä-intermedialen Existenz als klar separierten Einheiten - auszugehen, eine Selbstverständlichkeit, die nicht nur bei Spielmann unter Berufung auf den oft eher dunklen Begriff der „Medienspezifik" gerechtfertigt wird. Aber gerade in Überlegungen zur Inter-Medialität müßte diese Selbstverständlichkeit doch auf die Frage hin, inwiefern die klar separierten medialen Segmente selbst historisch-technisch-diskursive Auskristallisationen oder eben Ausdifferenzierungen (Luhmann) einer vorhergehenden Intermedialität oder eines „Mediensystems" sind, befragt werden. Leider leiden die theoretischen Kapitel parallel zur Überlagerung verschiedenster Theorieansätze an einer Inflation von Begrifflichkeiten – Intervall, Cluster, Inferierung, Intarsion, effet d'incrustation, Interrelation, Intertextualität, Hybridisierung, Transformation, Dialogizität etc. –, die diese dichte Studie manchesmal an den Rand der Undurchdringlichkeit treiben. (Jens Schröter)

Spiess, Brigitte: Wirtschaft im Fernsehen. Eine empirische Studie zur Produktion und Rezeption des Wirtschaftsmagazins Plusminus. Tübingen: Niemeyer 1992, xiv, 314 S. (Medien in Forschung und Unterricht. A,34.). -- ISBN 3-484-34034-7. DM 128,--.

Spinner, Helmut F.: Die Architektur der Informationsgesellschaft. Entwurf eines wissensorientierten Gesamtkonzepts. Bodenheim: Philo 1998, 267 S. -- ISBN 3-8257-0046-1, DM 48.–.

Spitzer, Gerald: Sonderwerbeformen im TV. Kommunikations-Kooperationen zwischen Fernsehen und Wirtschaft. Wiesbaden: DUV, Deutscher Universitäts-Verlag 1996, xxiv, 402 S. (DUV. Wirtschaftswissenschaft.). -- ISBN 3-8244-0286-6, DM 118,--. Zuerst als Diss. Wien, Wirtschaftsuniversität 1995.

Spütterlin, Axel: Petronius Arbiter und Federico Fellini. Ein strukturanalytischer Vergleich. Frankfurt [...]: Lang 1996, 239 S. (Studien zur klassischen Philologie. 97.). -- ISBN 3-631-49311-8, DM 69,--.

Stach, Babett (Bearb.): Nachlaß Oskar Messter. (Bestand N 1275). Koblenz: Bundesarchiv 1995, 150 S. (Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs. 48.). -- ISBN 3-89192-048-2, DM 15,--. Bezug: Bundesarchiv, Postfach 320, D-56003 Koblenz.

Stader, Josef: Fernsehen - von der Idee bis zur Sendung. Praxis, Alltag, Hintergründe. In Zusammenarb. mit Stefan Braunburger. Frankfurt: Eichborn 1994, 292 S. -- ISBN 3-8218-0996-5, DM 39,80.

Stadt Oberhausen, Internationale Kurzfilmtage (Hrsg.): Filmschulen in den USA. New York University, Tisch School of Arts / California Institute of the Arts / Harvard University, Carpenter Center for the Visual Arts. Oberhausen: Vlg. Neue Bücherstube Karl Maria Laufen 1992, 126 S. -- ISBN 3-87468-107-6. Engl. Ausg.: Film Schools in the United States [...]. Das ausgesprochen interessante Büchlein entstand im Zusammenhang mit einem Schwerpunktprogramm der Kurzfilmtage. Enthält u.a. auch "autobiographische Erlebnisberichte" über die Arbeit der Filmhochschulen.

Stanjek, Klaus / Gommper, Renate (Hrsg.): Dokumentarfilmunterricht in Europa. Konzepote, Erfahrungen und das Modellprojekt "Visions". / Teaching Documentary Film in Europe - Concepts, Experiences, and the Project Paradigm "Visions". Berlin: Vistas 1995, 380 S. -- ISBN 3-89158-156-4, DM 30,--.

Stecher, Marcella: Der weibliche Körper im Science-Fiction. Diskursive Voraussetzungen einer Dekonstruktion von Ridley Scotts Alien. [IFF/Arbeitsbereich Technik- und Wissenschaftsforschung ; Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Innsbruck, Klagenfurt und Wien]. - Klagenfurt: IFF, Arbeitsbereich Technik- und Wiss.-Forschung 1997, 212 S. (Klagenfurter Beiträge zur Technikdiskussion. 81.). -- Schutzgebühr: DM 10,–.

Stecher, Silke A.: Eine filmdramaturgische Leitbildanalyse von Greenpeace. Berlin: Verein zur Förderung der Kökologie im Bildungsbereich 1998, 28 S. (Paper. 98-139.). -- ISBN 3-927064-45-9, DM 6,–. Bezug durch den Verein, Essener Str. 14, D-10555 Berlin.

Stecher, Silke A.: Die Spots von Greenpeace. Berlin: Verein zur Förderung der Kökologie im Bildungsbereich 1998, 45 S. (Paper. 98-140.). -- ISBN 3-927064-45-9, DM 6,–. Bezug durch den Verein, Essener Str. 14, D-10555 Berlin.

Steffen, Joachim / Thiele, Jens / Poch, Bernd: Spurensuche. Film und Kino in der Region. Dokumentation der 1. Expertentagung zu Fragen regionaler Filmforschung und Kinokultur in Oldenburg. Oldenburg: Bibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 1993, 195 S. -- ISBN 3-8142-0444-1. Bezug durch die Bibliothek, Ammerländer Heerstr. 114-118, Postfach 2503, D-26111 Oldenburg. -- Inhalt: Jens Thiele: Der begrenzte und der weite Blick. Fragen an die regionale Filmforschung (9-18). -- Karl Prümm: Ergebnisse, Tendenzen und Perspektiven. Zum Stand der regionalen Filmforschung (19-31). -- Knut Hickethier: Die Bedeutung der regionalen Filmforschung für die überregionale Filmgeschichte (32-48). -- Volker Baer: Von den Schwierigkeiten regionaler Filmforschung (49-53). -- Joachim Steffen: Regionale Filmforschung am Beispiel Schleswig-Holsteins. Der Föderalismus als Prinzip der Arbeitsteilung (54-61). -- Jochen Coldewey: Zur Förderung regionaler Kinokultur. Am Beispiel Niedersachsen (62-67). -- Jan Hammerich: Drei Jahre kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein. Ein Zwischenbericht (68-73). -- Helmut Korte / Kurt Denzer: Regionale Filmforschung als Aufgabe der Hochschulen. Sechs Thesen und ein Beitrag zum Themenbereich (74-76). -- Hauke Lange-Fuchs: Gegenstand und Funktion regionaler Filmforschung. Frühe Filme aus Schleswig-Holstein (77-83). -- Bernd Poch: Viel Geld und wenig Mühe. Wanderkino in Ostfriesland (84-107). -- Außerdem gibt der Band mit Auszügen aus der schmalen vorliegenden Literatur zehn Beispiele zu den "Anfängen der Filmprojektion in den Regionen" (Bremen, Düsseldorf, Eckernförde, Hannover, Karlsruhe, Münster, Neukölln, Osnabrück, Reutlingen und Ruhrgebiet). Bibliographie zur regionalen Film- und Kinogeschichte: S. 184-193. -- Ergänzend zu diesem ersten, ein wenig heterogenen, aber ein weites Spektrum von Fragen und Perspektiven eröffnenden Aufriß einer Filmgeschichte, die nicht mehr im nationalen oder gar globalen Maßstab Maßstab den Film als kulturelles Gut oder auch als Ware zu bestimmen versucht, hat die Oldenburger Arbeitsgruppe ein erstes "directory" des Bereichs zusammengestellt.

Steffens, Horst / De Vos, Kirsten / Hermanni, Horst O.: Im Auftrag Hollywoods: Filmplakate aus vierzig Jahren von Lutz Peltzer. Mannheim 1995, 143 S. -- Katalog zur Ausstellung im Museum für Technik und Arbeit, Mannheim.

Stegert, Gernot: Filme rezensieren in Presse, Radio und Fernsehen. München: TR-Verlagsunion 1993, 245 S. (TR-Praktikum. 8.). -- ISBN 3-8058-2356-8, DM 19,80. -- Rezension und Kritik unter dem Aspekt 'Textsorte' und 'sprachliche Handlung' zu differenzieren, ist in der Literatur zur Filmkritik unüblich und kennzeichnet den Ansatzpunkt, von dem aus Stegert eine systematische Einführung in das Rezensieren von Filmen versucht. Er ist den Arbeiten Muckenhaupts verpflichtet, geht allerdings in vielem über dessen analytisches Instrumentarium hinaus. In einem ersten Schritt stellt er die Äußerungstypen, über die der Rezensent verfügt, in einer knappen Liste vor (von 'Informieren' bis zum 'Argumentieren' und 'Bewerten'), ergänzt diese durch die "formalen Textbausteine" (Überschriften, O-Töne, Standbilder etc.) der Rezension. Im zweiten Block präsentiert Stegert die Inhalte einer Rezension vom Thema des Films über Eigenarten der Montage bis hin zu Schauspielerleistungen oder Produktionsaspekten (wenn man so will, enthält dieser Teil eine verkappte, allerdings allzu knappe "Dramaturgie des Films"). Als "Rezept" für das Rezensieren schlägt er sodann den Fünfschritt von Auswählen, Recherchieren, Wahrnehmen, Planen und Realisieren vor, der gegenüber zahlreichen Differenzierungen, die er vorher unternommen hat, allerdings ein wenig naiv anmutet. -- Stegerts Buch ist kein eigentlicher Beitrag zur Theorie der Rezension, sondern als Einführung in das Rezensieren als journalistische Tätigkeit konzipiert und sollte auf diesem Hintergrund gelesen werden. Gut geschrieben ist das Opus allemal.

Stein, Reiner: Vom Fernsehen und Radio der DDR zur ARD. Die Entwicklung und Neuorientierung des Rundfunkwesens in den neuen Bundesländern. Marburg: Tectum, 2000, 201 S. ISBN 3-8288-8089-4.

Steinbauer-Grötsch, Barbara: Die lange Nacht der Schatten. Film noir und Filmexil. Berlin: Bertz Vlg. 1997, 265 S. (Deep Focus. 1.). -- ISBN 3-929470-09-8, DM 48,--. Zuerst als: Der Schatten Caligaris. Die Adaption deutscher Stummfilm-/früher Tonfilmtraditionen und die Rolle der deutschsprachigen Filmexilanten im amerikanischen film noir der 40er und 50er Jahre. Diss. Erlangen-Nürnberg 1993, 243 S. -- Sozialgeschichtlich interessierte Filmhistoriker, so ein Bonmot der französischen Filmhistorikerin Michèle Lagny, sehen Filme in der Hoffnung, darin etwas anderes zu entdecken. Zum Beispiel einen Zugang zur kollektiven Mentalität einer Gesellschaft. Daß Film als Spiegel der Gesellschaft zu lesen sei, forderte bereits in den 20er Jahren Siegfried Kracauer, über mögliche Formen der Vermittlung zwischen Film und Gesellschaft wird bis heute gestritten. Ein Musterbeispiel hierfür ist der amerikanische Film Noir der 40er und 50er Jahre, der sich in Europa großer Beliebtheit erfreut, weil die amerikanische Gesellschaft hier als permanenter Alptraum erscheint. Auch bot er vielen europäischen Exilanten ein Entree in die Randbezirke des Hollywood-Systems und sicherte so manchem sein Auskommen, der sich ansonsten in Anti-Nazi-Filmen in der Komparserie als SS-Schurke wiedergefunden hätte. Rund 300 Filme unter dem Label Film Noir versammelt die zuverlässige Filmografie des Buches von Steinbauer-Grötsch, das große Lust macht, die Nachtprogramme des Fernsehens genauer zu studieren. Film Noir und Exil - da finden sich nicht nur Fritz Lang, Robert Siodmak, Otto Preminger oder Billy Wilder, die stilbildende Filme wie Double Indemnity, The Woman in the Window oder Laura drehten, sondern auch (fast) Vergessene wie John Brahm, Hugo Haas, Edgar G. Ulmer und natürlich Schauspieler wie Paul Henreid oder Peter Lorre. Im Film Noir, so sagt man, traf die amerikanische "hard-boiled"-Kriminalliteratur à la Hammett, Chandler oder Woolrich auf die düstere Tradition des deutschen "expressionistischen" Stummfilms. Was läge nun näher, als die Filmproduktion (und damit die Mentalitäten) zweier Nachkriegsgesellschaften (Deutschland nach 1918 und die USA nach 1945) in Beziehung zu setzen, wobei dann die Exilanten aus Mitteleuropa als Scharnier dienen. Deren Lebensgefühl hätte sich in den desillusionierten und zum Teil psychotischen Schattenwelten des Film Noir ausgedrückt. Vielleicht auch, um sich nicht in solchen nur oberflächlich einfachen Zusammenhängen zu verlieren, hat die Autorin zunächst einmal gründlich Motive, Erzählstrukturen und die Kamera- und Beleuchtungsarbeit des Caligarismus und des Film Noir bestimmt und analysiert. Was hier an Material präsentiert wird, ist beeindruckend, zumal es durch die großzügige und qualitativ bemerkenswerte Illustration des Buches gelungen ist, den Text im besten Sinne zu ergänzen. Charakteristische Stilmittel des Film Noir wie low key lightning und diffizile Rückblendendramaturgie finden sich auch in den Filmen der Weimarer Zeit, ebenso Themen wie Identitätswechsel, Persönlichkeitsspaltungen, Psychosen und Neurosen, deren Gemeinsamkeit darin besteht, daß sie die Handlungskompetenz des Individuums radikal in Frage stellen: "Das gesamte Personal der Schwarzen Serie ist durch die Diskrepanz von Erscheinung und Wesen, durch die Bedrohung und den Zerfall der Einheit des Ichs gekennzeichnet", heißt es an einer Stelle. Filmisch vermittelt wird dies durch den dramaturgischen Einsatz von Motiven wie Spiegeln, Masken, Doppelgängern oder das Experimentieren mit der Erzählerstimme im Film. So prägnant und kompetent die Verfasserin argumentiert, so beschleicht den Leser dennoch eine Ahnung, daß die entdeckten Gemeinsamkeiten auf etwas Drittes, Abwesendes verweisen. Nur am Rande ist die Rede von Edgar Allan Poe, der Gothic Novel und der schwarzen Romantik, weil die transkontinentale Denkbewegung zu wenig Platz bietet für die Wurzeln der "hard-boiled"-Krimis, die simplifizierte Psychoanalyse des Weimarer Films oder auch den "poetischen Realismus" des Frankreich der 30er Jahre. Wenn am Ende dieses bemerkenswert schön gestalteten und anregenden Buches einige Spuren bis zurück in die Zeit um 1800 weisen, dann könnte man auf die Idee kommen, daß beiderseits des Atlantiks versucht wird, auf eine (doch recht ähnliche) Weise die Krisenerfahrung der Moderne in Bilder zu überführen: Bearbeitet unter den Bedingungen der seinerzeit fortgeschrittensten Kulturindustrie würde so die Trauer um den Untergang des bürgerlichen Individuums. -- (Ulrich Kriest)

Steinbrecher, Michael / Weiske, Martin: Die Talkshow. 20 Jahre zwischen Klatsch und News. Tips und Hintergründe. München: Ölschläger 1992, 256 S. -- ISBN 3-88295-174-5, DM 36,--.

Steiner, Ines / Brecht, Christoph: Der deutsche Heimatfilm - eine kommentierte Auswahl. In: Heimat. Lehrpläne, Literatur, Filme. Red.: Susanne Althoetmar-Smarczyk, Jochen Henrich & Ansgar Klein. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1990, S. 359-524 (Schriftenreihe der Bundeszentrale [...]. 294/II.) / (Diskussionsbeiträge zur politischen Bildung.). -- ISBN 3-89331-089-4. Bezug durch die Bundeszentrale, Postfach, D-300 Bonn 1.

Steiner, Maria: Paula Wessely - Die verdrängten Jahre. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik 1996, 239 S. -- ISBN 3-85115-224-7, DM 45,--.

Steiner, Rudi: Das Lexikon der Kultfilme. Klassiker, Kuriositäten, Katastrophen: Kino-Phänomene mit eigener Faszination. Berlin: Berlin : Lexikon-Imprint-Verl., 1999, 347 S. -- ISBN 3-89602-216-4, DM 29,80.

Steinmaurer, Thomas: Tele-Visionen. Zur Theorie und Geschichte des Fernsehempfangs. Die Geschichte der televisuellen Disposition "Fernsehempfang" im Spannungsfeld von Mobilisierung und Privatisierung. Diss. Salzburg 1996. Druckfassung: Innsbruck: Studienverlag 1997, 400 S.

Steinmetz, Christl (Hrsg.): Medienhandbuch Düsseldorf. Die audiovisuellen Medien. In Zusammenarb. Mit d. Stadt Düsseldorf (Amt für Werbe- und Wirtschaftsförderung). Köln: Emons 1998. -- ISBN 3-89705-114-1, DM 48,–. 2., komplett überarb. u. erw. Aufl. 2000. Nach dem ebenfalls von Christel Steinmetz verantworteten, inzwischen in vierter Auflage vorliegenden Medienhandbuch Köln (Köln: Emons 1997, 720 S.; ISBN 3-87905-115-x, DM 58,–; 5. Aufl. 2000) legt der Emons-Verlag einen zweiten Städte-Medienführer vor.

Steinmetz, Rüdiger: Freies Fernsehen. Das erste privat-kommerzielle Fernsehprogramm in Deutschland: Zum Zusammenhang von Medienpolitik, Programm und Organisation in der zweiten Adenauer-Ära. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1996, 492 S. (Kommunikation audiovisuell. 18.). -- ISBN 3-89669-152-X, DM 48,--.

Steinmüller, Gerd: Bild und Bildschirm. Strukturen, Strategien und Stationen der Visualisierung von Malerei im Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1997, 81 S., 14 Taf. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 69.). -- Schutzgebühr: DM 10,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen.

Steinmüller, Karlheinz (Hrsg.): Wirklichkeitsmaschinen. Cyberspace und die Folgen. Weinheim/Basel: Beltz 1993, 164 S. (Zukunftsstudien. 11.). -- 3-407-85311-4, DM 26,–.

Steinwärder, Philipp: Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland. Entstehung, Tätigkeitsfelder und Rechtsnatur. Eine rechtswissenschaftliche Untersuchung zur Entwicklung, den Aufgaben und der Organisation der ARD. Baden-Baden: Nomos 1998, 382 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 31.). -- ISBN 3-7890-5475-5, DM 98,–.

Stelter, Martina: We few, we happy few: Kenneth Branaghs Henry V. ein (Anti-)Kriegsfilm? In: Shakespeare Jahrbuch 128, 1993.

Stelzner-Lange, Barbara: "Der Jugend zur Freude"? Untersuchungen zum propagandistischen Jugendspielfilm im Dritten Reich. Weimar: Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften 1996.

Stepan, Dorothea (Hrsg.): Rot - Schwarz - Rot. Rundfunkpolitik in Österreich 1945-1995. Wien/Mühlheim a.d. Ruhr 1996, 144 S.

Sternberg, Claudia: Written for the Screen. Das amerikanische Spielfilmdrehbuch als Text. Diss. Köln 1995/96, 233 S. Gedr. als: Written for the screen: The American motion picture screenplay as text. Tübingen: Stauffenburg 1997, xiv, 260 S. (Transatlantic Perspectives. 8.). -- ISBN 3-86057-338-1, DM 78,–.

Sternberg, Mathias: Klaus Dill. In: Studies in the Western 4,1, 1996, S. 39-50.

Sternburg, Wilhelm von (Hrsg.): Tagesthema ARD. Der Streit um das deutsche Programm. Meit Beiträgen v. Manfred Buchwald [...]. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1995, 224 S. (Fischer Taschenbuch. 13026.). -- ISBN 3-596-13026-3, DM 18,90.

Sternkopf, Jochen: Zum persuasiven Potential von Begrüßungsformeln im Fernsehen. In: Beiträge zur Persusionsforschung. Unter besonderer Berücksichtigung textlingustischer und stilistischer Aspekte. Frankfurt [...]: Lang 1998 (Sprache - System und Tätigkeit. 26.).

Sternkopf, Jochen: Stereotype in den Medien. Zu Aspekten einer Aufwertung verfestigter Sprache - dargestellt an Begrüßungsformeln. In: Sprachliche und soziale Stereotype. Hrsg. v. Margot Heinemann. Frankfurt [...]: Lang 1998 (Forum Angewandte Linguistik. 33.).

Stettner, Peter: Vom Trümmerfilm zur Traumfabrik. Die "Junge-Film-Union" 1947-1952. Eine Fallstudie zur westdeutschen Filmproduktion. Hildesheim/Zürich/New York: Olms 1992, ix, 231 S. (Studien zur Filmgeschichte. 8.). -- ISBN 3-487-09675-7. DM 39,80. Abschlußbericht des Forschungsprojekts "Politische, ökonomische und kulturelle Einflußfaktoren auf die niedersächsische Filmwirtschaft am Beispiel der 'Junge-Film-Union' (1947-1952)" am Historischen Seminar der Universität Hannover. -- Der vorliegende Bericht erweist sich als eine vorzügliche Studie über politisch-ökonomische Produktionsbedingungen und ihren Einfluß auf die produzierten Spielfilme. Zugleich ist Stettners Arbeit als ein Modellfall einer Analyse einer Produktionsfirma zu nehmen, der heterogenstes, die Produktionsverhältnisse betreffendes Material -von Zensurvermerken bis zu Briefwechseln, von Produktionsunterlagen einzelner Filme bis hin zu Publikumspreisausschreiben durch die "Constanze", von zeitgenössischen Kritiken bis hin zu Firmenbilanzen - mit einer vorsichtigen Analyse einzelner Filme zu verbinden sucht. Grundlage der Untersuchung ist der Nachlaß der "Junge-Film-Union", der im Niedersächsischen Landesverwaltungsamt archiviert ist. Der wohl größte Erfolg der JFU war der Film Die Sünderin. -- Stettner arbeitet als Historiker am Material. Er versucht, Spielfilme als historische Quellen zu lesen, an denen sich Mentalitätsmuster und deren Veränderungen ablesen lassen. Mentalitätenhistorische Topoi, die an den Produktionen der JFU illustriert werden können, sind die Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit und allgemeine Realitätsflucht, sittlich ethische Verunsicherung und Bedürfnis nach Orientierung, Halt und Autoritäten sowie die Restauration traditioneller Geschlechterrollenstereotypen. Diese Muster mögen aus ideologiekritischen Filmanalysen durchaus bekannt sein - die Art, wie Stettner sie herleitet, absichert und in Verbindung mit ökonomischen, juristischen und politischen Gegebenheiten darzustellen versucht (auch wenn er fast ausschließlich Inhaltsstrukturen untersucht): das unterscheidet den vorliegenden Bericht von vielen Korpusanalysen und könnte wegweisend sein für manch andere Untersuchung.

Stettner, Rupert: Der Kabelengpaß. Medienrechtliche Befugnisse und Spielräume bei der Entscheidung über die Belegung der Kanäle in Kabelanlagen in Bayern mit Rundfunkprogrammen und anderen Diensten unter besonderer Berücksichtigung europäischer Rechtsvorschriften. München: Reinhard Fischer 1997, 138 S. (BLM-Schriftenreihe. 41.). -- ISBN 3-88927-202-9, DM 25,--.

Stevens, Matthew (ed.): Handbook of international film, television, and video acronyms. Wiltshire: Flicks Books 1993, 342 S. -- Auflösung von 3.400 Akronymen, von denen etwa 2.000 Organisationen, Gesellschaften, Fernsehsender etc., 1.400 technische Größen bezeichnen.

Stevenson, Jack (Hrsg.): Tod Brownings Freaks. München: Belleville 1997, 105 S. -- ISBN 3-923646-20-8, DM 28,--.

Stiehler, Heinrich: Literatur in den Massenmedien: Stephen Frears' Verfilmung der "Liaisons Dangereuses" von Choderlos de Laclos. In: Semiotische Berichte 16,3-4, 1992, S. 297-325.

