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icon Tanja Lange

Vernetzte Wissenschaft?
Zu Perspektiven computerunterstützter Kollaboration für Forschung und Lehre in den Geisteswissenschaften

Kooperatives Vorgehen, das in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zum akademischen Alltag gehört, gilt in den Geistes- und Kulturwissenschaften weithin noch als 'terra incognita'. Doch wird es heute allgemein in der Wissenschaft erwartet. Kooperation und Synergie, Interdisziplinarität und Internationalität sind die Forderungen, die an 'moderne Wissenschaft' gerichtet werden. Damit ergeben sich neue Perspektiven für die kommunikativen Prozesse, die in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen Erkenntnis ermöglichen und vermitteln - bis hin zu den Lehr- und Lernsituationen. Entsprechenden Erwartungen kann in besonderer Weise nachgekommen werden, wenn die Möglichkeiten der prozessorientierten Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) sowohl für den Informationsaustausch in einem definierten Verbund als auch für das Erörtern und Vermitteln von Forschungsergebnissen in einer weithin offenen 'scientific community', im World Wide Web (WWW) genutzt werden.

Sich auf die neuen Kommunikationstechnologien einzulassen, heißt zunächst, Wissenschaftskommunikation im Sinne bereits erprobter Kooperation zu unterstützen und zu erleichtern. Zudem sind neue Wege der Zusammenarbeit zu eröffnen, um zu verstärkter gemeinschaftlicher Arbeit aufzufordern, so dass neben dem ereignishaften Geschehen in der Wissenschaft - wie Konferenzen und Publikationen - auch die Arbeitsprozesse, die dahin führen und daran angeschlossen werden, kooperativ anzulegen wären. Solche neuen Orientierungen, die für die Forschungspraxis gelten sollen, werden derzeit mit noch mehr Nachdruck für elektronisch gestützte Konzeptionen in der Lehre im Sinne von 'e-learning' gefordert.

Ich will diese aktuellen Diskussionen mit Bezug auf drei Thesen nachzeichnen:
  1. Die aktuelle netzbasierte Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) verändert Kommunikation und Kooperation in den Wissenschaften; in diese Veränderungen sind die Geisteswissenschaften einbezogen.
  2. In Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsförderung werden derzeit normative Erwartungen zugunsten von 'Forschungsnetzwerken' sowie kooperativen Lehr- und Lernumgebungen formuliert; darauf lassen sich die Theorie- und Praxisfelder von 'Computer Supported Cooperative Work' (CSCW) und 'Computer Supported Cooperative Learning' (CSCL) beziehen.
  3. Netzgestützte Wissenschaft erprobt neue Vorgehensweisen - zurückhaltend in der Forschung und experimentierfreudiger in der Lehre.
Im Zusammenhang mit diesen Thesen stelle ich abschließend zwei exemplarische Projekte im Sinne von 'Anwendungsbereichen' vor. Für den Bereich 'Forschung' beziehe ich mich dabei auf Erfahrungen aus einem bereits realisierten Vorhaben [ 1 ]; für 'Lehre' verweise ich auf eine Unternehmung [ 2 ], die noch im Planungsstadium steht. Die dabei erschlossenen Perspektiven sollen in einem knappen Fazit kommentiert werden. [ 3 ]
 

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1.   Netzbasierte Kommunikations- und
      Informationstechnik in den
      (Geistes-)Wissenschaften

2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
:.    Anmerkungen

 

1. Netzbasierte Kommunikations- und Informationstechnik
    (IuK) verändert Kommunikation und Kooperation
    auch in den (Geistes-)Wissenschaften

Im Jahr 2000 legte der Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland 10 Thesen zur Wissenschaftsentwicklung vor. Die These 4 gilt der "Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien": "Die neuen Möglichkeiten zur Arbeitsteilung und Kooperation in der Forschung, die sich durch den vermehrten Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel ergeben, bedürfen der nachhaltigen Förderung." [ 4 ] Die damit angesprochenen innovativen Prozesse lassen sich unter drei wichtigen Perspektiven betrachten: (1) Mit Blick auf die Anwendungen netzbasierter und multimedialer Software-Unterstützung für Kommunikation und Kooperation in den Wissenschaften: Im WWW werden nicht nur im großen Umfang Informationen vermittelt, sondern web-basierte Anwendungen und Werkzeuge/Arbeitsmittel ermöglichen im wachsenden Maße auch Kooperationen; die Integration von Kommunikations- und Kooperationsleistungen geschieht mit Hilfe der 'collaborative technologies'. (2) Mit Blick auf Entwicklungen exemplarischer Modelle zur IuK-Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit (aus der grundlegende Veränderungen in Wissenserwerb und Wissensaustausch sowie in den Vorgehensweisen von Lehre und Forschung folgen können). (3) Mit Blick auf die Relevanz für prinzipielle Probleme der Wissenschaftsforschung und für spezielle Interessen an den Entwicklungsmöglichkeiten der Geisteswissenschaften. [ 5 ] So wäre zu fragen: Wie können oder wie sollen sich die Arbeitsformen in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen durch IuK-basierte Arbeitsmittel und web-geprägten Wissenserwerb und Wissensaustausch verändern?

Zu Fragen dieser Art hat das "Karlsruher Manifest: Geisteswissenschaften kommunizieren multimedial in Forschung und Lehre" [ 6 ] bereits 2001 Stellung genommen. In dem hier zu erörternden Zusammenhang ist es weniger in seiner Orientierung auf 'Multimedialität' wichtig, sondern in seiner prinzipiellen Annahme, dass der Einbezug der neuen Medien in die Wissenschaftskommunikation das wissenschaftliche Denken und Arbeiten verändere. Dafür sind insbesondere die folgenden Thesen von Belang:

These II: Ein Wandel der Kommunikationsform ändert auch die Art des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens. [ 7 ] [...]

These VI: Informationsfülle und Komplexität multimedialer Kommunikation müssen in Gestaltung und Technik der Methodik und den Wissensstrukturen der Geisteswissenschaften entsprechen.

These VIII: Durch Multimedia entsteht neue Sensibilität, Erkenntnis und Wissenschaftsorganisation.


Diese Thesen werden im "Karlsruher Manifest" weiter erläutert. So heißt es zu These II:

"Die Geisteswissenschaften sind in ihrer Erkenntnis- und Kommunikationsform durch die Schriftlichkeit, namentlich durch den Buchdruck, geprägt worden. Charakteristisch für die traditionelle Methodik ist eine linear ordnende, diskursiv argumentierende Form der Darstellung. Gerade die Geschichte der Geisteswissenschaften belegt aber, wie eine Änderung der Kommunikationsform auch Rückwirkung auf die Art des wissenschaftlichen Denkens, Arbeitens und Lehrens hat. Umso mehr, als Geisteswissenschaften besonders dicht von Kommunikationsprozessen durchdrungen sind. Auch Multimedia, mit seiner Fähigkeit, nichtlineare Beziehungsnetze darzustellen, wird wissenschaftliches Denken und Arbeiten verändern."

Zu These VI wird im "Karlsruher Manifest" ausgeführt:

"Zur geisteswissenschaftlichen Forschung und Lehre gehören die Eingrenzung und Definition des Gegenstandes aus einer überwältigenden Informationsfülle, die Definition der Erkenntnisinteressen, die Identifizierung der untersuchten Kommunikationsform, die Definition der verwendeten hermeneutischen Leitbegriffe, die Begründung des diskursiven Aufbaus der Darstellung sowie eine kohärente Analyse des Gegenstands und der in der vorgegebenen Perspektive sichtbaren Zusammenhänge."

Für Veränderungen im Umgang mit Wissen durch elektronische Datenverarbeitung und Netzkommunikation eröffnet der 'Computer im Netz' die wichtigsten Perspektiven: als Mittel zum Erzeugen, Sichern und Verbreiten von Wissen. Festzuhalten ist: 'Computer und Internet' [ 8 ] unterstützen und verändern die Wissenschaftskommunikation. Traditionelle Formen der Wissenschaftskommunikation werden durch telematische Kommunikation ergänzt und modifiziert, jedoch nicht verdrängt. Als innovatives Medium für Wissenschaftskommunikation ist nach 'dem Computer' nunmehr 'das Netz' mit dem breiten Spektrum seiner Möglichkeiten zum Darstellen und Vermitteln von Informationen zum Gegenstand weitgespannter disziplinärer und interdisziplinärer Forschung geworden.
 

