|
|
Arbeitskreis
Historische Bildforschung (AHB) |
|
|
|
Konzept & Tagungen und Veranstaltungen seit 1998 Bilder spielen in der gegenwärtigen Diskussion um Wirklichkeitsentwürfe eine bedeutende Rolle. Im ausgehenden 20. Jahrhundert mit seinen neuen Kommunikationstechniken und der damit verbundenen Möglichkeit, virtuelle Realitäten in bislang nie gekanntem Umfang entwerfen zu können, erscheint eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Bildern und symbolischen Formen unabdingbar. Wozu aber Bilder in der historischen Forschung? Das Bild - hier in umfassender Bedeutung verstanden (Metapher, Symbol, Topos, Zeichen, Malerei, Architektur, Film usw.) - als eine der Konstituenten menschlicher Kommunikation unterliegt selbst einem historischen Wandlungsprozess. Dieser Wandlungsprozess bietet für den Historiker vielfältige Einblicke in sozial- und wirtschaftgeschichtliche sowie mentalitäts-, kulturhistorische Zusammenhänge. Die Verbindungen zwischen schriftlicher und bildlicher Überlieferung sind kaum voneinander zu trennen; sie verweisen auf das Verhältnis zwischen Gesellschaft und gesellschaftlich wahrgenommener und geformter Realität. Diese Realitätswahrnehmung bzw. -formung bildet letztlich die Grundlage für das Handeln aller Akteure im historischen Prozess. Während die schriftlichen Quellen prinzipiell bereits gut erschlossen und zahlreiche methodische Zugänge vorhanden sind, lässt sich das für den Bereich der Bildquellen nicht feststellen. Der Arbeitskreis Historische Bildforschung versteht sich als Forum, welches das bisher wenig genutzte Potential dieser Quellengruppe mit neuen methodischen Instrumentarien (wie etwa die Ikonologie, Semiotik und rezeptionsästhetische Ansätze) für die Geschichtswissenschaft nutzbar machen möchte. Ansätze zu einer historischen Bildforschung lassen sich bis in das frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen. Schon Johann Gustav Droysen ordnete Bilder in seiner Historik unter die wichtigen geschichtswissenschaftlichen Quellen ein. Als sehr befruchtend wirkten die Auseinandersetzung von Historikern mit dem kulturwissenschaftlichen Konzept und der Ikonologie im Sinne Erwin Panofskys. Die "historische Bildkunde" wie sie in den 1930er Jahren insbesondere in Hamburg entwickelt wurde, bietet - trotz ihrer Defizite - einen Anknüpfungspunkt ebenso wie die von einzelnen interessierten Historikern vorgelegten Studien der letzen Jahrzehnte. Rainer Wohlfeil hat in den 1980er Jahren anhand verschiedener Untersuchung die vorhandene Tradition aufgearbeitet, das wissenschaftliche Instrumentarium verfeinert und neue Forschungsperspektiven gewiesen. Eine auf diesen Grundlagen fortentwickelte historische Bildforschung zielt auf eine systematische und methodische Einbindung von Bildquellen in die historische Forschung. Diese soll nicht nur aus der deutschen bzw. europäischen Perspektive erfolgen, sondern epochenübergreifend und bedarf der interdisziplinären Zusammenarbeit mit benachbarten Fachgebieten. Interessierte sind herzlich eingeladen, an diesem Arbeitskreis teilzunehmen, der sich ebenso im Aufbau befindet wie diese Seiten. Baumgarten, Jäger, Knauer (1998) |
|
|
Tagungen und Veranstaltungen seit 1998 2003 Vorlesungsreihe,
Universität Hamburg (Sommersemester 2003) Tagung "War Visions - Bildkommunikation und Krieg." 2002 Tagung "Fotografie und Nation", Warburg-Haus
Hamburg 2001 Tagung "Inszenierte Wahrheit", Warburg-Haus
Hamburg Tagung "Bild, Medialität,
Wirklichkeit, Universität Basel 2000 Tagung "Stadt als
Bild", Warburg-Haus, Hamburg |