Das virtuelle Preußische Urkundenbuch
Regesten und Texte zur Geschichte Preußens und des Deutschen Ordens

Ein Projekt der Arbeitsstelle für die digitale Edition mittelalterlicher Quellen /
des Zentrums "Geisteswissenschaften in der digitalen Welt" an der Universität Hamburg

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REGESTEN 1397

*PrUB, JS 20 – 1397. (Marienburg?). - Geschossliste der Gebietiger mit Zahlungen nach Ragnit, an den Obersten Marschall und nach Marienburg.

PrUB, JS 21 – 1397. (Marienburg). - Einnahmen und Ausgaben des Marienburger Konvents (Zahlungen an den Hauskomtur, den Pferdemarschall, den Karwansherrn, den Trappier, den Gartenmeister und für Bauten).

*PrUB, JS 374 – 1397 I 3. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Königin [Margarethe] von Dänemark: bedauert die in einem Schreiben der Königin geschilderten Ereignisse des letzten Sommers; erklärt, daß die preußischen Hansestädte entgegen ihrer Bitte keine Vertreter zur von König Erik für Juni 17 einberufenen Versammlung nach Kalmar schicken könnten, zumal sie mit den anderen Hansestädten bestenfalls gemeinsam betroffen sind; ergänzt, daß er ebenso keine Sendeboten zu diesem Tag schicken kann, da der Komtur von Danzig, Albrecht von Schwarzburg, zur Zeit mit einer Botschaft unterwegs ist, und auch der Großschäffer [Johann Tirgard] nicht vor Ort ist; verspricht aber, sich ihrer Sache anzunehmen.

*PrUB, JS 372 – 1397 I 5. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an [Herzog] Witold: wird, da Witold für drei oder fünf Wochen nach Weihnachten um die Entsendung des Obersten Marschalls oder eines anderen Gebietiger gebeten hat, nach Beratung mit seinen Gebietigern einen von ihnen bis zum Dienstag in einer Woche [Januar 16] für Verhandlungen nach Kaunas [Garthen] schicken.

*PrUB, JS 371 – 1397 I 9. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog Erich von Mecklenburg: Wie er schon weiß, haben dem Orden zahlreiche Herren entsagt, so die Herzöge Swantibor und Boguslaw von [Pommern-]Stettin sowie der Bischof von Dorpat, und der Vetter des Herzogs, Albrecht, hat sich ebenfalls auf die Seite des Bischofs gestellt, ohne Schuld des Ordens; bittet daher um seine Unterstützung und die Verteidigung des Ordens gegen die ungerechtfertigten Vorwürfe, dankt für seine Haltung.

*PrUB, JS 373 – 1397 I 26. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog [Ladislaus] von Oppeln: antwortet zum wiederholten Mal auf ein Schreiben des Herzogs, daß er das Land Dobrin nicht kaufen kann, da er sein Recht zum Verkauf nicht nachweisen kann; vielmehr sind im vergangenen Jahr wiederholt Ansprüche des Reiches Polen auf das Land Dobrin angemeldet worden; der Orden möchte aber nur unstrittigen Besitz erwerben, um den er nicht Krieg führen muß.

*PrUB, JS 370 – 1397 I 26. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog Witold: bestätigt den durch den Komtur von Ragnit [Markward von Salzbach] und Thomas Surville mit dem Herzog geschlossenen Waffenstillstand bis April 23, über den er den Brief des Witolds hat, wie diesem der Brief des Hochmeisters vorliegt; falls Witold sich lieber dem Bischof von Dorpat anschließen will, soll er den Brief zurücksenden; hofft jedoch auf den Aufbau freundschaftlicher Beziehungen.

*PrUB, JS-JL 70 – 1397 II 4. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an den Generalprokurator des Ordens in Rom [Johann vom Felde]: antwortet auf die Nachrichten über das Vorgehen des Papstes  und der Kurie, dass er den Deutschmeister und die Herren der Städte Padua, Bologna und anderswo bitten wird, gegen Verkauf von Ordensbesitz vorzugehen; dass er darauf vertraut, dass der Papst den Orden bei seiner gewohnten Rgel belasse und ihn angesichts drohender äußerer Gefahren nicht weiter belaste; dass er dagegen vorgehen wird, dass Priesterbrüder zu Weihbischöfen erhoben werden; dass er nicht ausschließen kann, dass Klagen aus Livland an die Kurie kommen, da der Bischof von Dorpat seine Ziele mit allen Mitteln verfolge und der Orden sich verteidigen müsse; schließlich, dass der Prokurator an der Kurie auf die wichtige Rolle des Ordens als Verteidiger der Christenheit hinweisen soll.