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1.   Netzbasierte Kommunikations- und
      Informationstechnik in den
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2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
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2. In Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsförderung
     werden derzeit normative Erwartungen zugunsten von
     'Forschungsnetzwerken' sowie kooperativen Lehr- und
     Lernumgebungen formuliert

1990 legte eine interdisziplinär organisierte Arbeitsgruppe, die das Bundesministerium für Forschung und Technologie eingerichtet hatte, eine Denkschrift vor. [ 9 ] Auf rund 40 Seiten werden "Empfehlungen" [ 10 ] für strukturelle und organisatorische Veränderungen in der geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis formuliert; ein beträchtlicher Anteil gilt der 'Kollegialforschung'. [ 11 ] Gegenüber der (in den Geisteswissenschaften dominierenden) individualisierten Forschungspraxis soll kooperative und interdisziplinäre Forschung mehr Gewicht erhalten. [ 12 ]

Auch die Organisationen der Forschungsförderung ermutigen seit Mitte der 1980er Jahre die Geisteswissenschaften zum Nutzen von 'kooperationsintensiven' Förderinstrumenten. [ 13 ] Mit Nachdruck formuliert wurden jüngst solche normativen Erwartungen in der - von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erstellten - Studie Förder-Ranking 2003. Institutionen - Regionen - Netzwerke. DFG-Bewilligungen und weitere Basisdaten öffentlich geförderter Forschung. [ 14 ] Kooperative Forschung und moderne Wissenschaft werden gleichgesetzt: "'Kooperation in Netzwerken' gilt als eine zentrale Metapher moderner Wissenschaft." [ 15 ] 'Vernetzung' der Forschung bezieht sich auf koordiniertes und kooperatives Vorgehen: "Nicht der isoliert agierende Einzelwissenschaftler bestimmt weithin das Idealbild, sondern das in vielfältige nationale und internationale, disziplinäre und interdisziplinäre Bezüge eingebundene Forschungsteam." [ 16 ]

Kooperative Forschung wird in der Regel als projektförmige Forschung angelegt. [ 17 ] Sie ist gekennzeichnet durch arbeitsteiliges Vorgehen, begünstigt interdisziplinäre Orientierung und ermöglicht überlokale und überregionale Organisationsformen. Zumeist ergeben sich zeitlich begrenzte Forschungsverbünde mit flachen Hierarchien im Gegensatz zu institutionalisierter Forschung mit ausgeprägten Abstufungen der Zuständigkeiten. Projektförmige Forschung gleicht sich weithin den Arbeitsprinzipien der modernen Gesellschaft an - beispielsweise in der Arbeitsteiligkeit und in der Verpflichtung auf kurz- und mittelfristige Ergebnisse (die bewertet werden und positive oder negative Sanktionen für den Fortgang der Forschungen nach sich ziehen). Das sind Aspekte, die im Widerspruch zur traditionellen geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis stehen.

Aufschlussreiche empirische Ergebnisse zur 'projektförmigen Forschung' in den unterschiedlichen Fächerkulturen (die sich als 'kooperationsarm' oder 'kooperationsintensiv' erweisen) liefern die Statistiken, die von der DFG jährlich oder für größere Zeiträume zu ihrer Förderungspraxis erstellt werden. [ 18 ] Die DFG fördert projektförmige Forschung in ihren Schwerpunktprogrammen (SPP, seit 1953), Sonderforschungsbereichen (SFB, seit 1968), Forschergruppen (FG, seit 1962), Graduiertenkollegs (GK, seit 1991) und Forschungszentren (seit 2000). [ 19 ] Neue Förderungsinstrumente werden hauptsächlich für solche 'koordinierten Verfahren' eingerichtet [ 20 ]: Kooperation sei "heute auch allgemein als Form der Arbeitsteilung in der Forschung und als Ausdruck von Offenheit und Aufnahmebereitschaft gegenüber fremden Ideen und zwischen konkurrierenden Gruppen selbstverständlich." [ 21 ]

Als Stichprobe für die Reichweite koordinierter Programme der DFG für die unterschiedlichen Fächerkulturen sei die Statistik zum Jahr 2002 angeführt, die nur unwesentliche Varianten zu den Bilanzen vorausgegangener Jahre zeigt. [ 22 ] Ausgewiesen wird, dass in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften die 'projektförmige Forschung' - gemessen an der Erfolgsquote der Förderung durch die DFG - eine erheblich geringere Bedeutung hat als in den anderen Fächerkulturen. Das Förderungsprogramm 'Graduiertenkolleg', das von den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften intensiv beansprucht wird, ist nur mit Einschränkungen dem Arbeitsfeld 'projektförmige Forschung' zuzurechnen.

Fächergruppen 2002
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften SFB: 13 %
GK: 27 %
SPP: 10 %
FG: 17 %
Biowissenschaften SFB: 42 %
GK: 29 %
SPP: 27 %
FG: 35 %
Naturwissenschaften SFB: 22 %
GK: 31 %
SPP: 29 %
FG: 26 %
Ingenieurwissenschaften SFB: 23 %
GK: 13 %
SPP: 33 %
FG: 23 %

Wie sind nun - über die fachkulturellen Spezifika hinaus - die normativen Erwartungen an 'moderne Wissenschaft' als 'Kooperation in Netzwerken' mit den aktuellen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik zu verbinden?

Für die wissenschaftliche Praxis galten bis in die 1980er Jahre hinein elektronische Arbeitsmittel zur Datenverarbeitung (wie der Computer) als Hilfsmittel zum Unterstützen und Erleichtern eingeführter Vorgehensweisen. In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten hat sich diese Konstellation stetig verändert. Nicht nur mit Blick auf die Praxis der Wissenschaften, sondern bezogen auf generelle Entwicklungsmöglichkeiten heißt es zur ACM 2000 Conference on Computer Supported Cooperative Work, December 2-6, 2000, Philadelphia: "The explosive growth of the internet has revolutionized the landscape of collaboration, communication and coordination among groups of people." [ 23 ]

Der Aufbau des Internet und - als Teil dieser Architektur - des World Wide Web (WWW) hatte also nicht nur unterstützende Funktion für Kommunikation und Kooperation, sondern ermöglichte auch neue Verfahren zum Gewinn und zum Verteilen von Wissen. Dabei ist netzgestützte Kommunikation/Kooperation unter räumlichen und zeitlichen Aspekten zu betrachten: als 'vereint' (an einen Ort gebunden) oder als 'verteilt', als synchron oder asynchron.

Durch 'Computer und Internet' haben Kommunikationen mit verteilt und asynchron agierenden Partnern in Forschung und Lehre eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht. Mit Recht wird 'der Computer' heute nicht mehr nur als 'Arbeitsmittel zum Umgang mit Informationen' verstanden (in seiner Funktion, Daten zu verarbeiten, zur Verfügung zu stellen und zu verwalten), sondern auch als 'Werkzeug' für intensive und komplex angelegte Kommunikationen. Der Einsatz von 'Computer und Internet' in der Wissenschaft kann nicht nur zu besonders effizienten individuellen Arbeitsleistungen führen, sondern auch zu einer nachhaltigen "Intensivierung wissenschaftlicher Kontakte". [ 24 ] Im Forschungshandeln verändern netzbasierte Anwendungen den Umgang mit Informationen (beispielsweise im Vermitteln und Verarbeiten von Informationen, im Aufbau von Anschlusskommunikationen) und die Abläufe von Interaktionen. Dabei wurde die Erfahrung gewonnen, dass die neuen Kommunikations- und Interaktionsformen traditionelle Konstellationen nicht verdrängen, sondern sie erweitern und ergänzen.

In den Thesen zur künftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland, die im Jahr 2000 vom Wissenschaftsrat vorgelegt wurden, wird dazu aufgefordert, "die neuen Möglichkeiten zur Arbeitsteilung und Kooperation in der Forschung, die sich durch den vermehrten Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel ergeben" [ 25 ], entschlossen zu nutzen: "Die wissenschaftsfördernden Institutionen haben auf diese Entwicklung bisher noch nicht in ausreichendem Maße reagiert. Künftig wird es erforderlich sein, daß auch virtuelle, ortsübergreifende Kooperationen in der Forschung in großem Umfang finanziell gefördert werden." [ 26 ] Zu fragen ist: Welche Arbeitsweisen sollen - diesen Erwartungen entsprechend - insbesondere zugunsten einer lokal ungebundenen, vernetzten und kollaborativen Vorgehensweise ausgebildet und bevorzugt werden?

Im Verlauf der 1980er Jahre entwickelte sich international und interdisziplinär der Forschungs , Diskussions- und Praxis-Bereich der computerunterstützten vernetzten Teamarbeit. Kooperation, Kommunikation und Koordination sind hierbei die Gesichtspunkte, unter denen Groupware-Plattformen und CSCW-Systeme (Computer Supported Cooperative Work) geschaffen wurden. "In the mid 1980s when the term CSCW was first coined, the world of computing was very different from today. Organisations were beginning to move from shared mainframe systems to networks of personal computers: platforms of an new kind of software called groupware." [ 27 ] Mit dem 'collaborative computing' entstand eine intensive interdisziplinäre Forschungsdiskussion. CSCW ist heute ein interdisziplinäres Forschungsfeld für die Informatik, die Arbeits- und Organisationswissenschaften, die Sozial- und Kommunikationswissenschaften, für Kognitionswissenschaft und Psychologie. Der Bedeutung von netzgestützter Kommunikation und Kooperation in der Wissenschaftspraxis wird allerdings noch nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet. [ 28 ] Computergestützte kooperative Arbeitsumgebungen werden derzeit vor allem in Verwaltung, politischen Organisationen, sozialen und medizinischen Diensten, in Handel, Bankwesen und Wirtschaft eingesetzt.

