Das virtuelle
Preußische Urkundenbuch
Regesten und Texte zur Geschichte Preußens und des Deutschen Ordens -
Ältere Abteilung (1140-1381)
Ein Projekt der Arbeitsstelle
für die digitale Edition mittelalterlicher Quellen /
des Zentrums "Geisteswissenschaften in der digitalen Welt" an der Universität Hamburg
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© Stuart Jenks, Erlangen / Jürgen Sarnowsky, Hamburg (1999-2009) Nicht zum gewerblichen Gebrauch. – Kopieren ("Spiegeln") untersagt. – Vollständige oder auch auszugsweise Wiedergabe im Internet und in anderen Medien ist nicht erlaubt (mit der Ausnahme wissenschaftlicher Zitate). Zurück zur Seite Preußische Landesforschung / Zurück zur Übersicht / Nächste Seite |
REGESTEN 1230
PrUB 1.1.72 1230 Januar 18. Perugia. Papst Gregor IX. fordert den Deutschorden in Deutschland und Preußen infolge der Schenkungen des polnischen Herzogs Konrad auf, mannhaft zum Kampf gegen die Preußen vorzugehen und ihnen das Land zu entreißen.
PrUB 1.1.73 1230 o.T. o.O. Christian, erster Bischof von Preußen, tritt dem Deutschorden alles von Herzog Konrad von Masowien und der Kirche von Plock ihm gegebene oder von ihm angekaufte Land im Kulmerland ab, behält sich nur gewisses Getreide (den "Bischofsscheffel"), zweihundert Pflüge und fünf Höfe vor.
PrUB 1.1.74 1230 Januar o.T. Leslau. Die Zisterzienseräbte Heinrich von Lekno und Johannes von Lad beurkunden die Bedingungen, unter denen Bischof Christian von Preußen seine Besitzungen im Kulmerland dem Deutschorden überlassen hat.
PrUB 1.1.75 1230 o.T. o.O. Herzog Konrad von Masowien und Kujawien tritt dem Deutschorden das Kulmerland unter dem Versprechen gegenseitiger Hilfe ab (vgl. PrUB 1.1.78).
PrUB 1.1.76 1230 o.T. o.O. Herzog Konrad von Masowien und Kujawien tritt dem Deutschorden, der ihm Hilfe gegen die Heiden gelobt hat, die Burg Nessau mit vier Dörfern ab.
PrUB 1.1.77 1230 März 17. Plock. Bischof Günther von Plock und das Domkapitel von Plock treten dem Deutschorden ihre Besitzungen im Kulmerland zu freiem Eigentum ab, behalten sich nur die Ausübung der Pontificalakte vor.
PrUB 1.1.78 1230 Juni o.T. bei Kruswica. Herzog Konrad von Masowien übergibt dem Deutschorden das Kulmerland in bestimmten Grenzen und mit allen landesherrlichen Rechten zu freiem Besitz gegen das Versprechen des Beistandes im Kampf gegen die heidnischen Preußen; gleiches gilt für alle weiteren Eroberungen des Deutschordens (vgl. PrUB 1.1.75).
PrUB 1.1.79 1230 August 27. Anagni. Papst Gregor IX. bestätigt den Ritterbrüdern Christi in Preußen die Schenkungen des Bischofs von Preußen und des Herzogs Konrad von Masowien.
PrUB 1.1.80 1230 September 12. Anagni. Papst Gregor IX. bestätigt dem Deutschorden die Schenkung des Herzogs [Konrad] von Masowien über die Burg Kulm und die etwaigen Eroberungen im Land der Heiden.
PrUB 1.1.81 1230 September 17. Anagni. Papst Gregor IX. fordert die Brüder des Predigerordens in den Kirchenprovinzen Magdeburg und Bremen, ferner in Polen, Pommern, Mähren, Sorabien, Holstein und Gotland zur Kreuzpredigt gegen die Preußen auf.
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