PrUB, JS 364
© Jürgen Sarnowsky, Hamburg (1999-2009)
Nicht zum gewerblichen Gebrauch. Kopieren ("Spiegeln") untersagt. Vollständige oder auch auszugsweise Wiedergabe im Internet und in anderen Medien ist nicht erlaubt (mit der Ausnahme wissenschaftlicher Zitate).
{Überlieferung}
B = OF 2c, p. 121 [olim Registrant des Hochmeisters Konrad von Jungingen,
Nro. II, fol. 57r].
{Drucklegungen}
aus B Codex Diplomaticus Prussicus. Urkundensammlung zur
älteren Geschichte Preußens, hrsg. v. J. Voigt, Bd. 6, 1861,
ND Osnabrück 1965, S. 47-48.
{Diplomatische
Erörterung des Stücks}
Gleichzeitige Abschrift, Papier.
Irluchter furst und herre.
Ewern fredebriff mit eynem andern sendebrive, gegeben an dem fumften
tage des mondes Julii, wir entpfingen an sente Margareten obund czu {S.
48} Danczk. Und sy wol vornomen und obirlesende
wir funden, das an der Jarczal unsers herren geyrret ist, wen do stet geschriben,
gegeben in dem XCVI. jare, do sten solde im XCVI. Dorumb so begere wir
von euch, das ir uns eynen andern fredebriff laset schriben mit der rechten
jarczal unsers herren. Sunder uf den gesanten briff wir uns dy wyle vorlasen
wellen und den frede, bis uns eyn ander briff gesant wirt, gerne halden
wellen, und dornoch bis uff Asumpcionis Marie noch uswysunge unsers fredebrives,
den wir euch hirynne vorslossen senden.
Ouch herre so habe wir wol vornomen ewir entscholdigunge von den czweyer
artikel weyn und alz ir umb eynen fruntlichen tag czu halden mit euch bynnen
der cziet uns vorschribet und ratet, wisset das uns nicht geraten dunkt,
das wir eynen tag mit euch halden, noch ir mit uns, ir und wir uns denne
dirfaren, was uff sente Jacobi tage nehst komende unsere herren dy kurfursten
czu ewern und unsern sachen sprechen werden yr gutdunken, ap wir an euch
icht keyns unmoglichs adir unbillichs gemutet haben. Sunder so schire ir
und wir dirfaren werden unser herren vorgeschriben willen und meynunge,
ist euch denne icht umb eynen fruntlichen tag czu halden mit uns, so vorschribet
uns ewern willen. Doruff wir euch gerne wider schriben wellen unser meynunge
und gutdunken, dor an ir yo prufen mogt, das wir nicht anders begeren noch
suchen, wen eyne merunge der heilgen cristenheit und eynen frede ewir und
unser lande.
Gegeben czu Danczk an sente Margareten tag anno XCVII.
1) PrUB, JS 363 (1397 Juli 12. Danzig.).