Der Begriff 'CSCW' schließt sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die 'Anwendung' von elektronischen Werkzeugen/Arbeitsmitteln für computergestütztes kooperatives Vorgehen ein. Das WWW zu nutzen, wird zur Voraussetzung für das Gewinnen und Vermitteln von Wissen. Kollaborative Kommunikations- und Arbeitsvorgänge zur Wissenskommunikation werden durch Netzwerke gestützt - mit der Absicht, 'to interact across time and space'.

Diese Kommunikations- und Kooperationsformen werden heute vielfach auch unter didaktischem Aspekt organisiert: Für das Gestalten von 'e-learning'-Konzepten ist der Theorie- und Praxisbereich 'Computer Supported Cooperative Learning' (CSCL) [ 29 ] ein wesentlicher Faktor. Auch diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit einer prinzipiellen Neu-Orientierung im Umgang mit dem 'Computer im Netz', der nicht mehr nur als 'Werkzeug' für individuelles Beschaffen und Verteilen von Informationen eingesetzt wird, sondern auch dazu dient, 'kooperative Arbeits- und Lernwelten' aufzubauen und zu nutzen. [ 30 ] Theorie und Praxis kooperativer netzbasierter, multimedialer Lern- und Lehrkontexte erweisen sich seit den 1990er Jahren als ein sehr dynamisches Entwicklungsfeld. [ 31 ] Für die Förderung von 'e-learning'-Umgebungen (u. a. zum Ausarbeiten von Konzepten, zum Entwickeln von Software, zum Evaluieren von Lernplattformen und zur 'Produktion' von 'content') wurden in den letzten Jahren hierzulande umfangreiche Projektmittel eingesetzt; den Hochschulen ist 'e-learning' als Innovationsbereich vorgegeben.

Die Basis-Situation für CSCL bezieht sich auf Nutzer, die im Raum und auf der Zeitachse 'verteilt' sind, computergestützt im WWW miteinander kommunizieren und Wissen austauschen: um kollaborativ zu lehren und zu lernen (orts- und zeitunabhängiges Lehren und Lernen im Team); Wissensvermittlung soll in ihrer Bindung an feste Orte, Zeiten und Institutionen entlastet werden. [ 32 ]

Für kooperatives Lernen und Lehren kommen in räumlich und zeitlich verteilten Konstellationen in der Regel Lernplattformen zum Einsatz, die web-basiert Informationen vermitteln, Lern- und Arbeitsmaterialien anbieten (und 'verteilen'), Kommunikation ermöglichen und kollaborative Lernumgebungen mit entsprechenden Lern- und Arbeitsformen schaffen. [ 33 ] In den späten 1990er Jahren wurde vielerorts der Enthusiasmus genährt, die Lehre an den Hochschulen in bestimmten Bereichen, in besonderen Studiengängen und Ausbildungsphasen im wesentlichen 'netzgestützt' (im Sinne einer 'virtuellen Universität') gestalten zu können. Diese Euphorie hat sich heute verflüchtigt: 'blended learning' - die Verbindung zwischen Formen der traditionellen Präsenz- und der (virtuellen, netzgestützten) Distanzlehre - ist das neue Losungswort. Wie auch immer: Im wissenschaftlichen Arbeitsfeld der Lehre kommt derzeit 'web-basiert' (oder 'netzgestützt') vieles in Bewegung, im Arbeitsfeld der Forschung hingegen vollziehen sich Veränderungen zugunsten netzgestützter Kommunikation und Kooperation eher zögerlich.
 

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1.   Netzbasierte Kommunikations- und
      Informationstechnik in den
      (Geistes-)Wissenschaften

2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
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3. Netzgestützte Wissenschaft erprobt neue
     Vorgehensweisen - zurückhaltend in der Forschung
     und experimentierfreudiger in der Lehre

Das Erörtern dieser These soll sogleich auf die Geisteswissenschaften bezogen werden. Schwerpunkte der bisherigen Diskussionen zu den Informations- und Kommunikationstechnologien in den Geisteswissenschaften galten weniger den Veränderungsmöglichkeiten für Kommunikation und Kooperation als vielmehr den Funktionen und Möglichkeiten von IuK als Werkzeug (als Arbeits- und Hilfsmittel) für Anwendungen innerhalb der typischen geisteswissenschaftlichen Praxis- und Arbeitsformen. Diskutiert wurde beispielsweise: Wie gestalte ich einen digitalen Text als Vorlage zur Publikation in den Printmedien, wie lassen sich Vorgehensweisen mit Hilfe der elektronischen Textverarbeitung automatisieren (z. B. für Inhaltsverzeichnisse und Register), wie können Hypertext-Darstellungen für Editionen und literaturgeschichtliche Darstellungen eingesetzt werden, wie sollen Datenbanken für bibliographische und kommentierende Arbeiten genutzt werden, wie versioniere und archiviere ich digitale Datenbestände, wie erschließe ich den Informationsbestand im WWW (gestützt auf spezialisierte Suchmaschinen, Kataloge, Portale)? [ 34 ]

Es gibt derzeit kaum empirische Untersuchungen zu der Frage, ob (und wie) sich Verhaltensweisen von Geisteswissenschaftler/innen im Umgang mit dem WWW verändern. [ 35 ] Mit Recht stellt Achim Bonte in einem Beitrag für das Jahrbuch für Computerphilologie fest, dass die Publikationen einer ersten Generation fachbezogener Einführungen für den Umgang von Philologen mit dem Internet (samt Verzeichnissen von einschlägigen Internet-Adressen) abgeschlossen werden sollten; notwendig seien nun vor allem Arbeiten, die "fachliche Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Internet ausloten", die danach fragen, wie sich Geisteswissenschaftler/innen auf das Internet einstellen und wo sie an Grenzen geraten. [ 36 ] Weiterführende Untersuchungen zum Problemfeld 'Geisteswissenschaften und Informations-/Kommunikationstechnologie' müssen vor allem darauf bezogen sein, in welchen Arbeitsbereichen und für welche Arbeitsformen eine Orientierung an den netzbasierten kooperativen Kommunikationstechnologien gesucht wird oder als sinnvoll erscheint.

Wenn es dabei insbesondere um das Unterstützen und Fördern von kollaborativer Praxis gehen soll, wäre zunächst zu klären, welche Arbeitsfelder in den Geisteswissenschaften derzeit kooperativ gestaltet werden. Dies ist vor allem der Fall beim Erstellen von kommentierten Editionen, von Handbüchern und Begriffslexika - in eingeschränkter Weise auch bei Herausgabe von Sammelbänden (insbesondere bei der Dokumentation von Tagungen). Eine entschiedene Neuorientierung hat in diesem Bereich bislang nur die 'Querschnittdisziplin' der Editionswissenschaft vollzogen. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten zur Präsentation von Texten in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen (Versionierungen) oder in alternativen Text-Konstitutionen, zur Verbindung von Text und Kommentar durch Hypertext-Gestaltung und Dynamisierung bis hin zu den Kardinalfragen, ob 'komplette' Editionen noch gedruckt werden sollen oder ob die Kommentierung je abgeschlossen werden kann. [ 37 ]

Noch weiter reichen prinzipielle Überlegungen zu möglichen Veränderungen in der Publikationspraxis der Wissenschaften, insbesondere der Geisteswissenschaften. Sie betreffen unterschiedliche Aspekte: (1) die neuen Möglichkeiten zum 'Publizieren im Netz' (beispielsweise Internet-Journals und 'books on demand') als Alternative oder Ergänzung zu Print-Publikationen [ 38 ] - unter anderen mit der Folge verkürzter Zeiten für Erstinformationen; (2) neue Darstellungsformen - zum Beispiel Hypertexte (im Gegensatz zu linear argumentativen Darstellungen); (3) Möglichkeiten zu nachhaltig kooperativer Vorbereitung und qualitativer Verbesserung von Publikationen (im Druck oder/und im Netz).

Dieter E. Zimmer hat in seiner Studie Die Bibliothek der Zukunft. Text und Schrift in den Zeiten des Internet mit Vehemenz dafür plädiert, die Publikationsweisen der Wissenschaft durch den Einsatz von IuK zu verändern: Derzeit bestünden noch unsinnige Zeitverzögerungen im Verteilen des Wissens. Zudem werde (mit immensem Papierverbrauch) gedruckt und mit Normalpost versandt, was vom Empfänger nie oder nur in minimalen Anteilen gelesen wird. [ 39 ] Doch sind mit dem Verkürzen von Publikationszeiten und 'Publikationen im Netz' nicht alle Probleme gelöst; es entstehen neue Probleme - beispielsweise im Sinne von 'fair use' der Wissensbestände, die im WWW bereitgestellt werden. [ 40 ]

Mit solchen Perspektiven sind jedoch noch nicht die grundlegenden Veränderungen für Kommunikation und Kooperation angesprochen, die als normative Erwartungen von der Wissenschaftspolitik formuliert wurden und von der Wissenschaftsförderung umgesetzt werden sollen. Hier wird deshalb ein Konzept vorgestellt, das die umfassenden Erfahrungen von 'collobarative computing' - der vernetzten Projektarbeit unter den Gesichtspunkten 'Kooperation, Kommunikation und Koordination' - für das Arbeitsfeld 'Forschung in den Geisteswissenschaften' nutzt und zugleich Anwendungsmöglichkeiten für das Arbeitsfeld 'Lehre' einschließt.
 