Stiftung Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Das Filmmuseum. Red.: Lothar Schwab & Elisabeth Moortgat. Berlin: Reimer 1994, 112 S. (Gegenwart Museum.). -- ISBN 3-496-01117-3, DM 29,80.

Stiftung Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Sophia Loren. Hommage. Berlin: Henschel Vlg. 1994, 108 S. -- ISBN 3-89487-203-9, DM 22,--.

Stiftung Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Inventarverzeichnis der Sammlung Paul Kohner. Berlin: Selbstvlg. 1995, 212 S. -- Schutzgebühr: DM 50,--. Bezug über die Kinemathek, Heerstr. 18-20, D-14052 Berlin.

Stiftung Lesen (Hrsg.): Lesen im Umbruch - Forschungsperspektiven im Umbruch. Dokumentation des Symposiums der Stiftung Lesen in Zusammenarb. mit dem Börsenverein d. Deutschen Buchhandels [...] am 27./28. Juni 1997 in Frankfurt am Main. Baden-Baden: Nomos 1998, 160 S. -- ISBN 3-7890-5347-3, DM 48,–.

Stiglegger, Marcus: Inside / Outside Hollywood. Auteur im Mainstreamkino. Zwei Fallstudien: Paul Schrader und William Friedkin. In: Testcard 5, 1998, S. 274-283.

Stiglegger, Marcus: Sadiconazista. Faschismus und Sexualität im Film. St. Augustin: Gardez!-Verl. 1999, 229 S. (Filmstudien. 10.). -- ISBN 3-89796-009-5, DM 49.90. Zugl.: Mainz, Univ., Diss., 1999.

Stglegger, Markus (Hrsg.): Splitter im Gewebe. Filmemacher zwischen Autorenfilm und Mainstreamkino. 2000. -- Diese Essay-Sammlung würdigt einige jener zeitgenössischen Filmemacher, >deren Werke einen deutlich identifizierbaren Stil aufweisen, die also im Sinne der Autorentheorie als genuine Schöpfer ihrer Filme gelten können. Die Autorinnen und Autoren stellen die Regisseure in kurzen, prägnant geschriebenen Porträts vor, erheben dabei aber weniger den Anspruch, umfassende biografische Daten aneinanderzureihen - vielmehr soll es darum gehen, die Handschrift und Weltsicht dieser Künstler zu beschreiben und in kurzen, beispielhaften Filmanalysen nachzuweisen. Persönliche Motive, die "Mythologie" der Filmemacher, werden dabei ebenso beleuchtet wie die jeweilige nationale Bedeutung ihrer Werke. -- Bei der Auswahl standen jeweils jene Künstler im Vordergrund, deren Werk in der deutschsprachigen Filmliteratur bislang nicht oder kaum gewürdigt wurde. Die Essays sind nach Themenkomplexen geordnet: Vorwort von Norbert Grob. -- Einleitung von Marcus Stiglegger. ## Die Chronisten des amerikanischen Mythos': - Sam Peckinpah (Der Schuß in den Spiegel von Bernd Kiefer). -- Terrence Malick (Balladen von einem verschwundenen Paradies von Kai Mihm) -- Oliver Stone (Ein Auge für die Weisheit von Marcus Stiglegger). ## Die Analytiker der europäische Geschichte und des "Schocks der Modern": - Liliana Cavani (Pforten zum Fleisch von Maria Nicoli). -- Agustí Villaronga (Schatten und Obsessionen von Vera Thomas). -- Andrzej Zulawski (Die Sprache der Verzweiflung von Marcus Stiglegger) -- Elem Klimov (Der stille Dissident von Nikolas Hülbusch). ## Die prägenden Vorläufer und die aktuellen Vertreter des "Neuen britischen Kinos": Nicolas Roeg (von Thomas Koebner). -- John Boorman (The Creator had a Masterplan von Michael Gruteser und Daniel Schössler) -- Neil Jordan (Die Polyphonie des Erzählers von Susanne Marschall) -- Michael Winterbottom (von Annette Kilzer) ## Die obsessiven Autoren des "postklassischen Kinos": Atom Egoyan (von Georg Seeßlen) -- Luc Besson (Jenseits der Normalität von Petra Mioc) --- David Fincher (Hermetische Höllen, malträtierte Männer von Theo Bender) -- Tim Burton (Die dunkle Seite von Disneyland von Andreas Rauscher) -- Wong Kar-wai (Die Kreativität der Verlorenen im Angesicht Babylons von Louis Vazquez) -- Tom Tykwer (Tyktown von Sandra Schuppach)

Stock, Martin / Röper, Horst / Holznagel, Bernd: Medienmarkt und Meinungsmacht. Zur Neuregelung der Konzentrationskontrolle in Deutschland und Großbritannien. Berlin/Heidelberg/New York: Springer 1997, 191 S. -- ISBN 3-540-62601-8, DM 98,–.

Stock, Walter (Hrsg.): Wahlverwandtschaften. Kunst, Musik und Literatur im europäischen Film. Frankfurt: Bundesverband Jugend und Film e.V. 1992, 266 S. [BJF-Buchreihe. 20.]. -- ISBN 3-89017-135-4, kein Preis mitgeteilt. Bezug über den BJF, Schweizer Str. 6, D-60594 Frankfurt. -- Aus dem Inhalt des insgesamt enttäuschenden Bandes, der in der Praxis der Jugendfilmarbeit seine Dienste erfüllen soll: Miriam Schütz: Phantastische Romantik im deutschen Stummfilm (7-50). -- Rotraut Hoeppel: Film und Malerei (51-66). -- Ulrich Krenkler: Stadtarchitektur im Film (77-88). -- Walter Stock: Opernfilm - Filmoper (89-128). -- Elisabeth Lutz-Kopp: Lieblingskinder - Mehrfach verfilmte Prosa europäischer Autoren (ausgewähltes biblio-filmographisches Verzeichnis, 129-250).

Stockmann, Brigitte (Hrsg.): Werbung im Fernsehen. Ulm: Neue Mediengesellschaft 1994-1997; München: Reinhard Fischer 1997ff. -- ISBN 3-88927-204-5. Loseblattwerk. Bereiche: Marktforschung und -studien; Daten und Fakten aus der Fernsehforschung; Marktanteile, Spotpreise und Reichweiten; Senderportraits; Werberegeln, Richtlinien etc. Grundwerk: DM 98,--. Ca. 6 Aktualisierungen/Jahr, jew. max. DM 59,--.

Stodiek, Oskar: Gesundheitsthemen zwischen Talk und Show. Empirisch-analytische Untersuchung der fernsehmedialen Medizinsendung Gut geht‘s von RTL plus. Bochum: Brockmeyer 1992, 282 S. (Medizin-publizistische Arbeiten. 8.). -- ISBN 3-8196-0074-4, DM 44,80.

Stögmüller, Thomas: Deutsche Einigung und Urheberrecht. Baden-Baden: Nomos 1994, 162 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 119.). -- ISBN 3-7890-3380-4, DM 48,--.

Stojanovic, Dusan: Leksikon filskih teoreticara. Beograd: Naucna Knijga - Institut za Film 1991.

[Stolte, Dieter]: Maßnahmen zur Effektivitätssteigerung und Aufwandsminderung im ZDF. Mainz: Zweites Deutsches Fernsehen, Presse und Öffentlichkeitsarbeit 1993, 32 S. (ZDF-Schriftenreihe. 46.). -- Überarb. Fassung einer Vorlage an Fernsehrat/Verwaltungsrat.

Stolte, Dieter: Bleibt Fernsehen Fernsehen? Ein Diskussionsbeitrag zu den Veränderungen des Fernsehens in einem sich verschärfenden multimedialen Wettbewerb. Mainz: Zweites Deutsches Fernsehen 1997, 30 S. (ZDF Schriftenreihe. 52.).

Stolzenburg, Elke / Thier, Michaela (Hrsg.): Für Mädchen auf dem Lande nichts los? Medienarbeit mit Mädchen und jungen Frauen. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur 1994, 95 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 15.). -- Dokumentation des Blomberger Expertenhearings v. 21./22. Oktober 1993. ISBN 3-929685-07-8, Schutzgebühr: DM 12,--. Bezug über die GMK-Geschäftsstelle, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld.

Stompor, Stephan: Künstler im Exil. in Oper, Konzert, Operette, Tanztheater, Schauspiel, Kabarett, Rundfunk, Film, Musik- und Theaterwissenschaft sowie Ausbildung in 62 Ländern. Frankfurt [...]: Lang 1994, 872 S. -- ISBN 3-631-46574, DM 198,–.

Störiko, Ute: "Wir legen Word auf gutes Deutsch". Formen und Funktionen fremdsprachiger Elemente in der deutschen Anzeigen-, Hörfunk- und Fernsehwerbung. Viernheim: Cubus Vlg. 1995, xiii, 553 S. -- ISBN 3-927417-10-6, DM 129,--. Zuerst als Diss. Freiburg (Breisgau) 1994.

Stötzel, Dirk Ulf: Das Magazin Die Sendung mit der Maus. Analyse einer Redaktions- und Sendungskonzeption. Wiesbaden: Harrassowitz 1990, xii, 296, (13) S. (Buchwissenschaftliche Beiträge aus dem Deutschen Bucharchiv München. 29.). -- ISBN 3-447-02991-9. DM 112,--. Zuerst als Dissertation, Universität-Gesamthochschule Siegen. -- Einleitend referiert der Autor die Entwicklung des bundesdeutschen Kinder- und Vorschulfernsehens von den Anfängen in den 50er Jahren bis zur endgültigen Etablierung des Kleinkinderprogramms in den 70er Jahren. Stötzel untersucht die seit 1971 produzierte, vielfach ausgezeichnete Reihe Die Sendung mit der Maus mit Blick auf ihre Einordnung in die bundesdeutsche Programmgeschichte, wobei institutionelle und programmstrukturelle Bedingungsfelder beschrieben und zur Konzeption des Kindermagazins in Beziehung gesetzt werden. Im produktanalytischen Teil gibt die Arbeit einen Überblick über die seit 17 Jahren produzierte Maus, wobei es vor allem um die verschiedenen Präsentationsformen (Mäusespots, Sachgeschichten, Trickfilme, Bildergeschichten und Lieder) geht. Diese Analysen bleiben allerdings unbefriedigend - aus mehreren Gründen: Zum einen untersucht Stötzel fast ausschließlich minimale Größen der filmischen Ausdruckssubstanz (Einstellungsgrößen und -perspektiven, Kamerabewegungen, Schnittfrequenzen), deren Status und Relevanz ganz ungeklärt ist; die höheren Formen der Montage und der filmischen Textbildung bleiben dagegen unberücksichtigt und unreflektiert. Zum anderen unterlegt der Autor diese Untersuchungen mit Annahmen über die Verstehbarkeit filmischer Texte, die mit solchen Stichworten wie "Bilderflut", "Klarheit und Aussagekraft der Bilder" unterfüttert, aber weder theoretisch noch experimentell reflektiert werden. Am Ende versucht Stötzel (im schwächsten Teil der Arbeit), den Einfluß formaler Gestaltungsmittel des Fernsehens auf kindliche Wahrnehmung abzuschätzen. -- So interessant ihr Gegenstand ist, enttäuscht Stötzels Studie vor allem aus dem Grunde, weil sie ein nur wenig entwickeltes Konzept von "Text" und "Textsemantik" mit einem naiv-behavioristisch anmutenden Lern- und Verstehenskonzept kombiniert.

Strack, Thomas (Hrsg.): Akkulturation, Assimilation und Alternativen: Deutschsprachige Künstler und Hollywood. Siegen: Universität-Gesamthochschule-Siegen, Fachbereich 3 "Sprach- und Literaturwissenschaft" 1993, (2), 52 S. (MuK: Veröffentlichungen zum Forschungsschwerpunkt "Massenmedien und Kommunikation" an der Universität-Gesamthochschule-Siegen. 85.). -- ISSN 0721-3271. DM 3,– (Unkostenbeitrag). Bezug über die GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. -- Aus dem Inhalt: Thomas Strack: Akkulturation und amerikanische Methode. Fritz Langs erstes Projekt in der kalifornischen Emigration (2-21). -- Jutta Landa: Amerika im deutschen Filmblick: Fremddarstellung und Selbstdarstellung bei Herzog, Wenders, Adlon (34-46).

Strasser, Christian: The Sound of Klein-Hollywood. Filmproduktion in Salzburg. Salzburg im Film. Mit Filmlexikon. Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 1995, 592 S. (Neue Aspekte in Kultur- und Kommunikationswissenschaften. 3.). -- DM 83,--.

Strasser, Robert: Die Abgrenzung der Laufbilder vom Filmwerk. Unter besonderer Berücksichtigung des urheberrechtlichen Werkbegriffs. Baden-Baden: Nomos 1995, 147 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht. 126.). -- ISBN 3-7890-3609-9, DM 48,--.

Strauß, Annette: Frauen im deutschen Film. Frankfurt [...]: Lang 1996, xxv, 317 S. (Studien zu Theater, Film und Fernsehen. 22.). -- ISBN 3-631-49127-1, DM 95,--. Zuerst als Diss., Köln 1994.

Strautz, Evelyn: Probleme der Literaturverfilmung dargestellt am Beispiel von James Ivorys A Room With a View. Alfeld: Coppi Vlg. 1996, (3), 84 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 38.). -- ISBN 3-930258-37-4, DM 20,--. -- Vergleichende Analyse (anhand solcher Kategorien wie "Symbolkomplex", "Charakteristik der Personen", "Handlungsstruktur", "Schauplatzwechsel" usw.). Endet im Urteil, Ivory habe aufgrund des einfühlsamen Drehbuchs "ein eigenständiges und dennoch dem Geist der Vorlage getreues Werk" geschaffen.

Strecker, Holger: Eigenkommunikation deutscher TV-Anbieter. Werbe- und PR-Strategien von Fernsehsendern. Bochum: Brockmeyer 1996, (4), x, 448 S. (Bochumer Studien zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 81.). -- ISBN 3-8196-0407-3, DM 64,80. Zuerst als Magisterarbeit, Bochum 1995.

Streiter, Anja: Das unmögliche Leben. Filme von John Cassavetes. Berlin: Vorwerk 8 1995, 120 S. (Traversen. 2.). -- ISBN 3-930916-04-5, DM 28,--. Am Beispiel von Shadows, Husbands und The Killing of a Chinese Bookie.

Striezel, Andreas: Film und Video in der veterinärmedizinischen Aus- und Weiterbildung. Diss. Berlin, FU Berlin 1991, 186 S.

Strobel, Ricarda: Herbert Reinecker. Unterhaltung im multimedialen Produktverbund. Heidelberg: Winter 1992, 276 S. (Reihe Siegen. Medienwissenschaft, Anglistische Abteilung. 85.). -- ISBN 3-533-04486-6, DM 58,-- (geb. DM 85,--). Bibliographie S. 256-276.

Strobel, Ricarda (Hrsg.): Film- und Kinokultur in Lüneburg. Bardowick: Wissenschaftler-Vlg. 1993, 260 S. (Arbeitsberichte des Instituts für Angewandte Medienforschung. 10.)/(Lokalmedien empirisch. 2.). -- ISBN 3-89153-015-0, DM 69,80.

Strobel, Ricarda / Faulstich, Werner: Die deutschen Fernsehstars. 1. Stars der ersten Stunde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1998, 264 S. -- ISBN 3-525-20796-4, DM 32,–.

Strobel, Ricarda / Faulstich, Werner: Die deutschen Fernsehstars. 2. Show- und Gesangstars. Göttingen: Vandendhoeck & Ruprecht 1998, 247 S. -- ISBN 3-525-20797-2, DM 32,–.

Strohm, Petra S.: Kino der Extreme. Die Filme Federico Fellinis zwischen Sensation und Ignoranz. Ein rezeptionsästhetischer Diskurs. Frankfurt [...]: Peter Lang 1994, 170 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 30: Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. 56.). -- ISBN 3-631-47271-4, SFr 52,--. Zugl. Diss. Hildesheim 1993.

Strunk, Marion (Hrsg.): Bildergedächtnis. Gedächtnisbilder. Zürich: Ed. Howeg 1998, 357 S. -- ISBN 3-85736-185-9, Sfr 27,–. Inhalt: Marion Strunk: Erinner/Vergessen. Ein Vorwort (12-23). -- Aleida Assmann: Frauenbilder im Männergedächtnis. Bei Pater, Proust und Joyce (24-65). -- Jörg Huber: Körper und Gedächtnis. Zu einem thematischen Anliegen gegenwärtiger Kunst (66-105). -- Wolfgang Beilenhoff: Licht - Bild - Gedächtnis (106-158). -- Marion Strunk: Die Widerholung (160-214). -- Beatrix Ruf: Künstlerische Strategien im Umfeld von Erinnerung, Manhnmal und Re-Konstruktion (230-277). -- Giaco Schiesser: Ich cybere, also bin ich. Gedächtnis - Identität - Neue Medien (278-345).

Stucki, Peter F.: Bei genauerer Betrachtung: Fredi M. Murers HÖHENFEUER. Materialien einer Analyse und Anweise [!] zu deren Einsatz im Filmgespräch. Freiburg (Schweiz): Universitäts-Vlg. 1990, 263 S. (Öffentliche soziale Kommunikation. 23.). -- ISBN 3-7278-0704-0. SFr 42,--.

Stüdemann, Jörg / Werchau, Andrea (Red.): Film in Sachsen: Ausbildung, Produktion, Vertrieb. Hrsg. v. Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft u. Kunst, dem Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit der TU Dresden u. dem Film- und Kulturzentrum Pentacon. Leipzig: Universitäts-Verlag 1994, 126 S. -- ISBN 3-929031-54-X, kein Preis bekannt. Bezug durch den Buchhandel oder den Filmverband Sachsen, Pentacon, Schandauer Str. 64, D-01277 Dresden. Enthält neben Selbstdarstellungen und kurzen Essays (darunter Rolf Birn: Amateurfilm in Dresden 1945-1990, S. 47-48) ein umfangreiches Branchenverzeichnis sowie eine umfassende Adressenliste der sächsischen Filmwirtschaft und -kultur.

Studienkreis Film (Hrsg.): Um sie weht der Hauch des Todes. Der Italowestern - Die Geschichte eines Genres. Essays, Interviews, Register. Mit Beiträgen v. Hans-Christoph Blumenburg [...]. Bochum: Schnitt Verlag 1998, 111 S. -- ISBN 3-9806313-0-3, DM 14,90.

Studies in the Western. 1ff. Münster 1992ff. -- Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Western e.V. Redaktion: Peter Bischoff, Universität Münster, Englisches Seminar, Johannisstr. 12-20, D-48143 Münster (Tel.: 0251-8324.595. Erscheint in zwei Ausgaben pro Jahr und ist Teil der Mitgliedschaft in der "German Association for the Study of the Western" (Jahresbeitrag incl. der beiden Hefte der Zeitschrift: DM 60,--).

Stuke, Franz (Hrsg.): Spielmacher, Spielverderber. Sprechen über Fußball. München/Hamburg: Lit Vlg. 1994, 147 S. (Kommunikation über Kommunikation.). -- ISBN 3-8258-2087-4, DM 24,80. Enthält eine Sektion "Wissenschaft", S. 97-147.

Sturm, Georges / Gassen, Heiner (Red.): Arbeiten mit François Truffaut. 2., überarb., erw. u. neu ill. Aufl. München: Institut Français de Munich / CICIM 1992, 125 S. (Cicim. 37.). -- Neuausg. der Cicim-Nr. 19-20, 1987. ISBN 3-920727-07-x. DM 15,--. Bezug durch das Institut Français, Kaulbachstr. 13, D-8000 München 22.

Sturm, Herta: Fernsehdiktate: Die Veränderung von Gedanken und Gefühlen. Ergebnisse und Folgerungen für eine rezipientenorientierte Mediendramaturgie. Mit der Studie: "Darbietungstempo und Persönlichkeitsmerkmale - eine Untersuchung zum Konzept von Extraversion und Introversion" (v. Hertha Sturm, Christine Altstötter-Gleich, Jo Groebel & Marianne Grewe-Partsch). Gütersloh: Vlg.Bertelsmann Stiftung 1991, 240 S. -- Schutzgebühr: DM 20,--. Neues von der Halbsekunde: Formale Merkmale des Fernsehens und Wahrnehmungen bzw. Handlungen von Zuschauern hängen unmittelbar miteinander zusammen. Für die gedankliche Kommentierung und Einordnung der Fernsehbilder sind minimale Pausen - sogenannte "Halbsekunden" - notwendig. Werden die Fernsehbilder zu hektisch, sind die Wahrnehmungs- und Dekodierungsarbeiten des Zuschauers überfordert, die "innere Verbalisierung" verstummt. Zuschauerfreundliche Angebote des Fernsehens sollten folglich auf abrupte Standort-, Situations- und Szenenwechsel verzichten und bei Übergängen dem Zuschauer eine Halbsekunden-Pause vergönnen. -- Die von Sturm und Mitarbeitern stammende Studie (149-205, Appendices: 207-237) beschreibt Reaktionen von extra- und introvertierten Zuschauern auf eine Fernseh-Informationssendung (Denkmal), die einmal im Normaltempo und einmal mit erhöhter Schnittfrequenz dargeboten wurde. Paradoxerweise nehmen selbst extrem introvertierte Personen die schnellere Version als "zu langsam" wahr und empfinden sie als eher desaktivierend - Indizien für "einen Zusammenhang von Mediensozialisation als Anpassungsprozeß an höhere Erregungsniveaus" (190)?

Sturm, Robert / Zirbik, Jürgen: Die Fernseh-Station. Ein Leitfaden für das Lokal- und Regionalfernsehen. Konstanz: UVK Medien 1998, 488 S. (Reihe Praktischer Journalismus. 32.). -- ISBN 3-89669-210-0, DM 54,–. Die Reihe „Praktischer Journalismus“ enthält inzwischen schon zu Klassikern gewordene Einführungs- und Nachschlagewerke - und man sollte gleich darauf hinweisen, daß auch Die Fernseh-Station mit einem umfangreichen Sach-Index erschlossen ist. Das, was der Band bietet, ist ebenso nahe an praktischen Erfordernissen wie aber manchmal auch an Alltagsweisheiten - im Zentrum des Beitrages stünden handlungsbetonte, assoziationsreiche, packende, ungewöhnliche und ästhetische Bilder: doch wie diese Qualität des visuellen Materials im jeweiligen Fall erzielt werden kann, darüber findet man kaum ein Wort. Was ist angeboten? Ein knapper Überblick über die Entwicklung des Lokalfernseh-Angebots; Sende-, Darstellungs- und Produktionsformen; ein knapper Überblick über die Aufgabenfelder von Marketing und Management; ein völlig zu Recht äußerst knapper Überblick über die Technik; und schließlich eine Nachbemerkung zur Werbung. Knapper Überblick ist durch die Bank gegeben, darum kann man den Band Anfängern beruhigt in die Hand geben; wenn‘s gut geht, findet man Hinweise auf vertiefende Literatur und Analysen; daß das aber als Handbuch und nicht als wissenschaftliche Untersuchung gelesen werden will: darauf sollte man hinweisen. Nachrichten, Magazine und Talkshows sind die Kerngenres des Lokalfernsehens. Unter „Talkshow“ findet man einen knappen Überblick über ihre wichtigsten Typen, einen einigermaßen rüden Hinweis auf das steigende Unterhaltungsbedürfnis und die Emotionalisierung des Fernsehangebots (Stichwort: „Affekt-Fernsehen“), leider nur wenige Bemerkungen zu den Problemen des casting von Gesprächsrunden und überhaupt nur eine einzige Seite zur Bedeutung der Talkshow für das Regionalfernsehen. Talkshows eigneten sich zu aktuellen Ereignissen wie Wahlen, zu besonderen Vorkommnissen und Kontroversen innerhalb einer Region wie Umweltskandale oder Großbauprojekte, heißt es dort - und ob man dem zustimmen will, sei dahingestellt. Zwar behaupten die Autoren, regelmäßige Diskussionsrunden seien für Lokalsender zu aufwendig und zu teuer - doch geben sie keinen Hinweis darauf, worauf sich die Behauptung stützt. Man muß also produktiv umgehen mit diesem Buch, seine erfahrungsreichen Teile aufsuchen, dann findet man auch seinen Kenntnisreichtum, verdeckte Hinweise, Bemerkungen am Rande, die dennoch wichtigste Schlaglichter auf das Verständnis alltäglichen Fernprogramms werfen.