*PrUB, JS 419 – 1397 II 11. Marienburg. - Botschaft des Römischen Königs [Wenzel] an Hochmeister [Konrad von Jungingen], übermittelt durch Herrn Temeritz, sowie die Antwort des Hochmeisters: Der König beklagt die seinem Bruder [Sigismund], dem König von Ungarn, entstandenen Schäden [durch die Niederlage bei Nikopolis] und hat deshalb bis Juni 24 einen Verhandlungstag zu Breslau zwischen dem Orden und Polen-Litauen angesetzt; sollte der König bzw. eine der Parteien verhindert sein, will der König den Fall mit den Kurfürsten beraten und entscheiden. Der Hochmeister bietet die Unterstützung seines Ordens an, kann noch nicht auf den Vermittlungstag eingehen, da er Botschaften zum Papst, zu den Kurfürsten und andere Fürsten sowie an die Gebietiger in Livland und Deutschland entsandt hat, schlägt aber einen Waffenstillstand mit Witold bis April 23 vor; in Livland verhandelt zur Zeit der ermländische Bischof.

*PrUB, JS 369 – 1397 II 11. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Deutschmeister [Konrad von Egloffstein]: soll die Kurfürsten über die ihm Februar 10 durch den Ritter Nikolaus von Temeritz übermittelte Botschaft vom Römischen König um Rat fragen, die er in Kopie mitsendet. - Notiz über gleichlautende Briefe an die Landkomture zu Böhmen und Österreich sowie den Komtur zu Koblenz, die der Kaplan des Komturs von Rehden, Johannes Keseling, Februar 16 mitnahm.

*PrUB, JS-JL 15 – 1397 II 11. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an König [Albrecht] von Schweden: berichtet über den Krieg des Ordens mit dem Bischof von Dorpat um das Erzbistum Riga; dieser hat sich dem angebotenen rechtlichen Ausgleich nicht gestellt, sondern will Erzbischof Johann von Wallenrode um jeden Preis mit Gewalt vertreiben und Otto von [Pommern-]Stettin einsetzen lassen, ohne dass dieser die päpstliche Bestätigung erhalten habe; der Orden muß sich jedoch gegen einen drohenden Verlust Livlands erwehren; erklärt sein Vorgehen gegen den Vetter des Königs, Albrecht von Mecklenburg, und bittet, auf diesen einzuwirken, da der Bischof von Dorpat im Unrecht ist.

*PrUB, JS-JL 45 – 1397 II 11. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an die Herzöge Johann und Ulrich von Mecklenburg: weist sie darauf hin, dass sie zu Unrecht dem Orden entsagt haben.

*PrUB, JS 368 – 1397 nach IV 1. [Marienburg]. - Instruktion für den Landkomtur von Böhmen [Albrecht von der Duba], der als Botschafter in der Streitsache des Ordens mit Witold zum Römischen König [Wenzel] geschickt wird: soll auf die beiden Botschaften des Königs an den Hochmeister antworten, die dieser durch Herrn Temeritz und denselben Landkomtur erhalten hat. So soll er den Hochmeister wegen der verzögerten Antwort auf die erste Botschaft entschuldigen, die sich durch zahlreiche Botschaften und notwendige Beratungen ergeben hat, aber auch mit dem Ansuchen Witolds um einen Friedensschluß zusammenhängt, der drei Wochen nach Ostern [Mai 13] verhandelt werden soll; bei dessen Scheitern wird er gerne den Vorschlägen des Königs und des Papstes folgen. Der Landkomtur soll weiterhin darauf verweisen, daß Witolds Bruder Sigismund wie schon Witold zuvor zur Sicherheit in Gefangenschaft des Ordens ist, gegen verschiedene Versprechen, so daß er ihn nicht an Dritte freigeben kann; bittet um Hilfe bei der Lösung der von den Türken gefangenen Ordensherren.