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      Informationstechnik in den
      (Geistes-)Wissenschaften

2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
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4. Ein Anwendungsbereich für netzgestützte kooperative
     Forschung: der Systemkomplex e Port/NarrPort

Vorgestellt wird ein Modellversuch zur Wissenschaftskommunikation [ 41 ]: Er läuft seit Frühjahr 2001 in der Forschergruppe Narratologie (FGN), die von der DFG an der Universität Hamburg zum 1. April 2001 eingerichtet wurde. In Zusammenarbeit mit einem IT-Unternehmen wurde ein Systemkomplex zur vernetzten Projektarbeit der Forschergruppe entwickelt und im Oktober 2001 implementiert. [ 42 ]

Forschungskooperation sollte in diesem Projekt unter Berücksichtigung aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien interaktiv für 'work in progress' mit Hilfe von unterschiedlichen Redaktions- und Organisationsformen des zu erreichenden Wissens (unter den Aspekten von Internationalität und Interdisziplinarität) gestaltet werden, um damit netzgestützte Arbeitsformen für die Geisteswissenschaften zu erproben. Der Aufbau eines technisch automatisierten und sich möglichst selbst verwaltenden Komplexes, in dem sich die Benutzer auf die Inhalte (den 'content') konzentrieren können, war einer der Schwerpunkte für die Realisation des Systems. Die konzeptionellen Vorgaben für den Systemkomplex sollten an den zu ermittelnden Bedürfnissen der FGN unter den Aspekten Kommunikation, Koordination und Kooperation ausgerichtet werden.

Die unterschiedlichen Komponenten des Komplexes ('e-Port' ist sein konzeptionelles Signum) sollten Organisation und Verwaltung der Forschergruppe erleichtern, die wissenschaftliche Arbeit in synergetischer Weise organisieren, interne und externe Kommunikation und Kooperation - auch über geographische Grenzen hinweg - ermöglichen sowie die Leistungen dieser Arbeit der wissenschaftlichen Öffentlichkeit im Sinne eines 'Außenauftritts' im WWW darstellen: über das Internet-Portal 'NarrPort' (http://www.narrport.uni-hamburg.de). Vorgaben für den Systemkomplex e-Port/NarrPort (in seinem Modellcharakter) sind zum einen die WWW-Präsenz der FGN zur Vermittlung ihrer Forschungsleistungen und zur Kommunikation mit Internet-Nutzern aus der weltweiten 'scientific community', zum anderen - für die interne Kommunikation und Kooperation der FGN - der Einsatz kollaborativer netzgestützter Werkzeuge für Verwaltung und Organisation sowie zur internen Verständigung und zur Kommunikation mit den externen Kooperationspartnern. Geplant wurde somit ein System, das eine Vielzahl von kooperativen netzgestützten Arbeitsformen eröffnet und geisteswissenschaftliche Arbeitsvorgänge in sinnvoller Weise gestalten kann.

E-Port basiert auf einer Plattform für kooperatives Arbeiten [ 43 ]; sie schließt u. a. ein: E-Mail, Kalender, Aufgabenlisten, Adressbuch, Projektdatenbanken, Archive und Hilfe-Systeme. Die Komponenten des Internet-Portals NarrPort sind für die externe Wahrnehmung der FGN in folgende Bereiche zu untergliedern: Portfolio (FGN, Projekte, Adressen aller Mitglieder), Forschung (Publikationen, Vorträge), Lehre (Veranstaltungen), Kooperationen, Tagungen weltweit und intern (Ankündigungen, 'abstracts', Anmeldung, Dokumentation), Texte (elektronische Publikation wissenschaftlicher Beiträge), Bibliographie und (narratologisch relevante) Links.

Für die interne Kommunikation und Kooperation der FGN (und ihrer externen Experten) sind im Wesentlichen zu nennen: die Bereiche 'Information' (Kurzübersicht zu allen aktuellen Beiträgen im System), die projektspezifischen und projektübergreifenden Darstellungen im 'Noticeboard' und im 'Archiv'; die Kommunikationsbereiche (für Textaustausch, Diskussion und gemeinsame Arbeit an Publikationen) und die 'Projekt-Mail' (zur gruppenorientierten Verständigung). Integriert wurden zudem 'Chat' und Kommunikationsbereiche für 'blended learning'.

Sowohl für die interne Kommunikation und Kooperation als auch für die WWW-Präsenz gelten: Schlagwort- und Volltextsuche, Mehrsprachigkeit, Präsentation von Multimedia-Inhalten, Versionierung/Archivierung, Integration bestehender Datenbanken, ereignisgesteuerte und personalisierte Informationen sowie Sichtbarkeitsbeschränkungen ('Personalisierung') - gemeint ist, dass alle Komponenten im System instanzierbar, d. h. mit differenten Benutzerzugängen wie Lese- und Schreibrechten zu verschiedenen Inhalten/Projekten versehen sind. Die aktive und passive Teilnahme an den unterschiedlichen Bereichen wird durch individuelle, abgestufte Benutzerrechte geregelt. Diese Rechte sind für interne und externe Nutzer jederzeit bezüglich bestimmter 'Inhalte' zu verändern. Informationen, Diskussionen etc. aus dem internen Bereich können somit für erweiterte (interne wie externe) Debatten, Korrekturen und Ergänzungen, zur Vorbereitung von Tagungen und/oder Publikationen für die WWW-Öffentlichkeit freigeschaltet werden.

Ein Desiderat für die WWW-Präsenz der FGN sollte ein dynamisches, einfach zu aktualisierendes HTML-System sein, das die Mitglieder der Forschergruppe in kürzester Zeit (ohne Kenntnisse in HTML erwerben zu müssen) in die Lage versetzt, die WWW-Präsenz der Forschergruppe zu sichern und ihre Arbeitsergebnisse über das Internet-Portal NarrPort abzubilden. Um das Portal in seinen Leistungen möglichst vielseitig für die Beteiligten anzulegen, wurde vorgesehen, als Grundlage ein Redaktionssystem/Web-Content-Management-System (WCMS) [ 44 ] zu verwenden. Ihm werden die (den Bedürfnissen der Forschungsarbeit in der FGN angepassten) kollaborativen Werkzeuge [ 45 ], weitere interne Datenbanken sowie Schnittstellen zu externen Datenbanken zugeordnet. Die Basis WCMS/Redaktionssystem erlaubt es, den Systemkomplex über das Vergeben von Benutzerrechten auf der 'content'-Ebene in unterschiedliche Kommunikations- und Arbeitsbereiche zu gliedern. So wurden für die FGN differenzierte Rollen für die aktive und passive Teilnahme an NarrPort geschaffen.

Mit Hilfe des Systems können Informationsaustausch und Kooperationen sowohl projektintern wie projektextern auf eine Weise organisiert werden, die für die geisteswissenschaftliche Praxis neue Verfahren erschließt. 'Collaborative computing' wird genutzt zugunsten von orts- und zeitverteilten Kommunikationen (in den Geisteswissenschaften beispielsweise für forschungstypische Prozesse, die vom Austauschen von Diskussionsvorlagen bis hin zum Ausarbeiten einer Publikation reichen). Damit soll nicht nur die eingespielte Arbeitspraxis unterstützt, sondern auch zu neuen Arbeitsformen und ihrem Erproben sowie Evaluieren herausgefordert werden. Es soll eine lokal ungebundene Kommunikation zum Tragen kommen, die keineswegs auf persönliche Kontakte und direktes Miteinander verzichten muss, aber darüber hinaus kooperative Forschung entschieden fördern und Synergien freisetzen kann.

Als Modellversuch wird der Systemkomplex e-Port/NarrPort mehreren Zielen zugeordnet. Er soll ermöglichen: (1) Konzeption und Modellierung einer 'geisteswissenschaftlichen Internet-Präsenz' zu erarbeiten; (2) Arbeitsabläufe in den Geisteswissenschaften (Diskussionen und Publikationen zudem Verwaltungs- und Organisationsvorgänge) effizient und damit auch ökonomisch zu gestalten; (3) Informationsstrukturen (z. B. über Tagungen, Projekte etc.) zu verbessern und mit mehr Reichweite (interdisziplinär und international) zu versehen; (4) Kooperation und Interaktivität der Wissenschaftler/innen national und international zu fördern und den interdisziplinären Wissenschaftsaustausch zu erweitern; (5) neue (intermediale, netzgestützte) Formen von Wissenschaftskommunikation zu etablieren; (6) in der Kooperation für den Aufbau des Internet-Portals Berührungsängste und Vorurteile zwischen Wissenschafts- und Technikwelt abzubauen; er soll schließlich (7) weiteren Projekten die Möglichkeit eröffnen, auf Basis der Ergebnisse, die aus der Entwicklung von e-Port/NarrPort gewonnen wurden, mit geringem konzeptionellen, entwicklungstechnischen und administrativen Aufwand Parallel-Plattformen zu realisieren.
 