Sturm, Sibylle M. / Wohlgemuth, Arthur (Red.): Hallo? Berlin? Ici Paris! Deutsch-französische Filmbeziehungen 1918-1939. München: Text + Kritik 1996, 191 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-538-X, DM 32,--. -- Eine europäische Filmkultur, sogar ein Interessenzusammenschluß der europäischen Filmindustrie gegen die Übermacht der Amerikaner lange vor allem Reden über "Europäisierung": Der Band betritt Neuland, wie es die CineGraph-Bücher fast immer taten. Besonders hingewiesen werden sollte auf den kleinen Schwerpunkt zur Praxis der Produktion in verschiedensprachigen Versionen. -- Inhalt: Bernard Eisenschitz: Correspondances / Schriftwechsel (9-16). -- Frank Kessler / Sabine Lenk: Gallischer Hahn und deutscher Adler. Filmkontakte vor dem Ersten Weltkrieg (17-32). -- Jürgen Kasten: Boche-Filme. Zur Rezeption deutscher Filme in Frankreich 1918-1924 (33-50). -- Jeanpaul Goergen: Entente und Stabilisierung. Deutsch-französische Filmkontakte 1925-1933 (51-62). -- Andrew Higson: Film-Europa. Kulturpolitik und industrielle Praxis (63-76). -- Eric Le Rey: E.C.B. Wessbecher, genannt Donatien. Filmproduktion zwischen Frankreich und Deutschland (77-80). -- Thomas Elsaesser: Chacun au Monde à deux Patries. Robert Siodmak und das Paris der 30er Jahre (81-100). -- Michael Esser: Produzent, Producteur, Producer. Arnold Pressburgers internationale Karriere (101-110). -- Helmut G. Asper: Von der Milo zur B.U.P. Max Ophüls' französische Exilfilmproduktion 1937-1940 (111-126). -- Joseph Garncarz: Die bedrohte Internationalität des Films. Fremdsprachige Versionen deutscher Tonfilme (127-140). -- Horst Claus / Anne Jäckel: USA, Frankreich und Versionen. Das Beispiel Der Kongress tanzt (141-154). -- Katja Uhlenbrock: Verdoppelte Stars. Pendants in deutschen und französischen Versionen (155-168).

Stütz, Irmgard: Strategien der Moderation in politischen Fernseh"diskussionen". In: Grazer Linguistische Studien 36, 1991, S. 111-117.

Suckfüll, Monika: Film erleben. Narrative Strukturen und physiologische Prozesse. Das Piano von Jane Campion. Berlin: Ed. Sigma 1997, 202 S. (Sigma Medienwissenschaft. 24.). -- ISBN 3-89404-918-9, DM 36,--. Zuerst als Diss., FU Berlin 1997.

Süss, Daniel: Der Fernsehkrimi, sein Autor und der jugendliche Zuschauer: Medienkommunikation aus drei Perspektiven, am Beispiel des Tatort-Krimis Kameraden. Bern [...]: Huber 1993, 240 S. (Huber Psychologie Forschung.). -- ISBN 3-456-82413-0, DM 44,80. Zuerst als Diss. Zürich 1992/93.

Sütterlin, Axel: Petronius Arbiter und Federico Fellini: ein strukturanalytischer Vergleich. Frankfurt [...]: Lang 1996, 239 S. (Studien zur klassischen Philologie. 97.). -- ISBN 3-631-49311-8, DM 69,--.

Suttner, Sabine: Die Darstellung der Bayern im Komödienstadel. Germanistische, volkskundliche und psychologische Untersuchung eines Fernsehbauerntheaters. Frankfurt [...]: Peter Lang 1997, 216 S. (Regensburger Beiträge zur deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft. 66.). -- ISBN 3-631-32214-3, DM 65,--.

Svatek, Wolfgang / Lesowsky, Sonja: Professionelle Videobearbeitung. Videoaufzeichnung und -schnitt, Formate und Geräte, Bildmischung, Trickeffekte, Grafik- und Paintsysteme, 3D-Animation. München: Franzis-Vlg. 1994, 320 S. -- ISBN 3-7723-5983-3, DM 128,--.

Sykora, Katharina: Die "Hure Babylon" und die "Mädchen mit dem eiligen Gang". Zum Verhältnis "Weiblichkeit und Metropole" im Straßenfilm der Zwanziger Jahre. In: Die Neue Frau. Herausforderung für die Bildmedien der Zwanziger Jahre. Hrsg. v. Katharina Sykora u.a. Marburg: Jonas Verlag 1993, S. 119-140.

Syros, Christine / Ludes, Peter: Erlebniskluft und Europäisierung. In: Arbeitshefte Bildschirmmedien, 44, 1994, S. 3-14.

Szabó-Knotik, Cornelia: Amadeus. Milos Formans Film als musikhistorisches Phänomen. Graz: Akad. Dr.- und Verl.-Anst. 1999, 230 S. (Grazer musikwissenschaftliche Arbeiten. 11.). -- ISBN 3-201-01728-0, DM 65,–.

Tacho No. 3: Medien, Kunst, Kommunikation. Karlsruhe: Wolfgang Höhne Vlg. 1992, 208 S. -- ISBN 3-928516-92-2, DM 14,--; Bezug über den Verlag (Rudolfstr. 26, D-76131 Karlsruhe). Enthält u.a. Artikel v. Norbert Bolz über Kunst und Medien, Peter Zec über das "Medienwerk" und Jan Knopf zur Sprach- und Bildmanipulation.

Tacho No. 4: Körper, Kunst, Geschwindigkeit. Karlsruhe: Wolfgang Höhne Vlg. 1994, 200 S. -- ISBN 3-928516-93-0, DM 15,--; Bezug über den Verlag (Rudolfstr. 26, D-76131 Karlsruhe). Enthält u.a. zwei Artikel zu Madonna sowie einen auf Diskette beiliegenden Essay von Ulrich Höhne zur Farb-, Körper- und Zeitwirkung in der Computerkunst.

Tambourri, Anthony: The Madonna complex. The justification of a prayer. In: International Semiotic Spectrum 17, 1992.

Tapinas, Laimonas: Lexikon litauischer Filmkünstler. [...] Vilnius: Mintis 1988, 167 S. -- ISBN 5-417-00227-5.

Tasche, Karl Gerhard: Die selektive Zuwendung zu Fernsehprogrammen. Entwicklung und Erprobung von Indikatoren der selektiven Nutzung von politischen Informationssendungen des Fernsehens. München: Reinhard Fischer 1996, 282 S. (Medien-Skripten. 25.). -- ISBN 3-88927-178-2, DM 39,--. Zuerst Diss. Berlin: Technische Universität 1994.

Taylor, Henry McKean: Der Krieg eines einzelnen. La Guerre d'un seul Homme. Eine filmische Auseinandersetzung mit der Geschichte. Zürich: Chronos 1995, 263 S. (Zürcher Filmstudien. 1.). -- ISBN 3-905311-60-7, sFr 48,--. Zuerst als Diss., Zürich 1992/93. Am Beispiel des essayistischen Kompilationsfilms des Argentiniers Edgardo Cozarinsky.

Taylor, Henry [McKean]: Von der Besonderheit biographischer Figuren. Young Mr. Lincoln als Genrefall. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 8,4, 1997, S. 484-502.

Tebbe, Karl D.: Narrative Strategien in Drehbüchern von Tarantino. Marburg: Tectum 1997, 70 S. auf 1 Microfiche (Ed. Wissenschaftliche Reihe. Medienwissenschaft. 6.). -- ISBN 3-80608-496-8, DM 48,--. Tebbes Untersuchung hingegen enttäuscht sehr. In seiner Arbeit stellt er sich die Aufgabe, die narrativen Strategien der Drehbücher von Tarantino an einer exemplarischen Drehbuchanalyse von True Romance (USA 1993, B: Quentin Tarantino, R: Tony Scott) aufzuzeigen. Er liefert eine theoretische größtenteils unreflektierte Deskription von intra- und intertextuellen Verweisstrukturen sowie von Wendepunkten und Achronologien in Tarantinos Text. Ferner versucht Tebbe, die Metz’sche Syntagmatik des narrativen Films auf das Drehbuch von True Romance anzuwenden. Die Kriterien der Metz’schen Klassifikation werden allerdings nicht diskutiert (siehe hierzu z. B. Karl-Dietmar Möller-Naß: Filmsprache. Eine krititische Theoriegeschichte. Münster: MakS Publikationen 1986), die gewonnene Segmentierung größtenteils nicht begründet. -- Da die filmwissenschaftliche Literatur völlig unzureichend aufgearbeitet worden ist (die ältere narratologische Literatur wurde äußerst selektiv, die neueren Narrationstheorien des Films (Bordwell, Branigan etc.) gar nicht zur Kenntnis genommen; Nagel stützt sich hingegen größtenteils auf Syd Field.), fehlt der Untersuchung der ihr entsprechend notwendige erzähltheoretische Rahmen. (Carsten Schneider)

Teißl, Verena (Hrsg.): Indigene Gesichter: Indigenas im mexikanischen Film. Eine Publ. anläßlich der Retrospektive „Von Eisenstein bis Marcos. Indigenas im Mexikanischen Film“ im Rahmen des 8. Internationalen Film Festival Innsbruck 2. bis 9. Juni 1999, Innsbruck, Österreich ; begleitende Ausstellung „Das Indigene und Bäuerliche Mexiko zwischen Film und Photographie. Juan Rulfo und Walter Reuter“ Renner Institut Innsbruck. Hrsg. v. Österreichischen Informationsdienst für Entwicklungspolitik Tirol. Innsbruck/Wien: Studien-Verl. 1999, 112 S. (Cinematograph. 6.). -- ISBN 3-7065-1393-5.

Telepolis 2: „Hollywood Goes Digital. Neue Medien und Neues Kino“. Mannheim: Bollmann 1997, 192 S. -- ISBN 3-89658-902-4, DM 18,–.

Teng, Guoqiang: Tradition und Aufbruch. Der chinesische Spielfilm 1905-1995. Diss. Hamburg, Universität Hamburg 1999, 392 S.

Tenscher, Jens: Showdown im Fernsehen. Eine Analyse des Diskussions- und Rollenverhaltens der Moderatoren in den deutschen Wahlkampfdebatten. Stuttgart: Ed. 451 1998, 192 S. -- ISBN 3-931938-08-5, DM 40,–.

The American Journal of Semiotics 7,1-2, 1990. -- Aus dem Inhalt: Juliet Flower MacCannell: The semiotics of Fatal Attraction: Preliminary remarks. -- Lucia Villela-Minnerly: The fatal attraction of nostalgia. -- Danielle Beregeron: The letter against the phallus: Analysis of the masculine position in Fatal Attraction. -- Lucie Cantin: The letter and the "thing" in femininity: Analysis of the female position in Fatal Attraction. -- Anne Friedberg: The punishing other: Fatal Attraction. -- Laurence A. Rickels / Slavoj Zizek: Death and sublimination: The final scene of City Lights.

The Film Music Journal. Zürich 1993ff. -- Bezug: Patrick Ruf, Jungholzstr. 3, CH-8050 Zürich. Vier Ausgaben / Jahr, SFr 30,-- / DM 40,–.

The Limited Edition. 1ff. Hennef 1993ff. -- Bezug: K.S.Z. Verlag, Frank Zehe, Zur Hardt 8, D-53773 Hennef (02224-10468 (auch Fax). Vier Ausgaben / Jahr, DM 34,-- (Ausland: DM 40,--); Einzelheft: DM 8,50. Hrsg. v. The Score Company: Daryl Kitchen, Dietmar Schmidt, Frank Zehe. The Limited Edition rezensiert CDs, LPs, EPs, LDs, CD-ROMs, Bücher und mehr. Enthält Interviews, Konzertberichte, Portraits und Nachrufe, Diskographien, Kurzhinweise. Das vielleicht wichtigste Insider-Magazin zur Filmmusik. Inzwischen liegt das 16. Heft vor, das neben zahlreichen Rezensionen u.a. ein Interview mit Mark Mancina (Speed) und einen kritischen Überblick über die Soundtracks der neuen Shakespeare-Filme enthält.

The South Atlantic Quarterly 92,1, 1993, S. 1-183: "The World According to Disney". -- Enthält u.a.: Miriam Hansen: Of mice and ducks: Benjamin and Adorno on Disney (27-62). -- Jane Kuenz: It's a small world after all: Disney and the pleasure of identification (63-88). -- Holly Allen / Michael Denning: The cartoonists' front [über Arbeitsverhältnisse und -kämpfe bei Disney] (89-118).

Theater heute, Jahrbuch 1992, S. 52-65: "Theater, Film, Fernsehen". -- Fünf Beiträge zum Verhältnis der Medien zueinander.

Theo Angelopoulos. Mit Beiträgen v. Wolfgang Jacobsen [u.a.]. Vorw. v. Theo Angelopoulos. München: Hanser 1992, 249 S. (Reihe Film. 45.). -- ISBN 3-446-17102-9, DM 39,80.

Theuerkauf, Holger: Chancen für den Archivfilm: Untersuchungen über Möglichkeiten des Einsatzes von Archivfilmen in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Veränderung in den fünf neuen Bundesländern. Diss. Berlin: Humboldt-Universität 1992, getr. Paginierungen.

Theuerkauf, Holger: Goebbels‘ Filmerbe. Das Geschäft mit den unveröffentlichten Ufa-Filmen. Berlin: Ullstein 1998, 304 S. -- ISBN 3-550-06966-9, DM 48,–.

Theunert, Helga (Hrsg.): "Einsame Wölfe" und "Schöne Bräute": Was Mädchen und Jungen in Cartoons finden. Mit Beitr. v. Petra Best [...]. Erstellt v. Institut Jugend Film Fernsehen im Auftrag der Landeszentrale für neue Medien. München: Reinhard Fischer 1993, vii, 147 S. (BLM-Schriftenreihe. 26.). -- ISBN 3-88927-132-4, DM 20,--. -- Inhalt: Helga Theunert: Was suchen und was finden Kinder in Cartoons? Phase 2 der Studie "Kinder und Cartoons" (1-24). -- Dörte Petersen / Helga Theunert: Witziges und Actionreiches - Was Mädchen und Jungen an Cartoonserien schätzen (25-62). -- Bernd Schorb: Eine Welt möglicher Vorbilder - Die Figuren in den Köpfen der Kinder (63-105). -- Petra Best: Zwischen Nachgeben und Zuhauen - Gewalt und Konflikte aus der Sicht der Kinder (107-138). -- Bernd Schorb / Helga Theunert: Kinder nutzen Cartoons zur Orientierung - Zusammengefaßte Ergebnisse und Konsequenzen (139-147). -- Die Ausgangsannahme der Studie, daß die Mediennutzung von Kindern aktives soziales Handeln und auf Sinnstrukturen orientiert ist, die sich im Rahmen der Entwicklungsphase, in der Kinder sich gerade befinden, interpretieren lassen, führt methodisch dazu, von inhaltsanalytischen Verfahren der Untersuchung von Kinderprogrammen auf die Untersuchung der Deutungsmuster und der Sinnhorizonte überzugehen, die Kinder haben. Die vorliegende Studie ist höchst anregend und interessant - gleich aus mehrere Gründen. In methodischer Hinsicht, weil neben verbalen Techniken der Beurteilung und Qualifizierung von Serien spielerische (z.B. ein "Figurenausstattungsspiel") und kreative Verfahren (z.B. sollten zu einem Bild Geschichten erfunden werden) eingesetzt wurden. In Hinsicht auf die Typifizierung der Texte, weil in der Untersuchung eine Art generischer Differenzierung des Angebots ausgearbeitet wurde (die Typen "Bewegter Alltag", "Gerechte Kämpfe", "Kleine Abenteuer", "Persönliche Scharmützel" und "Erfolgreiche Gaunerjagden"), in der narrative Elemente mit Konfliktarten und Mustern von Konfliktlösungen kombiniert werden. In Hinsicht auf eine Neureflexion der Rolle von Vorbildern und Idolen in kindlichem Medienkonsum, weil nach der These der Studie die Trickfiguren dazu dienen, die eigene Rolle des Kindes imaginativ zu bestimmen und auch für die Zukunft anzulegen; es geht nicht um Identifikationsprozesse, sondern um eine produktive Auseinandersetzung mit Werthaltungen, die für die eigene Person Bedeutung erlangen können. In Hinsicht auf die Souveränität der Kinder, die zu sehr differenzierten (und distanzierten) Urteilen über Cartoons fähig sind. Es sind vor allem die Geschlechterrollen, die als Filter dazu dienen, die Aneignung der Cartoons zu regulieren. -- Sehr anregende und interessante Studie.

Theunert, Helga: Gewalt in den Medien - Gewalt in der Realität. 2., überarb. u. aktual. Aufl. München: KoPäd 1996, 259 S. -- ISBN 3-929061-18-X, DM 39,80.

Theunert, Helga / Lenssen, Margrit / Schorb, Bernd: Wir gucken besser fern als ihr! Fernsehen für Kinder. München: KoPäd 1995, 184 S. (Edition TelevIZIon des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen.). -- ISBN 3-9290651-51-1, DM 30,–.

Theunert, Helga / Pescher, Renate / Best, Petra / Schorb, Bernd: Zwischen Vergnügen und Angst - Fernsehen im Alltag von Kindern. Eine Untersuchung zur Wahrnehmung und Verarbeitung von Fernsehinhalten durch Kinder aus unterschiedlichen soziokulturellen Milieus in Hamburg. Unter Mitarb. v. Dorothea Knodt [u.a.]. Berlin: Vistas 1992, 230 S. (Schriftenreihe der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. 5.). -- ISBN 3-89158-077-0. DM 40,--. -- Der wichtigste Befund der vorliegenden Studie ist eine ganze Reihe von Hinweisen darauf, daß kindlicher Medienkonsum - die Probanden waren hier zwischen 8 und 13 Jahren alt - zielgerichtet ist, auf bewußter Orientierung im Programmangebot aufbaut und eher eine aktive Zuwendung als eine passive Konsumption ist. Auch kann gezeigt werden, daß Fernseherlebnisse und über Fernsehkonsum vermittelte Inhalte nicht nur im Spiel bearbeitet werden, sondern auch häufiger Gegenstand und Auslöser sozialen Verhaltens ist, wobei vor allem der Kontakt mit Gleichaltrigen gesucht wird. Dabei lassen sich erhebliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen ausmachen, was von den Autoren darauf zurückgeführt wird, daß für die Jungen ein breiteres Spektrum an Identifikationsmaterial angeboten werde als für die Mädchen. -- Über den deskriptiven Teil hinaus versucht die Studie, Konsequenzen für Programmanbieter und für die pädagogische Arbeit zu skizzieren, wobei dem Umgang mit Gewaltdarstellungen jeweils eigener Raum eingeräumt wird.

Theunert, Helga / Schorb, Bernd: "Mordsbilder". Kinder und Fernsehinformation. Berlin: Vistas 1995, 252 S. (Schriftenreihe der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. 13.). -- ISBN 3-89158-145-9, DM 40,--.

Theunert, Helga / Schorb, Bernd (Hrsg.): Begleiter der Kindheit. Zeichentrick und die Rezeption durch Kinder. Erstellt im Auftrag d. Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien München, Oktober 1996. München: Reinhard Fischer 1996, 267 S. (BLM-Schriftenreihe. 37.). -- ISBN 3-88927-192-8, DM 39,--. -- Inhalt: Bernd Schorb: Zeichentrick, das Angebot des Fernsehens für Kinder. Stand der Forschung und die Untersuchung: Kinder und Cartoons (9-28). -- Helga Theunert: Keine Einheit - Kinder haben unterschiedliche Zeichentrickvorlieben (29-44). -- Dörte Petersen: Konzentriert auf die Jüngsten und auf Gewalt - Elterliche Reglementierung des Zeichentrickkonsums (45-56). -- Petra Best: Die Schlümpfe als Weckdienst - das Zeichentrickangebot des Fernsehens (57-76). -- Helga Theunert: Unterhaltung und mehr - Zeichentrickinhalte in der Sicht der Kinder (77-100). -- Helga Theunert: Nicht gar so ernst - Zeichentrickgewalt in Kinderaugen (101-142). -- Helga Theunert: Ein Fundus von Orientierungen - Der kindliche Umgang mit Zeichentrickfiguren (143-206). -- Bernd Schorb / Helga Theunert: Kindliche Rezeptionswünsche und Programmwirklichkeit - Wichtige Ergebnisse und Konsequenzen (207-214). -- Helga Theunert / Bernd Schorb: Kontextuelles Verstehen von Medienaneignung - Der Weg zu den Ergebnissen (215-249). -- Die Studie verdient hohes Interesse und intensive methodische Diskussion, weil sie versucht, kindliche Erwartungs- und Nutzungsmuster des Fernsehens sowie elterliche Reglementierungsmaßnahmen, aber auch die stillschweigenden Übereinkünfte von Kindern und Eltern zu erheben. "Kontextuelles Verstehen" als methodische Zielvorgabe erweist sich als eine komplizierte Mischung verschiedener Beschreibungs- und Erhebungsverfahren, die dazu dienen sollen, an die internen und subjektiven Strategien der Sinnzuweisung heranzukommen. -- Aus der Zusammenfassung: "Kinder nutzen Cartoons [die von Eltern und Kindern gleichermaßen als besonderes Angebot für Kinder angesehen werden] zur Unterhaltung und zur Orientierung. Dabei differieren ihre Wahrnehmung und ihre Fragen je nach Alter, Geschlecht und Lebensumfeld. Das konkrete Programm ist arm an geistiger und kreativer Vielfalt, was die Kinder ein Stück weit durch ihre unermüdliche Kreativität ausgleichen."

Theweleit, Klaus: Das Land, das Ausland heißt. Essays, Reden, Interviews zu Politik und Kunst. München: Deutscher Taschenbuch Vlg. 1995, 202 S. -- ISBN 3-423-30449-9, DM 19,90. Darin: Memory pictures. Über die deutsche Art (k)ein Gedächtnis zu haben & über Erinnerungsarbeit mit Marcel Ophuls, Claude Lanzmann, Marguerite Duras und Tim O'Brien (98-142); Krieg der Darstellungsweisen. Ein Gespräch über New-Wave-Nazis, Gefühlsstaus und die Frage, ob und wie man Dokumentarfilme über Rechtsradikalismus zeigen soll (158-182).

Theweleit, Klaus: One & One. Rede für Jean-Luc Godard zum Adornopreis. Frankfurt, Paulskirche, 17.9.1995. Berlin: Brinkmann & Bose 1995, 64 S. -- ISBN 3-922660-65-7, DM 25,--.

Thiele, Jens [et alii] (Hrsg.): Handbuch zur Regionalen [!] Filmforschung. 1993. Hrsg. v.d. Koordinationsstelle "Regionale Filmforschung", Gesellschaft für Kunst- und Kulturpädagogik Oldenburg e.V. [Vorw. v. Jens Thiele, Bernd Poch & Christian Fuhrmeister.] Oldenburg: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachbereich 2 1993, 53 S. -- Bezug durch die Koordinationsstelle, Postfach 2503, D-26129 Oldenburg. Kein Preis mitgeteilt. -- Beschreibungen von Personen und Institutionen, die sich mit regionenbezogener Filmarbeit (sowohl als Filmemacher wie als Wissenschaftler) beschäftigen. Alphabetisch nach Ortsnamen aufgegliedert. Das nützliche Handbuch soll 1995 aktualisiert werden. -- Ein höchst anregendes Projekt, das übrigens offen ist für jede Art von Mitarbeit. Nähere Auskünfte über mögliche Formen der Kooperation erhält man durch die Koordinationsstelle.

Thieme, Claudia: F for Fake and the Growth in Complexity of Orson Welles‘ Documentary Form. Frankfurt [...]: Lang 1997, 174 S. -- ISBN 3-631-31420-5, DM 65,–. Zuerst als Diss., Kiel 1996.