*PrUB, JS 367 – 1397 IV 4. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an den Römischen König [Wenzel]: hat von Herrn Temeritz den Vorschlag des Königs für einen Tag mit Witold empfangen, ebenso die durch den Landkomtur von Böhmen, Albrecht von der Duba, übermittelte Bitte, Witolds Bruder Sigismund zu unterstützen; entsendet denselben Landkomtur als Boten, der dem König die Meinung des Hochmeisters übermitteln wird, und bittet um die weitere Unterstützung des Ordens.

*PrUB, JS-JL 21 – 1397 IV 26. Stuhm. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an die Kurfürsten: entsendet Gesandtschaft des Ordens unter der Leitung des Obersten Spittlers und Komturs von Elbing, Graf Konrad von Kyburg, und bittet, sie anzuhören.

*PrUB, JS-JL 11 – 1397 IV 26. [Stuhm]. - Instruktion für die Gesandten des Ordens unter der Leitung des Obersten Spittlers und Komturs von Elbing, Graf Konrad von Kyburg, an die Kurfürsten: Klage über das Verhalten des Königs von Polen und des litauischen Großfürsten gegen den Orden, über die Unterstützung der Ungläubigen und der Gegner des Ordens; der König von Polen will die Rechte des Reichs verschweigen und steht einer Einigung mit Witold durch Ansprüche auf das Land Dobrin entgegen; der römische König hat den weiteren Kampf gegen die (Polen und) Litauer verboten und Verhandlungen unter seiner Leitung vorgeschlagen; Kontakte des polnischen Königs mit den Türken.

*PrUB, JS-FS 111 – 1397 V 31. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an König [Richard II.] von England: beschwert sich über die Verletzung der Freiheiten, welche die Bürger seiner Städte immer schon und selbst nach dem von den englischen Gesandten Magister Nikolaus Stocket, Thomas Graa und Walther Sibile in Preussen geschlossenen Vertrag in England erfahren müssen.

*PrUB, JS-FS 112 – 1397 VI 9. Beberen. - Geleitbrief des Hochmeisters [Konrad von Jungingen] für die Königin von Polen [Hedwig] betr. ihre Reise ins Ordensland und für ihre Rückreise.

*PrUB, JS 366 – 1397 VI 16. Schwetz. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog Witold: Während der Mission von Witolds Schreiber Peter, der über die in der Fastenzeit mit den Gebietigern ausgehandelten Bedingungen hinaus weitere Artikel Witolds überbrachte, haben die Kurfürsten drei Wochen nach Ostern (wohl Mai 13) einen Tag zu Frankfurt vereinbart, den auch der Orden besenden wollte; allerdings kam es zu keiner Entscheidung in ihrer Streitsache, weil der Römische König nicht anwesend war. Da ein neuer Tag für Juli 25 vereinbart ist, schlägt der Hochmeister einen Waffenstillstand bis August 15 vor, wenn Witold auch Boten dorthin senden will; bittet in diesem Fall um einen Friedebrief.

*PrUB, JS-JL 74 – 1397 VI 20. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Königin [Hedwig] von Polen, Erbin Ungarns: antwortet auf ihre Aufforderung zur Übergabe des an den Orden verpfändeten Dobriner Landes, dass er Herzog Ladislaus von Oppeln um Stellungnahme gebeten hat und dessen Antwort abwarten will; grundsätzlich ist er bei Zahlung der Pfandsumme und unter Wahrung der Ehre des Ordens zur Übergabe bereit.

*PrUB, JS-FS 113 – 1397 VI 28. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog [Ladislaus] von Oppeln: bittet um die Bestätigung, dass das Land Dobrin frei von allen Ansprüchen sei und alle Rechte daran bei Ladislaus liegen; stellt dem Herzog eine Frist, in dem dieser belegen soll, dass die Ansprüche der Königin [Hedwig] von Polen falsch seien, sollte dies nicht geschehen, werde der Orden das Land an die Königin geben.

*PrUB, JS 365 – 1397 VII 8. Meselanz. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Deutschmeister [Konrad von Egloffstein]: bittet, da nach der Gesandtschaft des Komturs von Elbing [Konrad Graf von Kyburg] zum Kurfürstentag zu Frankfurt nach Ostern [April 22] noch eine Reihe von Fragen offengeblieben waren, nunmehr aber ein weiterer Tag für Juli 25 vereinbart worden ist, um Darstellung der Lage des Ordens vor den Fürsten; soll auf die beständige Stärkung der Litauer durch den König von Polen hinweisen (so mit Waffen, Harnisch, Büchsen), aber auch auf Witolds Bündnis mit den "Tartaren"; soll nicht den Römischen König angreifen, aber den Orden gegen Vorwürfe verteidigen. Der Hochmeister weist auf Verhandlungen mit den Dorpatern, die noch nicht beendet sind, sowie auf den Briefwechsel mit Witold; bittet um Nachricht vom Tag.

