Das virtuelle Preußische Urkundenbuch
Regesten und Texte zur Geschichte Preußens und des Deutschen Ordens

PrUB, MS 5

© Marc Schmidt, Berlin (2003)

Nicht zum gewerblichen Gebrauch. – Kopieren ("Spiegeln") untersagt. – Vollständige oder auch auszugsweise Wiedergabe im Internet und in anderen Medien ist nicht erlaubt (mit der Ausnahme wissenschaftlicher Zitate).


Zurück zur Hamburger Homepage   / zurück zur Regestenliste für 1439      /
Abkürzungen (Archive und Hilfsmittel)   /  Editionsgrundsätze


Die textkritischen Anmerkungen und Fußnoten der Vorlageedition erhielten in dieser virtuellen Ausgabe andere Bezeichnungen, um Wiederholungen zu vermeiden, und die inhaltlichen Fußnoten wurden ergänzt. Seitenwechsel der Vorlageedition wird pink, kursiv und in geschwungenen Klammern angegeben, z.B. {S. 368}. Römische Zahlen werden arabisch wiedergegeben. Hochgestellte Buchstaben werden nachgestellt (ae etc.)

1439 August 18. Seeburg.
{Regest}
Bischof Franz Kuhschmalz von Ermland1)  bittet Hochmeister Paul von Rusdorf wegen der Sache des Deutschen Ordens in Deutschland um eine Zusammenkunft, die aufgrund der Pest verschoben werden muß.

{Überlieferung}
A = OBA 7590.

{Drucklegungen}
--

{Regest}
JH I 7590.

{Diplomatische Erörterung des Stücks}
Originalbrief auf Papier.


Dem hogwirdigen herren hern Pauwl homeister dewtzsches ordens unserm besundern lieben herrn und gunner, ane allis sewmen. Sunderliche ernste macht lieth dor anne.

Hogwirdiger besunder liebir herre und gunner: Unser kirchen thumprobst hat uns dirczalt, das ir vaste eyn swer gemute habet von den vorgangen geschefften, in der sachen von dewtzschen landen und das ir euch vorseget eyner zcusampnekomunge bin korcz. So vormuth her sich doch wol, das die vorczogen wirt, von disser clegelichen pestilencien wegen. Dorumb bitten wir euwir hogwirdikeit mit fleisse, wurde sich die zcusampnekomunge vorczihen, das ir uns deme weldet setczen eyne gelegelich stad und tag, wir welden zcu euch komen und handelunge do von haben und ane czweiffel euch so underrichten mit der worheit, das ir keyn swer gemute vorbas dorffet haben, und hette euwir herlichkeit .y. mir uns selbir handelunge do von gehat, so thete is euch und uns keyne not. Wurde euch der weg gefallen, so were is gancz gut, das zcum mynsten disse nochgeschreben hern do bey weren, Elbing, Cristburg, Grudencz und der pharrer von Danczk. Geschit das, so werdet ir des [durchgestrichen: gerne] underweist, das euch in den sachen als wir wenen, noch wirt seyn und beqweme, und begern bey dissem boten eyn antwert. Gegeben uff unserm huwsze Seeburg am Dinstage noch Assumptionis Marie im etc. XXXIXen Iare.

Vranciscus von gots gnaden Bisschoff zcum Brunsberge.



{Inhaltliche Anmerkungen}
1) Bischof von Ermland 1424-1457; s. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448-1648. Ein biographisches Lexikon, hg. v. Erwin Gatz, Berlin 1996, S. 398f.


Zitieren dieser Edition: (1) virtuell: URL (http://www1.uni-hamburg.de/Landesforschung/
pub/ms/ms5.htm) und Datum der Einsichtnahme; (2) im Druck: PrUB, MS 5 (1439 August 18. Seeburg.)
Bearbeitungsstand: Text eingegeben (Marc Schmidt, 8.9.2003) – Datum überprüft () – Text mit PrUB oder sonst Druck kollationiert () – Text mit Or. kollationiert () – äußere Merkmale beschrieben ()


Datum der Erstanlage: Dienstag, 8. September 2003 — Letzte Änderung: 8. September 2003 von Marc Schmidt

Zurück zur Hamburger Homepage   / zurück zur Regestenliste für 1439.