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      Informationstechnik in den
      (Geistes-)Wissenschaften

2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
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5. Ein Anwendungsbereich für netzgestützte Lehre:
     Gst.Litwiss auf der Basis von e-Port/NarrPort

Die System-Architektur und die Komponenten [ 46 ] von e-Port/NarrPort können auch für das Arbeitsfeld 'Lehre' im Sinne von 'Computer Supported Cooperative Learning' (CSCL) genutzt werden. Eine mögliche Anwendung wird mit der hier folgenden Projektskizze Gst.Litwiss vorgestellt [ 47 ]; sie bezieht sich auf die Seminare 'Einführung in die Literaturwissenschaft', die in den Neuphilologien an der Universität Hamburg (wie an den meisten deutschen Universitäten) zu Beginn des Grundstudiums (Gst) regelmäßig angeboten werden, um 'Standards' des literaturwissenschaftlichen Arbeitens problemorientiert zu vermitteln.

Eine überzeugende Gestaltung des literaturwissenschaftlichen Grundstudiums ist seit 30 Jahren eines der wichtigsten Probleme in der disziplinären Entwicklung der Philologien. Konzepte von 'e-learning' könnten dazu beitragen, Reformziele, die bislang nicht erreicht wurden, zu verwirklichen und neue Ziele zur Verbesserung der Lehr- und Lernqualität zu setzen. Dabei sollen Möglichkeiten der Kommunikations- und Informationstechnik für das Erlernen kooperativer Praxis von Studienbeginn an angeboten werden; zugleich soll die Wissensvermittlung im Grundstudium intensiviert und zugunsten interaktiver Aneignungsformen angelegt werden. Damit wird die Präsenz-Lehre nicht durch virtuelle Lehre ersetzt - sie wird im Sinne von 'blended learning' durch 'Computer und Netz' unterstützt und ergänzt.

Da Werkzeuge zu orts- und zeitverteilter Kollaboration im Rahmen des Systemkomplexes e-Port/NarrPort der DFG-Forschergruppe Narratologie eigens für die Arbeitspraxis in den Geisteswissenschaften geschaffen wurden, eröffnen sie in dem hier vorgestellten Konzept gegenüber den derzeit eingeführten Lernplattformen weitere Arbeitsmöglichkeiten für 'e-learning'. Die erprobte e-Port/NarrPort-Architektur ermöglicht zudem eine innovative Verbindung von internen 'e-learning'-Prozessen mit darauf bezogenen öffentlich relevanten Diskussionen zur Studienreform im WWW.

Somit soll zum einen die Internet-Plattform Gst.Litwiss auf eine (durch ein WCMS dynamisierte) WWW-öffentliche Darstellung zur Reform des literaturwissenschaftlichen Grundstudiums angelegt sein. Erfasst werden dabei die wichtigsten Aspekte für die Entwicklung des Grundstudiums seit den 1970er Jahren sowie (schwerpunktmäßig) die aktuellen Diskussionen und programmatischen Vorgaben - insbesondere unter dem Aspekt 'e-learning und Geisteswissenschaften' (u. a. mit Links, Bibliographien, Internet-Publikationen). Diese WWW-öffentliche Präsentation (Außendarstellung) informiert zudem über die Zielsetzungen von Gst.Litwiss sowie über die Institutionen und Personen, die das Projekt tragen; sie sorgt auch für Vernetzungen im nationalen und internationalen Zusammenhang und kann mit Mailing Lists, Diskussionsforen etc. verbunden werden. Zum anderen wird ein zugangsgeschützter interner Bereich für die Lehrveranstaltungen aufgebaut: für netzgestützte Präsenz-Lehre und Möglichkeiten zum 'blended learning' sowie für studienbegleitende Zusatzinformationen über Praktika, Hospitanzen u. ä. Dabei sollen die Aktionen im WWW-öffentlichen Bereich und die interne Kommunikation (inhaltlich gesehen) nicht als zwei voneinander getrennte Kommunikationskreise erscheinen, sondern - je nach persönlicher Entscheidung der Nutzer (der Lehrenden und Lernenden) - aufeinander bezogen werden: Die internetgestützte Lehre im Grundstudium vollzieht sich somit vor dem Hintergrund des 'reformgeschichtlichen Gedächtnisses' und zugleich wird diese Geschichte durch aktuelle Erfahrungen kontinuierlich erweitert und akzentuiert. Dadurch entsteht eine 'problemorientierte Lernsituation'.

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Abb. 1: System-Architektur e-Port/NarrPort. {bearb. Ausschnitt}

Gst.Litwiss versucht zunächst im überschaubaren Feld des Fachbereichs Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft der Universität Hamburg unterschiedliche Konzepte und Vorgehensweisen für 'Einführung in die Literaturwissenschaft' miteinander zu vermitteln, ohne dabei eine dogmatische Standardisierung anzustreben. In einem ersten Schritt gilt es, für die literaturwissenschaftliche Arbeit in den Neuphilologien in netzgestützter Kollaboration von Lehrenden und Studierenden ein 'Archiv' von didaktisierbarem Grundlagenwissen aufzubauen, das in einem zweiten Schritt auch über die Universität Hamburg hinaus zur Verfügung gestellt werden kann (bis hin zu Service-Angeboten für Lernmaterialien, fachwissenschaftlichen Publikationen etc. im WWW-Bereich). Am Aufbau dieses Archivs sollten alle Interessierten - netzgestützt - zusammenarbeiten.

Seit den 1970er Jahren ist ein gemeinsamer Fundus der literaturwissenschaftlichen Grundlagen ein wesentliches, aber noch kaum verwirklichtes Desiderat in den Einführungskursen der Neuphilologien. Als didaktisch sinnvoll hat sich erwiesen, die allgemeinen literaturwissenschaftlichen Aspekte an Beispielen aus den jeweiligen Nationalphilologien zu vermitteln. Das Konzept Gst.Litwiss ermöglicht genau diese Konstellation durch ein die Disziplinen übergreifendes 'Zentralarchiv'/'Plenum' und fächerspezifische Modifikationen in den 'workspaces' der einzelnen Seminare (vgl. Abb. 2). Im 'Zentralarchiv' des Portals wird eine Sammlung von präparierten Lernmaterialien erstellt (Texte mit Glossen, Kommentaren und Fragen), aus denen die einzelnen Einführungskurse frei wählen können. So werden die Materialien 'workspace'-spezifisch genutzt; in den jeweiligen Seminaren erfolgen Auswahl und Ergänzung nach den Bedürfnissen der unterschiedlichen Sprachwelten und Nationalkulturen. In einem weiteren Schritt könnte eine (seit langem offene) Forderung der Reform-Diskussionen mit Hilfe der besonderen Möglichkeiten netzgestützter (Wissenschafts-)Kommunikation und Kooperation eingelöst werden: die Kollaboration zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft mit Lehrangeboten für die Studierenden vom Studienbeginn an.

Die wichtigsten Ziele von Gst.Litwiss sind: (1) computergestütztes individuelles, interaktives und kooperatives Lernen, (2) Einführen in netzgestützte Kollaboration von Lehrenden und Lernenden, (3) transdisziplinäre interphilologische Orientierung, (4) ein nachhaltiges Wissensmanagement (auch zugunsten von WWW-Service-Angeboten) für ein effizientes Grundstudium 'Literaturwissenschaft' in den neuphilologischen Fächern, (5) Geisteswissenschaftler/innen von Studienbeginn an das Arbeiten mit 'Computer und Netz' zu erschließen, (6) ein IuK-gestütztes Projekt für die öffentliche Diskussion zur Hochschulreform.

Das Projekt Gst.Litwiss versteht sich nicht als Aufbruch zur 'virtuellen Universität', sondern orientiert sich an netzgestützter Präsenz-Lehre unter Einschluss von Entwicklungen bis hin zum 'blended learning'. Durch den Zugriff auf Online-Studienangebote wird den Studierenden ermöglicht, bestimmte Anteile ihres Studiums zeitlich flexibel und ortsungebunden anzulegen. Die einzige Schnittstelle, die als Medium auf der Seite der Lehrenden und Lernenden für dieses System benötigt wird, ist der Browser als komfortabler Zugriffsweg für den Systemkomplex Gst.Litwiss. Somit entsteht auf der Nutzer/Innen-Seite kein Aufwand im Beschaffen und Konfigurieren von Software. Evaluiert werden die eingesetzten Werkzeuge und Module gemeinsam von Lehrenden, Tutoren und Studierenden. Aus diesen Evaluationen werden zudem prinzipielle Einsichten in den Umgang von Philologen/innen mit Angeboten des 'e-learning' gewonnen und im öffentlichen Bereich des Portals zur Diskussion gestellt.