*PrUB, JS 363 – 1397 VII 12. Danzig. - Hochmeister Konrad von Jungingen erklärt, daß er mit Alexander alias Witold Großfürst von Litauen einen bis August 15 währenden Waffenstillstand (frede) vereinbart hat; mit Ausnahme Samaitens sollen alle Lande und Leute Witolds vor Angriffen geschützt sein.

*PrUB, JS 364 – 1397 VII 13. Danzig. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog Witold: hat Juli 12 den Friedebrief des Herzogs erhalten, der allerdings die falsche Jahreszahl (1396) trägt; bittet deshalb um einen Brief mit der richtigen Jahreszahl, will aber - wie der beigelegte Friedebrief belegt - den Frieden zunächst einmal bis August 15 halten; lehnt wegen des Treffens der Kurfürsten, die über ihre Angelegenheiten beraten, zunächst einen Verhandlungstag ab, schlägt aber weitere Kontakte vor.

*PrUB, JS 362 – 1397 VII 14. Nuwendorff. - [Sigismund] König von Ungarn an Hochmeister [Konrad von Jungingen]: bietet sich als Friedensvermittler zwischen dem Orden, dem König von Polen und Witold an; reist jetzt zu den Kurfürsten nach Frankfurt a.M., danach nach Krakau.

*PrUB, JS 361 – 1397 VIII 3. Stargard. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Königin [Hedwig] von Polen: unterrichtet die Königin, daß Herzog Ladislaus von Oppeln gegen ihre im Namen des polnischen Königreichs erhobenen Ansprüche sein Anrecht auf das Dobriner Land behauptet; bittet, die Rechtsgrundlagen zu prüfen und diese Frage zwischen den beiden Seiten zu entscheiden, da der Orden das Land nur in Verwaltung genommen hat.

*PrUB, JS-JL 73 – 1397 VIII 8. Stargard. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an König [Sigismund] von Ungarn: erklärt seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen mit dem König von Polen und dem Großfürsten Witold unter Sigismunds Vermittlung; hat bereits einen Waffenstillstand mit Witold vereinbart, um zunächst die Meinung der Kurfürsten einzuholen, und nun den Waffenstillstand mit Ausnahme Samaitens auf Polen, Russland und Litauen ausgedehnt, um seinen Gesandten zu Sigismund zu schicken; dieser wird ihm über die Pläne des Königs berichten.

*PrUB, JS 418 – 1397 VIII 22. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Prälaten, Gretmannen und Mitrichter der Lande Ostergo und Westergo: seine Untertanen sind ihrer Bitte gefolgt, ihre Gegner nicht zu unterstützen; hat jedoch erfahren müssen, daß sie aus England kommenden Danziger Bürgern ihren Holk und ihre Güter genommen und diese getötet haben, obwohl der Orden friedliche Beziehungen gewahrt habe; fordert gerechten Ausgleich und Einhaltung von Freundschaft, Ehre und Recht.

PrUB, JS 22 – 1397 IX 10. Marienburg. - [Hochmeister Konrad von Jungingen] an Sandiwog, den Wojewoden von Kalisch und Hauptmann von Großpolen: bittet ihn um Antwort in Bezug auf die Frage der Verpfändung des Dorfes Grunau und des Waldes Babsko.

*PrUB, JS 359 – 1397 [vor X 21. Marienburg]. - Instruktion [des Hochmeisters Konrad von Jungingen] für seinen Gesandten zum ungarischen König [Sigismund], den Komtur von Rehden [Rudolf von Kyburg]: antwortet auf die von Walter Rumeley von Hoenfels überbrachte Botschaft, daß er unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen auch zu einer sonst nicht üblichen Reise zu einem Treffen in Gnesen bereit ist; daß er das einst von König Andreas [II.] von Ungarn übergebene Burzenland gern wieder übernehmen wird, wenn ausreichende Befestigungen zum Kampf gegen die Heiden vorhanden sind; daß er das Angebot des Königs in bezug auf die Neumark wegen der starken Belastungen für den Orden nicht annehmen kann. Der Gesandte soll auf die fehlenden Erben der Herrscher von Polen und Litauen hinweisen, ebenso auf die von Litauern und Russen gehaltenen Festungen.