Thier, Michaela / Lauffer, Jürgen (Hrsg.): Medienbiographien im vereinten Deutschland. Dokumentation der Potsdamer Tagung v. 5./6. Februar 1993. Bielefeld: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) 1993, 222 S. (Schriften zur Medienpädagogik. 12.). -- ISBN 3-929685-03-5, Schutzgebühr: DM 15,--. Bezug durch die Geschäftsstelle der GMK, Körnerstr. 3, D-33602 Bielefeld. Darin v.a. von Interesse: Ralf Vollbrecht: Lebensläufe und sozialer Wandel. Das Krisenkonzept der Erfahrung als Grundlage medienbiografischer Reflexion (10-29).

Thiermeyer, Michael: Internationalisierung von Film und Filmwirtschaft. Köln: Böhlau 1994, 540 S. (Medien in Geschichte und Gegenwart. 2.). -- ISBN 3-412-03994-2, DM 98,--.

Thissen, Rolf: 100 Jahre Film. Zahlen, Fakten, Mythen. München: Heyne 1995, 288 S. --ISBN 3-433-09059-4; DM 16,90.

Thissen, Rolf: Sex (v)erklärt. Der deutsche Aufklärungsfilm. München: Heyne 1995, 368 S. -- ISBN 4-453-09005-5, DM 19,90.

Thissen, Rolf: Stanley Kubrick - der Regisseur als Architekt. München: Heyne 1999, 288 S. (Heyne-Filmbibliothek. 274.). -- ISBN 3-453-16495-4, DM 19,90.

Thoma, Hemut: Hundert Jahre Medien-Gewalt-Diskussion in Deutschland. Handbuch. Frankfurt: IMK-Verlag 1996. -- DM 49,80. Bezug durch das Institut für Medienentwicklung und Kommunikation (IMK), Mainzer Landstr. 195, D-60327 Frankfurt.

Thoma, Helmut (Hrsg.): Zwischen Mitwirkung und Mitverantwortung. Der RTL-Programmausschuß 1988-1996. Aufgaben, Themen und Dokumente. Frankfurt: Institut für Medienentwicklung und Kommunikation [1997] (RTL-Buchreihe Kommunikation und Medien. 2.). -- Bezug durch das Institut, Mainzer Landstr. 195, D-60326 Frankfurt.

Thomas, François: Das Atelier von Alain Resnais. München: Institut Français de Munich / CICIM 1992, 237 S. (Cicim. 35-36.). -- ISBN 3-920727-06-1. DM 25,--. In Zusammenarbeit mit den Französischen Filmtagen Tübingen. Bezug über das Institut Français, Kaulbachstr. 13, D-8000 München 22.

Thomas, Tony: Filmmusik. Die großen Filmkomponisten - ihre Kunst und ihre Technik. München: Heyne-Verlag 1995, 379 S. (Heyne-Filmbibliothek.). -- ISBN 3-453-090007-1, DM 24,90. -- Als eines der wenigen deutschsprachigen Filmmusikbücher überhaupt legt die Heyne-Filmbibliothek hier in deutscher Erstausgabe die Übersetzung eines erstmals 1979 erschienenen, 1991 aktualisierten und inzwischen zum Klassiker avancierten amerikanischen Buches vor. Autor Tony Thomas stellt darin 25 Hollywood-Komponisten vor: "die Altvorderern des Hollywood-Sounds", so Übersetzer Peter Glaser im Nachwort, und "ihre Söhne; nicht aber die getreu der Devise 'Anything Goes' verfahrenden Enkel". Das Spektrum reicht von Franz Waxman, der seine erste Filmkomposition 1935 verfaßte, bis in die Neuzeit eines John Williams, von Fleißarbeitern wie Max Steiner (mit über 300 Filmkompositionen) bis zu Wenigschreibern wie Erich Wolfgang Korngold (keine 20), von weithin bekannten Namen wie Bernhard Herrmann und Henri Mancini bis zu nur noch Spezialisten geläufigen wie Bronislau Kaper und John Addison. -- Bis auf zwei, Korngold und Victor Young, hat Tony Thomas alle persönlich gekannt und sie um eigene Beiträge über ihre Arbeit, ihren Werdegang gebeten oder mit ihrem Einverständnis vorhandene Texte dafür genutzt. Diese Selbstdarstellungen bilden zusammen mit einem einleitenden Text und einer kompletten Filmografie die jeweils dreigeteilten Kapitel über die einzelnen Komponisten. Dabei bieten die Selbstdarstellungen neben viel Informativem auch immer wieder Unterhaltsames und Anekdotisches. Thomas' Einleitungstexte bemühen sich um so knappe wie lebendige Vorstellung und Einordnung der Komponisten. Daß da Nuancen auf der Strecke bleiben, kann kaum ausbleiben. Wirklichen Anlaß zur Kritik bietet indes die wenig sorgfältige deutsche Übersetzung, die eine flüssige Lesbarkeit häufig erschwert. Gleichviel: ein nützlicher Beitrag zu einem im Deutschen sträflich unterrepräsentierten Thema. -- (Heinz-Jürgen Köhler)

Thomass, Barbara: Arbeit im kommerziellen Fernsehen. Quantitative und qualitative Effekte neuer Anbieterformen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1993, x, 156 S. (Medien und Politik. 2.). -- ISBN 3-89473-758-1, DM 34,--.

Thompson, Douglas: John Travolta. Eine Biographie.Köln: vgs 1997, 272 S. -- ISBN 3-8025-2442-x, DM 39,80. Thompsons kenntnis- und detailreiches Buch ist eine jener Biografien, die sich ganz auf die Beschreibung des Lebenslaufs einlassen - und nicht auf die Geschichte der öffentlichen Bilder, der Images, der Stile und Arbeitstechniken. Das hat seinen Reiz, weil es eine Fülle von Anekdoten, Interviews und dergleichen mehr ausstellt. Das ist problematisch, weil es in Sympathie zum Star ertrinkt, eine kritische Distanz (man beachte die diversen Abschnitte über Travoltas Scientology-Beziehungen!) kaum je erreicht. Und das ist für ein eher handwerkliches Interesse oder gar im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung von nur begrenztem Wert. Nur am Rande sei vermerkt, daß Thompson auf jede Art des Quellennachweises verzichtet, so daß auch der Materialstatus zweifelhaft wird. Dabei ist Travoltas Karriere durchaus bemerkenswert - mit dem glanzvollen Start in Saturday Night Fever und vor allem in Grease, was ihn in eine Reihe mit James Dean und Elvis Presley zu stellen schien; mit dem Verfall der Karrierre trotz solcher Filme wie Blow Out; und dem Comeback mit Look Who‘s Talking und vor allem Pulp Fiction. Erotische Ausstrahlung, tänzerisch geschulte Bewegungskontrolle, Leinwandpräsenz - eine ganze Reihe von Qualitäten heben Travolta aus dem Standard der Hollywoodkörper und -gesichter heraus. Thompsons Buch ist leider nicht die Analyse geworden, die ein solcher Fall verdient hätte.

Thompson, David / Christie, Ian (Hrsg.): Scorsese über Scorsese. Mit einem Vorw. v. Michael Ballhaus. Frankfurt: Verlag der Autoren 1996, 320 S. -- ISBN 3-88661-163-9 DM 36,--. -- Deutsche Übersetzung des erstmals 1990, 1996 aktualisierten Interviewbuches, das auf eine faszinierende Weise das Werk Scorseses in ein hoch reflektiertes Gewebe aus intertextuellen Charaden, kalkulierten Zitaten und wohlplazierten Referenzen auflöst. Im Gespräch werden die verhandelten Filme zu Stichworten für ausufernde und aufschlußreiche Ausflüge in die Filmgeschichte. Das Buch wäre auch vorzüglich als grundlegende (und ausreichende) Lektüre für ein (zweisemestriges) Proseminar "Einführung in die Filmgeschichte" geeignet. -- (Ulrich Kriest)

Thomsen, Christian W. (Hrsg.): Hybridkultur. Bildschirmmedien und Evolutionsformen der Künste. Annäherungen an ein interdisziplinäres Forschungsproblem. Mit Beitr. v. Peter Gendolla [...]. Siegen: Sonderforschungsbereich 240 1994, 97 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 46.). -- Bezug durch den SFB, Postfach 101240, D-57068 Siegen, Schutzgebühr: DM 5,--. -- Inhalt: Irmela Schneider: Hybridkultur. Eine Spurensuche (9-24). -- Angela Krewani: Das hybride Geschlecht. Gender-Debatten und Medienstrategien (25-38). -- Peter Gendolla: Metropolis/Mentopolis. Über Stadtlabyrinthe (39-46). -- Christian W. Thomsen: Zu Möglichkeiten medialer Narrativik hybrider Architekturen (47-64). -- Kay Kirchmann: Mendels elektronische Kinder. Anmerkungen zur Hybridkultur (77-86). -- Rolf Großmann: Zur Hybris von Mensch und Maschine in den Neuen Medien (87-97).

Thomsen, Christian W. / Blind, Sofia: Medienkunst und Markt. Siegen: Universität-Gesamthochschule Siegen 1996, 56 S. (Arbeitshefte Bildschirmmedien. 58.). -- Schutzgebühr: DM 5,--. Bezug über den Sonderforschungsbereich 240, Universität-GHS Siegen, Postfach 101240, D-57068 Siegen. Inhalt: Christian W. Thomsen: Medienkunst und Markt (5-41). -- Sofia Blind: Versagt der Kunstmarkt? Anmerkungen zu Christian W. Thomsen: "Medienkunst und Markt" aus wirtschaftwissenschaftlicher Sicht (43-56).

Thomsen, Christian W. / Hallenberger, Gerd (Hrsg.): Der grosse Bellheim. Eine deutsche Fernsehproduktion mit internationalen Ambitionen. Heidelberg: Winter 1996, ii, 120 S. (Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft. 131.). -- ISBN 3-8253-0375-6, DM 48,--.

Thomsen, Christian Braad: Rainer Werner Fassbinder. Leben und Werk eines maßlosen Genies. Frankfurt: Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins 1993, 427 S. -- DM 33,--. Bezug über Zweitausendeins, Postfach 610637, D-60381 Frankfurt.

Thurm, Undine: Bilder vom Ende des Schweigens: Eine kommentierte Zusammenfassung von Filmen zum sexuellen Mißbrauch von Kindern. Pfaffenweiler: Centaurus 1997, xxviii, 364 S. (Frauen, Gesellschaft, Kritik. 29.). -- ISBN 3-8255-0160-4, DM 48,–.

TIC - Trends in Communication. Amsterdam 1997ff. -- TIC is a theme-oriented journal covering subjects of interest in the fields of communication, telecommunication, media, and information. Eds.: Jo Groebel, Cees van Woerkum; Managing editor: Harry Bouwman. Two issues / year; subscription rate: Dfl 70,--/year, foreign countries: Dfl 90,--/year; publisher: Boom Publishers, Prinsengracht 747-751, NL-1017 JX Amsterdam.

Tichy, Roland / Dietl, Sylvia (Hrsg.): Deutschland einig Rundfunkland? Eine Dokumentation zur Wiedervereinigung des deutschen Rundfunksystems 1989-1991. München: Reinhard Fischer 2000, 390 S. -- ISBN 3-88927-260-6.

Tiemann, Hans-Peter: Filme erleben: Zur medientheoretischen Begründung und unterrichtspraktischen Handhabung einer Film- und Fernsehdidaktik im Deutschunterricht der 5. und 6. Klassen. Münster: Lit Vlg. 1991, 294 S. (Erziehungswissenschaften. 30.). -- DM 58,80. Zuerst als Diss. Bielefeld 1990.

Tiemann, Manfred: Bibel im Film. Ein Handbuch für Religionsunterricht, Gemeindearbeit und Erwachsenenbildung. Stuttgart: Calwer 1995, 144 S. -- ISBN 3-7668-3355-3, DM 34,--.

Tieselmann, Werner: Fernsehen in der Kultur der Igbo. Eine medienethnologische Untersuchung am Beispiel der Nri in Südostnigeria, Westafrika. Frankfurt: IKO - Verl. für Interkulturelle Kommunikation 1999, 366 S. (Göttinger kulturwissenschaftliche Schriften. 10). -- ISBN 3-88939-504-x, DM 49,80. Zugl.: Göttingen, Univ., Diss., 1997.

Tietze, Wolfgang / Schneider, Manfred (Hrsg.): Fernsehshows: Theorie einer neuen Spielwut. München: Raben 1991, 186 S. (Raben Streifzüge.). -- ISBN 3-922696-70-8. DM 26,--. -- Um "historische Stränge, medientechnische Veränderungen und ihre Wirkungen auf die Sprache der Shows zu Beginn der neunziger Jahre" solle es gehen, heißt es im Vorwort des Sammelbandes Fernsehshows: Theorie einer neuen Spielwut, der Arbeiten von Wissenschaftlern versammelt, die dem "Institut für Medienanalyse Essen" verpflichtet sind. Die Beiträge des Bandes sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Viele von ihnen orientieren sich an postmoderner Medientheorie und an McLuhanschen Thesen, sich eher kritisch und abstrahierend bzw. erfahrungs-enthoben dem Gegenstand nähernd als deskriptiv; sprachlich geraten manche der Beiträge in die Nähe verquasten und prätentiösen Leerlaufs und teilen so auch diese Qualität manch zeitgenössischen Schreibens über Medien und Medientheorie. Zwar wird immer wieder betont, daß Shows auch Formen sozialer und alltagsweltlicher Praxis sind, doch wird kein Zugang deutlich, wie man diese Aspekte modellieren könnte. So bleibt der Band enttäuschend, auch wenn manche der Artikel anregend sind (Thorsten Lorenz' "Bombenstimmung. Von der Militär-Revue zum Unterhaltungs-Fernsehen", Johannes-Peter Meiers "Der himmlische Blick. Raum und Medium in der TV-Show" und Michael Niehaus' Überlegungen zum "Fernsehen in seiner Sichtbarkeit").

Tillmann, Herbert (Hrsg.): Fachwörterbuch Hörfunk und Fernsehen: Deutsch-englisch, englisch-deutsch. Im Auftrag v. ARD u. ZDF hrsg. v. Herbert Tillmann. 4., überarb. u. erw. Aufl. München: MC & D; Berlin/Offenbach: VDE-Vlg. 1992, 500 S. -- ISBN 3-927738-01-8, DM 98,--. Vorwiegend technisch orientiert.

Tilsner, Cornelia: Aufbau und Tendenz der anglo-amerikanischen Besatzungswochenschau Welt im Film (Juli 1948 - Dezember 1949): Wortprotokolle von Kinowochenschauen als zeitgeschichtliche Quellen. Bochum: Brockmeyer 1995, 487 S. (Dortmunder Historische Studien. 12.). -- ISBN 3-8196-0368-9, DM 69,80. Bezug durch den Buchhandel oder den Verlag (Uni-Tech-Center, Geb. MC, Postfach 100.428, D-44704 Bochum). -- Arbeiten mit dem dezidierten Anspruch, ausgewählte audio-visuelle Medienprodukte als potentiell ergiebige historische Quellen zu untersuchen, sind und bleiben auch nach dieser Studie die Ausnahme gegenüber zahlreichen theoretischen Vorüberlegungen sowie häufig entsprechend allgemeinen Forderungskatalogen. Denn, um Mißverständnisse auszuschließen, "Wortprotokolle" wurden hier nicht nach Ansicht der von Mai 1945 bis Herbst 1949 produzierten anglo-amerikanischen Monopolwochenschau Welt im Film im Sinne einer Analysegrundlage angefertigt, sondern geben zusammen mit den sogenannten "Deckblättern" das überlieferte zentrale Untersuchungsmaterial ab, anhand dessen "die politischen Ziele der Verantwortlichen [zu] erschließen" seien (9). Objekt sind demnach nicht die Wochenschaufolgen 162 bis 240 (2.7.1948 bis 28.12.1949) selbst, sondern die zur Entstehungszeit entsprechend protokollierten Sprechertexte und Originalton-Zitate bzw. auf den Deckblättern schlagzeilenartig formulierte Überschriften, Filmlängen in Metern und Plazierungen der Beiträge innerhalb einer Folge. Wie ein solches Deckblatt aussieht, in welcher Form das Protokoll sich dem Forscher präsentiert: Wir erfahren es nicht. -- Ohne jede konkretisierende Abbildung, ohne Foto oder Faksimile kommt hier ein Werk aus, das sehr beschäftigt ist mit Methodendiskussion und Kategorienbildung (fast 180 Seiten!), dies im Wesentlichen aber nur, um zu rechtfertigen, weshalb es statt der vermeintlich viel zu aufwendigen Analyse bewegter Bilder und Töne (am Schneidetisch!) hier lediglich um den Versuch einer verkürzten, gleichwohl möglichst unverfälschten Erfassung der Niederschrift des gesprochenen Wortes zum Zwecke ihrer - dann allerdings äußerst uninspiriert formulierten - Auswertung geht. Die Anwendung von quantitativen, an sozialwissenschaftlichen Verfahren orientierten Methoden der Inhaltsanalyse in Ehren - aber müssen Bücher deshalb schon unlesbar sein? Müssen wir denn über hunderte von Seiten lediglich Zeuge eines Hin und Her, eines Abwägens von Methoden und des Abfüllens von "Texten" in Kategorien sein, wo doch bereits ein erklärendes Wort zum Sprecher-Tonfall, zur Intonation so vieler Wochenschautexte im Nachkriegsdeutschland immerhin die eigene Erinnerung aktivieren würde? Ein greifbares Resultat zeitigt diese umfangreiche Untersuchung, die so gut wie keinen Autor mehr kennt, nicht. Jedenfalls nicht, daß ich wüßte. -- (Rolf Aurich)

Tobias, Ronald B.: Zwanzig Masterplots. Woraus Geschichten gemacht sind. Frankfurt: Zweitausendeins 1999, 335 S. -- ISBN 3-86150-302-6, DM 27,–. Bezug durch: Zweitausendeins, Postfach 610.637, D-60348 Frankfurt (Fax: 069-420.800.198).

Toeplitz, Jerzy: Geschichte des Films. 5. 1945-1953. Berlin: Henschel Vlg. 1991, 699 S. -- ISBN 3-362-00585-3. DM 98,--. Die bislang erschienenen fünf Bände von Toeplitz' gewaltiger Filmgeschichte erschienen 1992 in einer preiswerten Paperbackausgabe (Berlin: Henschel Vlg., DM 198,--).

Tornow, Ingo: Erich Kästner und der Film. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1998, 192 S. (dtv-Taschenbücher. 12611.). -- ISBN 3-423-12611-6, DM 24,90. Neuaausg. des zuerst 1989 vom Münchner Stadtmuseums herausgegebenen Bandes.

Töteberg, Michael: Federico Fellini. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargest. von Michael Töteberg. Reinbek: Rowohlt 1998, 155 S. (Rowohlts Monographien. 50455.). -- ISBN 3-499-50455-3, DM 12,90.

Töteberg, Michael (Hrsg.): Metzler Film Lexikon. Stuttgart: Metzler 1995, 736 S. -- ISBN 3-476-00946-7, DM 58,--. -- Derlei Bücher, die sich besonders zu besonderen Anlässen (z.B. "100 Jahre Film") häufen, können mit einem kritischen Diskurs rechnen. Rezensenten neigen dazu, aus der ex-post-Perspektive nochmals nachdrücklich auf sich aufmerksam zu machen; wurden sie doch nicht zu Mitarbeitern, was dem Projekt selbstredend abträglich war. Ist nicht Truffaut gegenüber Godard deutlich unterrepräsentiert? Warum fand das subtile Spätwerk Budd Boettichers keinen Eingang (das Frühwerk übrigens auch nicht!)? Warum, schließlich, sucht man vergebens nach den unterschätzten visionären Fingerübungen des (zu Unrecht) fast vergessenen georgischen Experimentalfilmers XY? Anstatt sich mit derlei Kritik zu verausgaben, sollte man Bücher wie dieses als Dokumente, als Momentaufnahmen eines (historischen) Diskurses über Film lesen. Ist der Herausgeber clever - und Michael Töteberg ist clever -, so produziert er vorauseilendes Unterstatement und benennt die Mängel selbst: eine Auswahl - trotz vieler Gespräche immer lückenhaft und letztlich immer subjektiv geprägt, böte sein Buch. "(E)ine Auswahl von gut 500 Werken" wurde erwählt, "die Filmkunst in der hundertjährigen Geschichte des Mediums" zu repräsentieren (Vorwort des Herausgebers). Gerade weil "Erfolg" kein "entscheidendes Kriterium" der Auswahl war (das wäre nun in der Tat neu gewesen!), ist die Arbeit des Buches am Kanon eher betulich zu nennen: Echte Überraschungen sind selten (Drachenfutter; 40 Quadratmeter Deutschland). Interessant ist die Auswahl der Autoren (über die man gerne etwas mehr erführe!), die es weitgehend vermieden hat, wieder einmal die notorischen Federn der deutschen Filmpublizistik zu bemühen. Dadurch erhält der interessierte Leser die Gelegenheit, neue Schreibweisen und Blicke auf Filme kennenzulernen. Wer - wie ich - solche Bücher mag, dem bietet der Metzlerband auf mehreren Ebenen Stoff für viele winterliche Leseabende, während derer man genüßlich den Spuren in den Bibliographien (zu einzelnen Filmen und allgemein), dem Index der Regisseure, der Schauspieler(innen) und dem Mitarbeiter(innen)verzeichnis nachgehen kann. Drei Anmerkungen seien abschließend erlaubt: Nicht jeder redaktionelle Eingriff führt notwendig zu einer Standardisierung der Beiträge, aber einige stilistische Selbstverliebtheiten hätten vermieden werden können. Die bedauerliche Marginalisierung des Dokumentarfilms über dessen mangelnde Präsenz in den Kinos zu legitimieren, ist fürwahr eine Chuzpe. Und ganz im Bann von Multimedia stand offenbar der Verfasser des Textes auf dem Buchrücken: "Das Metzler Film Lexikon enthält rund 500 Klassiker des internationalen Films". Obacht, lieber Leser, noch handelt es sich um ein BUCH! No Films inside!

Töteberg, Michael: Filmstadt Hamburg: von Hans Albers bis Wim Wenders, vom Abaton zu den Zeise-Kinos: Kino-Geschichte(n) einer Großstadt. 2., überarb. u. erg. Aufl. Hamburg: VSA-Vlg. 1997, 227, (14) S. -- ISBN 3-87975-707-0, DM 49,80.

Töteberg, Michael (Hrsg.): Szenenwechsel. Momentaufnahmen des jungen deutschen Films. Reinbek: Rowohlt 1999, 265 S. -- DM 19,90.

Toulet, Emmanuelle: Pioniere des Kinos. Ravensburg: Ravensburger Buchvlg. 1995, 175 S. (Ravensburger Taschenbuch.). -- ISBN 3-473-51051-3, DM 19,80.

Trampnau, Wolfgang: Die Videoliste: Schwules in Spielfilm, Dokumentation, Unterhaltung. Duisburg 1991, 2 Disk. (3.5" oder 5.25" (Reihe Video-Visionen. Filmdatenbanken.). -- ISBN 3-928557-00-9, DM 20,--. Für PCs der DOS-Familie, MS-DOS ab 3.0, 512 KB Arbeitsspeicher erforderlich.

Transfer. 1ff. Kiel 1997ff. -- Transfer ist eine vom akademischen Mittelbau betreute Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Das Blatt dokumentiert akademische Abschlußarbeiten der Publizistikwissenschaft. Gegeben sind jeweils: bibliographische Angaben; Adresse des Autors; Abgabedatum; Angabe des Betreuers; Kurzfassung. Transfer erscheint vierteljährlich. Abgabe an Fördermitglieder: DM 180,--/Jahr. Mitglieder der DGPuK erhalten Transfer gegen ermäßigte Kostenbeteiligung. Redaktion und Bezug: Mike Friedrichsen, Media Futura, Schauenburgerstr. 116, D-24118 Kiel (0431-5606.681; Fax: 0431-5606.689).