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Abb. 2
: Gst.Litwiss - Ein Modell für netzgestützte Lehre zur Einführung in die Literaturwissenschaft am Fachbereich 07 der Universität Hamburg.

 

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Lange: Vernetzte Wissenschaft?

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1.   Netzbasierte Kommunikations- und
      Informationstechnik in den
      (Geistes-)Wissenschaften

2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
:.    Anmerkungen

 

6. Fazit

Die neuen netzbasierten Kommunikations- und Informationstechnologien können genutzt werden, um Kommunikation und Kooperation in Forschung und Lehre entschieden zu fördern; sie setzen vielfach Synergien frei. Sie erfordern jedoch auch Kompetenzen im Umgang mit Hard- und Software - und sie verlangen gerade bei Nutzern aus den Geisteswissenschaften Änderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen, die bis hin zu einem Mentalitätswandel im wissenschaftlichen Arbeiten gehen können. Gegenüber den normativen Erwartungen zugunsten von mehr (netzgestützter) 'Kooperationskultur' in den Wissenschaften sind auch Einsprüche formuliert worden - etwa 1998 von Christel Kumbruck mit ihrem Beitrag "Wider ein positiv konnotiertes Kooperationskonzept" [ 48 ]: Computergestützte Kooperation sei nicht nur als positives Leitbild für arbeitsteilig koordiniertes Verfolgen gemeinsamer Ziele anzusehen, sondern schaffe auch Probleme, die vor allem aus psychosozialen Aspekten und den Mensch-Maschine-Konstellationen resultieren. Auf die immer wieder beobachteten Akzeptanz-Probleme im Umgang mit netzgestützten Konzepten zum 'collaborative computing' weist die Studie Working with Groupware aus dem Jahr 2003 hin: Gerade in der Forschungspraxis der Geisteswissenschaften sei die Akzeptanz von Groupware-Systemen vielfach mit komplexen und schwierigen Durchsetzungsprozessen verbunden. [ 49 ] Diese Akzeptanz-Probleme werden nicht nur von persönlichen Einstellungen bestimmt, sondern auch vom sozialen Kontext der Akteure. [ 50 ] Zudem bilden sich in Forschungsgruppen mit computerunterstützter Praxis durch ungleich verteilte Computerkompetenz auch neue Abstufungen und Hierarchien heraus. [ 51 ] In der Lehre steht den netzgestützten (und vernetzenden) Lernplattformen die entscheidende Bewährungsprobe noch bevor. So wäre das Konzept 'vernetzte Wissenschaft' ungeachtet der wissenschaftspolitischen Akzentsetzungen nicht als Alternative zur bisherigen Praxis von Wissenschaft zu verstehen, sondern als ergänzende (und noch besser zu erkundende) 'Parallelaktion'.
 

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2.   Wissenschaftspolitische Erwartungen
      zugunsten von Forschungsnetzwerken
      und kooperativen Lernumgebungen

3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
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7. Anhang: Werkzeuge/Komponenten von e-Port/NarrPort

7.1 Für Materialien

7.1.1 Modul 'DAISy' - Dynamic Archive Intelligent System

DAISy ist eine Synthese aus einem Content-Management-System (CMS) und einem Dokumenten-Management-System (DMS). Über eine Browser-Eingabemaske werden in DAISy Inhalte (Texte, Dateianhänge) gespeichert. Über das Zuweisen verschiedener Personen- oder Gruppen-Rollen können unterschiedliche Möglichkeiten für das Erstellen von Inhalten vergeben werden. Alle Inhalte können mit gruppenbasierten Leser- und Autorenrechten versehen werden. Die Definition der Ablage-Struktur dieser Inhalte erfolgt über die Angabe/Auswahl von Metadaten ('Ordner' und 'Akten'/'Jahreszuordnungen').

7.1.2 Modul 'MaDoLi' - Mail Document List

Das Modul 'MaDoLi' ist eine neue Generation für den Bereich der 'traditionellen' Mailing-List-Architekturen. Bei Konzeption und Entwicklung dieser Komponente standen automatisierte Interaktivität mit dem Benutzer (Bestätigen von Aktionen, Fehlermeldungen) im Vordergrund.

In MaDoLi werden Informationen (Texte, Dateianhänge) via E Mail eingepflegt. Die Inhalte dieser Datenbank können sowohl über den Browser visualisiert als auch per E Mail im Sinne einer elektronisch automatisierten Anfrage an diese Datenbank abgerufen werden. Neue 'Themen/Topics' können nur von Personen angelegt werden, die dafür in dieser Datenbank eingetragen wurden.

Informationen über Veränderungen in diesem System (z. B. über neue Beiträge) können zusätzlich über das Modul 'Newspages' erfolgen (vgl. unter 7.3).

7.1.3 Modul 'Bibliographie'

Mit dem Modul 'Bibliographie' können Bibliographien angelegt, abgebildet und über automatisches Indizieren dynamisch weitergeführt werden.

Als Eingabe- und Ausgabemedium dient der Browser. Hier sind die Funktionalitäten der Recherche und die kategorisierten Darstellungsformen identisch (z. B. 'Ansicht nach …' oder Volltextsuche). Die Einträge in dieser Datenbank werden automatisch in einen detaillierten Index eingebunden, der ein schnelles Auffinden von Informationen ermöglicht.

Weiterhin bietet dieses Modul die Möglichkeit, Datensätze/Bibliographie-Einträge über eine XML Schnittstelle zu importieren.

7.2 Für interaktives und kollaboratives Vorgehen

7.2.1 Modul 'CoMo' - Communication Module

Über das Modul 'Forum'/'CoMo' können kommunikativ produktive Prozesse (Arbeitsweisen) realisiert werden (Texte erstellen, Texte kommentieren, Texte sammeln etc.). Als (in seiner Form) sehr detailliert ausgeprägtes 'Diskussionsforum' eröffnet dieses Modul somit - je nach gewünschtem Arbeitsvorgang - zahlreiche Möglichkeiten, um eingehend mit Texten zu arbeiten. Das Modul CoMo hat drei Plugins:
  • Das Plugin 'CoSy' (Comment-System) bietet dem Benutzer die Möglichkeit, innerhalb eines als 'Kommentar-Dokument' deklarierten Themenbeitrages 'markups' zu setzen. Diese dienen als Hyperlink-Fußnoten, die auf (automatisch) vom System generierte Dokumente (als Antworten) verweisen.
  • Das Plugin 'DelSy' (Delegation-System) bietet Benutzern die Möglichkeit, kooperativ Dokumente oder Dokument-Fragmente zu bearbeiten. Ziel eines solchen gemeinsamen Vorgehens ist es, alle Dokumente aus der namentlichen Zuordnung/Zuweisung in den Status 'Bearbeitung abgeschlossen' zu bringen.
  • Das Plugin 'DyCoCo' (Dynamic Content Compressor) dient dem Zusammenführen von Text-Fragment-Sammlungen (beispielsweise im Sinne eines 'Zettelkastens'). Mehrere Beiträger können Texte strukturiert in einem Thread/Verlauf ablegen. Anschließend werden die (über Metadaten verknüpften) Inhalte mit Hilfe von DyCoCo in ein einziges Dokument eingebunden und die ursprünglichen Einzel-Dokumente im Thread in den Standard-Ansichten verborgen. Die Daten der einzelnen Teile (Autor, Erstelldatum etc.) werden ebenfalls verarbeitet und bleiben somit erhalten.
    Wichtig ist: Jedes DyCoCo-Dokument enthält Verweise auf die einzelnen Quell-Dokumente. Somit ist jederzeit die ursprüngliche Thread-Struktur wiederherstellbar. Ist das DyCoCo-Dokument bearbeitet worden, kann das Original-DyCoCo-Dokument über 'Wiederherstellen' und anschließende Kompression in seiner Ursprungsversion erneut generiert werden. Das modifizierte DyCoCo-Dokument bleibt nach dieser Aktion erhalten.

7.2.2 Modul 'Chat'

Das Modul 'Chat' ist als JAVA-Servlet über den Domino-Server in das System eingebunden. Dieses ist im Benutzerinterface zu 100 % über HTML und JavaScript realisiert, um eine weitgehende Plattformunabhängigkeit zu gewährleisten. Das Modul ist ebenfalls über Verknüpfungen/Links aus dem CMS heraus anwählbar.

7.3 Für aktuelle Information
       Das Modul 'Newspages'/'Newsletter'
       als zentrale Informationsquelle

Über Veränderungen im System (z. B. neue Beiträge in den Modulen) kann sich ein Benutzer - aktiv - via Browser über das Modul 'Newspages' informieren oder sich - passiv - durch 'Newsletter' auf sein e-Mail-Konto benachrichtigen lassen. Die Benutzer haben somit die Möglichkeit, zwei Wege zur Information zu nutzen:

(a) Newspages:
Zur Abfrage aller aktuellen Ereignisse in Echt-Zeit ('real time') über das Browser-Interface (auf dem Server) werden personalisierte HTML-Dokumente mit Verknüpfungen auf die aktuellen Dokumente der zurückliegenden vierzehn Tage für jede Datenquelle unter Berücksichtigung der Leserrechte der Dokumente erzeugt.