*PrUB, JS 358 – 1397 [vor X 21. Marienburg]. - Instruktion [des Hochmeisters Konrad von Jungingen] für seinen Gesandten zum ungarischen König [Sigismund, den Komtur von Rehden, Rudolf von Kyburg]: antwortet auf die von Niclos Bidegosczky überbrachte Botschaft, daß Herzog Witold sich auf Kosten der Russen stärken will und ein langer Frieden mit ihm dem Orden und der Christenheit schädlich sein werde; daß der Orden den Schutz der Kurfürsten und des Königs brauche, aber auch auf Wahrung seiner Rechte und Territorien bedacht sein muß, ebenso auf den Schutz der Christen.

*PrUB, JS 360 – 1397 X 21. Marienburg. - Kredenzbrief des Hochmeister [Konrad von Jungingen] für seinen Gesandten zum ungarischen König Sigismund, den Komtur von Rehden, Rudolf von Kyburg.

*PrUB, JS 357 – 1397 X 22. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Königin [Hedwig] von Polen: berichtet über die Verhandlungen mit Herzog Ladislaus von Oppeln; bittet, da dieser seine Rechte auf das Dobriner Land trotz der Bitten des Hochmeisters noch nicht ausreichend dargelegt hat, um Rat und eine friedliche Lösung.

*PrUB, JS 356 – 1397 XII 3. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Herzog Witold: unterrichtet ihn über seine Boten an die Kurfürsten, deren Zusammentreffen mit König [Wenzel] jedoch verschoben wurde; hat ihm deshalb mit Thomas Surwille die Aufforderung gesandt, zunächst einen Friedebrief (Waffenstillstandsbrief) bis November 30 zu schicken, wenn er am Frieden mit dem Orden interessiert ist; die Kurfürsten werden wahrscheinlich bis November 11 beraten haben, und der Orden hat mit dem ungarischen König [Sigismund] Kontakt aufgenommen. Erneuert die Aufforderung zum Waffenstillstand (wenn Witold die Frist zu kurz ist, kann der Friedebrief auch auf die Frist bis Dezember 25 lauten), damit ein beständiger Friede zwischen beiden Ländern geschlossen werden kann.

*PrUB, JS 355 – 1397 XI 12. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an die Stadt Stettin: antwortet auf ihre Klage über die Wegnahme Stettiner Güter auf See, daß ihr Landesherr den preußischen Untertanen und dem gemeinen Kaufmann Unrecht widerfahren läßt und den Vitalienbrüdern in seinem Land Aufnahme gewährt; sie sollen ihren Herren auffordern, Recht walten zu lassen, dann wird ihnen auch Recht zuteil werden.

*PrUB, JS-JL 26 – 1397 XI 14. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an Stralsund: fordert die Stadt auf, nicht mehr zu gestatten, dass die Seeräuber das geraubte Gut in den Stralsunder Hafen bringen, dieses dort verkaufen und sich versorgen dürfen; warnt vor Konsequenzen für die Stralsunder und die anderen Kaufleute in ihrem Hafen.

*PrUB, JS-JL 75 – 1397 XI 14. Marienburg. - Hochmeister [Konrad von Jungingen] an den Herzog von [Pommern-]Stralsund: fordert ihn auf, nicht mehr zu erlauben, dass die Vitalienbrüder in seinem Tief und bei seinen Schlössern und Städten Schutz finden.

PrUB, JS 23 – 1397 XII 5. Marienburg. - Schuldbekenntnis Herzog Ziemowits (IV.) von Masowien gegenüber Hochmeister Konrad von Jungingen über 2000 Schock böhmischer Groschen; sofern die Rückzahlung nicht innerhalb von drei Jahren erfolgt, soll dafür das Land Plonsk dem Orden als Pfand überlassen werden.

PrUB, JS 24 – (1397 XII 5 - 1399 I 15). o.O. - Zusammenstellung der Schulden Herzog Ziemowits (IV.) beim Deutschen Orden, für die die Länder Wizna, Zawkrze und Plonsk verpfändet sind.



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