Trappel, Josef (Hrsg.): Medien Macht Markt. Medienpolitik westeuropäischer Kleinstaaten. Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 1995, 300 S. (Neue Aspekte in Kultur- und Kommunikationswissenschaft. 4.). -- ÖS 298,–.

Traudisch, Dora: Mutterschaft mit Zuckerguß? Frauenfeindliche Propaganda im NS-Film. Pfaffenweiler: Centaurus 1993, 206 S. (Frauen in Geschichte und Gesellschaft. 13.). -- DM 38,--.

Travis, Mark W.: Das Drehbuch zur Regie. Wie Regisseur und Filmteam erfolgreich zusammenarbeiten. Frankfurt: Zweitausendeins 1999, 386 S. -- ISBN 3-86150-307-7, DM 35,–. Bezug durch: Zweitausendeins, Postfach 610.637, D-60348 Frankfurt (Fax: 069-420.800.198).

Trebbe, Joachim: Der Beitrag privater Lokalradio- und Lokalfernsehprogramme zur publizistischen Vielfalt. Eine Pilotstudie am bayerischen Sendestandort Augsburg. München: Reinhard Fischer 1996, 334 S. (BLM-Schriftenreihe. 39.). -- ISBN 3-88927-197-9, DM 39,--.

Trebbin, Frank: Die Angst sitzt neben dir: Ein Handbuch des Horrorfilms. Berlin: Selbstvlg. -- [1.] 2500 Filme ab 1960. 2. Aufl. 1992, iv, 319 S. ISBN 3-929234-11-4, DM 38,--. [2.] 500 neue Horror-, Splatter- und Trashmovies. 1992, vi, 326 S. ISBN 3-929234-12-2, DM 42,--. [6.] Die Nächste des Wahnsinns. 1996, xvi, 274 S. Bezug über den Autor, Goltzstr. 64, D-10781 Berlin.

Tremper, Will: Große Klappe. Meine Filmjahre. Berlin: Rütten & Loening 1998, 300 S. -- DM 39,90,–. Will Tremper, Jahrgang 1928, gehört zu den schillernsten Gestalten jener konturlosen Übergangszeit um das "Oberhausener Manifest" (1962) herum, als bundesdeutsche Filmemacher begannen, sich auf die soziale Wirklichkeit einzulassen. Von Tremper stammen u.a. die Drehbücher zu Die Halbstarken (1956) und Endstation Liebe (1957), zwei der interessanteren Filme dieser Zeit. Zwischen 1960 und 1969 erhielt er die MÜglichkeit, als Autodidakt bei vier Spielfilmen (Playgirl; Sperrbezirk) selbst Regie zu führen. Daneben versorgte der Vollblutjournalist Tremper Magazine wie den Stern oder Twen mit Klatsch und Tratsch, News und Stories aus der Welt der Filmstars und -sternchen. Sein Gespür für knallige Kolportage zeichnet auch dieses zweite (nach Meine wilden Jahre, 1993) Erinnerungsbuch Trempers aus. Ohne Umschweife plaudert Tremper drauflos, berichtet von den zumeist abenteuerlichen Dreharbeiten zu seinen Filmen, den pikanten Abenteuern und Ausschweifungen nach Drehschluß, seinem guten Draht in die USA, wo er selbstredend über ähnlich gute Verbindungen verfügte wie in der heimischen Filmszene. "Das waren schon tolle Zeiten, damals, in den sechziger Jahren", heißt es an einer Stelle des Buches. Gemeint ist allerdings nur die Zeit vor der 68er Revolte, mit der Tremper weder ästhetisch noch politisch etwas anfangen konnte. Rockmusik war ihm zuwider und über den Marxismus wußte er nach einem "einzigen Vormittag" im British Museum "alles" - er hatte sich Marxens Anstreichungen in den Büchern angesehen. (Ulrich Kriest)

Trimborn, Jürgen: Die Pose als Inszenierungsmittel der Sexbombe im amerikanischen Film der fünfziger und sechziger Jahre. Köln: Leppin 1997, 244 S. (Filmwissenschaft. 2.). -- ISBN 3-9804380-6-6, DM 34,80. Zuerst als Magisterarbeit, Köln 1995.

Trimmel, Gerald: Die Gesellschaft der Filmfreunde Österreichs. Aus der Pionierzeit der Filmerziehung und Filmpädagogik in Österreich. [Anlässlich des 60jährigen Bestandsjubiläums der Gesellschaft der Filmfreunde Österreichs.] Mit einem Vorw. von Gerhard Jagschlitz. Wien: Ed. Unicum, 1996, 44 S. -- ISBN 3-901529-01-2.

Trimmel, Gerald: Heimkehr: Strategien eines nationalsozialistischen Films. Wien: Eichbauer 1998, 327 S. -- ISBN 3-901699-06-6, DM 69,–. Zuerst als Dipl.-Arb., Univ. Wien 1992.

Trinks, Jürgen: Faszination Fernsehen. Die Bedeutung des medialen Weltbezugs für den Menschen der Gegenwart. Frankfurt [...]: Lang 2000, 181 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft udn Publizistik. 72.). -- ISBN 3-631-34529-1, DM 65,–.

Troeller, Gordian: Kein Respekt vor heiligen Kühen. Gordian Troeller und seine Filme. Hrsg. v. Joachim Paschen, Ulrich Spies & Detlef Ziegert. Bremen: Ed. CON 1992, 216 S. -- DM 25,--. Enthält mehrere Aufsätze, ein Gespräch mit Troeller und eine Filmografie.

Tröhler, Margrit: Le produit anthropomorphe ou Les figurations du corps humain dans le film publicitaire. Paris: Presses Universitaires du Septentrion 1997, v, 523, xxix S. -- ISBN 2-284-00248-x, kein Preis mitgeteilt.

Trotz, Lydia: Filmförderung in den neuen Bundesländern. Berlin: Vistas 1996, 158 S. (Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 48.). -- ISBN 3-89158-167-x, DM 34,--. Zuerst als Diplomarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", Potsdam-Babelsberg. -- Ausgehend von der staatlichen Filmfinanzierung der DDR und deren Auflösung informiert die Autorin in aller Kürze, in oft fast holzschnittartiger Thesenform über die Gründung der Filmförderungen in den neuen Bundesländern, deren Strukturen und Förderprinzipien, über die ostdeutsche Kinosituation, Kooperationshäufigkeiten usw. Die Darstellung endet mit einer Kritik am föderalen und auf das Werk zentrierten Prinzip der Filmförderung sowie einer harschen Forderung nach Quotierung des Filmangebots, wodurch Raum für die deutschen Produktionen zu schaffen sei. -- In der "Anlage" der Arbeit (87ff) listet Trotz "Förderprinzipien" (tabellarisch; nützlich!), alle bis 10/94 in den FNL geförderten Filme (alphabetisch; was es alles gibt!), die (deprimierenden) Filmbesucherzahlen, die prädikatisierten Filme (von denen 34% sogar auch aufgeführt wurden), Adressen sowie die Richtlinien resp. Vergabe-Grundsätze der einzelnen Länder.

Truffaut, François: Die Filme meines Lebens. Hrsg. v. Robert Fischer. Aus dem Franz. v. Frieda Grafe u. Enno Patalas. Frankfurt: Verlag der Autoren 1996. -- ISBN 3-88661-174-4, DM 38,--.

Truffaut, François: Die Lust am Sehen. Hrsg. v. Jean Narboni u. Serge Toubiana. Deutsche Ausg. übers. u. hrsg. v. Robert Fischer. Frankfurt: Verlag der Autoren 1999, 416 S. -- ISBN 3-88661-215-5, DM 44,–.

Truffaut, François / Hitchcock, Alfred: Truffaut / Hitchcock. Vollst. Ausg. München/Zürich: Diana Vlg. 1999, 323 S. -- DM 68,–.

Tully, Claus J.: Basisdokumentation Medienliteratur. München: DJI Vlg. Deutsches Jugendinstitut 1989, 252 S. (DJI Dokumentation.). -- ISBN 3-87966-308-4. DM 29,80. -- Insgesamt 1.275 medienwissenschaftliche Buchnachweise, ausschließlich deutschsprachig (mit allerdings zahlreichen, nicht gekennzeichneten Doppel- oder Mehrfachaufnahmen). Die Datengrundlage basiert auf den Meldungen, die einzelne Verlage an die Buchhändler-Vereinigung geben. Dementsprechend fehlt der Nachweis der sogenannten "grauen" Literatur so gut wie vollständig. Die Bibliographie folgt den Regeln "Aktualität geht vor chronologischer Vollständigkeit" und "Titel, die sich an ein spezialisiertes Fachpublikum wenden, werden ausgeschlossen". -- Für den Film- und Fernsehwissenschaftler ist die Bibliographie nur von eingeschränktem Wert: Filmwissenschaftliche Literatur ist fast ganz ausgeschlossen worden; die Erschließung folgt weitestgehend der äußerst groben Klassifikation des VLB; zahlreiche Angaben sind nur vorläufige Meldungen, können also nicht unbedingt als reliabel eingestuft werden. -- Namen- und Schlagwortregister.

Türschmann, Jörg: Film - Musik - Musikbeschreibung. Zur Grundlage einer Filmsemiotik in der Wahrnehmung von Geräusch und Musik. Münster: MAkS Publikationen 1994, 309 S. (Film- und Fernsehwissenschaftliche Arbeiten.). -- ISBN 3-88811-560-4, DM 79,--. Zuerst als Phil. Diss., Universität Göttingen 1993. -- [Klappentext:] Musik ist im Film dreifach "aufgehoben": Erstens hört man sie nicht. (Sie vermittelt die Stimmung von Filmhelden und Situationen.) Zweitens bleibt sie manchmal als Musik bewahrt. (Sie gehört wesentlich zum Erlebnis eines verfilmten Konzerts.) Drittens wird sie in seltenen Fällen auf eine höhere Stufe gehoben. (Durch die Strukturierung der Zeit kann Musik das Bild dominieren, oder auch Musik und Bild gehen in ein gemeinsames rhythmisches Geflecht ein.) Filmbilder zu "hören" und Filmmusik zu "sehen" bedeutet, die Sinne zu kreuzen. Filmbeschreibung wird zur Beschreibung von Filmwahrnehmung. Denn die Filmwahrnehmung vollendet die Ausführung einer filmischen Konstruktion. Der Theoretiker als geistig praktizierender Filmemacher geht in seinem Gegenstand auf. Der Autor untersucht in vorliegender Studie vor allem semiotische Filmtheorie aus Frankreich und zeigt, inwiefern die Gleichung von Film und Musik die Grundlage theoretischer Abstraktion bildet. Ungewöhnlicher Ausgangspunkt der Arbeit ist dafür das Geräusch und seine Stellung zwischen Musik, Sprache und Tonquelle im Bild. Die anscheinend unbeschreibbare Eigenständigkeit des Geräusches läßt Filmtheorie und Filmpraxis über die äußersten und grundsätzlichen Möglichkeiten filmischer Ausdrucksmittel reflektieren. Hat Film aber nicht immer auch einen Bezug zur Wirklichkeit? Die Untersuchung von Konzerten aus Jean-Marie Straubs Chronik der Anna Magdalena Bach und Bertrand Taverniers Round Midnight verdeutlicht allerdings, daß sich mit dem O-Ton nicht von selbst Authentizität einstellt. Es zählt immer auch die Mitarbeit des Zuschauers und Zuhörers. Und so scheinen eher die "Mängel" dieser Filmkonzerte bzw. die ihrer Wahrnehmung zukunftsweisend für Theorie und Praxis.

TV Diskurs - Verantwortung in audiovisuellen Medien. Berlin 1997ff. -- TV Diskurs wird herausgegeben von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), Rauchstr. 18, D-10787 Berlin (Chefredaktion: Joachim von Gottberg); Telefon: 030-230.836-0; Fax: 030-230.826-70. DM 10,--/Heft; DM 35,--/Jahresabonnement; Bezug: Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestr. 3, D-76530 Baden-Baden. -- TV Diskurs will die Diskussion darüber führen, wie verantwortlich mit der Darstellung von Gewalt oder Sexualität im Fernsehen umgegangen wird. Die Zeitschrift soll über bestehende Regelungen und Institutionen informieren. Breiter Raum soll der Frage eingeräumt werden, welche pädagogischen Strategien und Maßnahmen Jugendlichen helfen können, kompetent und eigenständig mit Medien umzugehen. Schließlich soll die internationale Praxis des Jugendschutzes dargestellt und diskutiert werden.

Twele, Holger (Hrsg.): Jugend und Film. Entwicklungen, Aufgaben, Praxisbeispiele. Frankfurt: Bundesverband Jugend und Film 1993, 126 S. -- ISBN 3-89017-142-7. Kein Preis bekannt.

Twele, Holger (Hrsg.): Kinderkino in Europa. Frankfurt: Bundesverband Jugend und Film 1993, 252 S. -- ISBN 3-89017-141-9. Kein Preis bekannt. Enth. u.a. Adressen, Kinderfilmfestivals, Literaturauswahl.

Uhlenbrok, Katja (Hrsg.): MusikSpektakelFilm. Musiktheater und Tanzkultur im deutschen Film 1922-1937. München: Text + Kritik 1998, 174 S. (Ein CineGraph Buch.). -- ISBN 3-88377-598-3, DM 34,–. Dass der Film in der Tradition der Populärkultur steht und selbst eine ihrer Belustigungsformen ist, ist eine Binsenweisheit. Dass er die anderen populären Formen und Orte des Amüsements benutzt - als Stoff, als Bezug und als Medium der eigenen Identitätsfindung -,erscheint ebenso plausibel. Dass er am Ende zu eigenen Formen gefunden hat, dass er nicht nur registriert, was in anderen Medien geschieht, sondern eigenen Ausdruck dafür geben kann, läßt sich an vielen einzelnen Formen zeigen. Revuen, Operetten, Tanzpaläste: Der vorliegende Band versucht zum ersten Mal, die Bedeutung der Operette für den deutschen Film auszuloten - und herausgekommen ist ein bunter Reigen von Beiträgen, die das Feld vom gefilmten Musiktheater mit Lifegesang der Stummfilmzeit bis zu den österreichischen und deutschen Musikspielfilmen der dreißiger Jahre abstecken. Spannend und interessant. -- Inhalt: Richard Traubner: Operette als Stoff und Anregung. Entwicklungen im Musikfilm 1907-1937 (9-28). -- Francesco Bono: Glücklich ist, wer vergisst... Operette und Film. Analyse einer Beziehung (29-45). -- Marko Paysan: „...aus dem Geist des Boulevards“! Zur Physiognomie urbaner Tanzmusik- und Unterhaltungskultur in der Tonfilmoperette (46-66). -- Horst Claus: Varieté - Operette - Film. Berührungspunkte und Konkurrenzkampf aus der Sicht des Fachblattes Der Artist (67-84). -- Michael Wedel: Schizophrene Technik, sinnliches Glück. Die Filmoperette und der synchrone Musikfilm 1914-1929 (85-104). -- Ursula Vossen: Die große Attraktion. Opern- und Operettensänger im deutschsprachigen Tonfilm (105-122). -- Viktor Rotthaler: Die Musikalisierung des Kinos. Die Komponisten der Pommer-Produktion (123-134). -- Marie-Luise Bolte: Gesungene und getanzte Musik im Film. Über Musikmoden in den 10er, 20er und 30er Jahren (135-147). -- Ursula Strate: Kleider machen Stars - Stars machen Kleider. Schnittstellen zwischen Mode, Musik und Film in den 20er und 30er Jahren (148-159). -- Singender, klingender Film. Operettenfilme und Tonfilmoperetten 1922-1937 (160-165)

Ulbrich, K.-P.: Der Wahlkampf als Themen-Menue. Zur Funktion der Präsentationsform Nachrichten-Moderation in der Wahlberichterstattung des Fernsehens. In: Dialoganalyse III. Teil 2. Referate d. 3. Arbeitstagung, Bologna 1990. Hrsg. v. Sorin Stati, Edda Weigand & Franz Hundsnurscher. Tübingen: Niemeyer 1991 (Beiträge zur Dialogforschung. 2.).

Ulmer-Eilfort, Constanze: US-Filmproduzenten und deutsche Vergütungsansprüche. Baden-Baden: Nomos 1993, 156 S. (Schriftenreihe des Archivs für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrecht (UFITA). 110.). -- ISBN 3-7890-3073-2, DM 48,--.

Ulmke, Doris: Von Flimmer- und Beziehungskisten. Fernsehrezeption als Möglichkeit soziopsychischer Weiterbildung. Hamburg/Münster: Lit Vlg. 1998, 114 S. (Beiträge zur Kommunikationstheorie. 13.). -- ISBN 3-8258-3156-6, DM 28,80.

Ulrich, Rudolf: Österreicher in Hollywood. Ihr Beitrag zur Entwicklung des amerikanischen Films. Wien: Vlg. der Österreichischen Staatsdruckerei 1993, 368 S. (Edition S.). -- ISBN 3-7046-0149-4, DM 56,30.

Umard, Ralph: Film ohne Grenzen. Das neue Hongkong Kino. Lappersdorf: Kerschensteiner Verlag 1996, 420 S. -- ISBN 3-931954-02-1, DM 69,80, Bezug durch den Buchhandel oder über den Verlag: Kerschensteiner Verlag, Mörikestr. 2, 93138 Lappersdorf, Fax: 0941/897451. -- Ralph Umard legt mit seinem umfangreichen Film ohne Grenzen die erste deutschsprachige Buchveröffentlichung zu einer der weltweit größten Filmproduktionen vor, die filmpublizistisch jedoch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt ist. Die durch den Kenntnisreichtum des Autors beeindruckende Darstellung gliedert sich in "Nahaufnahme", "Totale", "Rückblende" titulierte Kapitel, wobei die "Nahaufnahmen" größtenteils Portraits einzelner Filmemacher (Tsui Hark, Jackie Chan, Sammo Hung, John Woo und viele andere mehr), Schauspieler und anderer Personen des Hongkong-Kinos bieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den "Martial Arts"- und Gangsterfilmen der 80er und 90er Jahre, aber auch die Geschichte der Filmproduktion in Hongkong wird knapp referiert, und das mit "Totale" überschriebene Kapitel "Kampfkunst im Hongkong-Kino" liefert einen konzisen Überblick über die wichtigsten Namen, Titel, Produktionsdaten sowie die typischen Erzählmuster und -motive der früher als "Kung Fu"-, heute meist als "Martial Arts"-Filme bezeichneten Produktionen. -- Umard schreibt mit spürbarer Leidenschaft für den Gegenstand, die bisweilen allerdings die Grenze zur Verliebtheit in die Filme, der Schwärmerei für ihre Regisseure (die, ungeachtet ihrer Fließbandproduktion in Hongkong, allesamt als "Autorenfilmer" betrachtet werden) und Stars überschreitet und dabei zuweilen ins Anekdotische gerät. Eine wissenschaftliche Untersuchung zum Hongkong-Kino, zu seiner industriellen Verfaßtheit und Ökonomie, zu seinen generischen Strukturen, bevorzugten narrativen Mustern und Dramaturgien, Produktions- wie Rezeptionsmodi, steht also immer noch aus, doch spätere Veröffentlichungen zum Thema werden sich an dieser sehr gut recherchierten, geradezu sammelwütigen (zahllose Bio- und Filmographien sind in den Fußnoten versteckt) Studie messen lassen müssen. Beeindruckend: Der Personen- und Filmtitelindex. Für den Fan unverzichtbar. -- (Britta Hartmann)

Unabhängige Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR), Kiel. Bezug der Schriften durch die ULR, Schloßstr. 19, D-24103 Kiel.

raue Reihe der ULR:

4.] Kinder, Kanäle und Kommerz. Qualitätsanforderungen und Programmrealität. 1994, 81 S.

. Offener Kanal und Schule. Ziele und Erfahrungen. Ein Projekt in Schleswig-Holstein. Arbeitsdokumentation 1993-1997, Neuaufl. 1997, 51 S.

. Medienlust und Elternfrust. Pädagogische Anregungen für den Medienalltag in der Familie. 1995, 76 S.

. Bad Girls - Good Girls. Das Frauenbild im Fernsehen: Klischee oder Realität? 1996, 65 S.

0. Ratgeber (nicht nur) für Eltern. [1996], 42 S.

2. Henning Fietze / Sofia Súarreu Bonilla: FischAuge ʼ96. Vier Wochen lief das Medienmobil im Sommer durchs Land. 1996, 80 S.

3. Familienserien. Der alltägliche Quotenfänger im Fernsehen. 1996, 49 S.

4. Radarwarndienst im Radio. Service oder Sünde? 1997, 68 S.

5. FischAuge ̕97. Vier Wochen unterwegs in Nordfriesland: Braderup, Ladelund, Langenhorn, Risum-Lindholm. 1997, 29 S.

7. Talskshows. Tabuverletzung oder Therapie? 1998, 82 S.

hemen - Thesen - Theorien:

. Jürgen Grimm: Kinder, Jugend und Medien: Bericht zum internationalen Forschungsstand ; Schlussfolgerungen für den Jugendmedienschutz. 1994, 77 S.

. Television Baltica. 1994, 132 S.

. Hans Wilhelm Jürgens: Untersuchung zum Bild des älteren Menschen in den elektronischen Medien. 1994, 89 S.

7. Ulrike Six: Konzepte für medienpädagogische Elternarbeit. 1995, 163 S.

. Television Baltica 2. Bestandsaufnahme und Perspektiven. Veranstaltungsdokumentation. [1995], 138 S.

0. Albert Bleckmann / Stefan Ulrich Pieper: Rechtliche Grenzen für die Darstellung realer Gewalt im Fernsehen. Rechtsgutachten. 1998, 107 S.

1. Mike Friedrichsen / Sophie von Schack: Medienpädagogischer Atlas für Schleswig-Holstein. Angebote, Aufgaben, Ansprechpartner. 1998, 249 S.

Ungerböck, Andreas (Red.): Before the Code: Hollywood 1929-1934. Mit einem Essay v. Daniela Sannwald u. Robert Müller. Eine Retrospektive der Viennale 1996 u. d. Österreichischen Filmmuseums. Filmauswahl: Alexander Horwath. Redaktion der Filmtexte: Regina Schlagnitweit. Wien: Viennale 1996, 99 S. -- ISBN 3-901770-00-3. Verkaufspreis: öS 70,--. Bezug durch das Österreichische Filmmuseum (Augustinerstr. 1, A-1010 Wien). Informativ, umfassend, empfehlenswert.

Ungerböck, Andreas (Red.): Roberto Rosselini. Mit einem Essay v. Rainer Gansera u. historischen Texten v. Adriano Aprà [...]. [Katalog zur Retrospektive der Viennale 1997.] In Zusammenarb. Mit dem Österreichischen Filmmuseum, 1.-31. Oktober 1997. Wien: Österreichisches Filmmuseum 1997, 107 S.

Unterberg, Thomas: Jesse Jackson und die amerikanischen Fernseh-Networks: Auf der schwarzen Strasse zum Weissen Haus? Frankfurt [...]: Lang 1997, xv, 460 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 40: Kommunikationswissenschaft und Publizistik. 60.). -- ISBN 3-631-30882-5, DM 98,–. Zuerst als Diss., FU Berlin 1995.

Unucka, Christian: Karl May im Film. Eine Bilddokumentation. Mit einem Beitrag v. Michael Petzel. Veränd. u. aktual. Neuaufl. Herbertshausen: Vereinige Verlagesgesellschaften Franke 1991, 303 S. -- ISBN 3-88626-000-3, DM 54,--.

ricchio, William (Hrsg.): Die Anfänge des deutschen Fernsehens. Kritische Annäherungen an die Entwicklung bis 1945. Tübingen: Niemeyer 1991, vi, 330 S. (Medien in Forschung und Unterricht. A,30.). -- ISBN 3-484-34030-4. DM 118,--.

Uricchio, William: Agency or Ambivalence? Film Practice from Right to Center. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 95, 1994, S. 107-122. -- Untersucht drei forlaufende Debatten in den Kulturwissenschaften - die Autorisierung der Kultur, enge textuelle Vorgaben im Verhältnis zur aktiven Zuhörerschaft, Darstellung der Theorie.