(b) Newsletter:
Ein Abonnement täglicher Newsletter via E-Mail (mit individueller Auswahl der Datenquellen, d. h. Personalisierung) für die am Vortag eingetretenen Ereignisse unter Berücksichtigung der Leserrechte der Dokumente.

7.4 Für projektspezifische Information
       Das Modul 'Adressen'
       (unter Einschluss z. B. von Homepages)

Im Modul 'Adressen' können Personendaten und Projektdefinitionen eingetragen werden. Die Darstellung (Sichtbarkeit) der persönlichen Informationen wird für die Internet-Öffentlichkeit durch das Ausblenden von privaten Daten eingeschränkt. Es ist jedem registrierten Benutzer möglich, die für ihn eingetragenen Daten über einen Browser zu korrigieren. Auf gleiche Weise können zum Ergänzen der Daten in diesem Modul 'persönliche Homepages' mit Bild- und Textinformationen erstellt werden.

7.5 Für Evaluation
       Das Modul 'Voting'

Das Modul 'Voting' bietet die Möglichkeit, über das Portal Umfragen zu beliebigen Themen durchzuführen. Der jeweilige Stand und das Endergebnis der aktuellen Abstimmung werden graphisch visualisiert.

Beim Aufruf des Voting-Moduls wird über ein Cookie sichergestellt, dass eine mehrfache Stimmabgabe nicht möglich ist; es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Hatte der Besucher des Portals bereits abgestimmt, wird er direkt auf das Ergebnis der laufenden Abstimmung geleitet.
 

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3.   Neue Vorgehensweisen netzgestützter
      Wissenschaft in Forschung und Lehre

4.   Netzgestützte kooperative
      Forschung: e-Port/NarrPort

5.   Netzgestützte Lehre: Gst.Litwiss
6.   Fazit
7.   Anhang
:.    Anmerkungen

 
icon Anmerkungen

[ 1 ] Projekt e Port/NarrPort, http://www.narrport.uni-hamburg.de; für ausführliche Information dazu: http://www.webwoerk.net.

[ 2 ] Projekt Gst.Litwiss, http://www.e-port.uni-hamburg.de/Gst.Litwiss. {Das Projekt hat im Sommersemester 2005 seinen Betrieb am Fachbereich 07 der Universität Hamburg aufgenommen.}

[ 3 ] Ich stütze mich auf die Arbeit an meiner Dissertation Ein Modell für netzbasierte Kommunikation und Kooperation in den Geisteswissenschaften: das System 'e Port/NarrPort', die 2005 beim FB 07 der Universität Hamburg eingereicht werden soll.

[ 4 ] Wissenschaftsrat, Thesen zur künftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland, Köln, 2000, S. 28-33, hier S. 31.

[ 5 ] Vgl. dazu beispielsweise die Beiträge in der Sektion 5 ("Virtualisierung II") des Erlanger Germanistentages; sie galten dem "Computereinsatz in Forschung, Lehre und Unterricht", insbesondere für die Bereiche Edition und Publikation, Fachkommunikation und Deutschunterricht - www.germanistik2001.de. Vorträge des Erlanger Germanistentags, hg. v. Hartmut Kugler, Bd. 2, Bielefeld, 2002, S. 695-816.

[ 6 ] http://www.uni-karlsruhe.de/~szm/ - Textstand vom 17. 04. 2001. "Das Karlsruher Manifest ist eine - im konstruktiven Sinne - provokativ gemeinte Thesensammlung, die von den an Teilprojekt 2.2 des Virtuellen Hochschulverbunds Karlsruhe (ViKar) Beteiligten als Zwischenergebnis der bisherigen Arbeit und der dabei aufgetretenen Probleme zusammengestellt wurde." Der Eintrag wurde am 09. 09. 2003 überarbeitet, hat nun den Titel "Das Karlsruher Multimedia Manifest" und ist unter http://szm.geist-soz.uni-karlsruhe.de/index.php?nodeid=139 zu erreichen.

[ 7 ] In der überarbeiteten Fassung "Das Karlsruher Multimedia Manifest" vom 09. 09. 2003 wird dazu kommentiert: "Trotz der Entsprechungen zwischen kulturellen Vorgängen, geisteswissenschaftlichen Denkstrukturen und multimedialer Darstellungsform ist die Akzeptanz für multimediale Formen wissenschaftlichen Kommunizierens in Lehre und Forschung noch gering."

[ 8 ] Die Arbeitsbegriffe 'Computer im Netz' bzw. 'Computer und Internet' haben folgende Implikationen: Der Computer/Rechner gilt als Arbeitsmittel zum Erzeugen, Verarbeiten und Speichern von elektronischem Datenmaterial. Auf dieser Basis ist durch netzgestützte Software-Technik ein interaktives, kooperatives Arbeiten orts- und zeitunabhängig möglich - bis hin zu web-basierten Lösungen zum Erzeugen digitaler (multimedialer) Daten für Kooperation und Kommunikation (im Sinne netzbasierter Informations- und Kommunikationstechnik - IuK), unterstützt durch dynamische interaktive Architekturen.

[ 9 ] Frühwald, Wolfgang/Jauß, Hans Robert/Koselleck, Reinhart/Mittelstraß, Jürgen/Steinwachs, Burkhart, Geisteswissenschaften heute. Eine Denkschrift, Konstanz, 1990 (Vervielfältigung durch das BMFT).

[ 10 ] Ebd., S. 207-253.

[ 11 ] Ebd., S. 229 ff. und 238 ff.

[ 12 ] Vgl. dazu auch Schönert, Jörg, "Konstellationen und Perspektiven kooperativer Forschung", in: Geist, Geld und Wissenschaft. Arbeits- und Darstellungsformen von Literaturwissenschaft, hg. v. Peter Brenner, Frankfurt am Main, 1993, S. 384-408, insbesondere S. 384 f.

[ 13 ] Vgl. ebd., S. 390-392; siehe auch Stackmann, Karl/Streiter, Axel, Sonderforschungsbereiche 1969-1984. Bericht über ein Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Weinheim, 1985.

[ 14 ] Deutsche Forschungsgemeinschaft, Förder-Ranking 2003. Institutionen - Regionen - Netzwerke. DFG-Bewilligungen und weitere Basisdaten öffentlich geförderter Forschung, Bonn u. a., 2003. Datenbasis sind die Jahre 1999-2001.

[ 15 ] Ebd., S. 55.

[ 16 ] Ebd. - So widmet auch diese viel beachtete Studie der "vernetzten Forschung in koordinierten Programmen der DFG" ein eigenes Kapitel, vgl. ebd., S. 55-72. - Die Leistungen der DFG zur Wissenschaftsförderung werden insbesondere mit Bezug auf die 'koordinierten Programme' herausgestellt; 54 % aller bewilligten Mittel kommen diesen Förderprogrammen zugute, vgl. ebd., S. 57.

[ 17 ] Vgl. Schönert, 1993, s. Anm. 12, S. 385.

[ 18 ] Die Studie Förder-Ranking 2003 weist aus, dass - in der Zusammenschau der eingesetzten unterschiedlichen Indikatoren - das 'DFG-Verhalten' der disziplinären Gruppierungen und Institutionen weithin den prinzipiellen Forschungsprofilen und Forschungsleistungen - insbesondere den Drittmitteleinwerbungen - entspricht, vgl. DFG, 2003, s. Anm. 14, S. 35-39.

[ 19 ] Bei diesen Daten finden sich in den Publikationen der DFG leichte Schwankungen - je nachdem, ob das Auflegen des Programms oder erste Umsetzungen als Zeitpunkt eingesetzt werden.

[ 20 ] Ein besonders aussagekräftiger (weil stark finanzierter) Bereich sind die Sonderforschungsbereiche, vgl. dazu auch Stackmann/Streiter, 1985, s. Anm. 13 - mit Auswertungen zu den SFBs im Zeitraum 1969-1984, sowie 20 Jahre Sonderforschungsbereiche, hg. v. Axel Streiter, 2. veränderte Aufl., Weinheim, 1992.

[ 21 ] Vgl. Streiter, 1992, s. Anm. 20, S. 20.

[ 22 ] Deutsche Forschungsgemeinschaft, Jahresbericht 2002. Aufgaben und Ergebnisse, Bonn, 2003, Kap 3, "Koordinierte Programme", S. 112-126.

[ 23 ] In: CSWC 2000. Computer supported cooperative work. ACM 2000 Conference on Computer Supported Cooperative Work, December 2-6, 2000, Philadelphia, New York, 2000, S. V.

[ 24 ] Rutenfranz, Uwe, Wissenschaft im Informationszeitalter. Zur Bedeutung des Mediums Computer für das Kommunikationssystem Wissenschaft, Opladen, 1997, S. 137.