Uthemann, Christiane: Die Darstellung von Taten, Tätern und Verbrechensopfern im Kriminalfilm des Fernsehens. Eine vergleichende inhaltsanalytische Untersuchung. Diss. Münster 1990, 326, 15 S.

Uzulis, André: Nachrichtenagenturen im Nationalsozialismus. Propagandainstrumente und Mittel der Presselenkung. Frankfurt [...]: Peter Lang 1995, 356 S. (Europäische Hochschulschriften: Reihe 3, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. 636). -- ISBN 3-631-48061-X, DM 95,-.

Vadakkekara, Thomas: Medien zwischen Macht und Moral: Kritische Überlegungen zur Wertorientierung des Fernsehens. Eine Studie im Hinblick auf die neueste gesellschaftspolitische Entwicklung im Bereich der Fernsehkommunikation und daraus resultierende Herausforderung für die Kirche. Alzey: Verl. der Rheinhessischen Dr.-Werkstätte 1999, xiii, 185 S. -- ISBN 3-87854-140-6, DM 68,–. Zugl.: Augsburg, Univ., Diss., 1998.

Vaillant, Kristina: Themen und Topoi in der Berichterstattung aus der Dritten Welt am Beispiel der 'Tagesschau'. Die Inszenierung der Katastrophe. Coppengrave: Coppi 1995, 101 S. (Aufsätze zu Film und Fernsehen. 17.) -- ISBN 3-930258-16-1, DM 22,--.

Valentin, Oliver: Lindenstrasse: Modernes Märchen oder Wirklichkeit? Mit einem Vorw. v. Monika Simmel-Joachim. Frankfurt: Haag & Herchen 1992, 116, (5) S. -- ISBN 3-89228-796-1. DM 24,80. -- Naive und überflüssige Studie zum Widerspruch zwischen Realismus-Anspruch und Unterhaltungsfunktion der Londenstrasse, im konsequenten -Innen-Jargon: "Die ZuschauerInnen lieben die Lindenstrasse, sie können sich mit den Personen identifizieren, sie leiden mit. Warum können es die MacherInnen es nicht dabei belassen? Warum dieser Realitätsanspruch? Mit der Realität hat die Lindenstrasse, wie dieses Buch deutlich gemacht hat, zu wenig zu tun. Es ist zu viel konstruiert und vereinfacht. Probleme werden benannt aber nicht dargestellt. Legitim für eine Unterhaltungssendung, wer will schon das Gleiche sehen, was er/sie jeden Tag selbst sieht und fühlt. Daher mein Plädoyer für die Lindenstrasse als modernes Märchen, aber bitte nicht mit Realitätsanspruch oder gar zur Aufklärung!" (Schlußbemerkung; alle Fehler im Original).

Vattimo, Gianni / Welsch, Wolfgang (Hrsg.): Medien-Welten, Wirklichkeiten. München: Fink 1998, 258 S. -- ISBN 3-7705-3255-4, DM 48,–. Enthält u.a. einen Text über „American Football im Stadion und im Fernsehen“.

Vennebusch, Angela: Die Neugliederung der deutschen Fernsehlandschaft. Frankfurt [...]: Lang 1998, 130 S. (Studien zum Theater, Film und Fernsehen. 27.). -- ISBN 3-631-33533-4, DM 49,–.

Verband Deutscher Drehbuchautoren (Hrsg.): Drehbuchautoren-Scriptguide. 92/93. Berlin: Vistas 1992, 264 S. -- Verzeichnis von 215 deutschen Drehbuchautoren. Musterverträge. Enthält außerdem einige Artikel, darunter: Kurt Bohr: Die urheberrechtliche Rolle des Drehbuchautors (15-29). -- Jürgen Kasten: Vom Syndikat zum Berufsverband. Zur Geschichte der Drehbuchautorenverbände in Deutschland (36-50).

Verhein, Annette: Das politische Ereignis als historische Geschichte. Aktuelle Auslandskorrespondentenberichte des Fernsehens in historiographischer Perspektive. Frankfurt [...]: Peter Lang 1990, 280 S. (Sprache in der Gesellschaft. 15.). -- Zugl. Diss. Hamburg 1990. ISBN 3-631-42779-4. SFr 80,--.

Verzeichnis Dokumentarvideo. Konstanz: Querblick. -- Bislang erschienen: Jahrbuch 1996 (ISBN 3-931731-34-0, DM 29,--); CD-ROM Verzeichnis 94/95 und 96 (ISBN 3-931731-33-2, DM 49,--). Bezug: Querblick, Maccairestr. 3, D-78467 Konstanz.

Vesper, Sebastian: Das Internet als Medium: Auftrittsanalysen und neue Nutzungsoptionen. Bardowick: Wissenschaftler-Verlag 1998, 162 S. (IfAM-Arbeitsberichte. 16.). -- ISBN 3-89153-031-5, DM 39,–.

Vesting, Thomas: Prozedurales Rundfunkrecht. Grundlagen - Elemente - Perspektiven. Baden-Baden: Nomos 1997, 441 S. (Materialien zur interdisziplinären Medienforschung. 29.). -- ISBN 3-7890-4775-9, DM 98,–.

Vielmuth, Ulrich: Lexikon für Videofilmer. Köln: DuMont 1990, 197 S. (DuMont Taschenbücher. 251.). -- ISBN 3-7701-2570-3. DM 19,80. -- Das kleine Lexikon erläutert etwa 600 Fachbegriffe aus dem Gesamtfeld der Videopraxis vor. Dabei werden sowohl technische Begriffe wie Übersprechen, Burst oder Interline Transfer sowie Gerätebezeichnungen wie Newvicon oder Vorsatzlinse, stilistische und filmsprachliche Begriffe wie Achsensprung, Gegenschuß oder Subjektive Kamera, Begriffe der mise-en-scène (wie Kleidungslicht), verschiedene Filmberufe (bis zum/zur Maskenbildner(in)) und auch solche eher als Kuriosa zu verbuchende Einträge wie Gage oder Gekauft (im Sinne von: Abgedreht!). Ein nützliches Büchlein, das sich vor allem an den engagierten Amateur wendet. -- Der Anhang enthält einen leider sehr knappen, unhistorischen Überblick über die Amateur-Videosysteme, Tips zum Filmen, Hinweise zum Umgang mit filmischer Zeit, Drehbuchvorschläge sowie Hinweise zum Umgang mit Videokassetten.

Viennale (Hrsg.): Nicht versöhnt. Filme aus der BRD 1964-1976. Mit einem Einleitungsessay zur Retrospektive von Peter Nau, Texten v. Rainer Werner Fassbinder [...] sowie ausgewählten Texten zu den Filmen der Retrospektive. Wien: Viennale 1997, 144 S. -- ISBN 3-901770-01-3, öS 160,--. Bezug durch die Viennale (Stiftgasse 6, A-1070 Wien) oder das Österreichische Filmmuseum (Augustinerstr. 1, A-1010 Wien).

Viennale (Hrsg.): The Magic Moment: 1968 und das Kino. Eine Filmschau. Wien: Viennale 1998, 141 S. -- ISBN 3-901770-03-8, öS 160,–.

Vierundzwanzig. Kinozeitschrift. München 1991ff. -- ISSN 0949-9164. Bezug und Redaktion: Filmbildverlag, Blombergstr. 31, D-81825 München. Vierteljährlich, Umfang: ca. 40 S. Bezugspreis im Abonnement: DM 28,--/Jahr. Einzelheft: DM 7,--. Hrsg. v. Gabriele Jofer, Ulrich Mannes, Brigitte Ullmann, Thomas Wimmer. Vierundzwanzig erscheint "im Umfeld" des Münchner Filmmuseums und des Münchner Filmzentrums. Schwerpunkt-Artikel der letzten Hefte behandelten "Mythische Gehalte im Kino der dreißiger Jahre", das neue Hongkong-Kino, das Münchner Aki-Kino. Daneben fanden sich nützliche Berichte über "Film im Internet" oder Hitchcocks Cameo-Auftritte.

Vierzig Jahre Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Filmografie der in Leipzig gelaufenen HFF-Filme 1961-1996. Hrsg. v. der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf". Potsdam-Babelsberg 1997, VIII, 80 S. Bezug über die Hochschulbibliothek, HFF, Karl-Marx-Str. 33/34, D-14482 Potsdam.

Vinh, Alexander-Long: Die Wirkungen von Musik in der Fernsehwerbung. Diss. St. Gallen, Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften 1994, 258 S.

Viola, Bill: Stations. Katalog zur Ausstellung im Salzburger Kunstverein, Künstlerhaus v. 11.8.-2.10.1994. Mit Texten v. Friedemann Malsch, Celia Montolio, Otto Neumaier u. einem Gespräch mit Bill Viola. Deutsch-englisch. Hrsg. v. Alexander Pühringer. Klagenfurt: Ritter Vlg. 1994, 261 S. -- ISBN 3-85415-138-1, DM 59,--.

Virilio, Paul: Krieg und Fernsehen. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Vlg. 1997, 155 S. (Fischer Taschenbuch. 13778.) / (Forum Wissenschaft. Kultur & Medien.). -- ISBN 3-596-13778-0, DM 22,90. Nachdruck der 1993 bei Hanser erschienenen Ausgabe (1993, 154 S. [Ed. Akzente.]). -- Tagebuchartige Reflexion der Fernsehbilder, die den Golfkrieg 1991 reportierten. "Ein Krieg, der nur wenige Wochen dauerte und dessen in Echtzeit gelieferten Bilder schnell wieder aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit verschwanden. Ein Krieg aber auch, der durch die elektronische Durchorganisation der eingesetzten Hightech-Waffensysteme zu einem Medienspektakel werden konnte, das vergessen ließ, daß hier vielleicht der Krieg der Zukunft erprobt wurde - Der erste Fernsehkrieg war ein Dritter Weltkrieg im Kleinen, der den neuesten Stand der Kriegstechnik vor Augen geführt hat". So weit der Klappentext. Nach den ersten und manchmal noch heute lesenswerten Versuchen zur Publizistik des Golfkriegs (wie z.B. Augenblick 11, 1991) versuchte Virilio sich an einer Theorie des Golfkrieges. Konsequente Medialisierung und damit Entrealisierung, auf allen Ebenen des Krieges, auch im Blick auf seine symbolische Rolle als Miniaturisierung des SDI-Programms: Darum ging's, das ist in nuce die Ausgangsthese, die munter umkreist und auch im "Nachwort 1993" noch einmal unterstrichen wird.

Visarius, Karsten (Hrsg.): Der Film der Wörter. Fünfzig Jahre evangelische Filmpublizistik. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der Evang. Publizistik (GEP) 1999, 100 S. (epd-Texte. 21.). -- ISBN 3-932194-30-6, DM 19,80.

Vitouch, Peter / Tinchon, Hans-Jörg (Hrsg.): Cognitive Maps und Medien. Formen mentaler Repräsentation bei der Medienwahrnehmung. Unter Mitarb. v. Alfred Dier u. Günter Kernbeiß. Frankfurt [...]: Lang 1996, 253 S., 12 Abb., 5 Tab. (Schriftenreihe zur empirischen Medienforschung. 1.). -- ISBN 3-631-49943-4, DM 79,--. -- Der Band ist der erste Band einer Jahrbuchs, mit dem Forschungsergebnisse des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Empirische Medienforschung (Wien) zugänglich gemacht werden. -- Inhalt: Claudia Redtenbacher: Kognitive Karten im Spielfilm (15-72). -- Gerhard Lindner / Günter Kernbeiß: Der Einfluß kognitiver Schemata auf die Rezeption von Werbespots (73-120). -- Elisabeth Baumgartner / Wolfgang Trauner: Das Museum als Erlebnisraum und seine Repräsentation in kognitiven Karten (121-233). -- Im ersten filmbezogenen Beitrag des Bandes entwickelt Claudia Redtenbacher die These, daß "kognitive Landkarten" ein Repräsentationsmodus seien, der auch dem Verstehen und der Memorierung von Personenkonstellationen zu Grunde liege. Die These ist spannend: Personenverstehen nutzt dann nämlich ein metaphorisches, sekundäres Repräsentationssystem, macht soziale Beziehungen sozusagen "verstehbar" indem es sie "begehbar" macht. Die These ist höchst interessant, zumal eine erste Untersuchung am Beispiel Jagd auf 'Roter Oktober' (1990, John McTiernan) Ergebnisse erbracht hat, die weitere Diskussion verlangen. Fast wie eine Fortsetzung dieser Überlegungen kann man Lindners und Kernbeiß' Untersuchung zu einem Sample von Werbespots ansehen, die sie auf schematheoretischen Überlegungen begründet und dabei besonderes Augenmerk auf inferential beliefs gerichtet haben: Die alte Brunersche These, Verstehen umfasse immer auch das Verstehen beyond the information given, mag sich gerade an der Figurenwahrnehmung von Kürzesttexten wie Werbespots entfalten. Die Ergebnisse belegen klar, daß sowohl die Schematizität (hier: Skriptenhaftigkeit) des abgebildeten Geschehens wie aber auch die Fähigkeit, soziale Beziehungsnetze als kognitive Karten aufbauen zu können, einen Einfluß auf die Rezeption der Spots ausübten.

Vitouch, Peter: Fernsehen und Angstbewältigung. Zur Typologie des Zuschauerverhaltens. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1993, 221 S. -- ISBN 3-531-12287-8, DM 44,--. -- Kultivierungshypothese, gelernte Hilflosigkeit, Zuschauertypologien: In diesem Dreieck bewegt sich Vitouchs Versuch, ein "Interaktives Kompensations- und Verstärkungsmodell" der Medienwirkung und -nutzung herzuleiten. Im Resümee beschreibt Vitouch, worum es ihm dabei geht: "Es ist feststellbar, daß durch ökonomisch orientierte Massenmedien, die immer schneller, [sic!] immer größere Mengen differenzierter Information transportieren können, immer 'stereotypere' Inhalte gesendet werden, die immer größeren Zuspruch finden, weil viele Rezipienten aufgrund defensiver Angstbewältigungsstrategien Informationsabwehr betreiben, wobei die zu 'vermeidende' Angst - verursacht durch individuelle Sozialisation und gesellschaftliche Bedingungen - durch die 'hilflos' machende Informationsflut eben dieser Medien noch verstärkt wird."

Vitouch, Peter (Hrsg.): Medienpsychologie und Massenkommunikationsforschung. Ein Kompendium approbierter Diplomarbeiten und Dissertationen in Abstractform. Redaktion: Reingard Cancola [u.a.]. Wien: WUV-Universitätsvlg. 1993, 160 S. -- ISBN 3-85114-125-3. Kein Preis mitgeteilt. Bezug durch den Verlag, Berggasse 5, A-1090 Wien. -- Chronologisches Verzeichnis der unter Vitouchs Betreuung angefertigten Abschlußarbeiten. Mit "Literaturhinweisen" (eine völlig überflüssige Auswahl aus den Literaturlisten der berichteten Arbeiten) und einem "Glossar", das einigen Aufschluß über Schwerpunkte der Vitouch-Gruppe zu geben vermag. Im übrigen ein sehr gut gelungener Versuch, die Literatur der akademischen Abschlüsse in einer lesbaren Form zugänglich zu machen.

Vogel, Amos: Film als subversive Kunst. Aus d. Engl. übers. v. Felix Bucher [...]. St. Andrä-Wördern: Hannibal-Vlg. 1997, 335 S. -- Neuausg. des zuerst 1994 erschienenen Bandes.

Vögel-Biendl, Dagmar: Zur Wahrnehmung sprach- und sprechgestörter Figuren im Kinderfilm. Eine empirische Untersuchung der Störungsbilder Lispeln, Stottern und Näseln an Vorschulkindern und GrundschülerInnen [!]. Regensburg: Roderer 1995, 143, (12) S. (Medienforschung. 8.). -- ISBN 3-89073-824-9, DM 48,--. Zuerst als Diss. Regensburg 1995.

Vogelgesang, Waldemar: Jugendliche Video-Cliquen. Action- und Horrorvideos als Kristallisationspunkte einer neuen Fankultur. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1991, vii, 313 S. -- ISBN 3-351-12226-6. DM 42,--. Zuerst als Diss., Universität Trier, Fachbereich für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 1990. -- Läßt man einmal die kulturhistorischen, zivilisationstheoretischen und ästhetischen Implikationen der sogenannten "Video-Nasties" außer Acht und konzentriert den Blick auf die Sozialform und den Habitus der jugendlichen Rezipienten, dann zeigt sich Video-Sehen in der Adoleszenz in aller Regel als eine Gruppenangelegenheit, als ein kollektives Happening, das den Fans - je nach Intention und Kompetenz - als privates Gruselkabinett und/oder als Bühne der Selbstdarstellung dient. In den weitgehend von elterlichen Kontrollen abgeschirmten cliqueneigenen Rezeptionsorten und Settings werden bestimmte Filmgenres zum Kondensationskern für eine videoorientierte Sozialwelt, in der in lockerer und ausgelassener Atmosphäre Videoprofile und Aneignungsstile erlernt, erprobt und kanonisiert werden. Das Spektrum der verwendeten Videogenres reicht dabei vom gotischen Horrorfilm bis zu den zeitgenössischen Splatter-Movies. Für die Cliquenbildung sind dabei alternative Wege der Filmbeschaffung von ähnlicher Bedeutung wie fantypisches Outfit. Uneingeschränkt gilt: Die Fan-Gruppe ist das Lern- und Leitmilieu und ein spezialisierter Erfahrungsraum für video- und jugendkulturelle Wissens- und Verhaltensformen. Mithin können Videocliquen und -sessions auch als eine weitere Variante postmoderner Medien-Spezialkulturen interpretiert werden, deren Stilbildungsformen Ausdruck einer Entwicklung ist, deren zeitdiagnostische Schlüsselbegriffe (Differenzierung, Individualisierung, Traditionserosion, Pluralisierung von Lebensstilen, Strukturwandel der Jugendphase) einen grundlskursanalyse aufzuschließen ulisieren.

Vogelgesang, Waldemar: Jugendliches Medienhandeln. Szenen, Stile, Kompetenzen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 47,B19-20, S. 13-27.

Vogelsang, Konrad: Filmmusik im Dritten Reich. Eine Dokumentation. 2., vollst. neu bearb. Aufl. Pfaffenweiler: Centaurus 1993, 235 S. (Reihe Musikwissenschaft. 4.). -- ISBN 3-89035-800-7, DM 58,--.

Vogl, Ulrike / Kapus, Tamara / Kargl, Maria: Kleiner Grenzverkehr. Eine soziolinguistische Analyse der Fernsehdokumentation Alltagsgeschichten über die Einstellung der nach Bratislava zugreisenden Österreicherinnen. In: Wiener linguistische Gazette 51-52, 1994.

Vogler, Christopher: Die Odyssee des Drehbuchschreibers. Frankfurt: Zweitausendeins 1997, 408 S. -- DM 33,--. Bezug durch Zweitausendeins, Postfach, D-60381 Frankfurt; Tel.: 01805-23.2001; Fax: 01805-24.2001. -- Ausgehend von Joseph Campbells Der Heros in tausend Gestalten (Frankfurt: Suhrkamp 1978) nimmt Vogler die Reise des Helden als elementarste Handlung, die Mythen, Filmen, Träumen, Märchen und anderen Geschichten zugrundeliegt. Und auch die Arbeit des Schreibers selbst kommt einer Reise nahe - Vogler skizziert eine Landkarte, die gleichermaßen zum Verständnis (oder zur Kritik resp. Verbesserung) von Geschichten dienen soll wie aber auch zur Verortung der eigenen "Reise". Unterfüttert mit zahllosen Beispielen aus der Hollywood-Produktion unternimmt der Band es, die an die archetypischen Handlungen C.G. Jungs erinnernde mythische Erzählstruktur des Kinos herauszuarbeiten: Im ersten Teil werden die Figuren und Funktionsträger vorgestellt - der Held selbst, der Mentor, der Schwellenhüter, der Herold, der Gestaltwandler, der Schatten und der Trickster. Der zweite Teil blättert die Stationen der Reise auf - die gewöhnliche Welt des Beginns, die Berufung, die Weigerung, die Begegnung mit dem Mentor, das Ensemble von Proben, Verbündeten und Feinden, Belohnung und Rückkehr. Berührt sind außerdem die die Poetik des Raums berührenden Handlungen "Überschreiten der ersten Schwelle" und vor allem die "Annäherung an die geheimste Höhle". Am Ende kehrt der Held zurück, das Elexier ist in seinem Besitz, gelegentlich wird er belohnt. Vogler hält an der Dreiaktigkeit der klassischen Drehbuchliteratur fest - sie als "Aufbruch", "Initiation" und "Rückkehr" allerdings narratologisch, nicht dramatisch fassend. -- Die Odyssee erweist sich so als eine Arbeit zur Narratologie des Films - und in ihrer Entschiedenheit, in der Vielfalt der Beispiele und in der Klarheit, in der Vogler seine Thesen entwickelt, ist sie sicher ein bemerkenswertes Buch geworden. Daß auch derjenige, der eher handwerkliche Interessen verfolgt, eine anregende und produktive Abhandlung vorfindet: um so besser.

Vogt, Rolf: Rainer Werner Fassbinders "Der Müll, die Stadt und der Tod" - eine deutsche Seelenlandschaft. In: Psyche: Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen 49,4, 1995, S. 309-372. -- Der Autor zeigt, daß auf dem Grunde des Fassbinder-Stücks jener Schuldabwehrmechanismus wirksam ist, der die historische Täter-Opfer-Relation verkehrt und die Deutschen zu den eigentlichen Opfern macht. Der zweite Teil des Artikels stellt das Stück in Relation zum größeren historischen Zusammenhang (Bitburg, Historikerstreit, Jenninger-Rede).

Volk, Andreas (Hrsg.): Vom Bild zum Text. Die Photographiebetrachtung als Quelle sozialwissenschaftlicher Erkenntnis. Mit Beitr. v. Hubertus von Amelunxen [u.a.]. Zürich: Seismo-Vlg. 1995, 200 S. -- ISBN 3-908239-09-5, DM 72,50. Bezug durch den Buchhandel oder den Verlag, Rämistr. 69, P.O. Box 313, CH-8028 Zürich. -- Der Band dokumentiert eine Veranstaltung, die 1991 in Zürich durchgeführt wurde. Die Frage nach den besonderen semiotischen Qualitäten, die photographische Quellen in der Geschichtswissenschaft auszeichnen, die Beziehungen der Photographie zu ihrem (historischen) Kontext und ihrem (publizistischen) Kotext, die Entwicklung der Amateurphotographie - ein weites Spektrum. Ausdrücklich hingewiesen sei auf Huggers Versuch, historische Landschaftsphotographie in einer Diskursanalyse aufzuschließen und die Dokumente zurückzustellen in die Bezüge, in denen sie entstanden und verwertet worden sind. Und vermerkt sei von Amelunxens - wohl durch Roland Barthes angeregte - Auseinandersetzung mit der besonderen Zeitstruktur des Photographischen, die die Spur in das Vergangene als ein Denkbild liest, einen "'Tigersprung in die Vergangenheit', suspendiert im Bogen der Zeit". -- Aus dem Inhalt: Bruno Fritzsche: Das Bild als historische Quelle. Über den (Nicht-)Gebrauch von Bildern in der historischen Forschung (11-24). -- Paul Hugger: Bündner Photographen als Landschaftsinterpreten. Recherchen im Umfeld einer Ausstellung (25-43). -- Peter Herzog: Der Einzelne [!] und die Masse. Erfinder und Nutzniesser der Photographie (45-65). -- Timm Starl: Erinnern um zu vergessen. Zur Entstehung der Bildwelt der Knipser (67-82). -- Hubertus von Amelunxen: Skiagraphia - Photographie, Melancholie und Allegorie (83-116). -- Michael Rutschky: Foto mit Unterschrift. Über ein unsichtbares Genre (117-133).

Volk, Andreas (Hrsg.): Siegfried Kracauer. Zum Werk des Romanciers, Feuilletonisten, Architekten, Filmwissenschaftlers und Soziologen. Zürich 1996, 344 S.

Volkmer, Klaus / Kalchschmid, Klaus / Primavesi, Patrick (Hrsg.): Von heute auf morgen. Oper / Musik / Film. Berlin: Vorwerk 8 1997, 128 S. (Off-Texte. 6.). -- ISBN 3-930916-16-9, DM 34,–. Zu dem Film von Danièle Huillet und Jean-Marie Straub.