[ 25 ] Vgl. Wissenschaftsrat, 2000, s. Anm. 4, S. 28-33: "Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien", hier S. 31.

[ 26 ] Ebd., vgl. auch S. 41-44: "Aufforderung zur verstärkten Forschungskooperation unter Einbezug virtuell gestützter Kommunikationsformen".

[ 27 ] Benford, Steve/Reynard, Gail/Koleva, Boriana/Greenhalgh, Chris/Fraser, Mike, "CSCP", in: Mensch & Computer 2002. Vom interaktiven Werkzeug zu kooperativen Arbeits- und Lernwelten, hg. v. Michael Herczeg, Wolfgang Prinz und Horst Oberquelle, Stuttgart u. a., 2002, S. 21-29, hier S. 21. Vgl. auch das Vorwort zu Teufel, Stephanie/Sauter, Christian/Mühlherr, Thomas/Bauknecht, Kurt, Computerunterstützung für die Gruppenarbeit, Bonn u. a., 1995, wo festgestellt wird, CSCW sei eine "neue Forschungsdisziplin in der Informatik"; erste Beschreibungs- und Definitionsversuche stammten aus den späten 1980er Jahren (S. 14 f.). 1986 begann die Folge der zahlreichen und unterschiedlich angelegten CSCW-Konferenzen, die zumeist mit Publikationen dokumentiert wurden.

[ 28 ] In der Wissenschaft werden CSCW-Systeme und Groupware-Plattformen vor allem in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften, in der Informatik sowie in den Wirtschaftswissenschaften genutzt.

[ 29 ] Auch als 'science of shared interactive learning environments' und - im Anwendungsbereich - als 'Learning-Management-System' (LMS).

[ 30 ] Vgl. zu diesen Konstellation beispielsweise den Kongress-Band Mensch & Computer 2002, s. Anm. 27.

[ 31 ] Vgl. u. a. MedienBildung im Umbruch. Lehren und Lernen im Kontext der Neuen Medien, hg. v. Volker Deubel und Klaus H. Kiefer, Bielefeld, 2003. - Eine gute Übersicht zum Problem und zum Stand der Diskussion bietet Wessner, Martin/Pfister, Hans Rüdiger, "Kooperatives Lehren und Lernen", in: CSCW-Kompendium. Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Arbeiten, hg. v. Gerhard Schwabe, Norbert Streitz und Rainer Unland, Berlin u. a., 2001, S. 251-263, zudem Computerunterstütztes Lernen, hg. v. Rudolf Kammerl, München, Wien, 2000; Filk, Christian, Computerunterstütztes kooperatives Lehren und Lernen. Eine problemorientierte Einführung, Siegen, 2003.

[ 32 ] Vgl. prinzipiell zur Problemsituation CSCW/CSCL Filk, Christian, "Computerunterstützte kooperative Wissenskommunikation - Versuch eines Beschreibungsmodells technischer und nichttechnischer Faktoren", in: Medien und ihre Technik: Theorien - Modelle - Geschichte, hg. v. Harro Segeberg, Marburg, 2003 (im Erscheinen); der Beitrag beruht auf einem Vortrag beim Jahreskongress der Gesellschaft für Medienwissenschaft in Hamburg 2001; eingesehen wurde der Vortragstext. {Nähere Informationen zum inzwischen erschienenen Band (2004): http://www.schueren-verlag.de/autor/medtech.htm; 15.05.2005}

[ 33 ] Vgl. dazu Baumgartner, Peter/Häfele, Hartmut/Maier-Häfele, Kornelia, E-Learning Praxishandbuch - Auswahl von Lernplattformen. Marktübersicht - Funktionen - Fachbegriffe, Innsbruck, Wien, 2002; Schulmeister, Rolf, Lernplattformen für das virtuelle Lernen: Evaluation und Didaktik, München, Wien, 2003.

[ 34 ] Vgl. dazu als exemplarischen Beitrag eine Siegener Habilitationsschrift: Kammer, Manfred, Literarische Datenbanken: Anwendungen der Datenbanktechnologie in der Literaturwissenschaft, München, 1995, oder entsprechende Beiträge im Jahrbuch für Computerphilologie. - Als sehr frühes Beispiel für eine Konstellation, in der Computer noch als 'Schreibwerkzeuge' vorgestellt werden: Mocker, Ute/Mocker, Helmut/Werner, Matthias, Computergestützte Arbeitstechniken für Geistes- und Sozialwissenschaftler, Bonn u. a., 1989.

[ 35 ] Diese Bilanz zieht Volker Deubel in seiner Rezension zu Jan-Mirko Maczewskis Studie Studium digitale. Geisteswissenschaften und WWW, Hannover, 1996, im Jahrbuch für Computerphilologie 1 (1999), S. 149-154, hier S. 153 f.

[ 36 ] Rezension zu Schönherr, Hartmut/Tiedemann, Paul, Internet für Germanisten. Eine praxisorientierte Einführung, Darmstadt, 1999 sowie Gschwender, Oliver, Internet für Philologen. Eine Einführung in das Netz der Netze, Berlin, 1999, in: Jahrbuch für Computerphilologie 2 (2000), S. 187-189, hier S. 189.

[ 37 ] Vgl. dazu insbesondere das Jahrbuch für Computerphilologie, dort unter anderen Steding, Sören, "Warum noch drucken? Über die Nachteile gedruckter Editionen", in: Jahrbuch für Computerphilologie 3 (2001), S. 149-159.

[ 38 ] Unter 'Netz-Publikationen' sollen als 'dynamisierte Publikationen' auch Veröffentlichungen mit verschiedenen publikationswürdigen Versionen eingeschlossen sein.

[ 39 ] Zimmer, Dieter E., Die Bibliothek der Zukunft. Text und Schrift in den Zeiten des Internet, Hamburg, 2000, S. 77.

[ 40 ] Ebd., S. 164 f. - beispielsweise für das Sichern der 'Erstinformation'.

[ 41 ] Vgl. als ausführlichere Darstellung Lange, Tanja/Schönert, Jörg, "Ein Plädoyer für das WWW: Möglichkeiten eines Internet-Portals (auf der Basis eines WCMS/Redaktionssystems) für die Geisteswissenschaften", in: Kugler (Hg.), 2002, s. Anm. 5, S. 769-782 sowie die begleitende Plattform zum Internet-Portal 'NarrPort' der Forschergruppe Narratologie an der Universität Hamburg mit den Themenschwerpunkten 'Konzeption' und 'Technologie': http://www.webwoerk.net.

[ 42 ] Siehe zu Konzeption, Aufbau und Administration des Systemkomplexes e Port/NarrPort durch Projekt 8 (verantwortlich Tanja Lange) die Visitenkarte des Projektes unter http://www.narrport.uni-hamburg.de.

[ 43 ] Kennzeichnend für die Grundlage des Systems ist die Möglichkeit, alle 'Daten'/,Inhalte' auch an den häuslichen Arbeitsplätzen über eine Internetverbindung (online) abgleichen und (offline) ohne Netzwerkanbindung bearbeiten zu können.

[ 44 ] Ein WCMS ist ein Arbeitsmittel zum Visualisieren von Inhalten (Text- und Bildbeiträgen) über den Browser im WWW. Im Gegensatz zu den herkömmlichen statischen Websites eröffnet die Entscheidung für ein WCMS die Möglichkeit, über ein interaktives, dynamisches und einfach zu aktualisierendes HTML-System verfügen zu können.

[ 45 ] Folgende Werkzeuge zur vernetzten Projektarbeit wurden in den Systemkomplex implementiert: Modul 'Newspages', Modul 'Adressen', Modul 'Forum'/'CoMo', Modul 'MaDoLi', Modul 'Bibliographie', Modul 'Chat', Modul 'Voting'/'Abstimmung'. Eine ausführliche Beschreibung dieser Komponenten findet sich im Anhang dieses Beitrages.

[ 46 ] Vgl. Anm. 45.

[ 47 ] Sie wurde von mir in Zusammenarbeit mit Michael Kempe und Jörg Schönert erstellt und im September 2003 dem E-Learning Consortium Hamburg (ELCH) zur Begutachtung eingereicht; hier wird nur ein Auszug aus dem umfangreichen Antrag aufgenommen. Aktuelle Informationen unter: http://www.e-port.uni-hamburg.de/Gst.Litwiss.

[ 48 ] Kumbruck, Christel, "Wider ein positiv konnotiertes Kooperationskonzept", in: Groupware und organisatorische Innovation. Tagungsband der D-CSCW '98, hg. v. Thomas Hermann und Katharina Just Hahn, Leipzig, 1998, S. 95-110.

[ 49 ] Andriessen, J. H. Erik, Working with Groupware. Understanding and Evaluating Collaboration Technology, Berlin u. a., 2003, S. 152 f.

[ 50 ] Vgl. Rutenfranz, 1997, s. Anm. 24, S. 39-42.

[ 51 ] Vgl. ebd., S. 171.

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