Vollberg, Susanne: Kultur im europäischen Fernsehen. Geschichte, Präsentation und Funktion von Kulturmagazinen. Mit einem Geleitw. v. Helmut Kreuzer. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1998, xix, 218 S. (DUV Sozialwissenschaft.). -- ISBN 3-8244-4267-1, DM 52,–. Zuerst Diss., Siegen 1997.

Volpers, Helmut / Herkströter, Dirk / Schnier, Detlef: Die Trennung von Werbung und Programm im Fernsehen. Programmliche und werbliche Entwicklungen im digitalen Zeitalter und ihre Rechtsfolgen. Leverkusen: Leske + Budrich 1998, 182 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen. 25.). -- ISBN 3-8100-2048-6, DM 68,–.

Völschow, Undine (Bearb.): Nachlaß Max Skladanowsky. (Bestand N 1435). Koblenz: Bundesarchiv 1995, 82 S. (Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs. 49.). -- ISBN 3-89192-049-0, DM 10,--. Bezug: Bundesarchiv, Postfach 320, D-56003 Koblenz.

Voltmer, Katrin / Klingemann, Hans-Dieter: Medienumwelt im Wandel. Eine empirische Untersuchung zu den Auswirkungen des Kabelfernsehens im Kabelpilotprojekt Berlin. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Vlg. 1993, 159 S. -- ISBN 3-8244-4137-3, DM 38,–.

Vorauer, Markus: Die Imaginationen der Mafia im italienischen und US-amerikanischen Spielfilm. Münster: Nodus Publikationen 1996, 170 S. (Film und Medien in der Diskussion. 7.). -- ISBN 3-89323-360-1, DM 48,--. -- Das Geheimnis, das die Mafia umgibt, ist immer eine Geschichte wert. Im Süden Italiens, in einer fremden Welt, die ihre geheimen Infrastrukturen gegen alles stellen kann, was aus dem Norden kommt, und sei es das Recht selbst. In der amerikanischen Diaspora: die Geheimgesellschaft, die nicht nur mit dunklen Geschäften, sondern auch fremden Ehrenkodices assoziiert ist, mit großem Gangstertum und einer kapitalistischen Wirtschaft "unter" der offiziellen Wirtschaft. Vorstellungen von Kapital und Macht, von Fremdheit und Archaismus, von der Unbegrenztheit des Erlebnisses von Gewalt und Macht: Ein reiches Feld, das Vorauer sich vorgenommen hat. Drei Phasen unterscheidet er, realistisches Kino mit zahlreichen Rückverweisen auf den Neorealismus. Die amerikanischen Adaptionen der Stoffe sind anders, glatter und nicht der äußeren Authentizität verpflichtet. Einzelanalysen suchen die Dramaturgien aufzuspüren. Annäherungen: Die Mafia ist das Fremde selbst, und es bleibt fremd und bedrohlich bis zum Ende. Die Perspektive der Filme ist mit der der Investigatoren, der Polizisten und Richter, die selbst Fremde sind, es aber mit der Mafia aufnehmen, fast immer zusammengeführt. -- Eigenartig, daß Vorauer Allein gegen die Mafia nicht einmal erwähnt, es geht wohl doch nicht um die populären Motive der Mafia, sondern eigentlich um eine kino- oder subjekttheoretische Annahme. [Aus dem Schluß:] "Der italienische Mafia-Film der 60/70er Jahre [...] ermöglicht in seinen seriösen Beispielen auch Rückschlüsse auf das Funktionieren des Kinoapparates allgemein, verschafft einen Einblick in das Identifikations- und Projektionspotential kommerziell distribuierter Spiel-Filme. Dabei wird immer deutlicher, daß bei der Rezeption von Filmen die Position eines homogenen Subjekts permanent unterhöhlt wird. [...] Die Struktur des Filmtextes ist die eines Labyrinths, allerdings nicht die des klassisch-griechischen Labyrinths (in dem sich niemand wirklich verirren kann), auch nicht die des barocken Irrgartens [...], sondern die, um den Begriff von Deleuze und Guattari aufzunehmen, des Rhizoms, einem Labyrinthtypus, in dem keine Orientierung mehr möglich ist, der durch Konnexion, Heterogenität, Vielheit und signifikanten Bruch gekennzeichnet ist. Angesichts eines solchen Textes wird das Ich des Rezipienten zum Vagabunden, es wird nicht-identisch, zerfällt."

Vorderer, Peter: Fernsehen als Handlung. Fernsehfilmrezeption aus motivationspsychologischer Perspektive. Berlin: Ed. Sigma 1992, 253 S. (Empirische Literatur- und Medienwissenschaft. 1.). -- ISBN 3-89404-851-4. DM 36,--. Bezug: Ed. Sigma, Heimstr. 14, D-1000 Berlin 61. -- Der Verfasser versucht, unter Berücksichtigung aktueller motivationspsychologischer Ansätze am Beispiel narrativer Fernsehfilme zentrale Fragen einer Motivationspsychologie des Fernsehens zu beantworten: Warum nutzen Personen spezifische Medien? Warum wählen sie bestimmte Medienangebote aus? Warum brechen sie eine einmal begonnene Rezeption ab bzw. setzen sie fort? -- Nach einer Diskussion der metatheoretischen Entwicklung beschreibt Vorderer den Gegenstand Fernsehfilmrezeption und arbeitet dann mit Hilfe verschiedener empirischer Verfahren zur Exploration und Hypothesenprüfung unterschiedliche Rezeptionsweisen (wobei er eine "involvierte" und eine "analysierende" Form unterscheidet) und deren motivationale Bedingungen heraus.

Vorderer, Peter (Hrsg.): Fernsehen als "Beziehungskiste". Parasoziale Beziehungen und Interaktionen mit TV-Personen. Opladen: Westdeutscher Vlg. 1996, 206 S. -- ISBN 3-531-12896-5, DM 39,80. -- Inhalt: Angela Keppler: Interaktion ohne reales Gegenüber. Zur Wahrnehmung medialer Akteure im Fernsehen (11-24). -- Anja Visscher: Zur Identifikation als Form medialer Wahrnehmung von Personen und Figuren. Stellungnahme zu dem Beitrag von Angela Keppler (25-28). -- Hans J. Wulff: Charaktersynthese und Paraperson: Das Rollenverhältnis der gespielten Fiktion (29-48). -- Silvia Knobloch: Überlegungen zur Charaktersynthese von non-fiktionalen Medienfiguren. Stellungnahme zu dem Beitrag von Hans J. Wulff (49-52). -- Klemens Hippel: Personae. Zu einer texttheoretischen Interpretation eines vernachlässigten Konzepts (53-66). -- Stefan Jenzowsky: Ansätze zu einer empirischen Untersuchung des Persona-Konzeptes für fiktionale Figuren. Stellungnahme zu dem Beitrag von Klemens Hippel (67-72). -- Friedrich Krotz: Parasoziale Interaktion und Identität im elektronisch mediatisierten Kommunikationsraum (73-90). -- Holger Schmitz: Neue Identitäten durch interaktives Fernsehen und Computer? Stellungnahme zu dem Beitrag von Friedrich Krotz (91-96). -- Lothar Mikos: Parasoziale Interaktion und indirekte Adressierung (97-106). -- Heide Schürmeier: Rollenidentifikation. Stellungsnahme zu dem Beitrag von Lothar Mikos (107-112). -- Uli Gleich: Sind Fernsehpersonen die "Freunde" des Zuschauers? Ein Vergleich zwischen parasozialen und realen sozialen Beziehungen (113-144). -- Christoph Frey: Die Bedeutung von parasozialen Beziehungen als Grundlage zur Verarbeitung medialer Stimuli. Stellungnahme zu dem Beitrag von Uli Gleich (145-152). -- Peter Vorderer: Picard, Brinckmann, Derrick & Co. als Freunde der Zuschauer. Eine explorative Studie über parasoziale Beziehungen zu Serienfiguren (153-172). -- Jeffrey J. Strange: Leben in Bildschirmwelten - Formen der narrativen Involviertheit. Stellungnahme zu dem Beitrag von Peter Vorderer (173-180). -- Gary Bente / Margitta Backes: Vielsehen, parasoziale Interaktion und zwischenmenschliche Verständigung. Eine explorative Studie zum Zusammenhang von Fernsehkonsum, Sozialverhalten und nonverbalem Kommunikationsverhalten jugendlicher Zuschauer (181-202). -- Ansgar Feist: Neue Wege in der Vielseherforschung. Stellungnahme zu dem Beitrag von Gary Bente und Margitta Backes (203-206).

Vorderer, Peter / Knobloch, Silvia: Ist interaktive Fernsehunterhaltung spannend? In: Siegener Periodikum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL) 17,1, 1998.

Vormann, Thorsten: Kulturelle Souveränität und Fernsehen: Rechtsvergleich der Maßnahmen zur Sicherung der kulturellen Identität in Kanada und den Europäischen Gemeinschaften unter besonderer Berücksichtigung der Quotenregelung im Fernsehen. Rheinfelden: Schäuble 1993 (Recht, Wirtschaft, Gesellschaft: Recht. 35.). -- ISBN 3-87718-935-0, DM 78,--. Zugl. Diss. Frankfurt.

Voss, Gabriele (Hrsg.): Dokumentarisch Arbeiten. Jürgen Böttcher, Richard Dindo, Herz Frank, Johan van der Keuken, Volker Koepp, Peter Nestler, Klaus Wildenhahn im Gespräch mit Christoph Hübner. Berlin: Vorwerk 8 1996, 206 S. (Texte zum Dokumentarfilm. 1.). -- ISBN 3-930916-08-8, DM 28,--. Erster Band einer Reihe, die vom Europäischen Dokumentarfilm Institut herausgegeben wird. Angekündigt sind Bände zur Politik und zur Theorie des Dokumentarfilms. -- Auf der Basis der Interviews, die zunächst in der Reihe Dialog (RTL), dann unter dem Titel Dokumentarisch Arbeiten (WDR/3SAT) ausgestrahlt wurden, entstand der vorliegende Sammelband. Lebendig, kontrovers, auf der Suche: Es ist schön, daß die Gespräche in gedruckter Form vorliegen. Das reflexive Niveau, das die Gespräche signalisieren, ist ebenso beeindruckend wie ihre Offenheit und das allenthalben spürbare Talent der Filmer, sich in die inneren Dimensionen eines Themas einzulassen.

Voß, Peter: Rundfunk in Bewegung. Ansprachen und Ansichten eines Akteurs. Baden-Baden: Nomos 1998, 272 S. -- ISBN 3-7890-5691-x, DM 28,–. Voß ist Intendant des SWR.

Voß, Peter: Mündigkeit im Mediensystem. Hat Medienethik eine Chance? Anmerkungen eines Verantwortlichen zur Theorie und Praxis der Massenmedien. Baden-Baden: Nomos 1998, 200 S. -- ISBN 3-7890-5692-8, DM 24,–. Voß ist Intendant des SWR.

Voss-Fertmann, Thomas: Synthesis und Wechselspiele. Eine neue Sichtweise der Mediennutzung Jugendlicher und ihre Entfaltung in zwei Fallstudien. Frankfurt [...]: Lang 1995, 349 S. (Res Humanae. 1.). -- ISBN 3-631-48230-2, DM 95,--. Zuerst als Diss. Hamburg 1994.

Voullième, Helmut: Gewalt in Filmen und TV-Spielen: Eine vergleichende Inhaltsanalyse. Düsseldorf 1992, 120 S. -- ISBN 3-928795-01-5, DM 24,80.

Vowe, Klaus W.: Die Rekonstruktion der Geschichte: Hollywood, Political Correctness und der amerikanische Bürgerkrieg. In: America Studies / Amerikastudien, 2, 1995, S. 259-269.

Wach, Margarete: Zwischen Realismus und Poesie. Dokumentarfilm in Polen. Fünf Aufsätze v. Margarete Wach. Red.: Anita Raith, Rainer C.M. Wagner u. Lucia Jans. Stuttgart: Haus des Dokumentarfilms / Europäisches Medienforum Stuttgart 1998, 48 S. -- Schutzgebühr: DM 10,–. Bezug durch das Haus des Dokumentarfilms, Villa Berg 1, D-70190 Stuttgart (Fax: 0711-260.082). Broschüre zu einer Veranstaltungsreihe im Haus des Dokumentarfilms. Enthält eine Bibliographie zum polnischen Dokumentarfilm (37-42). -- [Aus der Pressemitteilung:] Die Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihrem Aufbauoptimismus werden von den Filmen der „Schwarzen Serie“ abgelöst, die im Kreis um Jerzy Bossak entstanden und seit Mitte der fünfziger Jahre Mißstände und Fehlentwicklungen in Staat und Gesellschaft aufgriffen. Gleichzeitig erzählten lakonische Filme fast poetisch von Einzelmenschen in alltäglichen Situationen. Diese Werke lieferten einen Gegenentwurf zu obrigkeitlich verordneten thematischen und ästhetischen Normen, sie boten eine Art subversiven Blicks. Nach dem Arbeiteraufstand von 1970 entstanden kritische Dokumentarfilme aus der Arbeitswelt, die auch in der von Solidarnosc geprägten Epoche ein Hauptthema des Dokumentarfilms blieb. Seit 1989 haben der Zerfall des Studiosystems und die Einführung der Marktwirtschaft die Produktionsbedingungen radikal verändert. „Früher brauchte man eine Idee, heute nur eine Kamera“. Diese Befürchtung wird allerdings gegenstandslos angesichts der vielfach prämiierten polnischen Dokumentarfilme der letzten Jahre.

Wachs, Friedrich-Carl (Hrsg.): Elektronische Medien. Tätigkeitsprofile aus einer Wachstumsindustrie. Ein Branchenführer für Newcomer und Insider. Baden-Baden: Löw & Vorderwülbecke Vlg. 1994, 489 S. (Schriftenreihe Neue Medien. 1.). -- ISBN 3-928017-69-1, DM 35,--. Bezug durch den Buchhandel oder über den Verlag, Quettigstr. 5, D-76530 Baden-Baden. -- Fernsehen als wirtschaftliches Unternehmen: In einer ganzen Reihe von Artikeln führen junge Mitarbeiter diverser Medienbetriebe in einzelne Geschäftsbereiche ein. So ergibt sich eine ebenso unkonventionelle wie nützliche Einführung in diverse Medienberufe im Umfeld kommerziellen Fernsehens. -- Aus dem Inhalt: Eckhard Bremer: Medien und Rundfunkrecht. Die Regulierung von Hörfunk und Fernsehen in Deutschland (25-55). -- Oliver Castendyk: Der Richtlinienvorschlag der EG-Kommission zum Satellitenfernsehen. Eine Stellungsnahme aus der Sicht der Praxis (57-71). -- Friedrich-Carl Wachs: Fernsehen in Deutschland (73-85). -- Hans Holger Albrecht: Das Deutschlandgeschäft der CLT (87-95). -- Premiere-Pay-TV (97-106). -- Nina Gräfin von Hardenberg: Was ist dran am Talk im Turm? (107-115). -- Joachim von Schorlemer: HDTV (117-123). -- Alexander Stille: Holding, Sender, Produktion (125-129). -- Rudi Klausnitzer: Mehr als TV! Die Zukunft der Fernsehprogramme im Multikanalangebot (131-137). -- Jürgen Sewczyk: Vom Fernsehstudio zum Zuschauer. Übertragungstechnik beim Fernsehen (139-150). -- Friedrich-Carl Wachs: Die Filmproduktion und die Programmzulieferung für das Fernsehen (205-213). -- Nikolaus Sieveking: Programmbedarf und Programmversorgung (215-233). -- Martin Borowski: Programmquellen und Distributionswege (235-243). -- Thomas Walker: Neue Formen der Finanzierung für Fernsehproduktionen (245-256). -- Bertram Schwarz: Geschäftsführer eines Programmzulieferers: Elf 99 (257-264). -- Reinhard Bezler: Wahre Wunder - Von der Idee bis zum Erfolg (265-275). -- Matthias Schulte: The european [!] film industry - fact or fiction? (277-301). -- Dieter Horres: Film- und Fernsehproduzent in Deutschland (303-319). -- Friedrich-Carl Wachs: Poker ohne Ende? Der Handel mit Sportrechten (323-338). -- Carl Albrecht Claussen: Das Sportrechtegeschäft am Beispiel der Leichtathletik (339-344). -- Friedrich-Carl Wachs: Werbung und elektronische Medien (345-354). -- Jan-Pelgrom de Haas: Die spezifischen Funktionen von Printmedien und Fernsehen im Wettbewerb um die "Werbemark" (355-365). -- Thomas Heilmann: Rechtliche Beschränkungen der Werbung (367-376). -- Wolfgang Meyer: Es gibt keinen Weg zurück. Perspektiven des TV-Designs in Deutschland (377-399). -- Christoph Gottschalk: Werbesonderformen im TV (401-409).

Wachtel, Stefan: Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen. Konstanz: UVK Medien / Ölschläger 1994, 184 S. (Reihe Praktischer Journalismus. 23.). -- ISBN 3-88295-214-8, DM 32,--. Praxisnaher Leitfaden und Grundlage für Sprechtraining.

Wacker, Holger (Hrsg.): Enzyklopädie des Kriminalfilms. Filme, Fernsehserien, Personen. Themen/Aspekte. Meitingen: Corian 1995ff. -- Loseblattsammlung; Grundwerk in 1 Ordner, 500 S. DM 98,--. Ergänzungslieferungen ca. drei- bis viermal jährlich; Seitenpreis: ca. DM 0,30. Bezug: Corian-Verlag Heinrich Wimmer, Bernhard-Monath-Str. 28, D-86405 Meitingen (Tel.: 08271-5951).

Wacker, Holger: Tatort. Krimis, Köpfe, Kommissare. Berlin: Henschel 1998, 272 S. -- ISBN 3-89487-307-8, DM 39,90.

Wagemann, Anke: Wolframs von Eschenbach "Parzival" im 20. Jahrhundert. Untersuchungen zu Wandel und Funktion in Literatur, Theater und Film. Göppingen: Kümmerle 1998, 278 S. (Göppinger Arbeiten zur Germanistik. 646.). -- ISBN 3-87452-892-8, DM 69,–. Zuerst als Diss., Köln 1996.

Wagner, Christoph: Das US-Network C-Span als Modell für ein deutsches Parlamentsfernsehen? Organisation, Finanzierung und Programmauswahl des Cable-Satellite Public Affairs Network der USA. Berlin: Vistas 1996, 29 S. (Schriftenreihe der MABB, Medienanstalt Berlin-Brandenburg. 3.). -- ISBN 3-89158-159-9, DM 10,--.

Wagner, Christoph: Rechtsfragen digitalen Kabelfernsehens. Gutachterliche Untersuchung im Zusammenhang mit der Einführung von Digital Video Broadcasting in Berlin-Brandenburg. Berlin: Vistas 1996, 141 S. (Schriftenreihe der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. 5.). -- ISBN 3-89158-172-6, DM 20,--.

Wagner, Gerhard: Walter Benjamin. Die Medien der Moderne. Berlin: Vistas 1992, 189 S. (Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 42.). -- ISBN 3-89158-078-9. DM 32,--. -- [Aus dem Klappentext:] In vorliegendem Buch wird der Versuch einer komplexen Analyse der wesentlichen mediengeschichtlichen, -theoretischen und -praktischen Aspekte von Benjamins Werk unternommen, die ergänzt wird durch einen Abriß ihrer in vielerlei Hinsicht aufschlußreichen Rezeption in den achtziger Jahren. -- Für filmtheoretische Interessen am interessantesten sind die Überlegungen zum "medialen Vergnügen", in denen der Autor einzelne Topoi der Benjaminschen Medientheorie als "Kontextanalysen des Films" zu lesen versucht (darunter solche Kategorien wie "Kritik des präformierten Sinns", "Medium des Bildhaften" und "Konkurrenz der Gattungen"). -- Der Band enthält außerdem einen kritischen Überblick über die vielfältige westeuropäische Literatur zu Benjamin aus den achtziger Jahren. Vgl. zum Thema auch Wagners Aufsatz "Zum Bilde Benjamins. Aspekte seiner medienwissenschaftlichen Rezeption in Westeuropa 1980-1990" (in: Medien, Künste, Kommunikation. Hrsg. v. Peter Hoff & Dieter Wiedemann. Berlin: Vistas 1992, S. 170-190 [=Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft. 41.]), der über weite Strecken mit dem entsprechenden Abschnitt in seiner Monographie übereinstimmt.

Wagner, Jürgen: Policy-Analyse: Grenzenlos fernsehen in der EG. Relevanz und Gewichtung politischer Akteure im EG-Entscheidungsprozeß. Frankfurt [...]: Lang 1994, 204 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 31: Politikwissenschaft. 252.). -- DM 59,--.

Waldhauser, Hermann: Die Fernsehrechte des Sportveranstalters. Berlin: Duncker und Humblot, 1999, 365 S. (Beiträge zum Sportrecht. 5.). -- ISBN 3-428-09858-7, DM 128,–. Zugl.: München, Univ., Diss., 1998.

Walker, Alexander: Stanley Kubrick. Die Biographie. Berlin: Henschel 1999, 383 S. -- ISBN 3-89487-330-2, DM 58,–.

Wallisch, Stefan: Aufstieg und Fall der Telekratie. Silvio Berlusconi, Romano Prodie und die Politik im Fernsehzeitalter. Wien: Böhlau 1997, 226 S. -- ISBN 3-205-98568-0, DM 58,--.

Wallner, Christoph: Der Schutz von Urheberwerken gegen Entstellungen unter besonderer Berücksichtigung der Verfilmung. Frankfurt [...]: Lang 1995, 233 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 1834.). -- ISBN 3-631-49427-0, DM 69,--. Zuerst als Diss. München 1995.

Walter, Christoph M.: Die Vereinbarkeit des sogenannten Reality-Fernsehens mit dem Recht am eigenen Bilde. Diss. Bonn 1996, xxiii, 187 S.

Walter, Dirk: Preispolitik von Pay-TV-Anbietern: Eine wettbewerbspolitische Analyse. Köln: Inst. für Rundfunkökonomie d. Univ. Köln 1999, 36 S. (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln. 110.). -- ISBN 3-930788-99-3, DM 8,–.

Walter, Dirk: Der Erwerb von Sportsenderechten. Unter besonderer Berücksichtigung der ökonomischen Reputationstheorie. Köln: Inst. für Rundfunkökonomie der Univ. Köln 1999, 24 S. (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie an der Universität zu Köln. 111.). -- ISBN 3-934156-01-0, DM 7,–.

Wanckel, Endress: Persönlichkeitsschutz in der Informationsgesellschaft. Zugleich ein Beitrag zum Entwicklungsstand des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Frankfurt [...]: Lang 1999, 304 S. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2: Rechtswissenschaft. 2635.). -- ISBN 3-631-34789-8, DM 98,–.

Warnke, Martin / Andersen, Peter Bogh (Hrsg.): Themensektion "Zeit der Hypermedien". In: Zeitschrift für Semiotik 16,1-2, 1994, S. 1-91.

Warth, Eva-Maria: The Haunted Palace. Edgar Allan Poe und der amerikanische Horrorfilm (1909-1969). Trier: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 1990, viii, 229 S., 13 Taf. (Crossroads: Studies in American Culture. 3.). -- ISBN 3-922-031-03-x. DM 49,50. Bezug: WVT, Bergstr. 27, D-5500 Trier. -- Warths Tübinger Dissertation zeichnet die intensive Auseinandersetzung nach, die angeregt durch Poes literarische Arbeiten im Genre des Horrorfilms stattgefunden haben. Das Korpus, auf das Warth sich stützt, umfaßt die amerikanischen Adaptionen von den Poe-Filmen Griffiths bis hin zu Roger Cormans berühmtem Poe-Zyklus. Nach fast zu knappen Einleitungen zur Genre-Diskussion und zur Definition des Horror-Genres sowie einem Überblick über die Poe-Bearbeitungen in Literatur, Bildender Kunst und Musik befaßt sich Warth zunächst mit den Adaptionsversuchen der Stummfilmzeit, dann mit denen der dreißiger, schließlich mit denen der sechziger Jahre. Der Band ist mit einer sehr umfassenden Filmographie von Poe-Verfilmungen nicht nur im Horror-Genre ausgestattet (fast 100 Titel). Einerseits ein kenntnisreicher Beitrag zur Poe-Forschung. Zum anderen auch eine Studie zur Geschichte des Horrorfilms: Die Autorin versucht zu zeigen, wie durch die Bezugnahme auf Poe und die Umsetzung seiner literarischen Visionen formale, thematische und ästhetische Impulse für die Entwicklung des filmischen Horror-Genres freigesetzt wurden. Das ist auch dann interessant, wenn manche Beschreibung der Phasen der Filmgeschichte manchmal etwas flach wirkt. -- Eine interessante Studie.

Warth, Eva Maria: Male Troubles, Body Doubles: Zur (De-)Konstruktion von Geschlecht und Ethnizität in The Crying Game (GB 1992) und M. Butterfly (USA/Can 1992/93). In: Gender Challenge. Zu Verwirrungen um Geschlechteridentitäten. Hrsg. v. Elisabeth Stichtinger. Wien: Zukunfts- und Kulturwerkstätte 1995, S. 121-140.

Warth, Eva Maria: Die Inszenierung von Unsichtbarkeit. Zur Konstruktion weißer Identität im Film. In: Projektionen. Rassismus und Sexismus in der Visuellen Kultur. Hrsg. v. Annegret Friedrich [...]. Marburg: Jonas Vlg. 1997, S. 125-131.

Warth, Eva Maria: Crossdressing im Film. In: Geschlechterdifferenz und Amerikastudien in Deutschland. Hrsg. v. Anne Koenen u. Catrin Gersdorf. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 1998, S. 125-134.

Warth, Eva Maria / Welz, Gisela (Hrsg.): Amerikastudien 37,1, 1992, S. 7-94: Themenschwerpunkt "Großstadtdarstellungen im amerikanischen Dokumentarfilm". -- Inhalt: Eva-Maria Warth / Gisela Welz: Großstadtdarstellungen im amerikanischen Dokumentarfilm: Vorwort (7-12). -- Eva-Maria Warth: New York, Paris, Berlin: Die Großstadt im Dokumentarfilm der zwanziger und dreißiger Jahre (13-26). -- Joachim Schlör: City of Contrasts (1931): Abbilder und Wunschbilder in der Großstadtwahrnehmung (27-36). -- Bettina Friedl: Halsted Street: Annäherung an die Stadt (37-50). -- Helmut Lauerbach: "Greenbelt New Towns - Ready to serve a better age": Ideologie und Rhetorik in The City (1939) (51-64). -- Gisela Welz: Innocent Artistry: James Agee und das Gemeinschaftsprojekt In the Street (1952) (65-74). -- Mo Beyerle: Ästhetische Erfahrung und urbane Idylle: Jay Leydas A Bronx Morning (1931) (75-84). -- Hubert Beck: Von "History" zu "Hysteria": King Vidors The Crowd (1928) (85-94).

Warzecha, Birgit: Medien und gesellschaftliche Stigmatisierungsprozesse. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1999, 184 S. (Konflikt - Krise - Sozialisation. 8.). -- ISBN 3-8258-3818-8, DM 39,80.

Weber, Rolf: Medienkonzentration und Meinungspluralismus. Entwicklungstendenzen in Europa und Diskussionsstand in der Schweiz. Zürich: Schulthess Polygraphischer Vlg. 1995, 159 S. -- ISBN 3-7255-3353-9, 48,-- Sfr.

Weber, Thomas: Die unterhaltsame Aufklärung. Ideologiekritische Interpretation von Kriminalfernsehserien des westdeutschen Fernsehens. Bielefeld: Aisthesis 1992, 199 S. -- ISBN 3-925670-70-X. DM 38,--. Bezug über den Buchhandel oder den Verlag (Postfach 100427, D-4800 Bielefeld 1). Zugl. als Phil. Diss. Frankfurt 1991. -- Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Annahme, daß die ideologiekritische Auseinandersetzung mit Kriminalserien zwar auf dem "Detektiv-Roman-Traktat" Kracauers ansetzen könne, daß es aber nötig sei, eine Modifikation des dort vertretenen Ideologie-Konzepts vorzunehmen. Weber schlägt vor, "Entwirklichung" als ideologische Tendenz in Kriminalserien anzusetzen, gleich in doppeltem Sinne: Zum einen will er "Entwirklichung" im gleichen Gehalt wie "Entfremdung" verstanden wissen; zum anderen soll "Entwirklichung" eine spezifische Form von Ideologie bezeichnen, die manifest nicht in Erscheinung tritt und vor allem an der Ausgrenzung und Nivellierung von Wirklichkeitsfragmenten festgemacht werden kann: "Unter den Bedingungen eines kulturindustriell organisierten Mediensystems, das auf Unterhaltung ausgerichtet ist, verlagert sich das ideologische Potential auf eine gesellschaftliche Konflikte repressiv ausgrenzende oder nivellierende Gestaltung der Unterhaltungsfunktion" (18). -- Die fast ausschließlich deutschsprachige Literatur benutzende Studie bleibt aber eine, in dieser theoretischen Exposition eigentlich nötig gemachte, Explikation der "Unterhaltungsfunktion" ebenso schuldig wie eine Präzisierung des "Spannungsmomentes", das beiläufig als wesentliche Teilnahmemodalität des Zuschauers behauptet ist. -- Sehr enttäuschend, manchmal unnötig oberflächlich.

Weber, Uwe: Der Grenzüberschreitende Datenfluß (GDF). Ein neues Phänomen der internationalen Kommunikation. München: Reinhard Fischer 1993, 424 S. (Medien-Skripten. 16.). -- ISBN 3-88927-115-4, DM 49,--. Zugl. Diss. Mainz 1992. Vor allem am internationalen Austausch von Daten über Computersysteme und -netze wird zu zeigen versucht, wie technische Veränderungen bei den Informations- und Kommunikationstechnologien, wirtschaftliche Transformationen von Informations- und Kommunikationsstrukturen und Internationaalisierungstendenzen miteinander interagieren.

Weber, Wolfgang Maria: Fünfzig Jahre Fernsehen. Ein Rückblick auf die Lieblingssendungen in Ost und West. Augsburg: Battenberg 1999, 200 S. -- ISBN 3-89441-447-2, DM 49,90.

Webers, Johannes: Handbuch der Film- und Videotechnik. Die Aufnahme, Speicherung, Bearbeitung und Wiedergabe audiovisueller Programme. 4., verb. Aufl. München: Franzis-Vlg. 1993, 616 S. (Franzis-Handbuch.). -- ISBN 3-7723-7114-0, DM 128,--. 5., neubearb. und erw. Aufl. Poing: Franzis 1998, 672 S. -- ISBN 3-7723-7115-9, DM 128,–.

Wedel, Michael: Max Mack: Showman im Glashaus. Berlin: Freunde der Deutschen Kinemathek 1996, (2), 235 S. (= Kinemathek 33,88, Nov. 1996.). -- ISBN 3-927876-11-9, Schutzgebühr: DM 20,--. Bezug durch die Freunde, Welserstr. 25, D-10777 Berlin. [Aus dem Vorwort:] Tatsächlich aber war das deutsche Kino schon in den zehner Jahren eine lebendige, dynamische Landschaft, und es ist wichtig zu beobachten, wie hier eine Osmose zwischen ausgesprochen populären Gattungen und höher entwickelten Formen des Kinos stattfand. [...] Seltenheitswert kommt diesem Band [über die Hinweise auf die Feinstruktur der frühen deutschen Filmlandschaft] noch in einer anderen Hinsicht zu: 1943 publizierte Max Mack [1884-1973] in England seine Autobiographie unter dem Titel With a Sigh and a Smile: A Showman Looks Back. Das Buch wurde gleich nach Erscheinen wieder eingestampft und zu Altpapier verwandelt, weil der Verleger bankrott gemacht hatte. Nur zwei Exemplare dieses Buches scheinen erhalten geblieben zu sein: eines im British Museum, ein weiteres in Privatbesitz. -- Der höchst informative Band enthält neben einem längeren Einleitungsessay von Michael Wedel (Showman im Glashaus: Der Filmregisseur Max Mack, S. 5-38), zahlreichen Texten von Mack aus den Jahren zwischen 1914 und 1968 und Essays über Mack eine umfassende kommentierte Filmographie.

Wegener, Claudia: Reality TV. Fernsehen zwischen Emotion und Information. Leverkusen: Leske & Budrich 1994, 171 S. (Schriften der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur. 7.). -- ISBN 3-8100-1254-8, DM 24,80.

Wehmeier, Rolf: Handbuch Musik im Fernsehen: Praxis und Praktiken bei deutschsprachigen Sendern. Regensburg: ConBrio-Vlg. 1995, 192 S. (ConBrio Fachbuch. 4.). -- ISBN 3-930097-39-9. Zzgl. 1 CD mit 48 Hörbeispielen.

Wehmeier, Stefan: Fernsehen im Wandel. Differenzierung und Ökonomisierung eines Mediums. Konstanz: UVK Medien 1998, 440 S. (Forschungsfeld Kommunikation. 9.). -- ISBN 3-89669-238-0, DM 68,–. Zuerst als Diss. Münster 1997. Wehmeier stellt seine Überlegungen in den Horizont der „multioptionalen Gesellschaft“, die Peter Gross vor wenigen Jahren zur Beschreibung der spätkapitalistischen Märkte beschworen hat. Auch oder sogar gerade das Angebot an Informations- und Unterhaltungsangeboten im Fernsehen bedient den Trend, Verhaltens- und Orientierungsdispositionen zu vermehren und zu differenzieren. Wohl erst im Internet wird sich die bis zur Individualisierung von Angebot und Nutzen gehende Differenzierung vollenden. Wehmeier greift auf das Grundprinzip des aus den Wirtschaftswissenschaften entlehnten Prozesses der schöpferischen Zerstörung zurück. Im TV-Markt hat inzwischen ein Kreislauf von Innovation und Imitation eingesetzt, dessen Dynamik von den fortwährenden gegenseitigen Beobachtungen der Marktteilnehmer getragen wird, die stets auf der Suche nach neuen, gewinnträchtigen und von anderen Konkurrenten bislang nicht entdeckten Nischen sind. Allerdings wäre eine rein betriebswirtschaftliche Analyse blind gegenüber den kulturellen und politischen Dimensionen des Fernsehens. Darum sucht Wehmeier im Rahmen des „Wohlfahrtspluralismus“ das Fernsehen als „wohlfahrtsproduzierende Institution“ zu begründen, deren Güter als meritorische Güter aus den Gewinnorientierungen der Industrie herausfallen. Fernsehen sei der These folgend an wohlfahrtspluralistische Konzepte heranzuführen, so daß private und öffentliche Kollektivakteure an der Veranstaltung von Fernsehen beteiligt werden und eine Zusammenführung von Kultur, öffentlichem Wohl und Markt als Rahmenoptionen von Fernsehen möglich wird.

Wehry, Werner (Hrsg.): Wetterinformationen für die Öffentlichkeit - aber wie? Berlin: Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) 1998, 205 S. -- ISBN 3-928903-19-5, DM 35,–. Bezug durch die DMG, Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin, C.-H.-Becker-Weg 6-10, D-12165 Berlin. Aus dem Inhalt: Hans J. Wulff: Kommunikative Formatierung am Beispiel von Wetterkarten (33-42). -- Wolfgang Kusch: Wetterinformation und Präsentationssysteme des Deutschen Wetterdienstes für die Öffentlichkeit (101-112). -- Thomas Dümmel: Grafische Systeme für die Medien (113-122). -- Inge Niedek: Stellenwert und Entwicklung des Wetterberichts im Fernsehen (123-128).

Weiderer, Monika: Das Frauen- und Männerbild im deutschen Fernsehen. Eine inhaltsanalytische Untersuchung des Programms von ARD, ZDF und RTL plus. Regensburg: Roderer 1993, 339 S. (Medienforschung. 4.). -- ISBN 3-89073-626-2, DM 64,--. Zuerst als Diss. Regensburg 1992.

Weiderer, Monika: Aspekte des Alkoholkonsums und -missbrauchs in Familien- und Krimiserien des Deutschen Fernsehens. In: Sucht, 43,4, 1997, S. 254-263.

Weidle, Roland: William Shakespeares 'The Tempest' und Peter Greenaways Prospero's Books. Alfeld/Leine: Coppi-Vlg. 1997, 191 S. /Aufsätze zu Film und Fernsehen. 54.). -- ISBN 3-930258-53-6, DM 40,--. Zuerst als Magisterarbeit, Hamburg 1992. Enthält im Appendix ein Interview mit Greenaway, S. 161-177. -- [Klappentext:] Derek Jarmans Tempest ist wohl eine der politisch radikalsten Verfilmungen des Dramas, während John Gorries [BBC-]Adaption durch ihre naturalistische Präsentation des Tempest einen starken Kontrast dazu bildet. Die dritte britische Tempest-Adaption der letzten Jahre ist schließlich Peter Greenaways Prospero's Books, die durch ihren selbstreflexiven und verfremdenden zugang einen gelungenen Kompromiß zwischen der Realität eines Jarman und dem Anspruch eines Gorrie auf "coherent universalism" darstellt. Greenaway trägt mit seinem Anspruch an eine "manieristische" Adaption der dialogischen natur des Dramas Rechnung, die weder eine politische, einseitige Deutung des Tempest noch eine Entschärfung der im Stück präsentierten Widersprüche und Ambivalenzen erlaubt.

Weihsmann, Helmut: Cinétécture. Film, Architektur, Moderne. Mit einem Essay v. Vrääth Öhner & Marc Ries. Wien: PVS Verleger 1995, 164 S. -- ISBN 3-901196-17-X, öS 230,--. -- Inhalt: Vrääth Öhner / Marc Ries: Bildbau (7-51). -- Helmut Weihsmann: Cinétecture (53-138). -- Bibliografie (141-151). -- Es ist nicht die Filmarchitektur, die im Studiosystems Hollywoods entwickelt wurde und die prägnant so manche stilistische Trends adaptiert hat, der sich Weihsmann und seine Mitstreiter annehmen (in einem liebevoll gestalteten Band, das am Rande), sondern es ist die Rolle, die der Film in den Achitekturkonzepten der französischen Avantgarde gespielt hat. -- [Aus der Grundlegung der Untersuchung:] "Mit der Fotografie und später mit dem Film eröffnete sich für die moderne Architektur eine völlig andere Rezeptionsweise von Raum. Blieben die Zeichnung, das Architekturmodell oder das Diorama in Körperlichkeit und Raumauffassung weitgehend an ein statisches Sehmodell gebunden, so begann der Film den Raum dynamisch zu erschließen. [...] Die Erfahrung filmischer Wahrnehmung und die der Industrialisierung und Urbanisierung sind die zentralen Motive der Moderne; von der Erfindung der technisch-reproduzierenden Medien wird auch die Architektur erfaßt. Das einstmals kognitive, kontemplative Erleben von Architektur wandelte sich zur Betrachtung in der Zweidimensionalität abstrahierter Architekturformen. Die Aufhebung der Baukunst in den Medien Fotografie, Film und Presse bewirkte ein 'Verschwinden der Architektur' und läßt sich nur im Kontext eines grundlegenden Denkwandels in der Moderne deuten."

Weihsmann, Helmut (Hrsg.): Jazz Vistas: Zu Jazz & Medien. Frankfurt: Eisenbletter & Naumann 1994. -- DM 45,--. Bezug über den Verlag (Berger Str. 168, D-60385 Frankfurt). Jazz als Thema von Film, Literatur, Lyrik, den Künsten und den Massenmedien.

Weingarten, Susanne: Die Rückkehr der phallischen Frau im Hollywood-Kino der achtziger Jahre. Coppengrave: Coppi 1995, viii, 125 S. (Aufsätegenden Wandel der Moderne signa-- ISBN 3-930258-14-5, DM 26,--.

Weinig, Katja: Wie Technik Kommunikation verändert. Das Beispiel Videokonferenz. Münster/Hamburg: Lit Vlg. 1996, 220 S. (Kommunikationsökologie. 2.). -- ISBN 3-8258-3054-3, DM 38,80.

Weinrich, Lotte: Verbale und nonverbale Strategien in Fernsehgesprächen. Eine explorative Studie. Tübingen: Niemeyer 1992, viii, 237 S. (Medien in Forschung und Unterricht. A,36.). -- ISBN 3-484-34036-3, DM 98,--. Zuerst als Diss. Köln 1992. -- Es hieße Eulen nach Athen zu tragen, wollte man als neue Einsicht ausgeben, daß Konversationsanalyse sich nicht auf die Untersuchung des gesprochenen Textes beschränken dürfe, sondern die nichtverbalen Äußerungsakte als gleichberechtigte kommunikative Handlungen ansehen müsse. Ob daraus allerdings resultiert, daß man zum Verständnis, zur Analyse und zur Interpretation des nonverbalen Sprachhandelns grundsätzlich keine andere Methode braucht als diejenige, die für die gesprochene und geschriebene Sprache gilt (wie die Verfasserin gelegentlich anmerkt): Da bleibt Skepsis angeraten. In der Durchführung der Arbeit zeigt sich dann auch, daß Weinrich die Funktionen der nichtverbalen Äußerungen von Personen in Talkshows im Rahmen einer rhetorischen Analyse zu erfassen versucht. Eine gemeinsame semantische Basis für verbale und nichtverbale Äußerungsakte wird zwar zu Beginn der Untersuchung behauptet, wird aber kaum expliziert. Später ist von kommunikativen und semantischen Funktionen (wie Illustration, Kommentierung, Interpunktion, Intensivierung und dergleichen mehr) die Rede; eine Begründung oder eine Klärung des inneren Verhältnisses dieser Funktionen erfolgt nicht. Die "medial-hermeneutische" Variante des ethnomethodologischen Ansatzes, wie die Autorin ihr Unterfangen methodisch klassifiziert, wird zwar beschworen, aber nie reflektiert. Die Analyse im engeren Sinne folgt weitestgehend dem Konzept von Holly, Kühn und Püschel (Politische Fernsehdiskussionen. Tübingen 1986). -- Die Beschreibung nichtverbaler Äußerungsakte bereitet immer größte Probleme. Weinrich versucht, ein "gestisches Vokabular" der Arm-, Hand- und Fingergesten zu gewinnen und benennt dazu 27 Prototypen wie "Kreuzarme", "Fingerring" oder "Abhand". Wie diese elementaren Einheiten gewonnen werden, welche Bedeutungen oder kommunikativen Funktionen ihnen zukommen: darüber gibt die Autorin keine Auskunft. Sie bezieht sich nach eigener Auskunft auf allgemeines Weltwissen, auf Schauspiel- und Tanzkunst, auf Choreographie und Pantomime, um Einheiten zu gewinnen und zu benennen. Die Fachliteratur wird dazu kaum benutzt; Birdwhistells Arbeiten werden z.B. nicht einmal erwähnt. Unklar bleibt, welchen Status das als Liste präsentierte Inventar von Prototypen eigentlich hat - ist es ein Versuch, eine Notation zu entwerfen, die es gestattet, die Gesten von Fernsehrednern mit Blick auf die rhetorische Struktur aufzuschreiben? Oder ist es ein Vokabular im engeren Sinne, ein "Lexikon" des nichtverbalen Ausdrucks? -- Als Notation ist die Weinrichsche Liste schnell zu lernen und gestattet eine relativ verläßliche Mitschrift der für die rhetorische Aktivität wichtigen Gesten. Die theoretische Begründung von Notation und Untersuchungskonzept bleibt Desideratum. Von Interesse ist die vorliegende Arbeit, weil sie sehr nahe am Beispiel operiert und in der Beispielbeschreibung manchmal höchst interessante Beobachtungen dazu macht, wie die nichtverbale Darstellungsstrategie von Fernsehrednern auf die sprachlichen Akte hin orchestriert ist, was oft zu ganz eigenartigen Spannungen führt. Ob gerade dieses ein Spezifikum von Fernsehgesprächen ist, in denen ja ein Publikum adressiert wird und die Redner auch Schauspieler-Redner für dieses Publikum sind, bleibt zu fragen.

Weischenberg, Siegfried: Neues vom Tage. Die Schreinemakerisierung unserer Medienwelt. Hamburg: Rasch und Röhring 1997, 199 S. (Politik und Gesellschaft.). -- ISBN 3-89136-615-9, DM 29,80.

Weiss, Andrea: Vampires & Violets. Frauenliebe und Kino. Dortmund: Ed. Ebersbach im eFeF-Vlg. 1995, 174 S. -- ISBN 3-905493-75-6, DM 44,--. Zuerst London 1992.

Weiß, Hans-Jürgen: Gewalt von Rechts - (k)ein Fernsehthema? Der Beitrag privater Fernsehprogramme zur Rechtsextremismusdebatte in Deutschland 1992/93. Leverkusen: Leske + Budrich 1993, 200 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. 11.). -- ISBN 3-8100-1175-4, DM 44,--.

Weiß, Hans-Jürgen: Öffentliche Streitfragen in privaten Fernsehprogrammen. Zur Informationsleistung von RTL, SAT1 und PRO7. Leverkusen: Leske + Budrich 1993, 200 S. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. 15.). -- ISBN 3-8100-1179-7, DM 44,--.

Weiß, Hans-Jürgen: Auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten. Eine Evaluations- und Machbarkeitsstudie. Berlin: Vistas 1998, 260 S. (Schriftenreihe der Landesmedienanstalten. 12.). -- ISBN 3-89158-221-8, DM 36,–.

Weiss, Hans Jürgen [et alii]: Kultur- und Bildungsprogramme im bundesdeutschen Fernsehen. Begriffsdiskussion und Programmanalyse. München: Reinhard Fischer 1992, 154 S. (Schriftenreihe der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien. 22.). -- ISBN 3-88927-113-8, DM 20,--.

Weiss, Peter: Avantgarde-Film. Übers. u. hrsg. v. Beat Mazenauer. Frankfurt: Suhrkamp 1995, 207 S. (Edition Suhrkamp. 1444.). -- ISBN 3-518-11444-1, DM 18,80.

Weiß, Ralph (Hrsg.): Aufgaben und Perspektiven des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Baden-Baden: Nomos 1991, 182 S. (Symposien des Hans-Bredow-Instituts. 12.). -- ISBN 3-7890-2420-1, DM 64,--.

Weißenborn, Ulrike: "Just Making Pictures". Hollywood Writers, The Frankfurt School, and Film Theory. Tübingen: Narr 1998, 151 S. (Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft. 36.). -- ISBN 3-8233-5036-6, DM 58,--.

Wellens, Christof: Grenzen der Rundfunkfinanzierung: Teleshopping. Zivil-, öffentlich- und wettbewerbsrechtliche Probleme. Köln: Müller-Botermann 1991, xvi, 164 S. (Reihe Juristische Schriften. 6.). -- Zugl. Diss. Münster 1991.

Welles, Orson / Bogdanovich, Peter: Hier spricht Orson Welles. [Hrsg. v. Jonathan Rosenbaum.] Weinheim: Beltz-Quadriga 1994, 636 S. -- ISBN 3-88679-228-5, DM 58,--. -- In dem über fünf Jahre verschollenen Manuskript seiner Gespräche mit Peter Bogdanovich, die über zehn Jahre lang an acht verschiedenen Orten in den USA und Europa stattfanden, erzählt Welles sein Leben, spricht über seine Filme, Regisseure und Stars, Kameraleute, zahllose, meist gescheiterte Projekte. -- Der Band enthält eine Chronologie der Karrierre des Orson Welles (eine der vollständigsten Listen, die über Welles je zusammengestellt wurden, S. 501-590), von Rosenbaum komponierte "Anmerkungen", in denen er insbesondere die z.T. sehr heterogene Welles-Literatur vorstellt, sowie ein Register von Namen und Titeln. -- Ohne Zweifel ein Schlüsselwerk der Welles-Literatur. -- [Auszug:] PB: Alle Überblendungen [in Citizen Kane] waren sehr sorgfältig ausgeklügelt,